9,99 €
Dieses Buch soll Krebspatienten, den Angehörigen und Freunden als Leitfaden dienen. Leichtverständlich führen Onkologen und Fachärzte an das Thema Krebs heran. Gemeinsam erklären wir, wie Krebs entsteht, wie es zu Metastasen kommen kann und, wie das Immunsystem funktioniert. Wir erläutern die bildgebenden Verfahren, wie zum Beispiel MRT, CT, PET/CT, Röntgen usw. Und wir erklären Ihnen, warum andere Länder die Mammographie bereits wieder verbannt haben. Sie erfahren, wie eine Chemo- und Strahlentherapie abläuft und Nebenwirkungen, mit völlig natürlichen Mitteln, möglichst geringgehalten, im Idealfall sogar ganz ausgeschaltet werden können. Wichtig ist, wie jeder Patient mit einer einfachen Blutabnahme, bereits im Vorfeld einer Chemotherapie, feststellen kann, ob und wie gut diese tatsächlich wirkt. Darüber hinaus verraten wir Ihnen, warum eine Chemotherapie noch viel effektiver sein kann, wenn man zuvor zwei drei Tage lang fastet. Sie erhalten viele wichtige Informationen zu Brust- und Prostatakrebs ect. Und Sie wissen anschließend viel über Anti-Hormon-Therapien, deren Wirkungen und Nebenwirkungen, genauso zu Antikörpern, Checkpoint-Inhibitoren usw. Plötzlich können Sie Tumorformeln im Handumdrehen selbst entschlüsseln. Überlassen Sie nichts dem Zufall. Haben Sie stets selbst ein Auge auf den Therapieverlauf. Wir sagen Ihnen, wie das ganz einfach geht. Methadon ist ein viel diskutiertes Mittel. Wir besprechen selbstverständlich naturheilkundliche Verfahren, wie z. B. die Misteltherapie, gezielte ausleitende Verfahren, die Therapie mit Heilpilzen usw. Und wir verraten, wie Sie sich maximal und ganz natürlich vor gefürchteten Krankenhauskeimen (MRSA) schützen können. Selbst Olivenöl, Grüntee, Brokkoli & Co., generell Mikro- und Makronährstoffe (Ernährung), finden ausreichend Platz in diesem Buch. Und wer seiner Seele etwas Gutes tun will, dem kann diese erfolgreiche und von Onkologen empfohlene Meditation helfen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 352
Veröffentlichungsjahr: 2020
Der Autor
Über acht Jahre lang plagen Horst Boss permanent schwerste Erstickungsanfälle, bis ihn ein Arzt (Homöopath), im Alter von 19 Jahren, in knapp 10 Monaten, endlich lebenslang von seinem Martyrium befreit. Mit Komplex-Homöopathie, die eigens für ihn zusammengestellt wird.
Mit 27 besucht er, parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit, eine Heilpraktiker-Schule. Zur Prüfung meldet sich Horst Boss aber erst 2004 an, nachdem sein Geschäftspartner an Krebs erkrankt ist und daran verstirbt. In der Zwischenzeit schafft er es jedoch, an vielen Heilpraktiker- und Ärzteweiterbildungen teilzunehmen. Seine heutigen Praxisschwerpunkte sind: Immunmodulation (Autoimmunerkrankungen, Allergien, Krebs komplementär) sowie Magen-/Darm-/Stoffwechselerkrankungen und Schmerztherapie. Von 2005 bis 2011 ist er Beisitzer im Prüfungsausschuss „Heilpraktiker-Prüfungen“, beim Gesundheitsamt München Land. Horst Boss ist Mitglied im „wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Naturheilbund (DNB)“.
Seit Jahren nimmt der Medizinjournalismus einen immer größeren Stellenwert ein. Seine Infos bezieht Horst Boss vorwiegend aus erster Hand. Die Publikationen erscheinen in Fachzeitschriften. In seinen Referaten plädiert er stets eindringlich für die Kombination „Schul- und Komplementärmedizin. Zwei Gebiete, die sich, wie er in der Praxis ständig sieht, ideal ergänzen.
