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Mein Corona Pflegek(r)ampf! Der Weg eines Pflegeassistenten zur Aufnahme in die Liga der Superhelden Dieses Buch widmet sich Corona-Zeiten des Jahres 2020. Unglaublich, aber war: es gab auch ein Leben vor der Corona-Zeit, dieses darf nicht vergessen werden. Der Autor dieser Zeilen erinnert an das normale Leben vor Corona und beschreibt die Zeit des Kindseins, des Jugendseins, des Vaterwerdens und nicht zuletzt des Krankenpflegerwerdens. Er befand sich mittendrin unter Millionen, aber Millionen Corona-Viren, deren erbarmungslose, unerbittliche, unmenschliche, vernichtende und tödliche Feindschaft ihm nichts anhaben konnte. Es ist eine Erzählung, die auch als Gutenachtlektüre geeignet ist, mit der Leichtigkeit und der Lebensfreunde geschrieben. Eine Erzählung, die die Angst von der tödlichen Bedrohung relativiert und über Vergebung oder Versöhnung berichtet. Vergebung und Versöhnung als heimliche, tief in der Seele verankerte Grundbedürfnisse des Menschseins, als Lebenserfahrung der Glücksseeligen und der Mutigen.
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Seitenzahl: 144
Veröffentlichungsjahr: 2020
Dieses Buch widmet sich Corona-Zeiten des Jahres 2020.
Unglaublich, aber war: es gab auch ein Leben vor der Corona-Zeit, dieses darf nicht vergessen werden.
Der Autor dieser Zeilen erinnert an das normale Leben vor
Corona und beschreibt die Zeit des Kindseins, des
Jugendseins, des Vaterwerdens und nicht zuletzt des
Krankenpflegerwerdens.
Er befand sich mittendrin unter Millionen, aber Millionen
Corona-Viren, deren erbarmungslose, unerbittliche,
unmenschliche, vernichtende und tödliche Feindschaft ihm
nichts anhaben konnte.
Es ist eine Erzählung, die auch als Gutenachtlektüre geeignet
ist, mit der Leichtigkeit und der Lebensfreunde geschrieben.
Eine Erzählung, die die Angst von der tödlichen Bedrohung
relativiert und über Vergebung oder Versöhnung berichtet.
Vergebung und Versöhnung als heimliche, tief in der Seele
verankerte Grundbedürfnisse des Menschseins, als
Lebenserfahrung der Glücksseeligen und der Mutigen.
1974 (noch 46 Jahre bis Corona)
1977
1981
So kam das, was kommen musste…
Leider kam alles anders und ich musste selbst meinen Pfad wiederfinden…
Der Kontakt zu meiner Mutter
Das Boot, das alles, aber auch wirklich alles zerstörte.
Somit waren alle weiteren Kontakte zum Scheitern verurteilt!
Nebenbei in der Hauptschule
Meine ersten positive Erfahrungen mit Frauen
1988 (noch 32 Jahre bis Corona): Die Hauptschule neigt sich dem Ende zu
Jetzt wird’s eng mit 14+
1991: Abgebrochene Lehre, was tun mit so viel Freizeit?
Abrüsten, Bundesheer Ende, Sicherheitsdienst Anfang
Der Bruch mit meinem Vater
Erneute Kontaktaufnahme zu meiner Mutter (nicht mehr lange bis Corona)
Meine Mutter zerstörte wieder alles
Geld was jetzt
Die erneute Kontaktaufnahme zu meiner Mutter leitete den besten Abschnitt meines Lebens ein.
Eines Tages passierte was ganz Unerwartetes, was mein Leben nachhaltig verändern sollte.
18.01.2010 Eine Prinzessin wird geboren: (Nur noch 10 Jahre bis Corona)
Pflegehelfer: Ja oder Nein?
2012 Schule für Pflegehilfe
17.09.2012 (nur mehr 8 Jahre bis Corona)
2013 Der Einstig ins Berufsleben als Pfleger
Der erste „echte“ Dienst brachte so manche Überraschung.
