Mission Odysseus - Benetton Blake - E-Book

Mission Odysseus E-Book

Benetton Blake

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Beschreibung

Seit vielen Jahren ist sie verschollen, gilt als zerstört. Als ein Bergungsunternehmen ein Notsignal des Forschungsschiffes Odysseus empfängt wird das Bergungsschiff Saorsa entsandt, um die Umstände zu überprüfen und das Schiff zu bergen. Das verlassen in einem Nebel liegende Schiff scheint unberührt von der Zeit, doch bald stellt sich heraus, dass es wohl doch nicht so verlassen ist wie gedacht...

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Veröffentlichungsjahr: 2021

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Impressum
Kommandobrücke
Maschinenkontrolle
Crewquartiere
Krankenstation
Saorsa
Angeles
Über den Autor

Impressum

Copyright © 2021 Benetton Blake

 

Benetton Blake

c/o AutorenServices.de

Birkenallee 24

36037 Fulda

 

www.benettonblake.com

 

Alle Rechte vorbehalten.

ISBN: 978 3 7546 2331 2

Kommandobrücke

Ein lautes Scheppern ließ sie zusammen zucken und sich verängstigt umsehen. War da jemand? Das Kommandodeck der Odysseus lag still und tot da, ganz so wie noch vor einem Moment, nur auf dem Boden lag jetzt ein Metalltablett neben einer zersprungenen Porzellantasse. Sie war vermutlich ungünstig gelandet, als Kensington vor einigen Minuten die künstliche Gravitation wiederhergestellt hatte, und nun war sie über die Kante der Konsole gerutscht.

„Nicht so schreckhaft“, mahnte sie sich selbst, als sie sich wieder an die Arbeit machte.

„Jensen an Aquila!“

Der Ruf aus ihrem Kommunikator ließ sie erneut zusammenzucken.

„Hier Aquila, ich höre.“

Langsam näherte sich ihr Puls wieder einem verträglichen Tempo.

„Ihr Status, Lieutenant?“

„Ich bin auf dem Kommandodeck und habe meine Suche begonnen. Die Systeme haben wohl einiges abbekommen, daher kann es etwas dauern, bis ich die Logbücher gefunden habe. Und ich vermute, sie werden nur mit viel Glück unbeschädigt sein.“

„Verstanden, melden Sie sich, sobald sie neue Informationen haben. Standardruf erneut in .01.“

 

Mit einem leisen Knacken schloss sich der Kanal und die unheimliche, absolute Stille kehrte zurück. Joanne ‚Aquila‘ Najjar wandte sich wieder ihrer Arbeit zu und wühlte sich durch die Tiefen der Datenspeicher des Systems. Ihr war klar, dass das kein militärisches Schiff war, doch konnten die Speicherstrukturen nicht dermaßen unterschiedlich sein. Dann endlich, die Suchalgorithmen hatten die Dateien officialCrewLogs.cit.dbcf und privateCrewLogs.cit.dbcf in einem tiefen Unterverzeichnis des Systems ausgemacht.

„Aquila an Jensen.“

„Hier Jensen.“

„Ich habe die Datenbank Collection-Files der dienstlichen und der privaten Logbücher der Crew ausfindig gemacht. Wie ich befürchtet hatte, sind sie jedoch scheinbar stark beschädigt.“

Sie atmete tief durch.

„Ich werde einige Zeit brauchen, um mit Kennys Wunderkasten Daten aus den einzelnen Crew-Dateien darin zu erhalten. Vermutlich werden es aber nur Teileinträge werden.“

„Verstanden, machen sie weiter.“

Wieder schloss sich der Kanal mit einem leisen Knacken.

Lieutenant Najjar blickte sich kurz auf dem Kommandodeck um, dann wandte sie sich wieder der Konsole zu.

„Ich muss raus aus diesem Anzug“, raunte sie zum leeren Raum und begann sich die klobigen Handschuhe auszuziehen.

Die Lebenserhaltung war das Erste, was Kensington auf diesem alten Schiff wieder in Funktion gesetzt hatte, aber sie hatte bisher einfach keine Gelegenheit über die Unbequemlichkeit in ihrem Raumanzug an einer Konsole zu arbeiten nachzudenken.

Sie hatte den oberen Teil des Anzugs abgelegt und wollte grade aus der Hose steigen, als sich die Zugangstür mit lautem, metallischem Schaben öffnete. Wieder zuckte sie zusammen und wäre beinahe auf ihrem Hintern gelandet.

„Aber hallo, da komme ich ja genau richtig“, schallte es von der Tür in den Raum.

Dort stand Michaela Tapia, die von den meisten, trotz des in Wahrheit fehlenden Titels, Doktor Tapia genannt wurde.

„Tolle Nummer“, blaffte Najjar, „ich hab fast einen Herzinfarkt bekommen.“

Tapia hob beschwichtigend die Hände.

„Entschuldige, Joanne. Aber woher sollte ich denn wissen, dass du auf der Brücke grade einen Striptease hinlegst? Dafür kann ich mir nun wirklich bessere Orte und Momente vorstellen.“

Zwei Sekunden blickte Najjar mit grimmig zusammengekniffenen Augen zu Tapia, dann stieg sie umständlich aus der klobigen Hose.

„Und? Etwas gefunden, Doc?“

„Ich weiß nicht“, erwiderte die Ärztin, „das ganze Schiff ... Irgendwie erinnert mich das Alles an die Reskar.“

„Ehrlich?

---ENDE DER LESEPROBE---