Dies ist gerade auch in der Onkologie der Fall. Leider gibt es unter den Medizinern immer noch zwei große Lager: Die schulmedizinischen Hardliner, aber zum Glück auch immer mehr renommierte Schulmediziner, die längst die Vorteile der Komplementärmedizin erkannt haben und diese erfolgreich anwenden. Ganz zum Wohl der oft leidgeplagten Patienten. Horst Boss hat dieses Buch geschrieben, damit sich Patienten und Angehörige einerseits schnell und umfassend zum Thema Krebs informieren können. Experten geben viele wertvolle schulmedizinische und naturheilkundliche Empfehlungen. Andererseits soll das Buch zu Diskussionen anregen.
Horst Boss
Mit
Krebs
besser und länger leben
Wie dir die Natur hilft
Empfehlungen aus der Praxis
Onkologen, Internisten & Nuklearmediziner sprechen Klartext
Präzise Antworten auf entscheidende Fragen
Cover: iStock ClintSpencer
© 2020 Horst Boss
Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen. Das gilt auch für einzelne Teile. Ohne Genehmigung des Autors darf kein Teil in irgendeiner Form, zum Beispiel durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren, reproduziert beziehungsweise unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
ISBN
Paperback
978-3-7497-7148-6
Hardcover
978-3-7497-7149-3
e-Book
978-3-7497-7150-9
Horst Boss
Mit
Krebs
besser und länger leben
Inhalt
Widmung
Für uns geht das Leben weiter
Danke
Allen Beteiligten
Vorwort
Dieses Buch soll Menschen helfen
Zum Inhalt
Der Patient spielt die Hauptrolle
Mediziner trifft es selbst auch
Zwei Eindrücke von vielen
Wir werden immer kränker
Eigene Gedanken
Trotz High-Tech und Wissenschaft
Nichtalkoholische Fettleber
Krebs entsteht
Allgemein betrachtet
Unsere Immunabwehr
Ähnlich strukturiert wie unser Land
Betrachten wir unser Immunsystem einmal genauer
Unspezifische Immunabwehr
Spezifische Immunabwehr
Krebszellen können sich dem Immunsystem entziehen
Eigentlich soll das Immunsystem schützen
Bildgebende Diagnostik
Röntgen, CT, MRT, PET/CT, Ultraschall, Szintigraphie usw.
Mammographie
International kontrovers diskutiert
Discovering Hands
Medizinische Tastuntersuchung
Labor-Tests
NK-Zellfunktions- und Modulator-Test
Hochsensible Krebs-Marker TKTL1 und APO10
Maintrac
Dia Pat
PSA-Wert
Diagnose mit kalter Schnauze
Im Labor bei Dr. Wolfgang Schröder
Hunde können Krebs erschnüffeln
Diese Aufgabe kann nur das Immunsystem lösen
Wir müssen wahrscheinlich umdenken
Schulmedizinische Therapien
Chemotherapie
Zytostatika
Strahlentherapie (Radio-)
Checkpoint-Inhibitoren Antikörper
Monoklonale Antikörper
Avastin
Herceptin bei Brustkrebs
Antihormon-Therapie
Aus der Sicht eines Onkologen
Schul- und Komplementärmedizin ergänzen sich
Onkologische Notfälle
Wirksamer Schutz gegen Bakterien und Viren
MRSA-Krankenhauskeime – so können Sie sich schützen
Geben Sie Viren keine Chance
Zwei Außenseiter
Methadon
Der Grüne Knollenblätterpilz kann das Krebswachstum hemmen
Komplementäre Methoden
Omega 3-Fettsäuren
Ubichinon (Q10)
Thymus
Ausleitung
Mikrobiom
Heilpilze (Mykotherapie)
Biobran
Misteltherapie
Enzyme
Mikroimmuntherapie
Nonisaft
Mikro- und Makronährstoffe
Eisen, Vit. A, B-Vitamine, Vit. C, Vit. D
Wertvolle Makronährstoffe
Sulforaphan (Brokkoli) & Co
Grüntee
Olivenöl
Und noch etwas
Nehmen Sie Tagatose anstatt Zucker
Krebspatieten gehören nicht auf die Couch
Die BKK-ProVita und ihr Vorstand
Chronobiologie und Meditation
Leben mit den Rhythmen der Natur
Maly-Meditation
Verwandte und Freunde
Wo sind sie plötzlich
Mein persönlicher Check
Darauf achte ich
Schlusswort
Widmung
Für uns geht das Leben weiter
Dieses Buch widme ich meiner Lebensgefährtin Evelyn. Seit knapp 40 Jahren sind wir zusammen. Sie ist es, die im März 2014 die Diagnose „Stein im Pankreasschwanz“ und „Tumor im Pankreaskorpus“ erhält. Wir haben drei lange Monate hart gekämpft. So lange hat es nämlich gedauert, bis die zwischenzeitlichen Fehldiagnosen endlich alle vom Tisch sind. Zwei große Operationen innerhalb vier Monaten folgen. Durch unsere Hartnäckigkeit und viel Glück geht das Leben weiter!
