Porträt-Rezepte mit natürlichem Licht - Scott Kelby - E-Book
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Porträt-Rezepte mit natürlichem Licht E-Book

Scott Kelby

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Beschreibung

170 Rezepte für Tageslicht-Porträts – ideal für Einsteiger - Alles Wesentliche zu Ausrüstung, verschiedenen Arten von Tageslicht, Posing und Nachbearbeitung - Zum Stöbern oder Querlesen – für alle, die schnell lernen und gleich ausprobieren wollen - Leicht verständlich geschrieben, unterhaltsam erklärt Sie möchten Tageslichtporträts fotografieren, sind aber eher so der praktische Typ und wollen den theoretischen Teil möglichst klein halten? Dann ist dies Ihr Buch! Scott Kelby, meistgelesener Fotobuchautor weltweit, hat darin über 150 Tipps, Tricks und Rezepte zusammengefasst, mit denen Ihre Tageslichtporträts garantiert gelingen. Sie können darin ganz nach Bedarf stöbern oder es von A bis Z durchlesen. Neben den Grundlagen zu Brennweiten, Bokeh und den verschiedenen Tageslichtarten lernen Sie, wie Sie natürliches Licht einsetzen, formen und verbessern. Sie arbeiten mit direktem und indirekten Licht, sorgen unter freiem Himmel mit Reflektoren und Diffusoren für weiche Kontraste und erfahren die Wahrheit über Fenster- und Türlicht. Sie lernen außerdm alles Wichtige über Komposition und erhalten wertvolle Tipps zum Posing Ihrer Modelle sowie zur Perfektionierung Ihrer Porträts in der Nachbearbeitung. Ein Kapitel mit Foto-Rezepten zu verschiedenen Settings und Lichtsituationen zeigt Making-ofs und ihre Resultate – viel Inspiration für Ihre eigenen Arbeiten!

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Seitenzahl: 178

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Scott Kelby

Porträt-Rezepte mit natürlichem Licht

Über 150 Anleitungen, Tipps und Tricksfür das Fotografieren mit Tageslicht

Scott Kelby

www.scottkelby.com

Lektorat: Boris Karnikowski

Übersetzung: Eva Ruhland, Bad Tölz

Copy-Editing: Friederike Daenecke, Zülpich

Satz: Ruhland Text & Design, Bad Tölz

Herstellung: Stefanie Weidner

Umschlaggestaltung: Helmut Kraus, www.exclam.de, unter Verwendung eines Fotos des Autors

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN:

Print978-3-86490-762-3

PDF978-3-96088-953-3

ePub978-3-96088-954-0

mobi978-3-96088-955-7

1. Auflage 2020

Translation Copyright für die deutschsprachige Ausgabe © 2020 dpunkt.verlag GmbH

Wieblinger Weg 17

69123 Heidelberg

© dpunkt.verlag 2020. Authorized translation of the English 1st edition of “The Natural Light Portrait Book”

© 2020 by Scott Kelby. This translation is published and sold by permission of Rocky Nook, Inc., the owner of all rights to publish and sell the same.

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Dieses Buch möchte ich meiner lieben Freundinund Kollegin Kathy Porupski widmen.

Ich liebe die gemeinsame Arbeit mit dir anmeinen verrückten Projekten.Mit dir macht alles mehr Spaß und ist weniger stressig,und wir haben immer etwas zum Lachen.Du bist immer da, wenn etwas aus dem Ruder läuft,und stehst mir im Nullkommanix zur Seite.

Seit langem bist du ein wahrer Segen für michund meine Familie, weshalb es mir eine wahre Ehre ist,dir dieses Buch zu widmen.

Über den Autor

Scott Kelby ist Präsident und CEO von KelbyOne, einer Online-Learning-Community für Lightroom, Photoshop und Fotografie.

Er ist Redakteur, Herausgeber und Gründungsmitglied des Magazins Photoshop User, Redakteur beim Lightroom Magazine, Gastgeber von The Grid, der einflussreichen wöchentlichen Talkshow für Fotografen, und Gründer des jährlichen Scott Kelby’s Worldwide Photo Walk.®

Scott Kelby arbeitet als Fotograf und Designer. Er ist der preisgekrönte Autor von mehr als 90 Büchern, darunter Scott Kelbys Foto-Rezepte Teil 1 und 2, Scott Kelbys Photoshop CC-Praxisbuch, Scott Kelbys Blitz-Rezepte und Landschaftsfotografie für Einsteiger. Teil 1 der Foto- Rezepte ist das meistverkaufte Buch aller Zeiten zum Thema »digitale Fotografie«.

