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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug, Note: 1,0, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Juristische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff „Migrationskriminalität“ nimmt in der Bundesrepublik Deutschland seit längerer Zeit eine zentrale Stellung ein. Immer wieder werden Straftaten Nichtdeutscher von Politikern und Medien in den Blickpunkt der Allgemeinheit gerückt, um auf Probleme der Integration in der BRD aufmerksam zu machen. Diese Arbeit soll sich mit dem Problem der Kriminalität von Migranten in Deutschland befassen. Hierfür werden verschiedene Aspekte beleuchtet, die mittels der Auswertung der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und Erklärungsansätzen in der kriminologischen Forschung analysiert werden. Außerdem wird im Laufe der Arbeit auch auf das Problem der Organisierten Kriminalität (OK) eingegangen, welches eng mit nichtdeutschen Straftätern verwoben ist.
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Veröffentlichungsjahr: 2010
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Juristische Fakultät Wintersemester 2007/08 Lehrstuhl für Kriminologie und Strafrecht Julius-Maximilians Universität Würzburg Kriminologisches Seminar für Nebenfachstudenten
Florian Endres
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Der Begriff „Migrationskriminalität“ nimmt in der Bundesrepublik Deutschland seit längerer Zeit eine zentrale Stellung ein. In Politik, Wissenschaft und der Öffentlichkeit spielt die Kriminalität von Ausländern in Entscheidungen und Publikationen eine Rolle, die das Zusammenleben von Deutschen und Ausländern durchaus beeinflusst. Immer wieder werden Straftaten Nichtdeutscher von Politikern und Medien in den Blickpunkt der Allgemeinheit gerückt, um auf Probleme der Integration in der BRD aufmerksam zu machen. Kriminelle Ausländer werden eng mit einer gescheiterten Integrationspolitik assoziiert. Auch in der Wissenschaft wird das Phänomen der Ausländerkriminalität seit geraumer Zeit genau untersucht. So gingen Aufträge der politischen Entscheidungsträger an kriminologische
Forschungsgruppen, beispielsweise in Bayern.1Spätestens mit Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs in den 50er Jahren kann man Deutschland als Ein- bzw. Zuwanderungsland bezeichnen. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte erfassten Deutschland mehrere Ströme von Einwanderungen. Die letzten großen „Schübe“ erreichten die BRD nach dem
Zusammenbruch des Ostblocks und den Folgen des Balkankrieges in den 90er Jahren.2Mittlerweile muss sich der gesamte europäische Raum auf Zuwanderungsströme vor allem aus Asien und Afrika einstellen.