Danke
Allen Beteiligten
Das Buch entstand nicht von heute auf morgen. Viel Vorarbeit war nötig. Krebs ist ein äußerst heikles Thema. Die Interviews habe ich mit renommierten Wissenschaftlern, Onkologen, Fach- und Laborärzten geführt. Die Fragen und Antworten werden hier wortwörtlich wiedergegeben. Vor Druck wurden die Interviews den Interviewpartnern zur Freigabe nochmals vorgelegt.
Die Idee, Krebspatienten und deren Angehörige möglichst verständlich zum Thema zu informieren, hat schnell überzeugt. Gemeinsam bringen wir Ihnen das Thema „Krebs“ näher. Und wir geben Ihnen viele Informationen, für ein hoffentlich besseres und möglichst langes Leben mit Krebs.
Danke allen, die am Buch mitgewirkt haben.
Horst Boss
Vorwort
Dieses Buch soll Menschen helfen
Dieses Buch ist für Menschen gedacht, die, von heute auf morgen mit der Diagnose „Krebs“ zurechtkommen müssen. Es ist kein Fachbuch, in dem für Laien alles wissenschaftlich und schwer verständlich, haargenau und bis ins kleinste Detail, erklärt wird. Das Buch ist ein gut verständliches Hilfsmittel, das Krebspatienten und den Angehörigen einen schnellen und guten Überblick zu unmittelbar anstehenden Krebs-Therapien, wichtigen und sinnvollen komplementärmedizinischen Behandlungen (leider oft vernachlässigt) als auch weiteren Maßnahmen verschaffen soll. Führende Onkologen, Wissenschaftler, Fach- und Laborärzte kommen zu Wort. Anschaulich weisen sie zum Beispiel auf, leider Gottes, allzu oft vertane Möglichkeiten bei Therapien hin, zeigen Lösungen auf und geben viele wertvolle schulmedizinische und komplementär-medizinische (naturheilkundliche) Ratschläge.
Nach Herz-/Kreislauferkrankungen ist Krebs mittlerweile die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten haben Krebsneuerkrankungen kontinuierlich zugenommen. Und laut einer Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten diese sich bis 2030 sogar fast verdoppeln. An der Spitze rangieren Brust- und Prostatakrebs, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs. Aufgrund neuer Therapien leben Menschen mit Krebs heute im Durchschnitt vier Jahre länger als früher. Die meisten Krebspatienten sterben jedoch im Alter von 74 Jahren.
In den Medien wird ständig berichtet, wie weit fortgeschritten unsere Medizin ist. Gehen wir dann ins Eingemachte, so sieht die Sache halt oft ganz anders aus. Vielleicht sind wir in 10 oder 15 Jahren tatsächlich einen großen Schritt weiter. Kann ja sein. Ansätze gibt es genügend. Nur, dasselbe hat man vor 20, 30 und 50 Jahren auch schon gedacht. Ich schreibe dieses Buch jedenfalls für „jetzt“. Für Menschen, die jetzt den einen oder anderen Ratschlag benötigen und nicht erst in ferner Zukunft, wenn sie vielleicht schon lange tot sind.
