POLYGLOTT on tour Reiseführer Namibia - Friedrich Köthe - E-Book

POLYGLOTT on tour Reiseführer Namibia E-Book

Friedrich Köthe

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8,99 €

Beschreibung

Namibia – das ist unendlich weites Land, mit Dünenmeeren bis zum Horizont, schroffen Gebirgen, Schluchten und einem paradiesischen Wildreichtum. Putzige Kolonialstädtchen verlieren sich im Nirgendwo, Nomaden treiben ihre Rinder durch die Steppenlandschaft, luxuriöse Lodges bewirten Gäste wie Freunde.

Mit dem POLYGLOTT on tour Namibia lässt sich der Herzschlag des afrikanischen Landes erspüren. Die Autorin Daniela Schetar führt in 15 ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit des Staates und lässt Sie Typisches, Besonderes und Eigenheiten entdecken. Schnuppern Sie afrikanisches Lebensgefühl und lernen Sie Namibia hautnah kennen. Machen Sie eine Flugsafari in den Skeleton Coast Park oder fahren Sie mit dem Hausboot ins Okavango-Delta, lassen Sie sich auf dem Orange River treiben und bewundern Sie die Teppichweber im namibischen Hochland. Begeben Sie sich auf Jagd mit den San und lassen Sie sich von der namibischen Küche überraschen! Sicher können Sie sich dem Flair des Landes bald nicht mehr entziehen. Dank individueller Tipps können Sie ausprobieren und eintauchen, mitten hinein ins afrikanische Leben.

Auf einen Blick:

TYPISCH-Kapitel mit „Eine Reise wert“, „50 Dinge“ und „Was steckt dahinter“
Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort
E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen
POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 196

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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Redaktionsleitung: Grit Müller

Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter

Autoren: Daniela Schetar und Friedrich Köthe

Redaktion: Buch und Gestaltung, Britta Dieterle

Bildredaktion: Katja Oweger

Layoutkonzept/Titeldesign: fpm factor product münchen

Kartografie: Theiss Heidolph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska

ISBN 978-3-8464-0665-6

1. Auflage 2019

GuU 0665 05_2019_02

Bildnachweis

Coverabbildung: AWL Images/Nature in Stock

Fotos: Alamy Stock Photo/Hurd, Scott: >; Alamy/Imagebroker: >; Fotolia/Ciesielski, Cisek: >; Getty Images/AJ_Watt: >; Getty images/DEA/G. SOSIO: >; Getty Images/Graben, Matthias: >; Getty Images/ Universal Images Group/Hoberman: >; Huber Images/Bernhart, Udo: >; Huber Images/Dörr, C.: >; Huber Images/Fantuz, Olimpio: >; Huber Images/Mirau: >; Huber Images/Ritterbach, Jürgen: >; iStockphoto/mtcurado: >; iStockphoto/Richter, Bernhard: >, >; Jahreszeitenverlag/Lengler, Gregor: >; >; laif/Hahn, Paul: >; laif/hemis.fr/Mattes, Rene: >, >; laif/hemis/Rieger, Bertrand: >; laif/Le Figaro Magazine/Gladieu, Stephan: >; laif/Oberholzer, Obie: >; Mauritius Images/imageBROKER: >; Köthe, Friedrich/Schetar, Daniela: >, >; seasons agency/Jalag/Koschel, Philip: >; seasons agency/Jalag/Lengler, Gregor: >, >; Shutterstock/263 0ben: >; Shutterstock/Dcruz, Sam: >; Shutterstock/EcoPrint: >; Shutterstock/elleon: >; Shutterstock/French, Paula: >, >; Shutterstock/Gallas, Karel: >; Shutterstock/Gallet, Matthieu: >; Shutterstock/Gluza, Pawel: >; Shutterstock/Grobler du Preez: >, >, >; Shutterstock/Hansen, Jan-Dirk: >; Shutterstock/ingehogenbijl: >; Shutterstock/Janvdb95: >; Shutterstock/Kanuman: >; Shutterstock/LouieLea: >, >; Shutterstock/meunierd: >; Shutterstock/Moments by Mullineux: >; Shutterstock/Petrova, Maria: >; Shutterstock/phodo: >; Shutterstock/Pichugin, Dmitry: >; Shutterstock/Richter, Bernhard: >; Shutterstock/Trolle, Mogens: >; Shutterstock/Znamenskiy, Oleg: >, >, >; Stock.adobe.com/Krueger, Carsten: >; Stock.adobe.com/Oliver: >; Unsplash/S., Johann: >.