Zwischenzeitlich erfüllten wir uns als Familie einen Traum.
Viele Notfälle und Reanimationen Später
2016 Ein Jahr das viel verändert (nur noch 4 Jahre bis Corona)
2017 Info die Kardiologie: wir übersiedeln!
2018 (nur noch 2 Jahre bis Corona)
2019 war dann das Jahr der vielen Veränderungen.
Corona
Am 2 Februar 2020 Endlich Schulbeginn
Der Tag der Abrechnung
Die erste Angehörigen dürfen zu Besuch kommen
Ich wurde, so hoffe ich, in Liebe gezeugt und am 09.
Dezember im Jahre 1974, es war ein Montag in Wien
Hietzing in eine einfache bürgerliche Familie hineingeboren.
Vater war gelernter Tischler und Mutter einfache Verkäuferin.
Es fehlte mir an nichts, lediglich Liebe gab es sehr wenig.
Laut meiner Mutter war ich ein sehr bezauberndes Baby mit
wunderschönen Gesichtszügen und Körperformen, blauen
Augen, und alle Menschen die auserwählt waren und einen
Blick in meinen Kinderwagen werfen durften, waren
angeblich begeistert und angetan von meinem Anblick.
Sätze wie, „oh, so ein schönes Baby“ oder „Der Kerl ist ja
wunderschön“, „so Süß“ und diese wundervollen blauen
Augen sollen gefallen sein.
Na super, was für eine Sensation, ein noch nie dagewesenes
wunderschönes Baby wurde geboren, kann mich vor lauter
Begeisterung über mein damaliges Erscheinungsbild kaum
mehr halten.
Jetzt mal Hand aufs Herz!
Wer, der jemals in einen Kinderwagen hineingesehen hat und
was auch immer erblicken durfte, sagte jemals zum stolzen
Kinderwagenschieber …. „Meine Güte ist der Fratz hässlich“,
„pfui ist der Schiach“, oder „ui das war voll nichts“ oder
zeigte sich gar erschreckt?
Genau niemand, daher ist davon auszugehen, dass ich ein
ganz normales „na sagen wir mal“ süßes Baby gewesen bin,
dessen Mutter die legitime Meinung vertrat, das schönste
Baby der Welt zu haben.
Und ratet mal was weiter passiert.
Unglaublich aber wahr, ich wurde größer und größer…
Ich bin zwar ein recht helles Köpfchen, kann mich aber nicht
daran erinnern, „vermutlich so wie wir alle“, wie es war, als
ich ganz klein gewesen bin.
Anfangs, habe ich oft geweint aus eigenartigen und für meine
Eltern nicht immer klar ersichtlichen Gründen.
Es waren Gründe, die mich im meinem späteren Berufsleben
auch sehr beschäftigen werden, Hunger, Durst, Stuhlgang,
Blähungen.
1975 mit meinem Großvater
Im Mai 1977 stand ein vermutlich freudiges Ereignis bevor,
wo es dann eng für mich wurde.
Die kaum erhaltene Liebe und dringend benötigte Zuwendung
wurde ab diesen Zeitpunkt um 50% minimiert.
Die Geburt meines Bruders dürfte nochmals schlagartig alles
verändert haben.
Auch bei ihm bin ich mir nicht so ganz sicher, aus welchen
Beweggründen er eigentlich gezeugt wurde.
So, hoffe ich auch hier, dass es Liebe gewesen ist.
Von diesem Zeitpunkt an, war an vergangene Einsamkeit
kaum mehr zu denken.
Es war jemand da, der mich aufweckte, wenn ich schlief, der
schrie, wenn ich ruhe brauchte.
Ja, auch er hatte die gleichen Bedürfnisse, wie ich.
Hunger, Durst, Stuhlgang, Blähungen, eigentlich unglaublich,
dass da jemand ist, der nicht ich ist, aber dennoch ist, wie ich.
