Memento Mori - Joerg Banisch - E-Book

Memento Mori E-Book

Joerg Banisch

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Beschreibung

Selbstkompetenz und der Tod als Ratgeber für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben? In den Augen von Jörg Banisch kein Widerspruch! "Der Tod kann uns dabei helfen, wieder einen Sinn in unserem Leben zu finden, indem er uns hilft unsere Life Balance wiederzufinden und uns zu einem 'Leben im Jetzt' führt." Mit vielen Beispielen, Übungen, Geschichten und Zitaten zum Nachdenken gibt dir dieser lebendige und lebensnahe Ratgeber die nötigen Werkzeuge für ein selbstbestimmtes und glückliches Leben in die Hand.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 214

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Von Jörg Banisch sind bereits folgende Titel erschienen:

Mein Pfad des Erwachens – eine Reise zurück zu mir selbst

Über den Autor:

Jörg Banisch, geboren 1973 in Oldenburg, ist ehemaliger Ausbilder bei der Bundeswehr und Autor. Seine Themen reichen von Achtsamkeit, Stressmanagement und Gelassenheit über Selbstakzeptanz und Selbstkompetenz.

Jörg Banisch nimmt in seinen Büchern die Leser mit auf einen ganz besonderen, von vielen Menschen bereits vergessenen Weg…

Dem Weg zu sich selbst. Dem Weg zu einem gelassenen, selbstbestimmten und glücklichem Leben.

Anhand von Übungen, Tipps, und Geschichten – auch aus seinem eigenen Leben – versucht er seine Leser zu inspirieren, aus der Fremdsteuerung herauszugehen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Jörg Banisch

Memento Mori

Lebe nicht zu spät

© 2018-11-30 by Jörg Banisch

Coverbild: © Pixabay.de

Umschlaggestaltung: Jörg Banisch

Verlag & Druck: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

978-3-7482-0110-6 (Paperback)

978-3-7482-0111-3 (Hardcover)

978-3-7482-0112-0 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages oder des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Für Andrea,

die mich immer Unterstützt und mir jeden Tag zeigt, wie schön das Leben sein kann.

Ich liebe dich mein Schatz.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Memento Mori

Wir dürfen JETZT…

Das bedeutet Leben für mich!

Fang an zu leben!

Jetzt leben!

Auch dies geht vorbei

Wieso dieses Buch ?

Nein – Doch – Oooh

Die Wahrheit

Meine Erlebnisse und Erfahrungen

Ich glaube nicht an Zufälle…

Ein erfülltes und sinnvolles Leben

Verschiebe dich nicht auf später

Was könnten wir für ein schönes Leben haben.

Schätze dein Leben

Schätze was du hast

Schätze dich selbst

Nichts ist selbstverständlich

Ich habe mich entschieden

Wer weiß…?

Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens im Allgemeinen

Genau deswegen

Wozu brauchen wir einen Lebenssinn?

Der persönliche Sinn des Lebens

Produktwechsel nötig?

Selbstkompetenz

Selbstkompetenz – was ist das?

Die Input Ebene

Die inneren Prozesse

Die Output Ebene

Selbstkompetenz für Alle

Unser Startkapital

Leuchtturm und Kompass

Früh übt sich

Erkenne dich selbst

Selbstreflexion

Think on paper

Feedback

Heute hab ich

Ampelreflexion

Kofferreflexion

Die drei Klassiker

Wenn der Schüler bereit ist…

The Work

Die vier Fragen

Umkehrung

Unser Werkzeugkoffer für´s Leben

Gut oder schlecht?

Vorliebe für das Negative

Wieso ist das so?

Die gute Nachricht

Neue Möglichkeiten

Positiv denken

Was wäre, wenn…

Achtsamkeit und viel Übung!

Was bedeutet Achtsamkeit eigentlich?

Das Problem

Immer und immer wieder

Für wen lebst du eigentlich?

Für mich?

