Opfer der Lust - Sandra Henke - E-Book
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Beschreibung

„‚Ich möchte von dir genommen werden‘, hauchte sie. – ‚Später‘, sagte er. ‚Lass uns erst ein wenig spielen.‘“ Eine Nacht voller Leidenschaft: Zum ersten Mal erlebt Beth Sex nach allen Regeln der Kunst, noch dazu mit einem knackigen Wachmann in einer nächtlichen Shopping Mall. Sie genießt es. Sie kann nicht genug bekommen. Doch sie ahnt nicht, dass eine Überwachungskamera alles filmt … Jahre später hat Beth ihre Jugendsünde fast vergessen. Aber dann taucht der ebenso geheimnisvolle wie dominante Kade in ihrem Leben auf – und setzt sie mit dem Video unter Druck. Beth muss sich ihm hingeben. Wann er es will, wo er es will, wie er es will. Und obwohl Beth ahnt, dass sie Angst haben sollte, empfindet sie vor allem eins: eine Lust, die heißer brennt als Feuer … „Ein erotischer Roman, der es in jeder Weise in sich hat. Spannung vom Anfang bis zum Schluss, mehr als heiße Szenen und einen Helden, in den man sich sogar als Leserin verliebt. Verdiente 5 Punkte und ein AMAZING obendrauf!“ www.auszeit-magazin.de Jetzt als eBook: „Opfer der Lust“ von Sandra Henke. Lesen ist sexy: venusbooks – der erotische eBook-Verlag.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl:587


Über dieses Buch:

Eine Nacht voller Leidenschaft: Zum ersten Mal erlebt Beth Sex nach allen Regeln der Kunst, noch dazu mit einem knackigen Wachmann in einer nächtlichen Shopping Mall. Sie genießt es. Sie kann nicht genug bekommen. Doch sie ahnt nicht, dass eine Überwachungskamera alles filmt … Jahre später hat Beth ihre Jugendsünde fast vergessen. Aber dann taucht der ebenso geheimnisvolle wie dominante Kade in ihrem Leben auf – und setzt sie mit dem Video unter Druck. Beth muss sich ihm hingeben. Wann er es will, wo er es will, wie er es will. Und obwohl Beth ahnt, dass sie Angst haben sollte, empfindet sie vor allem eins: eine Lust, die heißer brennt als Feuer …

„Ein erotischer Roman, der es in jeder Weise in sich hat. Spannung vom Anfang bis zum Schluss, mehr als heiße Szenen und einen Helden, in den man sich sogar als Leserin verliebt. Verdiente 5 Punkte und ein AMAZING obendrauf!“ www.auszeit-magazin.de

Über die Autorin:

Sandra Henke, geboren 1973, gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen erotischer Literatur in Deutschland. Ihre Romane erklimmen regelmäßig Bestsellerpositionen im Ranking der großen Onlinebuchhändler. Sandra Henke lebt glücklich verheiratet in der Nähe von Düsseldorf.

Sandra Henke veröffentlichte bei venusbooks bereits die Romane:

Jenseits aller TabusFlammenzungenGebieter der DunkelheitLoge der LustLotosblüteDie Maske des MeistersDie Condannato-Trilogie – Erster Band: Begierde des BlutesDie Condannato-Trilogie – Zweiter Band: Zähmung des BlutesDie Condannato-Trilogie – Dritter Band: Rebellion des Blutes

Die Autorin im Internet:www.sandrahenke.de

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eBook-Lizenzausgabe Februar 2015

Die Originalausgabe erschien 2008 bei MIRA® TASCHENBÜCHER, Cora Verlag GmbH & Co. KG, Valentinskamp 24, 20350 Hamburg

Copyright © der Originalausgabe 2008 Sandra Henke

Copyright © der eBook-Ausgabe 2013 dotbooks GmbH, München

Copyright © der Lizenzausgabe 2015 venusbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Nicola Bernhart Feines Grafikdesign, München

Titelbildabbildung: © honored – Fotolia.com

ISBN 978-3-95885-030-9

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Sandra Henke Opfer der Lust

Erotischer Roman

1. KAPITEL

Vergangenheit

Eine verhängnisvolle Nacht

Aaron Catlaw wusste, dass er etwas Verbotenes tat. Nicht nur, dass er seinen Nebenjob als Wachmann in der Jamaica Plain Shopping-Mall aufs Spiel setzte und möglicherweise sogar sein Studium an der Polizei-Akademie, sondern er machte sich auch strafbar, weil Beth erst 17 und er schon 21 Jahre alt war. Vor dem Gesetz hatte er Sex mit einer Minderjährigen.

Aber wer konnte diesen kleinen, festen Brüsten, über die sich der Nickistoff ihres engen Shirts spannte, schon widerstehen? Das fragte er sich, als er das Schlüsselbund aus der Hosentasche seiner Uniform herausholte. Außerdem würde Beth in zwei Monaten ohnehin volljährig werden.

Die Alarmanlage der Tierbedarfhandlung hatte er zu Beginn seiner Nachtschicht bereits ausgeschaltet, wodurch er den Generalschlüssel ins Türschloss des Zoogeschäfts stecken und die Tür aufschließen konnte – ohne unmittelbare Konsequenzen. Zumindest fast. Die einzige Konsequenz war, dass seine Hose vor Vorfreude noch ein Stück enger wurde, weil sein bester Freund es kaum erwarten konnte, endlich zum Einsatz zu kommen.

Ganz Gentleman ließ Aaron Beth den Vortritt, nicht ohne Hintergedanken, denn er genoss den Anblick ihres knackigen Hinterns, der in Hotpants steckte. Aber es war nicht so, dass er sie nur wegen ihres Körpers begehrte.

Er liebte sie. Er liebte sie wirklich!

Bethany Hart war eins der unkompliziertesten Mädchen, die er kannte. Für sie war Sex nichts Schmutziges, sondern etwas Natürliches, das zu einer Partnerschaft dazugehört, genauso wie Kuschelabende vor dem Fernseher und Freundschaftsringe.

Aaron ging nun seit einem halben Jahr mit ihr und hatte schon so manche leidenschaftliche Stunde mit ihr verbracht, aber er ahnte, dass diese Nachtschicht außergewöhnlich werden würde.

Alle Geschäfte hatten längst geschlossen und die JP Shopping-Mall war verwaist. Sie waren die einzigen beiden Menschen im ganzen Einkaufscenter.

Aaron schaltete das Deckenlicht an. Eine grelle Neonlampe flackerte auf.

Beth drehte sich um die eigene Achse. Sie räkelte sich lasziv und dennoch mit mädchenhaftem Charme. „Hier gibt es so viel Spielzeug und wir sind völlig unbeobachtet.“

Unweigerlich spähte Aaron zur Überwachungskamera, die vor dem Zoogeschäft hing und auf das Schaufenster gerichtet war.

Bethanys Blick verfinsterte sich. Ihre Augen funkelten giftgrün. „Du hast die Kamera doch ausgestellt, oder?“

„Natürlich, zusammen mit der Alarmanlage.“

Rasch hockte er sich vor den Käfig, in dem zwei braune Hauskaninchen eng aneinandergekuschelt saßen, damit Beth ihm die Lüge nicht im Gesicht ablesen konnte. Durch die Gitterstäbe hindurch streichelte er ihre Hängeohren, denn Tierfreunde konnten bei Frauen immer punkten, und las nebenbei auf dem Preisschild, dass die Kaninchen zur Rasse der Zwergwidder gehörten.

„Dann ist es ja gut“, sagte Beth. Gedankenversunken kaute sie auf dem Ende ihres geflochtenen Zopfs herum und schlenderte durch den Verkaufsraum.

