POLYGLOTT on tour Reiseführer Myanmar - Martin H. Petrich - E-Book

POLYGLOTT on tour Reiseführer Myanmar E-Book

Martin H. Petrich

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8,99 €

Beschreibung

Goldglänzende Pagoden, auf Reisfeldern grasende Büffel, schwimmende Dörfer und Gärten: Myanmar bietet gerade europäischen Besuchern eine Vielzahl an außergewöhnlichen Anblicken und Erlebnissen, die an Eindringlichkeit und Schönheit kaum zu übertreffen sind.

Mit dem POLYGLOTT on tour Myanmar lässt sich der Herzschlag des südostasiatischen Landes erspüren. Der Autor Martin H. Petrich führt in zwölf ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit des Staates und lässt Sie Typisches, Besonderes und Eigenheiten entdecken. Schnuppern Sie asiatisches Lebensgefühl und lernen Sie Myanmar hautnah kennen. Radeln Sie vorbei an tiefgrünen Reisfeldern, besuchen Sie buddhistische Klöster und ihre prächtigen Kunstschätze und erkunden Sie buntleuchtende Naturschutzgebiete. Sicher können Sie sich dem Flair des Landes bald nicht mehr entziehen. Dank individueller Tipps können Sie ausprobieren und eintauchen, mitten hinein ins südostasiatische Leben.

Auf einen Blick:

TYPISCH-Kapitel mit „Eine Reise wert“, „50 Dinge“ und „Was steckt dahinter“
Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort
E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen
POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 200

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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Redaktionsleitung: Grit Müller

Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter

Autor: Martin Petrich

Redaktion: Elke Sagenschneider Texte und Projekte, München

Bildredaktion: Dr. Nafsika Mylona

Layoutkonzept/Titeldesign: fpm factor product münchen

Kartografie: Theiss Heidolph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska

ISBN 978-3-8464-0664-9

1. Auflage 2019

GuU 0664 05_2019_02

Bildnachweis

Coverabbildung: AWL Images/Danita Delimont Stock

Fotos: AWL Images Ltd/Garrod, Katie: >; dpa Picture-Alliance/Mohr, Christoph: >, >; Fotolia/avigator35: >; Fotolia/Bajurin, Dario: >; Fotolia/donyenadoman: >; Fotolia/f9photos: >; Fotolia/hecke71: >; Fotolia/itacud: >; Fotolia/Marino, Christian: >; Fotolia/Nikolaeva, Svetlana: >; Fotolia/noelbynature: >; Fotolia/SeanPavonePhoto: >; Fotolia/seqoya: >; Fotolia/skaman306: >; Fotolia/Wong Sze Fei: >; Getty Images/Barker, Tim Gerard: >; Getty Images/Bognar, Tibor: >; Getty Images/Cohen, Jess: >; Getty Images/Greedy, David: >; Getty Images/Hiroyuki, Ito: >; Getty Images/Ratnayake, Asanka Brendon: >; Getty Images/Tournut, Jean-Philippe: >; Getty Images/ugurhan: >; Getty Images/Wright, Alison: >; Gruber, Heidi: >, >, >; Huber Images/F. Damm: >; Huber Images/Pipe, Ben: >, >; Huber Images/Taylor, Richard: >; laif/SZ Photo/Giribas, Jose: >; Lookphotos/Leue, Holger: >; Lookphotos/robertharding: >; Mauritius Images/age: >; Mauritius Images/Alamy/Design Pics Inc: >; Mauritius Images/imageBROKER: >, >, >; Mauritius Images/Runkel, Michael: >; Mauritius Images/Strigl, Egmont: >; Petrich, Martin H.: >, >, >, >, >, >, >, >; Shutterstock/Anna ART: >; Shutterstock/Bidouze, Stephane: >; Shutterstock/eFesenko: >; Shutterstock/Francky38: >; Shutterstock/Ikuni: >; Shutterstock/Irosebrugh: >, >; Shutterstock/M.A. Cynthia: >; Shutterstock/Offenberg, Chr.: >; Shutterstock/Sandyman: >; Shutterstock/sihasakprachum: >; Shutterstock/walkdragon: >; Shutterstock/Zzvet: >; stock.adobe.com/Khoroshunova, Olga: >; stock.adobe.com/S. G.: >; Wikipedia/CC 3.0/Cephoto Uwe Aranas: >.

