Management by Wunder - Gerhard Seidel - E-Book

Management by Wunder E-Book

Gerhard Seidel

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Beschreibung

Die Kernaussage von „Management by Wunder“ ist: Bewusstsein schafft Realitäten! Dies geschieht manchmal vorsätzlich und oft auch unbewusst. Doch Ursache für veränderte Wirklichkeiten sind immer wir selbst. Und nur weil man es noch nicht weiß, gesehen oder erlebt hat, bedeutet es nicht, dass es das nicht gibt! Viele Menschen glauben, Zufälle und Wunder seien etwas, das man nicht erklären und erst recht nicht selbst verursachen kann. Diese Einschätzung ist falsch! Richtig ist, Zufälle und Wunder sind Ereignisse oder Geschehen, die den bekannten Naturgesetzen oder aller unserer Erfahrung widersprechen. Doch haben sie, wie im Buch erklärt wird, immer mit uns zu tun. Wir sind zugleich Sender und Empfänger, Ursache und Nutzer von Zufällen und Wundern. Wann passieren Wunder, was kann der Anlass sein? Oft, wenn unsere Probleme größer sind als die zur Verfügung stehenden Ressourcen und Lösungsmöglichkeiten und es in unserem Umfeld niemanden gibt, der uns helfen kann, dann stellt sich die Frage: Können wir uns übergeordneter Kräfte bedienen? Ja, das ist möglich! Wir wenden uns an universelle Mächte und tragen unsere Bitte (als Gebet, mit einem Wunschzettel, an Engel oder Wunschfeen, an subatomare Wahrscheinlichkeitsfelder oder hilfreiche Heilige) vor in der Hoffnung, dass sich diese erfüllt. Doch kann es auch sein, dass subatomare Wahrscheinlichkeitsfelder uns bei der Wunscherfüllung unterstützen? Dieses Buch ist die Gebrauchsanweisung, wie man Wunder initiiert. Das Wunder selbst zu vollbringen, liegt oft nicht in unserer Hand – manchmal aber sehr wohl, wie so einige beschriebene Ereignisse zeigen. Doch gilt es zu beachten: Von nichts kommt nichts, man muss sich schon darum kümmern! Fest steht allerdings: „Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann!“ Marie von Ebner-Eschenbach

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Seitenzahl: 343

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Gerhard Seidel

MANAGEMENT BY WUNDER

Bedenke wohl, worum du bittest, es könnte dir gewährt werden!

Engelsdorfer Verlag Leipzig 2014

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Copyright (2014) Engelsdorfer Verlag Leipzig

Alle Rechte beim Autor

Coverfoto © 2jenn– Fotolia.com

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Prolog

1. Einleitung

2. Überblick über die einzelnen Kapitel

2.1 Papa, was ist „Management by Wunder“?

2.2 Erfahrungen des Autors

2.3 Um was geht es?

2.4 Für wen wurde das Buch geschrieben?

2.5 Unterschiedliche Sichtweisen

2.6 Zauberei oder Magie?

2.7 Die Idee zu diesem Buch

3. Die innere Wirklichkeit, die äußere Realität

3.1 Ist Realität wirklich so, wie wir sie erleben?

3.2 Realitäten in den Unternehmen

3.3 Die anderen Ebenen

4. Was sind Zufälle und Wunder?

4.1 Was sind Zufälle?

4.2 Was sind Wunder?

4.3 Glück haben– Chance oder Illusion?

5. Spurensuche– wie Bewusstsein Realitäten schafft

5.1 Das Gebet

5.2 Lourdes und Kirche

5.3 Kornkreise

5.4 Emoto und die Wasserkristalle

5.5 Sheldrake und die morphischen Felder

5.6 Dubai– ein Wunder auf tönernen Füßen

5.7 Meine Wunderausstellung

5.8. Psychologische Phänomene

5.8.1 Die sich selbst erfüllende Prophezeiung

5.8.2 Placebo-Effekte

5.8.3 Pygmalion-Effekt

5.8.4 Andere Phänomene

5.8.5 Zusammenfassung der Spurensuche

6. Das menschliche Bewusstsein

6.1 Was ist Bewusstsein?

6.2 Bewusstseinsveränderungen durch Lebenskrisen

6.3 Der Verstand

6.4 Das Ego

6.5 Überzeugungen, Erfahrungen, Glaubenssätze

6.6 Intuition

7. Der Kondratieff-Zyklus

7.1 Was bringt uns dieser Zyklus?

7.2 Konsequenzen für die Unternehmen

8. Das Bewusstsein der Unternehmen

8.1 Die verschiedenen Ebenen

8.2 Einfluss des Bewusstseins im Unternehmen

8.3 Lebensgesetze– universelle Regeln für Unternehmen

9. Wünsche oder Ziele?

9.1 Sind es Wünsche oder Ziele?

9.2 Was ist Erfolg?

9.3 Persönliche Wünsche und Ziele

9.4 Unternehmerische Wünsche und Ziele

10. Quantenphysik– eine kurze Einführung

10.1 Beobachtungseffekt

10.2 Verschränkungen

10.3 Zeitphänomene

10.4 Parallelwelten

11. Management by Wunder

11.1 Führungssysteme

11.2 Voraussetzungen im Unternehmen

11.2.1 Entlernen lernen

11.2.2 Zukunftskompetenz

11.2.3 Zeitqualität

11.2.4 Bedrohungsorientierung oder Chancenorientierung

12. Die „Gebrauchsanweisung“ von „Management by Wunder“

12.1 Was kann man sich wünschen?

12.2 Wie bereite ich mich vor?

12.3 Die innere Haltung

12.4 Der „theoretische“ Ablauf

12.5 Warum es manchmal nicht funktioniert

12.6 „Gute“ und „schlechte“ Wunschformulierungen

13. „Management by Wunder“– Beispiele

13.1 Erstes Beispiel

13.2 Zweites Beispiel

13.3 Drittes Beispiel

14. Ein mustergültiger Workshop

14.1 Das Unternehmen– der Auftrag

14.2 Der eigentliche Workshop

15. Schlussbemerkungen

Anhang

Sind wir die Schöpfer unserer Realität?

Literaturverzeichnis und interessante Internetseiten

Bücher

Bücher von Gerhard Seidel

Internetseiten

Prolog

Wir sind als Quantenphysiker heute in der Lage, Dinge zu denken, die früher nur die Mystiker denken konnten. Prof. Th. Görnitz

Sind Wunder möglich?

Viele Menschen glauben, Wunder seien etwas Unnatürliches, etwas, das man nicht erklären und erst recht nicht selbst verursachen kann. Diese Einschätzung ist falsch!

Meine Frau ist Diplom-Psychologin und Verhaltenstherapeutin, sie hilft unter anderem Kinderwunschpatienten– bei denen alle medizinischen Möglichkeiten versagt haben–, ihren Wunsch nach einem Kind zu erfüllen. Regelmäßig erhält sie Karten, Fotos und Briefe von solchen Patienten: „Das Wunder ist geschehen, unser Sohn/unsere Tochter ist geboren!“

Sie kann also offensichtlich Wunder bewirken, weil sie die Kenntnisse und Ressourcen hat, um Wünsche zu erfüllen, wo die Medizin versagt.

