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Stimmen zum Buch: "Richard kam bei einem schweren Autounfall ums Leben und war acht Stunden lang tot. Gott brachte ihn in den Himmel. Seine Beschreibung des Himmels ist die ausführlichste, die bekannt ist." "Sein Zeugnis über seine Todeserfahrung und seinen Besuch im Himmel ist das Beste, das ich je gehört habe." "Kinder lieben diesen Bericht. Erwachsene erkennen die Salbung, die darauf liegt. Ich empfhle dieses Buch wärmstens!"
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Seitenzahl: 224
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Meine Zeit im
HIMMEL
Eine wahre Geschichte vom Tod …und der Rückkehr ins Leben
RICHARD SIGMUND
Published by Whitaker House, New Kensington, PA 15068, USA,
www.whitakerhouse.com
© Copyright 2004, 2010 by Richard Sigmund and Cleft of the Rock Ministries.
All rights reserved.
© Copyright der deutschen Ausgabe 2017 by Asaph-Verlag
15. Auflage 2019
Titel der amerikanischen Originalausgabe: My Time in Heaven Aus dem Englischen übersetzt von Birgit Schwab, Korrektur: Ajoke Harewood
Bibelzitate wurden der Schlachter Übersetzung (Version 2000) entnommen, © Genfer Bibelgesellschaft, CH-1211 Genf 3
Umschlaggestaltung: Nicole Wiederkehr
Satz: Nicole Wiederkehr
E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH
ISBN 978-3-95459-023-0
Bestellnummer 148023
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Fontis Media GmbH, Postfach 2889, D-58478 Lüdenscheid
[email protected] – www.fontis-shop.de
Jeder sollte diese packende Geschichte lesen, die von Richard Sigmunds Reise durch die bemerkenswerte ewige Heimat handelt, die Gott für uns bereitet hat. Die detailreichen Schilderungen vermitteln das Gefühl, mit ihm dort gewesen zu sein. «Meine Zeit im Himmel» wird ein neues Licht auf dein Leben werfen und dich in die Lage versetzen, die Herrlichkeit des lebendigen Gottes besser zu verstehen. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!
– Dr. Mary K. Baxter Autorin von «Eine göttliche Offenbarung der Hölle» und «Eine göttliche Offenbarung des Himmels»
Seit mehr als 30 Jahren interviewe ich Menschen, die den Himmel besucht haben. Richard Sigmund liefert die gründlichste und genaueste Beschreibung, die ich je gehört habe. Von allen meinen Interviewpartnern hat er die meisten Antworten bezüglich der himmlischen Geheimnisse. Während seiner Zeit im Himmel bekam Richard Sigmund Informationen über meinen Dienst und meine Zukunft. Außerdem sagte man ihm, dass er mir begegnen würde. Vor zwei Jahren wurden wir gute Freunde! Auf der prophetischen Uhr ist es eine Sekunde vor Mitternacht, und dieses Buch wird uns helfen, uns mehr auf den Himmel auszurichten. Ein Buch, das man gelesen haben muss!
– Sid Roth Moderator der Fernsehsendung It’s Supernatural!
Ich sammle seit über 25 Jahren Bücher über den Himmel. Meinem ersten Treffen mit Richard Sigmund sah ich aufgeregt und voller Vorfreude entgegen. Wir trafen uns, und sein Dienst berührte mich. Während wir über seine Himmelserfahrung sprachen, konnte ich die Salbung spüren, die auf seinem Zeugnis liegt. Dieses Buch ist leicht zu lesen und zu verstehen. Kinder lieben es. Erwachsene erkennen beim Lesen die Salbung, die darauf liegt. Ein Freund von mir kaufte mehrere Hundert Exemplare und verschenkte sie beim Begräbnis der Mutter seines besten Freundes an die Anwesenden. Welch ein Trost! Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Es ist biblisch und informativ. Jesus zu dienen ist das Höchste im Leben. Der Himmel ist REAL!
