Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Atlan im Einsatz - auf der Spur der Igelschiffe Die Situation in der Milchstraße ist gegen Ende des Jahres 1288 Neuer Galaktischer Zeitrechnung ziemlich angespannt. Misstrauen herrscht zwischen den großen Machtblöcken der Galaxis, dem Kristallimperium der Arkoniden, dem Forum Raglund der Nicht-Humanoiden und der Liga Freier Terraner. Im verborgenen wirkt das mysteriöse Projekt Camelot, geleitet von Perry Rhodan und seinen unsterblichen Freunden. Von Camelot erhoffen sich Milliarden einen Ausweg aus der Krise. Mittlerweile ist in direkter Nachbarschaft der Erde eine fremde Kultur aufgetaucht - auf Trokan, dem "zweiten Mars". Im Schutze eines Zeitrafferfeldes, das 250 Millionen Jahre in nicht einmal 70 Real-Jahren ablaufen ließ, entwickelte sich die Zivilisation der Herreach. Diese kämpft nun um ihr Überleben. Perry Rhodan landet mit seinen Freunden Reginald Bull und Alaska Saedelaere auf Trokan - und verschwindet in einem geheimnisvollen Pilzdom. An ihrer Stelle taucht ein fremdes Wesen namens Kummerog auf, das unheilvolle Aktivitäten entfaltet. Zu allem Überfluss begann in der Zwischenzeit eine merkwürdige Invasion. Atlan setzt sich auf die Spur der Fremden - es beginnt eine HETZJAGD DURCH DEN HYPERRAUM …
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Veröffentlichungsjahr: 2014
Das Hörbuch können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Nr. 1809
Hetzjagd durch den Hyperraum
Atlan im Einsatz – auf der Spur der Igelschiffe
von Horst Hoffmann
Die Situation in der Milchstraße ist gegen Ende des Jahres 1288 Neuer Galaktischer Zeitrechnung ziemlich angespannt. Misstrauen herrscht zwischen den großen Machtblöcken der Galaxis, dem Kristallimperium der Arkoniden, dem Forum Raglund der Nicht-Humanoiden und der Liga Freier Terraner.
Im verborgenen wirkt das mysteriöse Projekt Camelot, geleitet von Perry Rhodan und seinen unsterblichen Freunden. Von Camelot erhoffen sich Milliarden einen Ausweg aus der Krise.
Mittlerweile ist in direkter Nachbarschaft der Erde eine fremde Kultur aufgetaucht – auf Trokan, dem »zweiten Mars«. Im Schutze eines Zeitrafferfeldes, das 250 Millionen Jahre in nicht einmal 70 Real-Jahren ablaufen ließ, entwickelte sich die Zivilisation der Herreach. Diese kämpft nun um ihr Überleben.
Perry Rhodan landet mit seinen Freunden Reginald Bull und Alaska Saedelaere auf Trokan – und verschwindet in einem geheimnisvollen Pilzdom. An ihrer Stelle taucht ein fremdes Wesen namens Kummerog auf, das unheilvolle Aktivitäten entfaltet.
Zu allem Überfluss begann in der Zwischenzeit eine merkwürdige Invasion. Atlan setzt sich auf die Spur der Fremden – es beginnt eine HETZJAGD DURCH DEN HYPERRAUM …
Atlan – Der Arkonide wagt einen riskanten Einsatz.
Hermon von Ariga – Ein Heißsporn aus altbekannter Familie.
Gucky – Der Mausbiber wird mit einer fremden Strahlung konfrontiert.
Gerine – Stellvertretende Kommandantin der RICO.
Sevia und Sassaron
Kristallimperium
Strafplanet Trankun
Hermon von Ariga hörte den Alarm. Er sah, wie die Schinder ihre Waffen zogen und sich gehetzt umblickten, und erkannte die Chance.
Sie wussten ebenso wenig wie er und seine Leidensgenossen, was jetzt schon wieder passiert war. Aber nach den beiden letzten Störfällen hatten sie eine Heidenangst, denn es hatte auch viele von ihnen erwischt.