Jedoch, war er nicht so ein süßer Fratz, wie ich und aus
Erzählungen im Bekannten- und Freundeskreis wurde keine
Begeisterung laut beim Hineingucken in den Kinderwagen.
Ob es hier zu Schreckensszenarien kam, wurde mir nicht
überliefert.
Sätze, wie „oh, so ein schönes Baby“ oder „Der Kerl ist ja
wunderschön“, „so Süß“ wurde ja bereits von mir in
Anspruch genommen und konnte aus welchen Gründen auch
immer bei ihm keine Verwendung finden.
1978
Nach vielen Jahren der Zweisamkeit, ich betone die
Zweisamkeit absichtlich, da ich über keine traute Viersamkeit
berichten kann, kam die Schulpflicht und auch ich musste
eine Schule besuchen.
Es war ein wundervoller Tag, an den ich mit Freude
zurückdenke, da ich mich noch sehr, sehr gut an meine erste
Schultüte erinnern kann.
Auch hatte ich das Glück, auf bereits bekannte Gesichter aus
meiner Kindergartenzeit zu treffen, was mir somit den
Einstieg deutlich erleichtert hat.
Ich war ein sehr guter Schüler mit lauter Einsen.
Doch irgendwann kam auch hier die große Enttäuschung.
Der Schulwechsel.
Ab der zweiten Klasse musste wegen Umzugs meiner Eltern
die Schule wechseln und besuchte eine weitere Schule im
schönen Wien Meidling.
Die Schule hatte alles, was man sich als Kind vorstellen
konnte.
Einen riesigen Fußballplatz, Basketball, Tennisplatz,
Laufbahn, einfach alles.
Aber eines hatte die Schule nicht, mir bekannte Gesichter
fehlten.
So kam es, dass meine schulischen Leistungen plötzlich nicht
mehr die Besten waren und aus dem Musterschüler wurde ein
4-er Schüler.
Dass ich mich daraufhin sehr verändert hatte „gesteigerte
Aggressionen“, „mehr Raufereien“ und immer mehr
Sitzungen in der Direktion, dürfte meine Eltern nicht
sonderlich gestört haben, oder doch?
Mein Vater ging recht einfach damit um: „Er schlug mich“
und das nicht zu wenig, anfangs mit der Hand, später mit der
Faust, so lange, bis ich Angst vor Ihm hatte.
Jedoch ging dies nach hinten los, die erfahrenen Schmerzen
gab ich unweigerlich an meine Mitschüler weiter.
Was der Vater macht, kann ja nicht falsch sein und muss somit
richtig sein, dachte ich mir, man spricht hier vom sogenannten
Modelllernen…
Meine Mutter hingegen hat mich nie geschlagen, war aber mit
der Situation massiv überfordert und konnte mir keinen Halt
geben, wo ich ihn am meisten brauchte.
„Vielleicht hätte ein wenig in Liebe und in die Arme nehmen
geholfen“
Machte Sie aber nicht.
1981 Erster Schultag
Meine Eltern gingen getrennte Wege und es passierte etwas
für die damalige und mitunter auch heutige Zeit ganz
Untypisches.
Mein Vater, wie auch immer er das gemacht hat, bekam das
Sorgerecht für meinen Bruder und mich.
Ob er bei Gericht angegeben hat, dass er gerne hinschlägt statt
Reden, wage ich zu bezweifeln. Vielmehr hat uns unsere
Mutter aufgegeben um ihren eigenen Weg gehen zu können.
Finanziell versuchte sie uns zu unterstützen, da sonst
irgendwie eine Art der Verwahrlosung eingetreten wäre, da
mein Vater gerne den lieben ganzen Tag im Gasthaus gesessen
ist.