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Bei Interesse an maßgeschneiderten B2B-Editionen: [email protected]

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SYMBOLE ALLGEMEIN

L

Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren

C

Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel

1

Top-Highlights und

0

Highlights der Destination

TOUR-SYMBOLE

1

Die POLYGLOTT-Touren

6

Stationen einer Tour

1

Hinweis auf 50 Dinge

PREIS-SYMBOLE

Hotel DZ

Restaurant

bis 500 N$

bis 100 N$

€€

500 bis 800 N$

100 bis 200 N$

€€€

über 800 N$

über 200 N$

Zeichenerklärung der Karten

Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze Nationalparkgrenze

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

1 POST STREET MALL IN WINDHOEK >

Multikulturelles Flair und postmoderne Architektur lohnen einen Besuch.

2 SOSSUSVLEI >

Bis zu 350 m hohe Sanddünen warten im Namib-Naukluft-Park.

3 HISTORISCHES ZENTRUM IN LÜDERITZ >

Kolonialvillen prägen das Bild der Hafenstadt.

4 KOLMANSKOP >

Die verlassene Diamantensiedlung ist teilweise vom Wüstensand verschüttet.

5 FISH RIVER CANYON >

Die spektakuläre Schlucht des Fish River ist bis zu 500 m tief.

6 KÖCHERBAUMWÄLDER >

Rund um Keetmanshoop sind die bizarren Aloenbäume besonders beeindruckend.

7 ALTER BAHNHOF IN SWAKOPMUND >

In dem Jugenstilensemble residiert das Swakopmund Hotel.

8 WATERBERG-PLATEAU-PARK >

Am intensivsten erlebt man die Schönheit der Natur um den Waterberg zu Fuß.

9 TWYFELFONTEIN >

Die über 2500 Felsbilder zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

! KAOKOVELD >

Das Kaokoveld ist Lebensraum der letzten namibischen Nomaden, der Himba.

@ ETOSHA-NATIONALPARK >

Das Wildparadies ist der Höhepunkt jeder Namibiareise.

# OKAVANGO-DELTA >

Im Delta versammelt sich die Tierwelt des afrikanischen Südens.

ALLE TOUREN AUF EINEN BLICK

mehr entdecken, schöner reisen

Perfekte Planung > Parallel > aufschlagen

TOUREN

REGION

DAUER

TOUR1

Die Pässe im Westen

Windhoek und das Hochland

2–3 Tage

TOUR2

Bei den Teppichwebern

Windhoek und das Hochland

2 Tage

TOUR3

Tierbeobachtung in der Kalahari

Der Süden

3–4 Tage

TOUR4

Bootsfahrt auf dem Orange River

Der Süden

5 Tage

TOUR5

Zu den Dinosaurier-Fußspuren

Der Westen

1–2 Tage

TOUR6

In die Namib-Wüste

Der Westen

1–2 Tage

TOUR7

Flugsafari in den Skeleton Coast Park

Der Westen

3–4 Tage

TOUR8

Felsbilder: Twyfelfontein und Brandberg

Der Norden

3 Tage

TOUR9

Ins Kaokoveld zu den Himba

Der Norden

3 Tage

TOUR0

Ins Herzland der San

Der Norden

2 Tage

TOUR!

Per Hausboot ins Okavango-Delta

Der Caprivi-Strip

2 Tage

[email protected]

Auf Safari im Chobe-Nationalpark

Der Caprivi-Strip

3–4 Tage

TOUR#

Jugendstil und Game drives in neun Tagen – der Kurztrip

Extra-Tour

9 Tage

TOUR$

Wüste, Weite, wilde Tiere – in 14 Tagen durch den Norden

Extra-Tour

14 Tage

TOUR%

Berge, Löwen, Teppiche – zwei Wochen im Süden

Extra-Tour

14 Tage

© Shutterstock/Pichugin, Dmitry

Giraffen sind gesellige Tiere und leben in Rudeln

TYPISCH

NAMIBIA IST EINE REISE WERT!

