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Arbeiten Sie noch für Ihr Geld, oder arbeitet es schon für Sie? Die Finanzexpertinnen Corin Ballhaus und Angela Mygind zeigen in diesem umfassenden Workbook zahlreiche Anleitungen, Arbeitsblätter und Checklisten, damit auch Ihre finanzielle Lage profitiert, unabhängig davon, wie viel Sie bereits auf der Seite haben. Anhand von spezifischen Lebenssituationen wie Erwerbsarbeit, Familie und Alter führen die Autorinnen von der Budgeterstellung über die berufliche Vorsorge via Beziehung und Familie bis zu Investitionen sowie Renten im Alter durch alle relevanten Phasen des privaten Finanzmanagements. Präzise Erklärungen, prägnante Anleitungen und hilfreiche Tipps machen dieses Workbook zum wertvollen Sparringspartner. Es bietet zahlreiche Übungen, hilft Ihnen beim Etablieren von neuen Routinen und führt Schritt für Schritt zu mehr finanzieller Stabilität.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 226
Veröffentlichungsjahr: 2025
Corin Ballhaus, Angela Mygind
Das hilfreiche Workbook für Frauen
Download
Alle Checklisten und Übungen findest du im Download-Ordner zum Herunterladen und Bearbeiten: www.beobachter.ch/download (Code 6286).
Impressum
Beobachter-Edition, Ringier AG, Flurstrasse 55, CH-8021 Zürich
[email protected], www.beobachter.ch
Stand Gesetze und Rechtssprechung: Oktober 2025
© 2025 Beobachter-Edition
Alle Rechte vorbehalten.
Eine Nutzung dieses Werks zum Training
von KI-Technologien ist untersagt.
Herausgeber: Der Schweizerische Beobachter, Zürich
Lektorat: Käthi Zeugin
Layout, Grafiken und Satz: Frau Federer GmbH
Umschlagillustration: Frau Federer GmbH
Herstellung: Bruno Bächtold
Druck: Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG, Calbe
ISBN 978-3-03875-628-6
eISBN 978-3-03875-630-9
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Auslieferung EU: Müller – Die lila Logistik Fulfillment Solutions GmbH & Co. KG,
Am Buchberg 8, DE 74572 Blaufelden, [email protected]
Vorwort
Wie du das Workbook optimal nutzt
1
Mein Geld
Mein Umgang mit Geld
Meine Glaubenssätze erkennen
Meine Glaubenssätze neu ausrichten
Meinen Geldtyp entdecken
Meine Finanzen im Griff
50/30/20 – Budget erstellen leicht gemacht
Mein Budget ganz klassisch
Versteckte Geldfresser
Achtung: Schuldenfallen
Wenn es mal eng wird
Gute Finanzberatung finden
Wie Finanzberaterinnen ihr Geld verdienen
Worauf bei der Wahl der Beraterin zu achten ist
In Kürze «Mein Geld»
2
Geld und Arbeit
Meine Lohnabrechnung
So lese ich meine Lohnabrechnung
Vorsorge mit System
Mein persönlicher Vorsorge-Cappuccino
AHV – auf einen Espresso
Pensionskasse – der Milchschaum des Vorsorge-Cappuccinos
Private Vorsorge – wie viel Schoggipulver soll es sein?
Mein Vorsorgeausweis
Meine berufliche Vorsorge verstehen
Einkauf in die Pensionskasse – oder doch nicht?
Teilzeitarbeit – aufgepasst!
Teilzeitarbeit und AHV
Teilzeitarbeit und berufliche Vorsorge
Teilzeitarbeit und private Vorsorge
Realitätscheck zu meiner Vorsorge
Die Vorsorge als Entscheidungskriterium bei der Jobsuche
Achtung: Vorsorge-Fake-News
Die Lücke füllen durch privates Sparen in der Säule 3a
In Kürze «Geld und Arbeit»
3
Geld in der Beziehung
Partnerschaft ohne Trauschein
Warum ein Konkubinat finanziell heikel ist
Vorsorge im Konkubinat
Der Vorsorgeauftrag
Heiraten: die Ehe als rechtliche Verbindung
Meins, deins, unseres – die wirtschaftlichen Folgen der Ehe
Der Güterstand: Wer besitzt was?
