Oma Erna und der verschwundene Kuchen
60 Geschichten für Menschen mit Demenz – Vorlesen, Lachen, Erinnern & kleine Aktivitätsseiten
Mirko Kukuk
Impressum © 2025 Mirko Kukuk
Mirko KukukKleinfeld 10221149 HamburgUmschlaggestaltung: © Copyright by Mirko
[email protected] Rechte vorbehaltenDie Inhalte dieses Buches dienen der Unterhaltung und Förderung von Freude und Erinnerungen. Sie ersetzen keine medizinische Beratung oder Betreuung bei Demenz oder anderen gesundheitlichen Problemen.KI Unterstützung bei Text/Bild: Gemini/ChatGPT
Inhalt
Titelseite
Impressum
Vorwort
Einleitung
Kapitel 1: Kleine Missgeschicke mit großem Lachen
1. Die Brille, die plötzlich weg war
2. Der Schlüssel im Brotkorb
3. Der Hut im Kühlschrank
4. Die Uhr, die falsch ging
5. Der Mantel im Sommer
6. Die Tasche auf dem Herd
7. Der Kalender mit zwei Montagen
8. Die falschen Schuhe vor der Tür
9. Der Zettel, der alles erklärte
10. Das Telefon im Blumentopf
Kapitel 2: Erinnerungen von früher
11. Der Tanztee am Sonntagnachmittag
12. Der erste Fernseher im Wohnzimmer
13. Der Sonntagsbraten bei Mutter
14. Die Fahrt im vollgepackten Auto
15. Der Urlaub ohne Koffer
16. Die Schulzeit mit Schiefertafel
17. Der Bäcker an der Ecke
18. Das Radio mit der guten Musik
19. Der Duft von frisch gebackenem Brot
20. Der Sonntag, der immer gleich war
Kapitel 3: Nachbarn & kleine Verwechslungen
21. Der Nachbar, der angeblich gestohlen hat
22. Der Besuch, der gar keiner war
23. Der Geburtstag, der zweimal gefeiert wurde
24. Der Brief im falschen Briefkasten
25. Die falsche Wohnungstür
26. Der Gruß an die falsche Person
27. Der Kaffee für drei Personen
28. Der Stuhl, der plötzlich fehlte
29. Der Hut des Nachbarn
30. Das Fenster, das offen bleiben sollte
Kapitel 4: Tierisch lustige Begegnungen
31. Der Hund mit dem Sonntagsbraten
32. Die Katze auf dem Kleiderschrank
33. Der Vogel im Wohnzimmer
34. Das Huhn im Garten
35. Der Hund, der alles wusste
36. Die Katze, die nie kam
37. Das Tier, das keiner kannte
38. Der Vogel, der pünktlich war
39. Der Hund auf dem Sofa
40. Die Katze mit dem fremden Namen
Kapitel 5: Kleine Weisheiten mit Augenzwinkern
41. Ach, das macht doch nichts
42. Heute ist auch ein guter Tag
43. Lachen hilft immer
44. Man kann nicht alles wissen
45. Das kommt schon wieder
46. Früher war auch nicht alles besser
47. Ein bisschen durcheinander
48. Alles hat seine Zeit
49. Morgen ist auch noch ein Tag
50. Es darf leicht sein
Kapitel 6: Alltägliche Situationen mit Herz
51. Der Kaffee, der kalt wurde
52. Das Frühstück am Nachmittag
53. Der Stuhl am Fenster
54. Der Spaziergang um den Block
55. Das offene Fenster
56. Der Besuch am falschen Tag
57. Die Jacke über dem Stuhl
58. Der Apfel auf dem Tisch
59. Das Licht, das noch brannte
60. Der Abend, der ruhig war
Nachwort
Anhang 1: Erinnerungsseiten
Seite 1 – Meine liebsten Sonntage
Seite 2 – Mein Haustier damals
Seite 3 – Meine schönsten Ferien
Seite 4 – Ein besonderes Fest
Seite 5 – Mein Lieblingsgericht
Seite 6 – Ein Tag, an den ich mich oft erinnere
Anhang 2: Mini-Aktivitäten
Anhang 3: Weisheiten und Sprüche
Weitere Bücher für Senioren:
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
dieses Buch ist für all jene gedacht, die das Leben mit einem Lächeln betrachten möchten – ganz gleich, wie alt man ist oder welche Erinnerungen man mit sich trägt. Hier finden Sie humorvolle, kurze Geschichten aus dem Alltag, kleine Missgeschicke und liebevolle Erinnerungen, die uns zeigen, dass das Leben oft einfacher und fröhlicher ist, als wir denken.