Namibia – das ist unendlich weites Land, mit Dünenmeeren bis zum Horizont, mit schroffen Gebirgen und Schluchten und einem paradiesischen Wildreichtum. Putzige Kolonialstädtchen verlieren sich im Nirgendwo, Nomaden treiben ihre Rinder durch Steppenlandschaft, luxuriöse Lodges bewirten Gäste wie Freunde. Wer mit offenen Augen und Sinnen reist, findet hier sein Glück.

© Köthe, Friedrich/Schetar, Daniela

DANIELA SCHETAR UND FRIEDRICH KÖTHE

Die Ethnologin und Reisejournalistin liebt Wüsten. Namibia mit seiner grandiosen Natur ist ihr liebstes Reiseziel in Afrika. Als Soziologe beschäftigt sich Friedrich Köthe mit Geschichte und Gegenwart Namibias, als Reisejournalist und Fotograf ist er fasziniert von den Traditionen der Volksgruppen.

Wir Münchner Reisejournalisten haben unser Herz an Namibia verloren und können uns bei jeder neuen Reise kaum entscheiden, ob wir der Weite der Namib-Wüste, dem Felsskulpturengarten des Erongo, dem Tierparadies Etosha oder dem tropisch bunten Caprivi den Vorzug geben sollen. Was wir aber auf keinen Fall verpassen, ganz gleich wie die Zeit drängt, ist ein abendlicher braai auf einer unserer Lieblingsgästefarmen. Dazu ein Windhoek Lager, und da ist es – das Namibia-Feeling!

© Huber Images/Mirau

Namibia wie wir es lieben, mit freiem Blick bis zum Horizont

Gleich bei unserer ersten Begegnung zu Beginn der 1990er-Jahre haben wir es gefunden. Unsere Tochter war gerade drei Jahre alt, und es gab durchaus Bedenken, mit einem so kleinen Kind in ein so »wildes« Land zu reisen. Aber die waren vergessen, sobald wir auf der ersten Gästefarm ankamen, denn dort lebte Tinky, ein zahmes Erdmännchen, das sich in die Kleine verguckte, und leidenschaftlich gerne in ihren Armen kuschelte. Gerade war »König der Löwen« im Kino gelaufen, und wir erlebten die Zeichentrickabenteuer nun eben live. Auf der nächsten Farm trafen wir Willi, das Warzenschwein. Wir ritten auf Straußen, fütterten zahme Geparde, beäugten aus dem sicheren Fahrzeug heraus heimtückische Hyänen, hörten den König der Löwen brüllen und bewunderten zum Sonnenaufgang Giraffen vor den roséfarbenen Sanddünen. Für den Soundtrack sorgten Vogelstimmen. Unsere abendlichen Schlaflieder waren das Zirpen der Zikaden, das Bellen der Schakale und das Rascheln vieler unsichtbarer Nachttiere.

Unvergessen ist auch die Gastfreundschaft, die wir so noch nirgendwo genossen haben. Wir fuhren von Gästefarm zu Gästefarm, trafen dort oft auf Nachfahren deutscher Auswanderer, saßen mit den Familien am Abendbrottisch oder am braai, dem Grillfeuer, auf dem Fleisch oder Würste brutzelten, und hörten ihren Geschichten zu. Viele sind über die Jahre zu Freunden geworden.

Namibia ist eine sehr eigenwillige Mischung – hier die Einsamkeit der Namib-Wüste, die Wildnis des Kaokoveld, die Tierparadiese Etosha und Caprivi, das schwarzafrikanisch geprägte Ovamboland – dort wilhelminische Kolonialarchitektur, würziges Bier nach dem bayerischen Reinheitsgebot und urdeutsche Kultur. Natürlich bilden die Deutschen nur eine Minderheit, aber im Tourismus sind sie sehr präsent. Man kann sich mitten in der Namib fühlen wie bei Muttern, selbst gebackenen Marmorkuchen inklusive.