Seine Bücher wurden in Dutzende Sprachen übersetzt, darunter Chinesisch, Russisch, Spanisch, Koreanisch, Polnisch, Taiwanesisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Hebräisch, Holländisch, Schwedisch, Türkisch, Portugiesisch und viele mehr. Er ist Träger des prestigeträchtigen ASP International Award, den die American Society of Photographers jährlich verleiht für »… spezielle oder signifikante Beiträge zu den Idealen der professionellen Fotografie als Kunstform und Wissenschaft.« Darüber hinaus erhielt er den HIPA-Award für seine Verdienste um die weltweite Vermittlung der Fotografie.

Scott ist für die Technik bei der jährlichen Photoshop World Conference verantwortlich und hält Vorträge auf Konferenzen und Messen rund um die Welt. Er ist zu sehen in einer Serie von Online-Kursen auf seiner Web-Plattform KelbyOne.com und bildet seit 1993 Photoshop-Anwender und Fotografen aus.

Weitere Informationen zu Scott finden Sie hier:

Täglicher Lightroom-Blog: lightroomkillertips.com

Persönlicher Blog: scottkelby.com

Twitter: @scottkelby

Facebook: facebook.com/skelby

Instagram: @scottkelby

Danksagung

Obwohl lediglich mein Name auf und in diesem Buch erwähnt wird, ist ein solches Projekt nicht ohne ein Team an engagierten und talentierten Menschen zu bewältigen. Ich freue mich nicht nur darüber, mit diesen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen, sondern es ist mir ein Privileg und eine wahre Ehre.

An meine einmalige Frau Kalebra: Im vergangenen Jahr feierten wir unseren 30. Jahrestag, und du beweist mir weiterhin, was mir alle sagen – ich bin der glücklichste Mensch auf Erden.

An meinen Sohn Jordan: Ich kann nicht glauben, dass mein »kleiner Junge« gerade seinen College-Abschluss absolviert hat. Es ging alles so schnell, und ich bin voller Erwartung an all die Abenteuer, Freude, Liebe und Glückseligkeit, die die Zukunft für dich bereithält. Ich habe bislang keinen glücklicheren Vater als mich getroffen. #rolltide!

An meine wunderschöne Tochter Kira: Du bist ein kleiner Klon deiner Mutter, und ein besseres Kompliment kann ich dir nicht machen. Ich liebe deinen Sinn für Humor, deine Tänze, deine Grimassen und dein großes Herz. Ich liebe die junge Frau, zu der du geworden bist, und genieße ganz besonders die Mittag- und Abendessen mit dir. Ich liebe dich, Sweetie!

An meinen großen Bruder Jeff: Deine grenzenlose Großzügigkeit, Freundlichkeit, positive Ausstrahlung und Demut sind eine Inspirationsquelle für mein ganzes Leben. Es ist mir eine wahre Ehre, dein Bruder zu sein.

An meine Lektorin Kim Doty: Gäbe es eine Ruhmeshalle für Lektoren, würde dir ein Platz zustehen. Du bist so talentiert, organisiert und einzigartig, und deine wunderbare Lebenseinstellung, deine Unterstützung und deine Ideen helfen mir in den schwersten Stunden. Ich bin auf ewig dankbar, dich in meinem Team haben zu dürfen. Du rockst!

An meine Gestalterin Jessica Maldonado: Ich liebe deine Designs und die vielen kleinen Dinge, die du in deine Gestaltung einfließen lässt. Wie gut, dass wir dich gefunden haben!

An meine liebe Freundin und Geschäftspartnerin Jean A. Kendra: Danke für deine Unterstützung meiner verrückten Ideen über all die Jahre hinweg. Es bedeutet mir wirklich viel.

An Erik Kuna: Deine Vorschläge und Ideen haben dieses Buch und die davor viel besser gemacht. Ich schätze deine Freundschaft und freue mich, dich in meinem Leben zu haben.