»Gragon, Menes, Karjoll«, zischte der Arkonide den neben ihm Arbeitenden über den Lautsprecher zu. »Das ist der Augenblick, auf den wir gewartet haben. Wir versuchen es wie geplant. Dundaa, verständige so viele wie möglich.«
Die Männer stürmten auf die Schinder zu und warfen sich ihnen in den Rücken. Dundaa von Serghom, die einzige Frau, die Hermon bei sich duldete, hatte verstanden und winkte die anderen Gefangenen heran. Sie schrie ihnen ihre Worte ebenfalls per Helmlautsprecher zu. Der Funk ihrer geschlossenen Schutzanzüge hätte sie nur verraten.
Wer hier ihre Rufe hörte, der kam nicht mehr dazu, rechtzeitig zu reagieren.
Fünf Schinder waren dazu abgestellt worden, die knapp zwanzig Sträflinge zu kontrollieren und mit ihren Schockpeitschen zu mehr Arbeit anzutreiben. Vier davon wurden, vom dritten Alarm innerhalb von fünf Tagen in Panik versetzt, von Hermon und seinen Gefährten angesprungen und mit gezielten Griffen überwältigt und zu Boden gezwungen. Bevor sie überhaupt begriffen, wie ihnen geschah, waren ihnen die Peitschen entrissen und die Strahler abgenommen.
Hermon von Ariga paralysierte seinen Gegner aus allernächster Nähe, noch über ihm kniend. Dann sprang er auf und sah den fünften Wächter zur Waffe greifen.
Er zauderte keinen Augenblick. Der Schinder brach unter totalem Ausfall des Nervensystems zusammen. Die Schutzanzüge, die er und seinesgleichen hier in der Fabrik trugen, waren kaum besser als die der Gefangenen. Ihr Zweck war nicht der Kampf, sondern die Isolierung der Träger von der Umwelt und dem, was auf diesem Höllenplaneten im Auftrag des Kristallimperiums an furchtbaren Dingen in Massen produziert wurde.
Trankun war einer der unzähligen Strafplaneten des Imperiums. Soweit Hermon wusste, lag er in der Peripherie des Kugelsternhaufens M 13, der Keimzelle aller arkonidischen Macht, die sich in diesen Zeiten wieder anschickte, die Galaxis zu erobern.
Auf Trankun, einer giftigen, riesigen Methanwelt, die ironischerweise als Schauplatz eher in den langen und blutigen Kampf der alten Arkoniden gegen die Maahks gepasst hätte, wurden sowohl Giftgase als auch biologische Waffen hergestellt und getestet, die im Ernstfall Verwendung in einem galaktischen Krieg finden sollten. Ein solcher war heute nicht nur durchaus wieder vorstellbar, sondern in naher Zeit sogar wahrscheinlich, wenn sich die Völker der Milchstraße nicht endlich wieder besannen. Nach Trankun wurden Vater- oder Muttermörder, Betrüger, Frauenschänder, Geisteskranke und Systemgegner gebracht. Den Widerständlern unter ihnen ging es am schlimmsten. Ihre Aufpasser, von allen nur »Schinder« genannt, waren Kriminelle, nur dass sich diese mit dem System arrangiert hatten. Sie hofften, nach der hier zu verbüßenden Strafe als freie Männer und Frauen ins Kristallimperium heimkehren und eine neue Heimat finden zu können.
»Raus jetzt!«, brüllte Hermon.
Mit seinen 27 Jahren war er kein Kind mehr und noch kein Erwachsener, sondern ein Jugendlicher im besten Alter, an allem lernfreudig und an allem interessiert. Andererseits machte er sich noch nicht zu viele Gedanken über die Zukunft und das Altwerden. Wenn er jetzt starb, war es das eben gewesen. Wenn er aber die Flucht schaffte, nach fünf Monaten harter Gefangenschaft und Sklavenarbeit, hatte er ein Leben vor sich, wie er es sich Nacht für Nacht erträumte.
Ein Leben nach Freibeuterart, als Kämpfer gegen das System, als einer, der es seinem großen Vorbild gleichtun wollte …
Sie rannten durch den Fabrikkomplex auf die Ausgänge zu, benutzten Gleitbänder und schossen durch Antigravs. Ihren Bewachern hatten sie sämtliche Waffen abgenommen, und ihnen folgten die anderen Gefangenen. Noch stellte sich ihnen niemand in den Weg, alles dachte jetzt nur an Flucht. Wenn sie es diesmal schafften, die Barrieren zu überwinden und die eventuelle Verstärkung der Schinder matt zu setzen, dann hatten sie eine reelle Chance.