Aaron erhob sich und folgte ihr.

Im Laden gab es nur wenige Tiere: ein Paar Wellensittiche, die leise beim Schnäbeln zwitscherten, einen Leguan, der in einem Terrarium döste, die Widder-Kaninchen – und einen Beo. Sein großer Käfig stand in der Raummitte auf einem Stapel Tierfutter-Kartons. Futterdosen waren in Holzregalen aufgereiht, in durchsichtiger Folie eingeschweißte Heuballen stapelten sich in einer Ecke, aber Beth blieb vor der Wand mit den Haken stehen, an denen unter anderem diverse Hundehalsbänder hingen.

Aaron umschlang von hinten ihre Hüften und schmiegte sich eng an ihren Rücken, damit sie seine Erektion spürte. „Möchtest du eins anprobieren?“

„Ich?“, entfuhr es ihr alarmiert. „Ich habe mir das rote Band nur angeschaut, weil es gut zu Lazys schwarzem Fell passen würde.“

Lazy war ihr Neufundländer. Aaron mochte ihn gut leiden, weil er nicht einer dieser kläffenden Tölen war, sondern trotz jungen Alters meist nur faul in der Ecke lag und ihn mit treuseligem Blick anschaute. Er erinnerte sich nicht daran, den schwarz-weißen Rüden jemals bellen gehört zu haben. Lazy winselte höchstens, wenn er hungrig war.

Aber Aaron sah Lazy ohnehin selten, denn er vermied es, Beth zu Hause zu besuchen. Meist wartete er auf der Straße vor dem Hochhaus, bis sie fertig war und herauskam. Irgendwie ließ ihn das Gefühl nicht los, dass ihr Vater Mantis Hart ihn nicht leiden konnte. Mantis mochte überhaupt keine Cops! Mit seiner Meinung hatte er von Anfang an nicht hinter dem Berg gehalten.

Doch so leicht ließ Aaron sich nicht vertreiben, nicht von einer Frau wie Bethany Hart. Sie befand sich in einer wundervollen Lebensphase – ein Mädchen, das zur Frau erblühte – und er war dankbar, dass er an dieser Phase teilhaben durfte. Allerdings war es nicht so, dass er sie in die Kunst der Erotik einführte. Beth hatte selbst genug verrückte und frivole Gedanken, Ideen und Fantasien. Sie stachelten sich beide gegenseitig an und experimentierten gerne.

„Dir würde das Hundehalsband auch gut stehen, Bethy, wegen deiner natürlichen Bräune“, sagte er mit vor Erregung rauer Stimme.

Er legte ihren braunen Haarzopf über ihre Schulter nach vorne und leckte über ihren Nacken. Zärtlich knabberte er an ihrer Schulter, zupfte mit den Lippen an den Härchen an ihrem Haaransatz und biss in ihren Hals, als wäre er ein Vampir.

Anders als andere heranreifende Mädchen kicherte Beth nicht verschämt und kindisch, sondern neigte den Kopf mal zur Seite und mal nach vorne, damit er besser an ihren Hals kommen und sie verwöhnen konnte.

Sie war eine leidenschaftliche junge Frau!

Beiläufig rieb sie ihr Gesäß gegen Aarons Lenden. Sie machte ihn wahnsinnig mit solchen Gesten! Seine Exfreundinnen hatten ihn am Anfang einer Liebesnacht immer schamhaft weggestoßen, dabei wollten sie den Sex genauso wie er. Bethany dagegen heizte ihm von Anfang an kräftig ein. Sie genoss die körperliche Liebe und gab sich ihm hin. Und trotz aller Frivolität behielt sie diese Aura mädchenhafter Unschuld, die sein Herz genauso erwärmte wie seinen Schoß.

Aaron rollte Beths Oberteil hoch und sie streckte bereitwillig die Arme in die Höhe, damit er es ihr ausziehen konnte. Fasziniert betrachtete er das erwartungsvolle Strahlen auf ihrem Gesicht, das er durch die Spiegelung in der Schaufensterscheibe sehen konnte. Sie knabberte an ihrer Unterlippe. Wie süß sie war!

Zärtlich küsste er ihre Schulterblätter, als er ihren weißen Spitzen-BH öffnete, die Träger von ihren Schultern streifte und ihn ihr auszog. Er legte den Büstenhalter auf die Abdeckung eines Aquariums, das bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt war, in dem ein Plastik-Anemonenfisch schwamm, und nahm das rote Lederhalsband vom Wandhaken.

Vor ihren Augen öffnete er langsam den Verschluss und spürte, wie sie unruhig ihr Gewicht von einem Fuß auf den anderen verlagerte. Aber sie wehrte ihn nicht ab, als er ihr das Halsband anlegte und den Verschluss in ihrem Nacken schloss.

Die Leine, die mit einem Karabinerhaken an der Öse des Halsbandes befestigt war, hing zwischen Beths Brüsten herab. Oh, wie er ihren Busen liebte! Er bezeichnete ihn als jungfräulich, weil die Brustspitzen frivol abstanden und er nicht sonderlich groß war, aber eine Brust seine Handfläche perfekt ausfüllte.

Aaron wurde magisch von diesen bezaubernden Brüsten angezogen. Er nahm sie in die Hände und massierte sie sachte. Dann legte er die Handflächen unter den Busen und strich mit seinen Daumen immer wieder über die Spitzen, bis sie hart und dunkelrot waren.

Seufzend lehnte Beth den Hinterkopf gegen Aarons Schulter.

„Du hast eine samtweiche Haut“, säuselte er und war froh, dass seine Freunde nicht anwesend waren, weil er sich wie ein verliebter Gockel anhörte. Die Videoaufzeichnung würde er ihnen nicht zeigen. Wahrscheinlich.

„Von wem hast du diese zarte Bräune? Deine Eltern sind doch beide hellhäutig.“

Beth zuckte mit den Achseln. „Von meiner Grandma, sagt meine Mom, aber Granny ist vor meiner Geburt gestorben, daher habe ich sie nie kennengelernt. Auf den alten Schwarz-Weiß-Fotos sieht man den Teint nicht richtig.“

„Lass uns jetzt nicht von verstorbenen Verwandten reden. Erzähl mir lieber, was du jetzt tun möchtest.” Behutsam drückte er ihren Busen zusammen, sodass die Hundeleine zwischen ihren Brüsten verschwand.

Er spürte, wie Beth seinen Schritt ertastete und ihren Handballen gegen seine Wölbung rieb.

„Ich möchte von dir genommen werden“, hauchte sie.

Aaron stöhnte. Zu gerne hätte er seiner Lust freien Lauf gelassen, aber er mahnte sich, noch ein wenig länger durchzuhalten. „Später. Lass uns erst ein wenig spielen.“

Während Beth ihre Finger in die Stoffhose seiner Uniform zwängte, küsste er ihr Ohrläppchen. Er saugte es zärtlich tief in seinen Mund ein, ließ es wieder los und übersäte ihre Ohrmuschel mit unzähligen Küssen. Dann schnupperte er an ihrer Halsbeuge. Wie gut sie duftete!

Noch besser allerdings roch sie zwischen ihren Schenkeln.

Bereitwillig ließ sich Beth von ihm Hotpants und Slip ausziehen. Dann drehte sie sich zu ihm um. Sie nahm sein Gesicht in ihre Hände und küsste ihn.

Ihr Kuss war butterweich. Er dauerte ewig, fast so, als wolle sie ihre Lippen nie wieder von den seinen lösen.

Als ihre Zunge in Aarons Mund glitt, zuckte sein Glied ein einziges Mal. Aaron zog Beth ganz nah an sich heran und hielt sie fest an seinen Körper gedrückt.

