Multitalent Schrothkur - Susanne Neuy - E-Book

Multitalent Schrothkur E-Book

Susanne Neuy

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Beschreibung

Gesund, fit und voller Elan mit der Schrothkur Wann haben Sie zuletzt Ihre Lebensfrische und Vitalität in jeder Zelle gespürt? Wissen Sie noch, wie diese Leichtigkeit in Ihren Alltag ausstrahlte und Ihnen alles – Beruf, Familie, Beziehungen – intensiver und positiver erschien? Holen Sie sich dieses Gefühl mit der Schrothkur zurück! Die Schrothkur ist ein bewährtes Naturheilverfahren, das den Körper entlastet, regeneriert und wieder in Balance bringt. Sie ist ideal zur Gesundheitsvorsorge und zur tiefgreifenden Erholung von Stress. Die Kur eignet sich außerdem zur Therapie vieler Alltagsleiden und Krankheiten, wie z.B. Energiemangel, Stoffwechselstörungen, Gelenk- und Rückenbeschwerden. Wenn es eine Pille gäbe, die das bewirkt, was die Schrothkur erreicht, dann wollte sie jeder haben. In diesem Buch erfahren Sie, was das Besondere an der Schrothkur ist, wie sie angewendet wird und wie Sie von ihrer Wirkung langfristig profitieren. Die Kur trägt unter anderem dazu bei, die Organfunktionen zu verbessern, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken und die Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Über die Schrothkur hinaus enthält das Buch eine Reihe von Gesundheitstipps mit Impulsen für einen gesunden Lebensstil, der zur Vermeidung vieler Erkrankungen beiträgt. Rezepte für leckere, kalorienarme Low-Carb-Gerichte, die Sie unabhängig von der Kur jederzeit genießen können, lassen Sie auf den Geschmack kommen. Dr. med. Susanne Neuy ist auf Naturheilverfahren spezialisiert und langjährige Schrothkur-Ärztin in Oberstaufen.

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Seitenzahl: 213

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Susanne Neuy

Multitalent Schrothkur

Fasten und Detox nach Johann Schroth

Mit Low-Carb-Rezepten und Gesundheitstipps

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb-d-nb.de abrufbar.

Copyright © Kluges Verlag, Dr. Sonja Ulrike Klug,

Menzenberger Str. 22, 53604 Bad Honnef, [email protected] (Deutschland)

2024

Alle Rechte vorbehalten

Das Werk einschließlich aller seiner Texte und Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne ausdrückliche Zustimmung und schriftliche Genehmigung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen in andere Sprachen, Mikroverfilmungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie das Training für und die Verwendung in KI-Systemen.

Wichtiger Hinweis: Die in diesem Buch enthaltenen Informationen, Methoden und Websites können und sollen ärztlichen Rat und medizinische Behandlung nicht ersetzen. Der Buchinhalt wurde von der Autorin mit größter Sorgfalt erarbeitet und nach bestem Wissen und Gewissen auf aktuellem Stand dargestellt. Eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Ebenso ist eine Haftung der Verfasserin und des Verlags sowie seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen. Die korrekte Anwendung der beschriebenen Informationen liegt in der Verantwortung der Leser. Alle Informationen, einschließlich der Fallbeispiele, sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht.