Ich habe schon mit vielen Menschen über meine Idee der Wunscherfüllung gesprochen, und meistens wird dies ungläubig zur Kenntnis genommen. Wenn ich sie frage: „Haben Sie denn schon mal einen konkreten Wunsch ‚bestellt‘, dessen Erfüllung für Sie ein Wunder wäre?“, dann ist die Antwort: „Nein, das hat doch sowie keinen Sinn“ oder „So einen Quatsch mache ich nicht“.

Hätten die Kinderwunschpatienten eine ähnliche Einschätzung– jenseits der medizinischen Möglichkeiten ist Schluss–, dann würden sie nicht zu meiner Frau kommen und sie um ein Wunder bitten.

Eine Definition von Wundern lautet: Ein Wunder ist ein außergewöhnliches, den Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechendes und deshalb der unmittelbaren Einwirkung einer göttlichen Macht oder übernatürlichen Kräften zugeschriebenes Geschehen, Ereignis, das Staunen erregt. (http://www.duden.de/rechtschreibung/Wunder)

Richtig ist an dieser Definition, dass es offensichtlich für manche „wunderbaren“ Wünsche höhere, universelle, subatomare oder gar göttliche Kräfte braucht. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht dieser Kräfte gezielt bedienen können. Richtig ist außerdem, dass Wunder aller Erfahrung widersprechen, doch warum ist unsere Erfahrung überhaupt so beschränkt? Verzichten wir vielleicht einfach deshalb auf die Erfahrung von Wundern, weil wir zu wissen glauben, dass es nicht sein kann?

Manche Menschen verfügen offensichtlich über Möglichkeiten, für andere so etwas wie ein Wunder zu bewirken. Doch die meisten können diese Wunder nur initiieren und müssen sich anderer Helfer bedienen, die über übernatürliche, der eigenen Erfahrung widersprechende Ressourcen verfügen.

Doch die Initiative liegt immer bei dem, der den Wunsch hat. Nur er oder sie kann die Bitte vortragen bzw. den Auftrag erteilen. Egal ob es Kinderwunschpatienten sind, eine Mutter, die um die Gesundheit ihres Kindes betet, oder ein Unternehmer, der nicht mehr weiterweiß und den nur noch ein Wunder retten kann.

Genau davon handelt dieses Buch: Was tun, wenn die Probleme größer sind als die zur Verfügung stehenden Lösungsmöglichkeiten und es in unserem Umfeld niemanden gibt, der uns helfen kann? Dann stellt sich vielleicht die Frage, wie wir uns der übergeordneten Kräfte bedienen können, die für uns Möglichkeiten eröffnen, welche den Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechen.

Dieses Buch ist die Gebrauchsanweisung, wie man Wunder initiiert. Das Wunder selbst zu vollbringen, liegt bei manchen unserer Wünsche nicht in unserer Hand. Es geht um die richtige Formulierung des Auftrags an die richtige Adresse. Denn nur das ist möglich.

Doch wer nichts bestellt, der bekommt auch nichts geliefert. Von nichts kommt nichts! Und nur weil man es noch nicht weiß, gesehen oder erlebt hat, bedeutet es nicht, dass es das nicht gibt!

Lohnt es sich, das Buch zu lesen?

Eine Frage, die sich Leser beim Kauf eines Buches wohl immer stellen, ist: Lohnt sich der finanzielle und zeitliche Aufwand, dieses Buch zu kaufen und es zu lesen? Welchen Nutzen habe ich davon? Dies gilt insbesondere für Sach- und Lehrbücher wie das, das Sie gerade zu lesen beginnen, weil es nicht nur dem Unterhaltungswert und dem Lesevergnügen dient. Oder vielleicht doch?

Die Frage nach Ihrem Nutzen will ich Ihnen gern sofort beantworten.

Mein Anliegen ist, Ihnen bewusst zu machen, dass, wenn Sie Ihr Bewusstsein– Ihre inneren Wirksamkeiten (inneren Bilder und Zielvorstellungen)– verändern, sich auch Ihre äußeren Realitäten bzw. Ihr Umfeld verändern. Der Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Realität (wie ich es verstehe) ist: Was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, diese Realität ist das Ergebnis unserer individuellen Bewertung, unserer inneren Wirksamkeit.

Der Unterschied zwischen innerer Wirksamkeit und deren Wirklichkeit besteht darin, dass unsere inneren Bilder und Ziele, unsere Glaubenssätze und Bewertungen, wirksam sind. Sie wirken immer, bewusst oder nicht bewusst! Je konkreter unsere eigenen Vorstellungen von der gewünschten Realität sind, desto wirksamer können wir sie gestalten.

Das bedeutet: Wenn wir überzeugt sind, die reale Situation verändern zu müssen, so ist dies ein Prozess in uns. Damit ist beispielsweise gemeint, dass wir einen Zustand als spannend, lehrreich, bedrohlich oder auch als harmlos interpretieren können. Entsprechend wird dann die Entscheidung aussehen, diesen Zustand zu akzeptieren oder ihn zu verändern.

Diese Unterscheidung– zwischen innerer Wirksamkeit und der Wirkung– ist deshalb wichtig, weil damit die Kausalität zwischen unserem Bewusstsein und der Realität deutlich wird. Anders formuliert: Die Realität entsteht zwangsläufig durch uns selbst, weil wir sie selbst gestalten. Dies geschieht bewusst oder unbewusst, absichtlich oder automatisch– aber auf jeden Fall sind wir die Ursache.

Das bedeutet aber nicht, dass wir– wenn wir Realität mit Materie gleichsetzen– nicht auch Materie mit unserem Bewusstsein verändern können. Diese Erkenntnis ist wichtig, weil Realitäten auch durch Materie bestimmt werden. Mit Realität ist hier all das gemeint, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen: unser Umfeld, die Situation, in der wir leben– einfach alles, was unsere äußere Welt ausmacht.

Oft besteht zwischen unseren inneren Vorstellungen (der gewünschten Realität) und der vorhandenen Ist-Situation (der vorhandenen Realität) ein Spannungsfeld oder eine Mangelsituation, weil Wunsch und Wirklichkeit nicht übereinstimmen. Diese kann man mit entsprechenden Maßnahmen überbrücken bzw. beseitigen, damit unsere Wunschvorstellungen real werden können. Dafür brauchen wir (Be-)Wirkungskräfte, brauchen wir Informationen und Energie– wir müssen schon dafür sorgen, dass der Wunsch sich erfüllen kann. Denn es geschieht leider nicht zwangsläufig– wir müssen uns darum kümmern.

Hinter dieser Erkenntnis und diesem Prozess verbergen sich vier Lebensweisheiten:

Kein Mangel

– kein Grund für Aktivitäten!

Ohne eine Mangelsituation wird nichts erfolgen. Denn wir sind mit dem, wie es ist, zufrieden. (Ich habe z. B. in meinem beruflichen Leben nie die englische Sprache benötigt, deshalb gab es auch keinen Grund, sie zu lernen.) Wenn uns aber etwas fehlt, wenn wir mit unserem Leben unzufrieden sind und wir eine neue, andere Realität oder Situation wollen, wenn uns dieser Mangel bewusst wird und wir davon überzeugt sind, dass wir diesen Mangel beseitigen können, sind wir bereit zu handeln.

