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Larissa, frustrierte und gelangweilte Lektorin, wird eines Abends beim Verlassen des Wiener Verlagsbüros von einem Unbekannten entführt. In einem Taxi wird sie quer durch die Stadt gekarrt. Doch die Häuser und Straßen, die an ihr vorüberziehen, verlieren rasch jede Ähnlichkeit mit der Stadt, die sie so gut zu kennen glaubt und die ihr so vertraut ist. Willig lässt sie sich von dem Fremden in dessen Welt verschleppen, eine Welt, in der erotische Fantasien real und laszive Fetischträume Wirklichkeit werden. Anfangs noch skeptisch, gibt sich Larissa den fesselnden Verlockungen bald enthusiastisch hin, und findet Gefallen an diesem Spiel, bei dem die Grenze zwischen Realität und Fiktion mehr und mehr zerfließt. Aufgezäumt, gepeitscht und mit einer Trense im Mund verfällt sie dem Charme der verführerischen Claudia. Doch dann beginnt ihre Realität zu zerbröckeln. – Oder sind es doch ihre Fantasien?
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Seitenzahl: 119
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Kristina Schwartz
Pony
Eine BDSM-Fetisch-Fantasie
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Impressum neobooks
»Bevor ich Ihnen erzähle, weswegen ich hier bin, möchte ich erst ein paar Worte über mich sagen. Nur damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Nicht dass Sie im Nachhinein sagen, hätt’ ich gewusst, um wen es sich handelt, hätte ich mir die Story erst gar nicht angehört.«
Sie lacht. Es ist ein frisches, feminines Lachen.
»Mein Name ist Larissa, ich bin dreiunddreißig und arbeite als Lektorin bei einem österreichischen Verlag. — Nein! Ist das gescheit? Wäre meine Geschichte nicht wesentlich interessanter für Sie, wenn ich sagte, ich sei erst siebenundzwanzig, wurde von meinem Ex geschwängert und von dessen Vorgänger vergewaltigt? Wie auch immer. Ich bin Mutter eines zehnjährigen Jungen. Dem Vater wurde das Sorgerecht zugesprochen. Würden Sie meiner Erzählung mehr Glauben schenken, als wenn ich Ihnen diese Information vorenthielte? Wirkt sie so möglicherweise authentischer, ehrlicher, glaubwürdiger? Als ob Glaubwürdigkeit dabei eine Rolle spielte. Ha!«
Sie lacht mich an, als wollte sie mit mir kokettieren. Dabei wippt sie neckisch mit dem Bein.
»Ich bin also dreiunddreißig — möglicherweise auch erst siebenundzwanzig — und hier, um Ihnen meine Geschichte zu erzählen.«
Sie stockt, hält inne, blickt mädchenhaft schüchtern auf ihre Knie, dann fragend und ein wenig verlegen zu mir.
»Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist«, sagt sie.
»Sie haben sich freiwillig auf mein Inserat hin gemeldet«, sage ich.
»Ich weiß, aber jetzt, wo es so weit ist, meine intimen Erlebnisse vor Ihnen ...«
Sie legt die Stirn in Falten und die gefalteten Hände in den Schoß.
»... auszubreiten.«
Den Rücken straffend zieht sie die Schultern zurück, räuspert sich.
»Nein. Ich hab’ mich dazu entschlossen, und werde das jetzt durchziehen.«
Gedankenverloren sieht sie an sich hinab. Betrachtet Sneakers, Jeans, die farblos glänzenden Nägel an den Fingern.
»Es beginnt immer ähnlich. Es ist wie ein Ritual, das mich zu diesem geheimnisvollen Ort bringt, an dem ich um jeden Preis — aus welchen Gründen auch immer —, sein muss. Irgendwie beängstigend. Als wäre meine Fantasie so einfallslos, meine Sehnsucht so vorhersagbar, mein Sexualleben so eintönig.
Ich kann es nicht kontrollieren. Es kommt ungefragt, taucht plötzlich vor mir auf, in meinen Gedanken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es gleißender Tag oder beklemmende Nacht ist. Ich sitze in meinem Büro, stelle mir vor, es liegt in der fünfzigsten Etage. Als hätte ich eine Ahnung davon, welcher Blick sich mir aus dieser Höhe erschließen würde. Natürlich ist es nicht mein Büro. Das liegt im dritten Stock mit Ausblick auf eine hellbeige, mit dunklen Vierecken gesprenkelte Fassade, die von einem an suizidalen Albträumen leidenden Architekten, entworfen wurde. Gibt’s in Wien überhaupt ein Bürogebäude mit fünfzig Stockwerken? — Na egal. Eine grenzenlose, grüne Weite erstreckt sich vor mir. Ich sehe Teiche, Wege, Wälder. Alte knorrige Stämme behaupten ihren Platz zwischen schlanken jungen Sprösslingen. Auf den Gehwegen schieben sich, und das sieht aus wie in einem Film, in Zeitlupe Menschen vorwärts. Sie scheinen keine Eile zu haben, schleichen die ausgetretenen Pfade entlang, als wäre es ihre Bestimmung, diesen zu folgen. Der Weg ist das Ziel. Ist er das? Ja? Egal wo er auch hinführt?«
Sie sieht mich fragend an. Ich sage nichts, zucke nicht mit den Schultern, versuche auch nicht, mit Blicken die Fragen zu beantworten.
