Mädelsabend - Andrea Heimann - E-Book

Mädelsabend E-Book

Andrea Heimann

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Beschreibung

Mädelsabend; Fünfzehn Frauen, ein Tisch - und jede Menge Geschichten über Mut, Miteinander und Marillenmarmelade. Das etwas andere Rezeptbuch. Geschichten & Rezepte über Freundschaft, Zusammenhalt und Lebensfreude. Cookies & Cocktails, Dienstags ab 19:00 Uhr Inmitten von Abstand und Lockdown fanden wir zueinander. Während der Corona-Pandemie, als Begegnungen rar und Bildschirme oft die einzige Brücke waren, entstanden Freundschaften, die bis heute tragen. Was damals mit Nachrichten, Gesprächen und geteilten Sorgen begann, hat sich zu einem festen Band entwickelt; voller Vertrauen, Humor und Verbundenheit. Dieses Buch zeigt unsere Art von Aufarbeitung der Pandemie: Gemeinsamkeit statt Spaltung.

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Seitenzahl: 95

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Alle Tipps und Rezepte in diesem Buch sind mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Sie ersetzen jedoch keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Eine Haftung der Autorinnen, Herausgeberinnen oder ihrer Beauftragten für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Nachdruck, Kopie oder Weitergabe – auch in Teilen – nur mit schriftlicher Zustimmung der Herausgeberinnen

„Alles mit Liebe gewürzt – aber nicht verschrieben“

Autorinnen:

Andrea Heimann

Heike Meng

Andrea Hildinger (Jouelie)

Ilona Wirtz

Brigida Lorbach

Inga Sprünken

Cornelia Hamel

Sandra Himmelreich

Gabriele Ayazi

Sandra Wollersheim

Gunda Gierling

Ursula-Lisa Schumacher

INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort

Andrea Heimann

Mädelsabend – und warum ich trotzdem immer wieder komme

Atlantik, Austern und andere Abenteuer

Hola, Malaga

Giersch… wunderbares Wildkraut

Gierschomelette

Blätterteig Surprise

Die Brennnessel – Königin der Wildkräuter

Ein paar Worte zu mir

Brigida Lorbach

Wie ich in diesen Mädelsabend reingeraten bin – und warum ich nicht mehr raus will

Das Tier mit uns oder Scooterchaos in Málaga, zwei auf Rädern und eine App gegen uns

Go-To-Karotten-Glückszrezept

Maronensuppe

Doppelt geboostert

Conni Hamel

Gesundheitsschwester und gelegentlich Frau von Welt

Unser erster Holland-Urlaub im Gutshaus – eine besondere Begegnung

Der perfekte Powersalat

Gaby Ayazi

Mädelsabend - Köstlichkeiten aus vielen Küchen mit einer gemeinsamen, nicht geheimen Zutat - LiebeWas macht Gaby?

Spaghettisalat mit Currypulver

Spaghetticarbonara Muffin

Gunda Gierling

Keine Fragen – der Dienstag gehört den Mädels Frauenrunden?

Grünkohlsalat

Jouelie Andrea Hildinger

Zicken-Alarm, die Zwei x Zwei und eine Königin Mein Leben in der Normandie

Ohlala & Bon appétit

Galette des Rois

Tarte aux Pommes

Fruchtige Komposition mit Chicorée

Heike Meng

Sterntaler rieseln herab beim Mädelsabend Schwestern im Geiste

Bulgursalat

Ilona Wirtz

Dienstag – ein Treffen unter FrauenWas unsere Runde so besonders macht

Rote Linsen Suppe - mit Kokosmilch, Curry und Paprika

Inga Sprünken

Mädelsabend – wie alles begann

Jede trägt ihre Spezialitäten bei

Das bin ich

Birne mit Gorgonzola

Blattspinat/Wildkräutersalat

Sandra Himmelreich

Dienstaaag

Gestohlene Lebensjahre

Schokotraum

Sandra Wollersheim

Alles ist möglich… ich sehe Dich…

Essay: Von Flammen, Federn und off. Herzen - die leise Revolution der Frauenkreise

