Online with God - Kerstin Hack - E-Book

Online with God E-Book

Kerstin Hack

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Beschreibung

Gebet ist langweilig, fade und mühsam? Nicht mehr, wenn du dich von "Online with God" inspirieren lässt. Eine solide Einführung in die Grundlagen und Praxis des Gebets und ein Feuerwerk von Inspiration und praktischen Ideen. Neuauflage des beliebten Trainingskurses Im Quadro-Format.

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Seitenzahl: 47

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Kerstin Hack: Online with God – Trainingskurs Gebet

Quadro Nr. 2

© 2011 (3. Auflage) Down to Earth · Laubacher Str. 16 II · 14197 Berlin

Gestaltung: www.michaelzimmermann.com

eBook Erstellung: Stefan Böhringer, eWort www.ewort.de

Fotos: photocase.com - chriskuddl (1), Frank Gleitsmann (6), manun (14), scatterly (30)

Lektorat: Harald Sommerfeld, MatMil Berlin

ISBN 978-3-935992-05-3

ISBN eBook 978-3-86270-269-5; eBook-PDF: -271-8; Smartphone-App: -270-1

Zitate stammen aus der Zitate-Sammlung »Gut gesagt«, Down to Earth Verlag, 2008.

Impulshefte, Quadros und Bücher als Apps für Smartphones: www.textunes.de

Mehr von Kerstin Hack und weitere Quadros gibt es unter 

www.down-to-earth.de und www.meinquadro.de

Beten kann jeder

Gott will, wenn wir zu ihm beten, nicht etwas Neues von uns hören, sondern er möchte uns hören – und das immer wieder aufs Neue. —Hans-Joachim Eckstein

Beten kann jeder. 

Viele kleine Kinder reden – ohne dass es ihnen jemand beigebracht hat – einfach so mit Gott. Gebet ist ganz natürlich. Es gibt kaum jemanden, der noch nie in einer schwierigen Situation zu Gott geschrien hat.

Auf einer nassen Strasse voll mit Herbstlaub verlierst du die Kontrolle über dein Auto oder Fahrrad, kommst ins Schleudern, ein Mercedes rast genau auf dich zu und du betest verzweifelt: »Oh Gott, hilf mir!« 

Ein Familienmitglied oder nahe stehender Mensch schwebt in Lebensgefahr. Die Ärzte bezeichnen die Lage als »kritisch bis sehr kritisch«. Du fängst an zu beten: »Oh Gott, bitte lass diesen lieben Menschen nicht sterben.« 

Kurz vor einer Prüfung wird dir bewusst, dass du viel zu spät angefangen hast zu lernen, deine Karriere jedoch von dieser Prüfung abhängig ist. Es scheint unmöglich, die Relativitätstheorie, englische Deklinationen, die Photosynthese oder Hunderte von Vokabeln noch rechtzeitig in deinen Kopf zu bekommen. Verzweifelt betest du: »Gott, hilf mir!«

Dein Arbeitsplatz oder deine Ehe ist bedroht, dir geht es emotional schlecht und du bist verzweifelt: »Gott, bitte tu was, hilf mir!« Fast jeder kennt solche Gebete. »Not lehrt beten«, sagt man. 

Viele erleben auch das Gegenteil – das spontane Gebet der Dankbarkeit. Etwas Wunderbares ist gerade passiert, ein Mensch wurde gesund, eine Prüfung bestanden, eine Beziehung gerettet. Spontan bricht es aus dir heraus: »Oh Gott, ich danke dir. Oh Gott, ich bin ja so froh!« So geschah es 1989 nach dem unerwarteten Mauerfall, als eine ganze Nation keine anderen Worte für das wunderbar Unbegreifliche fand als »Wahnsinn!« und »Großer Gott, wir loben dich!«

Extreme Momente, egal ob es sich um Krisen oder wunderbare Ereignisse handelt, machen uns bewusst, wie abhängig wir von Gottes Handeln sind. Ganz natürlich und spontan drücken wir das in unseren Gebeten aus. Beten kann jeder!