Fazit:

Ohne Mangel

wird

nichts erfolgen!

Kein Ziel

– dann ist kein Weg richtig!

Ohne eine konkrete Vorstellung der Zielrealität (wir haben ein klares Bild davon, wie die neue äußere Wirklichkeit sein soll) kann nichts „richtig“ erfolgen. Es kann sich kein Spannungsfeld aufbauen, denn ohne Ziel ist jede Aktion planlos und zufällig oder gar falsch.

Fazit:

Ohne Ziel

kann

nichts erfolgen, was uns zufriedenstellt!

Nur Ziele ermöglichen Maß zu nehmen.

Nur an konkreten Zielen können wir Maß nehmen und die Maßnahmen bzw. Aufgaben erkennen und durchführen, die für die Zielerreichung notwendig sind.

Fazit:

Nur an Zielen (nicht an Wünschen) können wir Maß nehmen und das Ist in das Soll umformen!

Erfolg ist:

Es erfolgen die richtigen Maßnahmen, die erforderlich sind, damit der gewünschte Zustand eintritt. Ob ein Ziel sinnvoll und machbar ist, ergibt sich nicht allein aus der Zielvorstellung, sondern vor allem aus den notwendigen Entscheidungen und Handlungen.

Fazit:

Erfolg ist die Folge und Umsetzung der vom Ziel abgeleiteten Maßnahmen!

Nach unseren inneren Zielvorstellungen und Überzeugungen treffen wir unsere Entscheidungen, und aus dem Angebot vieler möglicher Alternativen wählen wir dann die Maßnahmen aus, die uns den neuen Zustand mit größter Wahrscheinlich erreichen lassen.

Das sind die Gründe, warum wir selbst für die äußeren Umstände, in denen wir leben, verantwortlich sind, denn sie werden durch unser Bewusstsein und unser Tun, aber auch durch unser Nichtstun bewirkt!

Dies ist vielleicht nicht neu für Sie– man kann diese Wahrheiten auch in anderen Büchern, im Internet oder in sonstigen Medien nachlesen.

Neu an meinen Überlegungen, die ich in diesem Buch beschreibe, ist herauszufinden, ob und wie man solche Prozesse initiieren kann, ohne aktiv zu werden. Sie haben richtig gelesen! Kann man etwas erfolgen lassen, nur dadurch, dass man sich die neue Realität ausdenkt? Ist es möglich, sich neue äußere Wirklichkeiten mit fokussierter Intention zu kreieren, ohne dass man– außer der zielgerichteten Aufmerksamkeit– etwas tun muss? Hat ein Mensch so viel Manifestationskraft, dass er die geplanten Ergebnisse „herbeiwünschen kann“ und alles von allein geschieht?

Das ist die zentrale Frage, um die es in diesem Buch geht. Dabei– und dies wird durch meine berufliche Erfahrung und meinen heutigen Beruf als Unternehmensberater bestimmt– ist mein Fokus auf das Management, auf die Gestaltung wirtschaftlicher Prozesse ausgerichtet.

Wenn wir als Manager planen, dann wünschen wir uns, wie es in Zukunft sein soll. Wir legen sehr konkret und detailliert fest, welchen Zustand wir erreichen wollen, und glauben daran, dass es auch so passiert (wer diesen Glauben als Manager nicht aufbringt, wird zumeist keinen Erfolg haben und hat vermutlich seinen Beruf verfehlt). Mit dem Ergebnis unserer Planungen überzeugen wir Banken, uns Kredite zu geben, beruhigen die Gesellschafter, treffen Zielvereinbarungen mit den Mitarbeitern und kümmern uns um die Ressourcen, damit wir am Ende des Planungszeitraums das Planziel erreicht haben. Als Beobachter des Ganzen setzen wir Controller ein, damit das geschieht, was gewollt und vereinbart wurde.

Doch da gibt es ein Problem! Wenn es stimmt, dass das Bewusstsein auch unternehmerische Realitäten in Form von Gewinnen und Verlusten schafft, was passiert, wenn in einem Unternehmen unterschiedliche „Bewusstseine“ existieren? Und man muss nicht lange darüber diskutieren, dass es vielfältige– teilweise konträre– Vorstellungen, Wünsche und Überzeugungen bei den Beteiligten und Mitarbeitern gibt.

Das bedeutet nichts anderes, als dass die unterschiedlichen Vorstellungen und Entscheidungsmöglichkeiten der einzelnen Mitarbeiter im System Unternehmen zu Ergebnissen führen können, die nicht gewollt sind. Die fokussierte Aufmerksamkeit der Führung reicht nicht aus bzw. wird durch andere Intentionen sabotiert.

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren, um bei den Mitarbeitern ein gewolltes Bewusstsein und die notwendigen Verhaltensveränderungen herbeizuführen, sind klare Ziele, verbindliche Regeln und insbesondere die Vorbildfunktion der Manager, d. h. deren Charakter, ihre Geisteshaltung, ihre Eigenarten und vor allem ihr Handeln.

Als Unternehmensberater konzentrieren sich meine Überlegungen und Interpretationen auf die Möglichkeit, ob erdachte und als konkrete Wunschvorstellungen formulierte Zielerreichungsstrategien auch in Unternehmen anwendbar sind. Ich möchte aufspüren bzw. beweisen, dass man mit seiner inneren Wirklichkeit als Chef, Manager oder Mitarbeiter unternehmerische Erfolge bewusst steigern und damit die Gewinnsituation entscheidend verbessern kann. Doch dies nicht durch mehr Arbeit, mehr Mitarbeiter, bessere Planung oder mehr Geld, sondern nur durch die Kraft unserer inneren Wirklichkeit, mit fokussiertem Bewusstsein, mit einer gerichteten Manifestationskraft.

Außerdem ist zu klären, was zu tun ist, damit die unterschiedlichen „Bewusstseine“ im Unternehmen sich nicht gegenseitig behindern, sondern die zielgerichtete Intention des Managements unterstützen. Diese Problematik scheint mir einer der Hauptgründe zu sein, warum „Bestellungen ans Universum“ bei Einzelpersonen offensichtlich besser funktionieren als bei Managern, wo mehrere Menschen in die Wunscherfüllung involviert sind. Ich werde später noch konkret darauf eingehen, was zu tun ist, um den Prozess so zu initiieren und zu gestalten, dass dieses Problem nicht auftritt.

Dieses Buch macht konkrete Vorschläge, wie erdachte Aktivitäten zur Zielerreichung und zur Veränderung ungünstiger Situationen sehr wohl möglich sind, wie man übergeordnete Kräfte mobilisiert, die nur mithilfe der Quantenphysik und anderer Phänomene erklärbar sind. Dabei geht es bei dieser Erfolgsstrategie nicht um Glauben oder Hoffen, sondern um bekannte Wirkungsregeln, die in anderen Lebensbereichen schon längst praktiziert werden, die Sie vielleicht kennen und über die noch zu sprechen sein wird.

Der Nutzen, den ich Ihnen versprechen kann, besteht also darin, dass Sie lernen werden, wie Sie mit Ihrer inneren Haltung in Zukunft nützliche „Zufälle“ und günstige Gelegenheiten und Ereignisse in Ihrem Unternehmen initiieren. Wie Sie es vielleicht sogar schaffen, kleine Wunder zu vollbringen– für sich und für andere. Nicht nur als Empfänger solcher glücklichen „Zufälle“, sondern auch als jemand, der sie zum Wohle anderer veranlasst. Und Sie wissen, was zu tun ist, damit es funktioniert, und Sie können einschätzen, warum es manchmal nicht geklappt hat.

Fest steht doch: Sie haben als Chef oder Führungskraft Einfluss im Unternehmen, deshalb werden Ihre Bewusstseinsveränderungen– egal ob gewollt oder nicht– für Veränderungen der betrieblichen Realitäten sorgen, die letztlich in den erwirtschafteten Betriebsergebnissen zum Ausdruck kommen. Ich möchte Ihnen helfen, dass diese inneren Bilder– die wir alle haben, egal ob als Privatperson oder als Manager– Ihren Wünschen optimal entsprechen, sodass sich diese auch tatsächlich realisieren.

Um es noch einmal deutlich zu machen: Wäre es nicht ein Quantensprung in der Führung, wenn Sie es lernen könnten, mithilfe gezielter Intention und spiritueller Kraft die Effizienz und die Ergebnisse in Ihrer Firma zu optimieren? Auch dadurch, dass Sie bewusst negative Gedanken und destruktive Ansichten durch positive und nährende Ideen und Pläne ersetzen, weil solche hinderlichen Fantasien ebenso die Tendenz haben, sich zu verwirklichen, und unternehmerische Erfolge verhindern.

Bei der von mir vorgeschlagenen Erfolgsstrategie beziehe ich mich unter anderem auch auf subatomare Wahrscheinlichkeitsfelder als Quelle und Ursache möglicher Wunscherfüllung. Diese Theorie ist sehr umstritten. Es gibt einige Wissenschaftler, die das im begrenzten Rahmen für möglich halten, andere lehnen es grundsätzlich als Unsinn ab.

In den Gesprächen mit Unternehmerkollegen und Führungskräften fiel mir auf, dass immer dann, wenn ich von universellen bzw. übersinnlichen Phänomenen als Möglichkeit für eine Wunscherfüllung sprach, diese die Augen verdrehten und innerlich abwinkten. Wenn ich aber argumentierte, diese Chance sei mit den quantischen Wahrscheinlichkeiten sehr wohl möglich, dann wurde mir mit großem Interesse zugehört.

Ein Axiom des Neurolinguistischen Programmierens lautet: „Die Bedeutung einer Kommunikation ergibt sich aus der Reaktion, die sie hervorruft– nicht aus der Absicht des Senders!“ Und ein anderes Axiom: „Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, dann tue etwas anderes!“

Es bleibt Ihnen als Leser überlassen, für welche Variante Sie sich entscheiden, welchen Weg Sie gehen wollen. Dass Glaube Berge versetzen kann, steht schon in der Bibel. Meine Erfahrung ist: Es ist egal, woran Sie glauben– Hauptsache ist, dass Sie davon überzeugt sind, dass es möglich ist und funktioniert.

Der konkrete Nutzen des Buches ist, dass Sie das alles lernen. Sie müssen– und das ist die gute Nachricht– nur ein eindeutiges Bild der neuen, gewünschten Realität haben und dann Ihre inneren Überzeugungen (er)leben bzw. bewirken (lassen).

Das ist alles– mehr „Nützlichkeiten“ kann ich nicht versprechen.

Aber es gibt auch Grenzen, wie die folgende Geschichte zeigt:

Ein Mensch versucht, den Wundern durch Opferkerzen nachzuhelfen. Ein Freund trifft ihn in der Kirche und fragt: „Warum machst du denn so ein trauriges Gesicht? Fühlst du dich nicht wohl?“

„Es geht bergab mit mir und den Wundern!“, seufzt der Mann traurig.

„Aber du hast doch noch vor ein paar Monaten gesagt, du bist ein Glückspilz. Nachdem du voriges Jahr mit deinem letzten Geld Opferkerzen in der Kirche aufgestellt hast, kam eine Woche später die Nachricht, dass dein verstorbener Onkel dir 60.000 Euro vererbt hat!“

Der Freund winkt nur müde ab: „Ich habe auch weiter Kerzen aufgestellt und Glück gehabt: Im letzten Sommer habe ich 40.000 Euro von meiner Großmutter geerbt, und vor zwei Monaten habe ich noch 4.000 Euro im Lotto gewonnen, aber seitdem ist es wie abgeschnitten!“

1. Einleitung

Alles, was wir sind, ist das Ergebnis unserer Gedanken. Der Geist ist alles. Was wir denken, dazu werden wir. Buddha

Wer sich mit den Wirtschaftszyklen des sowjetischen Wirtschaftswissenschaftlers Nikolai Kondratieff auskennt, weiß, dass wir nach dem Informationszeitalter in den 6. Zyklus überwechseln (ich werde später noch detailliert darauf eingehen), und in diesem geht es u. a. um die Dominanz von psychosozialer Gesundheit, Sinnhaftigkeit (auch in den Unternehmen) und um Spiritualität in Wirtschaft und Gesellschaft.

Meine Ausführungen beschäftigen sich allerdings nur mit einem besonderen Aspekt dieser neuen Periode. Dabei habe ich– zugegeben– einen zunächst ungewöhnlichen Blickwinkel von übergeordneten geistigen Haltungen, und vielleicht habe ich auch eine für Sie erstaunliche Interpretation davon, was uns zukünftig erwartet und in der Wirtschaft von Bedeutung sein wird. Denn dieses Buch handelt von den Phänomenen der Zufälle und Wunder, von diesen unvorhersehbaren Ereignissen und Tatsachen, wie wir sie täglich erleben und wie sie auch in den Unternehmen passieren.

Es geht um unvorhersehbare Ereignisse und Situationen, die uns manchmal Freude bringen, uns in Staunen versetzen, oft aber auch Krisen verursachen, weil wir– so unterstellen wir– keine Möglichkeiten haben, diese Zustände zu beeinflussen.

Ich behaupte: Man kann durchaus annehmen, dass die scheinbaren Zufälle (Wunder sind einzigartige, großartige Zufälle) deshalb geschehen, weil wir sie unbewusst verursachen und sie uns deshalb zwangsläufig „zufallen“! Da wir uns der eigenen Verursachung des Zufalls nicht bewusst sind, kommt es uns (wenn überhaupt) seltsam und erstaunlich vor, wenn uns unverhofftes Glück oder unerklärliches Unheil widerfährt.

Auf gar keinen Fall kommen wir auf die Idee, dass man solche glücklichen Zufälle gezielt initiieren kann. Ja, es kommt uns noch nicht einmal in den Sinn, dass wir etwas damit zu tun haben, selbst wenn sich die Zufälle häufen– dann haben wir eben eine Glückssträhne– das war’s. Unsere innere Überzeugung ist, dass wir nur Empfänger und nicht Ursprung dieser zufälligen Ereignisse sind.