Mein Leben hat allen gefallen

Der eigene Tod

Der Tod ist …

…erst der Anfang

…unsere Abschlussprüfung

…unser ewiger Begleiter

JA! – Ich finde das sollten wir!

Der Tod ist erst der Anfang!

Wir leben …

Jeder für sich

Entscheide dich

Mut zur Entscheidung

Freiheit, Weisheit und Gelassenheit

Der König und der Flickschuster

Was ist hier eigentlich los

Der Professor und das rote Buch

Ein glückliches Leben

Die neue „Life-Balance“

Nutze deine Zeit…

Die fünf Bälle des Lebens

Leben in Balance

Prioritäten setzen

Erwachsen werden?

Kind bleiben

Warum kompliziert leben?

Leben im Jetzt

Wir verpassen quasi das Leben selbst!

Lebst du wirklich?

Verschiebe dich nicht auf später!

Positive Aspekte eines Lebens im Jetzt

Autopilot aus

Flexibler werden

Die Lebens-Bibliothek

Bleibe kostbar

Eines Tages Baby

Veränderung

So ein Unglück ist schon etwas Großartiges

To-Do-Liste

Ein neues Ziel setzen

Dankbarkeit – ein Gefühl das glücklich macht ..247

Ein positiver Teufelskreis

Dankbar sein

Tiefe Verbeugung

Geld allein macht nicht glücklich

Danksagung

10 Gebote für ein gutes Leben

Der Schal

Der Mann, der Tiger und die Weintraube

Den Tod brauchen wir nicht zu fürchten

Der Tod – dein Freund und Helfer

Geschichten in diesem Buch

Weiterführende Literatur

Quellenverzeichnis

Vorwort

„Wer ständig glücklich sein will, muss sich oft verändern.“

Sagte einst Konfuzius.

Aber was hatte es zu seiner Zeit für eine Bedeutung im Verhältnis zu unserer Zeit jetzt?

Früher war Veränderung etwas Außergewöhnliches, indem sie auch die Zeit mitbrachte, die Veränderung zu genießen und sie auch wirklich zu spüren.

Heute ändern sich die Dinge im Sekundentakt.

Ob es die Technik oder die digitalen Medien sind, alles dreht sich schneller und intensiver, zugleich wird aber auch alles oberflächlicher.

Was heute neu ist, ist morgen schon wieder überholt. Was ist also wichtig und was nicht?

Diese Frage stelle ich mir häufig und suche nach den passenden Antworten.

Aber ist es nicht die Art der Fragen, die unser Leben entscheidet?

Angenehm und frisch wirkt die Sicht auf die Themen, die der Autor Jörg Banisch beschreibt und mitteilt. Eine Reise von inspirierenden und spannenden Themen, die jeden von uns betreffen. Eine unvergleichliche Sichtweise, die zum Nachdenken und Ausprobieren anregt.

Denn unsere Zeit ist endlich.

 

Artëm Schneider

Coach und Mitbegründer vonwww.youchamp.de

Einleitung

Bild: Pixabay

Memento Mori

Der Ausdruck Memento mori (lat. ‚Gedenke zu sterben‘) entstammt dem mittelalterlichen Mönchslatein und bringt sehr schön auf den Punkt, was wir alle wissen, aber immer wieder gerne verdrängen…

Nämlich, dass der Tod – auch unser eigener Tod – ein Teil des Lebens ist.

Der Tod gehört ebenso zu unserem Leben dazu, wie die Geburt – vielleicht ist er auch nur eine andere Form – eine neue Geburt in eine andere Welt…?

Wir werden uns im Laufe des Buches noch genauer mit diesem Thema auseinandersetzen.

Denn wer sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigt oder beschäftigen möchte, kommt um diese eine Tatsache nicht herum.

