Verlag: Haymon Verlag Kategorie: Krimi Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2013

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E-Book-Beschreibung Narrenwinter - Alfred Komarek

Alle Versuche Daniel Käfers, beruflich wieder Fuß zu fassen, waren erfolglos. Bleibt nur noch die Arbeit an seinem Buchprojekt. Gemeinsam mit seiner fotografierenden Freundin kehrt er ins winterliche Salzkammergut zurück, um das legendäre Faschingstreiben kennen zu lernen, eine kurze Zeit zügellos ausgelebten Brauchtums. Die vier wirren Tage bringen überraschend neue Konturen und Ziele in Käfers Leben, stellen aber auch alles in Frage. Karrierechancen tun sich auf, so elektrisierend, dass Vorsicht mehr als angebracht ist. Daran verschwendet Käfer aber keinen Gedanken. Er sieht sich in seinem Element: in der Scheinwelt der Medien und im Maskenspiel der Narren. Mitten im Faschingschaos versucht Käfer, das Schicksal neuer Freunde zum Guten zu wenden. Es geht um die Familie Köberl, die von schweren Sorgen bedrängt wird, über deren Hintergründe aber nichts zu erfahren ist. Vergeblich bemüht sich Käfer, das Geheimnis zu lüften. Bis er im Ausseer Faschingstreiben auf üble Gerüchte und Anspielungen stößt. Da glaubt er, auf der richtigen Spur zu sein ... Komareks dritter Roman aus dem Salzkammergut verwebt Realität und Fiktion zu einem Stoff, aus dem sich Business-Anzüge und Narrenkleider schneidern lassen.

Meinungen über das E-Book Narrenwinter - Alfred Komarek

E-Book-Leseprobe Narrenwinter - Alfred Komarek

Alfred Komarek : Narrenwinter

Alfred Komarek

NARRENWINTER

Roman

Der Roman spielt im steirischen und im oberösterreichischen Salzkammergut. Die örtlichen Gegebenheiten, der historische Hintergrund und die Faschingsbräuche entsprechen der Wirklichkeit.

Herzmanovsky-Orlando hat tatsächlich viele Jahre die Villa Almfried in Ebensee bewohnt. Die Handlung und die Menschen der Gegenwart sind frei erfunden. Die Grafik „Befruchtung durch das Ohr“ befindet sich demnach nicht in Sepp Köberls Ausseer Haus, sondern in Privatbesitz in Innsbruck.

© 2006

HAYMON verlag

Innsbruck-Wien

www.haymonverlag.at

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder in einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

ISBN 978-3-7099-7430-8

Satz: Haymon Verlag/Karin Berner

Umschlag: Benno Peter unter Verwendung eines Fotos von Martin Komarek

Diesen Roman erhalten Sie auch in gedruckter Form mit hochwertiger Ausstattung in Ihrer Buchhandlung oder direkt unter www.haymonverlag.at.

1

Daniel Käfer löste zwei Schrauben und ließ dann ein Messingschild, auf dem Daniel Käfer zu lesen stand, in die Rocktasche gleiten. Er betrat die Wohnung, in der er nicht mehr wohnte. Sie war fast leer, mit kahlen Wänden, so wie vor knapp zwanzig Jahren. Damals hatte er diese Räume in Besitz genommen. Heute gab er sie auf.

Käfer trat an eines der Fenster und schaute auf die vom Regen nasse Luitpoldstraße hinunter: alles andere als eine noble Adresse, aber irgendwie gemütlich und sehr praktisch auf halbem Weg zwischen Bahnhof und Stachus. Er schloss die Augen, atmete tief ein und spürte jetzt ja doch ein wenig alte Vertrautheit, aber auch Unbehagen. Es hatte keinen Sinn mehr, sich hier geborgen zu fühlen.

Auch in München blieb nichts mehr zu tun, beruflich wenigstens.

