Mondscheinjubel und Dimensionsgehudel - Viola Niobe Adam - E-Book

Mondscheinjubel und Dimensionsgehudel E-Book

Viola Niobe Adam

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Beschreibung

Dem Mond wird zugejubelt, Dimensionen sind U-Bahnstationen ohne Fahrplan, die Unendlichkeit endet irgendwann und Katzen können fliegen. Ivy, Iolantha und Ishika sind unzertrennliche Schwestern, denen keine Ziege zu unbedeutend ist, um nicht für sie eine intergalaktische Reise zum Delphinplaneten anzutreten. Abgesehen davon gehen sie zusammen wichtigen Alltagsfragen nach: Wie lange muss man rutschen, um sich aufzulösen und wer ist die mysteriöse Frau mit den ungekämmten Haaren? Das Buch begleitet die drei und ihre Freund:innen bei ihren fantastischen Abenteuern, die sie von der nächsten Pommesbude bis zum Mond und noch viel weiter führen.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 128

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Viola Niobe Adam

Mondscheinjubel und Dimensionsgehudel

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Serendipität

Einfach verschwunden

Den Mond ansehen

Tasse und Schale 

Es muss doch hier irgendwo sein

Der Sternwind auf Alpha Centauri

Buschbekanntschaften und Brausebären

Ein Sturm zieht auf

Glaukonit

Der Teichmensch I

Herumtreiben

Ziegen zeichnen

Sonnenblumenchor

Der Teichmensch II

Orange

Etwas Lachs

Der Teichmensch III

Flokati

Schmetterlingsritt

Sending Sadella a S.O.S-SMS

Einigermaßen zufrieden

Rückenrasieren

Wie ein Phönix aus den Flammen

Mini-Riesen und Minotaurus-Route

Salami

Familie und so

Zurück zur Ziege

Rand einer Insel

Unbewegliche Ichs

Kurze Zwischenfrage

Zug ohne Gleise

Der Bericht der Mondschafe

Wunschkonzert

Wirre Geste gen Weltall

Abflug

Lunatismus

Anflug

Unterdessen auf der Erde

Mondblumentee

Anlockversuche

Die andere Insel

Planetenaugen

Trommeltrance

Ziegenmeer 

Von Stern zu Stern

Weltraumraupen

Traumdasein und Wachdasein

Ziegenkäse

Quallenhut

Der Duft von Blubberblasen

Sukkubus

Der Tiger und der Eichelhäher

Das Gegenteil eines U-Boots

Unendlichkeitsgedanken

Back on earth

Der Teichmensch IV 

Blöde Ziege

Gutdelphinlichkeit

Den Mond anmorsen

Impressum neobooks

Serendipität

Die Hasen sahen Iolantha erwartungsvoll an.

Iolantha: Naja, und jetzt müsste ihr… äh, hier reinspringen, etwa so sie machte es ihnen so gut es ging vor und dann solltet ihr auch schon in einer anderen Dimension sein. Wenn alles gut geht. Wird aber schon… denke ich. sie versuchte angestrengt, direkten Augenkontakt mit den Hasen zu vermeiden Ist soweit alles klar?

Zögerliches Nicken vonseiten der Hasen, die plötzlich verunsichert dreinschauten.

Ishika: aus dem Flur durch die verschlossene Tür Iolantha, lass die Hasen in Ruhe!

Die Tür ging auf und Iolanthas Schwester betrat den Raum. Ihr Blick wanderte über die Schar Hasen, die ängstlich zurück schauten, über Iolantha, die mit zuckendem Auge daneben stand und blieb schließlich auf dem ausgehöhlten Baumstamm ruhen, der mitten im Zimmer lag und um den sich die Szenerie drehte. 

Iolantha: verärgert Sie haben ihre Einwilligung gegeben. 

Ishika: zu den Hasen Tut nichts, was sie sagt, wenn ihr euch nicht ganz wohl dabei fühlt!

Iolantha: immer noch verärgert Misch dich da nicht ein. Außerdem: Wo wäre die Forschung heute, wenn man nicht ab und zu ein bisschen Risiko eingeht?

Ishika: Aber dieses Experiment geht zu weit! Es ist zu gefährlich für die Probanden.

