Mischkultur im Hobbygarten - Christa Weinrich - E-Book

Mischkultur im Hobbygarten E-Book

Christa Weinrich

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Beschreibung

Traditionelles Wissen im modernen Garten nutzen - Gemüse, Obst und Blumen natürlich anpflanzen und ernten - Bewährte und nachteilige Kombinationen bei Gemüse, Blumen und Obst - Pflanzenanzucht, Bodenpflege, Unkraut regulieren, düngen Profitieren Sie von der jahrzehntelangen Erfahrung von Schwester Christa aus der Abtei Fulda. Hier erfahren Sie, wie Sie auch als ungeübter Gärtner die versierten Pflanzvorschläge zu verschiedenen Kräutern, Gemüse- und Blütenpflanzen erfolgreich umsetzen. Alle Grundlagen zu gegenseitiger Beeinflussung der Pflanzen, optimaler Wachstumsförderung, benötigten Gartenarbeiten und Pflanzenschutz werden ausführlich erläutert. Anleitungen zu den verschiedenen Anbaumethoden in Reihen oder auf Beeten, Leit- und Begleitkulturen, Vor- und Nachkulturen sowie die Fruchtfolge und Mischkultur runden dieses Buch ab.

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Seitenzahl: 168

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Schwester Christa Weinrich

Mischkultur im Hobbygarten

Ulmer E-Books

3., aktualisierte Auflage

33 Farbfotos

25 Zeichnungen

Inhaltsverzeichnis

VorwortMischkultur – was ist das?Der Natur abgeschautPflanzen beeinflussen sich gegenseitigVorzüge der MischkulturVerschiedene WurzeltiefenNährstoffe unterschiedlich nutzenDen Boden beschattenBodenmüdigkeit vorbeugenKrankheiten und Schädlinge abwehrenSich gegenseitig im Wachstum fördernMischkulturenanbau in ReihenGertrud Franck – Pionierin des MischkulturenanbausReihenmischkulturen im JahreslaufFruchtfolge durch jährliches Verschieben der ReihenMischkulturenanbau auf BeetenDas Beet als überschaubare EinheitLeit- und Begleitkulturen – Vor- und NachkulturenErprobte Kombinationen für ein BeetNegative KombinationenFruchtfolge und MischkulturStelldichein von Kräutern und BlumenEin- und ZweijährigeMehrjährigeMischkulturen im ObstbauDie ErdbeeranlageHimbeeren und BrombeerenJohannisbeeren und StachelbeerenObstbäumeHandgriffe im MischkulturengartenDie Pflanzen heranziehenDen Boden pflegenDas Unkraut regulierenDie Pflanzen düngenNaturgemäßer PflanzenschutzPflanzliche SpritzmittelPilzkrankheiten begegnenTierische Schädlinge bekämpfenServiceBezugsquellenVerwendete LiteraturZum WeiterlesenBildquellen
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Vorwort

„Warum hat die Abtei Fulda ihre Erfahrungen im Mischkulturenanbau noch nicht in einer eigenen Schrift zusammengestellt?“ So hat mancher Rat suchende Gärtner schon gefragt und uns gleichzeitig zu verstehen gegeben, dass ein solches Buch auf großes Interesse stoßen würde.

Nun ist es also soweit. Erfahrungen aus mehr als 50-jähriger Mischkulturenpraxis sind in dem vorliegenden Buch leicht verständlich dargestellt, mit vielen Praxisbeispielen für Reihen- und Beetbepflanzungen, mit Zeichnungen und Tabellen. Damit hoffen wir, all jenen einen Wegweiser an die Hand zu geben, die ohne viel Zeitaufwand die Vorteile erprobter Pflanzenpartnerschaften im eigenen Garten nutzen wollen.

Dass dieses Buch entstehen konnte, verdanken wir nicht zuletzt der unermüdlichen Arbeit unserer Gartenschwestern, auch derer, die bereits verstorben sind, außerdem Frau Gertrud Franck († 1996), die uns mit Rat und Tat zur Seite stand und vielen Biogärtnern, die uns ihre Erfahrungen mitteilten. Ihnen allen gilt unser Dank.

