Mein Corona Pflegek(r)ampf! - Robert Vollmann - E-Book

Mein Corona Pflegek(r)ampf! E-Book

Robert Vollmann

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Beschreibung

Mein Corona Pflegek(r)ampf! Der Weg eines Pflegeassistenten zur Aufnahme in die Liga der Superhelden Dieses Buch widmet sich Corona-Zeiten des Jahres 2020. Unglaublich, aber war: es gab auch ein Leben vor der Corona-Zeit, dieses darf nicht vergessen werden. Der Autor dieser Zeilen erinnert an das normale Leben vor Corona und beschreibt die Zeit des Kindseins, des Jugendseins, des Vaterwerdens und nicht zuletzt des Krankenpflegerwerdens. Er befand sich mittendrin unter Millionen, aber Millionen Corona-Viren, deren erbarmungslose, unerbittliche, unmenschliche, vernichtende und tödliche Feindschaft ihm nichts anhaben konnte. Es ist eine Erzählung, die auch als Gutenachtlektüre geeignet ist, mit der Leichtigkeit und der Lebensfreunde geschrieben. Eine Erzählung, die die Angst von der tödlichen Bedrohung relativiert und über Vergebung oder Versöhnung berichtet. Vergebung und Versöhnung als heimliche, tief in der Seele verankerte Grundbedürfnisse des Menschseins, als Lebenserfahrung der Glücksseeligen und der Mutigen.

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Seitenzahl: 144

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Dieses Buch widmet sich Corona-Zeiten des Jahres 2020.

Unglaublich, aber war: es gab auch ein Leben vor der Corona-Zeit, dieses darf nicht vergessen werden.

Der Autor dieser Zeilen erinnert an das normale Leben vor

Corona und beschreibt die Zeit des Kindseins, des

Jugendseins, des Vaterwerdens und nicht zuletzt des

Krankenpflegerwerdens.

Er befand sich mittendrin unter Millionen, aber Millionen

Corona-Viren, deren erbarmungslose, unerbittliche,

unmenschliche, vernichtende und tödliche Feindschaft ihm

nichts anhaben konnte.

Es ist eine Erzählung, die auch als Gutenachtlektüre geeignet

ist, mit der Leichtigkeit und der Lebensfreunde geschrieben.

Eine Erzählung, die die Angst von der tödlichen Bedrohung

relativiert und über Vergebung oder Versöhnung berichtet.

Vergebung und Versöhnung als heimliche, tief in der Seele

verankerte Grundbedürfnisse des Menschseins, als

Lebenserfahrung der Glücksseeligen und der Mutigen.

Inhaltsverzeichnis

1974 (noch 46 Jahre bis Corona)

1977

1981

So kam das, was kommen musste…

Leider kam alles anders und ich musste selbst meinen Pfad wiederfinden…

Der Kontakt zu meiner Mutter

Das Boot, das alles, aber auch wirklich alles zerstörte.

Somit waren alle weiteren Kontakte zum Scheitern verurteilt!

Nebenbei in der Hauptschule

Meine ersten positive Erfahrungen mit Frauen

1988 (noch 32 Jahre bis Corona): Die Hauptschule neigt sich dem Ende zu

Jetzt wird’s eng mit 14+

1991: Abgebrochene Lehre, was tun mit so viel Freizeit?

Abrüsten, Bundesheer Ende, Sicherheitsdienst Anfang

Der Bruch mit meinem Vater

Erneute Kontaktaufnahme zu meiner Mutter (nicht mehr lange bis Corona)

Meine Mutter zerstörte wieder alles

Geld was jetzt

Die erneute Kontaktaufnahme zu meiner Mutter leitete den besten Abschnitt meines Lebens ein.

Eines Tages passierte was ganz Unerwartetes, was mein Leben nachhaltig verändern sollte.

18.01.2010 Eine Prinzessin wird geboren: (Nur noch 10 Jahre bis Corona)

Pflegehelfer: Ja oder Nein?