Iolantha: Sie haben ihre EINWILLIGUNG gegeben! Stimmt doch, oder?

Ein paar Hasen nickten unsicher, bevor sich blankes Entsetzen auf ihren Hasengesichtern breit machte, als plötzlich eine Katze durch die nun offene Tür ins Zimmer flog. Sie schwirrte ein paar Runden über die Schar Hasen, die sich ängstlich zusammen kauerten und landete dann sanft neben Iolanthas Füßen, die in rot geringelten Strümpfen steckten, auf dem Boden, von wo aus sie die Hasen interessiert beäugte. 

Iolantha: Also wirklich, so können wir hier nicht arbeiten. Katsumoto, bitte raus hier. Ishika, macht die Tür hinter euch zu.

Katsumoto: protestierend Miauuuuu!

Ishika: empört Aber...

Die Hasen verloren die Nerven. Eins nach dem anderen hoppelten sie aus dem Raum.

Iolantha: Na toll, jetzt habt ihr sie vertrieben. Wisst ihr, wie schwer es ist, Freiwillige zu finden?

Ishika: „Freiwillige“. Als ob die freiwillig hier waren. Was hast du ihnen diesmal versprochen, Möhren? Kopfsalat? Große Büschel Petersilie?

Iolantha: abwehrend Tatatat.

Katsumoto: Miau, miau.

Iolantha: Ich tue ihnen nicht weh und sie werden bezahlt, was willst du noch?

Ishika: Du kannst nicht für ihre Sicherheit garantieren. Und überhaupt, wäre es nicht viel zielführender, wenn du selbst durch dieses Lichtportal gehst? Du weißt schließlich am besten, auf was zu achten ist. 

Iolantha: seufzend Vielleicht hast du recht. Aber nicht heute, Paneloux kommt später. Ich hatte ihm gestern schon abgesagt und wer weiß wie lange ich weg wäre oder was mir passieren würde, wenn ich da jetzt durchgehe… 

Ishika: Das überrascht mich ein wenig, ich dachte nur Ivy würde soziale Beziehungen gegenüber Arbeit hinten anstellen.

Iolantha: Erwischt. Dieses Portal lässt mir einfach keine Ruhe, seit ich diesen Biber darin verschwinden sehen habe.

Nachdenkliche Stille. Alle sahen zu dem Stück ausgehöhlten Baumstamms, das in der Mitte des hellen Raumes lag und verhältnismäßig unspektakulär aussah. Bei einem Waldspaziergang wäre man höchstens unachtsam darüber gestolpert. Wie Iolantha zwei Tage zuvor. 

Katsumoto: um ihre Beineschlängelnd Schnuuurrrrrrr…

Es schellte an der Haustür, dann hörten sie vom Flur her jemanden „Huhu?“ rufen. 

Iolantha: Oh, da ist ja schon Paneloux.

Und sie eilte ihrem Freund entgegen, nicht ohne sich die Schulter schmerzhaft am Türrahmen zu stoßen und über ein Häschen zu stolpern, das den Ausgang nicht sofort fand.

Einfach verschwunden

Paneloux: Und er ist einfach verschwunden?

Iolantha: heftig nickend Ja. Hineingelaufen und weg. Kam auf der anderen Seite nicht mehr raus und sonst gab es keine Möglichkeit, wo er abgebogen sein konnte. Das Innere des Baumstamms ist recht übersichtlich, wenn man so hineinschaut. Habe zur Probe auch schon ein paar Sachen reingeworfen, Karotten, Kekse, verschwindet alles plötzlich. Als wäre in der Mitte dieses runden Hohlgangs eine unsichtbare Tür oder was, durch die man plötzlich woanders hinkommt oder gar ganz verschwindet. Vielleicht löst man sich auch in Luft auf. Du weißt schon, ohne sich an einem anderen Ort wieder zu materialisieren. Oder vielleicht wird man weggebeamt…? 

Paneloux: nachdenklich Wirklich erstaunlich… Kann ich es mal sehen?