An Jeanne Jilleba: Danke für das Jonglieren mit meinen Terminen, damit ich die Zeit habe, diese Bücher zu schreiben. Ich bin dankbar für deine Unterstützung, dein Talent und deine unermessliche Geduld, die du an jedem Tag unter Beweis stellst.

An Cindy Snyder: Danke für deine Arbeit an meinen Büchern und das Herausfinden der vielen kleinen Dinge, die ich ohne deine Hilfe nicht bemerkt hätte.

An Ted Waitt, meinen fantastischen »Lektor des Lebens« bei Rocky Nook: Bumm! macht das Dynamit! Danke für deine Freundschaft und all deine Gedanken zu meiner Arbeit, die mir helfen, meine Ideen umzusetzen.

An meinen Herausgeber Scott Cowlin: Ich bin so froh darüber, noch immer mit dir zusammenarbeiten zu dürfen, und schätze dich für deine offenen Gedanken und Visionen.

An meine Mentoren John Graden, Jack Lee, Dave Gales, Judy Farmer und Douglas Poole: Danke für eure Weisheit und eure Peitschenhiebe – ihr seid unverzichtbar.

Besonderer Dank geht an Gott und Jesus Christus, die mich zur Frau meiner Träume führten, uns mit einzigartigen Kindern segneten, mir erlaubten, meinen Lebensunterhalt mit etwas zu verdienen, das ich liebe. Ich bin dankbar für das Geschenk eines wundervollen, erfüllenden und glücklichen Lebens und einer liebenswerten Familie, mit der ich es teilen darf.

Inhalt

Kapitel 1

Porträt-Objektive

Wo alles beginnt

Ein 70–200-mm-f/2.8 oder f/4-Zoom-Objektiv

Ein 85-mm-f/1.8-Objektiv

Ein schnelles 135-mm-Porträt-Zoom

Weitwinkel-Objektive für Porträts vermeiden

Sollten Sie jemals ein Porträt mit einem Weitwinkel-Objektiv fotografieren?

Warum ich Nahaufnahmen mit 50-mm-Objektiven vermeide

Nutzen Sie die Gegenlichtblende

Drei Faktoren für ansprechende, verschwommene Hintergründe

Naheinstellgrenze

Wie die Wahl des Objektivs die Wirkung des Hintergrunds beeinflusst

Nutzen Sie den Blendenbereich voll aus

Sollten Sie zu einem Objektiv mit Bildstabilisator greifen? Kommt darauf an

Kapitel 2

Einstellungssache

Blende, Verschlusszeit & ISO

Fotografieren Sie im RAW-Format

Aufnahmemodus wählen

Der richtige Blendenwert

Auf die Verschlusszeit kommt es an

So vermeiden Sie langsame Verschlusszeiten bereits im Vorfeld

Wann Sie mit dem niedrigsten ISO-Wert fotografieren sollten

Was tun, wenn die Kamera falsch belichtet?

So schützen Sie die Lichter in Ihren Fotos

Wählen Sie den passenden Weißabgleich

Das Motiv richtig fokussieren

Richtig fokussieren mitschnellen Objektiven ab f/1.8

Auf welches Auge sollten Sie fokussieren?

Warum Augen-Erkennung so gut ist

Gruppen mit weit offener Blende fotografieren

Gruppenaufnahmen mit mehreren Reihen richtig fokussieren

Bildstabilisator ein- oder ausschalten?

Kapitel 3

Im Fensterlicht fotografieren

Arbeiten wie die holländischen Meister

Warum direktes Licht oft schlechtes Licht ist

Schalten Sie alle Lichtquellen im Raum aus

Abstand zum Fenster halten

Das Modell neben dem Fensteroder Türrahmen positionieren

Das geliebte Nordfenster

Weiches Licht dank Duschvorhang

Gardinen zuziehen für besseres Licht

So positionieren Sie Ihr Modell für Aufnahmen im Fensterlicht

Ausleuchtung im Rembrandt-Stil

Das Profil mit Licht in Szene setzen

Eine Alternative zum klassischen Fensterlicht-Porträt gefällig?