2012 Schule für Pflegehilfe

17.09.2012 (nur mehr 8 Jahre bis Corona)

2013 Der Einstig ins Berufsleben als Pfleger

Der erste „echte“ Dienst brachte so manche Überraschung.

Zwischenzeitlich erfüllten wir uns als Familie einen Traum.

Viele Notfälle und Reanimationen Später

2016 Ein Jahr das viel verändert (nur noch 4 Jahre bis Corona)

2017 Info die Kardiologie: wir übersiedeln!

2018 (nur noch 2 Jahre bis Corona)

2019 war dann das Jahr der vielen Veränderungen.

Corona

Am 2 Februar 2020 Endlich Schulbeginn

Der Tag der Abrechnung

Die erste Angehörigen dürfen zu Besuch kommen

1974 (noch 46 Jahre bis Corona)

Ich wurde, so hoffe ich, in Liebe gezeugt und am 09.

Dezember im Jahre 1974, es war ein Montag in Wien

Hietzing in eine einfache bürgerliche Familie hineingeboren.

Vater war gelernter Tischler und Mutter einfache Verkäuferin.

Es fehlte mir an nichts, lediglich Liebe gab es sehr wenig.

Laut meiner Mutter war ich ein sehr bezauberndes Baby mit

wunderschönen Gesichtszügen und Körperformen, blauen

Augen, und alle Menschen die auserwählt waren und einen

Blick in meinen Kinderwagen werfen durften, waren

angeblich begeistert und angetan von meinem Anblick.

Sätze wie, „oh, so ein schönes Baby“ oder „Der Kerl ist ja

wunderschön“, „so Süß“ und diese wundervollen blauen

Augen sollen gefallen sein.

Na super, was für eine Sensation, ein noch nie dagewesenes

wunderschönes Baby wurde geboren, kann mich vor lauter

Begeisterung über mein damaliges Erscheinungsbild kaum

mehr halten.

Jetzt mal Hand aufs Herz!

Wer, der jemals in einen Kinderwagen hineingesehen hat und

was auch immer erblicken durfte, sagte jemals zum stolzen

Kinderwagenschieber …. „Meine Güte ist der Fratz hässlich“,

„pfui ist der Schiach“, oder „ui das war voll nichts“ oder

zeigte sich gar erschreckt?

Genau niemand, daher ist davon auszugehen, dass ich ein

ganz normales „na sagen wir mal“ süßes Baby gewesen bin,

dessen Mutter die legitime Meinung vertrat, das schönste

Baby der Welt zu haben.

Und ratet mal was weiter passiert.

Unglaublich aber wahr, ich wurde größer und größer…

Ich bin zwar ein recht helles Köpfchen, kann mich aber nicht

daran erinnern, „vermutlich so wie wir alle“, wie es war, als

ich ganz klein gewesen bin.

Anfangs, habe ich oft geweint aus eigenartigen und für meine

Eltern nicht immer klar ersichtlichen Gründen.

Es waren Gründe, die mich im meinem späteren Berufsleben

auch sehr beschäftigen werden, Hunger, Durst, Stuhlgang,

Blähungen.

1975 mit meinem Großvater

1977

Im Mai 1977 stand ein vermutlich freudiges Ereignis bevor,

wo es dann eng für mich wurde.

Die kaum erhaltene Liebe und dringend benötigte Zuwendung

wurde ab diesen Zeitpunkt um 50% minimiert.

Die Geburt meines Bruders dürfte nochmals schlagartig alles

verändert haben.

Auch bei ihm bin ich mir nicht so ganz sicher, aus welchen

Beweggründen er eigentlich gezeugt wurde.

So, hoffe ich auch hier, dass es Liebe gewesen ist.

Von diesem Zeitpunkt an, war an vergangene Einsamkeit

kaum mehr zu denken.

Es war jemand da, der mich aufweckte, wenn ich schlief, der

schrie, wenn ich ruhe brauchte.

Ja, auch er hatte die gleichen Bedürfnisse, wie ich.