Er drückte kurz seine Stirn an die kühle Glasscheibe, trat einen Schritt zurück und schüttelte unwillig den Kopf. Nein, er war nicht hier, um Abschied zu nehmen. Er wollte nur noch einmal überprüfen, ob er nicht etwas vergessen hatte in die Transportkisten zu packen. Also ging er suchend von Raum zu Raum. Aber da war nichts mehr, was er später hätte vermissen können. Also gut, alles erledigt demnach. Er nahm den Schlüssel aus der Hosentasche, näherte sich der Wohnungstür, machte zögernd kehrt und ging in die Küche. Hier war es noch am ehesten wohnlich, weil er darauf verzichtet hatte, die schäbig gewordenen Möbel mitzunehmen. Käfer setzte sich und holte, um irgendetwas zu tun, seinen Terminkalender hervor. Die vergangenen Tage waren voller Eintragungen, einige davon rot unterstrichen. Doch allen Gesprächen, die er geführt hatte, war gemeinsam, dass sie ohne greifbares Ergebnis geblieben waren. Dabei spielte es auch keine Rolle, ob ihm jemand höflich, zynisch oder gar herzlich bedauernd nichts zu sagen hatte. So ging es seit Wochen. Immer deutlicher wurde es Käfer bewusst, dass er schon in den letzten Jahren seiner viel gerühmten Tätigkeit als Publizist einen Bereich der Medienlandschaft kultiviert hatte, den es im Grunde genommen nicht mehr gab. Seine Zeitschrift, der IQ, war zuletzt offenbar so etwas wie eine geschützte Werkstätte für ihn und andere vorgestrige Schöngeister gewesen. Jetzt ging es darum, sich aus eigenen Kräften im freien Markt zu behaupten, und an dieser Herausforderung war Daniel Käfer unter dezentem Applaus seiner Neider gescheitert.

Dabei hatte er sich nichts geschenkt, war nicht nur einmal über seinen Schatten gesprungen, war bereit gewesen, einen hohen Preis dafür zu bezahlen, sich selbst so halbwegs treu bleiben zu dürfen. Er hatte hohle Schwätzer, machtgeile Manager und eitle Selbstdarsteller ertragen. Und dann war da gestern noch diese TV-Frau gewesen, öffentlichkeitsrechtlich, aber mit Paris-Hilton-Blick: „Ihren IQ in Ehren Herr … wie war doch gleich der Name? Diese Klugscheißereien gehn uns jedenfalls am Arsch vorbei. Kommen Sie mit geilen Formaten, wenn Sie landen wollen.“

Schluss jetzt damit, verdammt noch einmal. Wütend, doch mit einiger Befriedigung zerriss Käfer den Terminkalender. Dann stand er auf, hob den Sessel über den Kopf und schmiss ihn gegen den Küchenboden. Ein Bein knickte ab. Mit Nachdruck, doch ohne Hast setzte er die Zerstörung des Möbelstückes fort und hielt erst inne, als er Sabines Stimme hörte.

„Störe ich, Daniel? Ich kann auch später kommen.“

„Aber nein! Ich bin so gut wie fertig.“

„Offensichtlich. Erleichtert dich das?“

„Ja. Und es kostet fast nichts. Alles, was irgendwie von Wert sein könnte, ist schon bei meinem Bruder in Graz angelangt. Ich komme morgen nach und werde die nächste Zeit bei ihm wohnen. Sein Haus ist ein ideales Zwischenlager für gescheiterte Existenzen nebst Zubehör. Oder sollte ich Endlager sagen? Woher wusstest du eigentlich, dass ich hier bin, Sabine?“

„Hellseherei, Sehnsucht, pure Unvernunft, romantische Aufwallungen. Außerdem musste ich dir ja den Wohnungsschlüssel zurückbringen. Möchtest du noch ein paar peinliche Ausreden und Geständnisse hören?“

„Nein, danke. Was lesen wir in der Trivialliteratur zu diesem Thema? Er verschloss ihr den Mund mit einem Kuss.“