Bei Krebs kommt man meistens um Operation, Chemo, Bestrahlung usw. nicht herum. Wenn man aber mit neuen, gerne als „innovativ“ bezeichneten Medikamenten lediglich 10 bis 12 Tage länger lebt als bisher, dann ist das noch kein Fortschritt, sondern einfach nur Blödsinn. Konkret erlebt bei der Einführung eines neuen Herzmedikaments. Bedenken Sie: Bei den bisherigen Medikamenten kennen wir die Nebenwirkungen mittlerweile sehr genau. Wir haben gelernt, damit umzugehen. Bei neuen Möglichkeiten dauert es wieder viele Jahre, um die Risiken und Nebenwirkungen einschätzen zu können. Vorteile haben meist nur die Hersteller. Bei Krebsmedikamenten sieht es oft nicht anders aus. Man versucht, selbst im weit fortgeschrittenen Stadium, das Leben für ein paar Tage, ein paar Wochen, wenn es gut läuft für ein paar Monate, zu verlängern. Doch oft um welchen Preis? Für viele Menschen ist dieser kurze Zeitraum kein Leben mehr und die Tage sind häufig gespickt mit furchtbaren Qualen, die einerseits vom Krebs und andererseits natürlich auch von den Nebenwirkungen der Krebsmedikamente herrühren.
Seit Jahrzehnten werden Menschen immer kränker und schlagen sich mit immer größeren gesundheitlichen Problemen herum. Eigentlich erwartet man, dass die Forschung in Sachen Gesundheit und Technik mittlerweile zu weniger Leid und mehr Gesundheit führt. Unter dem Strich ist das aber wohl doch nicht der Fall. Viel Forschung heißt noch lange nicht, dass man am Ende des Tages tatsächlich gescheiter ist. Wir belasten unseren Organismus mit immer mehr Toxinen (Giften) und Schadstoffen. Diese stammen nicht nur aus unserer Umwelt, sondern sind auch in allen möglichen Körperpflegeprodukten, wie Shampoos, Zahnpasta, Reinigungsmitteln usw. enthalten. Viele Inhaltstoffe gefährden unsere Gesundheit. Aluminium wird mit Alzheimer in Verbindung gebracht. Formaldehyd wirkt neurotoxisch und kann Krebs auslösen. Benzoesäure (E210) ist zur Haltbarmachung in vielen Pflegeprodukten und Lebensmitteln enthalten und steht ebenfalls im Verdacht Krebs auszulösen. Man kann die Liste endlos fortführen.
Dieses Buch soll Menschen helfen, sich bei „Diagnose Krebs“ einfach besser zurechtzufinden. Schließlich wird einem mit diesem Befund der Boden buchstäblich unter den Füßen weggezogen. Man weiß von einer Sekunde auf die andere nicht mehr, wo oben und unten ist. Einen klaren Gedanken kann man dann kaum mehr fassen. Man steht schlagartig allein da. Geht wie ferngesteuert von A nach B, ohne zu realisieren, was gerade links und rechts passiert. Immer wieder schießt es einem durch den Kopf: War´s das jetzt?
Die allermeisten Menschen wissen zwar, wie man „Krebs“ buchstabiert, doch das ist auch schon alles. Vielen Ärzten scheint das nicht anders zu gehen. Erhalten Ärzte die Diagnose „Krebs“, dann werden sie von heute auf morgen selbst zum Patienten. Und von da an geht es genauso durch die Mühle, wie für alle anderen auch. Wie wird es nun weitergehen? Was kommt jetzt auf dich zu? Wie lange wirst du noch leben? Ganz normale Gedanken, wenn plötzlich die Welt über einem einstürzt. Dabei ist es gerade in diesem Moment wichtig, einen einigermaßen kühlen Kopf zu bewahren. Doch das ist leichter gesagt als getan.
Wie schon gesagt: Mit diesem Buch sollen Krebspatienten und Angehörige mehr Einblick ins Krebsgeschehen erhalten. Am Ende des Buches wissen Sie mehr zu Krebserkrankungen, Ihr Immunsystem, wichtige Diagnoseverfahren, neue Laborparameter sowie einschlägige schulmedizinische und komplementäre Therapien. Auch die Ernährung spielt im Rahmen einer Krebstherapie eine wichtige Rolle. Genauso die Psyche. Leider sind Patienten mit ihren Ängsten meist immer noch völlig allein gelassen.
Zum Inhalt
Der Patient spielt die Hauptrolle
Das Wichtigste bei Krebs ist, dass Sie nie aufgeben. Machen Sie sich die Mühe und hinterfragen Sie die Dinge. Hinterfragen Sie gegebenenfalls so lange, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten. Holen Sie eine zweite und vielleicht sogar eine dritte Meinung ein. Übrigens: Eine zweite Meinung wird von allen Kassen (auch gesetzlichen Krankenkassen) erstattet. Letztendlich geht es um Ihr Leben. Werden Sie schroff behandelt oder kurz abgefertigt, dann wechseln einfach den Therapeuten.
