3,99 €
Diese Literaturarbeit beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung und Prävention von Adipositas in der Pflege. Die Fragestellung dazu lautet: Welche präventiven Ressourcen sind bei pflegebedürftigen Senioren notwendig, um das Adipositasrisiko sowie die damit verbundene Pflegebelastung zu reduzieren? Für die Beantwortung der Frage nutzt der Autor eine Literaturrecherche und stellt die Ergebnisse den Erfahrungen im Pflegealltag gegenüber.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 36
Veröffentlichungsjahr: 2021
Diese Literaturarbeit beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung und Prävention von Adipositas in der Pflege.
Die Fragestellung dazu lautet: Welche präventiven Ressourcen sind bei pflegebedürftigen Senioren notwendig, um das Adipositasrisiko sowie die damit verbundene Pflegebelastung zu reduzieren?
Für die Beantwortung der Frage nutzt der Autor eine Literaturrecherche und stellt die Ergebnisse den Erfahrungen im Pflegealltag gegenüber.
Der Autor
1974 Geboren in Wien
2012-2013 Ausbildung zum Pflegehelfer
2013-2020 Kardiologie als Pflegehelfer
2020 Autor des Buches "Mein Corona Pflegek(r)ampf
2020-2021 Ausbildung zum Pflegefachassistenten
2021-laufend Ambulanter Bereich
2021-laufend Ausbildung zum Dipl. Berufs- und Sozialpädagogen
Einleitung
Adipositas
2.1 Ursachen
2.2 Folgen
Senioren
3.1 Definition der Zielgruppe für die vorliegende Arbeit
3.2 Adipositas bei Senioren
Ressourcen für die Pflege adipöser Senioren
4.1 Ressourcen im Bereich Ernährung
4.1.1 Primärprävention
4.1.2 Sekundär- und Tertiärprävention
4.1.3 Eigene Erfahrungswerte
4.2 Ressourcen im Bereich Bewegung
4.2.1 Primärprävention
4.2.2 Sekundär- und Tertiärprävention
4.2.3 Eigene Erfahrungswerte
4.3 Ressourcen im Bereich Personal
4.3.1 Primärprävention
4.3.2 Sekundär- und Tertiärprävention
4.3.3 Eigene Erfahrungswerte
Zusammenfassung und Fazit
Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Das chronische Krankheitsbild Adipositas bezeichnet übermäßiges Körpergewicht und gilt als Essstörung. Die vermehrte Körperfettmasse geht mit negativen Folgen für die Gesundheit und mit erhöhten Kosten im Gesundheitssystem einher. So gilt Adipositas als Risikofaktor für verschiedene Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Hypertonie und funktionale Einschränkungen (Elmadfa, 2019, S. 243). Stigmatisierung und Depressionen können weitere Folgen sein. Als Hauptursache gelten der Wohlstand mit seinem Überangebot an hochkalorischer Nahrung sowie die Automatisierung der Arbeitsprozesse (Franke, 2002, S. 363 ff). Andere Auslöser sind genetische Faktoren und soziale Verhaltensweisen (Elmadfa & Leitzmann, 2019, S. 633 ff). Bei Senioren spielen zudem die erlebten Hungersnöte während der Kriegs- und Nachkriegszeit eine Rolle (Franke, 2002, S. 359).
Laut der österreichischen Gesundheitsbefragung aus dem Jahr 2019 sind knapp ein Viertel der Männer und Frauen über 60 Jahren adipös (Klimont, 2020, S. 54). Die ansteigende Prävalenz im Alter bedingt eine Zunahme der adipösen Senioren im Pflegebereich. Deren Behandlung setzt spezielle Hilfsmittel und einen geschulten personellen Umgang voraus. Pflegekräfte bringen nur bedingt das notwendige Hintergrundwissen mit, was zu Schwierigkeiten in Kommunikation, Pflege und Mobilisation führt. Darüber hinaus reagieren viele Pflegekräfte gestresst, da sie sich unsicher sind, welche pflegerischen Maßnahmen bei adipösen Senioren greifen. Der Stressfaktor wiederum wirkt sich negativ auf die Betreuung aus (Hales et al., 2019). Zudem haben die Erfahrungswerte des Autors gezeigt, dass Pflegekräfte viele Vorurteile gegenüber Adipositas haben: Die Betroffenen sind willensschwach, lassen sich gehen und sind unfähig, ihre persönlichen Probleme zu bearbeiten. Ein adipöser Mensch hat ihrer Meinung nach jegliche Lebensqualität verloren, was es umso erstaunlicher macht, dass die Betroffenen sich teilweise mit ihrem Gewicht wohlfühlen. Zeigt ein adipöser Patient eine solche Einstellung, haben viele Pflegekräfte Schwierigkeiten für einen verständnisvollen Umgang. Anders sieht es aus, wenn der Betroffene sein Gewicht selbst als kritisch betrachtet und Änderungsbedarf erkennt. Dann zeigen die Pflegekräfte meist mehr Verständnis und Bereitschaft für den pflegerischen Mehraufwand.
Aufgrund der wachsenden Anzahl adipöser Senioren und der sich daraus ergebenden Probleme sollte sich die Pflege zwingend mit dieser Thematik auseinandersetzen. Die zu beachtenden Schwerpunkte sind erfahrungsgemäß Zeit, Kosten, Hilfsmittel, personelle Ressourcen sowie notwendige Schulungen in Bezug auf Umgang, Ernährung und Mobilisation. Die persönlichen Wahrnehmungen und Denkweisen der Pflegekräfte spielen ebenfalls eine Rolle, da es gilt, eine vertrauensvolle Beziehung zum Patienten aufzubauen. Denn nur so kann dieser die entsprechenden Pflegemaßnahmen annehmen.
Daher beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Gesundheitsförderung und Prävention von Adipositas in der Pflege. Die Fragestellung dazu lautet: „Welche präventiven Ressourcen sind bei pflegebedürftigen Senioren notwendig, um das Adipositasrisiko sowie die damit verbundene Pflegebelastung zu reduzieren?“ Für die Beantwortung der Frage nutzt der Autor eine Literaturrecherche und stellt die Ergebnisse den Erfahrungen im Pflegealltag gegenüber.
Das Krankheitsbild Adipositas ist durch abnormale Fettansammlungen gekennzeichnet, einhergehend mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko. Weitere Begrifflichkeiten sind Fettsucht, Fettleibigkeit und Obesitas. In den Industrieländern gilt Adipositas als häufigste Essstörung und Risikofaktor für teils chronische Folgeerkrankungen (Wied & Warmbrunn, 2012, S. 9). Laut Pflegediagnose handelt es sich bei Adipositas um eine Form der Überernährung, definiert durch ein Körpergewicht, dass mindestens 20 % über dem Idealgewicht bzw. mindestens 10 % über dem Normalgewicht liegt (Doenges et al., 2019, S. 775).