Praxis der Orthopädie und Unfallchirurgie -  - E-Book

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Beschreibung

Der unangefochtene Klassiker als umfassendes Nachschlagewerk in der Weiterbildungszeit und zur Auffrischung des Wissens in der Zeit nach der Prüfung:

  • Aktuell: Komplettes Weiterbildungswissen auf dem neuesten Stand
  • Übersichtlich: Rasche Orientierung durch exzellente Abbildungen, modernes Layout, gut strukturierten Text
  • Praxisnah: Konkrete Handlungsanweisungen für eine rationelle Diagnostik und Therapie
  • Fundiert: Namhaftes Herausgeber- und Autorenteam

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EPUB

Seitenzahl: 2572

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Praxis der Orthopädie und Unfallchirurgie

Herausgegeben von

Carl Joachim Wirth, Wolf Mutschler, Dieter Kohn, Tim Pohlemann

Mit Beiträgen von

Farshid Abdolvahab, Stefanie Adolf, Volker Alt, Konstantinos Anagnostakos, Michael Antosch, Markus Arand, Hermann Josef Bail, René Baumgartner, Johann Berka, Michael Bernateck, Thomas Dirk Böhm, Volker Braunstein, Jürgen Bruns, Julian Dexel, Hans-Georg Dietz, Martin Dominkus, Ulrich Dorn, Stephan Eggeling, Andreas Eisenschenk, Peter Feldmann, Stefan Fickert, Michael H. Foerster, Raimund Forst, Jürgen Forst, Thomas Fuchs, Renée Andrea Fuhrmann, Albert Fujak, Mellany Galla, Frank Gohlke, Jens Goronzy, Frank Gossé, Anno Graser, Christian Gratzke, Bernhard Greitemann, Franz Grill, Stefan Grote, Paul Alfred Grützner, Norbert Haas, Klaus-Peter Günther, Klaus Karl J. Hallfeldt, Achim Hedtmann, Guido Heers, Jürgen Heisel, Berthold H. Hell, Martina Henniger, Christof Hurschler, Karl-Georg Kanz, Philip Kasten, Lothar Kinzl, Bernd Kladny, Katrin Koch, Dieter Kohn, Rainer Kotz, Petra Krepler, Roland Laszig, Solveig Lerch, Philipp Lobenhoffer, Hermann-Alexander Locher, Henning Madry, Wolfgang Maier, Marcus Tobias Maier, Abdul Kader Martini, Ingo Marzi, Peter Metz-Stavenhagen, Andrea Meurer, Stefan Middeldorf, Michael Millrose, Thomas Mittlmeier, Bernhard Moriggl, Thomas Mussack, Wolf Mutschler, Manuel Mutschler, Johann Neu, Ludwig Ney, Philipp Niemeyer, Fritz Uwe Niethard, Dietrich Pape, Bernward Passlick, Tim Pohlemann, Renata Pospischill, Nils Putschky, Reinhard Putz, Stefan Rammelt, Thomas Ramsauer, Michael J. Raschke, Stefan Rehart, Oliver Reich, Olaf Rolf, Robert Rotter, Frank Rubenthaler, Volker Ruppert, Oliver Rühmann, Matthias Schieker, Sarah Schilling, Reinhard Schnettler, Eva Schwameis, Bernd Steckmeier, Oliver Steimer, Jörn Steinhagen, Wolf Ingo Steudel, Christian Georg Stief, Christina Stukenborg-Colsman, Norbert Südkamp, Cyril Toma, Sven Vetter, Hugo Axel Wanivenhaus, Kuno Weise, Ernst Wiedemann, Henning Windhagen, Joachim Windolf, Reiner Wirbel, Carl Joachim Wirth, Ralf Hermann Wittenberg, Henning Zeidler, Ludwig Zichner, Hans Zwipp, Karl-Ludwig von Hanstein

3., vollständig überarbeitete Auflage

Vorwort

Seit der Erstauflage des Werkes 2007 hat sich das Fach­gebiet Orthopädie und Unfallchirurgie weiter etabliert und wird zunehmend als ein attraktives Fach mit faszinierender Vielfalt wahrgenommen. Heute wird bereits jeder 5. Patient im Krankenhaus in diesem Fachgebiet behandelt. Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen werden zu 40 % durch Orthopädie und Unfallchirurgie beansprucht.

In den letzten Jahren ist eine zunehmende Tendenz zur topografischen Orientierung im Hinblick auf die Wirbelsäule, die obere Extremität und den Fuß sowie eine Spezialisierung auf die Endoprothetik und arthroskopische Operationen zu beobachten. Daraus resultieren eine genauere klinische und bildgebende Diagnostik, eine differenziertere Indikationsstellung zur konservativen und operativen Therapie und die Entwicklung zahlreicher neuer Behandlungsmethoden. Die Komplementärmedizin etwa gewinnt weiter an Bedeutung; arthroskopische Operationen und eine vielgestaltige Endoprothetik sind auf dem Vormarsch, ebenso wie die neuen winkelstabilen Implantate der Osteosynthese.