© laif/Hahn, Paul

Essensstand auf dem Markt in Tsumeb

Man kann aber auch zu verstehen versuchen, wie die alteingesessene Bevölkerung, die San, Nama, Herero, Ovambo oder Damara leben, feiern, kochen oder jagen, indem man die immer zahlreicheren Projekte besucht, die ihre traditionelle Kultur vorstellen. Durch diese Arbeit partizipieren die Menschen an den Einnahmen aus dem Tourismus: Historic Living Villages beispielsweise oder Camps in den ehemaligen Homelands, in denen viele heute noch notgedrungen leben.

Die letzten 150 Jahre haben Namibia durch die deutsche Kolonisierung und die darauffolgende Herrschaft Südafrikas nachhaltig geprägt und seine Völker in teils menschenunwürdige Abhängigkeit und Lebensumstände gestürzt.

Auch wenn seit der Unabhängigkeit 1990 große Fortschritte erzielt wurden, sind die alten Apartheidstrukturen noch nicht überwunden – nach wie vor lebt die große schwarze Mehrheit in prekären Lebensumständen. Die Gleichstellung scheitert an der Landfrage. Rund zwei Drittel der Farmen sind im Besitz Weißer. Bei aller Faszination und Schönheit dieses Landes – vor der wirtschaftlichen und sozialen Realität sollte man als Gast seine Augen nicht verschließen.

Wie entdeckt man ein Land, das mehr als doppelt so groß ist wie Deutschland? Durch lange Autofahrten, denn die Entfernungen zwischen den Städten und Naturparks sind groß. Doch die grandiose Schönheit der Landschaften, die bizarren Gebirgsstöcke, die Wüstenweite entschädigen für jede Stunde hinter dem Steuer. Trekkingtouren durch die Naturschutzgebiete und Wanderungen auf den Spuren des Wildes, jede Art von Aktivität ist zugleich auch eine Annäherung an die majestätische und dabei so fragile Umwelt.

Namibia öffnet sich Besuchern wie ein Bilderbuch und Lehrbuch zugleich. Man muss nur bereit sein, in ihm zu lesen.

WAS STECKT DAHINTER?

Die kleinen Geheimnisse sind oftmals die spannendsten. Hier werden die Geschichten hinter den Kulissen erzählt.

WAS STECKT HINTER LEKKER UND PAD, ZWEI WORTEN, DIE MAN IMMER WIEDER HÖRT?

Ganz gleich ob bei Buren, Deutsch- oder Englischstämmigen, Ovambo oder Nama: Die beiden Begriffe haben Eingang in so gut wie jede namibische Sprache gefunden. Lekker entpuppt sich dabei als besonders vielseitig. Grundbedeutung ist gut, wohlschmeckend, doch es lässt sich auf viele weitere Kombinationen ein: lekker kriegen heißt z.B. Spaß haben, lekker slap wünscht eine gute Nacht.

Pad bedeutet der Weg, die Straße, die Piste. Und wenn Ihnen jemand lekker pad zuruft? Richtig: Gute Fahrt.

WARUM TRAGEN HERERO-FRAUEN KLEIDER, DIE AN EUROPÄISCHE SIEDLERFRAUEN AUS DEM 19. JH. ERINNERN?

Weil eben solche Matronen sie ihnen aufgedrängt haben. Bei Ankunft der ersten Missionare und Siedler waren die Herero-Damen nur mit einem Lederrock bekleidet (so wie heute noch die Himba). Diesem als unzüchtig empfundenen Outfit schoben die weißen Frauen schnell einen Riegel in Form viktorianischer Kleider vor. Etwas abgewandelt hat diese Tracht bis heute überdauert. Übrigens hat das züchtige Kopftuch auch eine symbolische Bedeutung: Die abstehenden Zipfel bilden Rinderhörner nach.

WOHER STAMMEN DIE RAUPENSPUREN IM SAND?

Die Spuren sehen aus, als seien Mini-Bagger durch die Namibdünen gedüst. In Wirklichkeit aber waren es die gar nicht so niedlichen Tok Tokkies, Namibias allgegenwärtige, langbeinige Schwarzkäfer. Sie tun niemandem etwas, werden aber lästig, wenn sie in Massen auftreten, denn sie überkrabbeln alles, was im Weg steht.

WELCHE FUNKTION HABEN DIE GEFÜLLTEN STOFFROLLEN AN DEN ZIMMERTÜREN VIELER GÄSTEFARMEN?