Sie standen von dem weichen Bett auf, in dem sie gekuschelt hatten. Iolantha machte noch einen Abstecher in die Speisekammer und kramte in der Tiefkühltruhe nach ein paar Erbsen, bevor sie den Raum betraten, in dessen Mitte immer noch der ominöse Baumstamm lag. Paneloux nahm zögerlich eine tiefgekühlte Erbse, schaute Iolantha fragend an und warf sie durch die kurze hohle Mitte des Stamms hindurch. Sie beobachteten die Flugbahn des kleinen hellgrünen Balls. Er flog in sanftem Bogen nach gutem Wurf durch die Mitte der Baumstammröhre, doch etwa in der Hälfte des Flugs war die Erbse plötzlich verschwunden. Kein leises Aufkommen war zu hören, die Erbse war einfach weg. 

Paneloux: murmelnd Faszinierend…

Er warf noch eine Erbse. Und noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Und dann noch neun weitere.

Paneloux: Das macht irgendwie Spaß. Erinnert mich an ein Spiel, das meine Schwester und ich in der Kindheit erfunden haben.

Iolantha holte noch mehr Erbsen und sie warfen sie abwechselnd in das fragliche Nichts. Eine der drei fliegenden Katzen, die sich im Haus tummelten, gesellte sich einige Zeit später mit einer gefangenen Maus zu ihnen, war ebenso fasziniert wie die beiden und warf ihre Beute hinterher. Das leise Qieken der Maus brach mit einem Mal ab, als sich der Mausekörper mitten im Flug ebenfalls in Luft auflöste.

Paneloux: Wollen wir selbst mal durch?

Iolantha: verstreut Äh, was? Ach, weißt du, später vielleicht.

Paneloux: Ok, wie du magst. 

Iolantha atmete erleichtert auf und warf weiter Erbsen.

Den Mond ansehen

Die Katze hatte diesen verrückten Blick. Diesen Blick, den Ivy selten an Katzen sah, doch jedes Mal, wenn sie ihn sah, wurde ihr ganz anders. Heftig fuhr ihr auch dieses Mal das Unbehagen in die Glieder.

Ivy: sich schüttelnd Brrrrrr. 

Als sie die Augen wieder öffnete, war die Katze verschwunden. Ivy schaute sich überrascht und misstrauisch um. Keine Katze zu sehen. Ivy  kratzte sich am Unterarm. Dann beschloss sie weiterzugehen. Die Frauen in Weiß folgten ihr mit erhobenen Armen. 

Sie kamen auf eine Waldlichtung, die erhöht auf einem Hügel lag und vom Mondschein fahl beleuchtet wurde. Die Frauen stellten sich zu drei Seiten eines geöffneten Rechtecks um Ivy herum auf, ihre bleichen Arme zum Mond reckend. Ivy blieb zuerst unschlüssig in ihrer Mitte stehen, sah zum Mond und dann wieder auf die Frauen. Schließlich legte sie sich flach auf den Rücken, damit sie den Mond direkt anblicken konnte, ohne sich den Hals zu verrenken. 

So lag sie dann eine Zeit lang da. Der Mond spiegelte sich gleich zwei Mal in ihren Augen, bis eine der Frauen zu ihr geschwebt kam und ihr bedeutete aufzustehen. Also erhob sich Ivy, stand nun direkt vor der Frau. Die nahm sie an den Hüften und Ivy in die Luft, fing sie auf und warf sie wieder hoch. Das wiederholte sich ein paar Mal, die anderen Frauen hatten währenddessen begonnen zu tanzen. Recht steif vollführten sie ihre Tänze. Sie richteten ihre Arme nach einer waagrechten Linie aus und streckten ein Bein erst nach hinten, dann nach vorne, vollführten einige einbeinige Hüpfer, erst in die eine, dann in die andere Richtung, wechselten das Bein. 

Ivy musste schon nicht mehr länger in die Luft geworfen werden. Sie schwebte nun ein paar Meter über dem Boden, in aufrechter Haltung, die Arme gen Mond gestreckt. Die Frauen um sie herum tanzten unbeirrt weiter. 

Tasse und Schale 

Ivy: gähnend Uaaaaah, guten Morgen!

Iolantha: Guten Morgen, Mondscheinchen. 

Ishika: Na, wie war’s letzte Nacht? 

Ivy: Gut.

Ishika: Ein bisschen genauer?

Ivy: Gut, gut. Sorry, Leute, muss erst aufwachen.