Gleichzeitig bringt die demografische Entwicklung tiefgreifende Änderungen mit sich: Wir sehen mehr alte und multimorbide Patienten mit neuen Krankheitsbildern wie der Sarkopenie, mit einer zunehmenden Zahl osteoporoseassoziierter Frakturen, mit chronischen Wunden, einer Infektionsproblematik sowie Wirbelsäulen- und Arthrosebeschwerden. Die steigende Lebenserwartung mit der Forderung nach einer Lebensqualität bis ins hohe Alter bringt Schäden an den Bewegungsorganen mit sich – sowohl durch Bewegungsmangel als auch durch übertriebene sportliche Aktivität. Dagegen nimmt die Zahl der Schwerstverletzten und der Arbeits- und Wegeunfälle ab.

Dieser Entwicklung haben wir in der 3. Auflage des Lehrbuchs Rechnung getragen. Neben der Kinderorthopädie und -traumatologie wurden die Altersorthopädie und -traumatologie stärker betont, das Kapitel Komplementärmedizin eingefügt und der Beitrag „Arzthaftung“ angegliedert. Gerade letztgenannter Titel ist von eminenter Bedeutung angesichts der Zunahme der Haftpflichtfälle in Orthopädie und Unfallchirurgie. Zusammen mit zwei hinzugewonnenen renommierten Herausgebern, die den Generationsübergang in der Herausgeberschaft einleiten werden, und den jeweiligen Autoren haben wir vorhandene Kapitel überarbeitet und aktualisiert bzw. neu geschrieben. Das ursprüngliche und bewährte Konzept einer bündigen Darstellung des nun größten chirurgischen Fachs bleibt erhalten.

In vielen Rezensionen wurde die „Praxis der Orthopädie und Unfallchirurgie“ als Standardwerk bezeichnet. Wir hoffen, dass das auch für die neue Auflage gelten wird, in der der Spagat zwischen dem notwendigen Grundwissen, einer ganzheitlichen patientenorientierten Betrachtung und dem für eine gut begründete Indikation wichtigen, ausreichend vertieften Verständnis von Taktik und Techniken geleistet wurde.

Ein herzlicher Dank gilt dem Georg Thieme Verlag, besonders Herrn Dr. Albrecht Hauff, Herrn Dr. med. Udo Schiller, Frau Antje-Karen Richter, Frau Silvia Haller und Frau Elke Plach. Sie haben das Buch wieder in ansprechender und moderner Form, gepaart mit bewährter Qualität aufgelegt und uns als Herausgebern ebenso wie den Autoren mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Den Autorinnen und Autoren danken wir sehr für ihre wertvollen Beiträge, die sie neben ihren vielfältigen sonstigen Aufgaben erstellt haben. Das Buch lebt und gewinnt damit.

Unser Ziel war und ist es, mit der 3. Auflage des Werkes die jungen Kollegen in der Weiterbildung zum neuen Facharzt zu unterstützen und den Kollegen mit abgeschlossener Weiterbildung neben dem reinen Faktenwissen auch Hintergrundwissen und Zusammenhänge und damit Handlungskompetenz zu vermitteln. Dies wäre Lohn für alle Mühe.

Hannover, München, Homburg/Saar, im Herbst 2013Carl Joachim WirthWolf MutschlerDieter KohnTim Pohlemann