Hunger, Durst, Stuhlgang, Blähungen, eigentlich unglaublich,

dass da jemand ist, der nicht ich ist, aber dennoch ist, wie ich.

Jedoch, war er nicht so ein süßer Fratz, wie ich und aus

Erzählungen im Bekannten- und Freundeskreis wurde keine

Begeisterung laut beim Hineingucken in den Kinderwagen.

Ob es hier zu Schreckensszenarien kam, wurde mir nicht

überliefert.

Sätze, wie „oh, so ein schönes Baby“ oder „Der Kerl ist ja

wunderschön“, „so Süß“ wurde ja bereits von mir in

Anspruch genommen und konnte aus welchen Gründen auch

immer bei ihm keine Verwendung finden.

1978

1981

Nach vielen Jahren der Zweisamkeit, ich betone die

Zweisamkeit absichtlich, da ich über keine traute Viersamkeit

berichten kann, kam die Schulpflicht und auch ich musste

eine Schule besuchen.

Es war ein wundervoller Tag, an den ich mit Freude

zurückdenke, da ich mich noch sehr, sehr gut an meine erste

Schultüte erinnern kann.

Auch hatte ich das Glück, auf bereits bekannte Gesichter aus

meiner Kindergartenzeit zu treffen, was mir somit den

Einstieg deutlich erleichtert hat.

Ich war ein sehr guter Schüler mit lauter Einsen.

Doch irgendwann kam auch hier die große Enttäuschung.

Der Schulwechsel.

Ab der zweiten Klasse musste wegen Umzugs meiner Eltern

die Schule wechseln und besuchte eine weitere Schule im

schönen Wien Meidling.

Die Schule hatte alles, was man sich als Kind vorstellen

konnte.

Einen riesigen Fußballplatz, Basketball, Tennisplatz,

Laufbahn, einfach alles.

Aber eines hatte die Schule nicht, mir bekannte Gesichter

fehlten.

So kam es, dass meine schulischen Leistungen plötzlich nicht

mehr die Besten waren und aus dem Musterschüler wurde ein

4-er Schüler.

Dass ich mich daraufhin sehr verändert hatte „gesteigerte

Aggressionen“, „mehr Raufereien“ und immer mehr

Sitzungen in der Direktion, dürfte meine Eltern nicht

sonderlich gestört haben, oder doch?

Mein Vater ging recht einfach damit um: „Er schlug mich“

und das nicht zu wenig, anfangs mit der Hand, später mit der

Faust, so lange, bis ich Angst vor Ihm hatte.

Jedoch ging dies nach hinten los, die erfahrenen Schmerzen

gab ich unweigerlich an meine Mitschüler weiter.

Was der Vater macht, kann ja nicht falsch sein und muss somit

richtig sein, dachte ich mir, man spricht hier vom sogenannten

Modelllernen…

Meine Mutter hingegen hat mich nie geschlagen, war aber mit

der Situation massiv überfordert und konnte mir keinen Halt

geben, wo ich ihn am meisten brauchte.

„Vielleicht hätte ein wenig in Liebe und in die Arme nehmen

geholfen“

Machte Sie aber nicht.

1981 Erster Schultag

So kam das, was kommen musste…

Meine Eltern gingen getrennte Wege und es passierte etwas

für die damalige und mitunter auch heutige Zeit ganz

Untypisches.

Mein Vater, wie auch immer er das gemacht hat, bekam das

Sorgerecht für meinen Bruder und mich.

Ob er bei Gericht angegeben hat, dass er gerne hinschlägt statt

Reden, wage ich zu bezweifeln. Vielmehr hat uns unsere

Mutter aufgegeben um ihren eigenen Weg gehen zu können.

Finanziell versuchte sie uns zu unterstützen, da sonst

irgendwie eine Art der Verwahrlosung eingetreten wäre, da

mein Vater gerne den lieben ganzen Tag im Gasthaus gesessen

ist.