Hühnersuppe und Herzensverbindung

Zwischen Himmel und Wurzel

Ursula-Lisa Schumacher

Ich bin so knallverliebt erwacht…

So kam ich zur WG

Lieblingsrezept für den Körper

Lieblingsrezept für den Geist

Lieblingsrezept für die Seele

Lieblingsrezept für den kulinarischen Genuss-Menschen: Cocktail Margarita

Vorspeise: Baguette mit Wildkräuterbutter

Hauptspeise: Brennnesselgemüse

Dessert: Joghurt mit Löwenzahnblüten

Impressionen

* Besprechung Buchprojekt / Treffen Gleis 1

* Einblicke in das, was uns verbindet – und was unser Miteinander so besonders macht

* Mädels-Shoppingtour Roermond

* Kleidertausch

* Es darf auch mal laut sein, verrückt sein, lustig sein…

* Man hilft sich gegenseitig

* Hexenküche zur Herstellung eines natürlichen Antibiotikums

* Ergebnis

* Brennender Phönix am Abendhimmel

* Hier dann wieder zurück zur Erde - abgekühlt am Morgen...

Danksagung/Autorinnenhinweis

Hinweis zu den persönlichen Beiträgen

Vorwort

Was passiert, wenn sich zwölf völlig unterschiedliche Frauen mitten in einer Zeit weltweiter Verunsicherung finden – und nicht mehr loslassen?

Ein Buch passiert.

Ein ungewöhnliches, buntes, ehrliches, tiefsinniges und gleichzeitig wunderbar leichtes Buch...

mit Rezepten, die Körper und Seele wärmen,

mit Geschichten, die Mut machen,

mit einer Botschaft, die lauter nicht klingen könnte: Gemeinschaft funktioniert. Auch (und gerade) in Krisenzeiten.

Falls sich jemand über die Zahl wundert: Ja, wir sind fünfzehn Frauen – doch in diesem Buch erzählen nur zwölf von uns ihre Geschichten. Nicht, weil die anderen weniger zu sagen hätten, sondern weil sie sich entschieden haben, ihre Erfahrungen nicht öffentlich zu teilen. Und das ist völlig in Ordnung. Denn was unsere Gruppe ausmacht, ist genau das: Jede darf, Keine muss – und alle gehören dazu. Auch ohne gedruckte Worte sind sie ein fester Teil unserer Runde, unserer Gespräche und all der besonderen Momente, die dieses Miteinander so wertvoll machen.

Dieses Buch ist keine Hommage an perfekt gedeckte Tische oder Insta-taugliche Lebensmodelle. Es ist ein echtes Stück Leben. Es erzählt davon, wie sich Menschen begegnen und bleiben. Wie Verbindungen entstehen, die nicht auf Likes basieren, sondern auf Zuhören, Respekt und der Bereitschaft, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen – idealerweise mit einem Glas Wein in der Hand.

In einer Zeit, in der Spaltung oft lauter war als Verbindung, haben wir erfahren dürfen, wie kraftvoll echte Gemeinschaft sein kann. Dass es nicht darum geht immer einer Meinung zu sein, sondern einander stehenzulassen. Dass Empathie kein Luxus ist, sondern Überlebensstrategie. Und dass ein Abend mit gutem Essen, ehrlichen Gesprächen und offenen Herzen manchmal mehr heilt als tausend Ratgeberseiten.

Dieses Buch ist unser Beitrag für alle, die sich fragen, ob Nähe noch geht. Ob es möglich ist, respektvoll und offen miteinander zu bleiben – auch wenn die Wellen mal höher schlagen. Wir sagen: Ja, es geht. Und wie!

Seht dieses Buch als Einladung – zum Nachkochen, Nachlesen, Nachfühlen.

Vielleicht inspiriert es Euch ja, selbst eine Runde um einen Tisch zu versammeln. Mit Antipasti, mit Ehrlichkeit, mit Neugier. Denn wenn wir eines gelernt haben: Es braucht nicht viel, um ein kleines Wunder zu beginnen.

Außer vielleicht ein bisschen Käse. Und eine große Portion Vertrauen.