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Bei Interesse an maßgeschneiderten B2B-Editionen: [email protected]

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SYMBOLE ALLGEMEIN

L

Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren

C

Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel

1

Top-Highlights und

0

Highlights der Destination

TOUR-SYMBOLE

1

Die POLYGLOTT-Touren

6

Stationen einer Tour

1

Hinweis auf 50 Dinge

PREIS-SYMBOLE

Hotel DZ

Restaurant

bis 50 EUR

bis 5 EUR

€€

51 bis 100 EUR

6 bis 10 EUR

€€€

über 100 EUR

über 10 EUR

Zeichenerklärung der Karten

Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze Nationalparkgrenze

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

1 SHWEDAGON-PAGODE >

Das prächtigste buddhistische Heiligtum des Landes ragt golden über Yangon.

2 ALTSTADT VON YANGON >

Bunte Märkte, quirlige Straßenstände und alte Kolonialbauten locken zum Bummeln.

3 KYAIK-HTIYO (GOLDENER FELSEN) >

Der goldene Felsen, ein bedeutendes Pilgerziel, thront waghalsig am Abgrund.

4 BAGAN >

Mehr als 2300 Heiligtümer bilden eine unvergleichliche Pagodenlandschaft.

5 MANDALAY UND UMGEBUNG >

Myanmars letzte Königsstadt besitzt viele Klöster und Handwerksbetriebe.

6 INLE-SEE >

Malerische Berge und geschäftige Dörfer umrahmen den See im Shan-Staat.

7 PAGODENWALD VON KAKKU >

Über 2500 Miniaturpagoden ragen nahe dem Inle-See wie Nadeln gen Himmel.

8 KYAING TONG >

Zum Markt in der einstigen Fürstenstadt kommt ein buntes Völkergemisch.

9 PYIN U LWIN >

Das koloniale Flair lässt sich gut auf einer Fahrt mit der Pferdekutsche erkunden.

! NGWE SAUNG >

An einem der schönsten Strände des Landes ist Entspannung garantiert.

@ NGAPALI >

Ruinen und Tempel zeugen vom Ruhm der einstigen Hauptstadt von Rakhine.

# MRAUK U >

In der Umgebung des Traumstrands sind Fischerdörfer schöne Ausflugsziele.

ALLE TOUREN AUF EINEN BLICK

mehr entdecken, schöner reisen

Perfekte Planung > Parallel > aufschlagen

TOUREN

REGION

DAUER

TOUR1

Ins Land der Mon

Yangon & der Süden

4–5 Tage

TOUR2

Im tiefen Süden

Yangon & der Süden

5 Tage

TOUR3

Myanmars kulturelles Herz

Zentral-Myanmar

4 Tage

TOUR4

Westlich des Ayeyarwady

Zentral-Myanmar

3 Tage

TOUR5

Ländliches Idyll

Shan-, Kayah- & Kachinstaat

4–5 Tage

TOUR6

Entlang der alten Burma Road

Shan-, Kayah- & Kachinstaat

3 Tage

TOUR7

Im hohen Norden

Shan-, Kayah- & Kachinstaat

mind. 4 Tage

TOUR8

An den Golf von Bengalen

Ayeyarwady-Delta & die Westküste

mind. 3 Tage

TOUR9

Im Land der Rakhine

Ayeyarwady-Delta & die Westküste

mind. 5 Tage

TOUR0

Myanmar klassisch

Extra-Tour

2 Wochen

TOUR!

Myanmar intensiv

Extra-Tour

3 Wochen

[email protected]

Abseits der Hauptrouten

Extra-Tour

3 Wochen

© Shutterstock/Bidouze, Stephane

Mystische Stimmung umfängt den Besucher zwischen den 3000 Pagoden Bagans

TYPISCH

MYANMAR IST EINE REISE WERT!

Jahrzehnte war Myanmar Besuchern verschlossen. Dann mieden Besucher das frühere Birma wegen der Militärdiktatur. Doch seit seiner Öffnung zählt das Land mit seinen Kulturschätzen und seiner ethnischen Vielfalt zu den angesagtesten Reisezielen Asiens. Zu Recht.