Inhalt

Vorwort von Prof. Dr. Jürgen Vormann

Vorwort von Sabine Brosig

Einführung

Teil 1: Wenn der Körper aus der Balance gerät

1. Fit wie ein Fisch im Wasser – die Grundregulation

Das Informationssystem in unserem Körper

Der Säure-Basen-Haushalt – Grundlage der Lebensfunktionen

Im Rhythmus von Ebbe und Flut

Die gesunde Haushaltspolitik unseres Organismus

2. Der Weg in die Krankheit erfolgt oft unbemerkt

Strategien des Körpers bei Übersäuerung

Insulinresistenz und die Folgen

Reduktionsdiäten, Bewegungsmangel und Umweltgifte

Der Einfluss des Lebensstils auf unsere Gesundheit

3. Das vegetative Nervensystem

Wie die Regulationsmedizin vorgeht

Sympathikus und Parasympathikus – zwei konträre Nerven sorgen für Ausgewogenheit

Die Messung des Vegatativums durch eine VNS-Analyse

Teil 2: Die Schrothkur – ihre Anwendung und ihre Wirkung

4. Keine Diät, kein Schrot und kein Korn – was die Schrothkur tatsächlich ist

Die Kur und ihr Einfluss auf die Gesundheit

Vorbeugen und heilen – wann die Schrothkur hilft

Es besteht Arztpflicht

5. So entstand die Schrothkur – ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Die Entdeckung der Heilprinzipien

Der Anfang in Niederlindewiese

Durchbruch und öffentliche Anerkennung der Kur

Die Fortführung durch die Nachkommen Johann Schroths

Oberstaufen, die neue Heimat der Kur

6. Der Ablauf der Kur

Mit der richtigen Einstellung beginnt es

Verhalten während der Kur – Empfehlungen für Kurgäste

Die vier Säulen der Kur

Was während der Kur im Organismus geschieht

Schrothkur-Erfahrungsberichte von Teilnehmern

Zeit für einen Neuanfang – die Aufbautage

Ergänzende regulative Therapien

7. Die Wirkung der Kur – was die Wissenschaft sagt

Der Nutzen der Schrothkur für Diabetes-Patienten

Verschiedene Studien im Überblick

Die unzureichende Darstellung der Kur in den Medien

Teil 3: Vor und nach der Kur – Empfehlungen für eine gesunde Lebensweise

8. Der Weg zu einem bewussteren Leben

Ziehen Sie einen Schlussstrich und beginnen Sie neu

Entspannung und Bewegung in den Tagesablauf integrieren

Fasten im Alltag

Basenreichtum – die Basis der Gesundheit

Wie Sie sich auf Dauer gesund ernähren

9. Rezepte für gesunde und leckere Gerichte zum Nachkochen

Gemüsebolognese in Varianten

Kartoffel-Gerichte

Schmackhafte Gemüse-Variationen

Suppen-Variationen

Gerichte mit Fisch oder Huhn

Kompott

Anhang

FAQ – Fragen und Antworten zur Kur

Literatur

Bildnachweise

Empfehlenswerte Websites

Danksagung

Über die Autorin

Abb. 1: Ein neuer Frühling

Vorwort von Prof. Dr. Jürgen Vormann

Innerhalb der Naturheilkunde haben sich viele unterschiedliche Bereiche herausgebildet, die sich an der Erfahrung einzelner „Naturärzte“ orientieren. Durch Beobachtung schafften sie es – manchmal sogar vor der Entwicklung der Schulmedizin –, allgemeingültige Verfahren zu entwickeln, die die Gesundheit erhalten, aber auch verschiedene Krankheiten kurieren. Bedeutsam unter den Naturheilverfahren ist die Schrothkur. Im Laufe von fast 200 Jahren hat sie Tausenden Menschen geholfen und vielfach zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Gesundheit beigetragen.

In den vergangenen Jahren ist es gelungen, die positiven Effekte der Schrothkur auch auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Studien immer besser zu belegen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die günstige Beeinflussung des Säure-Basen-Haushalts. Dieser bisher überwiegend in der Naturheilkunde als wichtig angesehene Bereich der Stoffwechselregulation wird erst seit kurzem intensiver wissenschaftlich erforscht. Aus den Forschungen haben sich spannende Synergien zur Schrothkur ergeben.

Die Autorin dieses Buches Dr. Susanne Neuy ist eine ausgewiesene und seit Jahrzehnten praktizierende Schrothkur-Ärztin mit Verankerung in der klassischen Schulmedizin. Im vorliegenden Buch ist es ihr gelungen, das über viele Jahrzehnte kumulierte Wissen zur Schrothkur zusammenzufassen und den gegenwärtigen Kenntnisstand verständlich darzustellen. Auch die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkung der Kur werden berücksichtigt.

Das Buch ist hilfreich für alle, die mit der Schrothkur ihrer Gesundheit etwas Gutes tun und Näheres über ihre Wirkungsweise erfahren möchten. Daneben finden Sie auch jede Menge Gesundheits-Tipps und Kochrezepte, die Sie unabhängig von einer Kur für eine gesunde Lebensweise nutzen können.

In der ersten Auflage bereits 2012 erschienen, hat sich dieses Buch mit der vorliegenden zweiten Auflage mittlerweile zu einem Standardwerk über die Schrothkur entwickelt, das ich Patienten ebenso wie Therapeuten ans Herz legen möchte.

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann IPEV – Institut für Prävention und Ernährung

Vorwort von Sabine Brosig

Die Schrothkur, ein traditionelles Naturheilverfahren, hat sich über fast zwei Jahrhunderte als hochwirksam erwiesen und ist heute relevanter denn je. Ursprünglich zur Behandlung von akuten und chronischen Verletzungen sowie Infektionskrankheiten entwickelt, bietet sie heute eine natürliche Antwort auf viele moderne Gesundheitsrisiken wie Fehlernährung, Bewegungsmangel und Stress sowie bereits bestehende Erkrankungen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen die umfassenden positiven Effekte dieser Kur auf den gesamten Körper, insbesondere auf die Entgiftung und Regeneration.