Sie sollen verhindern, dass ungebetene Besucher unter der Türe durchkriechen – etwa Skorpione oder Schlangen. Seien Sie darauf bedacht, die Rollen nach dem Betreten oder Verlassen des Zimmers wieder an ihre Stelle zu legen. Bei Sturm schützen sie auch vor Staub.

WARUM SIEHT MAN GNUS UND ZEBRAS HÄUFIG GEMEINSAM ÄSEN?

Weil Gnus sehr schlecht sehen. Die Zebras übernehmen den Wachdienst. Erkennen sie eine Bedrohung, geben sie das Signal zur Flucht. Und die Gnus laufen hinterher.

50 DINGE, DIE SIE …

Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!

© seasons agency/Jalag/Lengler, Gregor

Der anstrengende Aufstieg auf die Dünen am Sossusvlei wird durch einen wundervollen Rundblick belohnt

… ERLEBEN SOLLTEN

1Sandkasten Namib Dünen, endlose Sandflächen, eine einsame Oryx, Sonnenaufgang – so jungfräulich sieht man die Namib nur aus dem Heißluftballon, z.B. bei einer Fahrt mit Hot Air Ballooning >.

2Auf dem Wüstenschiff Gemächlich schaukelnd durch die Namib-Wüste zur spektakulären Mondlandschaft, das ist auf geduldigen Kamelen ein sehr intensives Erlebnis >, >(Swakopmund Camel Farm Online-Karte, Tel. 0 64/40 03 63, www.swakopmundcamelfarm.com, 20 Min., 200 N$).

3Farmrundfahrt mit Götz Wenn Götz Nederlof demonstriert, wie Rinder gezüchtet werden und wie eine Windradwasserpumpe funktioniert, lernt man mehr über Namibia als aus dicken Büchern. Das erlebt man in Verbindung mit einer Übernachtung auf der Gästefarm Dornhügel >.

4Fahrradtour durch Katutura Windhoeks ehemalige Township ist riesig, bunt, das pralle Leben. Mit Katutours strampeln die Tourteilnehmer auf einen Biketrail durch Katutura >(Start am Soweto Market/Independence Ave., Tel. 0 61/21 00 97, www.katutours.com, ab 14 Jahre, Di–So 9.30 Uhr, 7,5 km, 3,5 Std., 750 N$).

5Fisch vom Grill Zwischen Swakopmund und Hentjes Bay angeln die Namibier am Strand. In Buck’s Camping Lodge > Zelt aufstellen, im Ort Angelausrüstung besorgen, die Angel ins Wasser hängen und bald brutzelt der Fang auf dem Campinggrill!

6Pirsch mit den San Sie sind begnadete Jäger und Fährtenleser. Auf der Farm Omandumba Online-Karte gehen Besucher mit den San auf Jagd (Omaruru, Tel. 0 64/57 10 86, www.omandumba.de, nur in Verbindung mit Übernachtung).

7Lagerfeuerromantik Zelten ist nicht Ihr Ding? Nun, Sie kennen die Camps in der Namib nicht. Keine Nachbarn, kein Zaun, ringsherum Natur pur. Und unter dem sternenübersäten Himmel raunen die Stimmen der Nacht. Herrlich auf dem Campingplatz Ganab >.

8SUV im Praxistest Was bei uns nutzlos durch die Städte brettert, ergibt in Namibia Sinn: ein Geländewagen. Doch das Fahren auf holprigen Pisten will gelernt sein. So beim Fahrsicherheitstraining auf der Gästefarm Ababis >(ein halber Tag für 1200 N$).

9Auf Pferderücken Natur erleben Die auf der Etusis Lodge > gezüchteten Basotho-Pferde gelten als besonders gutmütig und ausdauernd. Sie tragen selbst Reitanfänger geduldig durch die Steppenlandschaft am Rande des Erongogebirges (in Verbindung mit einer Übernachtung).

0Trekking in der Naukluft Rund 17 km lang ist der ebenso anspruchsvolle wie vielseitige Waterkloof-Trail >. Auf dem Weg laden immer wieder Gumpen zur erfrischenden Rast ein (6–7 Std., reichlich Wasser und Verpflegung nicht vergessen).