Hier möchte ich anmerken, kein Alkohol, keine Zigaretten,
einfach nur den ganzen Tag Kaffee trinken und quatschen und
jeden Kaffee extra zu bezahlen und mit viel Trinkgeld zu
versehen... Ironie dahinter, es war ja genug Geld da.
Meine Großmutter mütterlicherseits hat mich, „uns“ immer
unterstützt.
Sie vermachte mir eine Eigentumswohnung in Wien Meidling
und belegte diese gut durchdacht mit ein Belastungs- und
Veräußerungsverbot.
Meine Großmutter unterstützte mich in vielen Belangen und
versuchte mich auf einen anderen Pfad zu bringen in dem sie
mich förderte.
Sie bezahlte für mich Musikunterricht und Gitarre,
Englischkurse, Kochkurse, Tennisunterricht und noch vieles
mehr.
Hier gibt es auch mal freudiges zu berichten.
Im Spielen mit der Gitarre wurde ich immer besser und mit
der Zeit konnte man über die Saiten Musik erkennen.
An der TSA wurde ich ein guter Spieler und nahm an
Turnieren Teil, leider gab es da zu meinem Bedauern, immer
einen der besser war als ich, und ich wurde daher ewiger
Zweiter, was mich aber nicht wirklich störte, da mich auch die
Urkunde mit zweiten Platz mit Stolz erfüllte.
Mein Englisch wurde klarer Weise besser und auch das
Kochen fing mir an zu gefallen.
Hier an dieser Stelle möchte ich meiner Großmutter mal ein
großes Dankeschön hinterlassen.
Mein Vater erzählte mir immer, wie schlecht meine
Großmutter und meine Mutter seien.
Mit der Zeit fing ich an dies zu glauben und beendete alles,
was meine Großmutter mit Liebe und Zuwendung aufgebaut
hat.
Ich wurde immer mehr manipuliert und bemerkte dies
natürlich nicht bzw. war meine kleine Kinderseele damit
überfordert.
Erholung und Schock zugleich bekam meine Kinderseele
immer in einen kleinen Ferienlager in Niederösterreich,
wohin mein Bruder und ich jeden Sommer für 3 Wochen
abgeschoben wurden.
Mein massiv überforderter Vater brauchte Ruhe fürs
Kaffeehaus und Erholung von seiner Arbeitslosigkeit.
Wir wollten dort nie hin, da wir uns dort an Regeln halten
mussten, die es zu Hause so nicht gegeben hat.
Zu Hause durften wir bis Abend in den Park und konnten des
Nächstens noch auf unseren Hightech Schwarz/Weiß
Fernseher fernsehen in unserem Kinderzimmer.
Jedoch, bemerkte ich nach einer gewissen Zeit, dass es mir
doch guttut, wenn ich mit Regeln konfrontiert bin und begann
das Gute darin zu Erkennen.
So, wurde ich fröhlicher und begann mich zu öffnen und fing
an zu pfeifen und singen und das offenbar so gut, dass ich mit
Vorbereitung einen Großauftritt vor 400 Eltern hinlegen
durfte.
Das englische Lied „hang down your head tom dooley“ zu
erlernen und zu singen war Dank meiner Großmutter und
deren Förderung kein Problem für mich und ich konnte die
Massen, sowie auch meine Eltern zu meinen Erstaunen
begeistern.
Leider, gibt es keine Bilder und somit kaum Zeitzeugen aus
der Zeit meines kurzen Superstar Daseins.
Dieser gestaltete sich recht schwierig, da meine Mutter einen
regen Männerwandel hatte.
Man könnte auch sagen, sie hatte mehr Männer, als ich
Unterwäsche in meinen Kinderkleiderschrank.
Dennoch, traf ich mich gerne mit meiner Mutter. Sie ging mit
meinem Bruder und mir in den Wiener Prater, drückte uns
jeden 100.- Schilling in die Hand und wir liefen von einer
Attraktion zur anderen, während sie sich in einer der vielen
Gaststätten erholte.
