Partisanen der Kunst - Kazimierz Jankowski - E-Book

Partisanen der Kunst E-Book

Kazimierz Jankowski

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7,99 €

Beschreibung

"Partisanen der Kunst" - Als solche verstehen sich Boleslaw und Kazimierz Jankowski - zwei Bremer Künstler. Es geht ihnen um die Freiheit im Denken und in der Kunst. Mit diesem Werk gibt es erstmals einen größeren Einblick in ihr Schaffen. Das Buch beinhaltet eine Einführung des Künstlers Ernst Matzke sowie viele biographische Hinweise, die der Herausgeber Sven M. Hanefeld zusammengetragen hat.

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Seitenzahl: 36

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Mama

Wir vermissen Dich so

Du wirst immer in

unseren Herzen bleiben

Wir vermissen Deinen Blick

so zärtlich geborgen

Wir vermissen Deine Stimme

Wir vermissen Deinen Atem Deinen Hauch

Wir verneigen uns vor Dir

Kunst ist nicht lehrbar. Es gibt keine Regeln für die Kunst.

Sie entsteht aus dem Menschen, der Mensch und Welt erlebt

und dies Erleben mit bildnerischen Mitteln niederschreibt.

Norbert Kricke

Inhalt

Einführung

Biographische Hinweise

Werke

Ausstellungen

Kurzbiographien

Danksagung

Walking Shoes

2019

100 x 80 cm

Acryl auf Leinwand

Sammlung J. Fehrmann

Einführung

Die Partisanen der Kunst, wie sie sich selbst bezeichnen, sind die Brüder und Künstler Boleslaw und Kazimierz Jankowski, die in Deutschland geboren sind, in Bremen leben und arbeiten. Die Wurzeln ihres Seins liegen in Kraków/Polen. Ihre Lebensgeschichte in Bremen beginnt am Ende der schwärzesten Zeit Deutschlands mit der Befreiung vom Nationalsozialismus, in der die geliebte Mutter verschleppt und zur Zwangsarbeit verpflichtet wurde. Kazimierz machte sein Kunststudium in Bremen an der HfK und sein älterer Bruder Boleslaw begann mit seinem Kunstschaffen nach einer Tätigkeit beim Bremer Vulkan bei seinem Bruder Kazimierz. Diese kurz genannten Konstellationen eines brüderlichen Lebensbeginns sind ganz sicherlich die Grundlage für ihre innige Zusammengehörigkeit und Bereitschaft zur künstlerischen Zusammenarbeit, in der viele der Werke Gemeinschaftswerke sind, in wechselnden Gewichtungen – mal mehr Partisan Kazimierz und mal etwas mehr Partisan Boleslaw!

Partisanen der Kunst oder Rebellen der Kunst? Als Partisanen werden Gruppen von Widerstandskämpfern im Hinterland bezeichnet – und als ›Partisane‹ bezeichnete man im 15. - 18. Jahrhundert eine ›zweischneidige Stoßwaffe‹ – vielleicht ist das auch ein Hinweis auf ihr Kunstschaffen innerhalb eines sich teilweise als zweischneidig darstellenden Kunstbetriebes. Und ›Rebellen‹ der Kunst? Als Rebellen bezeichnet man Empörer, Aufrührer – also Gruppen, die sich gegen etwas auflehnen. Würde das auch zu ihnen passen? Nein, das sind sie gewiss nicht! In den textlichen Einfügungen ihrer Werke liest man Worte wie: Traurigkeit – Einsamkeit – Sehnsucht – Und: Verdammt, ein Künstler zu sein! Man findet unter anderem Portraits von Marilyn Monroe und Madonna, von John Lennon, den Rolling Stones, Jimmy Hendricks oder von der Rock-Ikone Udo Lindenberg. Idol-Figuren der Erinnerung an eine bestimmte und bestimmende Zeit – in Dankbarkeit und in Verehrung, in Wehmut oder Traurigkeit. Eine Kunstzeitschrift schrieb 2002: »Die Revolution der 70er Jahre – Jahre radikaler Kritik? Die Jahre zwischen 1968 und 1978 waren die der Infragestellung des sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Systems. Die Jahre radikaler Kritik und der Suche nach neuen künstlerischen Inhalten, wie sie am Anfang des 21. Jahrhunderts wieder angesagt sind. Hunderte von Bewegungen tauchten auf, die die Kunst erneuern beziehungsweise revolutionieren wollten.« Doch viele Bewegungen waren von kurzer Dauer. Sie waren in ihrer Kritik radikal und verblassten in den 80er-Jahren, in denen Namen wie Bad Painting, Pattern Painting oder Graffiti-East Village auftauchten. Und es waren Bewegungen, die jegliche Organisation als Gruppe ablehnten – keine Partisanen der Kunst, die wir meines Erachtens heute wieder dringend brauchen, in der Kunst und überhaupt. Etwas Rebellentum und unangepasstes Denken außerhalb des etablierten Kunstgeschehens könnten ebenso belebend sein.

Wen die Götter lieben

»Wen die Götter lieben, der stirbt jung…«, ein Textzitat aus der Komödie des römischen Dichters Titus Maccius Plautus, das so exakt passt zu den zahlreichen Kompositionen von Kazimierz & Boleslaw, in denen die verehrten, oft jung verstorbenen Künstler und Idole ihrer Zeit in den Werken Widerhall finden. Zum Beispiel Jimi Hendrix, der sich einreihte in die