Der Traum vom Eigenheim
Ist das Eigenheim finanziell tragbar?
Fixkosten realistisch budgetieren
Scheiden tut (finanziell) weh
Güterrechtliche Auseinandersetzung: das Vermögen teilen
Teilung der AHV-Beiträge
Teilung der Pensionskassenguthaben
Teilung der Säule 3a
Mit dem Unterhalt ist es so ein Ding
In Kürze «Geld in der Beziehung»
4
Geld in der Familie
Was Kinder kosten
Das ändert sich im Budget
Diese Kosten lassen sich steuern und reduzieren
Konkret: was mein Kind kostet
Finanzielle Unterstützung für Familien
Kurzfristig: Mutterschaftsentschädigung
Mittelfristig: Familienzulagen
Langfristig: Erziehungsgutschriften
Alle Finanzhilfen im Überblick
Familie ist Partnersache
Über Geld sprechen
Über die Aufteilung nachdenken
Kinderbetreuung und Kosten
Die Familie absichern
Relevante Risiken und ihre Folgen kennen
Risiken absichern
In Kürze «Geld in der Familie»
5
Mein Geld investieren
Mein Vermögen
Zuerst: Überblick verschaffen
Meine Sparquote
Risiko – Freund oder Feind?
Das Risiko einschätzen
Meinen Risikotyp finden
Das Risiko managen
Meine finanziellen Ziele
Mein Anlageziel definieren
Erfolgsfaktor Zeit
Mit dem Investieren starten
Den Startbetrag festlegen
Einmalinvestition oder Durchschnittskosteneffekt?
Risiko – Rendite – Liquidität
Die wichtigsten Anlageformen und ihre Charakteristiken
Einfache Anlagestrategie
ETFs – der Kern des Portfolios
Aktien – die Satelliten im Portfolio
Sparplan – wie Investieren zur Gewohnheit wird
Meine persönliche Strategie
Die Säule 3a investieren
Die goldenen Regeln des Investierens
Anbieter finden, Gebühren verstehen
Gebühren und weitere Entscheidungsfaktoren
Anbieter vergleichen
Wie sicher ist mein Geld?
In Kürze «Mein Geld investieren»
6
Mein Geld im Alter
Gut geplant ist halb gewonnen
Was ich brauche
Was ich bekomme
Probe aufs Exempel: Vorsorgelücken?
Den Bezug sorgfältig planen
Arbeiten im Alter
Teil-Rentenbezug und Arbeit kombinieren
Wohneigentum im Alter
Umkehrhypothek für mehr finanziellen Spielraum
Vermögen vererben
Meine Erben
Testament: wenn etwas übrig bleibt
In Kürze «Mein Geld im Alter»
Anhang
Nützliche Links
Beobachter-Ratgeber
Du hast beschlossen, dich um deine Finanzen zu kümmern. Vielleicht hast du ja auch schon den einen oder anderen Geldratgeber gelesen, bist aber noch nicht aktiv geworden. Zu wissen, was ein Budget umfasst, was Sparen bedeutet und welche Anlagemöglichkeiten es gibt oder welche Rolle Geld in allen Lebenssituationen spielt, ist das eine. Dieses Wissen in konkretes Handeln umzusetzen, ist das andere. Vielleicht fehlt dir aber auch schlicht die Zeit, dir erst Schritt für Schritt theoretisches Wissen anzueignen, und du willst gleich direkt in die praktische Umsetzung einsteigen.