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Teil I Grundlagen

1 Die Bedeutung des Faches

1.1 Übersicht

1.2 Literatur

2 Statik und Dynamik der Haltungs- und Bewegungsorgane

2.1 Einleitung

2.2 Aufbau und Leistung der Gewebe der passiven und aktiven Bewegungsorgane

2.2.1 Bindegewebe

2.2.2 Knorpelgewebe

2.2.3 Knochengewebe

2.2.4 Quergestreiftes Muskelgewebe

2.3 Wachstum

2.3.1 Bindegewebe

2.3.2 Knorpelgewebe

2.3.3 Knochengewebe

2.3.4 Muskelgewebe

2.4 Anpassung

2.4.1 Evolutionäre Anpassung

2.4.2 Funktionelle Anpassung

2.5 Altern – Degeneration

2.5.1 Zellalterung

2.5.2 Alterung der Binde- und Stützgewebe

2.5.3 Belastung, Überbelastung und Degeneration

2.6 Literatur

3 Grundsätze der Diagnostik

3.1 Einleitung

3.2 Klinische Diagnostik

3.2.1 Anamnese

3.2.2 Inspektion

3.2.3 Palpation

3.2.4 Längen- und Umfangmessung

3.2.5 Funktionsprüfung

3.2.6 Ganganalyse

3.2.7 Neurologische Untersuchung

3.2.8 Neurologische Elektrodiagnostik

3.3 Labordiagnostik

3.3.1 Körperflüssigkeiten

3.3.2 Biopsie

3.4 Bildgebende Diagnostik

3.4.1 Knochen

3.4.2 Gelenke

3.4.3 Weichteile

3.5 Invasive Diagnostik

3.5.1 Arthroskopie

3.5.2 Bronchoskopie

3.5.3 Laparoskopie

3.5.4 Thorakoskopie

3.6 Navigation

3.7 Literatur

4 Grundsätze der Behandlung

4.1 Konservative Behandlung

4.1.1 Prävention

4.1.2 Kurative Therapie

4.1.3 Rehabilitation

4.1.4 Behandlungsziele

4.1.5 Literatur

4.2 Operative Behandlung

4.2.1 Ziel der Behandlung

4.2.2 Indikationsstellung und Verfahrenswahl

4.2.3 Gewebespezifische Analyse der operativen Versorgungsmöglichkeiten

4.2.4 Literatur

4.3 Implantate und Biomaterialien

4.3.1 Anforderungen an Biomaterialien

4.3.2 Implantate für die Endoprothetik

4.3.3 Implantate für Osteosynthese, Wirbelsäule und Bandverankerung

4.3.4 Knochenersatz

4.3.5 Literatur

Teil II Allgemeine konservative Therapie

5 Komplementärmedizin

5.1 Manuelle Medizin

5.1.1 Terminologie

5.1.2 Was ist Manuelle Medizin?

5.1.3 Wie funktioniert Manuelle Medizin?

5.1.4 Welche Techniken werden verwendet?

5.1.5 Was ist Osteopathie?

5.1.6 Kritische Anmerkungen zur Evidenz betreffend Manuelle Medizin

5.1.7 Kontraindikationen für Therapie mit Manipulation/Mobilisation

5.1.8 Die Abbildung von Manipulation/Mobilisation in der Nationalen Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz

5.1.9 Klinische Anwendungsbeispiele und Indikationsgruppen für Manuelle Medizin aufgrund der Erfahrung des Autors

5.1.10 Literatur

5.2 Naturheilverfahren, Akupunktur

5.2.1 Naturheilverfahren

5.2.2 Akupunktur

5.2.3 Literatur

6 Orthopädische Schmerztherapie

6.1 Einleitung

6.2 Die Schmerzanalyse

6.2.1 Konvergenz

6.2.2 Sensibilisierung

6.2.3 Nozigeneratoren

6.2.4 Neuropathischer Schmerz

6.2.5 Somatopsychische Reflexantwort

6.2.6 Chronifizierungsmechanismen

6.2.7 Körpereigene schmerzinhibitorische Systeme

6.3 Die Segmentale Dysfunktion

6.4 Klinische Beurteilung

6.4.1 Ablauf der Untersuchung

6.4.2 Die 3-Ebenen-Diagnose

6.5 Perioperative Schmerztherapie

6.5.1 Die Therapieverfahren

6.6 Die interdisziplinäre Schmerzkonferenz

6.7 Literatur

7 Physikalische Therapie und Rehabilitation

7.1 Einleitung

7.2 Bewegungs- und Mechanotherapie

7.2.1 Grundtechniken

7.2.2 Gangschulung

7.2.3 Skoliosebehandlungstechniken

7.2.4 Techniken auf neurophysiologischer Grundlage

7.2.5 Techniken gegen Haltungsstörungen

7.2.6 Integrative Ganzkörperbewegungstherapien

7.2.7 Medizinische Trainingstherapie (MTT)

7.3 Manuelle Medizin

7.4 Kryo-, Thermo-, Hydro- und Balneotherapie

7.5 Massagetherapie

7.6 Reflextherapie – Neuraltherapie

7.7 Elektrotherapie

7.7.1 Therapie mit Gleichströmen

7.7.2 Therapie mit niederfrequenten Wechselströmen

7.7.3 Therapie mit mittelfrequenten Strömen

7.7.4 Therapie mit hochfrequenten Wechselströmen

7.8 Extrakorporale Stoßwellentherapie

7.9 Magnetfeldtherapie

7.10 Ultraschalltherapie

7.11 Licht- und Strahlentherapie

7.12 Klima- und Terraintherapie

7.13 Ergotherapie, Hilfsmittel- und Schienenversorgung

7.14 Rehabilitation

7.15 Literatur

8 Technische Orthopädie

8.1 Einleitung

8.2 Einlagen, Schuhe, orthopädische Schuhzurichtungen

8.2.1 Einlagen

8.2.2 Schuhzurichtungen am Konfektionsschuh

8.2.3 Orthopädische Maßschuhe

8.2.4 Schuhe beim diabetischen Fußsyndrom und rheumatischen Erkrankungen

8.3 Orthesen

8.3.1 Orthesen für die untere Extremität

8.3.2 Orthesen für die obere Extremität

8.3.3 Rumpf- und Wirbelsäulenorthesen

8.4 Hilfsmittel

8.5 Amputation und Prothetik

8.5.1 Ätiologie

8.5.2 Indikation und präoperative Maßnahmen

8.5.3 Amputationshöhe

8.5.4 Operationstechnik

8.5.5 Amputation und Prothetik an der unteren Extremität

8.5.6 Amputation und Prothetik an der oberen Extremität

8.6 Literatur

Teil III Angeborene Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparats

9 Angeborene Skelettsystemerkrankungen

9.1 Genetische Beratung

9.2 Allgemeine Gesichtspunkte

9.3 Konstitutionelle Knochenkrankheiten mit unbekannter Pathogenese

9.3.1 Osteochondrodysplasien

9.4 Konstitutionelle Knochenkrankheiten mit bekannter Pathogenese

9.4.1 Chromosomale Aberrationen

9.4.2 Primäre Stoffwechselstörungen

9.4.3 Histiozytosis X (Langerhans-Zell-Granulomatose)

9.5 Angeborener totaler und partieller Riesenwuchs

9.5.1 Totaler Riesenwuchs

9.5.2 Partieller Riesenwuchs

9.6 Angeborene Extremitätenfehl- und -defektbildungen (Systemisierung)

9.6.1 Ätiologie

9.6.2 Formale Pathogenese

9.6.3 Klinik

9.6.4 Therapie

9.7 Literatur

10 Angeborene Erkrankungen der Muskulatur und des Bindegewebes

10.1 Arthrogryposis multiplex congenita (AMC)

10.1.1 Synonyme

10.1.2 Definition

10.1.3 Ätiologie

10.1.4 Epidemiologie

10.1.5 Diagnostik

10.1.6 Therapie

10.2 Progressive Muskeldystrophien

10.2.1 Definition und Klassifikation

10.2.2 Ätiologie und Pathogenese

10.2.3 Diagnostik

10.2.4 Therapie

10.2.5 Duchenne-Muskeldystrophie

10.2.6 Becker-Muskeldystrophie

10.2.7 Muskeldystrophien mit Frühkontrakturen und Kardiomyopathien

10.2.8 Gliedergürtel-Muskeldystrophie

