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Diese Erzählung handelt von den Erlebnissen einer jungen Frau, der Tochter eines jüdischen Tempelpriesters, die sich zurzeit der ersten Christen in Jerusalem zum Christentum bekehrt. Sie erlebt das Leid der Christenverfolgung am eigenen Leibe, aber auch die Führungen Gottes und den Segen eines im Glauben und Vertrauen gegründeten Lebens, welches sie durch die Wirren der damaligen Zeit hindurchträgt.
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Seitenzahl: 132
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Die Zustände in und um Jerusalem nach Jesu Tod
Naeme wird Christin
Naeme zeugt für Jesus
Naeme wird von den Templern entführt
Naemes Errettung durch Julius
Auflösung in Bethanien und Tod von Maria und Lazarus
Naeme wird zum zweiten Mal gefangengenommen und wieder von Julius befreit
Julius als Künder der Liebe Jesu und die Bekehrung des Vespanus
Elis letzte Lebenszeit und Tod Zerstörung des Tempels
Samuels Ende
Ausklang
Innerhalb der römischen Besatzung des jüdischen Landes war ein Wechsel vor sich gegangen. Cyrenius und viele betagte Offiziere, die in Jesu Lehre eingeweiht waren und ihre schützende Hand über Seine Anhänger hielten, waren gestorben und die jüngeren von ihnen mit der Zeit abgelöst worden. So ging es in Israel hoch her, denn der Tempel in Jerusalem konnte nun seine Tätigkeit gegen die ihm so verhassten Anhänger des Nazareners entfalten und versuchte auf grausamste Weise Jesu Lehre auszurotten, indem er Jesu Anhänger heimlich überfiel, gefangen nahm und marterte, bis sie schließlich ihren Glauben verleugneten, oder indem er sie einfach umbrachte, einen nach dem anderen. Niemand war seines Lebens mehr sicher.
Nur wenn der Name ‚Bethanien‘ fiel, da huschte ein Lächeln, ein Leuchten über die Züge der Verfolgten. Ja, Bethanien! Wie ein frohes Aufseufzen sprachen sie es nach. – Bethanien, das Besitztum des Lazarus, war eine Oase des Friedens in der Wüste von Hass, die es für das jüdische Land bedeutete. Dadurch, dass Lazarus römischer Untertan war, blieb Bethanien dem Zugriff des Tempels entzogen.
Lazarus mit seinen beiden Schwestern Maria und Martha, die nun auch schon beide weißes Haar hatten, sowie seine erprobte Dienerschaft, taten alles, was in ihren Kräften stand, um zu lindern und zu helfen. So war es kein Wunder, dass man dort Schutz suchte und dass manch einer nach Bethanien wanderte, um auszuruhen und wieder Frieden zu finden für sein von Unruhe erfülltes Herz.
Eines Abends, noch ehe die Sonne im Westen versank, tritt Maria zu Lazarus und spricht: „Ach, Bruder, sag mir, wie lange noch soll dieser furchtbare Zustand andauern? Eben höre ich, dass wieder zwei unserer Freunde ins Tempelgefängnis geschafft worden sind, die gewiss nicht mehr lebend herauskommen werden. Wie lange noch? Was wird nur, wenn dich die Templer eines Tages überfallen und auch dich und uns mitnehmen? O, ich kann den grauenvollen Hass des Tempels noch immer nicht fassen!“
„Aber Maria“, erwidert Lazarus, „hast du denn ganz vergessen, dass alles in der Hand der ewigen Liebe liegt? Wenn du darum nur einen Zweifel in dir aufkommen lässt, schwächst du schon ihre Kraft in dir!“
„Ja, Lazarus, du hast recht, verzeih! Aber noch eines frage ich dich: Wie lange wird es wohl dauern, bis der Herr kommt, um das Werk der Erlösung zu vollenden?“
„Frage nicht nach der Zeit, Maria, frage dich, ob du bereit bist, Ihm den würdigen Empfang zu bereiten! Mit deinen Sorgen und Zweifeln von eben gewiss nicht. Darum lass uns getrost weiter schaffen und den Herrn nicht betrüben. Sei gewiss, Er weiß um die Zeit und die Stunde.“
Im Hof wird es laut. Gäste sind angekommen, die nach dem Hausherrn verlangen. Lazarus geht in die Vorhalle und sieht seine Besucher an. Es sind drei Priester aus Jerusalem, - ein hochbetagter Mann in Begleitung von zwei jüngeren. Eli ist sein Name. Lazarus kennt ihn schon lange. Er ist einer von den wenigen noch Lebenden, die die Kreuzigung mit gefördert haben, und kommt des Öfteren nach Bethanien, denn die ihm entgegengebrachte offene und ungeheuchelte Liebe zieht ihn offenbar immer wieder an.