Genau hier setzt das Workbook an. Es schlägt eine Brücke zwischen dem passiven Aneignen von Finanzwissen und dem aktiven Nutzen, erleichtert dir aber auch den Direkteinstieg ins Thema. Dazu gibt es dir zahlreiche Checklisten, Übungen und Selbsteinschätzungen an die Hand, die dich zum Reflektieren, Klären, Berechnen, Vergleichen und Optimieren anleiten. So kannst du Kompaktwissen und Tun smart miteinander verknüpfen. Auch soll dich das Workbook dazu anregen, dranzubleiben und Routinen zu entwickeln. Oder wie es die amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin Amelia Earhart einst ausdrückte: «Die schwierigste Sache ist die Entscheidung zu handeln. Der Rest ist nur Zähigkeit.»
Was das Workbook ausmacht, ist seine thematische Fülle. Inspiriert dazu haben uns all die Fragen, die uns Frauen im beruflichen und privaten Umfeld zum Umgang mit ihren Finanzen stellen, und all ihre Erfahrungen, die sie mit uns teilen. Sie sind für uns Gradmesser dafür, welche Aspekte von besonderem Interesse sind, wo der Schuh drückt, wo Frauen immer wieder mal anstehen oder einen sanften Stupser brauchen können. Dieser reiche Schatz, für den wir sehr dankbar sind, ist in das Workbook eingeflossen.
Wir wünschen dir viel Spass beim Entdecken und beim Entwickeln deiner persönlichen Finanzpower sowie den nötigen Durchhaltewillen auf deinem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit.
Corin Ballhaus und Angela Mygind
Oktober 2025
Bevor du loslegst, hier einige nützliche Informationen und Tipps für den Umgang mit deinem Workbook. Damit du für dich das Beste herausholst.
Vermutlich wirst du das Workbook nicht systematisch von vorn nach hinten durcharbeiten. Eher wirst du in einer spezifischen Situation ein konkretes finanzielles Anliegen oder eine bestimmte Frage haben, die du klären möchtest. Ein guter Einstieg ist das Kapitel «Mein Geld», um dich mit einigen grundlegenden Dingen zu deinem Umgang mit Geld auseinanderzusetzen.
Das Workbook ist nach den wichtigsten Stationen und Themen geordnet, die im Lauf deines Lebens geldmässig relevant sein können. Dazu findest du jeweils eine Reihe von Übungen, Checklisten und Selbsteinschätzungen, mit denen du die für dich zutreffenden Antworten ermitteln kannst. Jedes Kapitel steht für sich. Wichtige Aspekte kommen darum im Workbook mehrfach vor.
Da du vielleicht auch später wieder einmal das Bedürfnis haben wirst, dich mit derselben Fragestellung zu beschäftigen, findest du alle Übungen, Checklisten und Selbsteinschätzungen zum Download – über den QR-Code direkt bei jedem Dokument. Du kannst dir die Unterlagen ausserdem über den Download-Ordner gesamthaft herunterladen – den Code dafür findest du im Impressum und unten. Die einzelnen Dokumente kannst du ausdrucken und sie von Hand ausfüllen oder du kannst sie direkt am Bildschirm bearbeiten.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst, dich mit den jeweiligen Themen ausgiebig auseinanderzusetzen. Zum einen oder anderen Thema möchtest du dich unter Umständen noch genauer informieren. Dazu findest du im Anhang eine Liste mit Links. Auch die kannst du herunterladen und darin die Links direkt anklicken. Ausserdem enthält der Anhang eine Liste mit weiterführenden Ratgeberbüchern.
GANZ PRAKTISCH Damit du effizient mit den Checklisten und Arbeitsblättern im Workbook arbeiten kannst, lädst du sie dir am besten aus dem Download-Ordner herunter. Dann kannst du sie auch mehrmals bearbeiten
ganzer Download-Ordner
Dir ist doch etwas mulmig dabei, dich ganz allein mit dem Geldthema zu beschäftigen? Mit dem Vorhaben, deine Finanzen in den Griff zu bekommen, bist du nicht allein. Such dir Gleichgesinnte für den gemeinsamen Weg zu mehr Finanzpower.