Ishika schob Ivy eine große Tasse dampfenden Tee, Iolantha ihr eine Schale nicht minder dampfendes Müsli zu. Sie beobachteten Ivy, wie sie sich ein paar Löffel aus der Müslischale in den Mund schob und ein paar Mal an der Teetasse nippte. 

Ivy: Ah, schon besser. Also es war super gestern Nacht. Sie haben mich aufgenommen in ihren Reihen.

Ishika: Herzlichen Glückwunsch!

Iolantha: Klasse!

Katsumoto, Ismael und Psyche kamen zu den Schwestern in die Küche und sie frühstückten glücklich weiter. 

Es muss doch hier irgendwo sein

Einige Monde später…

Ishika: Iolantha war in einer anderen Dimension!

Ivy: Ach ja? Ist sie also endlich durch diesen Baumstamm gegangen?

Ishika: eifrig nickend Sie sagt, es wäre gar nicht so schlimm gewesen, wie sie befürchtet hatte. Und dass sie sogar noch weitere Tore in noch andere Dimensionen und sogar die Erbsen wieder gefunden hat. Sie ist aber nur noch durch ein weiteres Portal gegangen, weil sie Angst hatte, den Weg zurück nicht mehr zu finden. Nächstes Mal nimmt sie einen Wollknäuel mit und markiert den Weg mit einem Faden, dann geht sie noch weiter durch die Welten, sagt sie. Paneloux hat “draußen” auf sie gewartet, falls was passiert wäre oder so. Aber beim nächsten Mal will er mitkommen und ich bin ehrlich gesagt auch nicht uninteressiert, da selbst mal einen Abstecher rein zu machen.

Ivy: Soso. Das ist ja hochinteressant. Sag mal, Ishika, hast du zufällig ein großes, rotes Buch gesehen? Ledereinband, etwas abgenutzt, riecht etwas ranzig?

Ishika: Äh, glaube nicht… Hast du mir richtig zugehört? Iolantha hat eine total krasse Entdeckung gemacht!

Ivy: Ja, ich habe dir zugehört. Allerdings dachte ich mir schon, dass man da wieder heil herauskommt und es verwundert mich auch nicht, dass das nicht das einzige Tor in eine andere Dimension oder Welt oder was auch immer ist. Ich habe über so etwas vor ein paar Jahren mal gelesen. Iolantha ist nicht die erste, die so ein Tor entdeckt hat.

Ishika: Mag sein, aber es ist trotzdem spannend, so ein Tor im eigenen Haus zu haben. 

Ivy: seufzend Ja, das hast du Recht, das kommt nicht aller Tage vor. Ich werde später mal vorbeischauen, bei diesem Baumstamm, und Iolantha ein paar Fragen stellen. Aber jetzt muss ich wirklich dieses Buch finden, da steht nämlich irrsinnig nützliches Zeug drin, das ich gerade für meine Studien an dieser Zauberformel brauche.

Und sie kramte weiter in den Bergen von Büchern, Schriftrollen und losen Papieren um sie her herum, “es muss doch hier irgendwo sein” repetitiv vor sich hin murmelnd, bis ihr wieder einfiel, dass sie ja hexen konnte. Allerdings hatte sie vergessen, wie man einen Aufrufzauber sprach, suchte das Buch, in dem sie ihn vermutete und fand auch dieses nicht. Entnervt setzte sie sich auf den Boden, den Rücken gegen einen wankenden Bücherstapel gelehnt und schaute lange Zeit ins Leere. 

Als Ivy Stunden später das ranzig riechende Buch in rotem Leder schließlich doch noch fand - es lag an unterster Stelle des höchsten Bücherstapels - stellte sie fest, dass dies auch die Formel für den Aufrufzauber enthielt. 

Der Sternwind auf Alpha Centauri

Ivy: Oh nein, Jupiter stand ganz sicher im sechsten Haus, nicht im siebten. 

Iolantha: Mmmh, kann auch sein. Naja, es kommt ja auf Kallisto an. Und Kallisto ist nunmal der drittgrößte Mond des Sonnensystems, das für die Erde von Belang ist. Und wenn Kallisto im 50 Grad-Winkel zu Cappo-

Ivy: Jaja, dann muss man handeln, ich weiß. Proxima Centauri heißt ja nicht umsonst Centauri. 