In diesem Buch geht es unter anderem um diagnostische Verfahren, schulmedizinische und komplementäre Therapien, neue Laborparameter, das Immunsystem, um die Entstehung von Krebs und einiges mehr. Sie erhalten Tipps, wie Sie Ihr Immunsystem in Schwung bringen. Einer der wichtigsten und mittlerweile immer mehr beachteten Punkte in der Krebsmedizin.
Die Interviews, die ich mit renommierten Wissenschaftlern zum Thema Krebs geführt habe, enthalten eine Reihe wertvoller Ratschläge und Tipps, die Sie unmittelbar umsetzen können. Zitate und Zusammenfassungen aus Vorträgen führender Wissenschaftler führen Sie jeweils rasch zum Kern.
Das Buch wagt den Spagat. Einerseits beansprucht der Inhalt ein bestimmtes medizinisches Niveau und will zu Diskussionen anregen, andererseits ist der Text verständlich formuliert, auch wenn das nicht jedem der zünftigen Gelehrten gefällt. Mit dem Ziel: Sie sollen schnelle und gut verständliche Antworten auf Fragen finden, die Ihnen unter den Nägeln brennen. Schließlich wollen Sie wissen, was mit der Erkrankung auf Sie zukommt, wie Sie sich am besten verhalten sollen und was Sie ergänzend tun können, damit es Ihnen weiterhin hoffentlich gut geht.
Mediziner trifft es selbst auch
Zwei Eindrücke von vielen
Vor vier Jahren erhalte ich einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist eine Ärztin (34). Sie arbeitet in einem renommierten Münchener Klinikum. Und sie hat Brustkrebs. In nur wenigen Minuten bricht es aus ihr heraus, dass sie Chemo und Bestrahlung bereits hinter sich hat. Zunehmend öffnet sie sich nun der komplementären Medizin. Darüber will sie noch mehr wissen. Doch plötzlich fängt sie furchtbar zu weinen an. Fast schlimmer als der Krebs ist das Verhalten der Kollegen. Seit sie denen erzählt hat, dass sie auch noch komplementäre Therapien anwendet, meiden die sie, wo sie nur können. Wenn sie sich in der Kantine zum Beispiel zu Kollegen an den Tisch setzt, dann stehen diese plötzlich alle auf und setzten sich an einen anderen Tisch. „Einer hat mich sogar einmal als Nestbeschmutzerin betitelt“, berichtet sie schluchzend. Diese Geschichte habe ich nicht irgendeinem Buch aus dem Mittelalter entnommen, sie stammt aus der Jetztzeit. Was sind das für Menschen? Unter Arzt sein verstehe ich jedenfalls etwas völlig anderes!
Es ist schon ein paar Jahre her, als ein Arzt im Umkreis an Krebs erkrankt. Eigentlich ein braver Schulmediziner, jedoch ein Hardliner und Choleriker durch und durch. Nach einer Darmspiegelung (Vorsorgeuntersuchung) gibt ihm sein Kollege grünes Licht für weitere unbeschwerte Lebensjahre. Ein halbes Jahr später erhält er jedoch die Diagnose „Darmkrebs“. Bevor er im Krankenhaus verstirbt, ist einer seiner letzten Sätze: „Ich hätte nie gedacht, dass die Schulmedizin so wenig zu bieten hat.“ Am Ende hat er den Glauben auch noch an die Schulmedizin verloren. Schade. Es kam ihm wohl nie in den Sinn, dass das Leben nicht nur aus dem „einen oder anderen“, sondern, wie so oft, aus dem „sowohl als auch“ besteht.
Unsere Immunabwehr
Unser Immunsystem ist zeitlebens damit beschäftigt, die Gesundheit des Körpers zu erhalten. Einerseits werden Viren, Bakterien, Gifte usw. bereits abgeblockt, bevor diese in den Körper eindringen können. Andererseits werden Eindringlinge und entartete Zellen permanent von innen bekämpft. Unser Immunsystem ist also ständig damit beschäftigt, „eigen“ von „fremd“ zu unterscheiden. Und es muss bei einem eventuellen Zweitkontakt desselben Krankheitserregers in der Lage sein, diesen sofort zu erkennen, um einen noch schnelleren Schutz gewährleisten zu können. Versagt die Abwehr, dann entstehen Infektionskrankheiten und Tumore. Reagiert das Immunsystem zu stark, kommt es zu Allergien und Autoimmunerkrankungen. Es ist wie oft im Leben: Die goldene Mitte ist die Lösung.