Wenn ich von Wundern spreche, dann meine ich den Prozess, durch den ein Wunder entsteht. Ich meine nicht das Wunder als Sache bzw. als Situation selbst. Ein Beispiel für Letzteres wären die sieben Weltwunder, deren Erbauung sicher für die damalige Zeit ein Wunder war. Der Zufall und das Wunder, das ich meine, ist das bewusste Verursachen, die Entstehung von ungewöhnlichen Situationen, Ergebnissen und Dingen. Auf diesen Prozess sollten wir uns konzentrieren, der Rest– der Zufall oder das Wunder– ist dann zwangsläufig.

Fazit: Ich kann Wunder vollbringen! Das kann ich am besten verständlich machen, wenn ich von einem Vorfall erzähle, um den ich mich selbst gekümmert habe und der für den Betroffenen ein Wunder (Situation) war.

In jungen Jahren war ich als Leiter des Rechnungswesens in der pharmazeutischen Industrie tätig. Dabei übernahm ich einmal die Aufgabe, eine neue Lagerhalle zu suchen. Dies gelang mir zur Zufriedenheit aller Beteiligten, und der Vermieter– der die Halle nach unseren Bedürfnissen umbauen ließ– gab mir am Ende der Verhandlungen als Dankeschön ein privates Geldgeschenk von 3000 DM, das ich mit Genehmigung meines Chefs behalten durfte.

Fünfzehn Jahre später– ich war inzwischen selbst Unternehmer geworden– sah ich diesen Vermieter durch die Stadt schlurfen, eine Plastiktüte in der Hand– ein gebrochener Mann. Er war inzwischen in Konkurs gegangen, war geschieden und lebte von der Fürsorge.

Mir kam die Idee, ihm sein Geldgeschenk von damals zurückzugeben, und ich beauftragte meine Sekretärin, ihn zu besuchen und das Geld zu überbringen. Sie erzählte mir hinterher, es wäre für Herrn K. aus Andernach ein Wunder gewesen, dass sich jemand an ihn erinnerte und ihm– dem vollkommen Mittellosen– Geld schenkte.

Herr K. hatte mit diesem Wunder sehr wohl etwas zu tun. Er hatte es selbst initiiert, wenn auch viel Zeit vergangen war und er sich kaum noch an seine damalige Großzügigkeit erinnern konnte.

Ja, wir können selbst Zufälle und Wunder bewusst veranlassen. Sie werden noch andere „zufällige“ und wundersame Geschichten lesen.

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Es wäre ein Quantensprung in den Überzeugungsparadigmen des Managements, wenn es gelänge zu beweisen, dass Zufälle und Wunder eine funktionierende Erfolgsstrategie sein können, die durch den Einsatz von Manifestationskräften gezielt möglich sind. Ich versuche diese unvorhersehbaren „Wirklichkeiten“ auch mithilfe der Quantenphysik zu ergründen und zu erklären. Das ist ein anderer, ein erweiterter Aspekt, der darüber hinausgeht, wie üblicherweise die Spiritualität in dem von mir erwähnten Kondratieff-Zyklus interpretiert wird.

Eine gedankliche Grundlage des Buches, die ich in einem besonderen Kapitel noch detailliert erklären werde, ist die folgende: Ein subatomares Quantenfeld– um es etwas unwissenschaftlich auszudrücken– besteht aus Energie und Information. Es ist ein Potenzial von Möglichkeiten, und durch das Bewusstsein des Beobachters wird die Auswahl dadurch getroffen, dass wir dem subatomaren Wahrscheinlichkeitsfeld (vielleicht ist es ja auch die „himmlische, universale Chancenabteilung“) unsere eigene kompatible Energie und ein ergänzendes Informationsfeld hinzufügen.

Diese Intention und das adäquate Verhalten treffen mit solchen offenen subatomaren Wahrscheinlichkeitsfeldern zusammen, und etwas passiert, das dann der „Newtonschen“ Kausalität scheinbar widerspricht. Was auf dieser subatomaren Ebene verursacht wird und sich als neue Realität zeigt, nennen wir vielleicht einen Zufall. Wenn dieser Zufall gar fantastisch und unwahrscheinlich ist, dann bezeichnen wir das Ereignis als Wunder.

So könnte man es laienhaft erklären, doch es gibt– wie bereits erwähnt– einige wissenschaftliche Einwände, die dagegen sprechen und die ich später noch darstellen werde. Fest steht jedoch: Es gibt auch andere Erkenntnisse und Erfahrungen von Wissenschaftlern, die einen Zusammenhang zwischen Bewusstsein, Quantenfeld und Realität bejahen.

Entschließt man sich dazu, als Ursache für Zufälle und Wunder meine Prämisse zu unterstellen, dann kann man durchaus annehmen, dass so durch uns (un)bewusst initiierte neue, übergeordnete Energie- und Informationsfelder entstehen, die zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort, mit der entsprechenden Geisteshaltung für uns eine neue Realität entstehen lassen.

Konsequent weitergedacht stellt sich also die Frage: Ist es deshalb möglich, neue Realitäten einfach zu erdenken? Und wenn sie dann geschehen, sind es überhaupt noch Zufälle und Wunder oder vielmehr unbeabsichtigt initiierte Erfolge? Denn eine wichtige Charakteristik von Zufällen und Wundern ist doch gerade, dass sie uns ohne erkennbare Ursache einfach „zufallen“.

Vielleicht kann man also postulieren: Solche Zufälle haben immer mit uns zu tun, selbst wenn wir davon überzeugt sind, nicht der Ursprung zu sein, sondern die „zufällig“ Betroffenen.

Nun gibt es aber auch noch andere „Wege“, damit unsere Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen. Die Quantenphysik ist nur eine Möglichkeit, dieses Phänomen zu erklären.

Deshalb werde ich neben den Möglichkeiten, die uns die subatomaren Wahrscheinlichkeitsfelder bieten, auch über Placebo-Effekte, sich selbst erfüllende Prophezeiungen, morphische Felder und vor allem über das Gebet sprechen.

Es sind also unterschiedliche Wege möglich, die Zufälle und Wunder bewirken können. Nicht zuletzt– wenn wir um das Resonanzgesetz (auch als „Gesetz der Anziehung“ bezeichnet, was bedeutet, dass Gleiches Gleiches anzieht) wissen und es als hilfreiche Regel akzeptieren– kann auch dort der Vater des Erfolges vermutet werden. Denn wenn ich mein Chef-Bewusstsein verändere oder mit meiner verbalen und nonverbalen Kommunikation das Bewusstsein meiner Mitarbeiter auf bestimmte Haltungen und Ziele beeinflusse, können auch die gewünschten Ergebnisse entstehen.

Vielleicht ist es sogar egal, wie sich unsere Wünsche erfüllen und wir unsere Ziele erreichen– ob wir nun im Gebet darauf hoffen, ein quantisches Wahrscheinlichkeitsfeld zu treffen, oder einfach nur höhere Instanzen ansprechen wollen, oder ob wir durch die Selbstprogrammierung zum Ziel kommen möchten.

Fassen wir zusammen und interpretieren den Titel des Buches wie folgt: „Management by Wunder“ ist ein neues Führungskonzept, das auf den Erkenntnissen der Quantenphysik und anderen, wissenschaftlich nicht erklärbaren Wirkungsmechanismen basiert und die bereits praktizierten Management-Regeln ergänzt.