10.2.9 Fazioskapulohumerale Muskeldystrophie

10.2.10 Skapuloperoneale Muskeldystrophie

10.2.11 Okulopharyngeale Muskeldystrophie

10.2.12 Kongenitale Muskeldystrophien

10.3 Myotonie und nervale Übererregbarkeit

10.3.1 Myotone Dystrophie Typ 1

10.3.2 Myotone Dystrophie Typ 2

10.3.3 Myotonia congenita (Typ Thomsen und Typ Becker)

10.3.4 Paramyotonia congenita (v. Eulenburg)

10.3.5 Neuromyotonie

10.3.6 Stiff-Man-Syndrom

10.4 Myasthenia gravis und myasthenisches Syndrom

10.4.1 Synonyme

10.4.2 Definition

10.4.3 Ätiologie und Pathogenese

10.4.4 Epidemiologie

10.4.5 Diagnostik

10.4.6 Therapie

10.5 Muskelverknöcherungen

10.5.1 Myositis ossificans progressiva generalisata

10.6 Marfan-Syndrom

10.6.1 Definition

10.6.2 Ätiologie und Pathogenese

10.6.3 Epidemiologie

10.6.4 Beschwerdebild

10.6.5 Diagnostik

10.6.6 Differenzialdiagnose

10.6.7 Therapie

10.6.8 Prognose

10.7 Ehlers-Danlos-Syndrom

10.7.1 Synonyme

10.7.2 Definition

10.7.3 Ätiologie und Pathogenese

10.7.4 Epidemiologie

10.7.5 Beschwerdebild

10.7.6 Diagnostik

10.7.7 Differenzialdiagnose

10.7.8 Therapie

10.7.9 Prognose

10.8 Literatur

Teil IV Kinder- und Altersorthopädie/-traumatologie

11 Kinderorthopädie und -traumatologie

11.1 Kinderorthopädie

11.1.1 Wachstum und Entwicklung

11.1.2 Die kinderorthopädische Untersuchung

11.1.3 Konservative Behandlung von Deformitäten

11.1.4 Operative Behandlung von Deformitäten

11.1.5 Literatur

11.2 Kindertraumatologie

11.2.1 Einleitung

11.2.2 Obere Extremität

11.2.3 Untere Extremität

11.2.4 Literatur

12 Altersorthopädie und -traumatologie

12.1 Altersorthopädie

12.1.1 Altersassoziierte Krankheiten

12.1.2 Alterung des Binde- und Stützgewebes

12.1.3 Der alte orthopädische Patient

12.1.4 Morbiditätsgeschehen im Alter

12.1.5 Literatur

12.2 Alterstraumatologie

12.2.1 Sarkopenie

12.2.2 Delir und Demenz

12.2.3 Indikation zur operativen oder konservativen Therapie

12.2.4 Osteoporose – der „silent killer“

12.2.5 Das Weichteiltrauma des alten Menschen

12.2.6 Operative Techniken

12.2.7 Literatur

Teil V Knochen: Erkrankungen, Verletzungen, Folgeschäden

13 Erworbene Skelettsystemerkrankungen

13.1 Osteomalazie

13.1.1 Synonyme

13.1.2 Definition

13.1.3 Ätiopathogenese

13.1.4 Epidemiologie

13.1.5 Beschwerdebild

13.1.6 Diagnostik

13.1.7 Therapie

13.1.8 Prognose

13.1.9 Literatur

13.2 Osteoporose

13.2.1 Synonyme

13.2.2 Definition

13.2.3 Ätiopathogenese

13.2.4 Epidemiologie

13.2.5 Beschwerdebild

13.2.6 Diagnostik

13.2.7 Differenzialdiagnose

13.2.8 Therapie

13.2.9 Verlaufskontrolle

13.2.10 Prognose

13.2.11 Literatur

13.3 Osteodystrophia deformans

13.3.1 Synonyme

13.3.2 Definition

13.3.3 Ätiopathogenese

13.3.4 Epidemiologie

13.3.5 Beschwerdebild

13.3.6 Diagnostik

13.3.7 Differenzialdiagnose

13.3.8 Therapie

13.3.9 Prognose

13.3.10 Literatur

14 Frakturen und Folgeschäden

14.1 Definition

14.2 Klassifikation

14.3 Frakturheilung

14.3.1 Direkte Frakturheilung

14.3.2 Einflussgrößen der Frakturheilung

14.4 Konservative Frakturbehandlung

14.5 Operative Frakturbehandlung

14.5.1 Grundlagen

14.6 Implantatkomplikationen

14.7 Refraktur

14.7.1 Definition

14.7.2 Pathogenese

14.7.3 Vorkommen

14.7.4 Vorbeugung

14.7.5 Therapie

14.8 Verkürzung und Fehlstellung

14.8.1 Diagnostik

14.8.2 Therapie

14.9 Knochendefekt

14.9.1 Einteilung

14.9.2 Therapie

14.10 Aseptische Pseudarthrose

14.10.1 Definition

14.10.2 Pathogenese

14.10.3 Klassifikation

14.10.4 Diagnostik

14.10.5 Therapie

14.11 Metallentfernung

14.11.1 Metallentfernung bei Komplikationen

14.11.2 Metallentfernung nach Frakturheilung

14.12 Literatur

