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Musik hebt die Stimmung und weckt Erinnerungen. Doch wie und wann ist der Einsatz in der Pflege sinnvoll? Wie lassen sich durch Musik Alltagssituationen wie zum Beispiel das Essen und Trinken, sicheres Gehen und Laufen unterstützen? Die Musiktherapeutin Simone Viviane Plechinger stellt verschiedenste Ideen zum teamübergreifenden Einsatz von musikalischen Impulsen im Pflegealltag vor. Jedes Kapitl des Handbuches ist unterteilt in Fallgeschichten aus der Praxis, Zielsetzung, Formulierungshilfen für die Dokumentation, Tipps zur Umsetzung in die Praxis, Gesprächsimpulse für weiterführende Ideen der interdisziplinären Teams.
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Seitenzahl: 65
Veröffentlichungsjahr: 2018
Simone Viviane Plechinger
Musikalische Impulse
Kreative Wege für interdisziplinäre Teams
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© VINCENTZ NETWORK, Hannover 2018
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Foto Titelseite: fotolia, furtseff
Illustrationen: fotolia, Trueffelpix
ISBN 978-3-86630-582-3
Simone Viviane Plechinger
Musikalische Impulse
Kreative Wege für interdisziplinäre Teams
Inhalt
Die Idee zum Buch – Vorwort
Zum Aufbau des Buches
Interdisziplinäres und interprofessionelles Denken, Fühlen und Handeln
Musik als kreativer Motor
Geschichten aus dem Alltag:
Schlaflos in der Einrichtung
Was zurzeit bewegt
Tangierte Themen felder
Kreative Herangehensweise im Team
Ideen für den Alltag
Die interprofessionelle Haltung und Wahrnehmung
Bisherige Übersicht der strukturierten Informationssammlung
Ergänzender Formulierungsvorschlag im interdisziplinären Team
Rollstuhlakrobatik der anderen Art
Was zurzeit bewegt
Tangierte Themenfelder
Kreative Herangehensweise im Team
Ideen für den Alltag
Die interprofessionelle Haltung und Wahrnehmung
Bisherige Übersicht der strukturierten Informationssammlung
Ergänzender Formulierungsvorschlag im interdisziplinären Team
Die Knödelpolka
Was zurzeit bewegt
Tangierte Themenfelder
Kreative Herangehensweise im Team
Ideen für den Alltag
Die interprofessionelle Haltung und Wahrnehmung
Bisherige Übersicht der strukturierten Informationssammlung
Ergänzender Formulierungsvorschlag im interdisziplinären Team
Die Posaune
Was zurzeit bewegt
Tangierte Themenfelder
Kreative Herangehensweise im Team
Ideen für den Alltag
Die interprofessionelle Haltung und Wahrnehmung
Bisherige Übersicht der strukturierten Informationssammlung
Ergänzender Formulierungsvorschlag im interdisziplinären Team
Immer nur Leberwurst
Was zurzeit bewegt
Tangierte Themenfelder
Kreative Herangehensweise im Team
Die interprofessionelle Haltung und Wahrnehmung
Bisherige Übersicht der strukturierten Informationssammlung
Ergänzender Formulierungsvorschlag im interdisziplinären Team
Kreative Impulse zur Eigenwahrnehmung und Psychohygiene
Schreibtischpercussion
„Alltag-Routine-Stress“ (Das 3 Bälle-Spiel fürs Team)
Aktives Musikhören
Puls-Atem-Rhythmus
Braincrosspercussion
Klein anfangen
Die Klangreise
Klingende Minipausen
Die Reise (Spiel im interdisziplinären Team)
Fingerspitzen-Atem
Atem, Puls, Bewegung
Das „Für… Spiel“ (Spiel im interdisziplinären Team)
Das „Immer-so-Spiel“ (Spiel im interdisziplinären Team)
Das Erfinder-Spiel (Spiel im interdisziplinären Team oder zu zweit)
Symphonie des Augenblicks
Nachlese: Tipps zum Einstieg in interdisziplinäre Teambegegnungen
Einfach anfangen
Von der Multiprofessionalität zur Interdisziplinarität
Der erste Schritt
Zeit für Visionäre
Was sich schon heute umsetzen lässt
Anhang
Ihr exklusiver Bonus an Informationen!
Ergänzend zu diesem Buch bietet Ihnen Altenpflege Bonus-Material zum Download an. Scannen Sie den QR-Code oder geben Sie den Buch-Code unter
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Buch-Code: AH1063
Die Idee zum Buch – Vorwort
Wenn Sie meine Bücher im Vincentz Network („Mit Musik geht vieles besser – der Königsweg in der Pflege bei Menschen mit Demenz“ und „Musik bewegt – mit Evergreens Herz und Hirn aktivieren“), die ich mit sympathischen und kompetenten Co-Autorinnen verfassen durfte, bereits kennen, so wissen Sie, dass mir eines besonders am Herzen liegt: das Miteinander ALLER Berufsgruppen, die alte Menschen begleiten. Jeden Tag für den Erhalt von Fähigkeiten und für das Entdecken von Potenzialen zu sorgen, Senioren fernab aller Diagnosen als erwachsenes Gegenüber wahrzunehmen und gemeinsam aktiv Atmosphäre gestalten – das gelingt im stationären Alltag nur, wenn die Vielfalt der einzelnen Disziplinen, die Einzigartigkeit und der Facettenreichtum von der Heimleitung bis zum ehrenamtlich Engagierten gesehen werden und zu einer gemeinsamen Haltung im Team verschmelzen.