Diese Kur basiert auf genauen Beobachtungen von Mensch und Natur, die Johann Schroth vor über 200 Jahren gemacht hat. Trotz ihres Alters hat die Schrothkur nichts von ihrer Wirkkraft und Aktualität verloren. Sie unterstützt nicht nur die Heilung von Krankheiten, sondern dient auch präventiv der Gesundheitserhaltung. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit bietet die Schrothkur eine wertvolle Möglichkeit, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die vier Säulen der Schrothkur – Ernährung, Packungen und der rhythmische Wechsel zwischen Trink- und Trockentagen sowie Ruhe und Bewegung – schaffen ein harmonisches Zusammenspiel, das den Körper tiefgreifend reinigt und belebt. Die Kur fördert nicht nur die physische Gesundheit, sondern stärkt auch die mentale Klarheit und die emotionale Ausgeglichenheit.

Dr. Susanne Neuy hat es sich zur Aufgabe gemacht, in diesem Buch die Prinzipien und Vorteile der Schrothkur verständlich und praxisnah darzustellen. Mit ihrem tiefgreifenden Wissen und ihrer umfangreichen Erfahrung als Schrothkur-Ärztin bringt sie eine einzigartige Perspektive ein. Ihr gelingt es, die historischen Wurzeln dieser Methode mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden, so dass die Schrothkur sowohl in ihrer traditionellen Form als auch in aktuellen Anwendungen verständlich und zugänglich wird.

Ich freue mich sehr, Ihnen dieses Buch ans Herz legen zu dürfen. Es ist eine wertvolle Lektüre, die Ihnen helfen wird, die Schrothkur besser zu verstehen und ihre vielen Vorteile für Ihre Gesundheit zu nutzen.

Viel Erfolg und vor allem Gesundheit!

Sabine Brosig Vorsitzende des Oberstaufener SchrothverbandesSchrothkur-ÄrztinEnkeltochter des Kurbegründers Dr. Hermann Brosig in Oberstaufen

Einführung

Liebe Leserin, lieber Leser,

wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig wohl gefühlt – vollerLebensfrische, Vitalität und Leistungsfähigkeit? Wenn es schon länger zurückliegt, dann sollten Sie eine Schrothkur in Erwägung ziehen, denn sie kann Ihnen wieder zu diesem Gefühl verhelfen. Die Schrothkur ist ein beeindruckendes Naturheilverfahren, das den Körper innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder in sein psychisches und physisches Gleichgewicht bringt. Daneben begrüßen unsere Schrothkurgäste die Kur als willkommene Auszeit, als Ausstieg aus der täglichen „Tretmühle“, zur Vorbeugung eines Burnout und auch zum „Fasten“, das sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit erfreut.

Es ist das Erlebnis von wieder gewonnener Gesundheit, Energie und Elan, das zahlreiche Gäste Jahr für Jahr nach Oberstaufen zur Kur führt. Viele konnten im Laufe ihrer Kur nicht nur ihr Wohlbefinden zurückgewinnen, sondern auch Krankheiten auskurieren. Die Kur eignet sich unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Stoffwechsels, insbesondere bei Diabetes mellitus (Typ 2), bei chronischen Entzündungen und besonders zur Vorbeugung. In der heutigen Zeit, in der die Kosten im Gesundheitswesen explodieren, ist die Schrothkur nicht nur zur Therapie, sondern auch zur Gesundheitsvorsorge besonders wertvoll.

Die Schrothkur wurde nach ihrem Begründer Johann Schroth benannt, der sie vor ca. 200 Jahren entwickelt hat. Sie hat nichts mit „Schroten“ oder „Körneressen“ zu tun, und sie ist auch keine Diät zum Abnehmen, wie leider in vielen Presseartikeln und im Internet fälschlich behauptet. Vielmehr handelt es sich um ein Naturheilverfahren, das den Körper entlastet – und damit viele gestörte Funktionen wieder in ein optimales Gleichgewicht bringt. Die Kur wird nicht zu Hause durchgeführt, sondern ausschließlich in speziellen Kurbetrieben unter ärztlicher Aufsicht.

In diesem Buch möchte ich Ihnen die Schrothkur mit ihren Heilprinzipien, ihrem Ablauf und ihren Wirkungsweisen im Einzelnen vorstellen. Außerdem möchte ich Ihnen Hinweise und Empfehlungen geben, wie Sie auch im Alltag ihre Gesundheit durch einen gesunden Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung positiv beeinflussen können.

