Nach den Wasserkriegen - Aline S. Sieber - E-Book

Nach den Wasserkriegen E-Book

Aline S. Sieber

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Beschreibung

Jonas´ Leben gehört nicht ihm selbst: er ist ein Sklave. Isabelles Sklave. Als sie beschließt, ihr Leben grundlegend zu verändern, muss er ihr folgen - selbst, wenn es ihn in den Tod führt. Nichts gestaltet sich so einfach wie zunächst gedacht, im Gegenteil lauert die Gefahr in jeder Ecke. Kann es in einer so feindlichen Welt ein Überleben geben?

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Seitenzahl: 52

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Aline S. Sieber

Nach den Wasserkriegen

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Personen

Klimakonferenz der uno, Cancún, 2010

Wasserkriege, 2044

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

Flucht

„Here´s Flowers for you..“ *

Müh´ und Arbeit

Nachwort

Impressum neobooks

Personen

Sklaven

jonas /Phoenix

Finneas

Eduart

mr. maxville

agatha christie

madrid

oakland

Freie

isabelle

Ana milford

camilla milford

Klimakonferenz der uno, Cancún, 2010

Nachdem die schlimmsten Folgen des Klimawandels durch den Menschen nur verschlimmert wurden sind, kann nicht mehr viel aufgehalten werden, aber genau das versucht diese Konferenz. Im mexikanischen Urlaubsort Cancún verhandeln die Staaten der Welt, um Probleme wie zu hohen CO2-Ausstoß, Wasserknappheit in den Entwicklungsländern um andere, zum Teil durch Überbevölkerung verursachte Probleme abzumildern. Die zunehmende Erderwärmung verursacht nicht nur das Schmelzen der polaren Eiskappen, sondern auch einen Anstieg des Meeresspiegels, den Nationen mit Meerlage nur schwer verkraften können. Auch die Ungleichheit der Regenverteilung wird sich zuspitzen, was nicht zuletzt dem Abholzen des tropischen Regenwaldes zu verdanken ist. Die Dürrezeiten in Afrika werden anwachsen, genau wie Überschwemmungen und Hochwasser in den nördlicheren Breiten. Aber eine wirkliche Lösung für all diese Probleme bringt diese Konferenz nicht mit sich. Die Temperaturerhöhung soll sich im Rahmen von zwei Grad Celsius bewegen, aber konkrete Maßnahmen gibt es dafür noch nicht. Lediglich der CO2-Ausstoß soll eingedämmt werden.

Was für eine Welt wollen wir unseren Nachfahren eigentlich hinterlassen, wenn wir weiterhin so zögerlich vorgehen?

Leider, liebe Leser, bietet die Klimakonferenz von Cancún keine wirklichen Lösungsideen für das ambitionierte Konzept, die Welt zu retten. Vielleicht sollten Sie lieber schon einmal Wasser und Nahrungsmittel einlagern, um nicht von der Klimakatastrophe überrollt zu werden.

Ihr E. Mueller.

Wasserkriege, 2044

10

04:05 Uhr Ortszeit, Berlin, Deutschland, neuer Militärstützpunkt :

Wir haben die Lage im Griff. Die Russen haben sich noch nicht positioniert und es ist unwahrscheinlich, dass Frankreich noch vor dem Morgengrauen angreift. Von den Briten gibt es seit Tagen kein Signal mehr, aber unsere Satelliten berichten, dass die schottischen Seen angezapft und wahrscheinlich bald leer sein werden. Irland wurde zum zweiten Mal von der britischen Krone annektiert. Was mit dem Wasser dort geschehen ist, kann nicht genau festgestellt werden. Zum Glück trennt uns das Meer vom Vereinigten Königreich.

Die Stationen an der Küste wurden angewiesen, die Trinkwassergewinnung aus dem Meerwasser weiter anzukurbeln und die Bayern sichern den Bodensee ab. Als nächstes ist es wichtig, den See nach Österreich und Italien hin abzuriegeln. Die Regierung diskutiert allerdings gerade in dieser Minute über die Aufnahme Österreichs in der Wasserunion, die die deutschen Bundesländer gebildet haben. Außerdem wird das Land möglicherweise an das deutsche Wassernetz angeschlossen. Die Stromgewinnung hat unter den Vorkriegszuständen extrem gelitten.