© Petrich, Martin H.

MARTIN H. PETRICH

Der Autor lebt in Berlin und Yangon. Als Studienreiseleiter bereist er Myanmar seit über 20 Jahren. Das Land hat es ihm angetan, denn hier lässt sich viel Ursprüngliches entdecken. Wo sonst begegnet man so unterschiedlichen Volksgruppen, einem lebendigen Buddhismus und derart liebenswerten Menschen?

Die vier Jungs sind sichtlich stolz. In Prinzengewänder gehüllt, thronen sie auf den herausgeputzten Pferden. Unter ihren Turbanen entstehen erste Schweißperlen, denn noch müssen sie ausharren, bis die Prozession sich in Bewegung setzen kann. Die goldenen Schirme bieten nur wenig Schutz vor der gleißenden Aprilsonne. Vor ihnen stellen sich farbenfroh gekleidete Mädchen mit Opfergaben auf, hinter ihnen sitzen weitere Mädchen in glitzerndem Outfit auf üppig dekorierten Ochsenkarren. Die Spitze der Prozession bildet ein Trupp von Jugendlichen, die wie Rapper zu lauter Musik tanzen. Dann geht es los und der Zug windet sich mit diversen Zwischenstationen an populären Pagoden durch die Straßen. Ziel ist ein Kloster am Stadtrand, wo der Abt die vier Jungs empfängt, um sie ins Kloster aufzunehmen. Schon bald werden aus hübschen Prinzen in Prachtgewändern kahlgeschorene Mönche in rostroten Roben.

Diese Shin Phyu genannte Zeremonie zählt zu den Höhepunkten im Leben eines Heranwachsenden, der mindestens einmal im Leben als Mönch in ein Kloster gehen wird. Das Ritual findet auch in anderen buddhistischen Regionen Asiens statt, doch nirgends wird es so prachtvoll gefeiert wie in Myanmar. Und das ist typisch für dieses faszinierende Land. Alles ist hier etwas größer, goldener, feierlicher. Nirgends gibt es mehr Pagoden, nirgends mehr Buddhas, nirgends mehr Mönche.

Gern als Land der Pagoden besungen, hat Myanmar indes weit mehr zu bieten als nur religiöse Stätten. Bei einer Reise durch Myanmar begegnet man verschiedensten Volksgruppen, die jeweils ihre ganz eigenen Traditionen pflegen. Wenn es auch nicht unbedingt 135 Ethnien sind, wie offiziell verkündet, so leben vor allem in den Bergen sehr viele verschiedene Minderheiten. Das Spektrum ihrer Eigenarten ist breit gefächert: von den Frauen der Chin, die ihre Gesichter tätowieren, über die Männer der Nagas, die ausladenden Kopfschmuck tragen, bis zu den Familien der Loi Wa, die gemeinsam in Langhäusern leben.

© Huber Images/Pipe, Ben

Auf den Märkten – wie hier in Hsipaw – gibt es eine große Auswahl an Obst und Gemüse

Ähnlich abwechslungsreich und vielfältig wie die Menschen sind die Landschaften Myanmars. Auf einer Fläche von 676.577 km², etwa doppelt so groß wie Deutschland, wechseln schneebedeckte Fünftausender an der Grenze zu Tibet ab mit fruchtbaren Mittelgebirgen im Shan-Staat oder savannenartigen Trockengebieten im Landesinneren. Am Golf von Bengalen und im Süden säumen palmenbeschattete Sandstrände die Küste.

Doch lange wollte das Land nichts von ausländischen Touristen wissen. Nach dem Militärputsch von 1962 führte General Ne Win das damalige Birma in die Isolation. Später, nach dessen Öffnung in den 1990er-Jahren wiederum mieden viele Besucher den südostasiatischen Staat, um damit gegen die brutalen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren. Eine Reise nach Myanmar wurde zum Politikum.