Lazarus geht nun seinen Gästen entgegen, begrüßt sie nach der Sitte der Juden und ladet sie ein, näher zu treten und es sich, Wohlsein zu lassen. Eli ist beklommen, und Lazarus kann leicht merken, dass hinter Elis Besuch ein besonderer Grund stecken muss.
Als er ihn darum fragt, sagt Eli: „Lazarus, du guter Menschenfreund, die Sorge um dich und die deinen treibt mich zu dir. Wie du weißt, ist der Tempel scharf hinter den Nazarenern her, und so mancher muss seine Tage im Gefängnis in schlechter Gesellschaft zubringen. Auch auf dich hat man ein Auge geworfen. Aber man weiß nicht recht, wie man dich fassen könnte. Die Liebe zu dir treibt mich, dir dies mitzuteilen.“
Lazarus lächelt. Er durchschaut schon die Mission des Priesters und spricht: „Eli, du sorgst dich umsonst, denn ohne den Willen des Herrn Jesus könnt ihr mir alle nichts anhaben. Zudem bin ich als römischer Untertan auf meinem Grund allein der Herr und für den Tempel unantastbar. Ich danke dir aber für deine Sorge und deine Liebe. Ich werde hier wieder einige Soldaten auf meine Kosten einquartieren lassen. Bist du damit zufrieden?“
„Mein lieber Lazarus, das bin ich nicht. Erst wenn du zum Tempel zurückkehren wirst, werde ich zufrieden sein. So bin ich auch deshalb hier, um dir dies anzutragen. Man will dir eine hohe Stelle einräumen, wenn du dich von der verblichenen Sekte der Nazarener lösen wirst.“
„Mein Freund Eli“, erwidert Lazarus, „verschwende dafür keine Worte. Ebenso könntest du dich ja den Nazarenern anschließen und könntest die Liebe und Erbarmung Gottes erfahren. Aber sieh, du schüttelst den Kopf. So nimm wenigstens ein Pergament von mir an, das ich von Johannes, einem Jünger des Herrn Jesus, erhalten habe. Ich habe so viele Abschriften davon anfertigen lassen, dass es mir kein Opfer ist. Wenn du es nimmst, würdest du mir eine riesengroße Freude machen.“ Eli zögert, aber er verneint.
Lazarus lässt durch einen Diener Speise und Trank auftragen, um seine Gäste zu bewirten. Ihr Gespräch aber bleibt bei den Ereignissen des Tages, bei den Verhaftungen, die der Tempel auf eigene Faust unternimmt. Lazarus erregt sich über die grausame Härte und Ungerechtigkeit dieses Vorgehens. Eli dagegen verteidigt den Tempel und erklärt, dass sich der Tempel seit Jahrhunderten behauptet habe und nicht einmal die Römer gewagt hätten, Hand an ihn zu legen, während sonst alles vergänglich sei.
„Jehova weiß den Tempel zu schützen“, sagt Eli.