 

Um zu sterben bist du geboren

Lucius Annaeus Seneca 1

Das wir sterben müssen, steht seit unserer Geburt fest – nur den genauen Zeitpunkt kennen wir nicht. Was in meinen Augen aber auch nicht wirklich schlimm ist – ganz im Gegenteil…

Denn den meisten Menschen würde es sicherlich eine Heidenangst einjagen, wenn sie wüssten, wie lange sie (nur) noch zu leben hätten.

Auf der anderen Seite – vielleicht wäre es gar nicht so schlecht…

Vielleicht würden wir dann viele Dinge mit anderen Augen sehen und sicherlich auch unsere Prioritäten das ein oder andere Mal überdenken und anders setzen.

Wir würden sicherlich weniger Zeit mit unnützen Aktivitäten vergeuden und unsere kostbare Zeit nicht damit verschwenden uns über uns Selbst oder andere aufzuregen oder zu ärgern.

Wir würden unser Leben jeden Tag so leben, als könnte es der letzte sein!

Oh oh – ich glaube ich höre schon wieder Stimmen!

Stimmen wie…

„…dann müsste ich ja jetzt kündigen – ich würde doch an meinem letzten Tag nicht arbeiten…“ oder „… das kann ich mir gar nicht leisten – so zu leben als wäre heute mein letzter Tag, da würde ich erstmal voll auf die k… hauen und …“

Aber würden wir das wirklich – Party machen ohne Ende, Geld zum Fenster rauswerfen, eine Weltreise starten, dem Chef mal ordentlich die Meinung geigen oder ähnliches?

Ist unser Leben wirklich so schrecklich, dass wir alles noch in den letzten Tag packen würden?

Und wenn ja, wieso ist das so?

Auch mit dieser Frage wollen wir uns in vorliegendem Buch beschäftigen – sollten wir mit dem Leben bis zum letzten Tag warten oder lieber schon heute – JETZT -damit anfangen…?

Ich glaube, die Antwort fällt nicht schwer – oder…?

Wer sich also wirklich und wahrhaftig mit dem Leben auseinandersetzen, wer das Leben in vollen Zügen erleben möchte, mit allen Facetten, allen Möglichkeiten und allen Erfahrungen, die es bietet – positiv wie negativ – kommt um eines nicht herum – der Bewusstwerdung der Vergänglichkeit und Endlichkeit seines eigenen Lebens!

Der Tod gehört genauso zu unserem Leben dazu, wie unsere Geburt!

Wir sollten den Tod nicht fürchten – ganz im Gegenteil!

Wir sollten ihn in unserem Leben willkommen heißen wie einen guten Freund oder einen weisen Ratgeber.

Denn der Tod kann uns den wahren Sinn des Lebens lehren!

Kann uns bewusst machen, dass wir nicht ewig zu leben haben und wir unsere Zeit sinnvoll nutzen sollten…

Endlich wieder anfangen zu leben und nicht nur zu existieren beziehungsweise zu funktionieren!

Das Leben will gelebt werden!

Will neugierig betrachtet, erforscht und entdeckt werden!

Und das in „jedem“ Moment, JETZT und HIER nicht erst am nächsten Wochenende, im nächsten Urlaub oder wenn wir endlich in Rente sind…

Wir dürfen JETZT…

Die Menschheit hat sich in den letzten Jahrhunderten, vielleicht sogar Jahrtausenden genug geplagt, gesorgt, geängstigt und gegenseitig das Leben schwer gemacht!

Wir dürfen jetzt wieder aufwachen aus unserem Dornröschenschlaf der Selbstaufgabe, der Angst, der Fremdsteuerung und damit aufhören!

Aufhören nur zu existieren und wieder anfangen zu leben!

Aufhören uns ungefragt in anderer Leute Leben einzumischen und unser eigenes erstmal auf die Reihe kriegen!

Wir dürfen…

 

☯ Aufwachen und anfangen, das Leben zu genießen, neugierig und offen zu sein.

☯ Die Welt wieder mit Staunen und Begeisterung, auch und gerade über und für die kleinen, alltäglichen Dinge im Leben, zu betrachten.