Das Modell in Richtung Fenster blicken lassen

Nach welchen Fenstern sollten Sie Ausschau halten?

Achten Sie auf Veränderungen des Fensterlichts

Mit der offenen Haustür arbeiten

Schattenstrukturen einbeziehen

Gemalte Hintergründe verwenden

Mit einem Reflektor arbeiten

Den richtigen Weißabgleich auswählen

Den Einsatz eines Stativs erwägen

Kapitel 4

Außenaufnahmen

Atemberaubende Porträts im Sonnenlicht

Meine Geheimwaffe für Außenaufnahmen

Kompakter Tri-Grip-Diffusor mit Ständer

Wann Sie zum Gold-Reflektor greifen sollten

Wann sich ein weißer Reflektor empfiehlt

Schwarzer Reflektor bei bedecktem Himmel

Die ideale Position für den Reflektor

Reflektoren als Schattenspender

Diffusoren für Gruppenaufnahmen

Gesprenkeltes Licht vermeiden

Suchen Sie nach Übergängen zwischen Licht und Schatten

Eine weitere gute Alternative: in vollem Schatten fotografieren

Bei bewölktem Himmel fotografieren

Mehr Tiefe erzeugen mit gerichtetem Licht

Den idealen Weißabgleich für Außenaufnahmen vornehmen

Kapitel 5

Fotografieren indirektem Licht

Das Biest zähmen

Schönere Bilder mit der Sonne im Rücken Ihres Modells

Lichtstreuung vermeiden

Die Sonne als Kanten- und Haarlicht

Blendenflecke mit Sonnenlicht erzeugen

Der Trick mit der Überbelichtung

Die beste Zeit für Aufnahmen bei Tageslicht

Kontrastreiche Hintergründe suchen

Wie sollte sich Ihr Modell kleiden?

Kapitel 6

Komposition

Der perfekte Rahmen für Ihr Motiv

Bildkomposition für intime Porträts

Augen im oberen Drittel des Bilds

Nie das Motiv in die Bildmitte setzen

Den Kopfbereich anschneiden

Das Motiv an den oberen Bildrand rücken

Schaffen Sie Raum für die Blicklinie

Glanzlichter in den Augen für eine lebendige Bildwirkung

Ablenkende Hintergrundelemente vermeiden

Halten Sie die Szene so einfach wie möglich

Helle Stellen im Hintergrund vermeiden

Ganzkörperaufnahmen aus Unterperspektive

Aus etwas erhöhter Perspektive fotografieren

Schneiden Sie niemals Gelenke ab

Trennen Sie nie die Füße des Modells ab

Umgebungsporträts

Kinder fotografieren

Kapitel 7

Posieren

Wie man zum Poser wird

Was macht ein unvergessliches Porträt aus?

Mit fotogenen (und weniger fotogenen) Menschen arbeiten

Einen Posen-Katalog aufbauen

Eine Beziehung zum Modell aufbauen

Das passende Outfit für die ersten Bilder

Begutachten Sie Ihre Fotos fünf Minuten nach der ersten Aufnahme

Zwischen den Posen fotografieren

Eindeutige Posinganweisungen geben

Direkt in die Kamera blicken

Von der Kamera wegsehen

Die Augen machen den Unterschied

Vermeiden Sie zu viel Weiß in den Augen

Runde Gesichtsform abmildern

Längliche Gesichtsform kaschieren

Peter Hurleys berühmter Kieferpartie-Trick

Kinn senken für schönere Augen (und mehr)

Die Nase schlanker machen

Den Blick nach oben ins Licht wenden

Ausdruckslose Miene verhindern

Fülle und Bewegung für das Haar

Schulter zeigen für einschlankeres Erscheinungsbild

Nie flache Füße und gestreckte Beine kombinieren

Mit einem Trick zur schlanken Taille

Beine schlanker machen

Arme vom Körper weg bewegen

Sitzende Modelle an den Stuhlrand rücken

Arme, Beine, Finger und alles andere anwinkeln

Offene Handflächen vermeiden

Finger schließen, nicht öffnen

Fotos mit kleinen Requisiten anreichern

Kapitel 8

Nachbearbeitung

Porträts in Lightroom & Photoshop bearbeiten

Blendenflecke hinzufügen (1)