Andrea Heimann

Andrea Heimann

Mädelsabend - Warum ich trotzdem immer wieder komme

„‚Mädelsabend“ – allein das Wort lässt mich innerlich kurz den Notausgang suchen. Zu viele Erinnerungen an Gesprächsrunden voller Tupperware, unterschwelliger Konkurrenz und dem Gefühl, irgendwie nie so ganz dazuzugehören. Nicht gerade das, was mich begeistert aufspringen und „JA, BITTE!“ rufen lässt – erst recht nicht in einer Zeit, in der das Leben eher einem Science-Fiction-Thriller glich als einem Wohlfühlroman. Aber manchmal klopft das Leben mit einem scheppernden Blechdeckel an deine Tür und ruft: „Na, hast du was gelernt?“ Und wenn du dann zum dritten Mal in deinem Leben auf ein „Mädelsabend“-Schild zuläufst, obwohl du schwören könntest, du wärst längst darüber hinweg, ist es vielleicht Zeit, mal genauer hinzuschauen.

2020 – das Jahr, in dem Klopapier mehr wert war als Gold. Ein Jahr, das nicht nur unsere sozialen Kontakte auf den Kopf stellte, sondern gleich das komplette Koordinatensystem unserer Welt. Ich fühlte mich wie ein Alien im eigenen Umfeld. Familie, Freunde, Kollegen – auf einmal passte gar nichts mehr. Unsere Meinung zur Lage wurde kritisch beäugt – inklusive Geschenk eines Buchs mit dem charmanten Hinweis, doch seine Einstellung zum Thema Sekten mal zu überdenken.

Was folgte? Isolation. Frust. Existenzängste. Die ganze Palette.

Aber dann: Pling! Eine Einladung zum „Mädelsabend“. Ich dachte erst, es sei ein Scherz. Sollte das Universum mir gerade das nächste Kapitel in der Dauerschleife „Mädelsabende und andere Katastrophen“ schenken?

Doch ich bin hingegangen. Aus Neugier. Oder Trotz. Oder beidem. Und was soll ich sagen? Ich bin geblieben. Seitdem ist Dienstag einer meiner Lieblingstage. Warum? Weil da Frauen aufeinandertreffen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten – aber genau das macht es aus.

Es gibt Käseplatten, Tränen, Wein, Lachen, Diskussionen, Antipasti, ehrliche Worte und noch mehr Wein.

Wie wir das hinbekommen? Keine Ahnung. Aber es funktioniert. Und das schon seit Jahren. Keine Krallen, keine Drama-Queen-Momente bei Kerzenschein, kein beleidigtes Schmollen, – und doch eine ganze Menge Tiefe, Wärme und gegenseitiger Respekt. Irgendwie magisch. Irgendwie ganz einfach.

Diese Gruppe hat mir in einer der wirrsten Zeiten meines Lebens gezeigt, wie sehr echte Verbindung tragen kann. Ich durfte erleben, wie wunderbar es ist, wenn Menschen einander nicht ändern, sondern ergänzen wollen. Wenn es okay ist, auch mal still zu sein. Oder laut. Oder einfach man selbst.

Irgendwann war sie da – die Idee einer ersten gemeinsamen Reise. Ein langes Wochenende in den Niederlanden, in einem alten Gutshaus, mitten im Grünen. Eine Auszeit vom Alltag, ein Experiment, eine Chance, unsere Verbindung auf eine neue Ebene zu bringen. Geplant war das Ganze natürlich für unsere volle 15er-Runde. Doch wie das Leben manchmal so spielt, konnten nur acht von uns teilnehmen. Der Rest war in Gedanken dabei – und am Ende wussten alle: Es würde nicht die letzte Reise sein.

Denn Hand aufs Herz: Acht Frauen, drei Tage, ein Haus – das klingt nicht nur nach Abenteuer, sondern auch nach möglichem Zündstoff. Ein Teil von mir dachte leise: „Realer wird’s nicht mehr...“

Aber was dann geschah, war das genaue Gegenteil: Kein Drama, keine Missstimmung, kein Fluchtreflex. Stattdessen Offenheit, Rücksicht, , Vertrauen, Küchenschlachten, Lachen, ganz viel Herzlichkeit, Magie – und ein Miteinander, das uns alle berührt hat.