Doch wer Myanmar trotzdem bereiste, war schon sehr bald vom Charme der Menschen eingenommen – so erging es auch mir. Zwar war klar, dass Militärangehörige am Tourismus kräftig verdienten, doch das taten auch die vielen kleinen Leute – die Souvenirverkäuferin aus Mandalay ebenso wie der Kutschenfahrer in Bagan oder die Restaurantbesitzerin auf dem Inle-See. Sie und ihre Familien waren auf Touristen angewiesen. Manche Besucher gründeten sogar Hilfsprojekte, um dem verarmten Land zu helfen. In vielen Gesprächen wurde mir deutlich: Die Menschen wollen den Austausch mit Besuchern aus aller Welt, sie wollen nicht mit ihren Diktatoren alleingelassen werden.

Mit den Wahlen im Jahr 2010 und dem anschließenden Demokratisierungsprozess hat in Myanmar eine neue Ära begonnen. Was vorher unerschwinglich war, können sich heute immer mehr Menschen leisten – vom schicken Smartphone über Fernseher bis zum neuen Auto.

Sicherlich wird vieles verloren gehen, traditionelle Handwerkskünste ebenso wie rustikale Holzhütten oder altertümliche Gefährte. Das mag jene enttäuschen, die in Myanmar noch das ursprüngliche Asien suchen und den Bauer lieber hinter dem Holzpflug als auf dem Traktor fotografieren. Auch nehmen die entwicklungsbedingten Probleme rapide zu, was vor allem an den vollen Straßen in den Städten und dem allseits präsenten Müll sichtbar wird. Doch es wird auch viel Neues entstehen, die Kreativität der Birmanen ist legendär. Freuen Sie sich auf ein spannendes Reiseziel, genießen Sie mit all Ihren Sinnen seine vielen Facetten und lassen Sie sich anstecken von der Liebenswürdigkeit der Menschen.

© Fotolia/skaman306

Viele Dörfer am Inle-See sind nur per Boot zu erreichen

WAS STECKT DAHINTER?

Die kleinen Geheimnisse sind oftmals die spannendsten. Hier werden die Geschichten hinter den Kulissen erzählt.

WARUM VERHAUEN BIRMANEN DAS GELD?

Es ist ein beliebtes morgendliches Ritual und auf Märkten und an Souvenirständen häufig zu beobachten: Mit dem ersten am Tag verdienten Geldschein klopfen die Verkäuferinnen auf all Ihre Waren. Dieses lucky money, glücksbringende Geld, soll die guten Geister anlocken und den Handel ankurbeln. Ist Buddha für eine gute Wiedergeburt und die Moral zuständig, sorgen Geister und Götter für Gesundheit und gute Geschäfte. Und wenn das Geldklopfen nicht weiterhilft, wird der nächste Nat-Schrein aufgesucht.

WAS IST DENN CHEROOT?

Mit dem birmanischen Mädchen, das eine Cheroot raucht, »first a-smokin’ of a whackin’ white cheroot«, hat Rudyard Kipling in seinem 1890 veröffentlichten Gedicht »On the Road to Mandalay« der birmanischen Zigarre ein literarisches Denkmal gesetzt. Auch heute noch sind die markanten grünen Cheroots überall präsent. Der englische Begriff leitet sich von dem tamilischen Wort für ›rollen‹, ›curuttu‹, ab. Beim Drehen wird Tabak mit Duftholz gemischt und in ein getrocknetes Blatt des Thanaphet-Baumes (Cordia dichotoma) gewickelt. Dieser Baum gedeiht vor allem im südlichen Shan-Staat.

WARUM HABEN VIELE BIRMANEN DUNKLE ZÄHNE?

Das kommt vom Kauen der Betelnuss, bei dem sich im Mund ein blutroter Saft bildet, der die Lippen dunkel, die Zähne schwarz und die Straßen rostrot färbt. Die Betelnuss ist Volksdroge Nummer eins, fast die Hälfte der Einwohner soll ihrem Genuss verfallen sein. Die pflaumengroße Nuss der Arekapalme wird zerkleinert und zusammen mit gelöschtem Kalk auf den grünen Blättern des Betelpfeffers verteilt. Je nach Wunsch werden Anis oder Tabak beigefügt. Der Saft enthält stimulierende Substanzen.

WARUM BEMALEN BIRMANINNEN IHR GESICHT?

Zuweilen sieht es aus wie Kriegsbemalung, denn die weiße Paste wird gern in dekorativen Mustern aufgetragen. Sie stammt vom Thanaka-Baum (Hesperethusa crenulata), der vor allem in der Trockenzone angebaut wird und über eine weiche Rinde verfügt. Diese wird auf einem mit Wasser benetzten Stein zu einer hellen Paste verrieben, welche aufs Gesicht und manchmal auf die Arme aufgetragen wird. Warum das Ganze? Die Paste verhindert das Austrocknen der Haut und schützt vor den Sonnenstrahlen. Denn in Myanmar gilt es für Frauen als Schönheitsideal, eine helle Haut zu haben.

50 DINGE, DIE SIE …

Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!

… ERLEBEN SOLLTEN

1Indawgyi-See Unternehmen Sie mit den »Freunden des Sees«, Inn Chit Thu, eine Kajaktour auf Myanmars größtem See > samt Besuch der Fischerdörfer (Indawgyi Mahar Guesthouse Online-Karte, Lone Ton, Mobil 09/451511823).

2Vogelparadies Mit 300 Vogelarten ist der Natmataung-Nationalpark ein Dorado für Naturfreunde. Der Anbieter SST Tours weiß, wo die Vögel vor die Linse fliegen (North Wing Of Aung San Stadium Online-Karte, Yangon, Tel. 01/255536, www.sstmyanmar.com).

3Treppenmarsch Der Charme Mawlamyines > eröffnet sich besonders beim Aufstieg zum Pagodenhügel über den überdachten Treppenzugang vom Stadtzentrum aus. Dazu startet man an der Strand Road und folgt der Kyaik Thanlan Pagoda Road gen Osten.

© Getty Images/Tournut, Jean-Philippe

An Thingyan vom Wasserguss erwischt

4Wasserschlacht Wenn Sie Mitte April in Myanmar reisen, sollten sie das Neujahrsfest Thingyan in Mandalay > mitfeiern. Auch Fremde bleiben dabei nicht von plötzlichen Wassergüssen verschont. Unabdingbares Untensil: eine Wasserpistole.

5Elefanten baden Im Green Hill Valley Elephant Camp Online-Karte bei Kalaw können Sie Dickhäutern näher kommen und ihnen im Fluß den Rücken schrubben. Bei den Tieren handelt es sich um »pensionierte« Arbeitselefanten (Büro: Kyaung St. 17, Ahlone Township, Yangon, Tel. 01/2316492, www.ghvelephant.com).

6Mopedtour Strand und Meer gehören Ausflüglern in Sinma > noch ganz alleine. Ab dem Shwe Hin Tha Hotel Online-Karte in Ngwe Saung Beach geht es mit dem Moped zu dem paradiesischen Fleckchen (Pathein, Tel. 042/40340).

© Huber Images/Pipe, Ben

Buddhafiguren werden mit Blumen geschmückt und mit Wasser übergossen

7Planetenandacht Wenn Sie wissen, an welchem Wochentag Sie geboren wurden, können Sie an der Shwedagon-Pagode in Yangon die entsprechende Planetenandachtsstelle > aufsuchen, Blumen spenden und den Buddha mit Wasser übergießen.

8Radtour Mit dem Veranstalter Grasshopper Adventures Online-Karte radeln Sie von Bagan nach Sale durch urige Dörfer und kommen den Menschen sehr nahe (Hin Si St./3rd St., Neu-Bagan, Mobil 09/257546905, www.grasshopperadventures.com).

9Kochen bei Kyaw Das Restaurant Kyaw Kitchen Online-Karte in Neu-Bagan weist interessierte Gäste in seinem Innenhof unterm Niembaum in die Kunst birmanischen Kochens ein. Die fertigen Curries und Salate dürfen Sie natürlich kosten (4th St., Neu-Bagan, Mobil 09/259754811).

0Panoramaspaziergang Von den Pindaya-Höhlen > führt ein überdachter Weg seitlich des Hangs zum 1775 gegründeten Elefantenkopf-Kloster, Hsin Khaung Kyaung. Dabei eröffnen sich tolle Ausblicke in die Ebene.

!Leben am Fluss Bei einer Bootstour durch die Kanäle von Pathein > lohnt ein Besuch der geschäftigen Dörfer der Kayin-Minderheit (Bootstouren organisiert Mr. Soe Moe Aung, Mobil 09/250322368, [email protected]).