… PROBIEREN SOLLTEN

!Knackig frittierte Mopane-Raupen Die Spezialität steht u.a. im Restaurant des Xwama Cultural Village > in Katutura auf der Speisekarte (250 g für 40 N$).

@Wie schmeckt Mielie Pap? Maisbrei ist das Grundnahrungsmittel der farbigen und schwarzen Bevölkerung. Sie können es an den Straßenständen in Okakarara südöstlich vom Waterberg-Park probieren (ca. 20 N$).

#Boerewors vom Braai Wenn Namibier grillen, darf die Burenwurst nicht fehlen. Die aus wahlweise Rind (alternativ Wild), Lamm und Schwein bestehende, herzhaft gewürzte Wurst (Portion um 150 N$) verträgt sich im Windhoeker Pub Joe’s Beer House > hervorragend mit Windhoek Lager.

$Die frischesten Austern Wo sonst als in Lüderitzbucht sollte man sie bestellen? Beispielsweise im Diaz Coffee Shop, Oyster & Winebar in Lüderitz > begleitet von einem Glas guten südafrikanischen Weißweins.

%Kudu oder Oryx? Wild ist absolut lekker, wie die Namibier sagen. Im Restaurant The Raft in Walvis Bay > wird das Wild zu nur mit Olivenöl und Salz gegrillten Sirloinsteaks verarbeitet – unvergleichlich (Esplanade, Tel. 0 64/20 48 77, www.theraftrestaurant.com, um 150 N$).

^Krokodilschwanz gefällig? Etwas eigenwillig, zugegeben, aber er schmeckt wie Hühnchen und wird als raffinierter Cocktail in würziger Marinade z.B. im Restaurant der Crocodile Ranch > in Otjiwarongo serviert (ca. 100 N$).

&Eisbein mit Sauerkraut Ja, auch deutsche Küche kann man an der Südwestküste Afrikas bestellen. Das Swakopmunder Brauhaus ist dafür eine bewährte Adresse (The Arcade 22 Online-Karte, Sam Nujoma Drive, Tel. 0 64/ 40 22 14, www.swakopmundbrauhaus.com, Mo–Sa 10–14.30, 17–21.30 Uhr, ca. 100 N$).

*Windhoek Lager Gebraut nach deutschem Reinheitsgebot von einem deutschstämmigen Braumeister und eines der beliebtesten Biere im südlichen Afrika. Gibt es in allen Supermärkten und an Tankstellen.

(Appletiser Ein geniales Getränk! Apfelschorle, direkt aus den Früchten vergoren und deshalb mit fein säuerlichem Geschmack, ohne Zusatz von Zucker oder Farbstoffe. Erhältlich in Supermärkten und an Tankstellen.

)Omaluvu-Schwips Bei einer Evening Township Tour in Swakopmund > gibt es in einer traditionellen Bierkneipe (sheebeen) das aus Sorghum gebraute Bier Omaluvu der Ovambo zu kosten (Hata Angu Cultural Tours, www.culturalactivities-namibia.com).

… BESTAUNEN SOLLTEN

qUniformen und Matronenkleider Nicht nur am Ahnengedenktag in Okahandja >, aber da besonders farbenfroh, präsentieren die Herero ihre den deutschen Kolonialherren abgeguckte Tracht.

wStargazing an der Spitzkoppe Namibias neuester Trend ist Sternegucken. Kein Wunder, denn der klare Nachthimmel gibt den überwältigenden Blick auf Millionen von Sternen frei. Besonders schön anzusehen im Spitzkoppe Restcamp > im Herzen der Namib.