Da antwortet Lazarus: „Eli, streiten wir uns nicht, sondern bemühe dich, mir zuliebe, das Los der Gefangenen zu erleichtern, und setze dich für ihre Freiheit ein.“
„Lazarus, du verlangst Unmögliches von mir! Schwören sie ihrem falschen Glauben ab, geloben sie dem Tempel aufs Neue die Treue, so sind sie frei. Aber das ist ja das Verzweifelnde! Eher lassen sie sich zugrunde richten, als das sie ihr Unrecht einsehen. Komme doch einmal in den Tempel und sprich mit ihnen! Vielleicht rettest du sie? Denn auf dich geben sie viel. Du müsstest sie auffordern, wieder zum Tempel zurückzukehren.“
„Eli, du kennst unsere Sache schlecht, wenn du glaubst, du könntest mich zum Verräter meines Herrn machen! Ich soll meine Glaubensgenossen überreden, etwas zu tun, was ich selbst nicht tun würde? Nein, Eli, lieber will ich sterben für die Wahrheit unserer Liebeslehre, als ein Verräter zu werden. Wenn wir Freunde bleiben wollen, dann sprich nicht mehr davon.“
„Nun gut“, antwortet der Priester, „aber gewarnt bist du. Es würde mir leidtun, wenn du in dieselbe Lage kämest. Siehe wohl haben wir nur begrenzte Macht, aber wer gegen den Tempel verstößt, der verstößt gegen Jehova. Um deinetwillen will ich dir alles Gute wünschen.“
Darauf werden nur noch wenige alltägliche Dinge besprochen, und Lazarus ist froh, dass sich die drei nun bald verabschieden.
Wenige Tage später sucht Lazarus in Jerusalem den neuen Stadtkommandanten auf und bietet ihm an, fürderhin 100 Soldaten auf eigene Kosten in Bethanien in Quartier zu nehmen. Die Begegnung verläuft in freundschaftlichem Ton, da der Antrag des Lazarus schon gehegten Wünschen des Befehlshabers entgegenkommt. Besonders freut er sich, in Lazarus einen guten Menschen und römischen Bürger zu erkennen. Aber in Fragen des Tempels und der Christen weicht er aus.
So beziehen in den nächsten Tagen 100 römische Soldaten mit ihren Waffen unter Führung eines jungen Patriziers in Bethanien Quartier. Etliche Reiter sind auch darunter. Das Verhältnis zu der neuen Besatzung gestaltet sich schon bald zu einem recht guten, und das Verhältnis zu dem Unterführer, der, einer namhaften alten Patrizierfamilie entstammt, wird bald zu einer innigen Freundschaft mit Lazarus.
Es dauert auch nicht lange, bis der aufgeweckte Römer sich Einblicke in Jesu Lehre verschafft, die er auch annimmt. Manche schöne Stunden verlebt Lazarus mit seinem neuen Freund und lernt ihn immer mehr schätzen. Er macht auch vor seinen beiden Schwestern keinen Hehl daraus. Julius heißt der Römer. Er ist 25 Jahre alt und ein edler Mensch mit hohen Geistesgaben. Mit zurückhaltender Achtung begegnet er Maria und Martha sowie auch allen anderen zu Bethanien gehörigen Leuten. Über 1000 Arbeiter beschäftigt Lazarus auf seinen Gründen, und darunter ist nicht einer, der sich von Bethanien fortsehnt. Alle sprechen mit Liebe von ihrem Vater Lazarus.
In Jerusalem aber wird die Sache um die Nazarener immer trostloser. Eine ganze Anzahl wird bei einer heimlichen Versammlung überfallen und ein großer Teil gefangen genommen.
An einem Nachmittag geht Maria – wie schon oft – durch das weite Besitztum ihres Bruders. An einem Bach, der an jener Stelle die Grenze von Bethanien bildet, setzt sie sich unter die schattenspendenden Zweige eines Baumes. Im Herzen ist sie mit Jesus verbunden und erlebt wieder die Stärke Seiner sorgenden Liebe, sodass sie alle Nöte vergisst und ihr vor innerem Glück Tränen über die Wangen rollen.