Du würdest gerne zwischendurch die Möglichkeiten abwägen können, die dir zur Verfügung stehen? Das Pro und Contra für den einen oder anderen Weg, den du einschlagen kannst, einander gegenüberstellen? Oder ganz einfach mal wissen, wie andere das anpacken und welche Erfahrungen sie dabei machen? Das ist nachvollziehbar. Darum findest du in diesem Workbook zwei fiktive Freundinnen, die dich begleiten. Sie stehen für wesentliche Möglichkeiten in der jeweiligen Lebenssituation und teilen ihre Überlegungen mit dir (mehr dazu auf der nächsten Seite).
GUTE SACHE: FINANZBUDDYS Eine gute Idee ist es, wenn du dir im richtigen Leben «Finanzbuddys» suchst – ob im Kreis deiner Freundinnen oder deiner Familie. Das Geldthema gemeinsam zu entdecken, macht noch viel mehr Spass, ebenso, Wissensfortschritte und Erfolge gemeinsam zu feiern.
Mein Journal
Überlege dir, wo dein Fokus bei den Finanzen liegt. Wann beschäftigst du dich damit und wann nimmst du deine Ergebnisse wieder hervor, um sie zu prüfen?
Deine Wegbegleiterinnen durch das Workbook
Lilly
Geldtyp
Lilly ist in Gelddingen die Pragmatische mit einem Hang zur Sorglosigkeit. Sie kümmert sich um ihre Finanzen, aber erst der zunehmende Druck von aussen bewegt sie jeweils dazu, aktiv zu werden. Und dann muss es möglichst einfach und effizient sein.
Jugendjahre, beruflicher Einstieg
Lilly wächst in einer gut situierten Familie auf. Nach ihrem Studium, das ihre Eltern finanzieren, macht sie erste berufliche Erfahrungen und verdient ihr erstes eigenes Geld.
Beziehung, Familie
Nach verschiedenen Beziehungen heiratet Lilly ihren Traummann und bekommt mit ihm ein Kind. Ein kleines eigenes Haus macht ihr Glück perfekt. Sie steigt vorübergehend aus dem Beruf aus und konzentriert sich ganz auf die Mutterrolle. Doch einige Jahre später zerbricht ihre Ehe. Als Alleinerziehende arbeitet Lilly Teilzeit und ist immer etwas knapp bei Kasse.
Berufliche Zielgerade, Pensionierung
Nachdem ihre Tochter den gemeinsamen Haushalt verlassen hat, heiratet Lilly ein zweites Mal. Ihr Mann hat ebenfalls eine Scheidung hinter sich. Da die finanzielle Situation der beiden nicht eben komfortabel ist, erwägen sie, länger zu arbeiten.
Anna
Geldtyp
Anna ist die Sicherheitsorientierte und Souveräne, wenn es um ihr Geld geht. Sie beschäftigt sich gerne mit ihren Finanzen, informiert sich fortlaufend über Geldthemen und tauscht sich regelmässig im Freundinnenkreis darüber aus.
Jugendjahre, beruflicher Einstieg
In bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, lernt Anna früh, haushälterisch mit ihren Finanzen umzugehen. Sie macht eine Berufslehre und verdient von Anfang an ihr eigenes Geld.
Beziehung, Familie
Familie ist Anna wichtig, aber die Ehe hält sie für ein überholtes Modell. Sie lebt mit ihrem Partner, den sie schon seit der Schulzeit kennt, im Konkubinat. Das ändern die beiden auch nicht, als ihre zwei Kinder auf die Welt kommen. Anna und ihr Partner teilen sich die Familien- und die Erwerbsarbeit. Wohneigentum kaufen sie nach reiflicher Überlegung nicht.
Berufliche Zielgerade, Pensionierung
Anna und ihr Partner waren ohne Unterbruch berufstätig. Sie ziehen in Betracht, sich etwas früher aus dem Berufsleben zurückzuziehen, um noch die eine oder andere längere Reise zu machen.
