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Viel wird erzählt über die "andere Welt", aber was hat es wirklich damit auf sich? Wird magische Kraft und ein schnelles Schwert ausreichen, die Schrecken zu überstehen, die jenseits des Portals auf Rito und Xam warten? Oder brauchen sie eine ganz andere Art der Heldenhaftigkeit, um dort zu bestehen? Wer sagt die Wahrheit? Der alte Mann oder die mysteriöse Fremde aus der Dunkelheit? Womöglich sogar beide? Die Freunde begeben sich auf die Suche nach einer Antwort - und treffen eine folgenschwere Entscheidung. Die Geschichte entstand im Rahmen eines Wettbewerbs und ist nun regulär erhältlich!
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Seitenzahl: 17
Veröffentlichungsjahr: 2019
Iris Brandt: Mit anderen Augen
„Also... was denkst du? Gehn wir durch das Portal oder nicht?“ Rito ließ seinen Stab mit solcher Wucht auf den Kopf des Banditen herunterkrachen, dass der magische Kristall an der Spitze Funken schlug und den Burschen mit einer Schockwelle zu Boden schickte. Rito wirbelte triumphierend seinen Stab und setzte elegant über den Körper hinweg. Xam trat wuchtig nach seinem eigenen Gegner und warf ihn gegen den Kerl mit der Armbrust, der mit siegessicherem Grinsen auf Xam angelegt hatte. Beide wurden zu Boden geschleudert und der Bolzen sauste in den nächsten Baumwipfel. Rito sah seinen Blutsbruder erwartungsvoll an, während er einen aus dem Gebüsch springenden, wild mit seiner Waffe fuchtelnden Räuber mit einem Windstoß in selbiges zurückbeförderte, aber Xam dachte noch nach. „Ich finde, es klingt irgendwie zu gut, um wahr zu sein. Bringen wir doch erstmal den Auftrag für den König zu Ende.“ Xam parierte den Axthieb des Anführers der Bande mit seinem Schild, und ließ sein Schwert auf dessen Schulter heruntersausen. Der Bandit wich im letzten Moment aus und entging so der Zweiteilung. Rito rollte die Augen und in seiner Hand loderte eine Flamme auf, die rasch größer wurde. „Oder es ist genau das Richtige für uns. Überleg doch mal: Schätze, Wunder, Abenteuer... Schätze! Außerdem ist das Reich seit unserem letzten Einsatz kaum noch bedroht.“ Mit einer oft geübten Bewegung jagte er den Feuerball zwischen die Zelte, die sofort zu brennen anfingen. Erschrockene Rufe wurden laut und die ersten Banditen ergriffen die Flucht. Der Anführer der Bande sah sich mit wachsender Panik um, als seine Leute ihn einer nach dem anderen im Stich ließen. Xam nutzte die mangelnde Aufmerksamkeit und stieß ihm das Schwert mitten ins Herz. Mit weit aufgerissenen Augen starrte der Mann auf den massiven Stahl, der ihm aus der Brust ragte, doch nur so lange, wie Xam brauchte, das Schwert mit einem Ruck wieder herauszuziehen und die Waffe herumzuwirbeln. Der Hieb trennte den Kopf des Banditen sauber von dessen Schultern.