Sie bemerkt nicht, dass ein junges Mädchen an sie herantritt, und sieht erstaunt auf, als das Mädchen fragt, ob es ihr irgendwie helfen könne. Lächelnd dankt Maria, schüttelt den Kopf und spricht: „O meine Tochter, mir fehlt nichts. Im Gegenteil, ich weile bei meinem Schöpfer und fühle Seine herzbeglückende Nähe. Darum weinte ich vor Liebe und Freude! Doch komm, setz dich her zu mir, denn die Sonne steht noch hoch am Himmel. Sag, wer bist du? Ich habe dich noch nie gesehen.“
„Ich bin Naeme, die Tochter des Priesters Eli aus Jerusalem, und bin mit einer befreundeten Familie zu ihrem Besitztum gefahren. Heute bin ich spazieren gegangen, und da ich hier fremd bin, so ging ich mir die Ruinen am Bache ansehen. Doch nun bin ich wohl etwas zu weit gegangen. Aber ich hoffe, vor Eintritt der Dunkelheit wieder zurück zu sein. Nun weißt du, wer ich bin und nun möchte ich auch wissen, wer du bist.“
„Nenne mich Maria, von Bethanien bin ich, das ist unser Heim. Wenn du magst, lade ich dich mit deinen Freunden nach Bethanien ein!“
„Ja, Maria, ich möchte gerne annehmen. Aber ich kann nicht über mich verfügen, weil mein Vater wie auch mein Bruder Samuel mir vorschreiben mit wem wir verkehren dürfen. Denn wir sollen und dürfen nicht mit Christen zusammenkommen.“
„O weh, Naeme! Ich bin Christin und werde es auch bleiben. Ich wünsche nur, du, dein Bruder und alle die Deinen würden auch Christen werden, denn es ist eine große Seligkeit, welche die genießen, die sich mit Jesus Christus verbunden haben!“
„Nie werde ich eine Christin und kann auch keine werden, da doch euer Glaube auf einem Gekreuzigten beruht, und außerdem war das ein Mensch, der die Einrichtungen des Tempels als teuflisch bezeichnete. Wenn ich meinen Vater so recht betrachte, so sehe ich in ihm einen echten und rechten Gottesdiener.“
„Naeme, und ich bin Christin und habe viel, sehr viel erlebt in meinem langen Leben. Ich könnte deine Mutter, ja Großmutter sein. Aber sieh, das allergrößte Erleben war das, als eben Jesus, derselbe Jesus, den du verkennst, am Grabe meines Bruders so Wunderbares tat! – ‚Lazarus, komm heraus!‘ waren Seine Worte, und mein Bruder, der schon vier Tage tot im Grabe lag und schon Zeichen der Verwesung trug, kam lebendig heraus! Noch vieles könnte ich dir erzählen von Ihm, der uns alle so heiß geliebt hat und auch dich, meine Tochter, liebt, als wärest du Sein Kind!“
„Maria, erzähle mir nichts von Jesus! Lass mich dich aber wiederfinden; wenn ich dich dann bitten werde, dann erzähle mir mehr. Ich möchte doch erst mit meiner Mutter darüber reden. Oder fürchtest du, dass ich dich verrate? Denn wie Vater daheim erzählt hat, wird eifrig Jagd auf Christen gemacht.“
„Kind, du kannst mich nicht verraten, denn alle Welt weiß, dass wir Christen sind und Bethanien ein freier Grund. Also besuche mich in Bethanien, du wirst herzlichst willkommen sein! Doch ehe du gehst, lasse dich segnen. Der Geist der wahren Gottesliebe erfülle dich voll und ganz zu deinem Heile. Komme gut heim!“
Das Mädchen springt zurück über den Bach. Maria schickt ihr Gebetsgedanken nach und geht dann still zu ihrer Behausung zurück.