Hier möchte ich anmerken, kein Alkohol, keine Zigaretten,

einfach nur den ganzen Tag Kaffee trinken und quatschen und

jeden Kaffee extra zu bezahlen und mit viel Trinkgeld zu

versehen... Ironie dahinter, es war ja genug Geld da.

Meine Großmutter mütterlicherseits hat mich, „uns“ immer

unterstützt.

Sie vermachte mir eine Eigentumswohnung in Wien Meidling

und belegte diese gut durchdacht mit ein Belastungs- und

Veräußerungsverbot.

Meine Großmutter unterstützte mich in vielen Belangen und

versuchte mich auf einen anderen Pfad zu bringen in dem sie

mich förderte.

Sie bezahlte für mich Musikunterricht und Gitarre,

Englischkurse, Kochkurse, Tennisunterricht und noch vieles

mehr.

Hier gibt es auch mal freudiges zu berichten.

Im Spielen mit der Gitarre wurde ich immer besser und mit

der Zeit konnte man über die Saiten Musik erkennen.

An der TSA wurde ich ein guter Spieler und nahm an

Turnieren Teil, leider gab es da zu meinem Bedauern, immer

einen der besser war als ich, und ich wurde daher ewiger

Zweiter, was mich aber nicht wirklich störte, da mich auch die

Urkunde mit zweiten Platz mit Stolz erfüllte.

Mein Englisch wurde klarer Weise besser und auch das

Kochen fing mir an zu gefallen.

Hier an dieser Stelle möchte ich meiner Großmutter mal ein

großes Dankeschön hinterlassen.

Leider kam alles anders und ich musste selbst meinen Pfad wiederfinden…

Mein Vater erzählte mir immer, wie schlecht meine

Großmutter und meine Mutter seien.

Mit der Zeit fing ich an dies zu glauben und beendete alles,

was meine Großmutter mit Liebe und Zuwendung aufgebaut

hat.

Ich wurde immer mehr manipuliert und bemerkte dies

natürlich nicht bzw. war meine kleine Kinderseele damit

überfordert.

Erholung und Schock zugleich bekam meine Kinderseele

immer in einen kleinen Ferienlager in Niederösterreich,

wohin mein Bruder und ich jeden Sommer für 3 Wochen

abgeschoben wurden.

Mein massiv überforderter Vater brauchte Ruhe fürs

Kaffeehaus und Erholung von seiner Arbeitslosigkeit.

Wir wollten dort nie hin, da wir uns dort an Regeln halten

mussten, die es zu Hause so nicht gegeben hat.

Zu Hause durften wir bis Abend in den Park und konnten des

Nächstens noch auf unseren Hightech Schwarz/Weiß

Fernseher fernsehen in unserem Kinderzimmer.

Jedoch, bemerkte ich nach einer gewissen Zeit, dass es mir

doch guttut, wenn ich mit Regeln konfrontiert bin und begann

das Gute darin zu Erkennen.

So, wurde ich fröhlicher und begann mich zu öffnen und fing

an zu pfeifen und singen und das offenbar so gut, dass ich mit

Vorbereitung einen Großauftritt vor 400 Eltern hinlegen

durfte.

Das englische Lied „hang down your head tom dooley“ zu

erlernen und zu singen war Dank meiner Großmutter und

deren Förderung kein Problem für mich und ich konnte die

Massen, sowie auch meine Eltern zu meinen Erstaunen

begeistern.

Leider, gibt es keine Bilder und somit kaum Zeitzeugen aus

der Zeit meines kurzen Superstar Daseins.

Der Kontakt zu meiner Mutter

Dieser gestaltete sich recht schwierig, da meine Mutter einen

regen Männerwandel hatte.

Man könnte auch sagen, sie hatte mehr Männer, als ich

Unterwäsche in meinen Kinderkleiderschrank.

Dennoch, traf ich mich gerne mit meiner Mutter. Sie ging mit

meinem Bruder und mir in den Wiener Prater, drückte uns

jeden 100.- Schilling in die Hand und wir liefen von einer

Attraktion zur anderen, während sie sich in einer der vielen

Gaststätten erholte.

Ging das Geld aus, war dies auch kein Problem, einfach

zurück zur geliebten Mutter um erneut 100.- Schilling

einzuheimsen.

Das ging oft drei, viermal so.

Was wir mit diesem Geld gemacht haben, dürfte ihr ziemlich

egal gewesen sein, da sie nicht einmal nach uns Ausschau

gehalten, geschweige, den eine Attraktion mit uns gemeinsam

die Freude geteilt hat.

Ach, war das ein herrliches und herzzerreißendes Mutter

Kindertreffen.

Mir wird noch ganz warm ums Herz, wenn ich an diese

liebevolle Zeit zurückdenke.

Und da waren auch noch ihre Männer, ein Traum, kann ich

nur sagen.

Sie kämpften um unsere Gunst und kauften alles, was wir

wollten, um na sagen wir mal es mit uns gut zu stehen oder

deren Partnerin glücklich zu machen…

Ich erinnere mich an einen ganz besonders, kleiner Mann mit

Vollbart, der ein Geschäft auf der Meidlinger Hauptstraße

hatte oder vielleicht sogar noch hat, der war echt super.

Er lebte mit meiner Mutter in einer sehr luxuriösen und

riesigen Wohnung und dürfte dem Anschein nach sehr viel

Geld mit seinem Geschäft verdient haben.

Diesen Luxus kannte ich von zu Hause nicht.

Ich sagte ihm „du, ich hätte gerne die neue Masters of the

Universe Figur“ und er kaufte mir gleich 5, ‚Wou, war das

leiwaund‘…

Er hatte auch ein Boot.

Und dieses Boot hatte zerstörerische Fähigkeiten, die massive

Auswirkungen auf das weitere zusammenleben meiner Mutter

und mir hatte.

.

Ja und so war die Freude meine Mutter und dessen Freund

bzw. Lebensgefährten zu treffen immer ein ganz besonderer

Moment für mich und meine Figurensammlung.

Das Boot, das alles, aber auch wirklich alles zerstörte.

War es tatsächlich das Boot, das alles zerstörte oder steckt

doch was anderes dahinter?

Na mal sehen, was da jetzt kommt.

An einem schönen Sommertag „Jahreszahl ist mir entfallen,

vermutlich Schutzfunktion meines Gehirnes“, fuhr ich mit

besagten Geschäftsmann und meiner Mutter zu einen ihrer

Ansicht nach tollen Ausflug an den Neusiedlersee.

Anfangs war noch alles super, Autofahrt, Game&Watch

Tricotronic in der Hand und gute Musik im Auto.

Es sah Anfangs nach einem wirklich gut gelungen Ausflug

aus, bis die Batterien meines Tricotronics leer wurden.

Von da an kam es in 3 Minuten Takt zu folgenden immer

wiederkehrenden Frage und vermutlich jedem bekannt „Wann

sind wir da“.

Nach geschätzten 15x Fragen und bereits genervter Mutter

sind wir endlich am Neusiedlersee angekommen und haben

mal ein beruhigendes leckeres Eis gegessen.

Dann die Überraschung, er hatte ein Boot, na super dachte

ich, ich eine Riesenangst vor Wasser, Nichtschwimmer und er

hat ein Boot, wie genial ist das denn.

Meine Mutter wusste, dass ich Todesangst vor Wasser habe in

den ich nicht stehen kann bzw. wusste, dass es tief ist.

Ich wollte nur eines, ab nach Hause, zu meinem Vater.

Da sagte ich meiner Mutter, ich würde gerne nach Hause, da

ich Angst habe, welches sie mit versprochen wir fahren

zurück quittierte.

Es kam, wie es kommen musste, natürlich akzeptierte sie

meinen Wunsch nicht und wir fuhren raus mit dem wirklich

schönen und luxuriösen Boot und das für mich unendlich tief

scheinende Wasser.

Allerdings merkte ich recht schnell, dass mir das nicht gefiel,

und nach, ich sage mal 15 Minuten sagte ich meiner Mutter

wieder, dass ich gerne nach Hause möchte, da ich Angst habe.