© Shutterstock/Grobler du Preez

Ruacana Falls bei hohem Wasserstand des Kunene River

eNamibia im Wasserrausch Gurgelnd und rauschend stürzt der Kunene River an den Epupa Falls in die Tiefe >. Ein einmaliger Anblick im ariden Namibia unweit der angolanischen Grenze.

rKleinstaaterei in der Namib Was passiert in den Termitenbauten? Wie sind die Insekten organisiert? Familie Theile vom privat geführten Namtib Biosphärenreservat > und Termitenspezialist eröffnet den Gästen einen faszinierenden Blick auf die staatenbildenden Krabbeltiere.

tSchloss Duwisib Da reibt man sich verwundert die Augen: Mit seinen roten Steinmauern, Zinnen und Wehrtürmen wirkt Namibias skurrilstes Kolonialbauwerk zwischen Maltahöhe und Tirasbergen wie eine trutzige Festung aus dem Mittelalter >.

yDie Wüste lebt Das, was die Guides von Living Desert Tours bei einer Dünenwanderung in der Namib > vorführen, ist live: Raupenspuren von Skorpionen, die Schleifen einer Zwergpuffotter, eine Goldene Radspinne, die die Düne hinunterrast (Tel. 0 64/40 50 70, www.livingdesertnamibia.com, 700 N$).

uDie Löwen von Okapuka Wer wenig Zeit zur Verfügung hat, kann die Könige der Tiere schon in der Nähe von Windhoek, auf der Okapuka Ranch Online-Karte, bei der täglichen Fütterung sicher aus der Nähe beobachten (27 km nördlich von Windhoek an der B1, Tel. 0 61/25 71 75, www.okapuka-ranch.com, Voranmeldung, ca. 400 N$).

iLandschaft wie am zweiten Schöpfungstag Reisende, die zwischen Duwisib > und Aus > die westliche D 707 entlang der Tirasberge wählen, führt ihr Weg zwischen den goldenen Dünen der Namib und den rötlich grauen Flanken des Escarpments hindurch – eine Szenerie zum Niederknien!

oGottes Zen-Garten Die roséfarbenen Sanddünen der Kalahari sehen aus wie mit einem Rechen gezogen. Wanderwege auf dem Gelände der Kalahari Anib Lodge > führen durch den Riesensandkasten (in Verbindung mit einer Übernachtung).

© Shutterstock/EcoPrint

Die Welwitschia mirabilis zählt zu den Sukkulenten

pPflanzen-Methusalem Weniger wegen ihrer Schönheit als wegen ihres Alters wird die Welwitschia mirabilis>, > bestaunt. Sie ist ausschließlich in der Namib beheimatet und wird geschätzt weit über 1000 Jahre alt. Respekt!

… NACH HAUSE NEHMEN SOLLTEN

QNachhaltige Körbe Die Künstler auf Kiripotib recyceln Plastikabfälle zu farbenfrohen Korbkreationen. Zu kaufen auf der Farm Kiripotib >(ab 100 N$).

WNotration Fleisch Das Trockenfleisch Biltong erinnert zu Hause noch lange an Namibia: Es gibt Rind und Wild, pikant gewürzt, überall zu kaufen, besonders lekker bei Closwa Biltong Online-Karte(Voortrekker Road, Okahandja, www.closwa.com, und in den Läden in Tsumeb, Swakopmund und Windhoek, um 20 N$).

© Shutterstock/ingehogenbijl

Holzmasken aus ganz Afrika werden bei Bushman Art angeboten

EGiraffen-Ringe Witzige, in Gestalt von Löwen, Kudus oder Nashörnern aus Holz gearbeitete Serviettenringe finden Sie preiswert auf dem täglich stattfindenden Holzschnitzermarkt in Swakopmund >(unterhalb der Am Zoll Street, ca. 10 N$/Ring).

RStich für Stich Missionarsgattinnen brachten Nama-Frauen das Besticken von Tisch- und Bettwäsche bei. Casa Anin Online-Karte vertreibt die edlen Stücke mit afrikanischen Motiven (Klein Windhoek, Bougain Villas, 78 Sam Nujoma Drive, Tel. 0 61/25 64 10, anin.com.na).

THeia Safari Die ideale, strapazierfähige Hose aus 100 % Baumwolle bekommen Sie in namibischen Ausrüstungsläden günstiger als zu Hause, z.B. von Sterling bei Safariland Holtz (Gustav Voigts Centre, Independence Ave., Windhoek, Tel. 0 61/23 59 41, gustavvoigtscentre.com.na, für 500 N$).

YViele bunte Vellies Die original vellies, Wüstenschuhe aus samtweichem Kuduleder, traten von Namibia aus zur Eroberung der internationalen Modewelt an, sind aber nur online zu kaufen (brothervellies.com, um 200 €). Weniger faishonable, dafür deutlich billiger: Kudulederschuhe bei Holtz an der Sam Nujoma Ave. in Swakopmund.