© Mauritius Images/imageBROKER

Zwei Frauen der Pa-O mit den typischen bunten Taschen auf einem Markt

@Wohnen bei den Pa-O Die Volksgruppe lebt u.a. in den Bergen östlich des Inle-Sees >. Dort können Sie nicht nur in ihren Dörfern nächtigen, sondern bei Wanderungen und Begegnungen viel über ihr Leben lernen (Kontakt: CITPAR, 89 Phaung Daw Pyan Rd., Nyaung Shwe, Tel. 081/209808, www.cit-paoregion.com).

… PROBIEREN SOLLTEN

#Köstliche Nascherei Muslimische Einwanderer haben halawa, eine auf Sesam basierende Süßigkeit, ins Land gebracht. Die beste halawa finden Sie in den Läden an der Merchant Street > in Pathein.

$Fischpaste aus Sittwe Ihre Nase mag über den Geruch nicht besonders begeistert sein, aber die Fischpaste, nga pie, gehört zum birmanischen Curry einfach dazu. Die beste stammt aus Sittwe > und gibt’s im Supermarkt.

© Shutterstock/walkdragon

Mishee schmeckt zu jeder Tageszeit

%Königliche Nudelsuppe Die letzte Königsstadt Mandalay ist bekannt für mishee, eine gut gewürzte Suppe mit weichen Reisnudeln. Es gibt sie in den Garküchen rund um den Zegyo-Markt >.

^Wein aus den Bergen Das von einem Deutschen geführte Weingut von Aythaya zählt zu den Pionieren des edlen Tropfens. Probieren Sie ein Gläschen und genießen Sie den herrlichen Ausblick (www.myanmar-vineyard.com).

&Grüntee zum EssenLephet thoke, eingelegte Teeblätter, werden in Myanmar gern zusammen mit gerösteten Bohnen und Linsen gegessen. Eine gute Auswahl finden Sie an den Ständen beim Höhleneingang von Pindaya >.

*Seafood am Strand Die Küche der Laguna Lodge Ngapali > bezieht Hummer von den Fischern des Ortes. Serviert wird der köstliche Schmaus direkt am Strand mit Blick aufs Meer.

(Mohinga am Morgen Myanmars Leibgericht zum Frühstück: Die Fischsuppe gibt es vor allem an den Straßenständen oder auf den Märkten, u.a. beim Markt im Stadtzentrum von Nyaung U >.

)Papayasalat mit Schärfe Vor allem wenn es heiß ist, wirkt der grüne Papayasalat mit Chili sehr erfrischend. Wer Scharfes mag, kann in Kakku > an einem der Stände vorbeischauen.

qKaffeegenuss Auch in Myanmar kommt Kaffee immer mehr in Mode. Wenn es nachmittags kühler wird, mundet er besonders gut im schlichten Barista-Khine Coffee Shop > in Pyin U Lwin.

wSüße Mangos Die besten Mangos sind in den Monaten Mai bis August rund um Mandalay zu haben, u.a. auf dem Zentralmarkt >. Fragen Sie nach Sein Ta Lone, das ist die beste Mangosorte.

… BESTAUNEN SOLLTEN

eYangon-Panorama In Yangon etablieren sich immer mehr schicke Dachterrassenbars. Von der Atlas Rooftop Bar & Lounge Online-Karte haben Sie einen tollen Blick auf die Shwedagon-Pagode (84, Pan Hlaing Rd., Mobil 09/9784151250, tgl. 17–23 Uhr).

rKöniglicher Glanz Im Seindon-Mibaya-Kloster von Mawlamyine > lässt sich die Pracht der letzten Monarchie erahnen. Das palastartige Interieur stammt von einer der Königinnen Mindons. Das Kloster liegt auf dem Hügel südlich der Kyaik-Thanlan-Pagode.