Gemeinsam wollen wir den folgenden Fragen nachgehen:

Ist es denkbar, dass wir in einen neuen Zyklus eintreten, in dem wir Zufälle und Wunder mehr als bisher nutzen werden?

Können wir bewusst Zufälle oder gar Wunder initiieren, was den von uns erlernten „wissenschaftlichen“ Regeln widerspricht?

Kann man mit fokussierter Aufmerksamkeit bessere unternehmerische Ergebnisse erschaffen, ohne dass man sich anschließend konkret darum kümmern muss?

Ist es möglich, neue Unternehmens-Realitäten durch gezielte Intention nur zu „erdenken“, und es geschieht, wie erdacht, von selbst?

Wie stark müsste die Manifestationskraft einer Führungskraft sein, damit durch fokussierte Absichten neue, erfolgversprechende Realitäten entstehen können?

Gibt es andere Dimensionen dieser Phänomene, die wir als Placebo-Effekt, sich selbst erfüllende Prophezeiung oder Selbstheilungsprozesse bezeichnen und die man als Manager ebenfalls nutzen kann?

Ist die gezielte, initiierte Wunscherfüllung eine konkrete Chance oder nur eine Illusion realitätsfremder Utopisten?

Dafür begeben wir uns auf Spurensuche, auch um zu klären, ob es schon immer ähnliche menschliche „Spielfelder“ gab, wo solche nicht erklärbaren (un)glücklichen Ereignisse als normal angesehen werden. Geben sie uns Hinweise darauf, dass es sehr wohl übergeordnete „helfende Hände“ gibt, die wir bisher nicht bewusst beachtet haben, die uns jedoch zur Verfügung stehen, wenn unser unternehmerischer Wunschzettel entsprechend ausgefüllt ist?

Wie schon kurz dargestellt, ist es Ziel meines Buches, dass die Leser von einer Methode erfahren, wie man Zufälle und Wunder bewusst für eigene Ziele einsetzen kann und wo die Grenzen dieser Erfolgsstrategie sind. Dabei werden von mir nicht nur die theoretischen Hintergründe erläutert, sondern es wird mit vielen Praxisbeispielen deutlich gemacht, wie man diese Erfolgsmethode auch im täglichen Berufsleben nutzen kann.

Dass sich ein Wunder häufig bei näherer Betrachtung für die einzelnen Akteure unterschiedlich darstellt, zeigt die folgende kleine Geschichte:

Ein Bettler saß an der Straßenecke und schaute traurig auf die wenigen Münzen in seiner alten Messingschale vor sich.

Im stummen Gebet schaute er zum Himmel– wenn kein Wunder geschah, dann musste seine Familie die nächsten zwei Tage hungern. Denn am Wochenende war das Betteln in der Stadt verboten.

„Alter Mann“, sprach ihn da ein Mensch an, „du dauerst mich, ich möchte dir helfen. Tauschst du mit mir deine Münzen und die Schale gegen dieses Goldstück?“

Verwundert und dankbar nahm der Bettler das Geschenk an– seine Gebete waren erhört worden.

Als er nach Hause ging, kam er an dem Geschäft eines Goldschmieds vorbei, in dessen Schaufenster seine angebliche Messingschale für 10 Goldstücke feilgeboten wurde. Doch er sah sie nicht, denn seine Augen waren noch feucht und in Dankbarkeit zum Himmel gerichtet.

2. Überblick über die einzelnen Kapitel

Wofür ein Mensch auch beten mag– er betet um Wunder. I. S. Turgenew

Weil es schwierig war, für dieses Buch eine folgerichtige Gliederung aufzubauen, erschien es mir sinnvoll, dass ich Ihnen zunächst einen Überblick gebe, was Sie erwartet. Dann können Sie schon zu Beginn entscheiden, welchen Lesestoff Sie sich wann „einverleiben“ wollen.

Als Erstes folgt eine grobe Darstellung: „Um was geht es in diesem Buch?“ Dieser Überblick hilft Ihnen zu erkennen, auf welcher Ebene und in welchem Kontext meine Ausführungen stehen. Um dies zu verdeutlichen, erzähle ich Ihnen als Erstes, wie ich meinen beiden Söhnen „Management by Wunder“ erklärt habe.

Damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben, werde ich kurz auf meinen beruflichen Werdegang eingehen und meine Erfahrungen und Ansichten als Unternehmer und Berater erläutern. Denn wer über unsichtbare Wirklichkeiten hinter Unternehmenserfolgen und übergeordnete energetische Prozesse und Wahrscheinlichkeitsfelder in Firmen schreibt und Bewusstseinsveränderungen als Erfolgsstrategie propagiert, wird schnell als esoterischer Spinner abgetan. Das bin ich wahrlich nicht, wie mein beruflicher Werdegang und hoffentlich auch meine Praxisbeispiele in diesem Buch zeigen.

Wenn Ihnen auf der einen Seite die Sichtweise und Darstellung der möglichen Strategien gegeben wird, muss zwangsläufig auf der anderen Seite der Waagschale die Frage beantwortet werden, für welche Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter diese Handlungsmöglichkeiten sinnvoll und nützlich sind. Kurz: Für wen ist das Buch bestimmt? Wer hat, wenn er seine inneren Wirklichkeiten ändert, wirksame Einflüsse in einem Unternehmen, damit etwas „Unerklärliches“ geschehen kann?

Und weil das mit den individuellen Sichtweisen und unterschiedlichen Wertungen überhaupt so eine schwierige Sache ist und immer wieder Missverständnisse verursacht, werde ich auch darauf eingehen. Anhand einiger Beispiele möchte ich aufzeigen, warum jeder seine Wahrheiten hat und weshalb alle diese Sichtweisen wahr sind: weil es ganz einfach auf den Standpunkt ankommt, und in diesem Buch berichte ich von meinen Sichtweisen und Wahrheiten.

Im nächsten Teil werden Sie erfahren, warum das Wünschen nicht so einfach ist. Jeder Wunsch fokussiert unsere innere Haltung nach außen, oft kommen diese Botschaften aber anders an, als sie gemeint sind. Außerdem lernen Sie zu unterscheiden zwischen Wünschen und Zielen, denn nur an Zielen lässt sich, wie bereits erwähnt, „Maß nehmen“, lassen sich also die Maßnahmen ableiten, die erfolgen müssen, um den gewünschten neuen Zustand zu erreichen.

Warum gibt es überhaupt Zufälle und Wunder

– was bedeutet es, Glück zu haben? Es folgt eine kurze Erläuterung dieser Phänomene, die auch eine der Grundlagen meiner Überlegungen in diesem Buch sind. Diese Ausführungen sollen Sie befähigen und überzeugen, die vorgeschlagenen Methoden und Strategien richtig einzuordnen und vor allem, sie auch anzuwenden. Denn die größte Herausforderung, die ich zu lösen habe, ist, Sie dazu zu bewegen, es nicht nur zu wollen, sondern es auch auszuprobieren

– es zu tun!