Der erste Teil des Buches zeigt, wie es geschehen kann, dass der Körper aus dem Gleichgewicht gerät und das Wohlbefinden nach und nach verloren geht. Dies hat u.a. mit der Grundregulation und dem Säure-Basen-Haushalt zu tun. Die Zusammenhänge unter dem Gesichtspunkt der Ganzheitlichkeit zu erkennen, ist die beste Voraussetzung, um die Wirkungsweise der Schrothkur zu verstehen und das umstrittene Phänomen der „Entschlackung“ erklärbar zu machen. Nicht zuletzt erfahren Sie, wie der Körper unbemerkt und „schleichend“ über leichte Befindlichkeitsstörungen und zeitweise auftauchende Symptome den Weg Richtung Krankheit einschlägt. Viele Erkrankungen entstehen durch einen ungesunden Lebensstil. Doch der Lebensstil und damit die Gesundheit lassen sich aktiv beeinflussen.

Im zweiten Teilwird die Kur ausführlich vorgestellt. Sie lernen nicht nur ihre Wirkungsweise auf den Organismus kennen, sondern auch die vier Säulen der Kur und den Kurablauf. Sie erfahren, wie sich Fasten auf den Organismus auswirkt und wie die Neuraltherapie den positiven Effekt der Kur unterstützen kann. Des Weiteren möchte ich Ihnen u.a. eine aktuelle Studie vorstellen, die die Wirksamkeit der Schrothkur insbesondere bei Diabetes mellitus Typ 2 wissenschaftlich bestätigt.

Der dritte Teilschließlich zeigt Ihnen Wege zu einer bewussteren Lebensweise mit mehr Bewegung, Entspannung und einer gesünderen Ernährung. Die Empfehlungen wenden sich an jeden, der seine Gesundheit aktiv unterstützen möchte. Die Hinweise können Sie unabhängig davon anwenden, ob Sie die Schrothkur bereits durchgeführt haben oder noch nicht. Hier finden Sie u.a. viele Low-Carb-Rezepte für gesunde, leichte und zugleich leckere Mahlzeiten, die Sie im Alltag zubereiten können.

Zahlreiche Gesundheits-Tipps, die Sie unabhängig davon nutzen können, ob Sie eine Schrothkur machen oder nicht, sind darüber hinaus im gesamten Buch zu finden. Der Anhang enthält u.a. Hinweise, wo und wie Sie die Kur buchen können, sowie weiterführende Informationen in Form von Literatur und nützlichen Websites. (Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichte ich im Buch auf das Gendern; selbstverständlich sind immer beide Geschlechter angesprochen.)

„Gesundheit ist wie Salz. Man bemerkt nur, wenn es fehlt“, lautet ein italienisches Sprichwort. Es ist wichtig, dass wir unsere Gesundheit hegen und pflegen und sie wiederherstellen, wenn sie abhanden gekommen ist. Das ist mit der Schrothkur möglich. Erleben auch Sie, was unsere Gäste nach der Kur häufig von sich sagen: „Ich fühle mich wie neu geboren!“

In diesem Sinne

Ihre Dr. Susanne Neuy

Teil 1: Wenn der Körper aus der Balance gerät

1. Fit wie ein Fisch im Wasser – die Grundregulation

Abb. 2: Den Körper in der Balance halten

Das Informationssystem in unserem Körper

Wie phantastisch ist unser menschlicher Körper doch geschaffen, dass er die meisten Prozesse und Abläufe völlig eigenständig und ohne unser Zutun regelt, also praktisch „unbewusst“. Wir brauchen uns nicht darum zu kümmern, dass die Herzschläge genau im richtigen Rhythmusaufeinander folgen, dass Magen, Leber und Galle ihre Verdauungssäfte zur rechten Zeit und in der richtigen Menge produzieren und verwenden oder dass die Nervenzellen Informationen vom Gehirn zu den Organen weiterleiten. Rund 30 Billiarden chemische Reaktionen laufen täglich in unserem Körper ab, wobei die nervlichen Impulse noch gar nicht eingerechnet sind. Vom allermeisten dessen, was in unserem Körper geschieht, wissen wir gar nichts und brauchen wir zum Glück auch nichts zu wissen. Unser Körper ist ein wunderbares sich selbst organisierendes System, das ohne unsere bewusste Mitwirkung sehr gut funktioniert. Der Körper reguliert sich selbst, und das bezeichnen wir als „Grundregulation“.

Unter „Grundregulation“ versteht man die ständige Anpassung aller Körperfunktionen an innere und äußere Reize, die auf den Körper einwirken. Sie wird vom vegetativen Nervensystem als übergeordneter Instanz gesteuert, und zwar autonom. Das heißt, sie lässt sich nicht über den Willen beeinflussen.