Die Geschichten sind bewusst leicht verständlich geschrieben, damit sie besonders gut für Menschen mit Demenz geeignet sind. Jede Seite soll ein kleines Lächeln schenken, ein warmes Gefühl erzeugen und vielleicht an eigene kleine Abenteuer oder besondere Momente erinnern.
Zusätzlich finden Sie im Buch Anhänge, die das Leseerlebnis noch abwechslungsreicher machen:
- Erinnerungsseiten, auf denen Sie eigene Fotos oder kleine Notizen eintragen können,
- Mini-Aktivitäten, die Freude bereiten und das Gedächtnis sanft fordern,
- und Weisheiten und Sprüche, die zum Schmunzeln, Nachdenken und Aufmuntern einladen.
Dieses Buch soll Ihnen Freude, Leichtigkeit und Herzlichkeit schenken. Lesen, lachen, Erinnerungen teilen – und dabei immer wieder entdecken, dass jeder Tag kleine Momente voller Glück bereithält.
Ich wünsche Ihnen viele schöne Stunden beim Lesen, Schmunzeln und Erinnern.
Herzlichst,Mirko
Einleitung
Willkommen in einer Welt voller humorvoller Geschichten, kleiner Missgeschicke und liebevoller Erinnerungen!
In diesem Buch finden Sie 60 kurze Geschichten, aufgeteilt in sechs Kapitel:
- Kleine Missgeschicke mit großem Lachen
- Erinnerungen von früher
- Nachbarn & kleine Verwechslungen
- Tierisch lustige Begegnungen
- Kleine Weisheiten mit Augenzwinkern
- Alltägliche Situationen mit Herz
Jede Geschichte ist so gestaltet, dass sie leicht verständlich und angenehm zu lesen ist. Sie erzählen von alltäglichen Momenten, kleinen Überraschungen und freundlichen Situationen, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Am Ende des Buches finden Sie anhängende Seiten, die das Buch besonders machen:
- Erinnerungsseiten, um eigene Erlebnisse einzutragen,
- Mini-Aktivitäten, um das Gedächtnis sanft zu trainieren,
- und Weisheiten & Sprüche, die Freude, Gelassenheit und Humor schenken.
Dieses Buch ist nicht nur zum Lesen gedacht – es lädt ein, es zu erleben, Erinnerungen zu teilen und kleine Momente bewusst zu genießen.
Tauchen Sie ein in die Geschichten, schmunzeln Sie über kleine Missgeschicke und genießen Sie die Wärme und Freundlichkeit, die jede Seite vermittelt.
Jeder Tag kann ein wenig heller, leichter und fröhlicher werden – manchmal reicht schon ein kleines Lächeln.
Kapitel 1: Kleine Missgeschicke mit großem Lachen
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns zum Lächeln bringen.Ein Gegenstand, der nicht dort liegt, wo er sein sollte.Ein Moment, in dem man kurz innehält und denkt: Ach ja, so ist das also.
In diesem Kapitel geht es um genau solche Augenblicke.Um kleine Missgeschicke aus dem Alltag, die niemandem schaden.Sie passieren einfach.Und oft sind sie im Nachhinein sogar ein bisschen lustig.
Für Menschen mit Demenz können diese Situationen verwirrend sein.Doch sie müssen es nicht bleiben.Wenn man ihnen mit Ruhe begegnet,wenn man nicht drängt und nicht erklärt,sondern einfach da ist,kann aus Verwirrung ein Lächeln werden.
Die Geschichten in diesem Kapitel erzählen von Dingen,die jeder kennt.Von Brillen, Schlüsseln und anderen Alltagsbegleitern,die manchmal ihren eigenen Weg gehen.
Es wird nichts bewertet.Niemand macht etwas falsch.Alles darf sein.
Beim Vorlesen darf gelacht werden.Oder auch nur geschmunzelt.Vielleicht entsteht ein Gespräch.Vielleicht auch nur ein stiller Moment.
Beides ist gut.
Denn manchmal reicht es schon,wenn ein Augenblick leicht wird.Wenn man merkt:Ich bin nicht allein mit solchen Erlebnissen.