»Ich sitze an meinem Schreibtisch, wie festgeklebt, schiele aus dem Fenster, als würde ich diese winzigen Pünktchen auf ihren Ameisenstraßen beneiden, als wüssten sie etwas, das ich nicht weiß, das mir niemand verraten hat. Vermutlich etwas Wichtiges. Warum sonst sollten all diese Menschen, einer fanatischen Pilgerschar ähnelnd, dies tun? Vergeblich versuche ich, mich auf das vor mir liegende Manuskript zu konzentrieren. Doch meine Gedanken sind da draußen. Ich will sie zurückzuholen, auf das vor mir befindliche Geschreibsel lenken. Doch es gelingt mir nicht. Gedanken sind frei, rufen sie mir zu. Wir lassen uns nicht lenken, nicht einsperren, nicht kontrollieren, nicht zähmen. Nicht von einem Präsidenten, einer Königin, schon gar nicht von dir. Meine Augen nehmen Buchstaben, Worte, Sätze wahr. Endlich. Ernüchtert sehe ich auf. Es ist keine Einbildung. Ich habe den Eindruck, als würde ich ständig denselben Mist lesen, als hätten die jungen Autorinnen und Autoren nichts anderes mehr im Kopf, als Sex und Sex und nicht zu vergessen Sex. Noch dazu mit Wesen, die ... Aber vermutlich ist es müßig darüber zu reden. Der Leser bestimmt im Zeitalter der Gewinnmaximierung das Programm der Verlage. Zumindest all jener Verlage, die keinerlei Subventionen von diversen Bildungseinrichtungen oder Ministerien erhalten. Dann passiert es eben, dass auf meinem Tisch ständig derselbe Schrott landet; in dem zottige Werwölfe zarte Jungfrauen zerpflücken, kohlrabenschwarze Vampire mit kokainsüchtigen Nymphomaninnen kokettieren und verwunschene Ritter verhexte Burgfräulein verführen. Fehlte nur noch Merlin Potter mit seinem Zauberschwanz.«
Hört, hört. Das war nicht schlecht. Das erste Wort, das ich mir notiere.
»Stab. Zauberstab, muss es natürlich heißen. Ich sitze also da, versuche krampfhaft in die Geschichte zu kippen, in die Handlung zu fallen, ein Teil von ihr zu werden, mich von Werwölfen, Vampiren, Rittern sowie Jungfrauen, Nymphomaninnen und Burgfräulein fesseln zu lassen. Wer sind die Guten? Wo die Bösen? Ich frage mich, welches meine Rolle in den Pseudodramen aus diesen skurrilen Universen wäre. Suche meinen Archetypus, meinen Part, meine Nische. Die böse Schwiegermutter? — Haha! Dazu bin ich noch zu jung. In zwanzig Jahren vielleicht. Doch dann wäre die Vorstellung wohl zu nah an der Realität. Die laszive Dirne? — Zu fern der Realität. Eine gelangweilte Angestellte? — Bingo! Vielleicht sollte ich den Quatsch lieber lassen, schießt es mir durch den Kopf.«
Larissa mustert ihre Knie, die wohl ein wahnsinnig interessantes Geheimnis in sich bergen müssen. Warum müsste sie sie sonst ständig anstarren?
»Nicht dass ich nicht gerne die Verführerin wäre. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich meine, welche Frau wäre die wohl nicht gern? Doch der einen fehlt dafür das entsprechende Aussehen, der anderen der Mut, stramme Schenkel und üppige Brüste mit nichts weiter als einem winzigen Stückchen Textil zu bedecken, der Dritten die frivole Extrovertiertheit, sich selbstbewusst an das andere Geschlecht ranzuschmeißen, ihn zu unterwerfen, ihm zu zeigen, wer die Herrin ist und was er von ihr zu erwarten hat. — Der Mut und das Exhibitionistische passen so gut zu mir, wie das dreidimensionale Sehen zum Einäugigen, wenn Sie verstehen, was ich meine.«
Gute und umfassende Selbsteinschätzung, denke ich, während sie mich unsicher anlächelt, als wollte sie sehen, ob ich ihre Aussage als Scherz interpretiere. Doch ich interpretiere nicht. Ich lehne mich zurück und mache Notizen. Dinge die mir abseits des Gesprochenen, das ich ohnehin aufzeichne, auffallen. Mein Stift fliegt über das Papier: Große Statur, ebenmäßiges, wunderbar weibliches Gesicht, flache Schuhe, schlanke Beine, die sie glaubt aus irgendwelchen Gründen unter Skinny Jeans verstecken zu müssen. Ihr Lächeln ist gewinnend, attraktiv, wenn es nicht ständig von Sorgenfalten oder Selbstzweifeln verunstaltet wäre. Sie schlägt ein Bein über das andere. Ein Stern blinzelt von ihren Schuhen.