Erst wenn Prozesse nicht mehr wie gewohnt ablaufen, wenn wir uns zum Beispiel schlapp, erschöpft und ausgelaugt fühlen, wenn kleine Zipperlein uns plagen oder wenn Krankheiten auftreten, fragen wir uns, was nicht in Ordnung ist. Handelt es sich nur um vorübergehende Störungen des Wohlbefindens und sind wir schnell wieder fit, so bereitet uns das keine Sorge. Lässt sich jedoch die Gesundheit nicht mehr so recht herstellen, so hat der Körper anscheinend seine Regenerationskraft verloren, und wir beginnen, genauer hinzuschauen. Wir fragen uns, was in unserem Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist und wie wir ihn wieder „in Schuss“ bringen können. Meist denken wir dabei an einzelne Organe und suchen die Ursache bei organischen Störungen. Wir sagen z.B., dass die Leber, das Herz, die Haut, die Nieren oder der Magen angegriffen oder krank sind. Beides – Gesundheit wie auch Krankheit – spielen sich jedoch primär auf einer anderen als der organischen Ebene ab, nämlich dem vegetativen Nervensystem, das die Grundregulation steuert.

Eine zentrale Bedeutung für die Grundregulation hat die sogenannte Grundsubstanz oder Matrix, die als „Schaltstelle“ wirkt. Die Grundsubstanz ist das Bindegewebe, das den Raum zwischen den Zellen ausfüllt. In diesem Zwischenzellraum sind alle Zellen und Organe eingebettet. Er ist das Milieu, in dem die Zellen des Körpers leben – ebenso wie das Wasser im Aquarium das Milieu ist, in dem ein Fisch lebt. Manche bezeichnen den Zwischenzellraum daher auch als „Urmeer“ oder „Ursuppe“, in dem die Organe, Muskeln und Knochen „schwimmen“. Die Grundsubstanz ist das größte den Organismus ganzheitlich durchziehende System.

Wie wohl sich der Fisch in seinem Element fühlt, hängt entscheidend von der Qualität des Wassers ab: Wird es täglich ausreichend mit Nahrung und Sauerstoff angereichert oder nicht? Ist es verschmutzt oder sauber? Ebenso hängen auch die Gesundheit des Menschen und sein Wohlbefinden ganz entscheidend von der Grundsubstanz und ihrem intakten Funktionieren im Zusammenspiel mit Blutgefäßen, Nerven und Zellen ab.

Abb. 3: Das Wasser ist das Lebensmilieu des Fisches – so wie das Bindegewebe das Milieu der Zellen und Organe ist

Das Blut hat hierbei unter anderem die Aufgabe, Stoffe, die aus der Nahrung gewonnen werden, zu den Organen zu transportieren und sie damit zu versorgen. Welche wichtigen Aufgaben dem Bindegewebe im Einzelnen zukommen, ist weithin unbekannt. Meist wird es nur in seiner „stützenden“ Funktion im Zusammenhang mit Muskeln, Knochen und Knorpelgewebe gesehen. Doch es tut noch weitaus mehr für uns:

• Das Bindegewebe umhüllt und schützt unsere Nerven wie auch unsere Organe.

• Es steuert als ausgleichender Speicher den Wasserhaushalt.

• Es transportiert die aus der Nahrung gewonnenen Nährstoffe und Sauerstoff von den Blutgefäßen in die Organzellen.

• Umgekehrt transportiert das Bindegewebe auch nicht mehr benötigte Abfallstoffe, die beim Stoffwechsel entstehen, zurück ins Blut. Der gesamte Stoffwechsel – Aufnahme, Transport und Umwandlung der Nahrung, die wir zu uns nehmen – würde ohne Bindegewebe nicht funktionieren.

• Das Bindegewebe moduliert Informationen (Nervenimpulse), die von den Nervenfasern zu den Organzellen gelangen. Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Funktion von Herz, Muskulatur und Drüsen.

Die Grundsubstanz bildet gemeinsam mit den Fasern des vegetativen Nervensystems, den Blut- und Lymphgefäßen und den Organzellen eine Funktionseinheit, das sogenannte Grundsystem, das als wichtiges Informationssystem den gesamten Körper durchzieht. Entscheidend für den Informationsfluss sind elektromagnetische Wellen. Durch Erkenntnisse der Quantenphysik, insbesondere der Forschungen von Prof. Fritz Popp, wissen wir heute, dass sich im Inneren der Zellen Felder elektromagnetischer Wellen, sogenannte „Biophotonen“ bzw. „Lichtquanten“, befinden. Die Felder aller Zellen sind miteinander verbunden und bilden gemeinsam mit dem Grundsystem ein Biophotonenfeld. Durch die Biophotonen können die Zellen mit Lichtgeschwindigkeit untereinander kommunizieren, so dass Informationen praktisch sofort an jeden Ort des Körpers gelangen.

Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Stützapparat für den Körper. Im Rahmen der Grundregulation übernimmt es wichtige Funktionen im Stoffwechsel beim Transport und der Aufnahme von Sauerstoff und Nährstoffen in die Zelle und beim Abtransport von Stoffwechsel-Endprodukten ins Blut. Es beeinflusst die Signalübertragung von den Nervenfasern zu den Organen und dient auch als wichtiges Informationssystem.

Der Säure-Basen-Haushalt – Grundlage der Lebensfunktionen

Das Bindegewebe erfüllt wichtige Aufgaben im Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Körpers. Schauen wir uns dies genauer an, um zu verstehen, wie Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten entstehen, was wir dagegen tun können und welchen Beitrag die Schrothkur dabei leistet.

Säuren sind chemische Verbindungen, die positiv geladene Wasserstoff-ionen (H+) enthalten. Basen sind demgegenüber Verbindungen, die negativ geladen sind; sie bestehen aus einem Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom (OH–). Basen werden auch als „Laugen“ oder „Alkali“ bezeichnet. Säuren und Basen heben sich in ihrer Wirkung gegenseitig auf. Anders ausgedrückt: Verbindet sich eine Säure in einer wässrigen Lösung mit einer Base, so wird die ätzende Wirkung der Säure neutralisiert, und es entstehen Salze.

Abb. 4: Die pH-Skala

Der chemische Messwert für den Säure- bzw. Basengrad eines Stoffes ist der pH-Wert. Das Kürzel „pH“ steht für „potentia Hydrogenii“ oder „Stärke des Wasserstoffs“. Die Stärke einer Säure entspricht der Konzentration von Wasserstoffionen, die in einer wässrigen Lösung freigesetzt werden. Der pH-Wert kann zwischen 0 (= sehr sauer) und 14 (= sehr basisch) liegen. Genau in der Mitte zwischen beiden Extremen liegt Wasser als neutrale Substanz mit einem pH-Wert von 7. Von Stufe zu Stufe ändert sich der pH-Wert logarithmisch um den Faktor 10. Das heißt, sinkt der pH-Wert von 5 auf 4, so steigt die Konzentration der Wasserstoffionen um das Zehnfache an, die betreffende Substanz wird also um das Zehnfache saurer. Der pH-Wert kann unter anderem mit Hilfe von Lackmus-Papier gemessen werden, dessen Verfärbung den Säuregrad anzeigt.

Geschmacklich wahrnehmen im Mund und auf der Zunge können wir lediglich Säuren. Für Laugen fehlt uns der Geschmackssinn – vielleicht deshalb, weil Säuren für den Organismus auch in geringer Konzentration oftmals schädlich sind und das Schmecken von Säuren daher eine Warnung ist. Das heißt aber nicht, dass Säuren an sich „schlecht“ und Basen an sich „gut“ sind für den Menschen. Vielmehr kommt es auf ein Gleichgewicht beider im Organismus an.

Im menschlichen Körper kommen sowohl Säuren als auch Basen vor, und zwar in unterschiedlicher Konzentration in verschiedenen Bereichen. Das ist notwendig für die vielen chemischen Prozesse, die permanent im Körper ablaufen. Die meisten Organe wie auch der Stoffwechsel insgesamt arbeiten im schwach basischen Bereich. So liegt der pH-Wert des Blutes z.B. zwischen 7,35 und 7,45. In dieser geringen Schwankungsbreite kann das Blut seine Aufgabe, Sauerstoff und Nährstoffe zu transportieren, am besten erfüllen. Das Gleiche gilt für das Bindegewebe, dessen Schwankungsbreite 7,1 bis 7,25 beträgt. Der pH-Wert der Galle liegt zwischen 7,4 und 7,7, derjenige der Gelenkflüssigkeit zwischen 7,4 und 7,8. Der pH-Wert des Urins schwankt im Laufe des Tages zwischen 5 und 8,5 – je nachdem, wie viele Säuren gerade mit dem Harn ausgeschieden werden. Am sauersten ist das Magensekret mit einem Wert zwischen 1,2 und 3,0. Dies liegt daran, dass im Magen Salzsäure gebildet wird, die erforderlich ist, um auch schwer verdauliche Nahrungsbestandteile wie beispielsweise Eiweiß zu zerlegen und um Krankheitserreger, die mit der Nahrung aufgenommen werden, abzutöten.