Sie küssten sich ausgiebig. Seine Hände fanden ihre runden Pohälften und begannen, sie sanft zu massieren, worauf Beth ihr Becken gegen seine Lenden drückte und es kreisen ließ.

Es kostete Aaron eine unbändige Kraft, Bethany nicht einfach auf die Heusäcke zu legen und ohne Umschweife tief in sie einzudringen.

Irgendwann löste sich Beth jedoch von ihm. Sie schaute ihm tief in die Augen. „Was magst du an meinem Körper am liebsten?“

Aaron lächelte. Solch eine Frage konnte nur ein Teenager stellen. Aber so viel älter war er nun auch wieder nicht, was er deutlich an seiner eigenen Ungeduld spürte. Aaron grübelte und grübelte. Er überlegte wirklich! Aber er konnte sich einfach nicht entscheiden.

Schließlich stellte er den Beo-Käfig auf den Boden und klopfte mit der Handfläche auf die Kartons, die in der Mitte des Raums aufgestapelt waren. „Zeig dich doch mal her. Vielleicht fällt mir meine Entscheidung leichter, wenn ich alles an dir genauestens betrachten kann.“

Grinsend tippte Bethany auf seine Nasenspitze. „Glaub ja nicht, dass ich so dumm bin und nicht weiß, was du vorhast. Du möchtest mich nur nackt auf dem Präsentierteller sehen.“

Und vor der Kameralinse, fügte er in Gedanken hinzu, schwieg jedoch, denn dann wäre alles vorbei – das Spiel, die Nacht und auch ihre Beziehung.

Bevor er etwas erwidern konnte, stieg Bethany auf die Kartons. Diese gaben etwas nach, aber Beth schenkte dem keine Beachtung, sondern stellte sich auf alle viere und reckte stolz den Kopf nach oben wie der gekrönte Champion einer Hundeshow. Sie öffnete sogar ihre Beine ein wenig.

Diese Frau war einfach unglaublich!

Aaron staunte nicht schlecht. Durch ihre gespreizten Schenkel hindurch konnte er ihre gestutzten braunen Locken sehen. Zwischen dem Schamhaar klaffte ihr Spalt auf, der ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ.

Um nicht über sie herzufallen wie ein wildes Tier, schritt er um sie herum, aber der Anblick ihrer köstlichen kleinen Brüste, die frivol herabhingen, machte es nicht leichter für ihn, sich unter Kontrolle zu halten.

„Und?“ Beth hob fragend ihre Augenbrauen.

Aaron schüttelte den Kopf. „Es tut mir leid. Alles an dir ist einfach wundervoll. Vielleicht hilft es, wenn ich dich berühre.“

Sie lachte laut auf und nickte eifrig. „Eine gute Idee. Versuchen wir es.“

Gierig griffen seine Hände nach ihren Brüsten. Er streichelte sie sanft und zwirbelte ihre Brustspitzen zwischen Daumen und Zeigefinger. Sachte ließ er seine Fingerspitzen über ihren Rücken gleiten, schließlich tauchten sie zwischen ihre Pohälften ein.

Beth öffnete sich ihm weiter und Aaron drang mit der Handkante von hinten zwischen ihre Falten ein. Er rieb seine Hand an ihrer Mitte. Es dauerte nicht lange und Bethany bewegte unruhig ihren Unterleib. Sie seufzte und drückte sich stärker gegen seine Hand, sodass er diese nur noch hinhalten musste und Beth übernahm den Rest – sie benutzte ihn zur eigenen Befriedigung.

Mit seiner freien Hand knetete er ihr Gesäß. „Du benimmst dich wie eine läufige Hündin, das gefällt mir.“

Plötzlich hörte sie auf. Sie legte sich auf den Rücken und rekelte sich lasziv. „Ich wäre aber lieber eine Miezekatze.“

„Dann zeig mir dein Kätzchen.“ Er legte seine Hände an die Innenseite ihrer Oberschenkel und drückte diese weiter auseinander. „Komm, Kitty. Lass mich deine Milch schlürfen.“

Aarons Kopf verschwand zwischen Bethanys Beinen. Tief atmete er den Duft ihrer Weiblichkeit ein und Beths war besonders intensiv, weil sie die Lust mit jeder Faser ihres Körpers genoss.

Er küsste sie überall: an ihren wohlgeformten Waden, den strammen Oberschenkeln, auf die angeschwollenen Schamlippen und den flachen Bauch, der sich aufgeregt hob und senkte, weil Beths Lust wuchs.

Er blies seinen heißen Atem gegen ihre empfindsamste Stelle und entlockte Bethany einen Seufzer. Mit den Lippen zupfte er an ihren gekürzten Locken, massierte ihre Mitte und arbeitete sich Stück für Stück vor, bis Beth schließlich bei jedem Kuss leise stöhnte.

Ihre Reaktion fachte seine Bemühungen an und so tauchte er mit der Zunge zwischen ihre Falten ein. Er züngelte durch ihre Schluchten und versenkte seine Zungenspitze in ihrer feuchten Öffnung. Wie ein Kätzchen Milch aufleckt, leckte er die Feuchtigkeit aus ihrem Kätzchen.

Dann verzierte er ihren Poansatz mit einem Knutschfleck und ließ sie seine Zähne spüren.

Beth zuckte zusammen. „Wenn du mich noch einmal beißt, zeigt diese Pussycat dir ihre Krallen.“ Blitzschnell hob sie den Oberkörper an, drang mit der Hand unter sein Uniformhemd und kratzte über seinen Rücken.

Aaron schrie auf. „Du Biest!“ Dann lachte er. Bethany Hart machte einen engelsgleichen Eindruck, aber wenn man sie reizte, zeigte sie ihre feurige Seite.

„Und was ist mit mir?“, fragte er und schmollte.

Da Beth sich lediglich auf den Bauch legte, den Kopf mit den Händen abstützte und seinen Hosenschlitz anstarrte, öffnete Aaron ihn eben selbst. Er holte sein erigiertes Glied heraus und präsentierte es. „Na, Kitty, willst du mit ihm spielen?“

Lächelnd schüttelte sie den Kopf.

„Nein?“ Er runzelte die Stirn. Was hatte sie vor?

Weil er sich lächerlich vorkam und ihr eins auswischen wollte, begann er sein Glied zu massieren. Er schob die Vorhaut vor und zurück und konnte es selbst kaum glauben, dass er unmittelbar vor Beths Augen onanierte. Bisher hatte er das nur gemacht, wenn er alleine gewesen war – mit Ausnahme des Wettspritzens, das er mit seinen Freunden nachts im Boston Public Garden veranstaltet hatte. Aber das war lange her. Damals hatten sie gerade erst begonnen, ihre Sexualität zu erforschen.

„Schneller“, wisperte Beth. Sie hatte die Augen aufgerissen, ihre Lippen waren leicht geöffnet und ihre Wangen bekamen einen rosigen Schimmer.

Aaron hörte auf. „Ich kann nicht, sonst komme ich auf der Stelle und ich möchte gerne in dir kommen. Darf ich?“ Grinsend schaute Beth zu ihm auf. „Noch nicht.“

„Ist das jetzt deine Retourkutsche, weil ich eben –“

„Halt den Mund“, befahl sie und legte die Lippen um sein Glied. Sie schob die Vorhaut weiter zurück, drückte den Mund fest auf den Phallus und züngelte über die Penisspitze.

Mit einem Mal strömte das Blut in sein Geschlecht, als wäre es das einzige Körperteil, das durchblutet werden müsste. Aaron schloss die Augen und rang nach Atem. Dieses teuflische Frauenzimmer! Sie ging so sanft, so behutsam vor, dass ihn die Erregung fast von den Füßen holte.