Natürlich immer vorausgesetzt, dass sie lange genug lebten, um das Versorgungsschiff zu erreichen. Bisher waren sie in der Fabrik nicht betroffen gewesen, als die Versuchsanlagen explodierten und die Bakterien entwichen, die das Plastik auflösten und die Schutzmonturen der Soldaten und Wissenschaftler draußen zerstörten.
Und draußen, da waren sie jetzt. Einer nach dem anderen, Hermon an der Spitze, kamen sie aus dem flachkuppelförmigen, riesigen Fabrikgebäude, das dem mörderischen Druck des Methanriesen Paroli zu bieten hatte.
Hier außerhalb waren die Prallfelder der Anzüge zusammen mit den Mikrogravitatoren ihr einziger Schutz gegen die absolut lebensfeindlichen Umweltbedingungen. Hermon von Ariga wartete, bis sich alle Gefangenen seiner Gruppe um ihn, Gragon, Menes und Karjoll geschart hatten. Durch die Helmscheiben sah er im schwachen Licht der Innenbeleuchtung verzerrte, angstvolle, aber auch wildentschlossene Gesichter.
Er zwang sich, jeden Gedanken daran zu verdrängen, dass nur eine dünne Hülle sie vom qualvollen Tod in der Giftatmosphäre trennte.
Zwischen der verlassenen und den Nachbarkuppeln ragten hohe Scheinwerfertürme in die Luft und tauchten die Szene in unwirklich erscheinende Helligkeit. Gelbbraune Schwaden trieben wenige Meter über dem Boden und streuten das Licht. Der Blick auf die anderen Kuppeln war Glückssache. Ganz kurz, als die Schleier für Sekunden aufrissen, sah Hermon zur Rechten die hohe Zentralkuppel, etwa hundert Meter entfernt.
Dort wurde gekämpft.
Und erst jetzt merkte er, dass eine der Fabrikkuppeln dunkelrot glühte, als tobe dort ein unlöschbarer Atombrand. Gleiter waren in der Luft, Menschen rannten fort, eine Explosion ließ den Boden erzittern.
»Zum Schiff!«, rief der junge Arkonide seinen Begleitern zu. »Und keine Rücksicht nehmen! Jeder wird jetzt versuchen, es zu erreichen! Wir müssen die ersten sein!«
Der Alarm schrillte weiter über das Gelände. Hermon rannte voran, in Richtung Landefeld des Versorgungsschiffes, das monatlich kam und die Strafkolonie mit Nahrung, Medikamenten und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgte. Natürlich brachte es außerdem Nachrichten aus der Galaxis.
»Ihre« Kuppel lag dem Feld am nächsten, darauf gründeten sich Hermons Hoffnungen. Sie hatten die Schinder schnell überwältigt und schnell den Weg ins Freie nehmen können. Wer von den anderen Kuppeln kam, hatte länger zu tun, so rechnete er sich aus, vor allem in dem Tumult.
Normalerweise hatten sie es also nur mit dem Teil der Schiffsbesatzung zu tun, der an Bord geblieben war. Und wie man einen Hundertmeterkreuzer kaperte, darüber wussten Menes und Gragon eine ganze Menge.
Im Gegensatz zu Hermon waren sie wegen Piraterie hier.
Wieder ereigneten sich Explosionen. Die Flüchtenden rannten weiter. Jeden Moment musste das Schiff in Sichtweite sein.
Die gelben Schwaden waren wie ein Vorhang, der sich Meter um Meter hob und alles mögliche freigeben konnte – die Rettung oder den Tod in Form von Schindern oder wild feuernden Raumfahrern.
Lautsprecherstimmen ertönten. Die Schinder forderten die ausgerissenen Gefangenen auf, sofort in ihre Kuppeln zurückzukehren. Ansonsten drohe die sofortige Erschießung.
Hermon von Ariga lachte laut darüber.
»Wie ich erwartet habe«, rief er, diesmal über den Helmfunk. Wem sollten sie sich jetzt noch verraten? Das war vorbei. »Wir sind nicht die einzigen. Und sie haben …«
»Kuppeln zwei, drei und fünf sofort schließen!«, unterbrach ihn der Lautsprecher. Die Stimme überschlug sich.
Die rotglühende Kuppel war Nummer vier gewesen, und jetzt versuchten sie zu retten, was von den Nachbarfabriken noch zu retten war. Jeden Moment würde sich ein Energieschirm über sie legen.
Dass sie dies nicht sofort getan hatten, verriet Hermon von Ariga genug über die Panik der Schinder.
Zerquetschte Körper, Tod innerhalb von Sekunden. Schutzanzüge zerfressen von den Mikroben, die auf Trankun gezüchtet wurden.
Hermon hatte es nicht selbst gesehen, weil er seine Kuppel seit drei Monaten nicht mehr verlassen hatte. Aber er malte sich aus, wie es gewesen sein musste.
Und vielleicht waren es gar keine Unfälle gewesen. Vielleicht dienten die Gefangenen hier – sie und ihre Schinder – als Testopfer für neue Kulturen der Killerbakterien.
Solcher, die »nur« das Material der Schutzanzüge zerfraßen, und solcher, deren Appetit weiterging …
Hermon traute es dem verabscheuten System zu.
Bewaffnete Aufpasser kamen ihnen vor dem gerade in diesem Moment sichtbar werdenden Kugelschiff aus den Methannebeln entgegen. Er reagierte mit der unglaublichen Schnelligkeit eines Mannes, der sich seine Flucht immer wieder in jedem einzelnen Schritt, in jeder möglichen Variation vorgestellt hatte.
Hermon begann im Laufen zu feuern. Seine Gefährten folgten dem Beispiel, und gemeinsam überrannten sie die Schinder. Sie schossen mit scharf gebündelten Paralysestrahlern, denn solange es möglich war, wollten sie nicht zu dem werden, was ihre Aufpasser in Hermons Augen waren: bezahlte Mörder, Killer im Auftrag des Imperiums, das gnadenlos alles wegräumte, was seinem Weg zu neuer Macht und Glorie im Weg stand.
Hermon hatte lange gebraucht, bis er seinen Mitgefangenen dies eingepaukt hatte. Er wusste genau, wie sehr sie die Schinder hassten. Sie hatten auch allen Grund dazu. Aber solange es möglich war, sollte diese Aktion nach seinen Regeln verlaufen.
Wenn es nicht anders ging, würde er sich nicht scheuen, als erster den Strahler auf Impuls umzuschalten.
Die Schinder fielen der Reihe nach um. Hermon lief weiter auf das Schiff zu, das sich jetzt bis fast zur Mitte hinauf klar aus den Nebeln schälte.
Es sah im ersten Moment so aus, als sei es angestrahlt. Dann aber erkannte der junge Kämpfer, dass es seine eigene Beleuchtung war. Das Licht kam von ihm, überall. Und sämtliche Schleusen waren geschlossen.
Eine schreckliche Ahnung befiel den Arkoniden.
Das Krachen erneuter Explosionen zerriss die Szene. Es war viel stärker als vorher.
Im nächsten Moment warf eine mächtige Druckwelle die Ausbrecher von den Beinen, schleuderte sie meterweit nach vorn.
Hermon von Ariga lag im hellbraunen Staub des Planeten und fühlte sich, als habe ein Riese ihm seinen Hammer über den Schädel gezogen.
Die Schreie und Flüche der Gefährten hallten in seinen Ohren. Jemand heulte fast und rief etwas von gebrochenen Beinen.
Hermon schaffte es unter Schmerzen, den Oberkörper wieder nach oben zu stemmen. Aber fast wünschte er sich im nächsten Moment, durch eine der Explosionen zerfetzt worden zu sein und nicht mehr mit ansehen zu müssen, was vor seinen Augen geschah.
Langsam, fast lautlos, hob sich das Raumschiff.
Sein Antigravstart verursachte einen kleinen Orkan in der tiefen Atmosphäre, der die Flüchtlinge abermals herumwirbelte – aber das war es auch schon.
Das Versorgungsschiff, mit dem Hermon von Ariga diese Höllenwelt hatte verlassen und große Taten vollbringen wollen, ergriff nun selbst die Flucht.
Und sie waren wieder allein – und unterlegen. Sobald sich die Schinder von dem erholt hatten, was sie diesmal entweder nur in Todespanik versetzt hatte oder tatsächlich umbrachte …
Dann würden auch sie durch die Killermikroben sterben, und Hermon brauchte sich um nichts mehr Gedanken zu machen.
*
»Wohin?«, rief Dundaa durch den Lärm immer weiterer Explosionen.
In den Helmempfängern ertönten kräftige Störgeräusche. Irgendwo tobten sich offenbar gewaltige Energien aus.
Hermon sah sie kurz an. Ein genau in ihrem Rücken stehender Scheinwerfer hüllte ihren Kopf in einen Strahlenkranz.
Dundaa von Serghom war sicherlich keine Schönheit im klassischen Sinn. Dafür aber besaß sie andere Tugenden – und zwar solche, die Hermon bisher bei Frauen selten gefunden hatte. Dundaa war nicht so kräftig wie ein Mann, dafür schneller und, wenn's darauf ankam, skrupelloser. Mit ihr würde er bedenkenlos in einen Einsatz gegen das Imperium gehen.
Natürlich war sie es, die die entscheidende Frage stellte. Hermons kleiner Haufen stand auf verlorenem Posten. Die große – und einzige – Hoffnung war gestartet, bevor jemand ins Schiff eindringen konnte; sie hatte sich in Luft aufgelöst.
»Die Kuppel dort«, sagte Gragon und streckte den Arm aus. »Nummer sieben. Sie hat keinen Energieschirm.«
Er hatte recht. Alle anderen bis auf die rote waren von der Außenwelt isoliert. Dorthin konnten sie nicht. Hier im Freien war ihnen der Tod sicher. Hermon sah, wie die Hülle der glühenden Fabrik an einigen Stellen heller zu strahlen und sich dann, fast weiß geworden, aufzulösen begann.
»Nummer sieben!«, schrie er in das Knistern und Krachen aus den Empfängern und der chaotischen Umgebung. »Wir versuchen einzudringen! Alles andere sehen wir dann!«
Er winkte den anderen zu und lief los.
Natürlich wusste er, dass sie nur einen Aufschub gewinnen konnten. Selbst wenn es ihnen gelang, unangefochten die Kuppel zu betreten und in dem allgemeinen Durcheinander ein Versteck zu finden, würde sie das auf lange Sicht nicht retten. Früher oder später würde man sie entdecken und so bestrafen, wie man es auf Trankun mit allen Ausbrechern tat.
Daran wollte der Arkonide noch nicht denken. Das lag in der Zukunft, für ihn zählte das Jetzt. So hatte er es immer gehalten und dadurch manche Klemme überlebt, in die er mit seiner kleinen Widerstandsorganisation geraten war.
Hermon von Ariga glaubte noch an so etwas wie Wunder. Dieser Glaube an die unerwartete Chance schien für manche im Gegensatz zu seiner sonstigen Lebenseinstellung zu stehen. Hermon sah das anders. Wenn er sterben musste, konnte er es nicht ändern. Er würde jedoch alles versuchen, es zu verhindern oder hinauszuzögern.
Die »Stürmer Arkons« …
Er musste unwillkürlich daran denken, als sie auf Kuppel Nummer sieben zurannten, die wieder halb von schnell vorbeiziehenden Atmosphäreschwaden verdeckt war.
Sein Traum, in die IPRASA aufgenommen zu werden, hatte sich nicht erfüllt. Die Organisation suchte sich ihre Leute, sie wartete nicht auf Daherkommende. Als einfacher Arkonide ohne großen Namen hätte er vielleicht die besseren Chancen gehabt. Der Umstand, dass er aus der mächtigen Dynastie derer von Ariga stammte und dazu ein weitschichtiger Cousin der Theta war, der ersten Imperatrice des neuen Imperiums, hatte ihm viele Türen verschlossen.
Einem wie ihm traute man im Untergrund nicht. Dass er schließlich Zugang zu den Stürmern