Ähnlich strukturiert, wie unser Land
Eigentlich ist unser Immunsystem nicht viel anders aufgebaut als die Infrastruktur unseres Landes. Nach der Bundesregierung kommen die Landes- und Bezirksregierungen, gefolgt von den Landratsämtern der einzelnen Landkreise. Die Landkreise bestehen wiederum aus Städten und Gemeinden, mit ihren Stadt- und Gemeindeverwaltungen und natürlich vielen Ämtern. Diesen Ebenen unterstellt sind zum Beispiel die Bundespolizei, die Landespolizei und die einzelnen Polizeireviere innerhalb der Städte. Genauso verhält es sich mit dem Zoll, dem Bundesgrenzschutz, dem Technischen Hilfswerk, dem Roten Kreuz, der Feuerwehr, den Bauhöfen in den Städten und Gemeinden, die unter anderem für die Straßenmarkierungen, Straßenbegrenzungen sowie für die Reparatur von Straßen verantwortlich sind. Busse und Autos befördern Menschen von A nach B. Die vielen Menschen in den Vereinen tragen zum Allgemeinwohl des gesamten Gebildes bei, und so weiter und so fort.
Am Beispiel eines Terroranschlags werden Sie schnell verstehen, was ich meine: Kaum ist eine Bombe hochgegangen, werden gleichzeitig viele Alarmsysteme aktiviert. Die Polizei auf Bundes- und Länderebene, der Verfassungsschutz und die Staatsanwaltschaften, Spezialeinheiten und Psychologen, die schockierte Menschen betreuen, Krankenhäuser, ja sogar Bestattungsunternehmen, die Tote in Leichenwagen abtransportieren. Die Suche nach den Tätern läuft auf Hochtouren. Aus amerikanischen Filmen kennen Sie es, wenn Polizeihubschrauber die Täter in der Dunkelheit auf dem Highway verfolgen. Sie fixieren (markieren) das Fluchtfahrzeug mit dem Scheinwerfer. So werden die Täter für die Einsatzkräfte sichtbar (analog arbeitet auch das körpereigene Komplementsystem). Über Funk wird die nächste Streife angehalten eine Straßensperre aufzubauen. Und dann, wenn alles gut läuft, werden die Täter gefangengenommen, in Handschellen abgeführt, oder, beim Versuch die Sperre zu durchbrechen, erschossen. Gelingt ihnen aber der Durchbruch durch die Sperre, dann erwartet die Täter einige Kilometer weiter eine Spezialeinheit. Warum erzähle ich Ihnen das alles? Nun, damit Sie die Arbeit des Immunsystems anschließend besser verstehen können. Dann wird eine Gruppe von Polizisten plötzlich zu Makrophagen (Fresszellen). Spezialeinheiten werden unter anderem zu B- und T-Lymphozyten. Der Lichtkegel des Hubschraubers wird in der Immunologie analog als Opsonierung (Markierung) bezeichnet. Polizisten, Soldaten, Spezialeinheiten, Helfer und Helfershelfer haben einfach nur andere Bezeichnungen. Ich hoffe, es ist mir mit diesem Vergleich gelungen, Ihnen den Aufbau und die Funktion des Immunsystems bereits im Vorfeld etwas näher zu bringen.
Betrachten wir unser Immunsystem einmal genauer
Wie oben beschrieben, dient das Immunsystem mit allen seinen Organen, Zellen und Substanzen der Gesunderhaltung des menschlichen Körpers. Es arbeitet permanent, um uns im Ernstfall vor inneren und äußeren Feinden sowie Schadstoffen zu schützen. Mit der Nahrung sowie über die Atmung und Schleimhäute nehmen wir ständig Fremdstoffe und Erreger auf, mit denen unser Immunsystem fertig werden muss. Einfach, damit wir nicht krank werden. Bei einer Verletzung können mikrobiologische Angreifer wie Viren, Bakterien, Pilze, Prionen