– Paul Hegstrom, Ph.D. Gründer von Life Skills International Autor von Angry Men and the Women who Love Them und Broken Children, Grown-Up Pain
Als Richard Sigmund bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kam, war er acht Stunden lang tot. Gott zeigte ihm den Himmel. Er saß vor dem Thron Gottes. Er sprach mit Jesus. Er sah die Apostel und redete mit ihnen. Seine Beschreibung des Himmels ist die ausführlichste, die ich je gelesen habe. Richard lässt dir Gott so nahe erscheinen wie die Luft, die du atmest! Da ich schon oft mit ihm zusammen an verschiedenen Orten der Welt gedient habe, weiß ich, dass seine Liebe zu den Menschen ihn dazu treibt, für die Kranken zu beten, bis auch der Letzte von Gott berührt worden ist. Der Himmel kommt herab, und Gott wird verherrlicht.
– Dr. Loretta Blasingame Gründerin von Loretta Blasingame Ministries Autorin von Ist da oben jemand?
Bereite dich darauf vor, durch die Worte dieses Buches einen Panoramablick auf das Leben nach dem Tode zu werfen. Gleichzeitig wirst du vertrauliche Einzelheiten über das Leben erfahren, das auf einen Christen wartet, wenn er über die Schwelle des Todes in die Welt eintritt, die über dem Schleier dieses Planeten verborgen liegt. Da gibt es eine andere Welt, die den menschlichen Verstand fasziniert, wunderschön anzusehen und unbeschreiblich friedvoll ist. Sie ist das Land «hinter dem Sonnenuntergang», in dem Jesus alles für uns vorbereitet hat, damit wir ewig und in der Fülle seiner Liebe und Gnade leben können. Wenn du dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gelesen hast, fange noch einmal und noch einmal von vorne an. Bewahre es als wertvolle Kraftquelle in deiner persönlichen Bibliothek auf. Lege dir zusätzliche Exemplare für deine Familie und deine Freunde zu. Sorge dafür, dass «Meine Zeit im Himmel» immer zur Hand ist. Wir hören immer wieder, dass eine der grundlegendsten Ängste der Menschen die Angst vor dem Tod ist. Meine Zeit im Himmel ist ein besonderes Buch mit einer besonderen Botschaft, die unter besonderen Umständen einem Mann anvertraut wurde, der von Gott dazu berufen ist, ein moderner Prophet zu sein. Ich bin von der Botschaft dieses Buches begeistert.
– Dr. Paul C. Collins, M. Div., Th. D. Gründer von Acts Ministry
Dr. Richard Sigmund hat einen der wunderbarsten Dienste, die ich je gesehen habe. Durch ihn geschehen in der Tat wunderbare Dinge. Einige der Wunder haben die Vorstellung vieler Menschen ins Wanken gebracht und ihren Glauben herausgefordert, weil sie so erstaunlich sind. Das Zeugnis seiner Todeserfahrung und seines Besuchs im Himmel ist das Beste, das ich je gehört habe. Ich weiß, dass es Dr. Sigmunds vordringlichstes Anliegen ist, den Leidenden zu helfen, Heilung durch den lebendigen Christus zu erfahren.
– L.D. Kramer, D.D., D. Min. Pionier der Fernsehevangelisation Hauptpastor des Rejoice Christian Center, Burnsville, Minnesota
Auf diesem Buch liegt eine starke Salbung! Mir war, als würde ich selbst durch den Himmel wandeln und all das erleben. Es lässt meine Seele danach verlangen, den Blick auf die wunderschöne Wohnung gerichtet zu halten, die Jesus für mich bereitet hat.
– B. G.