☯ Mutig und vertrauensvoll die Herausforderungen und Geschenke, die es uns gibt, annehmen und aus ihnen lernen.

☯ Veränderungen und vermeintliche Schicksalsschläge als das ansehen, was sie in Wirklichkeit sind – Chancen zum Wachstum!

☯ Uns aus der Opferrolle entlassen und unser Leben selbst in die Hand nehmen.

☯ Herausfinden, was wir im Leben wollen – und nicht die Menschen um uns herum – und danach leben,

☯ Uns wieder an erster Stelle setzen – denn es ist unser Leben das wir leben!

Nach meiner Überzeugung sind wir nämlich genau dazu hier – um das Leben zu genießen und geistig und mental zu wachsen, uns zu entwickeln, weiter zu entwickeln – jeden Tag aufs Neue und immer wieder!

Das bedeutet Leben für mich!

Also beginne noch heute damit, dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, dein Leben selbst zu gestalten.

So wie es dir gefällt und so wie es dir möglich ist!

 

➢ Entdecke und wage Neues!

➢ Sei mutig – riskiere was für deine Wünsche!

➢ Leben deinen Traum, tanze nach deiner eigenen Musik – auch wenn du nicht jeden damit begeisterst!

➢ Sei ehrlich – zu dir und anderen!

➢ Stehe für deineÜberzeugungen ein!

➢ Schlag ab und zu über die Strenge – Gönn dir was!

➢ Warte nicht auf den perfekten Moment – mach dir selbst deine perfekten Momente!

➢ Gehe neue Wege – auch wenn sie steinig sind.

➢ Sei authentisch.

➢ Freue dich und genieße das Leben.

➢ Sei fröhlich, liebe, lache – kurz…

Fang an zu leben!

Es gibt nämlich noch etwas viel schlimmeres was wir fürchten sollten – mehr noch als den Tod…

… und das hat auch Marc Aurel 2 schongewusst:

 

Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen

wird zu leben! 3

Und auch wenn du es nicht in der Hand hast, nicht entscheiden kannst, wann du diese Welt verlässt – so kannst du aber zumindest entscheiden, wie du sie verlassen möchtest…

Als glücklicher Mensch…

☯ mit dir, deinen Mitmenschen und der Welt im Reinen,

☯ ohne Reue irgendetwas getan oder auch nicht getan zu haben,

☯ mit dir selbst und auch mit deinem Leben zufrieden,

☯ glücklich und zufrieden,

☯ in der Gewissheit, deine Zeit auf Erden so sinnvoll, wie es dir möglich war genutzt zu haben

☯ dankbar für alle Erfahrungen, die du machen durftest,

☯ dankbar für jedes Erlebnis und jede Begegnung in deinem Leben kurz – mit einem Lächeln auf den Lippen und in den Augen oder

Als vergrämter, verbitterter Mensch voller Reue

 zu viel mit Arbeit und zu wenig Zeit mit dir selbst und deiner Familie verbracht zu haben,

 zu wenig von deinen Wünschen und Träumen gelebt und erlebt zu haben,

 zu viel Zeit mit Ärger und Groll verschwendet zu haben,

 zu viel nach den Erwartungen anderer gelebt zu haben, als nach deinen eigenen

 dich und deine Wünsche und Träume zu oft und zu viel auf später verschoben zu haben

Wie immer liegt die Entscheidung ganz bei dir – und nur bei dir …!

In „Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ beschreibt Bronnie Ware sehr eindrucksvoll, was am Ende des Lebens wirklich zählt. 4

Und so viel werde ich dir vorab verraten – es sind nicht Statussymbole, nicht Geld, nicht Macht, keine Titel oder Ruhm!

Jetzt leben!

Und nicht immer alles auf morgen, demnächst oder auf bald zu verschieben.

Das Leben passiert jetzt – JETZT und in diesem Moment!