Diese und andere pH-Werte muss der Körper permanent beibehalten, um sein Säure-Basen-Gleichgewicht zu erhalten. Der Körper ist stets bemüht, den pH-Wert im Blut konstant zu halten. Denn bereits minimale Abweichungen von den Soll-Werten können dazu führen, dass der Stoffwechsel nicht mehr optimal funktioniert. Größere Abweichungen können weitreichende Folgen für die Gesundheit haben. Bei einer manifesten Störung des Säure-Basen-Haushalts, einer Azidose, liegt der pH-Wert schon weit außerhalb des Normbereichs, und es liegen meist auch schwerwiegende Erkrankungen vor, die eine Wiederherstellung des Gleichgewichts dringend erforderlich machen.

Zum Säure-Basen-Gleichgewicht gehört es, dass die meisten Stoffwechselprozesse des menschlichen Körpers im neutralen bis schwach basischen Milieu ablaufen. Der Organismus ist unter allen Umständen immer bestrebt, dieses empfindliche Gleichgewicht in seinen Zellen und Organen aufrechtzuerhalten, damit die Stoffwechselvorgänge in „geordneter“ Weise ablaufen können und das Leben mit seinen Funktionen erhalten bleibt.

Säuren können im menschlichen Körper auf unterschiedliche Weise entstehen. Einerseits sind sie Abfallprodukte von Stoffwechselvorgängen, andererseits werden sie von außen, vor allem über die Nahrung, zugeführt: Hauptlieferant sind Aminosäuren in Form von tierischem und pflanzlichem Eiweiß (Fleisch, Fisch und die meisten Milchprodukte, Getreide, Vollkornbrot, Nudeln, Hülsenfrüchte). Auch Getränke können den Säure-Basen-Haushalt beeinflussen. Beispielsweise enthalten Cola und insbesondere die „kalorienarmen“ Cola-Light-Getränke Phosphorsäure. Die Bildung von Säuren wird außerdem durch negativen, den Körper überfordernden Stress und durch körperliche Überanstrengung gefördert: Sport oder andere körperliche Betätigungen fördern die Bildung von Milchsäure, die zu schmerzhaftem Muskelkater beitragen kann.

Sämtliche Säuren, die dem Körper von außen im Übermaß durch ungesunde Ernährung und emotional belastende Faktoren zugeführt werden, können ihm schaden. Daher sollten wir besonders auf eine gesunde Ernährung achten (vgl. zum Thema basische Ernährung Die gesunde Haushaltspolitik unseres Organismus und Wie Sie sich auf Dauer gesund ernähren). Ein Säure-Überschuss muss stets im Körper neutralisiert und ausgeschieden werden, um eine Schädigung von Organen, Muskeln und Gelenken zu vermeiden. Basen hingegen können dem Körper nicht in dieser Weise Schaden zufügen. Selbst wenn wir etwas zu viel davon über die Nahrung aufnehmen sollten – was allerdings bei der heutigen Lebensweise und unserer üblichen Ernährung kaum noch möglich ist –, kann der Körper sie besser verarbeiten.

Im Rhythmus von Ebbe und Flut

Um kurzzeitig auftretende Säure-Schübe zu verarbeiten, setzt der Körper besondere Strategien ein, und zwar zum einen spezielle Puffersysteme und zum anderen das sogenannte Basen-Fluten. Als Puffer bezeichnet man Substanzen, die in der Lage sind, Entgleisungen des pH-Wertes zu korrigieren bzw. den Säure- oder Basengrad konstant zu halten und damit kurzzeitig auftretende Ungleichgewichte aufzufangen. Puffer gleichen also den pH-Wert nach oben oder unten aus. Dies geschieht in Form eines Regelkreislaufs, ganz ähnlich dem Ausgleich der Körpertemperatur: Wenn uns zu heiß ist, schwitzen wir und kühlen dadurch die Haut ab; wenn uns zu kalt ist, zittern wir und erhöhen durch diese Bewegung den Wärmegrad des Körpers. Puffer wirken ähnlich wie die Stoßdämpfer bei einem Auto, die ungewollte Stöße abfedern. Zu den Puffersystemen im weiteren Sinne gehören die Organe Lunge, Niere, Darm und Haut. Im engeren Sinne ist das Blut der maßgebliche Puffer.