Dieses Buch hat mein Leben komplett verändert. Wir alle haben Fragen dazu, wie es im Himmel sein wird. Ein Augenzeugenbericht aus erster Hand ist unglaublich wertvoll. Ich spüre das Feuer, das mich dazu drängt, das Wort Gottes jedem weiterzusagen, den ich kenne. Ich hatte immer befürchtet, dass es die Menschen abschrecken würde, wenn ich ihnen von Jesus Christus erzählte. Ich kenne Jesus und ich liebe Ihn. Ich sehe all die Dinge und Wunder, die in meinem Leben geschehen. Ich rede darüber mit den Menschen, die ich kenne, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Doch jetzt habe ich das Bedürfnis, ihnen mitzuteilen, was ich in diesem Buch gelesen habe. Ich sage ihnen: «Ich habe gerade ein unglaubliches Buch gelesen.» Und schon sind wir im Gespräch! Preis dem Herrn! Danke für dieses wunderbare Buch. Dank sei Gott und seinem Sohn Jesus Christus, der dich in den Himmel gebracht, dir so vieles gezeigt und dir erlaubt hat, zurückzukehren, um es uns allen mitzuteilen!
– C.
Ich kann nicht in Worte fassen, was dieses Buch in meinem Leben und im Leben meiner Familie, meiner Freunde und Arbeitskollegen bewirkt hat. Gott spricht durch dieses Buch laut und deutlich! Ich möchte dich nur wissen lassen, wie mächtig Gott deine Treue gebraucht, die dich dazu bringt, das zu tun, worum er dich bittet.
– C. C.
Dein Buch ist ein großer Segen! Ich freue mich auf meine neue Wohnung, die ich einmal im Himmel haben werde. Ein solches Buch lässt den Himmel und den Herrn wirklich realer werden.
– N. S.
Ich hatte in dieser Welt jegliche Hoffnung verloren, doch nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, wurde mein Glaube an den Herrn erneuert. Immer, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie meiner Meinung nach sollten, erinnere ich mich daran, dass es da einen Ort namens Himmel gibt!
– P. A.
Danke, dass du dein Himmelserlebnis in ein Buch verpackt hast. In den letzten vier Monaten sind vier Menschen aus meiner Familie durch den Schleier getreten, von dem du schreibst. Ich habe dieses Buch meiner Familie und meinen Freunden weitergegeben. Es ist eine Quelle des Trostes für jeden, der an den Herrn Jesus Christus glaubt, aber auch für jeden, der nicht glaubt. Den Gläubigen ist es eine Bestätigung über den Aufenthaltsort ihrer lieben Verstorbenen. Den Ungläubigen vermittelt es das Wissen, dass auch ihnen der Einlass in Gottes Himmel gewährt wird, wenn sie Jesus in ihrem Herzen annehmen.
– R. C.
Dank sei dem Herrn, dass er dich ins Leben zurückbrachte, um die wunderbare und großartige Herrlichkeit im Himmel dort oben mit uns zu teilen. Es ist ein Buch, das jeder lesen sollte.
– C. R.
Ich habe bereits alles Mögliche hinter mir. Gott erreichte mich in einem texanischen Gefängnis. Zuerst war ich skeptisch. Bruder Sigmund, ich schreibe, um zu bekennen, dass dein Buch meinem Herzen einen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt hat. Ich konnte es einfach nicht zur Seite legen. Ich bin dankbar und gleichzeitig beneide ich dich darum, dass Gott dir erlaubt hat, die andere Seite nicht nur zu sehen, sondern auch zu durchreisen. Ich liebe Jesus und ich freue mich darauf, die Ewigkeit mit ihm und der gesamten himmlischen Mannschaft zu verbringen.
– R. F.
Während ich dein Buch las, fühlte ich mich inspiriert, Gott bezüglich seines Willens für mein Leben zu suchen. Ich möchte in den Himmel gehen, wenn meine Zeit gekommen ist. Ich habe alle Furcht vor dem Tod verloren. Ich freue mich darauf, bei Jesus zu sein und den Thron Gottes zu sehen. Deine Beschreibung des Himmels ist sehr detailliert. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Buch. Ich habe es meiner Gemeinde empfohlen. Möge Gott dich weiterhin inspirieren, damit du deinen Dienst hier auf Erden zu Ende führen kannst.
– Pastor William Smith Stratford, Avonshire, England
Dieses Buch ist den vielen Menschen gewidmet, die mich ermutigt und dieses Projekt unterstützt haben.