Die Zimmerfrage war erstaunlich schnell geklärt – und das, obwohl die Räume stark an „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ erinnerten. Winzige Kämmerchen, liebevoll dekoriert, jedes mit einem anderen Ländermotto. Sogar die Bettchen schienen zu flüstern: „Mach's dir gemütlich, du bist hier willkommen.“ Der große Wohn-Koch-Essbereich wurde schnell zur Bühne für Inspiration, Austausch und kleine Alltagsfluch-ten. Es war vollkommen okay, sich mal zurückzuziehen – und genauso okay, stundenlang gemeinsam am Tisch zu sitzen, zu erzählen, zu kochen, zu genießen.

Ein Wochenende, das bleibt. Weil es nicht perfekt war, sondern echt. Und weil es gezeigt hat: Unsere Verbindung trägt – auch über Grenzen hinweg.

Atlantik, Austern und andere Abenteuer

Manchmal braucht es einfach einen Tapetenwechsel – oder besser gesagt: eine frische Atlantikbrise. Als das Wetter in Deutschland mal wieder grau und die Stimmung mindestens genauso bedeckt war, reifte in mir der Entschluss: Mein Geburtstag muss ans Meer! Mein Mann konnte sich leider nicht freischaufeln, aber zum Glück war Uschi sofort dabei. Jouelie, die den Sommer traditionell in der Normandie verbringt, vermittelte uns ein wunderschönes Haus – mit genug Platz für uns beide. Zusammen mit Jouelie, die sich trotz vollem Terminkalender reichlich Zeit für uns nahm, erkundeten wir die Umgebung. Sonne, Wind, salzige Luft – perfekt, um den Kopf wieder freizupusten.

Eines stürmischen Vormittags machten Uschi und ich einen langen Strandspaziergang. Überall am Ufer lagen Austernreusen verstreut. Uschi – bekennender Austernfan – strahlte wie ein Kind im Bonbonladen. Da sie frischer nicht hätten sein können, sammelten wir ein paar der Austern ein und nahmen sie mit in unser Ferienhaus.

Am Abend dann: Tisch festlich gedeckt, eine Flasche Champagner bereit – nur ein Problem blieb ungelöst: „Wie öffnet man diese verdammten Austern?“

Im Haus gab es natürlich kein Austernmesser. Aber Rettung nahte via Telefon – mein Mann, der heimliche Fan der Kochsendung „Calle kocht“, erinnerte sich an einen Trick: Ein einfaches Messer reicht, wenn man weiß, wo man ansetzt. Also los: vorsichtige Hebelarbeit, ein bisschen Fingerspitzengefühl – und tatsächlich, die Austern gingen auf!

Unser Abendessen – frisch aus dem Atlantik

Was für eine Freude (zumindest für Uschi). Ich selbst bin ja eher Team "Austern, nein danke", aber Calle hatte noch einen Tipp: Das gefilterte Austernwasser mit einem Spritzer Zitrone trinken. Ein kleines Abenteuer für sich – und siehe da: gar nicht mal so schlecht! (Man wächst ja bekanntlich an seinen Herausforderungen.)

Doch damit nicht genug: Auf dem Rückweg empfahl uns Jouelie, über die berühmte Pont de Normandie zu fahren – eine imposante Schrägseilbrücke über die Seine-Mündung. Als wir uns einer Brücke näherten, die ggf. besagte Brücke sein könnte, fragte ich meine Co-Pilotin Uschi, was auf dem Schild stand. Uschi wollte antworten – und kam nur auf ein völlig unkontrollierbares, kicherndes „Schräcksel… Schräcksel…“ Kurz habe ich darüber nachgedacht, dass ich rechts heranfahren müsse, so sehr lachten wir beide. Irgendwann kam dann endlich das gesuchte Wort aus ihr heraus: Schrägseilbrücke. Bis heute reicht ein „Schräcksel“ – und wir müssen beide sofort wieder losprusten.

Pont de Normandie

Warnhinweis: Für Menschen mit Höhenangst ist es eine echte Herausforderung, die Brücke zu überqueren ;-)

Hola, Halloween! – Sprachkurs mit Überraschung