 

In 20 Jahren wirst du die Dinge, die Du nicht getan hast,

mehr bedauern, als Deine Taten.

Verlasse den sicheren Hafen. Fang den Wind in Deinen Segeln, erforsche,

träume, entdecke.

Mark Twain 5

 Nicht erst am nächsten Wochenende auf der geilen Party,

 nicht im nächsten Karibik– oder Türkei-Urlaub am Strand,

 nicht erst nach dem nächsten fertiggestellten Projekt und erst recht

 nicht erst wenn ich in Rente bin!

Denn eines hab ich gelernt in den letzten Monaten es kann so viel passieren, das Leben ist schneller zu Ende als man vielleicht meint…

Und bevor ich noch etwas, was mir wichtig ist auf eine unbestimmte Zukunft verschiebe – mach ich es lieber jetzt.

 

Was du heute kannst besorgen, verschieb getrost auf morgen.

Denn was du heute kannst erleben, kann dir morgen keiner mehr geben…

Autor unbekannt 6

JETZT – das ist das Leben – mit allem, was gerade passiert, egal ob gut oder schlecht, schön oder doof, Freizeit oder Arbeit, Krankheit oder Gesundheit…

All diese Dinge sind Teil unseres Lebens und gehören zu unserem Leben und unserem Erleben dazu – ob es uns gefällt oder nicht – es ist wie es ist!

 

Das Leben ist wie es ist -

aber es wird, was du daraus machst!

frei nach Byron Katie

Also hadere nicht mit dir, deinen Mitmenschen, deinem Schicksal oder deinem Leben, sondern genieße es

– und fürchte dich nicht vor dem Tod!

Mach was aus deinem Leben und versuche, dir möglichst nur schöne Momente zu schenken – auch wenn das nicht immer klappen wird!

Aber ich habe für mich herausgefunden, dass es schon mal ein guter Anfang ist, meine Zeit nicht für unnütze Sachen und Dinge zu verschwenden. Dinge die mich nicht glücklich machen, die mir keine Freude schenken.

Solche Sachen wie uns oder unsere Mitmenschen zu ärgern, uns aufzuregen und uns gegenseitig das Leben unnötig schwer zu machen.

Oder meine kostbar Zeit mit Zorn, Neid oder Missgunst zu vergeuden.

Ich möchte meine Zeit mit Freude, Liebe, glücklich sein, innerem Wachstum, schönen und schweren Momenten, mit Herausforderungen und deren Meisterung, mit neuen Erfahrungen, mit Niederlagen und Siegen – kurz mit leben verbringen.

Damit ich am Ende mit einem Lächeln auf den Lippen gehen und sagen kann – I did it my way!

Oder wie hat Anthony Hopkins es so schön und treffend gesagt:

 

Keine(r) von uns kommt hier lebend raus!

Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln.

Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne.

Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge.

Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch… Für nichts anderes ist Zeit!

Dem kann ich nur voll und ganz beipflichten!

Ich habe mir genau das vorgenommen und versuche, es so gut wie möglich umzusetzen.

Also genieß dein Leben – und wenn es soweit ist, auch deinen Tod…

Denn eines können wir wohl als gesichert ansehen -sowohl das eine als auch das andere geht wieder vorbei.

Oder …?

Auch dies geht vorbei

Der neue Häftling im Gefängnis war voller Angst und sehr deprimiert. Die steinernen Wände seiner Zelle saugten jegliche Wärme auf. Die harten Eisengitter höhnten dem Mitgefühl. Der Klang aufeinander prallenden Stahls ließ erahnen, hinter wie vielen Toren die Hoffnung weggeschlossen wurde.

Das Herz des Gefangenen war schwer, denn er hatte viele Jahre abzusitzen. Am Kopfende seines Lagers entdeckte er folgende Worte in die Wand geritzt:

„AUCH DIES GEHT VORBEI.“

Dieser Satz half ihm durch diese schwierige Zeit, ge-

nau, wie er wahrscheinlich dem Häftling vor ihm schon Mut gegeben hatte.