Norvel und Maggie Hayes
Sid Roth
Dr. L. D. Kramer, Challenge Ministries
Dr. Robert Cesarek, Love of God Ministries
Danke für die besonderen Worte der Ermutigung von
Rex Humbard
W. V. Grant Sr.
David Nunn
Cover
Titel
Impressum
Was Menschen über «Meine Zeit im Himmel» sagen
Widmung
Vorwort
Einleitung: «Plötzlich war ich in einem dichten, wolkenartigen Schleier»
1. «Du hast eine Verabredung mit Gott»
2. «Auf diesem Weg musst du gehen»
3. Das Buch des Lebens des Lammes
4. Kinder und Babys im Himmel
5. Himmlische Wohnungen
6. Gott kennt unser Morgen
7. Die Bibliothek der Weisheit Gottes
8. Gedenkstätten
9. Musik, Sprachen und Kleidung im Himmel
10. Himmlische Balkone und Glockenspiele
11. Jesus begegnete mir
12. Die Stadt Gottes
13. Geheimnisse Gottes
14. Der prophetische Himmel
15. Engelsklassen
16. Schloss der Träume
17. Der Thron Gottes
18. Eine Audienz beim Meister
19. Der andere Ort
20. Das zweite Thronerlebnis
21. «Du wirst zurückgehen»
Epilog: Wo Himmel und Erde sich berühren
Zeugnisse von Errettung, Heilung und Befreiung
Ausgewählte Schriftstellen
Gott regiert und handelt vom Himmel herab
Die Offenbarung des Himmels auf der Erde/Interaktion mit der Erde
Engel als Gottes himmlische Diener und Boten
Die himmlischen Ursprünge Jesu/Mission vom Himmel
Die Natur des Himmels/Gottes Königreich
Jesus Christus regiert vom Himmel herab
Himmlische Aufzeichnungen/Buch des Lebens/im Himmel aufgeschriebene Namen
Himmlischer/Ewiger Lohn
Die Rückkehr Jesu Christi vom Himmel/Herrschaft über die Erde
Unser himmlisches Zuhause/Das ewige Leben
Über den Autor
Weitere Bücher
Ich kann es nicht erklären. Ich kann nur erzählen, was ich gesehen habe - obwohl die menschliche Sprache hier versagt. Die Größe und die Farben dessen, was ich zu Gesicht bekommen habe, die Töne und Gerüche sind wahrhaft unbeschreiblich. Wie könnte jemand einen Ort wie den Himmel beschreiben?
Ich erinnere mich daran, dort Dinge gewusst zu haben, an die ich mich heute nicht mehr erinnern kann – oder nicht mehr erinnern soll. Ich durfte vieles sehen, doch es gab so viel mehr, das zu sehen mir verwehrt war.
Viele andere hatten ähnliche Himmelserlebnisse, und manche der Dinge, die sie gesehen haben, stimmen mit dem überein, was ich gesehen habe. Andere Dinge unterscheiden sich. Wenn Gott dir diesen Ort, den wir Himmel nennen, zeigen würde, würdest auch du unterschiedliche Dinge entdecken. Jeder, der eine solche Erfahrung macht, wird sie anders erleben. Weil jeder von uns eine eigene Persönlichkeit ist und Gott mit jedem von uns auf einzigartige Weise umgeht, werden viele der Dinge, deren Augenzeuge ich werden durfte, von anderen Menschen anders wahrgenommen.
Die Dinge, die ich zu sehen bekam, hatten eine besondere Bedeutung für mich, und sie halfen mir. Ich glaube, dass sie auch den Lesern dieses Buches helfen werden. Jesus sagte mir: «Vergiss niemals, wie sehr ich dich liebe und was ich für dich getan habe. Vergiss niemals, wie sehr ich die Menschen liebe, zu denen du zurückkehren wirst und vergiss nie den Ort, den ich für sie bereitet habe.»
Ich kann es nicht erklären. Ich kann nur von dem erzählen, was ich gesehen habe. Und das ist alles, was ich zu sagen habe.