Geld ist Lebens-Mittel. Für den smarten Umgang mit dem Mittel zum Leben gibt es kein Patentrezept. Schlecht beraten bist du bloss, wenn du das Thema Geld meidest. Halte es darum besser mit dem deutschen Schriftsteller Erich Kästner, der da meinte: «Es gibt nichts Gutes, ausser: Man tut es.» Dann mal nix wie los.
Unser Umgang mit Geld ist stark von Glaubenssätzen beeinflusst. Das sind bewusste und unbewusste Denkmuster, die wie eine persönliche Brille wirken. Durch diese Brille blickst du auf deine Entscheidungen und sie definiert deine Werte.
Glaubenssätze entwickeln sich durch Erziehung, Erfahrungen und dein Umfeld. Moderner wird dies auch Money Mindset genannt. Da deine Sichtweise auf Geld massgeblich entscheidet, wie du deine Finanzen handhabst, ist es so wichtig, dass du dir dieser Denkmuster bewusst bist.
Du wirst schnell feststellen: Unsere Gesellschaft ist voll von negativen Glaubenssätzen zu Geld. Schon in Kinderbüchern lesen wir, dass Millionäre gierig und unsympathisch sind. Wenn du denkst, dass Geldverdienen «schlecht» ist, dass du dadurch anderen etwas wegnimmst, dann wirst du beim Geldverdienen oder bei der Lohnverhandlung wahrscheinlich immer ein schlechtes Gefühl haben.
« Geld zerrinnt mir zwischen den Fingern.»
« Reiche Menschen sind Egoisten.»
«Wie gewonnen, so zerronnen!»
« Die Börse istwie ein Casino.»
« Über Geld spricht man nicht!»
Um ein positives Money Mindset, also eine positive Einstellung zu Geld, aufzubauen, musst du zunächst einmal deine negativen Glaubenssätze erkennen, sie ablegen und dann durch positive ersetzen.
■
Beginne damit, dir in Ruhe einige Gedanken zu machen und deinen Umgang mit Geld zu hinterfragen.
■
Beobachte dich und deine Geldgewohnheiten im Alltag.
Nun bist du dir etwas bewusster, wie du Geld ausgibst. Überlege dir in einem nächsten Schritt, was deinen Umgang mit Geld bisher geprägt hat und woher deine Glaubenssätze kommen.
■
Rollenbilder deiner Eltern: «In unserer Familie kümmern sich Frauen nicht ums Finanzielle.»
■
Dinge, die dir immer wieder gesagt wurden: «Du kannst sowieso nicht mit Geld umgehen.» Oder, Stichwort Frust-Shopping: «Du verdrängst Probleme mit Geldausgeben.»
Sicherlich hast du Ursachen gefunden, weshalb du auf eine bestimmte Art über Geld denkst. Nun folgt der nächste Schritt. Was sind deine ganz persönlichen Glaubenssätze über Geld, die dich zurückhalten? Was für Aussagen hast du gehört oder durch Erfahrungen gelernt, die du ändern möchtest, damit du langfristig positiv gegenüber Geld und Vermögensaufbau gestimmt bist?
Neue Glaubenssätze zu etablieren, braucht etwas Durchhaltevermögen und Kreativität. Du kannst oft nicht einfach nur den Satz ins Positive drehen, sondern musst ihn so umformulieren, dass er für dich stimmt und du daran glaubst.
In der Übung auf der nächsten Seite findest du für dich neue Glaubenssätze. Durchlaufe dafür folgende Schritte:
1.
Erkenne Glaubenssätze, die dich limitieren, und hinterfrage sie. Teilweise hast du sie schon bei den vorherigen Überlegungen eruiert. Nimm dies als Ausgangslage.
2.
Ersetze sie durch stärkende Glaubenssätze. Die Beispiele geben dir eine Idee, wie das aussehen könnte, und du kannst gleich deine eigenen Sätze ausformulieren.
3.
Bestärke die neuen Überzeugungen täglich. Das braucht etwas Durchhaltevermögen.