Käfer ließ es nicht beim Zitat bewenden. Dann spürte er Widerstand. Sabine hielt ihn mit ausgestreckten Armen auf Distanz und schaute ihm ins Gesicht. „Mist, nicht wahr, Daniel?“

„Wird stimmen, wenn du es sagst.“

„Ja und weiter? Aufgeben gilt nicht.“

„So? Nicht?“

„Nein.“

Käfer überlegte eine Weile, dann lächelte er böse. „Gut. Kann ich deinen Terminkalender haben?“

Sabine kramte in ihrer Handtasche. „Hier. Was willst du damit?“

„Ich zerreiße ihn. Hab ich mit meinem vorhin auch getan. Und du begleitest mich morgen nach Graz.“

„Was soll das, spinnst du? Was tu ich dort?“

„Mit mir den bescheidenen Rest meines Berufslebens teilen. Und am Anfang steht eine romantische Winterreise in einem bezaubernden Auto. Ich liebe das Abenteuer, weißt du?“

„Wie? Ach so, deine Ente … und das Buchprojekt. Du willst zurück ins Salzkammergut?“

„Um zu arbeiten. Im Winter habe ich diese Landschaft noch nicht erlebt. Und die Faschingstage stehen vor der Tür.“

„Karneval?“

„Etwas in dieser Art, aber sehr eigenständig – uraltes Brauchtum. Ein wichtiges Thema fürs Buch. Und du kannst gleich einmal fotografieren.“

Sabine schaute auf die Reste ihres Terminkalenders herab, dann hob sie den Kopf. „Das kannst du mit mir nicht machen, Daniel. Was du willst, ist rücksichtslos und dumm. Ich werde meine Aufträge hier in Deutschland pünktlich erfüllen. Ich werde mich nicht mit dir auf ein kindisches Auto-Abenteuer einlassen. Ich weigere mich, Arbeit in ein Projekt zu investieren, das kaum angedacht ist. Ich halte dich natürlich nicht auf. Tu, was du willst. Aber du wirst es ohne mich tun. Sag einmal, hältst du mich für total verrückt?“

„Ja, Liebes.“

„Sei vernünftig, Daniel, bitte!“

„Ich gebe mir alle Mühe. Du hast also morgen einen ganzen halben Tag Zeit, deine Geschäftspartner um Verständnis zu bitten. Ich hingegen werde mit Heinz Rösler reden. Er muss uns für diese Reise mit einem konkreten Auftrag und einem Budget ausstatten.“

„Es schneit wie wild in Österreich. Es gibt Straßensperren. Und deine Ente …“

„… hat zwar keine nennenswerte Heizung, aber Winterreifen. Und jetzt noch etwas weniger Vernünftiges, Sabine: Es ist unser erstes gemeinsames Projekt und die erste gemeinsame Reise in eine Gegend, die längst meine zweite Heimat geworden ist.“

„Daniel …, ich will das noch einmal überschlafen.“

„Doch hoffentlich mit mir?“

Käfer reiste allein. Sabine hatte ihn zu einem Kompromiss überredet. Sie versprach nachzukommen, sobald die dringendsten Arbeiten erledigt wären. Die Rückfahrt fände aber zu zweit statt, garantiert, und so was von zu zweit …

Er war nur kurz in Graz geblieben, weil er ein längeres Gespräch mit seinem Bruder vermeiden wollte. Heinz bemühte sich zwar stets, ihn mit guten Ratschlägen oder mahnenden Worten zu verschonen. Doch seine berufsbedingte Art, Sachverhalte kühl zu analysieren und exakt zu benennen, konfrontierte Käfer mit einer Wirklichkeit, die er gar nicht so deutlich sehen wollte.