„Ich ... ich meinte ... doch“, die Lust raubte ihm sekundenlang die Luft. Mühsam brachte er hervor: „... in deinem Kätzchen, Pussycat.“

Bethany ignorierte ihn. Er wusste, dass er sich nicht mehr lange würde zurückhalten können, deshalb zog er sein Glied aus ihrem Mund, bevor es zu spät war. Er musste sie ablenken, das war sein Plan.

Suchend schaute er sich in der Zoohandlung um und entdeckte an der Hakenwand, an der Utensilien für die Tierpflege hingen, einen speziellen Handschuh.

Aaron schlenderte zu der Wand, an der auch das Hundehalsband, das Beth trug, gehangen hatte, wobei sein Penis, der aus seinem Hosenschlitz hing, wippte. Belustigt nahm er es wahr, ignorierte es aber ansonsten und hob den Handschuh vom Haken. Er streifte ihn über seine Hand und begutachtete ihn. Der Handschuh war aus rauer Baumwolle gefertigt und besaß an der Handinnenfläche einen Einsatz aus Silikon, von dem Noppen abstanden.

„Was hast du da?“, fragte Beth neugierig.

Er sah im Augenwinkel, wie sie sich auf den Rücken drehte, den Oberkörper anhob und sich auf ihren Ellbogen abstützte.

„Etwas zum Verwöhnen.“ Aaron grinste, nahm noch eine Bürste mit Metallborsten von einem der Haken und kehrte zu Bethany zurück. „Leg dich flach auf den Rücken.“

Nachdem sie so lag, wie er sie haben wollte, begann er, ihren Körper sanft mit dem Handschuh zu streicheln. Er ließ seine Hand über ihre Brüste gleiten, reizte ihre Brustspitzen mit den Noppen und strich über ihren Bauch.

„Ah“, machte Beth und schloss ihre Augen.

Während er mit dem Handschuh an ihrem gestutzten Schamhaar zupfte, sagte er: „Er ist eigentlich dafür da, um die losen Haare aus einem Tierfell zu holen, aber deine Locken sind zu widerspenstig. Also, folgt Plan B.“

Er nahm die Bürste mit den Metallborsten und bürstete durch ihr Kraushaar. „Das geht schon besser.“

„Was machst du denn da?“, fragte sie schmunzelnd.

Anstatt zu antworten, strich er mit den Borsten sanft über ihren Schoß. Er entlockte ihr einen Seufzer. Bethany öffnete ihre Beine und Aaron zog die Bürste über ihre Oberschenkel, sodass rote Abdrücke zurückblieben. Aber es tat Beth offensichtlich nicht weh, weil sie sich lüstern auf den gestapelten Kisten aalte und ihr Becken der Bürste entgegenschob.

Das betrachtete Aaron als Aufforderung. Während er mit dem Noppenhandschuh ihren Busen massierte, bürstete er behutsam ihre Scham.

Sein Blick streifte kurz die Überwachungskamera und er jubelte innerlich. Was für ein Bild! Beth lag so, dass die Linse der Kamera genau auf ihre aufklaffende Spalte gerichtet war. Er freute sich darauf, die Aufnahme anzuschauen, wie sich ein pubertärer Junge darauf freute, endlich durch das Loch in der Sporthallenwand in die Mädchenumkleidekabine zu linsen, das er in der Nacht zuvor gebohrt hatte.

Aaron zwirbelte mit den Noppen ihre Brustspitzen und kitzelte ihren Schoß, bis Beth ihn anflehte: „Hab endlich Erbarmen, oder willst du, dass ich ohne dich komme?“

Das wollte er auf keinen Fall. Er warf die Bürste achtlos hinter sich, den Handschuh behielt er jedoch an. Eilig ging er um den Stapel Kartons herum, nahm Beths Beine und schwang sie herum, sodass sie seitlich zum Schaufenster lag.

Er wollte ja nicht mit seinem Rücken das Bild verdecken.

„Was soll das denn?“ Beth runzelte die Stirn.

Aarons Lüge war fadenscheinig, aber das war ihm egal. „Falls jemand kommt, kann ich ihn rechtzeitig sehen.“

Erschreckt richtete sie ihren Oberkörper auf und krallte die Finger in seine Oberarme. „Es könnte jemand kommen? Ich dachte, du hättest nur die Alarmanlage für die Tierhandlung ausgeschaltet.“

„Nein, für den ganzen Block.“ Er gab ihr einen Nasenstupser und lächelte milde. „Das Alarmsystem fasst die Shops in Gruppen zusammen. Hast du eine Ahnung, wie teuer Anlagen sind, bei der jedes einzelne Geschäft eine eigene Sicherung erhält?“

Sie schüttelte den Kopf.

Zufrieden knetete er mit der Hand, die noch immer im Handschuh steckte, ihren kleinen, festen Busen. Mit dem anderen Arm zog er ihren Oberkörper näher an sich heran, suchte mit der Penisspitze ihren Eingang und drang langsam in sie ein.

Beths Widerstand erlahmte. Ihre Augenlider flatterten und sie legte den Kopf in den Nacken, als Aaron sie sanft zu stoßen begann. Er konnte sich kaum beherrschen. Hinter ihrem Rücken ballte er die Hand zur Faust, um nicht die Kontrolle zu verlieren und hemmungslos in sie hineinzustoßen. Er wollte nicht, dass ihr Zusammensein schon nach drei Sekunden beendet und Beth enttäuscht sein würde, weil er sich wie ein wildes Tier aufgeführt und sie nicht befriedigt hatte.

Er wollte ihr imponieren, aber Beth war nicht einfach zu beeindrucken, eben weil sie kein schüchternes Mäuschen war.

Er glitt nun schneller in sie hinein, weil auch ihre Erregung wuchs. Das spürte er, denn ihr Körper in seinen Armen spannte sich an und ihr Atem ging rascher. Sie hechelte sogar, als würde sie nicht genügend Luft bekommen, aber ein prüfender Blick in ihr Gesicht sagte ihm, dass es nur die Lust war, die ihr den Atem raubte.

Ihre köstlichen Brüste hoben und senkten sich. Ihr Kopf schwang berauscht hin und her, als wäre sie zu kraftlos, um ihn aufrecht zu halten. Daher packte Aaron die Hundeleine, drehte die Öse in Beths Nacken und wickelte die Leine um seine Hand, bis sie so kurz war, dass seine Faust in ihrem Nacken lag und ihren Kopf ein wenig stützte.

Dann öffnete Bethany ihren Mund und befeuchtete mit der Zungenspitze ihre Lippen. Es war eine unbewusste Geste, vermutete Aaron, aber sie brachte ihn fast um den Verstand. Er musste sie einfach küssen.

Fest drückte er seinen Mund auf den von Beth, drang mit der Zunge tief in ihre Mundhöhle ein und pumpte sein Glied schneller in ihre Mitte hinein. Während sie züngelten, nahm er sie immer ungestümer und an ihren feurigen Zungenschlägen erkannte er, dass es ihr gefiel.

Es dauerte nicht lange und Beth erbebte. Zuckend und zappelnd lag sie in seinen Armen. Sie erschauerte und als er sie streichelte, bemerkte er, dass sie eine Gänsehaut hatte.

Noch immer drang er in sie ein und nun endlich ließ er sich vollkommen gehen. Das Mädchen, das er liebte, war befriedigt. Ihr Atem beruhigte sich, sie schloss die Augen und legte den Kopf auf seine Schulter, während seine Hoden immer noch gegen ihr Becken schaukelten.

Dann kam auch Aaron. Er wollte seine Lust herausschreien, das Tier in sich entfesseln, ganz der wilde Hengst sein und sein brunftiges Röhren auf Film festhalten. Aber der animalische Schrei blieb ihm im Hals stecken und heraus kam nur ein kehliges Röcheln, das mehr nach Waschbär als nach Grizzly klang.

Er lachte über sich selbst, schmiegte sich an Bethany und küsste ihr Haar.

„Ich bin so froh, dich gefunden zu haben, Bethy“, wisperte er und kraulte mit dem Noppenhandschuh ihren Nacken.

Sie antwortete nicht. Vermutlich war sie erschöpft.

Aaron war sich in diesem Moment sicher, dass sie für einander bestimmt waren. Sie würden ganz sicher ewig zusammenbleiben, weil sie traumhaft gut harmonierten. Zur Bestätigung, dass sie zusammenpassten wie Nut und Feder, glitt er noch einmal aus ihrer Scham heraus und drang wieder ein.

Für immer, dachte er heroisch. Immerhin hatte er Beth an der Leine, stellte er lächelnd fest.

Er steckte den Daumen zwischen ihren Nacken und das Hundehalsband, um das Leder zu fühlen, weil ihm das ein Gefühl von Macht verlieh, denn wie Hunde das Halsband ihrer Besitzer trugen, trug Beth es für ihn.

Drei Monate später trennten sie sich.

Ihr Vater hatte es am Ende doch geschafft, ihn zu vergraulen. Nachdem Mantis Hart auf Beths achtzehntem Geburtstag die Sticheleien auf die Spitze getrieben hatte, forderte Aaron ihre Stellungnahme und Unterstützung ein, aber sie war zu schwach, um sich gegen ihren Vater aufzulehnen, denn in Wahrheit war nicht Aaron derjenige, der Beth an der kurzen Leine hielt, sondern ihr Dad.

Aaron kam nicht gegen ihn an. Er war schließlich sogar davon überzeugt, dass niemand Mantis Hart die Stirn bieten konnte, denn Beths Vater war wie ein Pitbull, der seine Familie verteidigte und nur Personen in Bethanys Nähe akzeptierte, die er selbst gut riechen konnte.

Aber Aaron würde Beths Andenken – das Überwachungsvideo – für immer in Ehren halten.

***

Gegenwart

Das Spiel beginnt

Bethany Hart wäre am liebsten ausgezogen. Immerhin war sie schon 23 Jahre alt und verlobt.

Wäre es da nicht eine natürliche Sache, endlich flügge zu werden, fragte sie sich und schob träge ihren Einkaufswagen vom nachtdunklen Parkplatz hinein in die hell erleuchtete Wal-Mart-Filiale, in der sie eintönige Supermarktmusik über die Lautsprecher begrüßte.

Aber als sie vor einem Jahr den Wunsch geäußert hatte, war ihr Vater sofort losgezogen und hatte ein Zweifamilienhaus gekauft, in dessen Erdgeschoss er mit seiner Frau Blanche, Beths Mutter, wohnte, und Bethany hatte den ersten Stock bezogen.

Nun bewohnte sie eine ganze Etage alleine und musste nicht einmal Miete zahlen, sodass kein Job sie von ihrem Medizinstudium an der Boston University ablenkte.

Das war großzügig von ihrem Vater. Wirklich edel! Zumindest redete sie sich das ein, denn ihr Verlobter Daryl hatte nicht mit einziehen dürfen, weil sich das vor der Hochzeit nicht gehörte. Ihr Vater war eben sehr beschützend. Außerdem besaß sie zwar eine eigene Wohnung, fühlte sich aber dennoch nicht unabhängig.

Wenigstens hatte Beth ihre Mutter davon überzeugt, dass sie ihren Kühlschrank alleine füllen konnte. Sie legte schmunzelnd eine Packung Cheddar-Käse in den Wagen und steuerte das Regal mit den Konfitüren an. Ein Brot mit Erdnussbutter und Marmelade zum Abendbrot wäre genau das Richtige!

„Eines Tages werden du und Daryl das Haus erben“, hatte ihr Vater gesagt.

Sie hatte hochgerechnet, dass es noch dreißig bis vierzig Jahre dauern würde. Nicht dass sie ihren Eltern den Tod wünschte. Beth liebte sie! Aber bis dahin bekamen ihre Eltern trotz separater Wohnungseingänge immer mit, wann und mit wem sie wegging, um wie viel Uhr sie nach Hause kam und wann sie und Daryl Sex hatten; nicht, dass das oft gewesen wäre.

Beth hatte sich auf die Zunge gebissen, denn wenn sich ihr Dad etwas in den Kopf setzte, zog er es auch durch. Sie hatte nicht die Kraft, sich gegen ihn aufzulehnen, und wollte ihn auch nicht enttäuschen, wo er doch schon extra

das große Haus gekauft hatte.

Außerdem war sie froh, überhaupt endlich einen Partner gefunden zu haben, den er akzeptierte. Daryl Veasey arbeitete, genauso wie ihr Vater, bei Maternity Help, einem Pharmaunternehmen, das auf Produkte mit Folsäure spezialisiert war. Über ihren Dad hatte sie Daryl kennengelernt.

Manchmal sehnte sich Beth nach Paterson, der zweitgrößten Stadt im Staate New Jersey, zurück, wo sie ihre ersten Lebensjahre verbracht hatte. Sie konnte sich nicht an viel erinnern, aber die wenigen Erinnerungen, die sie an die Zeit im ,Garden State’ hatte, leuchteten vor Harmonie und Liebe.

Seit sie jedoch nach Boston gezogen waren und Beth ihren eigenen Kopf entwickelt hatte, war das Verhältnis zu ihren Eltern schwieriger geworden.

Sie blieb vor dem Regal mit den Konfitüren stehen und knabberte an ihrer Unterlippe. Welche Sorte sollten sie nehmen? Auf jeden Fall eine mit dem Aufdruck ,Home made’, so viel war klar. Als sie die Cranberry-Marmelade entdeckte, lief ihr das Wasser im Mund zusammen und sie wusste im selben Augenblick, dass sie ihre Wahl getroffen hatte.

Sie streckte ihren Arm aus, um die Konfitüre aus dem Regal zu nehmen, als ein Mann ihr genau dieses Glas vor den Augen wegschnappte.

Fassungslos schaute sie ihn an. Das konnte nicht wahr sein! Es standen noch fünf weitere Gläser in Zweierreihen im Regal. „Von dem Spruch Ladies first haben Sie anscheinend noch nie etwas gehört, oder?“

Er lächelte sie unverschämt verführerisch mit strahlend weißen Zähnen an und stellte die Cranberry-Marmelade in Beths Einkaufswagen. „Bei mir kommt die Frau immer als Erste.“

Bethany meinte sich verhört zu haben. Hätte er gesagt: „Bei mir kommt die Frau immer an erster Stelle”, wäre sie vermutlich nicht stutzig geworden. Oder interpretierte sie eine Doppeldeutigkeit in seinen Satz hinein, die gar nicht von ihm beabsichtigt gewesen war? War sein frivoles Grinsen der Auslöser? Oder seine Attraktivität?

Einen Moment lang verlor sie sich in seinen Augen, die schwarz waren wie ein tiefer Brunnen, dessen Grund im Dunkel verborgen lag. Sein braunes Haar glänzte, einige Strähnen seines Kurzhaarschnittes waren mit Gel gezupft worden und sein Teint besaß eine leichte Bräune, wie Bethany es von Latinos kannte.

Ob der Fremde hispanischer Herkunft war? Er sah so aus und auch wieder nicht, irgendwie seltsam.

Während Bethany beim Betreten des Wal-Marts lediglich ihren bunt gestreiften Strickschal gelockert, aber ihren Steppmantel zugeknöpft gelassen hatte, trug der Fremde trotz Märzkälte nur einen leichten Pullover mit Rollkragen, der durch seine beige Farbe den braunen Teint des Mannes unterstrich. Sie schätzte ihn auf Anfang dreißig.

Der Bund seines Pullovers schmiegte sich eng an seine Hüften und seine schwarze Jeans wölbte sich über dem Schritt. Offensichtlich war die Hose gut ausgefüllt.

Beschämt über ihre lüsternen Gedanken schaute Beth auf seine Lederboots und schließlich auf das Marmeladenglas in ihrem Einkaufswagen. Alles, was sie herausbrachte, war: „Danke“

„Immer wieder gerne“, sprach er mit sanfter Stimme und schlängelte sich eng an ihrem Körper vorbei, als wäre der Gang nicht breit genug für sie beide, dabei hätten gut vier Personen nebeneinandergepasst.

Er riecht gut, stellte sie fest. Sein herbes Aftershave mischte sich mit dem männlichen Eigenduft seines Körpers. Bethany atmete das Odeur tief ein und sah ihm nach.

Sie ertappte sich dabei, dass sie sich wünschte, der Mann würde über die Schulter zurückblicken, um zu prüfen, ob sie ihm hinterherstarrte, aber das tat er nicht. Er bog nach links und verschwand aus ihrem Sichtfeld.

Bethany folgte ihm. Nicht absichtlich – zumindest redete sie sich das ein –, sondern weil die Erdnussbutter im Regal um die Ecke zu finden war. Betont lässig schlenderte sie aus dem Gang mit der Konfitüre heraus und stand direkt vor dem Obst- und Gemüsetisch, der sich mit einer langen Kühltheke den Raum vor der Wurst- und Käseausgabe teilte.

Sie tat so, als würde sie das Gemüse inspizieren, weil sie meinte, den Fremden im Augenwinkel zu sehen und nicht den Anschein erwecken wollte, als würde sie ihm hinterherlaufen. Vielleicht beobachtete er sie sogar, und sie wollte vermeiden, dass er bemerkte, wie durcheinander er sie gebracht hatte. Hatte er das?

Ja, hat er, gab sie zerknirscht zu, weil sie schon lange nicht mehr mit solch einer Begierde angeschaut worden war. Daryl war nett zu ihr, keine Frage, schon allein wegen Mantis, aber sie waren schon zu lange ein Paar und das Feuer der Leidenschaft züngelte nur noch träge vor sich hin.

Vielleicht sollte ich es wieder anheizen, grübelte Beth, nahm gedankenversunken eine Schlangengurke in die Hand und ertastete ihre Größe. Früher wäre sie so verrückt gewesen und hätte ihren Liebhaber mit diesem natürlichen Spielzeug überrascht, aber Daryl hasste Überraschungen. Er hatte lieber alles unter Kontrolle.

Plötzlich sagte eine dunkle Stimme hinter ihr: „Sie lassen sich nicht von der Größe erschrecken. Das gefällt mir.“ Es war der begehrliche Fremde.

Abrupt ließ Bethany die Schlangengurke fallen. Die Gurke landete auf dem Boden und rollte ein Stück. Um ihre Nervosität zu überspielen, kramte Beth ihr Schlüsselbund aus der Manteltasche und spielte mit dem Anhänger.

Als der Mann die Gurke aufhob, präsentierte er Beth zufällig seine Kehrseite und sie genoss schmunzelnd den Anblick. Obwohl, war die Tatsache, dass sie einen Blick auf seinen knackigen Hintern in der engen Jeans werfen konnte, wirklich zufällig?

Nachdem der Fremde sich aufgerichtet hatte, die Gurke auf Höhe seiner Lenden hielt und vor ihren Augen lasziv darüberrieb, als würde er onanieren, war sie sich auf einmal gar nicht mehr sicher. Er schien zu wissen, was er tat. An Selbstbewusstsein mangelte es ihm jedenfalls nicht.

Schließlich nickte er. „Ich würde sie mit Salatöl einreiben, sonst könnte es schwierig werden. Dennoch eine gute Wahl. Sie scheinen Herausforderungen genauso zu mögen wie ich.“

„Wollen Sie mich anmachen?“, fragte Beth schnippisch, aber ihre Schnoddrigkeit war nur ein Abwehrmechanismus, denn ihr Schoß pochte aufgeregt beim Anblick seiner großen Hände, die kraftvoll über die Gurke strichen.

Er lachte. „Eine Vinaigrette passt am besten zu Gurkensalat. Das ist alles, was ich sagen wollte.“

Bethany lief hochrot an. Hatte sie ihn falsch verstanden? Nein, das war unmöglich! Er zog sie nur auf. Misstrauisch kniff sie die Augen zusammen.

„Ein paar klein gehackte Schalotten ins Essig- und Ölgemisch, mit Salz und Pfeffer abschmecken, und ich gebe immer noch etwas Limettensaft hinzu. Köstlich! Kochen Sie gerne?“

„Nein“, antwortete sie kühl.

„Wunderbar“, rief er und schwang die Schlangengurke durch die Luft, „dann darf ich Sie also zum Essen einladen, ja? Ich bereite Ihnen den besten Gurkensalat zu, den Sie jemals gegessen haben. Natürlich gibt es noch mehr zu essen. Mein Name ist übrigens Kade. Ich finde, wenn ich schon für dich koche, sollten wir uns duzen, Bethany.“

Augenblicklich verspannte sie sich. „Woher kennen Sie meinen Namen?“

Er lächelte triumphierend. Dann zeigte er stumm auf ihr Schlüsselbund.

Natürlich! Er hatte ihren Schlüsselanhänger bemerkt, mehr nicht. Kade war weder ein Stalker noch ein Hellseher. Bei dem Anhänger handelte es sich um eine Metallplatte, in die ihr Name eingraviert war und die sie von ihren Eltern zum achtzehnten Geburtstag samt Schlüssel für ihr erstes eigenes Auto, einen orangefarbenen Pontiac Firebird der zweiten Generation, geschenkt bekommen hatte.

Erleichtert atmete sie aus. Sie steckte den Schlüssel zurück in ihre Manteltasche und verschränkte ihre Arme vor dem Körper. „Danke, aber meine Mom hat mich immer davor gewarnt, mit fremden Männern mitzugehen.“

„Deine Mutter ist eine kluge Frau“, meinte er ernst und legte die Gurke zurück auf die Gemüsetheke, „aber sie verdirbt dir gerade den Spaß.“

Er zwinkerte und ging weiter.

Beth war fassungslos, weil er sie einfach stehen ließ. Was hatte sie denn erwartet? Dass er geknickt war oder sie gar anflehte? Sie hatte ihm eine deutliche Abfuhr erteilt und sicherlich war er kein Mann, der von Frauen oft einen Korb bekam.

Ärger kochte in ihr hoch. Sie war wütend, weil sie keine drei Sekunden über seinen Vorschlag nachgedacht hatte. Es war doch nur ein unverbindliches Abendessen. Was war so falsch daran, einen Abend lang aus der Routine des Alltags auszubrechen und neue Leute kennenzulernen?

Sie seufzte, denn sie wusste sehr wohl, dass sie sich etwas vormachte. Kade gefiel ihr, das war die Wahrheit.

Er war der erste Mann, der ihre Aufmerksamkeit erregte, seit sie mit Daryl liiert war. Die meisten Männer ließen Bethany kalt. Besonders auf der Uni war sie umgeben von Langeweilern, bei denen die Karriere an erster Stelle stand und die dachten, sie brauchten nur mit dem Finger zu schnippen, wenn sie kurzfristig genug vom Medizinstudium hatten und in den Armen einer Frau Zerstreuung finden wollten.