4.
Handle entsprechend deinen neuen Glaubenssätzen. Das ist der letzte Schritt und die Königsdisziplin. Sei nicht frustriert, wenn es nicht gleich auf Anhieb oder auch nicht immer klappt. Die bisherigen Glaubenssätze waren seit Jahren in dir verankert.
Stärkende Glaubenssätze formulieren
Anstatt …
Geld ist nicht wichtig.
Geld verdirbt den Charakter.
Ich brauche nicht so viel Geld.
Geld macht nicht glücklich.
Geld zerrinnt mir zwischen den Fingern.
… denkst du jetzt:
Geld ist ein Werkzeug.
Geld zeigt den wahren Charakter.
Ich kann mit meinem Geld Gutes bewirken.
Geld ermöglicht mir ein freies Leben.
Ich kann gut mit Geld umgehen.
Geld-Glaubenssätze
Lebe deine neuen Glaubenssätze.
Dein Geldtyp hat viel mit deinem Umgang mit Geld und mit deiner Einstellung gegenüber Finanzdingen zu tun. Die Checkliste «Meinem Geldtyp auf der Spur» hilft dir, deinen Typ zu entdecken. Hat sich dein Geldtyp in den letzten Jahren verändert? Weil du über mehr Lebenserfahrung oder mehr Geldkompetenz verfügst? Oder bist du mit deinem aktuellen Geldtyp nicht zufrieden und arbeitest gezielt darauf hin, ein anderer Geldtyp zu werden?
Meinem Geldtyp auf der Spur
Erkennst du dich in einem der acht Geldtypen in dieser Checkliste? Kreuze denjenigen an, der dich am besten beschreibt. Es dürfen aber auch mehrere sein.
Die Pragmatische
Sie kümmert sich um finanzielle Angelegenheiten, aber erst auf Druck von aussen. Geld ist für sie Mittel zum Zweck, über das sie weder besonders gerne noch besonders häufig spricht.
Die Sicherheitsorientierte
Sie zeigt sich aufgeschlossen gegenüber Geldthemen und ist materiell meist gut gestellt. Denn Geld hat für sie etwas Beruhigendes. Darum meidet sie Risiken, die sie nicht einschätzen kann.
Die Bescheidene
Sie ist dem Thema Geld nicht abgeneigt und die klassische Sparerin. In Gelddingen ist sie aber eher passiv. Geld ist für sie etwas Privates, über das sie nur mit wenigen Vertrauenspersonen spricht.
Die Souveräne
Sie beschäftigt sich engagiert mit ihren Finanzen, hat Spass an Geldthemen und will in Finanzdingen fit sein. Darum bildet sie sich weiter. Ihre Kompetenz sichert ihr ein unabhängiges Leben.
Die Ambitionierte
Für sie hat Geld einen positiven Stellenwert und ist Mittel zur Selbstverwirklichung. Dank ihrer Kompetenz kann sie auch mal bewusst Risiken eingehen. Manchmal überschätzt sie sich aber.
Die Sorglose
Sie lebt im Hier und Jetzt nach der Devise «Geld ist zum Ausgeben da». Darum spürt sie beim Thema Sparen und Vorsorgen keinen Handlungsdruck und nimmt in Kauf, dass es finanziell auch mal eng werden kann.
Die Delegiererin
Sie ist für das Thema Geld sensibilisiert, zweifelt aber an ihrer Finanzkompetenz. Darum vertraut sie darauf, dass andere die Finanzdinge in ihrem besten Interesse regeln.
Die Resignierte
Geldangelegenheiten überfordern sie rasch. Sie verdient wenig und ihre Finanzsituation ist oft prekär. Sie sieht sich als Opfer finanzieller Ungerechtigkeit, nimmt aber auch keinen Rat an.
In Anlehnung an «Die Psychologie des Geldes – die acht Geldtypen und ihre Verteilung in Deutschland», Commerzbank, 2004
Geldtyp ermitteln