Außerdem war er ungeduldig. Endlich verfolgte er wieder ein konkretes Ziel statt gegen verbale Wände zu rennen. Natürlich wäre es klüger gewesen, die Eisenbahn zu nehmen. Aber er brauchte dieses, na ja, Sabine hatte Recht gehabt, dieses kindische Abenteuer. Immerhin nahm er vorerst die Autobahn, um Zeit zu sparen. Ein dicker Mantel schützte ihn vor der Kälte, und gerührt nahm Käfer die Andeutung eines nicht ganz so kalten Lufthauchs wahr, der von irgendwo her sein Gesicht streifte. Die Heizung, na bitte. Das Wetter in Graz war sonnig gewesen, ein klarer Wintertag, der die Schneereste auf den rotbraunen Dächern der Altstadt glitzern ließ. Jetzt, gegen Mittag, war der Himmel bedeckt. Erst fielen vereinzelte Flocken, dann schneite es dichter. Bald schabten mit Eis verkrustete Wischerblätter wirkungslos über vereistes Glas. Wo immer es möglich war, hielt Käfer an und sorgte mit kalten Fingern und heißem Bemühen für bessere Sicht. Dennoch fühlte er sich auf der Autobahn allmählich fehl am Platze und suchte fortan auf schmalen Straßen seinen Weg. So zwischendurch verzehrte er eine erschreckend fette Bratwurst, trank Tee und fühlte sich für die nächsten Wochen gesättigt. Vorsichtig rollte er auf Schneefahrbahnen durchs tief verschneite Ennstal und starrte angestrengt ins wirbelnde Weiß. Als er zur Passstraße abzweigte, die über die Klachau führt, sah er fast erschrocken den Grimming vor sich aufragen, eine wütende steinerne Drohgebärde. Daniel Käfer konnte sich nicht erinnern, je so einen unwirschen Berg gesehen zu haben. Er fröstelte und bewegte sich mit einigem Respekt an eisigen Flanken und Lawinenhängen vorbei auf die Passhöhe zu.

Dann aber war er fast schon am Ziel und freute sich auf den Stoffen in Sarstein, das kleine Bauernhaus, wo er im vergangenen Jahr gewohnt hatte. Er seufzte. Wäre nur alles in der Welt so unverrückbar gewiss wie der Schnaps in Maria Schlömmers Küche, der Hut auf Hubert Schlömmers Kopf und der Dachstein vor dem Fenster.

Endlich angekommen, bremste Käfer sachte, stieg aus und schaute sich ratlos um. Über einen Meter hoch lag der Schnee. Ein schmaler Weg zur Haustür war freigeschaufelt, und ein Parkplatz, auf dem ein tiefschwarzer Geländewagen stand, gewaltig groß, unverhüllt aggressiv und überzeugend hässlich.

„Bist auch wieder da?“

Käfer wandte den Kopf und sah Hubert Schlömmer vor das Haus treten.

„Hubert! Das freut mich aber!“

Wortlos ging Schlömmer auf Käfers Fahrzeug zu und bog das dünne Blech eines Kotflügels nach oben. Dann schaute er zum Geländewagen hin. „Zu dem kannst Auto sagen.“

„Kommt auf den Brutalisierungsgrad des Stilempfindens an. Wohin jetzt mit meiner Ente?“

Schlömmer deutete mit dem Kinn auf den Wegrand, ging zum Haus und kam mit einer Schaufel zurück, die er Käfer überreichte. „Wird dir wenigstens warm!“

Daniel Käfer war sprachlos, und sein Gegenüber schien alles gesagt zu haben. Da standen sie also, und das Schweigen zwischen den beiden war irgendwie ohrenbetäubend.