15 Knochen- und Weichteilinfektionen

15.1 Historisches

15.2 Terminologie, Formen und Pathogenese von Knocheninfektionen

15.2.1 Terminologie

15.2.2 Pathogenese und Formen der Knocheninfektionen

15.3 Diagnostik

15.3.1 Laborparameter

15.3.2 Mikrobiologie und Pathohistologie

15.3.3 Radiologische Diagnostikmöglichkeiten

15.4 Therapie

15.4.1 Therapieprinzipien

15.4.2 Spezielle Therapie

15.5 Literatur

16 Knochentumoren

16.1 Einleitung

16.2 Klassifikation

16.3 Ätiologie und Pathogenese

16.4 Epidemiologie

16.5 Diagnostik

16.5.1 Klinische Diagnostik

16.5.2 Bildgebende Diagnostik

16.5.3 Biopsie

16.6 Operative Therapie

16.7 Benigne Knochentumoren

16.7.1 Enchondrom und Chondrom

16.7.2 Chondroblastom (Codman-Tumor)

16.7.3 Chondromyxoidfibrom

16.7.4 Osteom

16.7.5 Osteoidosteom

16.7.6 Osteoblastom

16.7.7 Desmoplastisches Fibrom

16.8 Tumorsimulierende Knochenerkrankungen

16.8.1 Kartilaginäre Exostose (Osteochondrom)

16.8.2 Fibröser Kortikalisdefekt und nichtossifizierendes Knochenfibrom

16.8.3 Benignes fibröses Histiozytom

16.8.4 Aneurysmatische Knochenzyste

16.8.5 Juvenile Knochenzyste

16.8.6 Eosinophiles Granulom

16.8.7 Intraossäres Ganglion

16.8.8 Pseudotumoren

16.9 Systemerkrankungen mit Knochenbefall

16.9.1 Metastasen

16.9.2 Multiples Myelom

16.9.3 Weitere Systemerkrankungen mit Knochenbefall

16.10 Potenziell maligne Knochentumoren

16.10.1 Riesenzelltumor

16.10.2 Adamantinom der langen Röhrenknochen

16.10.3 Chordom

16.11 Primär maligne Knochentumoren

16.11.1 Osteosarkom

16.11.2 Chondrosarkom

16.11.3 Malignes fibröses Histiozytom

16.11.4 Fibrosarkom des Knochens

16.11.5 Ewing-Sarkom

16.12 Seltene benigne und maligne Knochentumoren

16.13 Literatur

Teil VI Gelenke: Erkrankungen, Verletzungen, Folgeschäden

17 Stoffwechselbedingte Arthropathien

17.1 Einleitung

17.2 Diabetische Neuroosteoarthropathie

17.2.1 Definition

17.2.2 Ätiopathogenese

17.2.3 Klinik

17.2.4 Diagnostik

17.2.5 Therapie

17.3 Arthropathien bei Gicht und Pseudogicht (Kristallarthropathien)

17.3.1 Gichtarthropathie

17.4 Osteoarthropathie bei Pseudogicht

17.4.1 Definition

17.4.2 Ätiopathogenese

17.4.3 Klinik

17.4.4 Diagnostik

17.4.5 Therapie

17.5 Arthropathie bei Fettstoffwechselstörungen

17.5.1 Definition

17.5.2 Ätiopathogenese

17.5.3 Klinik

17.5.4 Diagnostik

17.5.5 Therapie

17.6 Ochronotische Osteoarthropathie

17.6.1 Definition

17.6.2 Ätiopathogenese

17.6.3 Klinik

17.6.4 Diagnostik

17.6.5 Differenzialdiagnose

17.6.6 Therapie

17.7 Arthropathie bei Hämochromatose

17.7.1 Definition

17.7.2 Ätiopathogenese

17.7.3 Klinik

17.7.4 Diagnostik

17.7.5 Therapie

17.8 Literatur

18 Rheumatische Gelenk- und Weichteilerkrankungen

18.1 Einleitung

18.2 Rheumatoide Arthritis

18.2.1 Synonyme

18.2.2 Definition und Klassifikation

18.2.3 Ätiologie und Pathogenese

18.2.4 Epidemiologie

18.2.5 Diagnostik

18.2.6 Differenzialdiagnose

18.2.7 Therapie

18.2.8 Prognose und Verlauf

18.3 Spondyloarthritiden

18.3.1 Synonyme

18.3.2 Definition und Klassifikation

18.3.3 Ätiopathogenese

18.3.4 Epidemiologie

18.3.5 Diagnostik

18.3.6 Therapie

18.3.7 Prognose und Verlauf

18.4 Reaktive Arthritis

18.4.1 Synonyme

18.4.2 Definition und Klassifikation

18.4.3 Epidemiologie

18.4.4 Diagnostik

18.4.5 Differenzialdiagnose

18.4.6 Therapie

18.4.7 Verlauf und Prognose

18.5 Lyme-Arthritis

18.5.1 Synonyme

18.5.2 Definition und Klassifikation

18.5.3 Ätiopathogenese

18.5.4 Epidemiologie

18.5.5 Diagnostik

18.5.6 Differenzialdiagnose

18.5.7 Therapie

18.5.8 Verlauf und Prognose

18.6 Kollagenosen und Vaskulitiden

18.6.1 Systemischer Lupus erythematodes

18.6.2 Polymyalgia rheumatica