Allen, die nach dieser Anleitung planen und arbeiten, wünschen wir gutes Gelingen, reiche Ernten und die Freude, die der Garten trotz aller Mühe, die man in ihn hineinsteckt, reichlich schenkt.

 

Sr. Christa Weinrich OSB

Abtei Fulda

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Mischkultur – was ist das?

Im biologischen Gartenbau ist der Begriff „Mischkultur“ in aller Munde. Gemeint ist damit eine Methode des naturgemäßen Anbaues, die sich seit vielen Jahren bewährt hat. Diese Anbaustrategie steht im Gegensatz zu den Verfahren in großen Gartenbaubetrieben oder der in der Landwirtschaft weit verbreiteten Monokultur.

Monokultur bedeutet: Jeweils nur eine einzige Kultur, eine einzige Pflanzenart, wird auf einer großen Fläche angebaut, daneben auf einem anderen Stück Land wieder eine Pflanzenart für sich allein. Wenn in einem Garten fünf verschiedene Gemüsearten angebaut werden, so gibt es dort beispielsweise ein Kohlbeet, ein Möhrenbeet, ein Gurkenbeet, ein Salatbeet und ein Zwiebelbeet. Im Garten wird gelegentlich anstelle von Monokultur auch der Begriff Gleichkultur gebraucht, während der Begriff Monokultur eher für große landwirtschaftliche Flächen oder große Felder in Freiland-Gemüsebaubetrieben mit je einer Kulturart gebräuchlich ist. So findet man in manchen Gartenbüchern die Ausdrucksweise: „Ein Beet wird mit Zwiebeln in Gleichkultur bepflanzt“. Gemeint ist jedesmal das gleiche, nämlich eine Pflanzenart steht allein für sich auf dem Beet.

In der Mischkultur dagegen werden verschiedene Kulturen miteinander kombiniert. Oft wird reihenweise gewechselt, gelegentlich auch innerhalb einer Reihe. In manchen Gärten verzichtet man ganz auf die Einteilung von Beeten und zieht die Reihen einfach über die gesamte Anbaufläche. Aber auch wenn Sie der einfacheren Handhabung wegen überschaubare Beete anlegen, können Sie auf diesen Beeten die unterschiedlichsten Pflanzen miteinander kombinieren. Deshalb muss Beetkultur nicht im Gegensatz zur Mischkultur stehen, sondern nur dann, wenn auf einem Beet jeweils nur eine Pflanzenart wächst. Wie Sie auf herkömmlichen Gartenbeeten erfolgreiche Mischkulturen anlegen können, zeigen die anschaulichen und praxiserprobten Beispiele.

Beete mit Gleichkultur: auf jedem Beet wächst nur eine Gemüseart.

Der Natur abgeschaut

Warum aber macht man sich die Mühe, unterschiedliche Pflanzenarten zusammen anzubauen, immer wieder neue Kombinationen auszuprobieren, um dann die erfolgreichsten Mischkulturen beizubehalten?

Vieles, was für den biologischen oder naturgemäßen Gartenbau typisch ist, haben wir uns von der Natur abgeschaut. Ein gutes Beispiel hierfür ist der unberührte Wald. Tief wurzelnde Eichen und flach wurzelnde Buchen bilden die erste und zweite Baumschicht, niedrig bleibende Gehölze das darunter liegende Strauchwerk. Krautige Pflanzen wie Wald-Weidenröschen, Fingerhut, Springkraut, Geißbart und Farne bilden die darunter liegende „Etage“ und schieben ihre Triebe bis in die Strauchschicht hinein. Den Boden bedecken Schattengräser, Buschwindröschen, Efeu, Moose und Pilze zusammen mit den jährlich abfallenden Blättern der Bäume und Sträucher. All diese Pflanzen bilden zusammen mit den größeren und kleineren Tieren, die sie beherbergen, und den Bodenorganismen ein großes Ganzes, ein natürliches Ökosystem. Ähnlich ist es mit einer Wiese, auf der die unterschiedlichsten Gräser, Kräuter und Blumen auf kleinstem Raum miteinander wachsen.

Die einzelnen Arten dieser Pflanzengesellschaften haben sich innerhalb großer Zeiträume hinsichtlich ihrer Lebensbedürfnisse aufeinander eingestellt und bilden nun eine Gemeinschaft auf der Grundlage gegenseitiger Konkurrenz um Licht und Wasser, aber auch Hilfeleistung und bestmöglicher Bodenausnutzung.