Ging das Geld aus, war dies auch kein Problem, einfach
zurück zur geliebten Mutter um erneut 100.- Schilling
einzuheimsen.
Das ging oft drei, viermal so.
Was wir mit diesem Geld gemacht haben, dürfte ihr ziemlich
egal gewesen sein, da sie nicht einmal nach uns Ausschau
gehalten, geschweige, den eine Attraktion mit uns gemeinsam
die Freude geteilt hat.
Ach, war das ein herrliches und herzzerreißendes Mutter
Kindertreffen.
Mir wird noch ganz warm ums Herz, wenn ich an diese
liebevolle Zeit zurückdenke.
Und da waren auch noch ihre Männer, ein Traum, kann ich
nur sagen.
Sie kämpften um unsere Gunst und kauften alles, was wir
wollten, um na sagen wir mal es mit uns gut zu stehen oder
deren Partnerin glücklich zu machen…
Ich erinnere mich an einen ganz besonders, kleiner Mann mit
Vollbart, der ein Geschäft auf der Meidlinger Hauptstraße
hatte oder vielleicht sogar noch hat, der war echt super.
Er lebte mit meiner Mutter in einer sehr luxuriösen und
riesigen Wohnung und dürfte dem Anschein nach sehr viel
Geld mit seinem Geschäft verdient haben.
Diesen Luxus kannte ich von zu Hause nicht.
Ich sagte ihm „du, ich hätte gerne die neue Masters of the
Universe Figur“ und er kaufte mir gleich 5, ‚Wou, war das
leiwaund‘…
Er hatte auch ein Boot.
Und dieses Boot hatte zerstörerische Fähigkeiten, die massive
Auswirkungen auf das weitere zusammenleben meiner Mutter
und mir hatte.
.
Ja und so war die Freude meine Mutter und dessen Freund
bzw. Lebensgefährten zu treffen immer ein ganz besonderer
Moment für mich und meine Figurensammlung.
War es tatsächlich das Boot, das alles zerstörte oder steckt
doch was anderes dahinter?
Na mal sehen, was da jetzt kommt.
An einem schönen Sommertag „Jahreszahl ist mir entfallen,
vermutlich Schutzfunktion meines Gehirnes“, fuhr ich mit
besagten Geschäftsmann und meiner Mutter zu einen ihrer
Ansicht nach tollen Ausflug an den Neusiedlersee.
Anfangs war noch alles super, Autofahrt, Game&Watch
Tricotronic in der Hand und gute Musik im Auto.
Es sah Anfangs nach einem wirklich gut gelungen Ausflug
aus, bis die Batterien meines Tricotronics leer wurden.
Von da an kam es in 3 Minuten Takt zu folgenden immer
wiederkehrenden Frage und vermutlich jedem bekannt „Wann
sind wir da“.
Nach geschätzten 15x Fragen und bereits genervter Mutter
sind wir endlich am Neusiedlersee angekommen und haben
mal ein beruhigendes leckeres Eis gegessen.
Dann die Überraschung, er hatte ein Boot, na super dachte
ich, ich eine Riesenangst vor Wasser, Nichtschwimmer und er
hat ein Boot, wie genial ist das denn.
Meine Mutter wusste, dass ich Todesangst vor Wasser habe in
den ich nicht stehen kann bzw. wusste, dass es tief ist.
Ich wollte nur eines, ab nach Hause, zu meinem Vater.
Da sagte ich meiner Mutter, ich würde gerne nach Hause, da
ich Angst habe, welches sie mit versprochen wir fahren
zurück quittierte.
Es kam, wie es kommen musste, natürlich akzeptierte sie
meinen Wunsch nicht und wir fuhren raus mit dem wirklich
schönen und luxuriösen Boot und das für mich unendlich tief
scheinende Wasser.
Allerdings merkte ich recht schnell, dass mir das nicht gefiel,
und nach, ich sage mal 15 Minuten sagte ich meiner Mutter
wieder, dass ich gerne nach Hause möchte, da ich Angst habe.