Rev. Richard Sigmund
Da lag ein Leintuch auf meinem Gesicht.
Oh, diese Schmerzen!
Ich hörte jemanden sagen: «Er ist schon seit Stunden tot.»
Ich setzte mich auf und entgegnete: «Ich bin noch nicht tot.»
Jemand vom medizinischen Personal schrie laut auf. Ein anderer verlor die Kontrolle über seine Blase. Offensichtlich war ich mehr als acht Stunden lang tot gewesen, und man war gerade dabei, mich in die Leichenhalle zu fahren.
Ich spürte, wie sich meine Knochen wieder zusammenfügten. Ich spürte, wie meine Wunden heilten, während ich mich aufsetzte. Und ich konnte atmen und sprechen.
*****
Es war der 17. Oktober 1974. Ich war gerade auf dem Heimweg zu meiner Gemeinde in Bartlesville, Oklahoma, in der ich zu dieser Zeit diente. Gott hatte damals zu mir über das Konzept des blinden und unverzüglichen Gehorsams gesprochen – darüber, was es bedeutete, vor ihm zerbrochen zu sein. Er erinnerte mich daran, dass man ein wildes Pferd erst gebrauchen konnte, wenn es zugeritten und sein Wille gewissermaßen gebrochen war. Ich hatte mit Gott lange Streitgespräche über Gehorsam geführt. Gott hatte mir aufgetragen, jemandem ein Wort der Warnung zukommen zu lassen, und ich wollte es nicht tun. Ich machte mich zwar zu diesem Mann auf, doch ich vermied den direkten Kontakt mit ihm und reiste wieder ab, ohne ihm die Warnung gegeben zu haben. Es gab noch einige andere Probleme in meinem Leben. Ich hatte Schwierigkeiten mit meiner Frau in Arizona – große Schwierigkeiten.
Das Auto, das ich damals fuhr, war ein ziemlich feudaler Luxus-Van. Er war groß und hatte einen dieser maßgeschneiderten Fernseher der 1970er Jahre an Bord, die an einem Schwenkarm von der Decke hingen.
Plötzlich und unvermutet befand ich mich mitten in einem dichten, wolkenartigen Schleier. Es war mir damals nicht bewusst, aber ich hatte einen tödlichen Verkehrsunfall, an dem kein anderes Auto beteiligt war.
«… ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als [das Blut] Abels.»
Hebräer 12,22–24
Gerade noch war ich in meinem Van auf der Straße unterwegs gewesen, und plötzlich befand ich mich in diesem Schleier. Er war wie eine dichte Wolke. Die Farben reichten von Gold über Violett bis hin zu Bernstein, und da war ein helles Licht. Die Wolke pulsierte, während Töne durch sie hindurchgingen. Auch ich ging durch sie hindurch.
Hinter mir konnte ich Leute reden hören. Sie waren ganz nahe. Ich hörte Sirenen und viel Lärm. Und ich hörte die Worte: «Er ist tot.»
Eine Macht zog mich durch eine Wolke der Herrlichkeit. Auf der anderen Seite der Wolke konnte ich Leute singen hören. Sie lachten vor Freude und ich war in völligem Frieden eingehüllt.
Es roch nach Erdbeeren mit Sahne, und ich konnte auch ihren Geschmack wahrnehmen. Es schienen nur wenige Minuten zu sein, in denen ich mich durch die Wolke bewegte – doch eigentlich bewegte sich die Wolke durch mich. Dann wandte ich mich nach rechts und sah etwas, das nach einem Empfangsbereich aussah.
Familienmitglieder begegnen sich
Aus nur wenigen Metern Abstand konnte ich zwei Frauen stehen sehen. Aus irgendeinem Grund wusste ich, dass sie sehr alt waren, obwohl ihr Aussehen dem von Zwanzigjährigen entsprach. Sie waren sehr schön. Sie umarmten einander und schienen voller Freude zu sein, während sie durch den Schleier blickten.
«Er kommt; ich kann ihn sehen. Er kommt. Da kommt er schon.»