Ein für mich wenig beruhigendes „versprochen wir fahren

zurück“ kam in meine Richtung.

Zu meinem Entsetzen merkte ich, dass wir nicht

zurückfuhren, sondern weiter rein und es zog auch noch

Schlechtwetter auf, welches mir denken vor lauter Angst nicht

mehr möglich machte.

Die Wellen wurden höher, das Boot schaukelte mehr und

mehr „es kam mir, wie die gefühlte Ewigkeit vor“, bis wir

endlich an Land gekommen sind.

Dieser Moment zerstörte alles, das gering aufgebaute

Vertrauen wurde mit einem Schlag zerstört und führte zu

einen Vertrauensbruch, der bis heute besteht und vermutlich

auch nie wieder behoben werden kann.

Der sogenannte rote Faden, der sich durch mein Leben zieht.

Somit waren alle weiteren Kontakte zum Scheitern verurteilt!

Der Versuch, weiter Kontakt aufzubauen verlief mit 2x

jährlich wiederkehrenden Shoppingeinkäufen in der SCS

quasi immer im Sand.

Sie kaufte mir alles, was ich wollte, teure Levi` s Jeans und

Converse Schuhe, die ich nie von meinem Vater bekommen

hätte usw.

Ich suchte bei Ihren Partnern immer einen Vorteil für mich

herauszuholen und begann eine materialistische Ader zu

entwickeln.

Somit war mir jeder Partner Recht, der mir das kaufte was ich

wollte, egal welche positive Eigenschaften er sonst noch

hatte.

Sie waren alle bemüht und einen von Ihnen konnte ich sogar

mit der Zeit Recht gut leiden.

Dieser war deutlich jünger, als meine Mutter und teilte eine

Leidenschaft mit mir.

Er war ein hervorragender Tormann im Fußball und zeigte

mir sehr viele Sprung und Fangtechniken.

Bei ihm hatte ich den Eindruck, dass er mir zuhört und ihm

auch interessiert, was ich denke.

Auch hatte er einen geilen Sportwagen mit abnehmbaren

Dach, Datsun 280zx Turbo.

Wow, war ich stolz, wenn ich von der Schule mit diesem Auto

abgeholt wurde.

Das Vertrauen war so stark, dass ich sogar zu ihm und meiner

Mutter ins Haus kam um dort für mehrere Tage zu

übernachten und beim Hausbau mitzuhelfen.

Es war eine echt schöne Zeit dort.

Abends spielte ich mit meiner Mutter sogar gemeinsam am

Atari 2600 die Schlümpfe.

Diese schöne Zeit wahrte aber nur kurz.

Da, meine Mutter eines Tages mit ihm in der Früh zur Arbeit

fuhr, von der sie nicht mehr zurückgekommen sind.

Was war passiert?

Er ist am Steuer mit 230 Km/h eingeschlafen und hatte einen

schweren Verkehrsunfall, wo er auf einen Lastwagen auffuhr.

Meine Mutter ist liegend schlafend unter den Gurt

durchgerutscht und hatte sehr schwere Verletzungen und ein

entstelltes Gesicht.

Er hatte lediglich Prellungen an beiden Unterarmen und sein

Mund machte Bekanntschaft mit dem Lenkrad.

Dieser schwere Unfall war sogar in den Tageszeitungen zu

lesen.

Hier war die Chance durch ihm wieder Vertrauen zu meiner

Mutter aufzubauen, durch sagen wir mal Schicksal verwehrt

geblieben

Respekt an die Chirurgen der damaligen Zeit, meine Mutter

sah danach besser aus als vorher.

Nebenbei in der Hauptschule

In der Hauptschule hatte ich viele Freunde und so meine

ersten Liebeleien.

Ich war eher ein fauler Schüler, der lieber am Commodore

C64 oder Schneider CPC 464 spielte und programmierte, als

für die Schule ausreichend zu lernen.

Meinen Vater erzählte ich immer, ich bin schon fertig mit den