Sanfter Leuchteffekt

Blendenflecke hinzufügen (2)

Hauttöne entsättigen

Hautunreinheiten entfernen

Falten und Muttermale abmildern

Glänzende Haut abmildern

Die Iris intensivieren

Porträts nachschärfen

Augen aufhellen

Das Retusche-Plug-In »Perfectly Clear«

Color Grading wie im Film für Ihre Porträts

Den Verflüssigen-Filter mit Gesichtserkennung nutzen

Abstehende Härchen entfernen

Das Gesicht aufhellen,damit es die Blicke anzieht

Eine dezente Vignette hinzufügen

Virtuellen Spot aufstellen

Einfarbige Hintergründe mit einer Struktur versehen

Haut aufhellen

Hautpartien verschönern

Kapitel 9

Porträt-Rezepte

Zutaten für großartige Porträtaufnahmen

Fotografieren im Sonnenlicht mit Diffusor

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Raumgreifendes Porträt mit Diffusor

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Porträt mit Rückenlicht und überstrahlender Sonne

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Innenaufnahme mit Fensterlicht aus dem Hintergrund

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Porträt im direkten Sonnenlicht mit Diffusor

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Hartes, direktes Sonnenlicht mit Diffusor

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Dramatisches Fensterlicht-Porträt

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Klassisches Fensterlicht-Porträt

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Außenaufnahme bei wolkigem Himmel

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Porträt im direkten Sonnenlicht

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Porträt neben Glastür mit Diffusor

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Hochzeitsporträt im Fensterlicht

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Hochzeitsporträt aus niedrigem Blickwinkel

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Außenaufnahme im Schatten

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Episches Fensterlicht-Porträt mit Kostüm

Hinter den Kulissen

Finales Bild

Index

Fünf Dinge, die Sie vorher wissen sollten, …

1) Okay, die Überschrift mag ein wenig übertrieben sein, doch die folgenden fünf Punkte sind so wichtig, dass ich um jeden Preis Ihre Aufmerksamkeit erregen wollte. Was wäre so schlimm daran gewesen, wenn Sie diesen Text ignoriert hätten? Dann hätten Sie beispielsweise nie erfahren, dass es eine Website zu diesem Buch mit hilfreichen Videos gibt: kelbyone.com/books/nlpbook (auf Englisch, aber das schaffen Sie). Und nun zu den vier nächsten Punkten von allergrößter Bedeutung (hören Sie auf zu kichern!).

2) So funktioniert dieses Buch: Stellen Sie sich vor, ich begleite Sie wie ein guter Freund aufein Fotoshooting und versorge Sie während der Arbeit mit all den Tipps, Vorschlägen und Herangehensweisen, die ich während der vielen Jahre meiner Tätigkeit kennengelernt habe. Wenn ich mit einem Freund unterwegs bin, langweile ich ihn nicht mit dem ganzen technischen Kram. Wenn Sie mich fragen: »Hey Scott, wie sollte ich für ein gestochen scharfes Porträt fokussieren?«, würde ich keinen Vortrag über hyperfokale Distanz oder Schärfentiefe halten, sondern Ihnen ganz einfach sagen »Ziele auf das dir am nächsten gelegene Auge, halte den Auslöser halb gedrückt, wähle deinen Bildausschnitt und drücke ab!«. Auf diese Weise versuche ich im ganzen Buch stets schnell auf den Punkt zu kommen.

3) Sie müssen dieses Buch nicht chronologisch lesen. Dieses Buch ist so angelegt, dass Sie jederzeit zwischen den Kapiteln hin- und herspringen können. Interessieren Sie sich ganz besonders für einen bestimmten Bereich der Porträtfotografie, schlagen Sie einfach das entsprechende Kapitel auf. Nur wenn Sie noch keine Erfahrungen gesammelt haben, empfiehlt es sich, dieses Buch von vorne bis hinten zu lesen, da einige Kapitel auf Inhalten vorangegangener Abschnitte aufbauen.