Plötzlich kam ein Mann durch den Schleier. Einen Moment lang schien er völlig verwirrt. Er wusste nicht, wo er sich befand. Aber genauso plötzlich hatte er die Frauen erblickt und sie erkannt. Sie begannen, ihn zu umarmen und Gott zu loben und zu preisen. Es war ganz offensichtlich ein freudiges Wiedersehen.
Ein Pastor begegnet seinen Gemeindegliedern
Weiter rechts bemerkte ich eine Gruppe von ungefähr 50 Leuten. Auch sie waren dabei, Gott anzubeten. Viele standen mit erhobenen Armen und priesen Gott. Andere umarmten einander und sagten: «Da kommt er; ich sehe ihn kommen.»
Offenbar warteten sie auf ihren Pastor, der gerade gestorben war. Plötzlich war er in der Wolke. Im Moment seines Erscheinens sah er wie ein sehr alter Mann aus. Doch so schnell, wie er in diese himmlische Atmosphäre eingetaucht war, verschwanden auch all die Falten in seinem Gesicht und sein vom Alter gebeugter Körper richtete sich gerade. Trotz seines hohen Alters sah dieser Pastor nun aus, als sei er Mitte bis Ende zwanzig. Seine Jugend war erneuert worden. Er stand einfach nur da und war völlig verwirrt. Doch im nächsten Moment dämmerte ihm, dass er im Himmel war, und er begann, in Jubel auszubrechen. Er sagte: «Ich möchte Jesus sehen. Wo ist mein Jesus? Ich möchte den Herrn sehen!» Die Leute umarmten ihn und freuten sich mit ihm.
«Oh, du bist es, Bruder, und du bist es, Schwester», sagte er, während er sie mit Namen ansprach. Und wieder sagte er: «Ich möchte Jesus sehen!»
Jemand erklärte ihm: «Oh, er ist gleich da vorne am Weg. Du wirst ihn treffen. Er ist immer zur richtigen Zeit da.»
Eine Mutter begegnet ihrem Baby
Eine Gruppe von ungefähr 35 Leuten zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Sie standen vor dem Schleier und warteten auf jemand ganz besonderen. Sie waren sichtlich aufgeregt und voller Vorfreude.
Die Versammelten waren offenbar schon vor vielen Erdenjahren gestorben, doch an diesem Ort schien es erst gestern gewesen zu sein. Die Menschen, die ich sah, waren schon lange im Himmel zu Hause, und es musste sich dabei um die Kinder, die Schwester und den Ehemann handeln, die nun voller Freude auf diese besondere Person warteten.
«Da ist sie», hörte ich jemanden sagen. Jemand aus der Gruppe trug ein Baby auf dem Arm. Das Baby konnte sprechen und war sich seiner Umgebung völlig bewusst. Es rief mit seiner hohen Babystimme: «Mami, Mami! Da ist meine Mami. Jesus hat gesagt, dass ich ein Baby bleiben und mich meine Mami im Himmel großziehen kann.»
Wie groß ist Gottes Liebe!
In diesem Moment kam eine gebrechliche alte Frau mit zerfurchtem Gesicht und schrecklich schiefen Schultern durch den Schleier. Bei ihrem Eintritt in die himmlische Atmosphäre richtete sich ihr Körper spontan gerade. Ihr gebrechlicher, schiefer Körper wurde so aufrecht, wie er nur sein konnte. Sofort war sie wieder eine schöne, junge Frau, gekleidet in ein strahlend weißes reines Kleid der Herrlichkeit.
Alle jubelten vor Freude, als das kleine Baby in ihre Arme flog. Die beiden waren kurz nach der Entbindung getrennt worden. Die Frau hatte das Konzentrationslager zwar überlebt, aber ihr Baby nicht.
Doch Gott hatte in seiner grenzenlosen Güte dafür gesorgt, dass nichts verloren ging. Die Liebe Gottes ist so groß, dass kein Mensch sie ganz erfassen könnte. Sie ist höher als alles, was Menschen verstehen können. Erst in der Ewigkeit werden wir alles erfahren. Obwohl ich nur ein Beobachter war, liefen mir die Tränen über das Gesicht. Ich teilte ihre Freude – und das tue ich noch immer.
Von Menschen und Engeln im Himmel begrüßt
Meinen Beobachtungen nach ist niemand jemals in den Himmel gekommen, ohne von anderen Menschen begrüßt zu werden (natürlich mit Ausnahme von Abel, dem ersten Menschen, der starb und in den Himmel kam).
Dann bemerkte ich, dass der Pastor, der gerade den Schleier durchschritten hatte, nicht nur von Menschen begrüßt wurde, sondern auch von Engeln. Immer wieder kamen Menschen durch verschiedene Stellen des Schleiers, und überall standen Engel zu ihrer Begrüßung.
Offenbar kann man vom Himmel aus durch den Schleier sehen, von der Erde aus jedoch nicht. Mit anderen Worten: aus unserer derzeitigen Existenz heraus können wir nicht durch den Schleier blicken. Im Himmel hingegen weiß man Bescheid, wenn jemand durch den Schleier kommt. Die Leute im Himmel wussten irgendwie, dass sie im Empfangsbereich sein sollten, wenn jemand ankam. Später erfuhr ich, dass es im Himmel Ankündigungszentren gibt, und die Menschen vor der Ankunft ihrer Angehörigen und Freunde benachrichtigt werden. In einem späteren Kapitel werde ich genauer auf diese Ankündigungszentren eingehen.
Der Schleier erstreckte sich nach links und rechts so weit mein Auge reichte. Ich hatte den Eindruck, dass er in jede Richtung über hunderte von Kilometern verlief. Alle paar Meter führte ein Pfad in den Himmel hinein. Für jeden, der durch den Schleier kam, gab es einen Pfad, der speziell für ihn gemacht war. Auch für mich gab es einen Pfad – meinen Pfad.
Dann hörte ich hinter mir eine Stimme sagen: «Du hast eine Verabredung mit Gott», und ich spürte eine vertraute Berührung.
Obwohl ich nicht sehen konnte, wer hinter mir stand, glaube ich, dass es der Herr Jesus war. Ich erkannte Seine Stimme.
«Er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.»
Psalm 23,3
Der Gedanke durchzuckte mich: «Ich muss an dem Ort sein, den man Himmel nennt!» Was für ein absolut wunderbarer Ort.
Ich stand auf einem Weg aus Gold.
«Auf diesem Weg musst du gehen.» Die sanfte und dennoch feste Stimme machte mir klar, dass ich auf diesen Weg gehörte. Es kam mir nicht in den Sinn, dieser Stimme zu widersprechen, die mir tatsächlich die Stimme Jesu zu sein schien.
Auf dem Weg wurde ich ständig von mindestens zwei Engeln begleitet: einer auf der rechten und einer auf der linken Seite. Ich hatte den Eindruck, dass der Engel zu meiner Rechten hauptsächlich die Aufgabe hatte, mir Dinge zu erklären. Der Engel zu meiner Linken sprach nicht viel, doch er erinnerte mich immer wieder daran, dass ich eine Verabredung mit Gott hatte. Ich glaube, dass er mein Schutzengel war. Wir alle haben Schutzengel, die uns bei unserer Geburt zugewiesen werden. Diese beiden Engel hatten zwar unterschiedliche Aufgaben, aber sie arbeiteten in vollkommener Harmonie.
Der goldene Weg war wie ein Rundgang angelegt. Er führte mich in eine bestimmte Richtung, in die ich offenbar gehen sollte. Er brachte mich zu den Dingen, die ich noch vor meiner Verabredung mit Gott sehen sollte.
Der Weg war knapp zwei Meter breit und er hatte Dichte und Dimension. Ich spazierte durch einen Garten, der sich so weit ich blicken konnte in jede Richtung ausdehnte. Und ich sah große Gruppen von Menschen.