Ein für mich wenig beruhigendes „versprochen wir fahren
zurück“ kam in meine Richtung.
Zu meinem Entsetzen merkte ich, dass wir nicht
zurückfuhren, sondern weiter rein und es zog auch noch
Schlechtwetter auf, welches mir denken vor lauter Angst nicht
mehr möglich machte.
Die Wellen wurden höher, das Boot schaukelte mehr und
mehr „es kam mir, wie die gefühlte Ewigkeit vor“, bis wir
endlich an Land gekommen sind.
Dieser Moment zerstörte alles, das gering aufgebaute
Vertrauen wurde mit einem Schlag zerstört und führte zu
einen Vertrauensbruch, der bis heute besteht und vermutlich
auch nie wieder behoben werden kann.
Der sogenannte rote Faden, der sich durch mein Leben zieht.
Der Versuch, weiter Kontakt aufzubauen verlief mit 2x
jährlich wiederkehrenden Shoppingeinkäufen in der SCS
quasi immer im Sand.
Sie kaufte mir alles, was ich wollte, teure Levi` s Jeans und
Converse Schuhe, die ich nie von meinem Vater bekommen
hätte usw.
Ich suchte bei Ihren Partnern immer einen Vorteil für mich
herauszuholen und begann eine materialistische Ader zu
entwickeln.
Somit war mir jeder Partner Recht, der mir das kaufte was ich
wollte, egal welche positive Eigenschaften er sonst noch
hatte.
Sie waren alle bemüht und einen von Ihnen konnte ich sogar
mit der Zeit Recht gut leiden.
Dieser war deutlich jünger, als meine Mutter und teilte eine
Leidenschaft mit mir.
Er war ein hervorragender Tormann im Fußball und zeigte
mir sehr viele Sprung und Fangtechniken.
Bei ihm hatte ich den Eindruck, dass er mir zuhört und ihm
auch interessiert, was ich denke.
Auch hatte er einen geilen Sportwagen mit abnehmbaren
Dach, Datsun 280zx Turbo.
Wow, war ich stolz, wenn ich von der Schule mit diesem Auto
abgeholt wurde.
Das Vertrauen war so stark, dass ich sogar zu ihm und meiner
Mutter ins Haus kam um dort für mehrere Tage zu
übernachten und beim Hausbau mitzuhelfen.
Es war eine echt schöne Zeit dort.
Abends spielte ich mit meiner Mutter sogar gemeinsam am
Atari 2600 die Schlümpfe.
Diese schöne Zeit wahrte aber nur kurz.
Da, meine Mutter eines Tages mit ihm in der Früh zur Arbeit
fuhr, von der sie nicht mehr zurückgekommen sind.
Was war passiert?
Er ist am Steuer mit 230 Km/h eingeschlafen und hatte einen
schweren Verkehrsunfall, wo er auf einen Lastwagen auffuhr.
Meine Mutter ist liegend schlafend unter den Gurt
durchgerutscht und hatte sehr schwere Verletzungen und ein
entstelltes Gesicht.
Er hatte lediglich Prellungen an beiden Unterarmen und sein
Mund machte Bekanntschaft mit dem Lenkrad.
Dieser schwere Unfall war sogar in den Tageszeitungen zu
lesen.
Hier war die Chance durch ihm wieder Vertrauen zu meiner
Mutter aufzubauen, durch sagen wir mal Schicksal verwehrt
geblieben
Respekt an die Chirurgen der damaligen Zeit, meine Mutter
sah danach besser aus als vorher.
In der Hauptschule hatte ich viele Freunde und so meine
ersten Liebeleien.
Ich war eher ein fauler Schüler, der lieber am Commodore
C64 oder Schneider CPC 464 spielte und programmierte, als
für die Schule ausreichend zu lernen.
Meinen Vater erzählte ich immer, ich bin schon fertig mit den