Und manchmal tut es einfach gut zu hören,dass selbst dann,wenn etwas kurz verloren geht,am Ende alles in Ordnung sein kann.
1. Die Brille, die plötzlich weg war
Oma Erna stand im Wohnzimmer und schaute sich um.Sie suchte ihre Brille.
Ohne Brille war alles ein wenig verschwommen.Der Tisch sah aus wie ein Tisch,aber auch ein bisschen wie ein großer Fleck.
„Die war doch eben noch da“, sagte Oma Erna leise.
Sie ging zum Tisch.Keine Brille.Sie schaute auf den Stuhl.Auch keine Brille.
Langsam ging sie zur Kommode.Sie öffnete die Schublade.Dort lagen Taschentücher, ein Kammund ein alter Zettel.Aber keine Brille.
Oma Erna setzte sich.Sie dachte nach.Das tat sie gern, auch wenn es manchmal nicht half.
„Vielleicht habe ich sie abgelegt“, sagte sie.„Das mache ich ja manchmal.“
Sie stand wieder auf und ging in die Küche.Auf der Arbeitsfläche stand eine Tasse.Daneben ein Teller.Die Brille war nicht da.
Oma Erna seufzte.Dann blieb sie stehen.Sie fasste sich an die Nase.
Dort saß die Brille.
Oma Erna musste lachen.Nicht laut.Eher leise und freundlich.
„Na sowas“, sagte sie.„Da hast du dich ja gut versteckt.“
Sie setzte sich wieder auf ihren Stuhl.Jetzt konnte sie alles klar sehen.Den Tisch.Den Schrank.Das Fenster.
Oma Erna lächelte.Die Brille war wieder da.Und der Tag ging ganz normal weiter.
2. Der Schlüssel im Brotkorb
Am Morgen wollte Oma Erna einkaufen gehen.Sie zog ihre Jacke an und griff nach dem Schlüssel.
Der Schlüssel war nicht da.
Sie schaute auf den kleinen Tisch im Flur.Dort lag sonst immer der Schlüssel.Heute lag dort nichts.
„Das ist ja komisch“, sagte Oma Erna.
Sie ging in die Küche.Vielleicht hatte sie den Schlüssel dort hingelegt.Auf dem Tisch lag das Brot.Daneben der Brotkorb.
Oma Erna öffnete den Brotkorb.Drinnen lag das Brot.Und etwas Glänzendes.
Es war der Schlüssel.
Oma Erna schaute ihn an.Dann schaute sie das Brot an.Dann wieder den Schlüssel.
Sie musste schmunzeln.
„Na gut“, sagte sie.„Dann weiß ich wenigstens, wo du bist.“
Sie nahm den Schlüssel aus dem Brotkorbund legte ihn auf den Tisch.Dort blieb er liegen.
Oma Erna setzte sich.Sie schnitt sich eine Scheibe Brot ab.Ganz in Ruhe.
Der Schlüssel lag jetzt richtig.Das Brot auch.
Als sie später losging,nahm sie den Schlüssel vom Tisch.Er fühlte sich vertraut an in ihrer Hand.
Oma Erna zog die Tür hinter sich zu.Alles war da, wo es sein sollte.Zumindest für den Moment.
Und das reichte.
3. Der Hut im Kühlschrank
Oma Erna stand in der Küche und überlegte.Irgendetwas fehlte.Sie wusste nur nicht genau was.
Es war still.Der Kühlschrank summte leise.Oma Erna ging ein paar Schritte und blieb stehen.
„Mein Hut“, sagte sie.„Den brauche ich doch.“
Der Hut lag sonst immer auf der Garderobe.Oder auf dem Stuhl im Flur.Heute lag er dort nicht.
Oma Erna ging zurück in die Küche.Sie öffnete den Kühlschrank.Ein Blick hinein konnte ja nicht schaden.
Drinnen standen Milch und Marmelade.Ein Stück Käse.Und ganz oben, auf dem Glasboden,lag ihr Hut.
Oma Erna schaute ihn an.Der Hut schaute nicht zurück.
Sie lachte leise.„Na, du hast es ja schön kühl hier“, sagte sie.
Vorsichtig nahm sie den Hut heraus.Er war ein bisschen kalt.Aber sonst war alles in Ordnung.
Oma Erna legte den Hut auf den Tisch.Dann schloss sie den Kühlschrank.Sie blieb noch einen Moment stehen.
„Manchmal braucht man einfach einen guten Platz“,sagte sie und nickte.