Beten kannst du lernen

Beten kann man lernen. 

Auch wenn fast jeder beten und in extremen Situationen mit Gott sprechen kann, beinhaltet Gebet mehr, als ab und zu ein Stoß- oder Dankgebet von sich zu geben. Gebet kann Ausdruck einer intensiv gelebten Beziehung zu Gott sein. 

Beten kannst du lernen. 

Wenn du möchtest, dass deine Gespräche mit Gott über gelegentliche Stoßseufzer hinausgehen, dass sie vielmehr echt, tief, lebendig und bereichernd sind, dann kann dieses Quadro dir wertvolle Anregungen geben. 

Auf der Basis des Vaterunser, des Gebetes, das Jesus seine Jünger gelehrt hat und das eine Art Zusammenfassung aller wichtigen Gebetsthemen ist, gebe ich Impulse und Anregungen, wie du Beten lernen und einüben kannst. 

Ich habe auf meinem Weg mit Jesus Zeiten erlebt, in denen ich lange und intensiv für andere gebetet habe oder Gott »nur« mein Herz ausschüttete. 

Ich kenne aber auch Zeiten, die von tiefer Sprachlosigkeit geprägt waren und in denen es mir schwer fiel, eigene Worte zu finden. In solchen Zeiten hilft es mir, auf vertraute Gebete aus der Bibel und bewährte Gebetsformen zurückzugreifen oder mich mit Hilfe der Namen Gottes auf seinen Charakter zu besinnen. 

Die Grundlage für effektives Gebet ist, sowohl dich selbst als auch Gottes Charakter zu kennen. Je besser du dich kennst, umso leichter fällt es dir, Gott dein Herz zu zeigen. Und je besser du ihn kennst, umso leichter kannst du vertrauensvoll zu ihm kommen.

Beten kannst du lernen. 

Tipps zur Anwendung

Aus Platzgründen habe ich Bibelstellen ab und an gekürzt. Lies einfach den ganzen Abschnitt, in dem die zitierte Stelle steht.Die 28 Abschnitte dieses Heftes sind eine Leitlinie, aber keine Zwangsvorgabe. Wenn dich ein Thema besonders anspricht, lies es ruhig mehrmals durch. Sprich nach dem Lesen mit Jesus über das Gelesene – dadurch verankert es sich besser und außerdem stärkt es deine Beziehung zu ihm.Was du aufschreibst, wird konkret. Ich empfehle dir, die Fragen im Quadro schriftlich zu beantworten und dir Notizen zu machen, wie du die Handlungsimpulse umsetzen möchtest. Du kannst dazu ein Notizbuch verwenden oder das Heft Mein Quadro, das wir speziell dafür entwickelt haben.Wer nur passiv konsumiert, bleibt passiv. Frage dich nach dem Lesen: Wenn ich jemandem erzählen würde, was ich gelernt habe – was würde ich ihm oder ihr sagen?»Es gibt nichts Gutes, außer man tut es«, sagte Erich Kästner. Je ernster du die Fragen und Tipps zur Umsetzung nimmst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Gebetsleben verändert.Lies das Quadro gemeinsam mit deinem Partner, einem/r Freund(in), mit Leuten aus deiner Gruppe oder Gemeinde. Tauscht euch über eure Erfahrungen aus.Wenn du beim Gebet immer wieder Blockaden erlebst, dann sprich darüber mit einem Menschen, dem du vertraust. Möglicherweise überträgst du, ohne es zu wollen, negative Erfahrungen mit Menschen auf Gott und brauchst Hilfe, um dich von falschen Verknüpfungen zu lösen. Sei gelassen. Änderungen geschehen nicht von heute auf morgen. Das sieht man bei den Jüngern, die selbst nach Jahren des Lebens mit Jesus Wesentliches kaum umgesetzt hatten. Erlaube dir, in deinem Tempo beten zu lernen und verändert zu werden. Feiere jeden kleinen Fortschritt, den du erkennst.