Beth konnte diese Egomanen nicht ertragen. Das war der Typ von Mann, der dachte, er würde eine Frau befriedigt haben, wenn er selbst einen Höllenorgasmus bekam. Das hatte sie durch eine Affäre zu Beginn ihres Studiums am eigenen Leib erfahren, aber sie bemühte sich, Fehler nur ein einziges Mal zu machen, und hatte sich nie wieder mit einem Medizinstudenten eingelassen.

Beth fragte sich ernsthaft, wie jemand, der so egozentrisch war, es schaffen sollte, sich in Patienten hineinzuversetzen, um den zu Behandelnden nicht als Krankheit, sondern als Mensch zu sehen.

Kopfschüttelnd führte sie ihren Einkauf fort. Das Studium hatte diese jungen Männer verändert, weil sie sich zu etwas Großem, dem Dienst am Menschen, berufen fühlten, sich jedoch wie Götter in Weiß verhielten.

Aber Bethany selbst hatte sich genauso verändert. Auf dem Weg des Erwachsenwerdens hatte sie ihre Leichtigkeit verloren. Vor einigen Jahren hätte sie einem Mann wie Kade ihr schönstes Lächeln geschenkt und ihn gefragt, ob die Einladung noch für denselben Abend galt, weil sie einen Mordshunger hätte, was gar nicht mal gelogen gewesen wäre.

Zur Bestätigung knurrte ihr Magen und sie legte neben dem Weißbrot auch noch eine Packung mit Schokoladenkeksen in ihren Einkaufswagen.

Während sie den Wagen in Richtung Kasse lenkte, fragte sie sich, was ihre Veränderung verursacht hatte.

Schlechte Erfahrungen mit Männern, die ihre Offenherzigkeit ausgenutzt hatten? Ihr beschützender Vater, der viele ihrer Freunde vertrieben hatte? Die Notwendigkeit, ernsthafter zu werden, um etwas aus ihrem Leben zu machen?

Wahrscheinlich eine Summe aus all dem, vermutete sie und bezahlte ihren Einkauf.

Als Bethany aus dem Wal-Mart auf den Parkplatz trat, zog sie den Schal enger um ihren Hals. Sie beeilte sich, zu ihrem Pontiac zu gehen, denn nachts fielen die Temperaturen empfindlich ab. In Windeseile räumte sie die wenigen Teile, die sie gekauft hatte, in ihr Auto.

Just in dem Moment, in dem sie den Einkaufswagen in die Station zurückschieben wollte, hielt neben ihr ein nachtblauer Lexus mit quietschenden Reifen. An der Frontscheibe klebte ein Sticker, der Mietwagenfirma Alamo mit der Information, dass es sich um einen RX Hybrid 08 handelte. Die Scheibe an der Fahrerseite wurde heruntergefahren. Zum Vorschein kam Kades verschmitztes Lächeln.

Beths Herz schlug schneller. Würde er sie jetzt ein zweites Mal nach einem Date fragen? Nein, das war nicht korrekt. Er hatte sie nur zum Abendessen eingeladen, nicht zu einem Rendezvous.

Kade streckte seinen Arm aus dem Fenster und warf ihr etwas zu. Instinktiv fing sie es auf. Es war eine Schlangengurke.

„Die hattest du vergessen. Viel Spaß damit“, meinte er, legte zum Gruß zwei Finger an die Schläfe und fuhr in seinem Lexus weiter.

Verdutzt spähte Beth ihm hinterher. Dann schaute sie auf die Schlangengurke in ihrer Hand und konnte nicht glauben, dass er die Gurke extra für sie gekauft hatte.

Einige Zeit stand sie einfach nur da und überlegte, was sie damit anfangen sollte. In den Mülleimer werfen, der an der Parkplatzausfahrt stand? Zurück in den Supermarkt gehen und Ranch Dressing holen?

Unschlüssig zuckte sie mit den Achseln und legte die Gurke zu ihrem Einkauf. Ihre Handfläche kribbelte, als hätte sie etwas Verbotenes berührt.

2. KAPITEL

Bethany fuhr nach Hause und schlüpfte als Erstes in ihr Nachthemd. Dann schmierte sie sich eine Scheibe Weißbrot mit Erdnussbutter und Cranberry-Marmelade und setzte sich mit einer Jumbotasse entkoffeiniertem Milchkaffee auf ihr Wohnzimmersofa. Die Schlangengurke lag vor ihr neben der Tasse auf dem Couchtisch.

Während sie in ihr Brot biss, zog Beth die Beine an und spreizte die Schenkel, um die Gurke zwischen ihre Beine hindurch sehen zu können. Als sie jedoch bemerkte, dass ein Ende der Gurke genau auf ihren Schoß gerichtet lag, setzte sie sich in den Schneidersitz.

Was sollte sie nun damit anfangen? Öl hatte sie zum Braten immer im Haus, aber keinen Essig und sie wollte ihre Mutter nicht darum bitten, denn sie wusste, dass Blanche um diese Zeit immer wie gebannt die Fernsehserie ,Reich und schön’ verfolgte.

Öl ... das erinnerte Beth an Kades Worte.

„Ich würde sie mit Salatöl einreiben, sonst könnte es schwierig werden. Dennoch eine gute Wahl. Sie scheinen Herausforderungen genauso zu mögen wie ich.“

Ihr wurde durch die Erinnerung heiß. Sie stand auf, ging zum Heizkörper und drehte die Temperatur herunter. Ihr Höschen rieb über ihren Schoß und sie spürte eine Erregung, die ihr bisher verborgen geblieben war.

Bethany legte ihr Brot auf den Tisch. Aufgewühlt nahm sie die Schlangengurke. Sie wog die Gurke in ihren Händen, betastete sie und rieb darüber, wie Kade es im Supermarkt getan hatte.

Frivole Tagträume erwachten. Sie hatte noch nie einen Liebhaber gehabt, dessen Ausstattung sie mit einer großen Gurke wie dieser hätte vergleichen können. Wie es sich wohl anfühlen mochte, derart ausgefüllt zu sein? Passte die Gurke überhaupt in sie hinein?

Ihr Brustkorb hob und senkte sich immer schneller. Ihre Aufregung wuchs. Sie rieb die Gurke gegen ihre Wange, schaute gedankenversunken in den Raum hinein und stellte sich vor, wie es wäre, einen Phallus dieser Größe zu halten, zu schmecken und zu riechen.

Wie mochte Kade ausgestattet sein?

Bei dem Gedanken an ihn beschleunigte sich ihr Puls. Sie legte die Gurke an ihre Mitte, die nur vom dünnen Stoff ihres Nachthemds bedeckt wurde, und rieb sie gegen ihre Spalte. Vor und zurück. Vor und zurück. Das Atmen fiel ihr schwer. Sie stellte sich vor, dass Kade auf dem Ohrensessel ihr gegenübersaß und ihr zuschaute.

Aber als sie zum Sessel sah, fiel ihr Blick auf ein Foto, das Daryl und sie zeigte. Der Schnappschuss war erst vor drei Monaten aufgenommen worden. Arm in Arm standen sie neben ihren Eltern vor dem Weihnachtsbaum im Wohnzimmer ihrer Familie. Ihre Mutter Blanche hatte Abzüge für alle machen lassen.

Beths schlechtes Gewissen löschte nicht nur augenblicklich ihre Lust aus, sondern auch ihren Appetit.

Rasch brachte sie die Gurke in die Küche, warf das Brot weg und trank ihren Milchkaffee, bevor sie sich schlafen legte.