18.7 Literatur

19 Gelenkinfekte

19.1 Einleitung

19.2 Klassifikation

19.3 Klinik

19.4 Diagnostik

19.5 Keimspektrum

19.6 Therapie

19.6.1 Native Gelenkinfektionen

19.6.2 Periprothetische Gelenkinfektionen

19.6.3 Lokale antibiotische Therapie

19.6.4 Systemische antibiotische Therapie

19.7 Literatur

20 Gelenkverletzungen einschließlich Epiphysenverletzungen

20.1 Definition

20.2 Anatomie

20.3 Einteilung der Gelenke

20.3.1 Einachsige Gelenke

20.3.2 Zweiachsige Gelenke

20.3.3 Dreiachsige Gelenke

20.4 Gelenkverletzungen

20.4.1 Verletzungen der Knochen

20.4.2 Verletzung des Kapsel-Band-Apparats

20.4.3 Verletzungen des Knorpels

20.4.4 Verletzungen der Synovialis

20.5 Epiphysenverletzungen

20.5.1 Wachstum und Wachstumsstörungen

20.5.2 Verletzungsmuster und Klassifikation

20.5.3 Übergangsfrakturen

20.5.4 Diagnostik

20.5.5 Therapie

20.5.6 Komplikationen

20.6 Literatur

21 Aseptische Knochennekrosen und Osteochondrosis dissecans

21.1 Synonyme

21.2 Definition und Klassifikation

21.3 Ätiologie

21.3.1 Mechanische Faktoren

21.3.2 Vaskuläre Faktoren

21.3.3 Konstitutionelle Faktoren

21.3.4 Metabolisch-medikamentöse, nutritiv-toxische und physikalische Faktoren

21.4 Pathogenese

21.5 Epidemiologie

21.6 Diagnostik

21.6.1 Klinische Diagnostik

21.6.2 Bildgebende Diagnostik

21.7 Differenzialdiagnose

21.8 Therapie

21.9 Prognose und Ergebnisse

21.10 Literatur

22 Arthrose

22.1 Synonyme

22.2 Definition und Klassifikation

22.3 Ätiologie

22.4 Pathogenese

22.5 Epidemiologie

22.5.1 Prävalenz und Inzidenz

22.6 Versorgungssituation

22.7 Beschwerdebild

22.8 Diagnostik

22.8.1 Klinische Diagnostik

22.8.2 Bildgebende Diagnostik

22.9 Differenzialdiagnose

22.10 Therapie

22.10.1 Optionen

22.10.2 Konservative Therapie

22.10.3 Operative Therapie

22.11 Prognose und Ergebnisse

22.12 Literatur

Teil VII Haut, Bindegewebe, Muskulatur: Erkrankungen, Verletzungen, Folgeschäden

23 Myofasziale Schmerzsyndrome, Tendopathien und Überlastungsschäden

23.1 Fibromyalgiesyndrom

23.1.1 Synonyme

23.1.2 Definition

23.1.3 Ätiopathogenese

23.1.4 Epidemiologie

23.1.5 Diagnostik

23.1.6 Differenzialdiagnose

23.1.7 Therapie

23.1.8 Begutachtung

23.2 Myofasziale Schmerzsyndrome

23.2.1 Synonyme

23.2.2 Definition

23.2.3 Ätiopathogenese

23.2.4 Epidemiologie

23.2.5 Diagnostik

23.2.6 Differenzialdiagnose

23.2.7 Therapie

23.3 Tendopathien

23.3.1 Synonyme

23.3.2 Definition

23.3.3 Ätiopathogenese

23.3.4 Epidemiologie

23.3.5 Diagnostik

23.3.6 Therapie

23.4 Literatur

24 Wunden und Weichteilschäden/-verletzungen

24.1 Wunden und Weichteilverletzungen

24.1.1 Problematik

24.1.2 Ätiologie und Pathogenese

24.1.3 Klassifikation

24.1.4 Therapeutisches Management

24.1.5 Komplikationen

24.2 Verbrennungen

24.2.1 Ätiologie und Pathogenese

24.2.2 Epidemiologie

24.2.3 Beschwerdebild

24.2.4 Therapie

24.2.5 Rehabilitation und Sekundärrekonstruktion

24.2.6 Narbenkarzinome

24.2.7 Prognose und Ergebnisse

24.3 Stromverletzung

24.3.1 Pathophysiologie

24.3.2 Epidemiologie

24.3.3 Beschwerdebild

24.3.4 Diagnostik

24.3.5 Therapie

24.4 Unterkühlung und Erfrierung

24.4.1 Unterkühlung

24.4.2 Erfrierung

24.5 Chemische Verletzungen

24.5.1 Pathophysiologie

24.5.2 Therapie

24.6 Literatur

25 Weichteiltumoren

25.1 Definition und Klassifikation

25.2 Ätiologie und Pathogenese

25.3 Epidemiologie

25.4 Beschwerdebild

25.5 Diagnostik

25.6 Differenzialdiagnose

25.7 Therapie

25.7.1 Konservative Therapie

25.7.2 Operative Therapie

25.7.3 Nach-(Re-)resektion

25.7.4 Rekonstruktion

25.8 Prognose und Ergebnisse

25.9 Literatur

Teil VIII Gefäße: Erkrankungen, Verletzungen, Folgeschäden