Danach begeben wir uns auf Spurensuche, um zu klären, ob es schon in anderen Bereichen Zufälle und Wunder gibt. Wir werden gemeinsam untersuchen, warum in einigen „Spielfeldern“ des Lebens solche glücklichen Ereignisse als normal angesehen werden. Können wir aus den Erfahrungen des Betens, dem Praktizieren der sich selbst erfüllenden Prophezeiung oder den unerklärlichen Heilungserfolgen des Placebo-Effekts Erkenntnisse, Grundsätze und Regeln für das „Management by Wunder“ ableiten? Geben sie uns Hinweise darauf, dass es sehr wohl übergeordnete energetische Prozesse gibt, die wir bisher nicht bewusst beachtet haben, die uns jedoch zur Verfügung stehen?

Im nächsten Abschnitt des Buches will ich die Bestimmungsgrößen unserer eigenen inneren Welt erläutern, weil es wichtig ist, deren Bedeutung und Konsequenz einschätzen zu können. Offensichtlich hat das menschliche Bewusstsein in unserem Leben mehr Bedeutung, als wir erkennen. Was das Bewusstsein an Energie und Informationen „produziert“ und wie dadurch unsere Realitäten entstehen, soll im darauf folgenden Kapitel erklärt werden, und ebenso, welche Schwierigkeiten uns unser Wissen und unsere Überzeugungen beim Beschreiten neuer Wege bereiten, welche Rolle unser Unterbewusstsein spielt und warum unser Verstand und unser Ego uns bei der Anwendung neuer Erkenntnisse, z. B. auch beim Einsatz des „Management by Wunder“, oft einen Strich durch die Rechnung machen.

Wir beschäftigen uns auch mit der Theorie der langen Weltwirtschaftswellen, die der russische Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratieff beschrieben hat, und definieren die Innovationskandidaten des 6. Zyklus, die in Zukunft für unsere Gesellschaft und Wirtschaft von Bedeutung sein werden. Wir wechseln zurzeit in den nächsten Zyklus, und dort

– so prognostiziert der Wirtschaftstheoretiker und Zukunftsforscher Leo Nefiodow

– geht es unter anderem auch um ein vollkommen neues Miteinander in der Gesellschaft, den Unternehmen und der Politik. Psychosoziale Gesundheit, Spiritualität, Lebensqualität, Wohlgefühl und ein störungsfreies soziales Umfeld sind Innovationskandidaten dieser wahrscheinlich 30 bis 50 Jahre andauernden Periode. Zu erfahren, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die unterschiedlichen Ebenen der Unternehmen haben werden, soll Ihnen helfen, den neuen Zyklus in seiner Bedeutung und in seinen möglichen Auswirkungen zu begreifen.

Wenn es stimmt, dass die Quantenphysik die Naturgesetze unserer „natürlichen“ Welt auf den Kopf stellt und unter Umständen auch erklärt, warum dieses subatomare Universum die Idee des „Management by Wunder“ möglich erscheinen lässt, dann muss zwangsläufig ein Exkurs in diesen wissenschaftlichen Bereich erfolgen. Ziel dieses Kapitels ist es, deutlich zu machen, dass es sehr wohl die Chance für unser Bewusstsein gibt, auf der subatomaren Ebene mithilfe der Wahrscheinlichkeitsfelder unsere inneren Wirklichkeiten und äußeren Realitäten zu verändern

– auch wenn die traditionelle Wissenschaft (noch) nicht so weit ist, dies zu bestätigen.

Managementregeln dienen dazu, einheitliche Führungsmethoden zu praktizieren. Diesem Buch liegt der entscheidungstheoretische Ansatz von Edmund Heinen zugrunde, der die Ansicht vertrat, Betriebswirtschaftslehre sei nichts anderes, als Grundlagen für die richtigen Entscheidungen in den Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Wie die richtigen Entscheidungen für die Anwendung von „Management by Wunder“ vorbereitet und umgesetzt werden, davon handelt dieser Teil des Buches. Es geht mir darum, die Entscheidungskompetenz der Führungsebene um eine weitere Dimension zu erweitern, wobei vor allem der Frage nachgegangen wird, ob die gezielte Intention zur Wunscherfüllung eine konkrete Chance oder nur eine Illusion ist.

Etwas zu verstehen und zu glauben bedeutet noch nicht, es auch zu tun. Deshalb beschäftigt sich das Buch auch mit dem Phänomen des „Entlernens“

– dem absichtlichen Vergessen unbrauchbarer Erfahrungen, hinderlicher Überzeugungen, die sich

– egal aus welchen Gründen

– im Bewusstsein eingenistet haben und die Anwendung nicht nur dieser Methode verhindern.

Ein weiterer Aspekt für ein „managementtaugliches“ Bewusstsein ist die Zukunftskompetenz, also die Fähigkeit von Führungskräften, mögliche Auswirkungen unterschiedlicher Zukunftsszenarien zu antizipieren und sie im Bewusstsein zu verankern, damit es überhaupt möglich ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn wenn dem unternehmerischen Wunschzettel falsche Annahmen über die zukünftigen Entwicklungen für das Unternehmen zugrunde liegen und wir deshalb unsere Manifestationskraft falsch fokussieren, dann schadet diese Erfolgsstrategie mehr, als dass sie nutzt. Dann kann es sein, dass wir bedrohliche und nicht fördernde Zufälle initiieren und ein „blaues Wunder“ erleben.

Daneben wird auch noch auf das Thema „Qualität der Zeit“ eingegangen, weil erfolgreichen Unternehmern nachgesagt wird, sie wüssten, was wann „dran“ ist, ob also die Zeiten günstig für bestimmte Entscheidungen sind. Die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts (wann den Wunschzettel ausfüllen

– z. B. kurz vor Weihnachten und nicht im April) wird häufig unterschätzt

– deshalb dieser Exkurs.

Im letzten Teil des Buches

– es ist der wichtigste

– werden konkrete Umsetzungsstrategien, Anwendungsbeispiele und Erfahrungen mit der Arbeit von „Management by Wunder“ vorgestellt.

Außerdem werde ich einen fiktiven, mustergültigen Workshop beschreiben, bei dem „Management by Wunder“ zur Anwendung kommt.

Mir ist wichtig, noch folgende grundsätzliche Anmerkungen zu machen: Mit diesem Buch habe ich nicht vor, eine wissenschaftlich fundierte Arbeit über Zufälle und Wunder zu schreiben und die Erfolgsstrategie „Management by Wunder“ unter allen möglichen wissenschaftlich fundierten Aspekten zu erklären bzw. zu rechtfertigen. Das haben andere Autoren schon getan– im Literaturverzeichnis finden Sie entsprechende Hinweise.

Vielmehr liegt mir daran, ein unterhaltsames und erstaunliches Buch zu schreiben, das irritiert und neue Denkweisen initiiert. Meine Idee ist, dass ich Sie anrege, Ihre inneren Wirklichkeiten, Ihre wirksamen Sichtweisen zu überdenken, und dass ich Sie davon überzeugen kann, neue Verhaltensweisen auszuprobieren.

Dabei fällt mir ein, dass auch ich selbst ein erfüllter Wunsch bin:

Ich bin zum dritten Mal verheiratet, beim letzten Mal hat es richtig geschnackelt, ich habe meine Traumfrau gefunden.