Ganz gleich, wie schlimm es wurde. Er sah dann auf die Inschrift und dachte daran: »Auch dies geht vorbei.«

Am Tag seiner Entlassung erkannte er die tiefe Wahrheit hinter diesen Worten. Er hatte seine Strafe abgesessen. Auch die unendlich lang erscheinende Zeit im Gefängnis war tatsächlich vorbeigegangen.

Als er wieder ins normale Leben zurückkehrte, dachte er oft an diese Botschaft. Er schrieb sie auf Fetzen Papier, die er an seinem Bett, in seinem Auto und auf der Arbeit deponierte. Sogar in ganz schlechten Zeiten half ihm dieser einfache Satz, weiter zu machen.

Er entsann sich in scheinbar aussichtslosen Lagen immer der Worte: »Auch dies geht vorbei« und kämpfte sich durch. Die schlechten Zeiten schienen nie sehr lang zu dauern.

Wenn gute Zeiten anbrachen, genoss er sie, aber nie allzu sorglos. Er entsann sich der Worte: »Auch dies geht vorbei« und arbeitete hart an seinem Leben, ohne auch nur das Geringste als selbstverständlich hinzunehmen. Die guten Zeiten schienen immer ungewöhnlich lange anzudauern.

Am Ende seines Lebens flüsterte er seinen Liebsten zu: »Auch dies geht vorbei«, und er fand einen ruhigen Tod.

Seine Worte waren der letzte Liebesdienst für Familie und Freunde. Sie hatten von ihm gelernt: Auch die Trauer geht vorbei.7

Wieso dieses Buch ?

Diejenigen von euch, die schon das eine oder andere von mir gelesen haben, wissen es schon – ich gebe am Anfang meiner Bücher immer gerne eine paar Gedanken oder Gründe an, wieso ich dieses Buch geschrieben habe…

Zu diesem Buch haben mich meine Erlebnisse der letzten zwei Jahre inspiriert.

Es ist in meinem Verwandten– und Bekanntenkreis so viel passiert – Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, kleine Operation mit „großen“ Folgen, Tod und Beerdigungen…

Ich habe in den letzten Monaten sehr oft und immer wieder erfahren müssen, dass das Leben sehr schnell quasi von heute auf morgen – vorbei sein kann!

Krankheiten, Krebs oder Herzinfarkt kommen für uns oft aus heiterem Himmel – in meiner Familie habe ich jetzt einige davon miterleben müssen – oder sollte ich lieber sagen „dürfen“?

Denn so schrecklich solche Ereignisse auch immer sind – so haben sie auch ihr Gutes – denn sie öffnen einem die Augen… Wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

Und genau damit haben wir so unsere Schwierigkeiten – mit dem zulassen beziehungsweise einlassen.

Aber was genau ist der Grund?

Wieso behandeln wir das Thema Krankheit und Tod so „stiefmütterlich“?

Wieso haben wir solche Angst davor?

Wieso gilt dieses Thema, heute mehr denn je, als TabuThema in unserer ach so offenen Gesellschaft?

In den Gesprächen und Unterhaltungen, die ich in den letzten paar Monaten beziehungsweise Jahren geführt habe und die sich dann zwangsläufig auch um das „Ende“ drehen, konnte ich des Öfteren heraushören, dass es nicht unbedingt die Tatsache ist, dass wir vielleicht sterben oder einen geliebten Menschen gehen lassen müssen.

Wir beklagen nicht nur den Verlust.

Meistens gibt es noch einen viel wichtigeren Grund gerade, wenn wir unser eigenes (mögliches) Ende vor Augen haben…

Es ist vielmehr so, dass wir nicht bereit sind zu gehen, weil wir doch noch so viel machen wollten! Wir haben das Gefühl, nicht alles das getan zu haben was wir wollten oder in unseren Augen getan haben sollten…

Wir hatten uns doch fest vorgenommen, unser Leben zu genießen, richtig damit anzufangen, sobald wir in Rente sind und endlich Zeit dafür haben!