Auf unseren Feldern und in unseren Gärten wachsen die Pflanzen jedoch nicht wo sie wollen, sondern wo sie sollen. Die typische Kulturlandschaft um Dörfer und kleinere Ortschaften herum zeigt große Flächen einer einzigen Pflanzenart, sei es Weizen, Roggen, Kartoffeln, Rüben oder Mais. Dass solche Pflanzen nicht ohne besondere Düngung und Pflege seitens des Menschen gedeihen können, versteht sich von selbst.

Unsere Mischkulturen im Garten werden zwar nie so ideale Gemeinschaften sein, wie diejenigen, die sich natürlicherweise zusammengefunden haben. Doch wir können von diesen Pflanzengesellschaften lernen und versuchen, unsere Nutzpflanzen im Garten ebenfalls miteinander, nebeneinander und nacheinander anzubauen, so dass sie sich im Wachstum fördern und sich gegenseitig beim Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten unterstützen.

Pflanzen beeinflussen sich gegenseitig

Bereits 1937 veröffentlichte der Botaniker Hans Mollisch ein Werk mit dem Titel: „Der Einfluss einer Pflanze auf eine andere – Allelopathie“, dem noch weitere Arbeiten folgten. Diese gegenseitige Beeinflussung von Pflanzen wird dabei durch arteigene besondere Wurzelausscheidungen hervorgerufen. Manche dieser Wechselbeziehungen sind so auffällig, dass sie unter Biogärtnern hinreichend bekannt sind. Die gegenseitigen Beeinflussungen sind bei Schnittblumen in der Vase oft im Verlauf weniger Stunden oder Tage sichtbar; bei Gemüsepflanzen werden sie meist erst über einen längeren Zeitraum deutlich.

Der Einfluss von geeigneten Nachbarpflanzen zeigt sich nach Winter möglicherweise:

in einem veränderten Resistenzverhalten, so dass sich die Kulturen beim Auftreten einer Pilzinfektion nicht mehr oder kaum noch anfällig für die Krankheit zeigen,

in einem veränderten Wasserhaushalt, so dass sich die Kulturen bei eintretender Trockenheit durch größere Überlebensfähigkeit auszeichnen,

in veränderter Zusammensetzung von Inhaltsstoffen in der Nahrung, die sich erst beim Verzehr durch Tier oder Mensch bemerkbar machen.

Was liegt daher näher, als gezielt nach Pflanzenkombinationen zu suchen, die sich positiv beeinflussen und ergänzen? Die Empfehlungen in diesem Buch beruhen auf langjährigen Versuchen nicht nur im eigenen Garten, sondern auch auf Erfahrungen in anderen klimatischen Gebieten.

Botenstoffe der Pflanzen

Die Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen wird als „Allelopathie“ bezeichnet. Diese „Kommunikation“ untereinander leisten gasförmige Stoffe (Phytonzide), die von den Pflanzen sowohl ober- als auch unterirdisch ausgeschieden werden. Diese Stoffe können die Umgebung der Pflanzen (Mikroorganismen, aber auch Nachbarpflanzen) positiv oder auch negativ beeinflussen.

Ungünstige Nachbarschaften:

Blühender Flieder und Narzissen welken schneller zusammen mit Maiglöckchen in einer Vase.

Vergissmeinnicht vergehen in Nachbarschaft von Narzissen schneller.

Mohn lässt Orchideen schneller abblühen.

Lilien bringen den kurzlebigen Klatsch-Mohn noch rascher zum Verblühen.

Kiefer und Lorbeer, Rosen und Reseden sind Feinde.

Rosensträucher verlieren ihre Blätter, wenn Äpfel in ihrer Nähe lagern.

Wickenkeimlinge wachsen in der Nähe eines Apfels 21-mal langsamer als normal.

Kartoffelknollen hemmen das Wachstum von Wicken.

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Vorzüge der Mischkultur

Der Anbau in Mischkulturen bringt für unsere Kulturpflanzen weit mehr Vorteile mit sich, als gemeinhin angenommen wird. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass einige positive Wechselbeziehungen nicht in allen klimatischen Zonen und unter allen Umständen bestätigt werden konnten. In langjährigen Anbauversuchen bekräftigen unterschiedliche Argumente die Vorzüge des Pflanzenanbaus in Mischkultur.