… damit Sie nicht Ihr Leben zerstören (oder Schlimmeres anstellen)

4) Wenn Sie mit Kameras von Sony, Olympus oder Fuji arbeiten, machen Sie sich keine Gedanken darüber, dass Sie in diesem Buch hauptsächlich Canon- und Nikon-Modelle sehen. Das sind schlicht und einfach nur die Kameras, die ich nutze und auf die ich Zugriff habe. Die meisten Rezepte in diesem Buch funktionieren mit jeder DSLR oder spiegellosen Kamera, und einige Tipps helfen Ihnen sogar beim Fotografieren mit der Kamera Ihres Smartphones. Machen Sie sich also keine Gedanken um Hersteller, Marken und Modelle – es geht ganz unabhängig davon um das große Ganze der Porträtfotografie.

5) Sollten Sie die Einleitungsseiten der Kapitel lesen? In meinen Büchern pflege ich eine Marotte, die meine Leser entweder freut oder nervt. Es geht um den Stil meiner Kapiteleinleitungen. Normalerweise erfahren Sie dort, was Sie auf den nachfolgenden Seiten erwartet. Bei mir läuft das ein bisschen anders. Meine schrulligen, völlig aus der Luft gegriffenen Intros enthalten wenig bis gar keine Informationen darüber, was im nachfolgenden Kapitel behandelt wird. Sie sind eher als mentale Pausen zwischen den Kapiteln gedacht, und viele Leute lieben sie so sehr, dass wir ein ganzes Buch mit ihnen veröffentlicht haben (kein Witz!). Die eher, nun ja, gediegenen Leserinnen und Leser hassen diese Intros aus vollem Herzen. Diesen möchte ich zum Trost zurufen: es sind nur die Einleitungsseiten, der Rest des Buchs ist nicht betroffen. Für den Fall, dass Sie eine notorische Griesgrämin oder ein stadtbekannter Miesepeter sind, möchte ich Sie daher herzlich darum bitten, diese Einleitungen ganz einfach zu ignorieren. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diese zwei Seiten zu lesen – nun kann es mit den interessanten Dingen weitergehen. Blättern Sie um und legen Sie los!

Kapitel 1

Porträt-Objektive

Wo alles beginnt

Bevor wir beginnen, sollten Sie kurz innehalten und sich Punkt 5 unter »Fünf Dinge, die Sie vorher wissen sollten …« auf Seite XV durchlesen. Nun, da Sie wissen, was auf Sie zukommt, können wir uns dem Thema »Objektive« zuwenden. Objektive sind teuer. Haben Sie sich jemals gewundert, warum einige Objektive viel mehr als der Kamera-Body kosten? Ganz ehrlich? Das ist doch verrückt. Zumal ein handelsübliches Objektiv lediglich aus einem maschinell gefertigten Aluminium-Druckguss-Gehäuse besteht, der mit einigen Glaskörpern gefüllt ist (vermutlich auch noch aus recyceltem Glas gefertigt). Was mich übrigens überrascht hat: »Lens« (wie man im Englischen zu Objektiven sagt) steht gar nicht für »Linse«. Tatsächlich handelt es sich um eine Abkürzung, die Mitte der 1820er-Jahre im Zuge der aufkommenden Daguerreotypie entstand und für »Light Emitting Numinous Sphere« (»Licht ausstrahlende mysteriöse Kugel«) steht, was wohl ein Verweis auf die damals sehr populären Tageslichtlampen gegen Winterdepression sein sollte. Während Nicéphore Niépce einen Großteil der Anerkennung für die Erfindung der ersten funktionierenden Kamera erhielt, war es sein Assistent Louis-Jacques-Mandé Daguerre aus Saint-Remy-en-Bouzemont-Saint-Genest-et-Isson, der den Begriff »Lens« prägte. Die falsche Zuschreibung verdanken wir übrigens Daguerres italienischer Privatsekretärin Julia Louis-Dreyfus, die das historische Ereignis zum Glück für die Nachwelt festhielt. Einige Jahre später übernahm sie die Rolle der Elaine in der bekannten US-amerikanischen Fernsehserie Seinfeld. Der Rest ist Geschichte.