Auf beiden Seiten des Weges wuchs das saftigste, grünste Gras, das ich jemals gesehen hatte, und in seiner Bewegung steckte Leben und Kraft. Auf übernatürliche Weise wusste ich, dass ein abgerissener Grashalm weiter wachsen würde, wenn ich ihn wieder zurücklegte.
Im Himmel gibt es keinen Tod. Nicht einmal für einen Grashalm. Der Tod kann dort nicht sein, weil der Himmel der Ort des ewigen Lebens ist. Der Himmel ist der Ort, an dem das Leben Gottes alles erhält; Gott selbst ist unser Leben und Er ist ewig. Er hat keinen Anfang und Er kann kein Ende haben.
«Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.»
Römer 6,23
«…denn ‘in ihm [Gott] leben, weben und sind wir’»
Apostelgeschichte 17,28
Entlang des Weges wuchsen Blumen in jeder erdenklichen Größe und Farbe. Es gab unzählige Felder voller Blumen, und manche davon waren so groß wie Esstische! Es gab Rosen, die ich auf einen Durchmesser von über einem Meter schätzte, und die auf der Erde vielleicht 25 Kilo gewogen hätten. Während ich vorbeiging, wandten die Blumen mir ihre Köpfe zu. Die Luft war von ihrem Duft erfüllt und sie alle summten. Ich fragte, ob ich eine von ihnen pflücken dürfe, um daran zu riechen. Ich durfte. Es war wunderbar. Als ich die Blume wieder zurücklegte, war sie sofort wieder verwurzelt und wuchs weiter. Wie gesagt – es gibt keinen Tod im Himmel.
Während ich den goldenen Weg entlang ging, fiel mein Blick auf die Himmelskuppel. Ihre Farben reichten von einem zarten Rosa bis hin zum kräftigen Pink, doch sie wies auch dieses kristallklare Blau auf. Und Wolken waren am Himmel – Wolken der Herrlichkeit. Als ich sie näher betrachtete, sah ich, dass diese «Wolken» tatsächlich aus tausenden Engeln und tausend und abertausenden Menschen bestanden, die in Gruppen einhergingen und sangen. Sie schlenderten am Himmel entlang.
Da war ein Park mit Bänken, auf denen man sitzen und miteinander reden konnte. Diese Bänke standen überall. Sie waren aus einer Art massivem Gold gefertigt, doch ihre Form erinnerte mich an schmiedeeiserne Gartenmöbel. Darauf saßen die Leute, redeten und lobten Gott. Sie verbrachten eine wunderbare Zeit mit den Menschen, die gerade durch den Schleier gekommen waren. Andere hatten sich in größeren Gruppen versammelt, um auf die Ankunft ihrer Lieben zu warten.
All die Leute dort bereiteten sich darauf vor, ihre Lieben, die in den Himmel kommen sollten, in Empfang zu nehmen. Ich hörte jemanden sagen: «Wenn er seine Villa sieht, wird er jubeln!»
Etwas durchfuhr mich in meinem Innersten und ich dachte: «Vielleicht hat Gott hier oben im Himmel einen Ort für mich bereitet.»
Der gut gepflegte Park war voll von riesigen, auffallenden Bäumen. Sie mussten mindestens 600 Meter hoch sein und es gab viele verschiedene Arten. Einige waren mir vertraut, andere kannte ich überhaupt nicht. Aber sie waren groß und stark, ohne einen einzigen toten Zweig oder Ast. Nicht einmal ein totes Blatt gab es. Manche der Blätter auf den Bäumen hatten die Form riesiger Diamanten.
Ein Baum, der meinen Blick auf sich zog, war kristallklar und riesengroß – der Durchmesser seiner Krone schien sich über Kilometer zu erstrecken. Man sagte mir, dass es sich um einen Diadembaum handle. Jedes Blatt auf diesem Baum war tropfenförmig wie bei einem Kristallleuchter. Während die Blätter in der sanften Brise gegeneinander stießen, brachten sie beständig den Klang eines Glockenspiels hervor – den wunderschönen Klang von Kristall. Als ich sie berührte, ging gleichzeitig mit dem Klang ein Leuchten von ihnen aus.