Jerusalem mit dem Wahrzeichen des Tempels ist in einem Zustand größter Regsamkeit. Wohl gehen römische Streifen durch die Straßen, doch abends getraut sich niemand allein nach draußen, denn in einem jeden Passanten wird ein Christ vermutet. Menschen verschwinden haufenweise. Freilich muss der Tempel bei den meisten einsehen, dass er sich geirrt hat. Dieses Aufregende macht auch den Priestern viel zu schaffen.
In einer der großen Nebenstraßen steht das große Haus des Priesters Eli. Mitternacht ist nahe, aber der Hausherr sowie auch sein Sohn Samuel, ebenfalls ein Priester, sind noch nicht daheim. Die Hausfrau Hanna und ihre Tochter Naeme erwarten mit großer Unruhe die Fernweilenden.
Da erzählt Naeme ihrer Mutter von der Begegnung mit Maria von Bethanien, und mit Schrecken erfährt Naeme, dass ihre Mutter ebenfalls Christin ist.
„Mein Kind! Weil ich dich mehr als mein Leben liebe, so verrate ich es dir! Ich habe Jesus kennen gelernt bei der Heilung eines Aussätzigen. Auch war ich Zeugin, als Er den Sturm auf dem Meere stillte. Die Mutter des Jünglings von Nain, der gestorben war und noch heute lebt, war mir eine mütterliche Freundin. Freilich ist es schon sehr lange her, denn zu der Zeit war ich erst zwölf Jahre alt. Dein Vater und ich sind dahin übereingekommen, nicht von Glaubenssachen zu reden, weil Vater eine Stelle im Tempel als Priester innehat und uns so ernährt. Wenn ich aber an die Vergangenheit denke und an Jesus, den Heiland, da werde ich innerlich stark und froh. Schon längst hätte ich zu dir von Jesus von Nazareth gesprochen, aber um des Friedens und deiner Jugend willen habe ich geschwiegen, wartete und hoffte nur auf einen günstigen Augenblick. –
Nun weißt du soweit alles. Also gebe ich dir auch gerne die Erlaubnis, nach Bethanien zu gehen. Allerdings wird der Vater nichts davon wissen wollen, obgleich mir bekannt ist, dass er oft als Gast in Bethanien weilt. Lazarus, der Besitzer, ist ein feiner Mensch, auch der Allerärmste ist sein Freund, und jeder erhält dort Arbeit und Brot.“
Da ertönt der Klopfer. Naeme geht das Tor öffnen. Der Vater und der Bruder kehren heim, und beide reden sehr erregt miteinander. „Samuel, mein Sohn, nimm doch Vernunft an! Blinder Eifer schadet nur! Sag, hast du etwas davon, wenn an jedem Tag Christen dem Gericht überliefert werden? Hast du schon bei mir einen so übertriebenen Eifer gesehen?“
„Ja, Vater, es ist traurig, dass du so lau zusiehst, wie die Sache der Nazarener zunimmt! Da muss mit besonders großer Strenge vorgegangen werden. Wenn es so weitergeht, sind in zehn bis fünfzehn Jahren alle Christen.“
Naeme hört erschreckt zu und greift sich betroffen ans Herz. Da hört sie ihren Vater weiterreden: „Samuel, habe ich das um euch verdient, dass du in allen Dingen über deinem Vater stehen willst? Ist das der kindliche Gehorsam, welchen Jehova verlangt? Wenn ich alles recht betrachte, dürfen wir über die Christen, soweit ich sie kenne, nicht klagen, denn es sind Menschen, die mir Achtung abzwingen. Wenn ihr Glaube an den Nazarener ihr alles ist, warum willst du sie dann mit Gewalt zum Tempel zurückbringen? Ich jedenfalls danke für solche Juden und überlasse Jehova das Gericht, denn Er kennt die Seinen und weiß um die Seinen! Wir aber wollen den Herrn samt unserem ganzen Haus dienen!“
„Vater, du bist ja schon ein halber Christ! Es fehlt nur noch, dass Mutter und Naeme zum Christentum übertreten! Aber ich weiß schon, was ich tue!“