Später setzte sie den Hut auf.Er passte noch genau wie früher.Oma Erna ging zum Fenster und schaute hinaus.
Der Hut war wieder da.Die Küche war ruhig.Und Oma Erna fühlte sich zufrieden.
4. Die Uhr, die falsch ging
Oma Erna saß im Wohnzimmer und schaute auf die Uhr.Die Uhr hing schon lange an der Wand.Sie tickte leise vor sich hin.
„So spät schon?“, sagte Oma Erna.
Sie stand auf.Dabei hatte sie gerade erst gefrühstückt.Oder war das schon Mittag gewesen?
Oma Erna ging näher an die Uhr heran.Sie schaute ganz genau hin.Der Zeiger bewegte sich.Aber irgendwie anders als sonst.
„Du hast es heute eilig“, sagte sie zur Uhr.
Sie setzte sich wieder.Die Uhr tickte weiter.Oma Erna hörte eine Weile zu.
Dann fiel ihr etwas auf.Die Uhr ging falsch.Schon seit gestern.Vielleicht auch schon länger.
Oma Erna lächelte.„Dann bist du heute schuld“, sagte sie.
Sie stellte die Uhr nicht um.Das musste jetzt nicht sein.Es war auch so in Ordnung.
Oma Erna machte sich einen Kaffee.Sie setzte sich an den Tisch.Der Kaffee war warm.Der Moment auch.
Die Uhr tickte weiter.Ein bisschen zu schnell.Ein bisschen zu langsam.
Oma Erna schaute nicht mehr hin.Sie wusste:Es war genau die richtige Zeit für eine Pause.
5. Der Mantel im Sommer
Es war warm an diesem Tag.Die Sonne schien durch das Fenster.Oma Erna saß im Wohnzimmer und hielt ihren Mantel in der Hand.
„Den brauche ich gleich“, sagte sie.
Sie zog den Mantel an.Er war schwer.Und ziemlich warm.
Oma Erna ging ein paar Schritte.Dann blieb sie stehen.Sie wischte sich über die Stirn.
„Das ist aber warm heute“, sagte sie.
Sie ging zum Fenster und schaute hinaus.Die Bäume bewegten sich leicht im Wind.Alles sah nach Sommer aus.
Oma Erna schaute an sich herunter.Der Mantel hing über ihren Schultern.
Sie musste lachen.„Ach so“, sagte sie.„Deshalb also.“
Langsam zog sie den Mantel wieder aus.Sie legte ihn über den Stuhl.Dort sah er gut aus.
Oma Erna setzte sich.Ohne Mantel war es angenehmer.Sie atmete tief durch.
Der Sommer durfte Sommer sein.Der Mantel durfte warten.
Oma Erna lächelte.Manchmal war es gut,wenn man nicht alles sofort brauchte.
Der Tag war warm.Und das war in Ordnung.
6. Die Tasche auf dem Herd
Oma Erna stand in der Küche und schaute auf den Herd.Dort stand ihre Tasche.
Die Tasche gehörte eigentlich an den Haken neben der Tür.Oder auf den Stuhl.Aber sicher nicht auf den Herd.
Oma Erna legte den Kopf ein wenig schief.„Na sowas“, sagte sie.
Der Herd war aus.Das war gut.Oma Erna schaute noch einmal genau hin.
Sie nahm die Tasche vorsichtig herunter.Sie stellte sie auf den Tisch.Dort sah sie gleich besser aus.
Oma Erna öffnete die Tasche.Drinnen war alles, was hineingehörte.Der Geldbeutel.Ein Taschentuch.Ein kleiner Zettel.
„Dann bist du ja bereit“, sagte Oma Erna zur Tasche.
Sie setzte sich.Der Herd blieb ruhig.Die Tasche auch.
Oma Erna erinnerte sich,dass sie vorhin in der Küche gewesen war.Sie hatte etwas gesucht.Was genau, wusste sie nicht mehr.
Das war nicht schlimm.
Sie schloss die Tasche wieder.Dann ging sie zum Fenster.Draußen war es hell.
Oma Erna lächelte.Die Tasche hatte kurz einen Umweg gemacht.Jetzt war sie wieder da,wo sie hingehörte.
Und das reichte für den Moment.
7. Der Kalender mit zwei Montagen
Oma Erna saß am Tisch und schaute auf den Kalender.
---ENDE DER LESEPROBE---