© Shutterstock/Zzvet

Eine klassische Tanzaufführung sollten Sie sich nicht entgehen lassen

tTraditionelle Tanzkunst Das Mintha Theater Online-Karte bietet auf seiner Bühne allabendlich klassische burmesische Tänze (58th. St. zw. 29th und 30th. St., Mandalay, Mobil 09/458974512, www.minthatheater.com).

yElegante Buddhas Das Kloster Nga-Phe-Chaung > auf dem Inle-See besitzt eine Sammlung geschnitzter Buddhastatuen im typischen Shan-Stil, hochaufragend, vergoldet und mit eingelegten Spiegelmosaiken. Lassen Sie sich von ihrem sanften Lächeln bezaubern.

uFlinke Finger Um die tausend Cheroots, Zigarren, drehen die Arbeiterinnen der Red Star Cigar Factory > in Taunggyi pro Tag. Überzeugen Sie sich selbst von der Fingerfertigkeit.

iBlühende Landschaften Zwischen Oktober und Dezember zeigt sich der Shan-Staat von seiner schönsten Seite. Auf der Autofahrt von Aung Ban bzw. Heho nach Pindaya > können Sie gelb blühende Nigersaat-, weiße Senf- und grüne Ingwerfelder bestaunen.

oFrisuren aus Stein Im Korridor des Htukkhan-Thein-Tempels > in Mrauk U sind 64 Frauenstatuen mit unterschiedlicher Haarpracht dargestellt. Eventuell inspirieren sie zu eigenen Kreationen – wie wäre es mit einem turmartigen Scheitelknoten?

… MIT NACH HAUSE NEHMEN SOLLTEN

pKitsch und Kunst Ob als Tuschezeichnung, Aquarell oder Collage – manche Postkarte ist ein wahres Kunstwerk. Eine gute Auswahl finden Sie auf dem Bogyoke-Aung-San-Markt > in Yangon.

QBesteck aus Palmholz Die Shwethalyaung-Pagode > ist nicht nur bekannt für den liegenden Buddha, sondern auch für das dort verkaufte Kunsthandwerk. Vor allem die Schnitzarbeiten aus Palmholz sind schöne Mitbringsel.

WRattan-Bälle Myanmars Nationalsport, Chinlon, wird in jeder freien Minute gespielt. Zu finden sind die dekorativen Bälle bei der freundlichen Win Family am Thatbyinnyu-Tempel > in Bagan.

EPrivate Modenschau Die Designerin Sann Bawk Rar mischt für ihr Label SHAYI Tradition mit Moderne. Heraus kommen hübsche tragbare Kleider. Besuchen Sie einen ihrer Shops z.B. in der Junction City (Bogyoke Aung San Rd./Shwedagon Pagoda Rd., Yangon).

RNatürlicher Sonnenschutz Die weiche Rinde des Thanaka-Baumes dient als Make-up und Sonnenschutz. Ganze Stämme und Äste des Gehölzes verkaufen die Stände an den Zugängen zur Shwezigon-Pagode > in Bagan.

© Shutterstock/eFesenko

Myanmars berühmte Marionetten

TMarionetten Wenn Sie zu Hause eine Prinzessin zu Gast haben wollen, kaufen Sie die Marionetten dazu bei Aung Nan Handicrafts > in Mandalay. Die königlichen Puppen sind in prachtvolle Gewänder gekleidet.

YBlattgold Die Blattgoldschläger des Golden Rose > in Mandalay schlagen mit vollem Körpereinsatz stundenlang auf das Gold ein, bis es zur hauchdünnen Schicht wird. Legen Sie in Blattgold an und veredeln Sie zu Hause damit einen Bilderrahmen.

USchneeweißer Marmor Wenn Sie wollen, können Sie einen tonnenschweren Buddha bei den Steinmetzen an der Mahamuni-Pagode > bestellen. Aber es gibt auch Figuren in handlicheren Formaten.

© stock.adobe.com/S. G.

Hier entsteht ein Longyi mit Lotosfasern

IZarte Stoffe Die Webereien von Inpawkone > auf dem Inle-See produzieren nicht nur schöne Seidenstoffe, sondern auch Schals und Tücher gemischt mit Fasern der Lotosblume (ab 15 €).

OStofftasche In die roten Umhängetaschen der Pa-O passt zu Hause auch der Einkauf rein. Suchen Sie sich auf dem Mingalar-Markt > in Nyaung Shwe eine Tasche aus.

PKachin Chique Die Wickelröcke der Kachin sind mittlerweile im ganzen Land beliebt. Verkauft werden sie z.B. im Weberviertel Shwe Nyaung Bin in Myitkyina >.