Wir wollten doch noch so viel erleben und hatten uns noch so viel vorgenommen.

Und wenn es nicht unser eigener Tod ist, sondern wenn ein lieber Mensch verstirbt, kommt oft unser „schlechtes Gewissen“ zum Vorschein.

Wir hatten uns vorgenommen mehr Zeit mit diesem Menschen zu verbringen…

Wir hatten uns vorgenommen, öfter etwas zusammen zu unternehmen, gute Gespräche zu führen, Essen zu gehen, einfach Spaß zu haben und gemeinsam das Leben zu genießen, eben einfach Zeit mit einander zu verbringen…

Und nun soll diese Zeit, diese Möglichkeit auf einmal schon verstrichen und unwiederbringlich dahin sein?

Ohne das ich je angefangen habe mein Leben – mit mir und mit meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten – zu leben, zu genießen, ist es schon wieder vorbei?

Nein – Doch – Oooh

NEIN – das kann doch nicht sein! DOCH – Das kann es!

Oooh – ich hab doch noch gar nicht alles getan, was ich mir vorgenommen hatte

Was bei Louis de Funés noch lustig ist, verliert auf dem letzten Lager nicht nur ein wenig an Spaß!

Denn dann wird uns schlagartig diese eine Wahrheit bewusst, die die meisten von uns ihr Leben lang versuchen zu verdrängen.

Alles geht vorbei!

Alles ist vergänglich! Alles hat ein Ende!

Die Geschichte aus dem vorigen Kapitel verdeutlicht das sehr schön!

Sie zeigt uns eine der großen Wahrheiten des Lebens.

Die Leser meines Buches „Mein Pfad des Erwachens“ kennen sie bereits.

Die Wahrheit

Nämlich die Wahrheit, dass eben doch alles vorbei geht – und meistens dann, wenn wir nicht damit rechnen oder uns noch nicht bereit dafür fühlen.

Die Wahrheit, dass – egal in was für einer Lage oder Situation du dich befindest, ob es dir gut oder schlecht geht, du glücklich oder traurig bist, harte Zeiten durchmachst oder gerade schöne Zeiten in vollen Zügen genießt – eines ganz sicher ist und das solltest du immer im Hinterkopf behalten…

„Auch dies geht vorbei“ – und das gilt wirklich für jede Lebenssituation!

Aber – wie fast alles im Leben hat auch diese Wahrheit zwei Seiten.

Die schöne, dass auch harte und schwere Zeiten einmal vorbei sind …

… die weniger schöne, dass auch die guten und schönen Momente leider irgendwann wieder vorbei sein können und auch werden…!

Darüber sollten wir uns in jedem Moment im Klaren sein.

Du kennst es vielleicht aus deinem eigenen Leben, hast vielleicht einen lieben Menschen verloren oder sogar selbst bereits an der Schwelle des Todes gestanden.

Oder hast einen anderen schweren Verlust verkraften müssen – du hast also erfahren, das alle Dinge im Leben vergänglich und Endlich sind…

Alles im Leben hat ein Anfang und ein Ende… Doch wie sagte Buddha so schön:

 

Everything that has a beginning, has an ending. Make your peace with that and all will be well.

Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Akzeptiere dies und alles wird gut. Buddha8

Weise Worte – und gerade weil es so ist, sollten wir uns auch nicht davon abhalten lassen, nein – dürfen wir uns nicht davon anhalten lassen – „jeden“ Moment (eigentlich gibt es ja nur den jetzigen Moment – das Jetzt – deswegen die Anführungszeichen. Mehr dazu im gleichnamigen Kapitel) mit jeder Faser unseres Körpers, unseres Herzens, unseres Selbst zu genießen!