Ishika: Der Sternwind auf Alpha Centauri soll gestern ja 529 km/h erreicht haben. Da hatte man besser keinen Hut auf.

Ivy: Das ist noch gar nichts. Letztes Jahr um diese Zeit etwa herrschte dort eine Windgeschwindigkeit von fast 1000 km/h!

Iolantha: mit großen Augen Ganz schön stürmisch.

Ivy: Ich bin heute Nacht auf jeden Fall oben auf der Sternwarte anzutreffen, wer noch?

Ishika: Ich komme mit!

Iolantha: Paneloux kommt heute Abend vorbei…

Ivy: Dann bring ihn doch einfach mit.

Iolantha: Naja, ich bin jetzt in meine Lutealphase übergetreten und da gibt es gerade aufregenderes zu tun als Sterne zu beobachten.

Ivy: Wie du meinst, deine Sache. Wir könne dir ja morgen früh unsere Aufzeichnungen zeigen.

Iolantha: Gerne.

Buschbekanntschaften und Brausebären

Iolantha schaute unter allen Krokussen nach. Sie war sich so sicher, dass sie dort im Garten eben noch ein kleines Menschlein gesehen hatte, das sich seinen Weg durch die Grashalme und Blumen in Richtung Haus gebahnt hatte. Doch nun, wie sie auf Zehenspitzen durch das Gras schlich und hier und dort Halme umbog, fand sie niemanden, so sehr sie auch suchte. Entweder versteckte es sich sehr gut oder Iolantha hatte sich mal wieder, wie erst die Woche zuvor als sie Eichhörnchen die Teller spülen sah, von einer Halluzination täuschen lassen. 

Iolantha: Mmmh…

Sie war drauf und dran ihre Suche aufzugeben, da sah sie es wieder. Ein kleines Menschlein hatte sich in den Schutz des Rhododendron geschlichen und sah nun zwischen dem Blattwerk unsicher hervor.

Iolantha: Ich sehe dich.

Der Busch begann zu zittern.

Iolantha: Hab bitte keine Angst, ich komme in Frieden. dabei machte sie mehrere Gesten, von denen sie hoffte, dass sie Frieden ausdrückten Hast du Lust ein bisschen zu quatschen?

Es kam keine Antwort. 

Wahrscheinlich nicht, dachte sich Iolantha. Doch dann…

Menschlein: Ok. 

Iolantha: Prima.

Iolantha setzte sich im Schneidersitz vor den Rhododendronbusch, beugte sich vor und lächelte das Menschlein freudig an. Es war gerade so groß wie der Zeigefinger ihrer linken Hand und hatte eine sehr stachelige Frisur.

Iolantha: Hallo. Ich heiße Iolantha und wer bist du?

Menschlein: Helio.

Iolantha: Hallo Helio, schön dich kennen zu lernen. Wie, äh… geht es dir?

Helio: Ganz ok, ich bin gerade auf der Suche nach etwas zu Essen. In eurer Küche stehen immer so schmackhafte Sachen herum. Eure Lakritz-Oliven sind so lecker salzig, die Bananen leuchtend grün und diese rosa Brausebärchen in dem großen Glas neben dem Obst finde ich super lecker. Da wollte ich mir ein paar… äh, nehmen… wenn das in Ordnung ist. 

Iolantha: Verstehe. zu sich selbst murmelnd Hab ich‘s Ivy doch gesagt, dass ich gar nicht sooo viele Brausebärchen gegessen habe. wieder zu Helio Nimm dir ruhig, was du brauchst. Du hast vermutlich gar nicht so viel andere Möglichkeiten, um an Nahrung zu kommen, außer es dir zusammen zu klauben, oder?

Helio: verlegen Nein, nicht wirklich. Also natürlich könnte ich mich auch nur in der „Natur“ bedienen, was ich auch mache, aber ich mag manches Essen von euch großen Menschen zu gerne, als dass ich es mir verbieten würde. Und ob ich jetzt der „Natur“ etwas entnehme oder den großen Menschen, es ist doch irgendwo dieselbe Logik, die dahinter steckt und ich empfinde es als gar keinen wirklichen Unterschied. 

Iolantha: nickend