Das mit dem Finden stimmt allerdings nicht ganz, denn ich wurde von meiner Frau bestellt. Sie hatte wohl ein Buch über Bestellungen beim Universum gelesen und sich entschlossen, sich einen neuen Partner zu bestellen.

Damit er auch– die Erfahrungen der Vergangenheit waren lehrreich gewesen– über alle gewünschten Eigenschaften verfügte, waren auf ihrer schriftlichen Bestellung mehr als zwanzig charakterliche Bedingungen und Verhaltensweisen aufgelistet.

Nun gut, irgendwann– zwei Jahre später– trafen wir uns auf einem Seminar, und die große Liebe begann.

Sie selbst hatte die Bestellung vergessen und wurde erst durch eine Freundin, der sie seinerzeit davon erzählt hatte, wieder darauf aufmerksam. Sie kramte den Zettel heraus, und tatsächlich– darauf stand mehr oder weniger alles, was mich ausmacht.

Als ich davon erfuhr, war meine Reaktion etwas heftig, weil ich es unmöglich fand, dass ich einfach bestellt worden war, ohne gefragt zu werden. Meine Missbilligung, dass dies ja eine Art von Zwangsbeglückung sei und mich viel Geld gekostet habe (ich hatte mir eine Junggesellenwohnung eingerichtet und musste– weil ihr Haus komplett war– alles zu Schleuderpreisen verkaufen), wurde mit weiblicher Logik widerlegt: „Du hättest dich ja auch mal früher melden können, und außerdem warst du noch nicht dran. Sei froh, dass ich dich überhaupt bestellt habe, sonst wärst du immer noch Junggeselle.“

Eine kleine Genugtuung bleibt mir allerdings: Sie hatte vergessen aufzuschreiben, dass ich auch ein ordentlicher (nach meinem Maßstab: penibler) Mensch sein sollte. Sie war deshalb nicht auf die Idee gekommen, weil sie selbst „sehr ordentlich“ ist und eine solche Eigenschaft für selbstverständlich hielt.

Unser einziger Streitpunkt ist meine angebliche Unordentlichkeit. Und obwohl sie als Psychologin mit mir eine Form von Dauertherapie macht, um das zu verändern, habe ich bis jetzt durchgehalten.

Zunächst aber will ich von einem Gespräch mit meinen beiden Söhnen berichten, die ebenfalls wissen wollten, was denn eigentlich „Management by Wunder“ ist. Mir scheint, dass dies ein guter Einstieg in das Thema ist.

2.1 Papa, was ist „Management by Wunder“?

Die Fragen eines Kindes sind schwerer zu beantworten als die Fragen eines Wissenschaftlers. Alice Miller, Psychoanalytikerin

Meine Söhne– damals fünfzehn und sechzehn Jahre alt– hatten mich gefragt, worüber ich denn ein Buch schreibe. Meine Antwort lautete ungefähr so:

Ihr wisst ja, was ein Wunschzettel ist. Den schreibt ihr zu Weihnachten oder zum Geburtstag– na gut, heute ist euer Wunschzettel eine Mail oder die beiläufige Bemerkung, dass euer Laptop keinen ausreichenden Speicherplatz mehr hat.

Mal egal wie, ich weiß dann Bescheid, was ihr wollt und womit ich euch eine Freude machen kann. Etwas abgehoben formuliert bedeutet das: Ihr konkretisiert einen gewünschten Zustand und freut euch, wenn du, Max, das Fahrrad bekommst oder du, Felix, endlich das Handy.

(Beide grinsten und hoben ihre Daumen.)

Manchmal gehen die Wünsche in Erfüllung, vor allem wenn man eure Vorfreude sieht, manchmal aber auch nicht. Na ja, es können ja nicht alle Wünsche wahr werden. Aber eure konkreten Wünsche sind sehr wichtig, vor allem deshalb, weil das eine klare Anleitung für mich ist. Wenn ich nicht weiß, was ihr wollt, schenke ich womöglich das falsche Rad, oder der gekaufte Laptop hat ein unerwünschtes Betriebssystem.

Es gibt Menschen, die schreiben keine Wunschzettel, sondern sie beten, dass etwas passiert, dass sich etwas erfüllt, was sie aus eigener Kraft nicht erreichen können.

Könnt ihr euch noch an unsere Englandreise erinnern? Da hingen in fast allen Kirchen solche Wunschzettel, oder das Erhoffte wurde in ein Buch geschrieben. Die Menschen dort bitten darum, dass sie eine neue Arbeit bekommen, dass ein krankes Kind wieder gesund wird, oder sie bedanken sich, weil das geschehen ist, wofür sie vor einiger Zeit gebetet haben.

Diese Form der „Bestellung nach oben“ scheint eine effiziente Wunschmethode zu sein. Dass das Beten gut funktioniert, das zeigen auch die vielen Votivtafeln, die sich in Kirchen oder in Kapellen befinden. Habt ihr ja auch schon gesehen.

Auch beim Beten scheint es wichtig zu sein, eine klare Vorstellung davon zu haben, was „die da oben“ machen sollen, sonst kann es nicht funktionieren.

Es geschehen aber auch oft ohne das Beten ungewöhnliche Zufälle oder manchmal sogar Wunder, die man sich nicht erklären kann.

Wie ihr wisst, habe ich neulich zufällig meinen Autoschlüssel im Keller wiedergefunden, obwohl ich ihn dort gar nicht verloren hatte– so habe ich zumindest geglaubt.

Und war es nicht ein toller Zufall, dass uns bei unserer letzten Wanderung mitten im Wald jemand den Weg erklären konnte und wir nach zwei Stunden des Herumirrens endlich wieder zum Auto zurückfanden?

Die Steigerung von Zufällen sind die Wunder. Wunder sind außerordentliche Zufälle, großartige Ereignisse, unmögliche Wirklichkeiten oder undenkbare Dinge. Ich meine damit nicht das „Sehr gut“ in deiner letzten Mathearbeit, Felix, obwohl du kaum gelernt hast, oder dass dein Freund Carsten zufällig genau das Computerspiel besitzt, das du auch haben willst.

Nein, ich spreche von solchen Wundern wie den Kornkreisen in England, die wir letzten Sommer besucht haben. Oder erinnert ihr euch an die spontane Heilung, die vor drei Jahren bei Onkel Herbert geschah? Die Ärzte gaben ihm damals nur noch drei Monate, und er erfreut sich immer noch bester Gesundheit. Ein kleines Wunder war sicher auch das, was wir bei unserer letzten Radtour erlebt haben. Eine Woche gutes Wetter, obwohl Regen angesagt war. Das sind die Zufälle und Wunder, von denen ich in diesem Buch schreibe.

(Erwartungsvoll schauten mich meine Söhne an, es schien sie zu interessieren.)

Vor ein paar Monaten hatte ich davon gehört, dass, wenn man richtig wünscht, dieser Wunsch in Erfüllung gehen würde– wobei es aber offensichtlich darauf ankommt, überzeugend und regelgerecht zu wünschen. Also nicht einfach was daherplappern, sondern eine klare und eindeutige Vorstellung, wie es in Zukunft sein soll– genau wie beim Beten.