»Plötzlich muss ich an meinen Ex denken. Betrachte sein Bild, das noch immer auf meinem Schreibtisch steht. Vielleicht war es doch ein Fehler, mich von ihm zu trennen. War es falsch, weil er versuchte, ein netter, treuer Ehemann zu sein? War es langweilig? Womöglich lag es aber gar nicht an ihm. Womöglich habe ich mich getäuscht, und er war gar nicht meine große Liebe. Heute frage ich mich, warum ich bei meinem Job nicht ebenso konsequent war und ihn nicht schon lange hingeschmissen habe? Im Vergleich dazu war Achim, weder Werwolf, Ritter noch Vampir, ein ausgesprochen ausgeschlafener Zeitgenosse. Apropos.
Ich versuche den Gedanken von mir zu schieben, um mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, auf wichsende Werwölfe, masturbierende Vampire und ejakulierende Ritter mit Schwertern und in Strumpfhosen, verzweifelt auf der Suche nach dem passenden Weibchen. Erotische Geschichten sollten doch antörnen — oder nicht? Ich fühle jedoch nur Langeweile. Vermutlich, weil ich nie etwas anderes lese. Ein harter Penis hier, eine sabbernde Vagina da, ein frauenloser Schwanz auf der Suche nach geschwollenen, weit geöffneten Schamlippen. Eine Geschichte, die in der Realität oft noch schlechter endet, als in den Romanen. Das kann ich Ihnen versichern. Entweder ist der Schwanz zu klein, die Vagina zu trocken oder die so lockenden Schamlippen befinden sich zwischen den Schenkeln der Falschen. Soll schon vorgekommen sein. Öfters als frau denkt. Glauben Sie mir.«
Larissa fasst sich in den Schritt. Verdreht die Augen. Ich habe es nicht nötig, ihr zu glauben. Ich weiß, dass es sich so verhält.
»Seltsam, wenn ich nur davon lese, hat das nie diese Wirkung auf mich.«
Sie grinst – schelmisch wie ein Teenager. Diese Frau ist mehr als bloß attraktiv, in den wenigen Momenten, in denen sie es schafft, ganz sie selbst zu sein.
Ich lächle.
»Neunzehn Uhr. Endlich. Müde und genervt und ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, lasse ich das Manuskript aufgeschlagen auf dem Tisch liegen. Die Menschen außerhalb meines Fensters sind verschwunden, ebenso Bäume und Tümpel. Leuchtende Rechtecke strahlen mich aus der Dunkelheit heraus an. Das Zeichen für den Aufbruch. Im Treppenhaus wartet der Aufzug auf mich. Ein Aufzug, der hier nicht sein sollte. Die Kabine betretend treffe ich einen Mann. Gut gekleidet, verwegen aussehend, mit einem Dreitagebart und vermutlich zehn Jahre jünger als ich. Als er mich anlächelt, glaube ich, spitze Eckzähne zu sehen. Doch er ist kein Bewohner meiner schalen, schmalspurigen Manuskripte. Er macht eher den Eindruck eines gelangweilten Angestellten. Gelangweilt und abgestumpft, so wie ich. Seine Schenkel zeichnen sich muskulös in den Hosen ab. Meine Augen nutzen die Zeit, um sich an den schlanken Gliedern festzusaugen. Schweigsam verbringen wir die gefühlte Ewigkeit, die der Aufzug von der fünfzigsten Etage nach unten braucht. — Ja, ich weiß ...
Im Erdgeschoß angekommen, spricht er mich an. Nein, ich spreche ihn an. Er wirkt nicht überrascht. Seine Physiognomie zeigt ein verschmitztes Lächeln, als hätte er nur darauf gewartet, dass ich es tue. Zu dir oder zu mir, sagt er, ohne dass wir uns vorgestellt haben. Wie wär’s mit einem Lokal?, gebe ich zurück. Er nickt. Ich kenne eines, das wird Dir gefallen, sagt er, und zieht mich an der Hand aus Aufzug und Gebäude. Noch nie ließ ich mich so gerne ziehen.
Mein Name ist ...
Ich weiß, sagt er so kühl und so angenehm wie eine Radiostimme aus Ö1.