Verschiedene Wurzeltiefen

Die Vorteile unterschiedlicher Wurzeltiefen verschiedener Pflanzen kommen gerade bei Mischkulturkombinationen zum Tragen. Wir kennen Gemüsearten, die fast nur die oberste Bodenschicht durchwurzeln und ausnutzen – so genannte Flachwurzler. Zu den Flachwurzlern gehören beispielsweise Gurken und Radieschen. Würden aber immer nur Flachwurzler angebaut, hätte man nach geraumer Zeit mit erheblichen Nährstoffverlusten zu rechnen. Bis zu einem Drittel der Nährstoffe wird durch Regen- und Gießwasser in den Untergrund transportiert. Weil aber die Flachwurzler nicht bis in den Untergrund hinabreichen, würden diese Nährstoffanteile verlorengehen, wenn nicht ein planvoller Wechsel oder eine Zusammenpflanzung von Flach- und Tiefwurzlern dafür sorgen würde, dass auch diese Nährstoffe ausgenutzt werden.

Die Tiefwurzler, deren Wurzeln sehr weit (bis zu 1 m und mehr) in den Boden eindringen, können nämlich die Nährstoffe noch binden, die zu versickern drohen. Darüber hinaus erschließen sie durch ihre Rückstände wiederum für nachfolgende Flachwurzler die zurückgehaltenen Nährelemente. Durch ihr Vordringen schaffen sie außerdem Wurzelröhren, über die andere Pflanzen in tiefe Bodenzonen vordringen können. Je tiefer aber eine Pflanze in den Boden vordringt, um so besser kann sie sich mit Nährstoffen aller Art versorgen und um so leichter übersteht sie auch gelegentliche Trockenperioden. Zu den Tiefwurzlern zählen die Hülsenfrüchte wie Dicke Bohnen, außerdem Tomaten.

Nährstoffe unterschiedlich nutzen

Nicht nur die unterschiedliche Wurzeltiefe verhindert, dass Nährstoffe verloren gehen, sondern auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen. In den meisten Düngemitteln, auch in den organischen, ist ein immer gleiches Nährstoffangebot enthalten. Wenn nur jeweils eine Pflanzenart angebaut wird, bleiben notgedrungen einige Nährstoffe ungenutzt und gehen durch Versickern in den Untergrund verloren. Dass aber ein Überangebot von unerwünschten Nährstoffen auch zu Wachstumshemmungen führen kann, veranschaulichen die folgenden Beispiele:

A) Ein Beet wird mit Sellerie in Monokultur bepflanzt. Der Sellerie kann aber nur jeweils wenige Anteile aus dem Nährstoffangebot verwenden. Er verbraucht unnötige Energie, denn er muss jeweils länger mit seinen Wurzeln nach der richtigen Nahrung suchen und unerwünschte Nährstoffe zurückdrängen und bleibt daher klein. Die nicht verwerteten Nährstoffe versickern ins Grundwasser.

B) Wird jedoch der Sellerie in Mischkultur mit Blumenkohl angebaut, so bewirkt das folgendes: Was der Sellerie nur in beschränktem Umfang verwenden kann, ist für den Blumenkohl ein wachstumsfördernder Nahrungsanteil. Die unverwerteten Nährstoffe werden also der unmittelbaren Umgebung der Selleriewurzeln entzogen. In der Praxis weiß man seit langem, dass Blumenkohl zwischen Sellerie besonders gut gedeiht und umgekehrt. Zudem hält Sellerie mit seinem Duft Kohlschädlinge ab, so dass diese Kombination in dreifacher Hinsicht empfehlenswert ist:

Schädlinge werden abgewehrt

Nährstoffe werden besser ausgenutzt

Wachstum wird gefördert

Einen ähnlichen Fall – was die Ernährungswünsche betrifft – finden wir in der Kombination von Tomaten mit Weiß- oder Rotkohl und Wirsing.

Beet mit Mischkultur: Unterschiedliche Gemüsearten und Kräuter wachsen auf einem Beet.