Wenn das Blut über die notwendigen Basen verfügt, um Säuren zu neutralisieren, beginnt das Basen-Fluten. Das geht folgendermaßen vor sich: Sobald wir Nahrung zu uns nehmen, bildet der Magen nicht nur Salzsäure zu deren Aufspaltung, sondern ebenso Natriumbikarbonat, eine bestimmte Base, die zum einen an die übrigen Verdauungsdrüsen – die Bauchspeicheldrüse und die Galle – und zum anderen ins Blut abgegeben wird. Das Blut kann durch das Natriumbikarbonat starke Säuren binden. Vor allem aber spült es mit Hilfe der Basen die Säuren aus dem Bindegewebe heraus und transportiert sie anschließend zu den Ausscheidungsorganen: Die Nieren scheiden Säuren mit dem Harn aus – was seinen schwankenden pH-Wert erklärt, der Darm mit dem Kot, die Haut über die Schweißdrüsen und die Lunge über das Ausatmen.

Wie sind die Säuren ins Bindegewebe gelangt? Die Antwort ist einfach: Da die im Körper gebildeten Säuren nicht kontinuierlich ausgeschieden werden können, sondern eben nur im Rhythmus von „Ebbe und Flut“, der sich aus den Mahlzeiten ergibt, müssen sie in der Zeit der Basen-Ebbe zwischengelagert werden. Und genau dazu dient das Bindegewebe – die Grundsubstanz, die den Zwischenzellraum ausfüllt. Die Zwischenlagerung der Säuren im Bindegewebe ist lebensnotwendig, um den pH-Wert des Blutes innerhalb seiner normalen Schwankungsbreite stets konstant zu halten.

Abb. 5: Ebbe und Flut sind im übertragenen Sinn auch für die Grundregulation im Körper bedeutsam

Der Körper ist in der Lage, mit größeren Schwankungen im Säure-Haushalt fertig zu werden, weil er über Puffersysteme verfügt. Zum gesunden Fließgleichgewicht der Grundregulation gehört der rhythmische Wechsel von Basen-Ebbe (bzw. Säure-Flut) und Basen-Flut (bzw. Säure-Ebbe), der an die Mahlzeiten gekoppelt ist. In der Zeit der Basen-Ebbe deponiert der Körper überschüssige Säuren im Bindegewebe, um sie während der Basen-Flut mit Hilfe der basischen Anteile im Blutplasma aus dem Bindegewebe herauszuspülen und anschließend durch Ausscheidung ganz zu entfernen. Das Bindegewebe ist also eine Art „Säurefänger“ oder „Säuredepot“.

Das Basen-Fluten lässt sich im Körper sehr gut nachweisen: Nach den Mahlzeiten ist der ausgeschiedene Urin basischer als vor den Mahlzeiten. Den größten „Säure-Hausputz“ veranstaltet der Körper übrigens regelmäßig während der Nacht. In dieser Zeit wird das Bindegewebe besonders gründlich ausgespült, weil sich der Körper überschüssiger Säuren entledigen möchte. Deshalb weist der erste Urin am frühen Morgen den höchsten Säuregrad des Tages auf. Den Wechsel zwischen Basen-Ebbe und -Flut im 24-Stunden-Rhythmus macht sich übrigens auch die Schrothkur bei der Anwendung der Kurpackungen zunutze, worauf ich noch ausführlich eingehen werde.

Die gesunde Haushaltspolitik unseres Organismus

Was den Säure-Basen-Haushalt anbetrifft, so ist unser Körper ein exakter Buchhalter: Soll und Haben – Säuren und Basen – müssen immer ausgeglichen sein, genau wie die beiden Seiten einer Bilanz. Wie auf einem Konto kann ein hohes Soll durch ein entsprechend hohes Guthaben ausgeglichen werden. Es kommt dabei nicht auf die absolute Menge der vorhandenen Säuren und Basen im Körper an, sondern auf das Verhältnis beider zueinander. Das heißt, je höher das Soll (das „Säure-Minus“) ist, desto höher muss auf der anderen Seite auch das Haben (das „Basen-Plus“) sein, damit der Ausgleich möglich ist. Je mehr Säuren der Körper aufgenommen hat, desto mehr Basen müssen wir ihm zuführen, damit er die Säuren neutralisieren und ausscheiden kann. Ist die aufgenommene Säure-Menge hingegen gering, so braucht der Körper auch weniger Basen, um den Ausgleich herzustellen. In diesem Sinne spricht man auch von der Netto-Bilanz bei der Säure- und Basen-Zufuhr. Welche Stoffe erzeugen im Körper ein Plus an Basen oder an Säuren? Wir unterscheiden vier Arten an Nahrungsmitteln:

• Basen-Lieferanten, die einen Überschuss an basischen Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium oder Eisen enthalten – Mineralien, die in der Lage sind, Säuren zu binden. Dazu gehören unter anderem Obst und Gemüse.

• Säure-Lieferanten