Ein 70–200-mm-f/2.8 oder f/4-Zoom-Objektiv

Dies ist sowohl in der f/2.8- als auch in der f/4-Version mein Lieblingsobjektiv für Porträts mit natürlichem Licht (die Modelle von Sony, Nikon, Canon, Sigma oder Tamron sind ebenso gut und solide). Beide setzen das Motiv ebenso scharf wie vorteilhaft in Szene und bieten drei große Vorteile: 1) Menschen sehen damit großartig aus! Bei langen Brennweiten zwischen 120 bis 200 mm sorgt der Kompressionseffekt bei Gesichtern für einen sehr schmeichelhaften Look. Ich selbst bevorzuge den Bereich zwischen 120 und 200 mm, doch diesen Effekt erreichen Sie mit jeder Brennweite über 100 mm. 2) Dank des großen Zoom-Bereichs haben Sie viel mehr Möglichkeiten bei der Bildkomposition und müssen sich dazu gar nicht groß bewegen. 3) Sie können Distanz zu Ihrem Model wahren, womit es sich vermutlich wohler fühlt, als wenn Sie ihm mit einer kurzen Brennweite auf die Pelle rücken. Ein professionelles Model wird das nicht weiter stören, da es mit solchen Aufnahmesituationen vertraut ist. Schießen Sie jedoch ein Porträt vom Vizepräsidenten des Marketings eines Unternehmens oder von einem Studenten anlässlich seiner Abschlussfeier, kann so ein geringer Abstand für Unwohlsein sorgen, und das ist ungefähr das Letzte, was Sie bei einem Porträtshooting brauchen. Bleibt noch die Frage: Wo liegen die Unterschiede zwischen dem f/2.8-er und dem f/4-er? Ihr Auge wird kaum einen Unterschied merken, wohl aber Ihre Hand (ein f/2.8-Objektiv ist viel schwerer) und Ihr Geldbeutel (die f/2.8-Version ist ungefähr doppelt so teuer). Wenn Sie also nur selten unter schlechten Lichtbedingungen arbeiten, können Sie auf die eine Blendenstufe mehr verzichten und sind mit dem f/4 gut beraten.

Ein 85-mm-f/1.8-Objektiv

Neben meinem Favoriten mit 70–200 mm ist das 85 mm f/1.8 mein zweitliebstes Objektiv für die Porträtfotografie. Dank der großen Blendenöffnung wird der Hintergrund extrem weich und üppig (ungewöhnliches Wort in diesem Zusammenhang, aber so ist es) abgebildet. Hierbei gilt die Faustregel: Je niedriger der f-Wert ist, desto unschärfer fällt der Hintergrund aus. Warum dann nicht gleich zu einem f/1.4- oder gar f/1.2-Objektiv greifen? Bei solch extrem weit geöffneten Blenden ist die Schärfentiefe und damit auch die Fehlertoleranz beim Scharfstellen extrem gering. Unachtsamkeit kann dann ganz schnell zu unscharfen Aufnahmen führen. Der sichtbare Unterschied zwischen Blende f/1.8 und f/1.4 rechtfertigt in meinen Augen nicht die dafür erforderliche Präzision beim Fokussieren. Ich habe Testreihen mit demselben Motiv bei f/1.8 und f/1.4 durchgeführt, und keiner der Probanden konnte zuverlässig erkennen, um welches Objektiv es sich handelte – etwa die Hälfte der Antworten waren falsch. Neben den Problemen beim Scharfstellen (dazu später mehr) spielen auch Preis und Gewicht eine Rolle. Ein 85 mm f/1.4 von Nikon kann über 1.500 € kosten, während Sie ein 85 mm f/1.8 vom gleichen Hersteller für unter 500 € bekommen – zudem bringt Letzteres ein Drittel weniger Gewicht auf die Waage. Wichtig: Jeder Fotograf braucht ein »schnelles« Objektiv in seiner Ausrüstung, das dank Blendenöffnungen zwischen f/2.8 und f/1.2 auch bei schwachem Licht scharfe Aufnahmen aus der Hand ermöglicht. Der Preis steigt mit abnehmendem Blendenwert, doch es finden sich immer wieder gute Angebote, beispielsweise ein Nikon oder Canon 85 mm f/1.8 für unter 350 €. Das ist ein verdammt schnelles Objektiv zu einem wirklich günstigen Preis, und Sie haben damit stets eine Linse für schnelle und scharfe Aufnahmen bei fast jedem Licht im Gepäck.

Ein schnelles 135-mm-Porträt-Zoom