Nach einer kleinen Ewigkeit grinste Hubert Schlömmer, griff zur Schaufel und warf sie in den Schnee. „Zehn Meter weiter beim Nachbarn ist Platz.“

Daniel Käfer roch am leer getrunkenen Schnapsglas und betrachtete zufrieden die ihm wohlvertraute Küche. „Die Wohnung in München ist geräumt, in Graz gibt mir mein Bruder ein Notquartier. Aber hier bin ich zuhause.“

„Meinst halt.“ Hubert Schlömmer stand auf und wandte sich zum Gehen. Seine Frau setzte sich an den Küchentisch. „Wo ist die Sabine?“

„Kommt nach.“

Sie füllte die Gläser ein zweites Mal. „Hätt ich dir gar nicht zugetraut, Daniel.“

„Was?“

„So einen Freund.“

„Freund? Welchen?“

„Den mit dem Auto da draußen.“

„Dieses martialische Ungetüm meinst du?“

„Hundertzwölftausend Euro.“

„Da hat einer zu viel Geld oder zu wenig Verstand.“

„Du bist neidig. Außerdem zahlt’s die Firma. Der Herr Puntigam ist so was wie ein Direktor.“

„Puntigam? Lass mich nachdenken … Bruno Puntigam vielleicht?“

„Das ist er. Du hast mit ihm in Graz studiert, sagt er.“

„Ja, hab ich. Das war vielleicht einer. Gelernt hat er nie, aber durchgekommen ist er immer. Frauen waren Spielzeug für ihn, aber er war ihr strahlender Held.“

„Und du warst eifersüchtig.“

„Klar. Und nie sein Freund. Wundert mich eigentlich, dass es den noch gibt.“

„Warum?“

„So einer hat viele Feinde. Betrogene Ehemänner, rachsüchtige Weiber, das Finanzamt …“

„Jetzt hörst einmal auf. Nur weil einer ein gestandenes Mannsbild ist.“

„Bist du also auch schon so weit?“

Frau Schlömmer stand auf, trat hinter Daniel Käfer und massierte sanft seine Schultermuskeln. „Ich mit dem? Als ob der Hubert nicht einer zu viel wär. Und jetzt bist du ja auch wieder da. Aber noch was. Du schläfst im anderen Zimmer diesmal, mit dem Loser vor dem Fenster.“

„Wie bitte?“

„Na ja, bei diesem Menschen kannst verflucht schwer nein sagen. Du wirst inzwischen wissen, wie der Dachstein ausschaut, hat er gemeint. Und für ihn ist er halt neu. Außerdem gäb’s im größeren Zimmer zwei getrennte Betten, das wär doch viel vernünftiger für ein älteres Paar.“

„Sehr witzig.“

2

Daniel Käfer hatte seinen Studienkollegen als exzessiven Langschläfer in Erinnerung. Darum ging er am nächsten Tag frühmorgens nach unten, um beim Frühstück noch Ruhe zu haben. Doch zu seiner Überraschung sah er ihn am Küchenherd stehen und zwei Eier in eine Pfanne schlagen, in der Speckscheiben brutzelten. Puntigam hörte Käfers Schritte, schob schnell die Pfanne vom Feuer und breitete die Arme aus: „Daniel, mein Guter! Du musst mir einfach glauben, dass ich mich ehrlich und innig freue, dich zu sehen!“ Er ging auf Käfer zu und legte die Hände auf dessen Schultern. „Es ist doch nicht zu fassen: Noch immer dieser schüchterne Lausbub im Gesicht und noch immer dieses unkeusche Märchen in den Augen! Magst du Speck mit Ei haben? Ich teile gern mit dir. Die Frau Schlömmer hat noch im Stall zu tun.“

Käfer lächelte unsicher. „Hallo Bruno. Lange her, wie?“

„Tausend Jahre und ein Tag – mindestens. Und dann komme ich, stelle das peinlichste aller Autos auf deinen Parkplatz und schwatze der Frau Schlömmer deinen Dachstein ab. So macht man sich beliebt. Aber immerhin bin ich dir zu Ehren noch vor der Morgenröte aufgestanden. Das ist mir zum letzten Mal passiert, als in Bilbao Fernando Martinez mit seiner Freundin Schluss machte.“

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