Haben Sie schon einmal den Hausmeister Ihrer Institution befragt, was er zum Thema „Demenz“ zu sagen hat und wie er Bewohner mit einer demenziellen Veränderung wahrnimmt? Seine Antwort wird Sie überraschen und für einen ganz anderen, neuen Blick, eine andere Momentaufnahme auf die Erkrankung und die Bewohner sorgen, dessen bin ich mir sicher. Fällt Ihnen auf, wie stark und wie maßgeblich die engagierten Mitarbeiter der Hauswirtschaft als eine Art Querschnittdisziplin an der täglichen Gestaltung von Atmosphäre auf Ihrer Station beteiligt sind? Im vergangenen Jahr durfte ich mit einem Artikel Teil eines Buchprojektes (S. Willig in E. Leicht-Eckardt: „Zahncreme auf Spaghetti – Sinn und Sinnlichkeit in der Alltagsgestaltung von Menschen mit Demenz“, Verlag Neuer Merkur) für die Hauswirtschaft sein und mir die Frage stellen: „Was haben professionelle Musiktherapie und Hauswirtschaft gemeinsam?“ Das hat mein Denken, Fühlen und Handeln im therapeutischen Kontext verändert.
Ich habe in meiner fast 20jährigen Tätigkeit als Musiktherapeutin, Seminarleiterin und Trainerin für interdisziplinäre Teams viel von den anderen Disziplinen gelernt. Mein Wissen, manchmal auch nur meine Ahnung, dass der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand sich lohnt und das Profil meiner eigenen Arbeit schärft, hat mein Verständnis für dynamische Prozesse im Team geprägt. Wir können als einzelne„Bausteine“ des Teams nur in dem Maße„gute“, stimmige Arbeit leisten, indem wir uns wahr- und ernstgenommen fühlen. Damit sitzen wir mit den Senioren, die wir begleiten dürfen, in einem Boot. Denn Atmosphäre ist bedeutsam: Für die alten Menschen, die eine stationäre Einrichtung ihr Zuhause nennen, aber auch für uns, die wir uns täglich in den Räumen bewegen. Kennen Sie das Gefühl der Unsicherheit und Unzufriedenheit, das entstehen kann, wenn wir fokussiert auf die Begegnung mit Menschen an institutionellen Herausforderungen „kleben“ oder hängen bleiben? Wenn wir uns fragen, in welchen Schrank die Hauswirtschaft die Gläser eingeräumt hat? Wenn die Kollegin die Hautcreme des Bewohners an einem anderen Platz als am Vortag deponiert hat? Wir sprechen von Zeitfressern, und wir erleben Zeitdruck. Auch mit den Gefühlen von Unsicherheit und Unzufriedenheit (zusätzlich zur körperlichen Belastung im Pflegealltag) sitzen wir mit unseren Bewohnern in einem Boot, denn diese erleben sich mit ihren körperlichen Veränderungen im Rahmen des Alterungs- und/oder Krankheitsprozesses. Ich glaube, wir erleben Unsicherheit und Unzufriedenheit auch deshalb, weil wir gelernt haben, nahezu ausschließlich fachspezifisch zu denken. Früher habe ich häufig die Formulierung verwendet, es gäbe „Schnittstellen“, „Schnittmengen“ zwischen Musiktherapie und Pflege oder Alltagsbegleitung. Heute möchte ich sagen, es sind keine Schnitt- , es sind vielmehr Nahtstellen zwischen den verschiedenen Professionen. Wir haben es selbst in der Hand, Unsicherheiten und Unzufriedenheiten entgegenzutreten, indem wir weniger fachspezifisch und mehr interdisziplinär denken. Und indem wir beginnen, nicht nur auf eine neue Art zu denken, sondern diese Interdisziplinarität und Interprofessionalität auch zu fühlen und zu leben. Ich ahne, dass Sie beim Lesen nun aufschrecken: „Was soll ich denn noch alles machen? Mein (fachspezifischer) Alltag ist schon stressig genug!“ Es geht nicht darum, mehr zu tun oder sich weitere Aufgaben anzueignen. Es geht darum, eine andere Perspektive und Haltung – vielleicht fernab meiner eigentlichen Profession einzunehmen und sich offen und konstruktiv an interdisziplinäres Denken, Fühlen und Handeln heranzutasten. Dazu möchte ich Sie mit diesem Buch auf der Basis von Kreativität einladen.