Mit offenen Augen lag sie im Bett und starrte in die Dunkelheit. Was war sie nur für eine schlechte Verlobte! Tagträumte von einem Fremden, den sie im Supermarkt getroffen hatte, dabei gab es einen Mann an ihrer Seite, mit dem sie plante, ihr Leben zu teilen.

Sie schloss die Augen und dachte ganz fest an Daryl. Aber sein Gesicht zerfloss, formte sich erneut und bald war es doch wieder Kade, der sie in ihren Gedanken selbstsicher und unverschämt frivol angrinste.

Beth brauchte in dieser Nacht lange, um einzuschlafen, was nicht am Kaffee lag.

Als sie am nächsten Morgen erwachte, war sie feucht unter den Achseln und zwischen den Schenkeln. Sie hatte einen erotischen Traum gehabt, wie sie ihn schon lange nicht mehr erlebt hatte. Kade und die vermaledeite Schlangengurke hatten darin die Hauptrollen gespielt. Zudem kamen mehr Statisten darin vor, als Beth recht gewesen war. Aber nicht ihr Verstand hatte den Traum gelenkt, sondern ihre Lust.

Sie hatte auf ihrem Wohnzimmersofa gesessen. Neben ihr auf der Couch und auf dem Boden zu ihren Füßen nahmen fremde Frauen und Männer Platz, die Beths Arme festhielten und ihre Beine spreizten. Kade schob den Tisch beiseite, stellte sich vor sie und schnippte, als wäre er ein Magier.

In der nächsten Sekunde war Beth nackt. Er hatte ihr Nachthemd einfach weggezaubert.

Erschrocken versuchte sie sich zu befreien, aber die Fremden drückten sie auf das Sofa nieder und betrachteten ihre Rundungen neugierig. Ihre Augen strahlten Begierde aus, aber die Männer und Frauen fassten Beth nicht intim an, sondern sie musterten lediglich die Landschaft ihres entblößten Körpers.

Allein durch ihre unverhohlen lüsternen Blicke und die bittersüße Machtlosigkeit pulsierte das Blut stärker durch Bethanys Spalte. Ihr Schoß war rasiert und alle Anwesenden konnten sehen, dass die Situation Beth erregte, weil ihre Schamlippen bereits ein wenig angeschwollen waren.

Wie von Zauberhand tauchte eine Schlangengurke in Kades Hand auf. Jemand goss aus einer Flasche reichlich Salatöl in seine Handflächen und er salbte die Gurke damit ein.

Bethany wurde immer unruhiger. Sie zerrte an den fremden Händen, die ihre Gliedmaßen festhielten, da sie ahnte, was folgen würde, und gleichzeitig konnte sie es kaum erwarten, das Stangengemüse endlich in sich zu spüren, weil es hart und dick und die Situation herrlich verrucht war.

Sie riss die Augen auf und versteifte sich, als Kade sich vor die Couch hockte und die Gurke zwischen ihre gespreizten Schenkel hielt.

Doch anstatt sie plump in Beth hineinzupressen, verteilte er das Öl, das an seinen Händen haftete, auf ihrem Geschlecht. Er cremte ihre Scham damit ein, ließ sich Zeit und sparte auch ihren Kitzler nicht aus, bis Beth vor Wonne stöhnte und ihre Spalte vor Öl und ihrer eigenen Feuchtigkeit glänzte.

Einige Male glitt Kade mit seinen glitschigen Fingern in sie hinein. Er dehnte sie sanft, indem er immer mehr Finger hinzunahm.

Erst als er spürte, dass Beths Lust größer war als ihre Bedenken, setzte er ein Ende der Gurke an ihren Eingang und drückte sie behutsam ein Stück weit in sie hinein.

Er verharrte, damit Beth sich an die Größe gewöhnen konnte. Dann presste er wieder ... und somit verschwand die Gurke Stück für Stück in Bethanys Öffnung.

Nach einiger Zeit steckte ein Drittel der Gurke in ihr. Der Anblick war bizarr. Bethany meinte noch nie im Leben derart ausgefüllt gewesen zu sein. Es war wundervoll!

Dennoch wollte sie sich ungläubig die Augen reiben, doch die Männer und Frauen hielten ihre Arme fest. Alle starrten auf das grüne dicke Stangengemüse, das aus ihr herausragte.

Kade lächelte Bethany liebevoll an. Er zog die Schlangengurke aus ihr heraus und schob sie wieder in sie hinein, bevor sie vollends aus Beth herausgeglitten war. Während er die Gurke vor- und zurückbewegte, legte er zwei ölige Finger auf Beths empfindlichste Stelle und ließ sie langsam kreisen.

Berauscht legte Bethany den Kopf auf die Rückenlehne des Sofas und schloss die Augen. Sie spürte die Hände, die ihre Glieder festhielten, das Drängen der Gurke zwischen ihren Beinen und Kades ölige Finger, die sich quälend langsam über ihre Klitoris bewegten.

Das alles brachte sie fast um den Verstand! Sie wollte kommen – hier auf dem Sofa, jetzt sofort vor den Augen der Fremden und vor Kade.

Aber sie schaffte es nicht. Sie konzentrierte sich auf den Höhepunkt. Er war zum Greifen nah, aber er wollte nicht über sie hereinbrechen. Es war eine Qual!

Sie öffnete den Mund, um Kade zu bitten, sie schneller zu reiben, aber sie brachte keinen Ton heraus. Um zu prüfen, was los war, öffnete sie ihre Augen – und erschrak, denn sie lag in ihrem Bett. Alleine. Verschwitzt. Und mit feuchtem Schoß.

Frustriert hatte sie sich auf die Seite gerollt. Beth war nicht nur unbefriedigt, sondern auch betrübt, denn sie konnte sich nicht vorstellen, dass der Kade aus dem Supermarkt genauso großartig war wie der Kade aus ihrem Traum. Sie kannte ihn in Wirklichkeit gar nicht und hatte sich den perfekten Liebhaber erträumt.

Sie verwünschte ihn, weil er in ihr Leben getreten war. Er hatte sie mehr durcheinandergebracht, als sie gedacht hatte.

Bethanys Wecker klingelte. Sie stellte ihn aus und wusste, dass sie den ganzen Tag lang schlecht gelaunt sein würde, wenn sie sich keine Befriedigung verschaffte.

Daher drehte sie sich auf den Bauch und legte ein Kissen unter ihre Hüften, um ihren Unterleib ein wenig anzuheben. Ihre Hand glitt zwischen ihre Beine. Sie tauchte den Mittelfinger in ihre feuchte Spalte ein, um ihn anzufeuchten, und begann ihren Kitzler zu stimulieren.

Sie war schon zu erregt, um langsam anzufangen und ihre wachsende Lust auszukosten, daher rieb sie kräftig und schnell. Ihr Körper spannte sich an, alles in ihrem Unterleib zog sich zusammen und es dauerte nicht lange und der erlösende Orgasmus erfasste sie. Sie stöhnte in die Matratze hinein und ließ von ihrem Geschlecht ab.

Schwer atmend rollte sie sich auf:den Rücken. Musste sie ein schlechtes Gewissen haben, weil sie von einem Fremden anstatt von ihrem Verlobten geträumt hatte?

Sie kam zu der Überzeugung, dass sie sich darüber keine Gedanken mehr machen sollte, denn sie war Daryl ja nicht fremdgegangen und würde Kade ohnehin nie wiedersehen.

3. KAPITEL

Warum trieb es Bethany dann in den nächsten Tagen wegen jeder Kleinigkeit in die Wal-Mart-Filiale, in der sie Kade getroffen hatte?

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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