UDie Sprache der Masken Wer etwas von afrikanischer Kunst versteht, kann in Namibia echte Raritäten finden und diese deutlich günstiger als bei europäischen Antiquitätenhändlern erwerben. Schauen Sie bei Bushman Art in Windhoek rein >.

IEs blinkt und glitzert Da werden nicht nur Kinderaugen groß: Im Henckert Tourist Center > in Karibib gibt es unbearbeitete Halbedelsteine kiloweise zu kaufen.

© Shutterstock/Znamenskiy, Oleg

Herero-Püppchen sind farbenfrohe Mitbringsel

ODekoratives Souvenir Die fröhlich bunten Herero-Stoffpuppen in viktorianischer Tracht sind für wenige Namibiadollar z.B. auf dem Holzschnitzermarkt Mbangura Woodcarvers Craft Market am Ortseingang von Okahandja zu haben >.

PAfrikanische Maid Township- und Pop-Art, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind die Zutaten, aus denen »Maid in Africa« T-Shirts, Hosen und Taschen produziert und an einem Stand im Namibia Craft Center > vertreibt (Andrew und Micha Weir, www.maidinafrica.com).

… BLEIBEN LASSEN SOLLTEN

aBarfuß laufen wie die Einheimischen Die wissen nämlich, wo sie hintreten und sehen genauer als wir, wo sich Gefahr in Gestalt von Schlangen tarnt. Auch Badelatschen und offene Sandalen sind nicht sicher!

sElfenbein kaufen Dass das zu Skulpturen und Schmuck verarbeitete Elfenbein in Namibia aus streng kontrolliertem, legalem Abschuss stammt, interessiert an den europäischen Grenzen niemanden. Es wird konfisziert, denn hier gilt das Washingtoner Artenschutzabkommen.

dOhne Guide eine Township besuchen Nicht weil einem dabei etwas passieren würde – vielmehr haben Fremde nicht die geringste Ahnung vom Alltag in Katutura und treten so in viele Fettnäpfchen.

fÜber Pisten rasen Endlose Weite und gar kein Gegenverkehr – was soll schon passieren? Dann kommt eine Bodenwelle in die Quere – durch das spontane Bremsmanöver macht das Auto einen Satz wie ein fliehender Springbock, und die Reise ist vorbei.

© Shutterstock/Gallet, Matthieu

Achtung, Geparden kreuzen!

gAutostopp Macht niemand in Namibia. Die Touristenautos sind sowieso voll, außerdem könnte jemand auf dumme Gedanken kommen, wenn da ein Wohlhabender aus Übersee mit Hab und Gut alleine in der Natur rumsteht.

hSteine aufheben Vor allem auf kleine Kinder sollte man stets ein Auge haben, denn die tun ja nichts lieber. Was passiert aber, wenn sich darunter ein Skorpion versteckt?

jSpät nachts durch Windhoek streunen Nicht dass die Stadt besonders gefährlich wäre, aber sie ist nachts einfach ausgestorben. Wenn doch etwas passieren sollte, dauert es lange, bis Hilfe kommt.

kQuerfeldein fahren Zugegeben, es reizt ungeheuer, die Piste zu verlassen und in die Landschaft zu fahren. Aber: Sie zerstören dabei Wurzelwerk von Pflanzen, die auf den nächsten Regen warten, oder Zufluchtsorte von Insekten und Wüstentieren.

lNationalparkregeln ignorieren Etosha ist kein Disneyland, die Tiere sind echt. Also bleibt man wie vorgeschrieben im Fahrzeug sitzen, egal was passiert. Und auch für die anderen Schutzgebiete gilt: Die Regeln machen nicht nur Sinn, sie sind überlebenswichtig.

AMalariaprophylaxe zu leicht nehmen Je nach Regenzeit und Infektionsstand ist das nördliche Drittel Namibias, manchmal auch die nördliche Hälfte, Malariagebiet. Wer hier reist, sollte den Rat seines Tropenarztes unbedingt befolgen.

© laif/hemis.fr/Mattes, Rene