Musikvermittlung - wozu? - Wolfgang Rüdiger - E-Book

Musikvermittlung - wozu? E-Book

Wolfgang Rüdiger

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Beschreibung

Musikvermittlung hat sich zu einem festen Bestandteil unserer Musikkultur ­entwickelt. In den Aufsätzen dieses Buches werden Umrisse und Aufgaben der künstlerischen Disziplin beschrieben, Arbeitsfelder, Ausbildungsfragen und Adressaten thematisiert, Methoden und neue Medien gesichtet, kritische Aspekte und Qualitätskriterien erörtert sowie historische Prozesse und zukunftsweisende Perspektiven aufgezeigt - Bestandsaufnahme und Neu­reflexion einer offenen und offensiven Musikvermittlung, die dem Musik­leben neue Impulse verleiht.

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Seitenzahl: 223

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Musikvermittlung – wozu?

Musikvermittlung – wozu?

Umrisse und Perspektiven eines jungen Arbeitsfeldes

Wolfgang Rüdiger (Hg.)

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Bestellnummer SDP 111

ISBN 978-3-7957-8659-5

© 2015 Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz

Alle Rechte vorbehalten

Als Printausgabe erschienen unter der Bestellnummer ORCH 5002

© 2014 Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz

www.schott-music.com

www.schott-buch.de

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags. Hinweis zu § 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung kopiert und in ein Netzwerk gestellt werden. Das gilt auch für Intranets von Schulen oder sonstigen Bildungseinrichtungen.

Inhalt

Wolfgang Rüdiger

Zum Begriff Musikvermittlung und zu den Beiträgen dieses Bandes

Reinhart von Gutzeit

Musikvermittlung – was ist das nun wirklich?

Umrisse und Perspektiven eines immer noch jungen Arbeitsfeldes

Ernst Klaus Schneider

Kann man Musikvermittlung lernen?

Holger Noltze

Furchtbare Vereinfacher, galoppierender Reduktionismus

Kritik einer Vermittlung ohne

Kriterien Constanze Wimmer

Adaptives Aushandeln statt normativem Bewerten

Die Praxis der Musikvermittlung ist bunter als ein Schwarz-Weiß-Raster

Barbara Stiller

Musikvermittlung: Am Anfang war das Modewort

Versuch einer kritischen Chronik

Bianka Wüstehube

Musikvermittlung im Kontext Musikschule

Christoph Richter

Genießen – Erleben – Erkennen – Deuten

Versuch, die Aufgaben und Chancen der „Musikvermittlung“ für erwachsene Laien zu bestimmen

Michael Schmidt

Wege multimedialer Musikvermittlung

Literatur

Autorenhinweise

Wolfgang Rüdiger

Zum Begriff Musikvermittlung und zu den Beiträgen dieses Bandes

Musikvermittlung – welch ein Wort! Ein Kompositum aus zwei Grundbegriffen abendländischer Kunst und Kultur, Philosophie und Ästhetik. Musik – in griechischer Antike wurzelnd, ein unendlich weiter Begriff, kaum definierbar; Vermittlung – ein philosophisch-theologischer, gesellschaftlicher und (völker-)rechtlich-politischer Terminus, ein Theorie-Praxis-Begriff, griech. mesiteia, lat. mediatio: Vermitteln bedeutet ursprünglich, etwas „als Mittelstück zwischen unvermittelte Dinge einschieben“1 – was eine Trennung und eine Verbindung zugleich impliziert: von Leib und Seele, Ich und Welt, Ding und Bewusstsein, Individuum und Gesellschaft, in unserem Fall: Mensch und Musik.

Warum aber muss zwischen Mensch und Musik vermittelt werden? Weil Musik als Wesenszug des Menschen und Bestandteil seiner Kultur2 zunehmend aus dem Lebenszusammenhang schwindet, so eine mögliche, vielfach zu begründende Antwort. So tritt Musikvermittlung auf den Plan: als kunstvolles Bemühen, die einstmals „unmittelbare“ Verbindung von Musik und Mensch, die aus vielerlei Gründen zerbrochen ist, ansatzweise wiederherzustellen.3

Eine Urszene von Vermittlung beschreibt Platon im Symposion. Den dort geschilderten Geschlechter-Mythos können wir als Parabel auf unser Thema lesen: dass der Mensch ursprünglich rund, eine mannweibliche Kreis- und Kugelgestalt gewesen sei, die Göttervater Zeus wegen ihres Übermuts in zwei Hälften zerschnitten habe, die sich seither nacheinander sehnen, um zu ihrer eigentlichen Natur und Einheit zurückzufinden. Der Gott, der dabei hilft, heißt Eros.

Auf Musik bezogen: Rund und rundum musikalisch war der Mensch ursprünglich, doch diese Einheit von Mensch und Musik ist zerfallen. So sehnt im Grunde seines Herzens der Mensch sich nach Musik, die zum Ganzen seiner Existenz, seines Lebens und Zusammenlebens mit anderen gehört. Und Musikvermittlung ist der „Gott“, der hilft, die Liebe zur Musik wiederzuentdecken und die „musikalische Natur“ des Menschen wiederherzustellen. Da es aber sehr viele Menschen, Traditionen und Kulturen gibt, die auf mannigfache, sich wandelnde Weise Musik machen und hören, Musik mithin vielfältig in sich selbst vermittelt ist (historisch, gesellschaftlich, kulturell, künstlerisch), erscheint Musikvermittlung als ein vielschichtiges Projekt, das verschiedene Menschen und Musiken unterschiedlichster Zeiten und Kulturen zueinander führen möchte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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