Gerade weil auch sie vergänglich sind, sollten wir uns so viel wie möglich Zeit nehmen für die schönen Dinge im Leben…

Allerdings – wenn du mal einen genaueren Blick in deine Vergangenheit wirfst, wirst du dich bestimmt an Augenblicke, Ereignisse und Geschehnisse erinnern, auf deren Erfahrung du zum damaligen Zeitpunkt gerne verzichtet hättest.

Verlust eines geliebten Menschen oder auch eines geliebten Haustieres, das Ende der ersten Liebesbeziehung, Jobverlust, eine große Krankheit oder einen schlimmen Unfall – um nur einige zu nennen.

Aber…

… im Nachhinein haben wir aus ihnen gelernt, positiv wie auch negativ. Sind an Überstandenem gewachsen und aus der einen oder anderen Situation gestärkt hinausgegangen – aus manch anderen auch nicht, aber auch das gehört zum großen Spiel des Lebens.

Zumindest ist es bei mir so gewesen und ich muss sagen, Rückblickend bin ich dankbar für die Erlebnisse und die Erfahrungen, die ich bis jetzt machen durfte.

Dankbarkeit – in meinen Augen auch ein ganz wichtiger Aspekt für ein schönes, glückliches und sinnerfülltes Leben – im gleichnamigen Kapitel werden wir uns deswegen ein wenig näher mit dieser schönen Eigenschaft beschäftigen.

Meine Erlebnisse und Erfahrungen

Sie haben mich dazu inspiriert mich mit mir Selbst, meinen Ängsten, meinen Sorgen, meinen Wünschen, meinen Nöten – kurz – meinem Leben auseinander zu setzen.

Sie haben mich veranlasst, mich Selbst, mein Tun und meine Beziehung zu den Menschen in meinem Umfeld zu hinterfragen – und teilweise auch zu ändern. Sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin – und der gefällt mir!

Natürlich werde ich auch weiterhin daran „arbeiten“, dass es auch so bleibt.

Obwohl – arbeiten ist hier eigentlich nicht das richtige Wort, da es mir inzwischen sehr, sehr viel Spaß macht, mich mit mir, den Menschen und Ereignissen um mich herum, meiner Umwelt – ja mit dem Leben generell und meinem Leben – meinen Selbst – im Speziellen, zu beschäftigen.

Mich selbst besser kennen zu lernen, meine Stärken, meine Schwächen zu kennen und zu erkennen und

– ganz wichtig – auch als Teil von mir zu akzeptieren und liebend anzunehmen.

Mich und meine Meinungen, Erfahrungen und

Glaubenssätze zu überprüfen und gelegentlich vielleicht auch zu hinterfragen, zu ändern oder ganz aufzugeben.

Mich und meine Mitmenschen so zu akzeptieren, wie sie eben sind, sprich Selbstliebe und Mitgefühl zu praktizieren und zu kultivieren.

Mich weiter zu entwickeln und zu wachsen, meine Selbstkompetenz quasi Step-by-Step weiter auszubauen und zu entwickeln – und auch den Menschen in meiner Umgebung dabei zu helfen, ihre zu entwickeln.

Wenn es denn gewünscht wird…

Wir werden uns mit dem großartigen Thema Selbstkompetenz noch im gleichnamigen Kapitel intensiver beschäftigen.

In meinen Augen ist Selbstkompetenz und ihre „Bausteine“ nämlich das „Non plus Ultra“ für ein zufriedenes, gelassenes und sinnerfülltes Leben.

Jedes schöne Ereignis, jede neue Erfahrung, jede neue Erkenntnis macht Lust auf mehr – quasi ein „Teufelskreis“…

… und das Beste – meine Erlebnisse und die daraus resultierten Erkenntnisse und Veränderungen in meinem Verhalten, Denken und Umgang mit mir, meinen Wünschen und meinen Mitmenschen – all dies hat mich sogar so weit gebracht, dass ich mir endlich meinen lang gehegten Lebenstraum erfüllt habe und Autor geworden bin.

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