… BLEIBEN LASSEN SOLLTEN

aBerührungen Sei es das Haupt eines Kindes, der Arm einer fremden Frau oder der Hausaltar – mit Berührungen sollten Sie sehr zurückhaltend sein und soziale und religiöse Tabus respektieren.

sSich lautstark beschweren So sehr Sie sich im Recht fühlen mögen: Unterlassen Sie lautstarke Proteste bei mangelhaften Serviceleistungen. Damit verlieren Sie nur Ihr Gesicht.

dTopless am Strand Myanmar mag nicht mehr so prüde sein wie einst, aber sich oben ohne in der Sonne zu aalen, ist nach wie vor verboten. Auch allzu knappe Bikinis und Strings sind keine gute Idee.

fKorallen kaufen Leider sind Muscheln und Korallen an den Souvenirständen in Strandnähe noch allgegenwärtig. Lassen Sie bitte zum Schutz der Natur die Finger davon.

gPorträtfotos In Zeiten von Tablets, Smartphones und Digitalkameras fotografieren auch die Birmanen, was das Zeug hält. Trotzdem: Fragen Sie – vor allem bei den Minderheiten – bei Porträts immer um Erlaubnis.

hStrandoutfit Bei einem Pagodenbesuch sollten Sie keine kurzen Hosen, Miniröcke, Hotpants oder ärmellose T-Shirts tragen.

jDrogen probieren Der Shan-Staat zählt zu den Hauptanbaugebieten für Opium. Das mag den einen oder anderen zum Ausprobieren verleiten, wird aber mit hohen Haftstrafen geahndet.

kZusammen essen, einzeln bezahlen In Myanmar zahlt in Lokalen und Restaurants immer einer für alle. Wenn in größeren Gruppen nicht einer die Rechnung für alle übernehmen möchte, können Sie die Einzelposten ja im Nachhinein auseinanderdividieren.

© Getty Images/Cohen, Jess

Vor den Eingängen heiliger Stätten sammeln sich die Schuhe, denn Pagoden werden barfuß betreten – Flip Flops lassen sich schnell aus- und wieder anziehen

lSchuhe anlassen Egal ob Sie in ein Privathaus oder eine Pagode eintreten, die Schuhe müssen immer draußen bleiben.

AKüsschen geben So sehr Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin lieben, seien Sie mit Liebesbekundungen in der Öffentlichkeit zurückhaltend.

© Huber Images/Taylor, Richard

Ngapali Beach, einer der schönsten Strände Myanmars

REISEPLANUNG & ADRESSEN

DIE REISEREGION IM ÜBERBLICK

»Das Land umfängt seine Freunde mit einer Art von Zauber, den sie nicht durchbrechen können, selbst wenn sie es wollten«, schrieb der amerikanische Historiker John F. Cady einst über Myanmar.

Und in der Tat zieht das Land seine Gäste auf ganz besondere Weise in seinen Bann, sei es beim Besuch der weltberühmten Shwedagon-Pagode oder der alten Rakhine-Metropole Mrauk U, bei einer Fahrt in der Kutsche durch die Tempelwelt von Bagan oder bei einer Bootsfahrt auf dem Inle-See. Was vielerorts in Asien verschwunden ist, gehört hier noch zum ganz normalen Alltagsbild: die Ochsenkarren am Straßenrand und die Pferdedroschken in den Provinzstädten, Cheroot rauchende Frauen und Longyi tragende Männer. Praktisch jeder Tourist landet in Yangon, der multikulturellen 5-Millionen-Metropole mit viel kolonialem Flair und attraktiven Sakralbauten. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für mehrtägige Ausflüge, etwa nach Osten nach Bago, zum Kyaik-htiyo (Goldenen Felsen) und weiter nach Mawlamyine. Der schmale Süden zieht sich zwischen der Andamanensee und dem Tanintharyi-Gebirge entlang der Grenze zu Thailand. Dort liegen die bedeutenden Hafenstädte Dawei, Myeik und Kawthoung sowie der große Myeik-Archipel mit seinen mehr als 800 Inseln.

© Fotolia/avigator35

Die Mingun-Pagode bei Mandalay, eine gewaltige Bauruine

In Zentral-Myanmar