Den Boden beschatten

Auf einer Wiese wird der Boden durch das dichte Dach der grünen Blätter, im Wald zusätzlich noch durch das jährlich herunterfallende Laub vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Wie wichtig diese Schattengare ist, hat man in letzter Zeit in der Landwirtschaft wieder neu entdeckt. Man versucht hier, den Zwischenfruchtanbau zeitlich so einzupassen, dass bestimmte Feldfrüchte die Beschattung des Ackers nach der Ernte des vormaligen „Schattenspenders“ übernehmen.

Im Gemüsegarten kann zwischen Pflanzen wie beispielsweise Dicken Bohnen, die lang und hoch wachsen, deren Blätter jedoch nicht breit genug sind, die Sonne ungehindert einstrahlen. Ist dann der Boden unbedeckt, trocknet er schnell aus, es bildet sich eine zusammenhängende feste Kruste, die bisweilen sogar rissig wird. Durch diese Risse wiederum verdunstet fortwährend aus tieferen Bodenschichten Feuchtigkeit, die die Pflanzen dringend benötigen würden. Als Folge der Bodenverhärtung kann das von den Wurzeln ausgeschiedene und von der organischen Substanz im Boden ausgeatmete und freigesetzte Kohlendioxid nicht mehr an die Erdoberfläche entweichen. Es reichert sich um die Wurzeln herum an und hemmt die Wurzelatmung. Aus dem gleichen Grund kann der für die Wurzeln und für die Bodenbakterien nötige Sauerstoff nicht in den Boden eindringen. So ist es kein Wunder, dass solche Pflanzen im Wachstum nachlassen und von Schädlingen und Krankheiten befallen werden.

Sät man jedoch zwischen die Reihen der Dicken Bohnen Spinat oder Melde, so werden die schnell wachsenden niedrigen Blätter den Boden wie kleine „Sonnenschirme“ beschatten und bei Platzregen die scharfen, harten Tropfen abfangen und fein zerteilt auf die Erde entlassen. So können sie nichts von der Bodenkrume wegschwemmen oder verschlämmen. In einem solchen Boden und mit dieser Nachbarschaft fühlen sich die meisten Gemüsepflanzen wohl, gedeihen prächtig, und der Gärtner kann außer der Hauptkultur auch noch Spinat und Melde ernten.

Bodenmüdigkeit vorbeugen

Bodenmüdigkeit entsteht, wenn jahrelang auf einem Stück Land die gleiche Kultur angebaut wird. Trotz gleich bleibender Düngung und Pflege geht der Ertrag langsam zurück. Am auffälligsten findet man diese Erscheinung in Rosenzuchtbetrieben. Werden alte Rosenstöcke gerodet und neue auf den gleichen Platz gepflanzt, so bleiben diese oft stark im Wachstum zurück, so dass man sogar von „rosenmüden Böden“ spricht. Da unsere Kern- und Steinobstarten ebenfalls zur Familie der Rosengewächse gehören, stellt sich auch hier leicht Bodenmüdigkeit ein, wenn Kernobst nach Kernobst und Steinobst nach Steinobst gepflanzt wird.

Um eine solche Bodenmüdigkeit zu verhindern, wird in der Landwirtschaft sowie in Gemüsebaubetrieben viel Wert auf den jährlichen Fruchtwechsel gelegt. In Betrieben mit Spezialkulturen ist dies jedoch nicht möglich. Aber hier kann durch einen Mischkulturenanbau die Bodenstruktur verbessert werden. Setzt man beispielsweise zwischen Rosen Studentenblumen (Tagetes), bleibt die Bodenmüdigkeit aus und die Rosen können nun wieder am selben Standort gepflanzt werden. Dasselbe gilt natürlich auch für andere Pflanzenkombinationen. Immer da, wo nicht eine Kulturart allein, sondern mehrere Arten miteinander wachsen, ist die Gefahr der Bodenmüdigkeit gebannt.

Ursachen von Bodenmüdigkeit

Einseitige Nährstoffausnutzung

Ansammlung von hemmenden Wurzelausscheidungen

Entstehung einer einseitigen Mikroorganismenflora, die den Wurzelbereich umgibt und die Nährstofflösung einseitig reguliert

Entwicklung von Krankheitskeimen oder Schädlingen, die nur eine Pflanzenart befallen

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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