Ich reiße meinen Mund auf, als wollte ich protestieren, als würde es mich überraschen. Doch das tut es nicht. Ohne dass mir auch nur ein Laut entkommt, schließe ich ihn wieder.
Braves Mädchen, sagt er und umfasst meine Schultern. Und ich, ich fühle mich geborgen in dieser Umarmung, als wäre es schon immer so gewesen. Er verfrachtet mich in ein Taxi. Halb genötigt, halb willig folge ich ihm. Ich fürchte schon ... aber nein, das ist natürlich Quatsch. Ich befürchte gar nichts. Plötzlich wird mir klar, dass es mir Angst macht, dass nichts geschieht, dass mein Leben so öde und langweilig wie bisher an mir vorbei plätschert — ohne mich im Entferntesten zu berühren. In stroboskopartigen Bildern sehe ich, wie er mir die Jeans von den Hüften streift und mich auf der Rückbank des Taxis nimmt. Doch das ist bloßes Wunschdenken meinerseits. In knappen, wohl artikulierten Sätzen gibt er dem Fahrer Anweisungen. Diese hätte man ohne weitere Korrektur in ein Buch übernehmen können, so perfekt waren sie. Selbst die Positionen der Beistriche waren herauszuhören.
Wohin ...
Er legt einen Finger auf meinen Mund. Sch... Nicht fragen!
Gut. Also frage ich nicht. Wie lange ...?
Nicht lange.
Etwas liegt in der Luft, und es macht meine Sinne ganz kribbelig. Ist es sein Aftershave, der Geruch der Lederpolsterung, womöglich gar das süßliche Parfum des Taxilenkers. Hier können Sie anhalten, sagt er, worauf der Wagen wie ferngesteuert an die Seite fährt und zum Stillstand kommt. Das macht fünfundzwanzig Euro, sagt plötzlich eine weibliche Stimme. Erschrocken sehe ich in das Gesicht der Lenkerin. Noch nie hatte ich ein so weiches, einnehmendes, feminines Gesicht gesehen. Langes blondes Haar fließt unter der Kapuze hervor. Sie lächelt mich an, als wollte sie mich verführen. Ich lächle zurück, als wollte ich sagen, vielleicht ein andermal. Heute Abend ist grad ungünstig. Ich krame in meiner Handtasche nach meinem Portemonnaie, eine Visitenkarte suchend, um sie ihr beim Aussteigen zuzustecken. Doch als ich sie endlich gefunden habe, stehe ich schon auf dem Bürgersteig und meine Augen sehen nur noch zwei rote Lichter, die sich langsam entfernen.
Hier sind wir.
Ich schaue mich um. Nichts hier kommt mir bekannt vor. Wo sind wir? Sind wir überhaupt noch in der richtigen Stadt?
Fragend sieht er mich an, als wollte er sagen: Welche Stadt ist die richtige, welche die falsche?
Vermutlich, Larissa, denke ich, ist es ein schwerer Fehler, alles im Leben nach richtig und falsch zu beurteilen. Ich überlege eine Weile. — Richtig, denke ich. Verdammt!
Seine Hand umfängt meine Taille und bugsiert mich durch eine Glastür, über einen Marmorboden, dem man ansieht, dass er nicht erst gestern verlegt worden ist, zu einem Aufzug. Von Hand schließt er die beiden Metallgitter, dann drückt er eine Zahlenkombination auf den Knöpfen, die die Etagen bezeichnen. Fahren wir nicht in den Fünften?, frage ich.
Nein. Wir fahren ganz nach oben.
Doch über der Fünf gibt es nichts mehr. Der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung und mein Bauch sagt mir, dass es nach unten geht. Die Reise zum Mittelpunkt der Erde fällt mir ein, als der Aufzug nach endlos scheinenden Minuten noch immer nicht sein Ziel erreicht hat. Ist es dort unten nicht unglaublich heiß?, frage ich, und weiß im selben Moment nicht, ob ich dies nun auf meine katholische Erziehung oder den Erdkundeunterricht zurückführen soll.
Er nickt. Lächelt überlegen.
Meine Beine beginnen zu zittern, werden schwach vom langen Stillstehen. Oder ist es etwa Angst? Endlich, ich habe jeglichen Begriff für Zeit verloren, sind wir angekommen. Eine Frau mit langem, zu einem Pferdeschwanz zusammengebundenem brünetten Haar öffnet die Gitter des Lifts. Sie grinst ihn an, als würden sie sich seit dem Aussterben der Dinosaurier kennen. Willkommen Larissa, sagt sie und schenkt mir ein warmes Lächeln, dass ich sie am liebsten küssen möchte. Das Pochen in meiner Mitte, das ich bisher als Einbildung abgetan habe, wird heftiger. Mit einem Mal verspüre ich Lust und Verlangen. Doch mein Körper ist wie gelähmt.