05:00 Uhr:

Noch immer keine Meldung aus Russland. Möglicherweise bereiten die Russen einen Angriff vor. Auch an der Grenze zu Frankreich wurden Lichter gesichtet. Die Truppen stellen sich auf einen Angriff ein.

06:00 Uhr:

Wir haben den Kontakt zu den Truppen im Ruhrgebiet verloren. Außerdem gab es einen Anschlag auf die Wasservorräte in Westsachsen. Die Tschechische Republik scheint sich am Krieg beteiligen zu wollen.

07:00 Uhr:

Keine Veränderung der Situation.

08:00 Uhr:

Die Franzosen haben die Truppen im Ruhrgebiet mithilfe von Giftgas ausgeschaltet. Sie dringen weiter vor. Die Inlandabwehr ist aktiviert. Ein Panzerbatallion ist in südlicher Richtung unterwegs, erhalten Truppenunterstüztung. Unsere Drohnen zeigen uns, dass die Wasservorräte im Ruhrland beschlagnahmt wurden sind.

08:15 Uhr:

Unterzeichnung des Bündnisvertrages mit Österreich. Die Österreicher haben eine Beistandsklausel mit sofortiger Wirkung unterzeichnet. Der Angriff auf Frankreich bekommt Unterstützung.

9

13:00 Uhr Ortszeit, Österreich, Meldezentrale Wien:

Das Bodenseegebiet befindet sich in einem ernsthaften Konflikt. Die dortigen Wasservorräte werden mit sofortiger Wirkung abgepumpt. Die Italiener haben ähnliche Maßnahmen getroffen. Kampftaucher sind auf dem Weg, um deren Anlage zu sabotieren. Ihnen folgt das Militär zur Abriegelung des Bodensees.

14:00 Uhr:

Eilmeldung aus Deutschland: das Elbwasser wurde verseucht. Es gab einen Reaktorunfall in der Tschechischen Republik. Die grenznahen Bundesländer Sachsen und Brandenburg werden mit sofortiger Wirkung evakuiert. Russland ist weiterhin inaktiv, der Kampf gegen die Franzosen läuft.

14:30 Uhr:

Auf koreanischer Seite sind besorgniserregende nukleare Aktivitäten zu beobachten.

14:45 Uhr:

Atomare Sprengköpfe wurden auf die Volksrepublik China abgefeuert. Befinden sich im Landeanflug. Es handelt sich vermutlich um die von den Nordkoreanern vorbereiteten Raketen. Weitere Angriffe stehen zu vermuten.

14:46 Uhr:

Die Volksrepublik China ist nicht mehr. Mehrere Raketen schlugen in Peking, Xi´an und Nanjing ein. Das genaue Ausmaß des Schadens kann noch nicht festgestellt werden. Die Strahlung verbreitet sich bis nach Japan. Satellitenaufnahmen zeigen mehrere Atompilze.

14: 50 Uhr:

Fertigmachung eigener atomarer Sprengkörper. Nordkorea zeigt ähnliche Aktivitäten. Russland ist weiterhin ruhig.

8

16:00 Uhr, Kiew, Ukraine:

In Russland ist eine durch Wasserverschmutzung verursachte Seuche verantwortlich für den Tod Tausender. Es lässt sich bereits von einer Pandemie sprechen. Moskau ist nicht zu erreichen. Vermutlich ist die Seuche bereits auf dem europäischen Kontinent. Die Grenzen zu sämtlichen Ländern wurden abgeriegelt. Die Posten an der russischen Grenze haben Schießbefehl. Die Regierung diskutiert über die Rückeroberung der Halbinsel Krim. Donezk und Lugansk bleiben auf jeden Fall abgesperrt. Wahrscheinlich ist das die Epidemie auslösende Virus aus China gekommen oder mit der dortigen nuklearen Strahlung in Berührung gekommen und dann mutiert. Das würde die hohe Anzahl der Erkrankten erklären.

17:00 Uhr:

Die Situation an der russischen Grenze ist unverändert. Deutschland und Österreich kämpfen gegen Frankreich. Wir ziehen in Erwägung, uns ebenfalls Verbündete zu suchen, halten es aber bis zur Entscheidung für besser, die Grenzen geschlossen zu halten. Es ist unsicher, ob die Pandemie sich auch nach Weißrussland und in die baltischen Staaten ausgebreitet hat.

7

18:00 Uhr Ortszeit, Osaka, Japan: