23,99 €
Das Präsentieren von Inhalten, Lösungen und Ideen gehört für viele Berufstätige zum Arbeitsalltag. Führungskräfte und Mitarbeitende sprechen zu den unterschiedlichsten Anlässen vor Publikum und geben dabei nicht nur ihre eigene Visitenkarte ab, sondern auch die ihrer Institution. Souveränes Auftreten ist aber auch gefragt, wenn Sie als Dozent*in im Unterrichts- oder Seminarbetrieb Teilnehmenden etwas vermitteln oder als Ausbilder*in Nachwuchskräfte anleiten möchten. Auch im privaten und ehrenamtlichen Bereich prägen Präsentationen immer mehr das Bild von regelmäßigen Sitzungen, Arbeitskreisen, Workshops usw. und sind aus dem Tagesgeschäft nicht mehr wegzudenken. In der kommunikativen Welt ist Präsentieren somit zu einer wesentlichen Schlüsselkompetenz geworden, die unverzichtbar ist. Dementsprechend lernen die Kinder bereits heute in den Grundschulen, vor der Klasse zu stehen und erste Präsentationserfahrungen zu sammeln. Viele Erwachsene sind allerdings nicht auf diese Weise an Auftritte vor Publikum herangeführt worden und haben deshalb Bedenken, sich im kleinen oder großen Rahmen "auf die Bühne" zu stellen und dort ihre Themen zum Besten zu geben. Die gute Nachricht: Professionelles Präsentieren ist eine Kunst, die man lernen kann! Und genau dabei will Sie dieses Buch unterstützen. In diesem Buch kommen auch neun Profis zu Wort, die als langjährige Trainerinnen und Trainer mit ihren Themen tausende Teilnehmende qualifiziert und auf die berufliche Praxis vorbereitet haben. Mit ihrer Sicht der Dinge auf Aspekte wie Kommunikation, Körpersprache, Motivation, Kreativität, Sprache, Visualisierung, Stimme oder intro- und extrovertiertes Auftreten bereichern sie dieses Buch um Tipps aus erster Hand, um Ihre Präsentationen auf eine professionelle Basis zu stellen.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 350
Veröffentlichungsjahr: 2023
BERND BAK
Maximilian Verlag
Hamburg
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation
in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://portal.dnb.de abrufbar.
Die durch den Autor genannten und vorgestellten Produkte stellen keine Empfehlung für den Kauf oder die Anwendung der Produkte seitens des Maximilian Verlages dar. Der Verlag steht mit den Herstellern der genannten Produkte in keinerlei geschäftlicher Beziehung.
Redaktionsstand: Juli 2023
ISBN 978-3-7869-1310-8
© 1. Auflage 2023 by Maximilian VerlagStadthausbrücke 4, 20355 HamburgEin Unternehmen der
Alle Rechte vorbehalten.
Layout: Tim Mergemeier, Reemers Publishing Services GmbH, Krefeld Produktion: Reemers Publishing Services GmbH, Krefeld
Umschlaggestaltung: Tim Mergemeier, Reemers Publishing Services GmbH, Krefeld Marisa Tippe, Hamburg
Druck und Bindung: PNB Print, Jāņsili, Ropazu novads Lettland, LV-2133Printed in Europe
Angaben zum Verfasser
Einmal mit Profis arbeiten – vom leisen Fluch zum Buchprojekt
1.AKTUELLE TRENDS UND CO. – EIN PAAR GEDANKEN ZUM EINSTIEG
1.1Raus mit der Katze aus dem Sack – SIE sind die Show!
1.2Bühne frei für Ihren Auftritt – oder geht es auch eine Nummer kleiner?
1.3Präsentation 4.0 – ganz anders, als man denkt?!
1.4Schlechte Texte mit Word? – ein Plädoyer für PowerPoint
1.5Mit oder gegen den Trend – reine Ansichtssache
1.6Richtig oder Falsch? – gibt es nicht!
1.7Ein Schlüssel zum Erfolg – weniger ist mehr!
1.8Aufgepasst! – auf der Überholspur ist es voll
2.EINE FRAGE DER HALTUNG – PRÄSENTIEREN IST KOPFSACHE
2.1Überprüfen Sie Ihr Mindset – Bange machen gilt nicht!
2.2Übung macht den Meister – definitiv!
2.3„Ich habe Lampenfieber“ – und das ist gut so!
2.4Was man als Präsentierender von Spitzensportlern lernen kann – Interview mit Frank Busemann
2.5Ein Mutmacher – eine (wahre) Erfolgsgeschichte
2.6Persönlichkeitsgerecht präsentieren – Interview mit Dr. Sylvia Löhken
3.EINE GUTE VORBEREITUNG IST DIE „HALBE MIETE“ – STIMMT!
3.1Was wollen Sie erreichen? – legen Sie Ihre Ziele fest
3.2Das Publikum immer im Auge – die Zielgruppenanalyse
3.3Auf den Punkt gebracht – wählen Sie die passenden Inhalte aus
3.4Ideen sammeln – „oldschool“ mit dem guten, alten Notizbuch
3.5Bitte nicht überziehen – das Zeitmanagement
3.6Komplexes begreifbar machen – die didaktische Reduktion
3.7Zettelwirtschaft – „basteln“ Sie sich Ihren Ablaufplan
3.8Die Visualisierung – die passenden Medien einsetzen
3.9Hat mal jemand einen Adapter? – der Technikcheck
3.10Die Generalprobe – unverzichtbar!
3.11Ihr Sicherheitsnetz – das Stichwortmanuskript
3.12Das Handout – anders, als viele denken
3.13Worauf Sie noch achten sollten – weitere Rahmenbedingungen
3.14Denkblockaden lösen, Kreativität fördern – Interview mit Almut Lewe
4.DIE TECHNIK IM GRIFF – PROFESSIONELLER UMGANG MIT LAPTOP, BEAMER UND CO.
4.1Volle Aufmerksamkeit – die Macht der dunklen Leinwand
4.2Auf Tastendruck spontan sein – Laptop und Presenter gezielt einsetzen
4.3Sie sind Ihr eigener Regisseur – schwarze Folien einbauen
4.4Und was kommt jetzt? – ein Screenshot der Folienübersicht für alle Fälle
4.5Was ich Ihnen nicht zeigen möchte – Licht aus bei der Dateiensuche
4.6Wir haben doch keine Zeit – (über)springen statt hoppeln
4.7Die Referentenansicht – das geballte Hilfezentrum
4.8Der Laserpointer – das Lichtschwert der Präsentierenden
5.DIE STRUKTUR EINER PRÄSENTATION – DER ROTE FADEN
5.1Das A und O – nehmen Sie sich Zeit für den Ein- und Ausstieg!
5.2Der Hauptteil – hier spielt die Musik
5.3Aufmerksamkeit gewinnen – 15 Methoden für interessante Einstiegssequenzen und mehr
5.3.1Mein Name ist… – die persönliche Vorstellung
5.3.2Bringen Sie Ihr Publikum zum Nicken – die Zustimmungs-Technik
5.3.3Wo geht es lang? – zeigen Sie Ihre Struktur
5.3.4Ein Blick in die Historie – eine kurze Geschichte zur Geschichte
5.3.5Denkanstöße geben – kitzeln Sie das Gehirn Ihres Publikums
5.3.6Humor ist, wenn man trotzdem lacht – sorgen Sie für eine gewisse Lockerheit
5.3.7Eyecatcher – dem Publikum ins Auge stechen
5.3.8Zum Einstieg ein Überblick – die Wortwolke
5.3.9Zitate – nutzen Sie die Kraft der Worte Anderer
5.3.10Den Nutzen deutlich machen – legen Sie die Karten auf den Tisch
5.3.11Der aktuelle Bezug – nichts ist älter als die Nachrichten von gestern
5.3.12ZDF – mit markanten Zahlen, Daten und Fakten beeindrucken
5.3.13Ich habe Ihnen etwas mitgebracht – ein Gegenstand als Anschauungsobjekt
5.3.14Ton ab, Kamera läuft! – zeigen Sie ein Video
5.3.15Die Plakatgalerie – Wissens- und Sehenswertes am Rande
5.4Eine Methode allein ist nicht genug – mixen Sie einen interessanten Einstiegscocktail!
5.5Was geht sonst noch? – weitere Tipps für die Aufmerksamkeit für „zwischendurch“
5.5.1Sorgen Sie für Abwechslung – der Medienmix
5.5.2Positionswechsel – ändern Sie Ihren Standort
5.5.3Machen Sie mal eine Pause – vor Ihren wichtigsten Aussagen
5.5.4Der Ton macht die Musik – nutzen Sie Ihre Stimme
5.6Stimme als Powertool – Interview mit Andrea Stasche
5.7Volle Konzentration auf das Ende – der letzte Eindruck bleibt
5.7.1Was vorne passt, passt hinten auch – Einstiegssequenzen zum Ausstieg nutzen
5.7.2Eine Brücke schlagen – den Faden vom Anfang wieder aufnehmen
5.7.3Wiederholen Sie – wiederholen Sie!
5.7.4Die „Take-Home Message“ – geben Sie Ihrem Publikum etwas mit auf den Weg
5.7.5Der Schlussappell – darf ich Sie bitten…
5.8Bitte nicht! – was Sie am Ende vermeiden sollten
5.8.1Das war’s! – im wahrsten Sinne des Wortes
5.8.2Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber bitte nicht auf der Bühne
5.8.3Ende der Bildschirmpräsentation – zum Beenden klicken
5.8.4Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit – das Beste zum Schluss!
5.9Auf die Mischung kommt es an – drei Beispiele für viel Aufmerksamkeit
6.SPRACHE IN PRÄSENTATIONEN – EINE REDE IST KEINE SCHREIBE
6.1Ich verstehe kein Wort – achten Sie auf Verständlichkeit!
6.1.1Machen Sie es dem Publikum leicht – einfach statt kompliziert
6.1.2Sorgen Sie für Klarheit – Struktur schafft Sicherheit
6.1.3In der Kürze liegt die Würze – Wirkstoff Prägnanz
6.1.4Zusätzliche Stimulanz – das Auge isst mit
6.2Einfach, klar und konsequent – Interview mit Torsten Werner
7.DER KÖRPER IST DER GRÖSSTE SCHWÄTZER ALLER ZEITEN – EIN PAAR BASICS ZUR KÖRPERSPRACHE
7.1Körpersprache entschlüsseln – keine leichte Aufgabe!
7.2Bewusst oder unbewusst – Ihr Körper spricht
7.3Körpersprache im Detail – worauf Sie beim professionellen Auftreten achten sollten
7.3.1Die Gestik – das Spiel ihrer Hände
7.3.2Der Blickkontakt – ein wesentlicher Faktor
7.3.3Die Mimik – bitte lächeln Sie!
7.3.4Die Körperhaltung – auf den richtigen Stand(-punkt) kommt es an
7.3.5Die äußere Erscheinung – das passende Outfit im Blick
7.4Souveränes Auftreten durch Präsenz – Interview mit Birgit Blasche
8.DIE VISUALISIERUNG – EIN ELEMENTARER BAUSTEIN BEI PRÄSENTATIONEN
8.1Warum Visualisierung wichtig ist – ein paar gute Gründe
8.2PowerPoint – ein mächtiges Instrument (wenn man es richtig nutzt …)
8.2.1Von Schwarz auf Weiß zu Präsentation 4.0 – alles eine Frage des Designs
8.2.2Der erste Schritt – das grundsätzliche Layout
8.2.3Das passende Format – die Foliengröße
8.2.4Augen auf im Formatdschungel – die richtige Bildersuche
8.2.5Platz finden für ein bisschen Text – das passende Motiv
8.2.6Von Fotografen lernen – die Drittelregel
8.2.7Das hat man doch schon alles mal gesehen – Individualität statt „08/15“
8.2.8Lesbarkeit hat Vorfahrt – Layouttipps für „bunte“ Bilder
8.2.9Was nicht passt, wird passend gemacht – ein paar Hinweise zur Bildbearbeitung
8.2.10Was steht denn da? – Schriftarten und Schriftgrößen richtig nutzen
8.2.11Gleiches gleich behandeln – bleiben Sie beim Layout konsequent
8.2.12Bitte nicht alles von der Stange – individuelle Bullet Points erstellen
8.2.13Foto versus Clipart – 1:0 für ein emotionales „Big Picture“
8.2.14Design im Detail – noch ein paar Tipps
8.3Flipcharts gestalten – warum sich handgemachte Eyecatcher auf jeden Fall lohnen
8.3.1Flipchart, Papier und Co. – das Basisequipment
8.3.2Das richtige Material für Ihren Werkzeugkoffer – die Grundausstattung
8.3.3Erst der Plan – dann die Umsetzung
8.3.4Schritt für Schritt zum coolen Plakat – am Anfang steht die Schrift
8.3.5Das Wichtigste im Fokus – mit Rahmen die Blicke leiten
8.3.6Schattenspiele – nutzen Sie die dritte Dimension
8.3.7Die Welt ist bunt – bringen Sie Farbe ins Spiel
8.3.8Symbole zeichnen – Motive als Hingucker nutzen
8.3.9Plakatideen – ein paar Beispiele aus der Praxis
8.3.10Mit kreativen Spezialeffekten noch mehr Aufmerksamkeit gewinnen – Interview mit Johannes Sauer und Axel Rachow
8.3.11Kleben ist das neue Zeichnen – Tipps für Mehrfach-Auftritte
8.4Ein Highlight aus der Praxis – ein ganz besonderer Hingucker
9.DIE FRAGE- UND DISKUSSIONSRUNDE – EIN FESTER BESTANDTEIL GUTER PRÄSENTATIONEN
9.1Rede und Antwort stehen – nutzen Sie die Chance!
9.2Souverän die Frage- und Diskussionsrunde meistern – Interview mit Thorsten Penno
10.PRÄSENTIEREN KANN GLÜCKLICH MACHEN – ZU DEN RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN FRAGEN SIE IHREN ARZT ODER APOTHEKER
11.VIELEN DANK!
Bernd Bak, Jahrgang 1963, aufgewachsen im Ruhrgebiet und dort fast 20 Jahre für eine Stadtverwaltung tätig, arbeitet seit 25 Jahren als Dozent an einem Studieninstitut für kommunale Verwaltung. Für Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte, Mitarbeitende sowie haupt- und nebenberuflich Dozierende leitet er seit 20 Jahren Präsentationstrainings und -workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten und bereitet Lehrgangsteilnehmende auf Prüfungen und Leistungsnachweise in Form von Präsentationen vor. Auf der Grundlage seines 2010 erschienenen Buches „Aktiver Unterricht – 65 aktivierende Methoden zur Unterrichtsgestaltung“ bietet er bundesweit pädagogische Fortbildungen und Train-the-Trainer-Qualifizierungen an.
Quelle: Bernd Bak
Als Leiter des Bereiches Fortbildung präsentiert er regelmäßig in Gremien sowie vor Personalverantwortlichen und übernimmt bei Großveranstaltungen wie Führungs-Tagungen oder Fachkongressen die Moderation. Durch den engen Kontakt zu Speaker*innen und Top-Trainer*innen der Fortbildungsszene hält er sein Wissen zu zeitgemäßen und publikumsgerechten Präsentationen auf dem aktuellsten Stand.
Das Verfassen von Texten begleitet ihn schon weit mehr als sein halbes Leben – zunächst als Redakteur von Vereinszeitschriften und über 10 Jahre nebenberuflich als freier Journalist bei einer Tageszeitung. Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht die im Maximilian-Verlag erscheinende Fachzeitschrift Deutsche Verwaltungspraxis (DVP) seine Beiträge aus den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Verwaltungsmanagement, aber auch Abhandlungen zu Visualisierungen im Unterricht oder pädagogischen Themen.
Kontakt für Anfragen:
Mail: [email protected] Handy: 0162 / 497 5667
„Ich möchte einmal mit Profis arbeiten!“ Haben Sie sich das auch schon einmal insgeheim gewünscht? Mir schießt dieser Gedanke immer dann durch den Kopf, wenn wieder einmal etwas schief geht und ich der Ansicht bin, dass man das ja eigentlich hätte besser machen können. Ob beim täglichen Einkauf, im Straßenverkehr, beim Sport, im Restaurant, bei Versicherungen oder Handwerkern – in regelmäßigen Abständen ärgere ich mich leise fluchend über Anlässe, in denen ich mir einen Profi herbeigesehnt habe. Wohl deshalb habe ich auch von meiner Partnerin mit einem Augenzwinkern die Tasse mit dem entsprechenden Aufdruck geschenkt bekommen.
Dabei habe ich es in meinem Job als Leiter einer Fortbildungsabteilung zum Glück mit ganz vielen Dozierenden, Trainerinnen und Trainern zu tun, die Tag für Tag Top-Leistungen abrufen und nicht nur bei ihren Seminaren oder Vorträgen absolut professionell auftreten, sondern auch in der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen äußerst präzise und zuverlässig sind. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit solchen Profis zusammenarbeiten darf – mit vielen schon über lange Jahre hinweg.
Als dann die Idee für dieses Buchprojekt reifte, war mir schnell klar, dass ich nicht nur meine eigenen Präsentationserfahrungen aus 25 Jahren niederschreiben wollte. Wer sonst als die Profis aus meinem engen Umfeld wäre besser geeignet, um dieses Buch mit Tipps und Anregungen zu bereichern? Wenn jemand weiß, wie man sich auf der Bühne erfolgreich verkauft und das Publikum nicht nur durch die vermittelten Inhalte, sondern auch durch das persönliche Auftreten und attraktive Visualisierungen in seinen Bann zieht, dann die mich bei diesem Buch unterstützenden Expertinnen und Experten.
Bei dieser besonderen Konstellation war der Titel für das Buch, das Sie gerade in Ihren Händen halten, schnell gefunden: Präsentieren wie die Profis! Dazu gab es für mich keine Alternative – und ich bin froh, dass dieser Titel noch nicht vergeben war. Dabei geht es gar nicht darum, genauso zu präsentieren, wie es die Profis tun würden. Dieses Buch ist nicht als Klon-Programm gedacht. Es soll Ihnen vielmehr dabei helfen, Ihren eigenen Stil und Ihre eigene Art des Präsentierens zu finden. Die Profi-Tipps unterstützen Sie dabei. Suchen Sie sich das aus, was am besten zu Ihrer Persönlichkeit passt. Präsentieren ist keine Hexerei, sondern eine Kunst, die sich mit der notwendigen Übung erlernen lässt und im besten Fall sogar Spaß macht, wenn man vor anderen Menschen seine Inhalte und Überzeugung vertritt.
Ich habe übrigens darauf verzichtet, jeden Tipp in diesem Buch mit einem erhobenen Daumen, einer Glühbirne, einem Ausrufezeichen oder einem ähnlichen Symbol zu kennzeichnen. Den Platz habe ich für weitere Profi-Tipps gespart. Wenn ich mich nicht verzählt habe, dürften es am Ende insgesamt 360 Hinweise und Vorschläge sein, wie Sie Ihre Präsentation professionell gestalten können. Melden Sie sich gerne, falls ich mich verzählt haben sollte…
Viel Spaß beim Lesen dieses Buches und beim Präsentieren wünscht Ihnen
Bernd Bak
1.1RAUS MIT DER KATZE AUS DEM SACK – SIE SIND DIE SHOW!
„SIE sind die Show!“ Wenn ich nach dieser Aussage meinen Blick in die Runde der anwesenden Seminar- oder Lehrgangsteilnehmenden schweifen lasse, ahne ich schon, dass ich keine Begeisterungswelle ausgelöst habe. Und beim genaueren Hinsehen bestätigt sich dann, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege. Da haben wohl viele etwas anderes erwartet. Präsentieren wie die Profis – das hört sich doch nach jeder Menge Tipps und Tricks an. Die gibt es natürlich auch. Im Seminar und in diesem Buch. Aber aktuelles, modernes Präsentieren besteht aus mehr als chic gestalteten PowerPoint-Folien, die nach und nach auf die Leinwand projiziert werden. Zu einer ansprechenden Präsentation gehört sicher auch eine interessante Visualisierung. Das unterscheidet sie ja gerade von einem Vortrag, einer Rede oder einem Referat, wo der Sprecher seine Inhalte meistens ohne optische Unterstützung allein in verbaler Form dem Publikum vorstellt. Eine zeitgemäße Präsentation lebt allerdings in erster Linie nicht von PowerPoint allein. Sondern vom „Gesamtpaket“, in dessen Mittelpunkt der Präsentierende steht.
Ein Blick zurück macht noch einmal deutlich, wie es „früher“ war – wobei „früher“ leider in vielen Fällen auch noch durch „heute“ ersetzt werden könnte. Sie haben vermutlich auch schon Präsentationen erlebt, bei denen der Vortragende am Rand des Raumes steht, um möglichst allen einen freien Blick auf die Leinwand zu gewähren. Wenn das Publikum dann die Plätze eingenommen hat, geht es nach einer knappen Begrüßung los. Folie um Folie wird an die Wand geworfen. Da diese oft sehr textlastig sind, liest der Präsentierende die Sätze von der Leinwand ab, während das Publikum schon für sich entschieden hat, den Text selbst zu lesen. Ich nenne dieses Phänomen „betreutes Lesen“. Der so wichtige Blickkontakt zum Publikum bleibt dabei leider auf der Strecke. Und wenn der Präsentierende versucht, den eingeblendeten Text mit eigenen Worten irgendwie anders zu beschreiben, stimmen der geschriebene Text und seine gesprochenen Worte oft nicht exakt überein – die Verwirrung beim Publikum nimmt ihren Lauf.
Weil sich die Textfolien häufig optisch sehr ähneln, verliert man schnell den Überblick, wo man sich thematisch eigentlich gerade befindet. Der rote Faden geht verloren. Zum Glück „erlöst“ der Präsentierende sein Publikum nach gefühlt viel zu langer Zeit mit einem „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“, und Sie haben es endlich geschafft. Sie sind allerdings auch im wahrsten Sinne des Wortes „geschafft“, weil diese Art der Präsentation sehr anstrengend ist. Übrigens für beide Seiten. Der Vortragende dürfte mit so einem „Auftritt“ auch nicht zufrieden gewesen sein. Und dennoch erlebt man ein derartiges Szenario immer wieder. Dabei ist es gar nicht so schwer, Präsentation anders zu gestalten.
„SIE sind die Show!“ drückt dabei schon aus, dass der Text auf der Leinwand als zentrales Element ausgedient hat und heute vielmehr der Präsentierende in den Fokus rückt. Es geht um SIE! Um Sie als Person, die etwas Interessantes, Neues, Wichtiges mitzuteilen hat und deshalb vor das Publikum tritt. Und weil das, was Sie zu verkünden haben, eine besondere Bedeutung hat, sollten Sie es wie ein Profi präsentieren. Dabei präsentieren Sie nicht nur sich selbst (und betreiben damit im besten Fall positives Marketing für sich), sondern Sie repräsentieren natürlich auch die Institution, für die Sie gerade tätig sind. Wenn Sie die „Bühne“ betreten, sind Sie praktisch die Visitenkarte Ihres Unternehmens, Ihrer Verwaltung, Ihres Fortbildungsträgers, Ihres Vereins oder für wen auch immer Sie gerade offiziell an den Start gehen. Ihr „Auftraggeber“ hat eine gewisse Erwartung an Ihre Präsentation, das Publikum ebenso und Sie selbstverständlich auch. Wenn Sie professionell an die Aufgabe herangehen, haben Sie die besten Chancen, die Erwartungen aller Beteiligten zu erfüllen.
Mit meiner Aussage „SIE sind die Show!“ lasse ich in meinen Präsentationstrainings die Katze gleich am Anfang aus dem Sack. Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden. Natürlich werden Themen wie Vorbereitung, Struktur, Aufmerksamkeit, Visualisierung, Umgang mit der Technik, Körpersprache, praktische Tipps usw. im Rahmen der zeitlichen Kapazitäten behandelt und auftauchende Fragen beantwortet. Meine gesammelten Erfahrungen in diesen Themenfeldern möchte ich auch in diesem Buch wiedergeben – mit Unterstützung zahlreicher Präsentations-Profis.
Absolut entscheidend ist für mich aber die Erkenntnis, dass (erfolgreiches) Präsentieren zu einem ganz großen Teil „Kopfsache“ ist. Die innere Haltung muss stimmen. Deswegen weise ich schon sehr früh darauf hin, dass der Präsentierende selbst das A und O der Präsentation ist – unabhängig von allen Tipps und Tricks, die man zum Glück erlernen kann, um Präsentationen professionell zu gestalten. Wenn das „Mindset“ stimmt, haben Sie damit bereits den Grundstein für einen guten Auftritt gelegt. Gewöhnen Sie sich also schon einmal an den Gedanken – SIE sind die Show!
1.2BÜHNE FREI FÜR IHREN AUFTRITT – ODER GEHT ES AUCH EINE NUMMER KLEINER?
Haben Sie sich nach dem Lesen der ersten Zeilen dieses Buches vielleicht schon etwas über meine Wortwahl gewundert? Bühne, Auftritt, Show? Das liest sich eher wie ein Theaterratgeber. Fehlt nur noch der Begriff „Entertainment“. Stimmt. Den habe ich tatsächlich noch nicht verwendet, obwohl er auch dazugehört. Aber natürlich nur im übertragenen Sinne. Wenn ich von einem „Auftritt“ spreche bzw. schreibe, meine ich damit jede Art von Präsentation, die Sie sich vorstellen können.
Quelle: Adobe 524250299 New Africa
Das kann ein kurzer Beitrag in einer Dienstbesprechung oder ein Zwischenbericht in einer Projektgruppen-Sitzung sein. Sie informieren die Führungskräfte Ihrer Verwaltung über geplante Maßnahmen der Personalentwicklung oder stellen im Finanzausschuss vor, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den städtischen Haushalt hat. Sie berichten in einem Arbeitskreis über die Ergebnisse eines interkommunalen Leistungsvergleichs oder stellen als nebenamtlicher Dozent im Unterricht einem Lehrgang die Kernelemente des Sozialstaates vor. Sie präsentieren im Rahmen Ihrer Abschlussprüfung der Prüfungskommission die Möglichkeiten und Grenzen bei der Evaluation von Fortbildung oder stellen im Verlauf eines Bewerberauswahlverfahrens dem Auswahlgremium einige wichtige Faktoren für den sinnvollen Einsatz von Homeoffice-Arbeitsplätzen vor. Die Liste ließe sich noch seitenlang fortsetzen.
Es gibt unzählige Anlässe, bei denen Sie Ihre Themen ausgewählten Zielgruppen unter häufig sehr wechselnden Rahmenbedingungen präsentieren. Die Zeitvorgaben für Ihre Präsentation werden variieren, die Anzahl der Teilnehmenden, die Beschaffenheit und Ausstattung des Raumes usw. Immer, wenn Sie in irgendeiner Form vor Publikum präsentieren, bezeichne ich das gerne als Auftritt. Dabei sind Sie ihr eigener Regisseur, der seine Präsentation professionell vorbereitet und den Zuhörenden vorstellt. Sie überlassen möglichst nichts dem Zufall und planen den Ablauf wie bei einem Theaterstück.
In dem Zusammenhang verwende ich dann auch konsequent den Begriff „Bühne“, auf der sich Ihr Auftritt abspielt. Richten Sie sich diesen Ort optimal ein. Das kann die nur drei Meter breite Stirnseite eines schmalen Besprechungsraumes sein, die Kopfseite eines großen Sitzungssaales oder im wahrsten Sinne des Wortes die Bühne in einer Event-Location, in der Sie vor mehreren Hundert Teilnehmenden eine Tagung eröffnen.
Schieben Sie sich die benötigten Medien (Pinnwände, Flipcharts) oder ein Rednerpult für Ihr Laptop genau dorthin, wo es für Sie gut passt und wo alles für das Publikum gut sichtbar ist. Checken Sie die Technik und machen Sie sich mit diesem speziellen Ort, Ihrer Bühne, vertraut.
Die „Show“ war früher oft das „PowerPoint-Spektakel“, das einige auf der Leinwand abgebrannt haben. Heute sind SIE die Show. Sie stehen im Mittelpunkt, Sie machen die Kernaussagen, Sie erzählen interessante kleine Geschichten und Anekdoten, Sie bringen das Publikum zum Schmunzeln, Sie zeigen „sehens-werte“ Folien mit großen Bildern und liefern dazu die passenden Botschaften und Storys. Sie betonen effektvoll und machen an den richtigen Stellen kleine Kunstpausen, um Ihre Wirkung zu erhöhen. Sie gehen bei bestimmten Passagen bewusst auf einzelne Zuhörer ein und lassen so Ihr Publikum an Ihrer Präsentation teilhaben. Das ist Ihre SHOW!
Wenn Sie so agieren, wie gerade beschrieben, fühlt sich das Publikum bestens unterhalten – auch das ist eine Erwartungshaltung, mit der Personen an einer Präsentation teilnehmen. Sie wollen in der für sie kostbaren Zeit nicht nur informiert und inhaltlich bereichert, sondern auch in gewisser Weise möglichst gut unterhalten werden. Und da ist es: das Entertainment, das manchmal auch Infotainment genannt wird. Ich weiß, dass so mancher Leser jetzt „Oh nein, bitte das nicht auch noch!“ denkt, aber dieser Aspekt gehört zu einer attraktiven Präsentation mit dazu. Versetzen Sie sich einfach in die Rolle der Zuhörenden. Fänden Sie eine Präsentation wie oben beschrieben nicht auch interessanter als einen „staubtrockenen“ Vortrag? Es geht gar nicht um spektakuläre Effekte, und das Entertainment steht auch nicht an erster Stelle der Anforderungen für professionelle Präsentation. Denken Sie aber zumindest bei Ihrer Vorbereitung darüber nach, ob Sie auch diesen Punkt „bedienen“ können.
1.3PRÄSENTATION 4.0 – GANZ ANDERS, ALS MAN DENKT?!
Was verbinden Sie mit der Bezeichnung „4.0“? Begriffe wie Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Personal 4.0, Führung 4.0, Verwaltung 4.0 usw. prägen seit ein paar Jahren die Landschaft. Im Wesentlichen dreht sich alles um neue Technologien. Im Mittelpunkt stehen die Digitalisierung und die sich daraus ableitenden neuen Herausforderungen für alle Beteiligten. Vorgesetzte und Mitarbeitende sind gleichermaßen betroffen und sollen in der neuen modernen Welt alles Erdenkliche unter einen Hut bringen, um möglichst optimal und ressourcenschonend die benötigten Produkte und Dienstleistungen für die Kunden anzubieten.
Und woran denken Sie bei Präsentation 4.0? Zugegeben, ich habe zunächst auch vermutet, dass Präsentationen der Zukunft in einem modernen Kleid daherkommen und auf spektakuläre digitale Art und Weise das Publikum fesseln sollen. Vielleicht ist das irgendwann auch einmal so. Die technischen Möglichkeiten sind sicher schon vorhanden. Tatsächlich stelle ich aber etwas ganz anderes fest. Obwohl es einige wahre PowerPoint-Künstler schaffen, wirklich beeindruckende Slides zu layouten und das Publikum mit besonderen Effekten zu verblüffen, geht der Trend offenbar in eine andere Richtung. Weg von PowerPoint – hin zu handgemachten Visualisierungen am Flipchart oder an der Pinnwand. Man könnte das als „back to the roots“ bezeichnen – zurück zu den Wurzeln.
Als weder Computer noch PowerPoint existierten (diese Zeit gab es tatsächlich einmal!), wurden beispielsweise im Unterricht Inhalte mit weißer Kreide an die Tafel geschrieben, die manchmal so fürchterlich „quietschte“, dass man eine Gänsehaut bekam. Später wurden dann Whiteboards, Pinnwände und Flipcharts in den Klassenzimmern eingesetzt. Und zu diesen transportablen Medien kehrt man heute punktuell zurück.
Der Grund dafür ist einfach. Das Publikum hat keine Lust mehr auf schlecht gemachte PowerPoint-Präsentationen, von denen es leider viel zu viele gibt, und die Vortragenden mussten sich etwas anderes einfallen lassen. Hier kann man in den letzten Jahren zwei ganz klare Tendenzen erkennen.
Die mit kompletten Sätzen (Textlawinen) überfrachteten Folien werden mehr und mehr entzerrt. Stattdessen setzt man nun auf großflächige, ausdrucksstarke Bilder, die bei Bedarf durch möglichst wenige Stichwörter ergänzt werden. Der zweite Trend besteht in der oben erwähnten Rückkehr zu handbeschriebenen Medien. Und hier hat das Flipchart einen wahren Siegeszug gestartet. Es ist handlich und lässt sich auf Rollen meist gut auf der Bühne in die richtige Position bringen. Hinzu kommt, dass es mittlerweile eine ganze Fülle an erstklassiger Literatur zur Gestaltung von Flipcharts gibt. Es geht aber nicht darum, den ansonsten auf die Leinwand projizierten Text nun stattdessen auf ein Blatt Papier zu schreiben. Ansprechend gestaltete „Plakate“ sind mittlerweile richtige Eyecatcher, die sich hinter gut layouteten Folien nicht verstecken müssen. Wem der Platz auf einem Flipchart nicht reicht, findet auf einer Pinnwand eine größere Fläche zur Visualisierung.
Zwei Dinge muss man allerdings beachten. Die Größe des Publikums bzw. des Veranstaltungsortes verhindert manchmal den Einsatz von Flipchart oder Pinnwand. Wenn Sie bei einer Tagung oder einem ähnlichen Event vor Hundert oder mehr Leuten präsentieren, wird die Lesbarkeit Ihrer Plakate in den hinteren Reihen irgendwann unmöglich. Dann bleiben Ihnen nur die Leinwand und eine folienunterstützte Visualisierung. Natürlich könnte man mit technischen Hilfsmitteln (Kamera) Ihren Auftritt und die handgemachten Plakate auf die Leinwand übertragen. Wenn das Publikum dann aber letztlich doch auf die Wand schauen muss, verpufft der Effekt der Plakate recht schnell.
Beim zweiten Aspekt geht es um die richtige Einordnung der Aussage, PowerPoint nicht (mehr) zu nutzen. Der „Totalverzicht“ von PowerPoint ist nicht im Sinne des Erfinders. Und tatsächlich würde es bei vielen Themen schwierig, alle Inhalte allein am Flipchart zu visualisieren. Abgesehen von dem hohen Aufwand würde sich der positive Effekt schnell abnutzen, wenn Sie anstelle von 25 Folien demnächst 25 Flipchart-Plakate zeigen und ständig umblättern würden. Das Beispiel macht deutlich, worum es eigentlich geht: um den sinnvollen, situativ passenden Einsatz der vorhandenen Medien. Deshalb spricht man auch vom Medienmix, der den besonderen Reiz ausmacht. Es geht also nicht um ein Entweder-oder, sondern um eine zielführende Kombination der Medien. PowerPoint wird (allerdings in einem deutlich aufgewerteten Design) voraussichtlich weiterhin die erste Wahl zur Visualisierung bleiben. Der besondere „Pfiff“ in Ihrer Präsentation ergibt sich aber in vielen Fällen dadurch, dass Sie ein oder zwei Punkte Ihrer Gliederung bewusst am Flipchart oder der Pinnwand abhandeln und damit ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erzielen.
1.4SCHLECHTE TEXTE MIT WORD? – EIN PLÄDOYER FÜR POWERPOINT
Stellen Sie sich bitte einmal kurz folgende Situation vor: Sie erhalten mit der dienstlichen Post einen dreiseitigen Brief eines Kunden und trauen Ihren Augen nicht. An mehreren Stellen nicht nachvollziehbare Formulierungen, zahlreiche Rechtschreibfehler, keine Absätze, keine Silbentrennung und kein Blocksatz, dadurch ein unübersichtliches Schriftbild. Als Sie dieses
„Meisterwerk“ Ihrem Kollegen zeigen, hat der recht schnell die Lösung parat. „Das ist doch kein Wunder, das hat der Verfasser bestimmt mit dem Programm Word geschrieben“, hören Sie ihn sagen. Wie bitte? Wenn ich diese Situation in meinen Trainings beschreibe, stelle ich den bereits schmunzelnden Teilnehmenden danach folgende Frage: „Wenn PowerPoint für schlechte Präsentationen verantwortlich ist, ist Word dann auch für solche Schreiben verantwortlich?“
Die Antwort liegt auf der Hand – natürlich nicht! Und schnell wird deutlich, dass schlecht gemachte PowerPoint-Präsentationen nichts mit der Software als solcher zu tun haben. Es liegt an den Präsentierenden selbst, die die Software nicht richtig nutzen und in die „Falle der tausend Möglichkeiten“ tappen.
PowerPoint bietet allein unzählige Effekte beim Folienübergang oder der Animation von Objekten, ganz zu schweigen von unterschiedlichen Schriftarten, -größen und Variationen der Farbauswahl. Das kann man nutzen, man muss es aber nicht! PowerPoint ist in den letzten Jahren dermaßen verteufelt worden, dass es Zeit wird für ein Plädoyer zugunsten dieser Software.
Wenn man sie richtig nutzt, kann man damit großartige Layouts erstellen und tolle Folien auf die Leinwand werfen. Es liegt allein an Ihnen, was Sie aus den sich bietenden Möglichkeiten machen und worauf Sie besser verzichten. PowerPoint von Microsoft steht dabei übrigens nur als Platzhalter für jegliche Präsentations-Software. Apple-Nutzer arbeiten mit Keynote, zunehmend wird auch Prezi verwendet. Wenn ich in diesem Buch den Begriff PowerPoint verwende, dann steht er als Klassiker unter den Präsentations-Tools stellvertretend für alle anderen.
1.5MIT ODER GEGEN DEN TREND – REINE ANSICHTSSACHE
Neben den Entwicklungen, PowerPoint-Folien deutlich zu optimieren und Flipcharts zur punktuellen Ergänzung zu nutzen, gibt es noch ein paar „neue Ansichten“ in der Präsentationsszene, die ich kurz erwähnen möchte. Wenn man sich die sehr umfangreiche Literatur zum Thema „Präsentieren“ und die kaum noch zu überschauenden Hinweise und Tipps im Internet dazu ansieht, erkennt man natürlich eine gewisse Linie.
Quelle: Adobe 538993824 Vitalii Vodolazsklyi
Niemand erfindet das Rad neu. Manche Dinge werden durchweg als gut und bewährt empfohlen, ab und zu gibt es die eine oder andere neue kreative Idee. Mir ist aufgefallen, dass es scheinbar bei einigen Autoren den Versuch gibt, durch Tipps gegen den Trend einen neuen Trend zu initiieren.
So vertritt jemand zum Beispiel die Auffassung, er müsse sich am Anfang seiner Präsentation nicht mehr persönlich vorstellen. Er geht davon aus, dass sich das Publikum im Vorfeld schon über ihn informiert und er bekannt genug sei. Das mag in der Bildungsbranche bei Top-Speakern oder in der Szene wirklich bekannten Trainern der Fall sein. Aber bei einem – und das meine ich absolut nicht despektierlich – „Otto-Normal-Präsentierenden“? Wenn eine Führungskraft oder ein Mitarbeiter einer Fachabteilung einen internen oder externen Vortrag hält, recherchiert wohl kaum jemand vorher, wer denn als Vertreter der jeweiligen Institution auf der Bühne stehen wird. Dem Publikum dürfte es in den allermeisten Fällen doch um das Thema gehen, nicht um den Präsentierenden. Die persönliche Vorstellung muss nicht ausufernd lang sein und sollte im Kontext zur Präsentation stehen (vgl. Kapitel 5.3.1). Komplett darauf verzichten würde ich allerdings nicht.
Zitate sind ein beliebtes Mittel, die Aufmerksamkeit der Zuhörenden zu gewinnen. Das ist eigentlich unumstritten. Mit der provokanten Frage „Warum wollen Sie die Worte anderer verwenden?“ oder dem Hinweis „Sie werden doch wohl eigene Aussagen haben!“ raten einige Stimmen vom Einsatz von Zitaten ab. Ich habe tatsächlich einmal eine Präsentation erlebt, bei der der Vortragende ein Zitat an das nächste gereiht hat und überhaupt keine eigene Botschaft zu erkennen war. Das war wirklich befremdlich. Ansonsten halte ich Zitate weiterhin für sehr hilfreich. Sie sollen meine Aussagen ja nicht ersetzen, sondern unterstützen. Und das funktioniert mit der richtigen Auswahl sehr gut.
Auch beim Thema „Gliederung“ gibt es kontroverse Meinungen. Manche Autoren halten nichts davon, die Struktur einer Präsentation zu Beginn offenzulegen. Das wäre ein „Spannungskiller“. Das mag bei ganz speziellen Präsentationen auch so sein, wenn man am Ende eine wirkliche Überraschung aus dem Hut zieht und diesen Clou natürlich nicht vorab ankündigen kann.
Aber Hand aufs Herz: Wie viel Spannung steckt in einem Projekt-Zwischenbericht oder dem Vortrag über eine neue rechtliche Vorschrift, die künftig anzuwenden ist? Die Agenda sichtbar zu machen, hilft dem Publikum, den roten Faden zu erkennen und ihn nicht zu verlieren. Das ist bei einer Präsentation von ganz großer Bedeutung und lässt sich auf diese Weise sehr einfach umsetzen. Je länger die Präsentation dauert, umso wichtiger wird dieser Aspekt.
1.6RICHTIG ODER FALSCH? – GIBT ES NICHT!
Die drei beschriebenen Beispiele haben es hoffentlich deutlich gemacht. Man kann es so machen – oder eben anders. Mit anderen Worten: es geht nicht um richtig oder falsch. Es gibt kein Gesetz zum Durchführen einer ordnungsgemäßen Präsentation, keine DIN-Vorschrift zum Erstellen anschaulicher PowerPoint-Folien und auch keine Rechtsverordnung, die das Verhältnis zwischen dem Redeanteil des Vortragenden und der Anzahl der zu präsentierenden Slides regelt – um einmal in der kommunalen Sprachwelt zu bleiben.
Quelle: Adobe 82779124 Zerbor
Und es ist auch gut so, dass es keine festen Regeln gibt, an die man sich halten muss. Das würde in der Konsequenz ja bedeuten, dass alle Präsentationen nach demselben Muster abliefen und man die eine kaum von der anderen unterscheiden könnte. Lediglich die Inhalte wären austauschbar, ansonsten wäre „Schema F“ Programm.
Natürlich wünschen sich Führungskräfte, Mitarbeiter, Dozenten, Ausbilder, Auszubildende und alle anderen, die bei irgendeiner Gelegenheit etwas präsentieren, Anhaltspunkte, an denen sie sich orientieren können. Und die gibt es ja auch in Hülle und Fülle. Es gibt Dinge, die beim Publikum gut ankommen und solche, die weniger auf Zuspruch stoßen. Insofern kann man sich schon in ziemlich sicheren Bahnen bewegen, wenn man bewährte Tipps und Hinweise beherzigt. Letztlich ist vieles aber auch Geschmackssache. Da sollten Sie sich nichts vormachen. Es wird oft den einen oder anderen im Publikum geben, dem irgendetwas nicht gefällt. Aber so ist das Leben. Das gibt es nicht nur bei Präsentationen. Das gibt es überall. Lassen Sie sich davon nicht beirren. Wenn Sie einen Großteil Ihres Publikums überzeugen und mit Ihrer „Show“ beeindrucken, ist das hervorragend. Wirklich alle zu begeistern wäre fantastisch, aber legen Sie sich die Messlatte selbst nicht zu hoch. An zu hohen Ansprüchen kann man nur scheitern.
1.7EIN SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG – WENIGER IST MEHR!
Sie werden in diesem Buch noch eine Menge Tipps finden, wie man Präsentationen professionell gestaltet. In jedem der einzelnen Kapitel gibt es Hinweise, wie Sie Ihren Auftritt optimieren und damit beim Publikum „punkten“ können. Wenn Sie aber ungeduldig sind, habe ich schon jetzt einen „Big Point“ für Sie. Auch wenn der Spruch nicht neu ist, passt er für zeitgemäße Präsentationen wie die berühmte Faust aufs Auge: Weniger ist mehr! Und das gilt für zahlreiche Aspekte.
Quelle: Adobe 499141374 Stockcwerk-Fotodesign
•Weniger Inhalt! Das wird Sie jetzt vielleicht überraschen, weil es doch letztlich darum geht, den Zuhörern wichtige Dinge zu vermitteln. Tatsächlich überfordert eine mit zu vielen Informationen vollgestopfte Präsentation aber das Publikum. Es erkennt vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Ich bezeichne das gerne als „Druckbetankung“ – in kurzer Zeit möglichst viele Daten und Fakten an den Mann oder die Frau bringen. Die wahre Kunst besteht allerdings darin, die Inhalte so zu reduzieren, dass die Kernaussagen und die unbedingt erforderlichen Hintergründe vermittelt werden – und nicht mehr. Prüflinge haben häufig Angst, dass sie nicht über genug Wissen für den vorgegebenen Zeitrahmen (z. B. eine Viertelstunde) verfügen. Haben sie sich dann ein paar Tage mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und gründlich recherchiert, stellen sie fest, dass sie ein ganz anderes Problem haben – zu viel Inhalt! Was soll da jemand sagen, der etwas aus seinem Sachgebiet präsentieren will, in dem er seit mehreren Jahren eingesetzt ist? Er könnte stundenlang vortragen! Anspruchsvoll ist es nun, alles wegzulassen, was nicht zwingend erforderlich ist und sich nur auf das für das Verständnis Wesentliche zu beschränken – damit am Ende eine auf die Erwartungen bzw. Bedürfnisse des Publikums maßgeschneiderte Präsentation dabei herauskommt.
•Weniger Folien! Die Zeit der „Folienschlachten“ ist vorbei. Ich kann mich an Vorlesungen im Studium erinnern, bei denen der Dozent die Folien in einer so hohen Anzahl und einem solchen Tempo gezeigt hat, dass wir dachten, wir würden einen Film sehen. Weniger Inhalte bedeuten konsequent auch weniger Folien. Nur die wesentlichen Aussagen werden visuell unterstützt, nicht jeder gesprochene Satz.
•Weniger Effekte in PowerPoint! Ich habe allein 48 Varianten in PowerPoint gezählt, mit denen man die Übergänge von einer Folie zur nächsten gestalten kann. Noch mehr Optionen gibt es für die Animation von Textfeldern oder Objekten auf einer Folie. Selbst wenn Sie nur ein paar davon einsetzen, ergibt das schon ein optisches Feuerwerk auf der Leinwand, das das Publikum von den Inhalten ablenken wird. Ganz zu schweigen von diversen Schriftarten, Schriftgrößen, Farben, Schatteneffekten usw. Verzichten Sie auf dieses Spektakel und beschränken Sie sich auf ganz wenige Varianten, vielleicht sogar nur auf einen oder gar keinen Effekt. Ihre Folien sollen natürlich nicht langweilig wirken. Mit großflächigen Bildern und wenigen Stichwörtern können Sie aber ansprechende Slides layouten, die keinen weiteren „Firlefanz“ benötigen.
1.8AUFGEPASST! – AUF DER ÜBERHOLSPUR IST ES VOLL
„Wir halten einen Vortrag!“ Das Arbeitsblatt mit diesem Titel verteile ich in meinen Trainings an die Teilnehmenden. Ich ernte dann oft erstaunte Blicke, weil der Text in der Du-Form geschrieben ist und sich etwas kindlich liest. Genau das ist der Punkt. Der Schreibstil passt exakt zur Zielgruppe – Schülerinnen und Schülern der
3.Klasse einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen! Das Erstaunen wird nicht geringer. 3. Klasse? Ich staunte auch nicht schlecht, als Marina eines Tages mit dem Zettel nach Hause kam. Sie war zu dem Zeitpunkt erst acht Jahre alt und hatte sich beim Thema Haustiere für Meerschweinchen entschieden. Einige Wochen später ging es um die Herstellung von Gummibärchen und danach um die Lebensweise von Flamingos. Auch wenn sie viel Arbeit in die Vorbereitung, das Malen der Plakate und das Üben ihres Textes stecken musste, hatte sie einen riesigen Spaß daran, ihre Ergebnisse der Klasse vorzustellen.
WIR HALTEN EINEN VORTRAG!
1.Überlege Dir eine Einleitung. Nenne zuerst dein Thema. Erzähle, warum du dir dieses Thema ausgesucht hast.
2.Gestalte ein schönes Plakat. Schreibe die wichtigsten Punkte deines Themas auf.
3.Mache dir einen Stichwortzettel. Überlege, was du zu deinem Thema noch erzählen oder zeigen kannst.
4.Übe deinen Vortrag. Guck dabei deine Zuhörer an!
5.Mache auch Pausen. Zeige beim Vortragen auf dein Plakat.
Heute, in der 6. Klasse, geht es weiter – allerdings mit PowerPoint-Präsentationen auf dem schuleigenen I-Pad. Das Leben an der neuen Schule (my school – in englischer Sprache!), der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart, die Violine als Streichinstrument, gesunde Ernährung, der Lebenslauf der Queen (wieder im Fach Englisch) – die Themen variieren, der Arbeitsauftrag ist immer derselbe.
„Stellt euch vor die Klasse und präsentiert!“ So könnte man es etwas salopp formulieren. Unabhängig davon, dass die Qualität der einzelnen Präsentationen natürlich voneinander abweicht, steht eines definitiv fest. Keines der 30 Kinder (oder sind es schon Jugendliche?) in Marinas Klasse hat ein Problem damit, nach vorne zu gehen und vor der Gruppe zu sprechen. Das ist mittlerweile Standard! Sie haben sich im Laufe der Jahre daran gewöhnt, es ist für sie selbstverständlich geworden.
Warum ich Ihnen davon hier berichte? Um Ihnen zu verdeutlichen, welche „Konkurrenz“ da heranwächst. Wenn diese Generation in sechs bis zehn Jahren auf den Arbeitsmarkt tritt, ist sie bestens auf Präsentationssituationen vorbereitet. Und die künftigen Kolleginnen und Kollegen bringen auf diese Weise eine absolute Schlüsselkompetenz mit. In Auswahlsituationen haben sie dadurch vielleicht die Nase vorn – auch wenn sie noch jung und beruflich unerfahren sind. Ein selbstbewusstes Auftreten bringt viele Vorteile. Wer sich also eher vor Präsentationen „drückt“ und anderen den Vortritt lässt, darf sich nicht wundern, wenn die Konkurrenz auf der Überholspur schneller ans Ziel – lukrative und gut dotierte Arbeitsplätze – kommt. Aber Sie haben es ja selbst in der Hand. Die Entwicklung der Jugendlichen zeigt ja, dass regelmäßiges Üben positive Wirkungen auslöst. Das kann auch Ihnen gelingen. Nach diesem Appell gehen auch die Teilnehmenden meiner Trainings (noch) motivierter an die Sache heran. Und schalten einen Gang hoch. Und Sie?
2.1ÜBERPRÜFEN SIE IHR MINDSET – BANGE MACHEN GILT NICHT!
In meinen Trainings bitte ich die Teilnehmenden in der Anfangsphase, mir ihre Erwartungen an das Seminar zu nennen. Mir geht es nicht darum, meinen Seminarfahrplan abzuarbeiten, sondern ihnen möglichst gute Hilfestellungen anzubieten. Manchmal formuliere ich diesen Teil so, dass ich die Anwesenden danach frage, ob sie mir eine ganz konkrete „Baustelle“ benennen können, an der sie arbeiten möchten. Die individuellen Antworten decken eine große Bandbreite ab.
Manche wissen schon von sich, dass sie sehr schnell sprechen und benötigen hier Unterstützung, andere möchten das Visualisieren am Flipchart lernen, wieder anderen geht es um Tipps zum Folienlayout oder um Methoden, wie man die Aufmerksamkeit des Publikums gewinnt. In den meisten Gruppen ist es jedoch so, dass sich viele Teilnehmende (auch) mehr Sicherheit und Souveränität wünschen, weil sie sich bei ihren Präsentationen unwohl fühlen.
„Ich mag überhaupt nicht präsentieren!“ ist eine Antwort, die ich nicht nur von Auszubildenden höre. Hier schwingt häufig noch eine gewisse (verständliche) Prüfungsangst mit. Aber auch vielen „gestandenen“ Führungskräften und Mitarbeitenden geht es so.
Welche Einstellung jemand zum Präsentieren hat, wird schon in der kurzen Vorstellungsrunde deutlich. Formulierungen wie „Ich muss immer im Finanzausschuss präsentieren.“ oder „Ich muss regelmäßig vor den Führungskräften vortragen.“ weisen schon darauf hin, dass sich diejenigen etwas Schöneres vorstellen können, als sich vor Publikum zu stellen.
Quelle: Adobe 561606070 Asier
Das kleine Wörtchen „muss“ verrät schon einiges, was auf Nachfrage dann konkretisiert wird. Für viele ist Präsentieren immer noch eine große Hürde, über die sie am liebsten nicht springen möchten. Die Teilnehmenden malen sich in Gedanken ein düsteres Bild aus und befürchten das Schlimmste. Oft muss hier der befürchtete „Blackout“ als große Bedrohung herhalten. „Wem von Ihnen ist denn schon einmal ein Blackout passiert?“, möchte ich dann gerne wissen. Eine große Stille setzt ein. Offenbar niemandem!
Die Angst davor, auf einmal nichts mehr zu wissen, lähmt viele. Aber wie wahrscheinlich ist das denn? Sie werden sich auf die zu vermittelnden Inhalte gut vorbereitet haben. Das ist jedenfalls der Anspruch, den man an eine professionelle Präsentation haben darf. Und dann stehen Ihnen ja noch verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung: Die Schlagworte auf den Folien, Ihr Stichwortzettel in Ihrer Hand oder die Möglichkeit, in PowerPoint Notizen zu notieren, die Ihnen am Laptop auf die Sprünge helfen, wenn Sie tatsächlich einmal ins Stocken geraten sollten.
Um auf die Überschrift dieses Kapitels zurückzukommen: Präsentieren ist (zu einem ganz großen Teil) Kopfsache. Wenn Sie sich permanent innerlich dagegen wehren und sich gedanklich selbst „runterziehen“, indem Sie sich immer wieder vorstellen, was alles bei Ihrer Präsentation schiefgehen kann, wird es schiefgehen. Das nennt man „selbsterfüllende Prophezeiung“ und ist ein Phänomen aus der Psychologie. Ich will die wissenschaftlichen Hintergründe hier gar nicht näher ausführen.
Entscheidend ist, dass dieser Effekt zum Glück auch in die andere – positive – Richtung funktioniert. Wenn Sie also überzeugt davon sind, dass Sie die Herausforderung – die Präsentation – meistern können und sich mit einem guten Gefühl auf die Aufgabe einlassen, sind die Chancen sehr hoch, dass Ihnen ein guter Auftritt gelingen wird.
Wie wäre es, wenn Sie das erdrückende Wort „muss“ durch eine Formulierung wie auf dem nebenstehenden Bild ersetzen, die Ihnen die Last von den Schultern nimmt? Ob eine Präsentation gut oder schlecht läuft, hängt ganz entscheidend von Ihrer inneren Haltung ab. Ihre innere Haltung spiegelt sich dabei auch in besonderer Weise in Ihrer äußeren Haltung wider.
Quelle: Adobe 55177890 momius
Ihre Körpersprache verrät schon auf den ersten Blick, mit welcher Einstellung Sie auf die Bühne kommen. Um es einmal übertrieben zu formulieren: Ist es Ihr Gang zum Schafott oder wird es Ihr Triumphzug? Das Publikum erkennt ganz schnell, ob Sie mit hängenden Schultern und zögernden Bewegungen oder mit aufrechtem Oberkörper und klarem, zuversichtlichem Blick vor Ihnen stehen.
Damit kein Missverständnis aufkommt: es geht nicht darum, sich etwas „schön zu reden“. Natürlich kann bei jeder Präsentation etwas schiefgehen. Dann ist das eben so und man muss mit dem „Problem“ möglichst souverän umgehen. Aber dieses vermeintliche „Worst-Case-Szenario“ darf Sie nicht die ganze Zeit im Vorfeld belasten und hemmen.
2.2ÜBUNG MACHT DEN MEISTER – DEFINITIV!