26 Durchblutungsstörungen

26.1 Arterielle Durchblutungsstörungen

26.1.1 Ätiologie

26.1.2 Pathophysiologie

26.1.3 Klassifikation und Symptomatik

26.1.4 Diagnostik

26.1.5 Therapie

26.1.6 Bezug zu orthopädischen oder unfallchirurgischen Krankheitsbildern

26.2 Aneurysmata

26.2.1 Definition, Ätiologie und Morphologie

26.2.2 Aortenaneurysma

26.2.3 Aneurysma der A. poplitea

26.2.4 Aneurysma und orthopädisch-unfallchirurgische Krankheitsbilder

26.3 Arterielle Gefäßverletzungen

26.3.1 Epidemiologie

26.3.2 Definition und Einteilung

26.3.3 Diagnostik

26.3.4 Therapie

26.3.5 Spezielle Gefäßverletzungen

26.4 Kompartmentsyndrom bei akuter Ischämie bzw. Gefäßverletzungen

26.4.1 Pathophysiologie

26.4.2 Symptome

26.4.3 Diagnostik

26.4.4 Therapie

26.5 Chronisch-venöse Insuffizienz, Varikosis und Lymphödem

26.5.1 Chronisch-venöse Insuffizienz

26.5.2 Varikosis

26.5.3 Lymphödem

26.6 Literatur

Teil IX Nerven: Erkrankungen, Verletzungen, Folgeschäden

27 Erkrankungen des ZNS, Verletzungen der peripheren Nerven, Kompressionssyndrome, komplexes regionales Schmerzsyndrom

27.1 Zentrale Lähmungen

27.1.1 Infantile Zerebralparese

27.1.2 Angeborene Querschnittläsionen

27.1.3 Poliomyelitis

27.1.4 Zerebraler Infarkt

27.2 Periphere Lähmungen

27.2.1 Traumatische Nervenläsionen

27.2.2 Geburtstraumatische Armplexusschäden

27.2.3 Traumatische Armplexusschäden

27.2.4 Spezielle Nervenschädigungen

27.3 Nervenkompressionssyndrome

27.3.1 Definition

27.3.2 Nervus suprascapularis

27.3.3 Nervus medianus

27.3.4 Nervus ulnaris

27.3.5 Nervus radialis

27.3.6 Nervus ischiadicus

27.3.7 Nervus cutaneus femoris lateralis

27.3.8 Nervus tibialis

27.3.9 Nervus fibularis profundus

27.4 Komplexes regionales Schmerzsyndrom

27.4.1 Synonyme

27.4.2 Definition

27.4.3 Ätiopathogenese

27.4.4 Epidemiologie

27.4.5 Prophylaxe

27.4.6 Diagnostik

27.4.7 Therapie

27.4.8 Prognose

27.5 Literatur

Teil X Arzthaftung Begutachtung

28 Arzthaftung

28.1 Allgemeine Grundlagen der Arzthaftung

28.2 Ärztlicher Standard, Leitlinien, Richtlinien

28.3 Behandlungsfehler, grober (schwerer) Behandlungsfehler

28.4 Allgemeine Qualitätsanforderungen

28.5 Spezifische Qualitätsanforderungen

28.5.1 Diagnostik

28.5.2 Therapie

28.6 Verantwortlichkeiten bei Arbeitsteilung

28.7 Informationspflichten des Arztes

28.8 Information über Behandlungsfehler

28.9 Wirtschaftliche Beratung

28.10 Einwilligung (§ 630d BGB)

28.11 Risiko- und Eingriffsaufklärung (§ 630e BGB)

28.12 Aufklärung bei minderjährigen Patienten

28.12.1 Einsichtsfähige Minderjährige

28.13 Aufklärung bei beschränkt geschäftsfähigen oder geschäftsunfähigen Patienten

28.14 Die ärztliche Dokumentationspflicht

28.14.1 Aufbewahrungsfristen

28.14.2 Was muss nicht – sollte aber – dokumentiert werden?

28.14.3 Rechtsfolgen bei Dokumentationsmängeln

28.14.4 Einsichtsrecht in Krankenunterlagen

28.15 Der Arzthaftpflichtschaden

28.15.1 Körper- oder Gesundheitsschaden (immaterieller Schaden – Schmerzensgeld)

28.15.2 Primärschäden und Sekundärschäden

28.15.3 Kausalität im Arzthaftungsrecht

28.15.4 Reichweite der Verantwortlichkeit

28.15.5 Grenze der Verantwortlichkeit

28.15.6 Patientendisposition und Schaden

28.15.7 Begehrensneurose

28.15.8 Hypothetische oder „überholende“ Kausalität

28.16 Der Arzthaftungsprozess

28.16.1 Verfahrensgrundzüge

28.16.2 Beweismittel

28.17 Zivil- und Strafprozess

28.18 Ärztliche Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen

28.19 Praxistipps für den Fall einer aufgetretenen Komplikation

28.20 Literatur

29 Begutachtung

29.1 Einleitung

29.1.1 Rechtsstellung des Gutachters

29.2 Grundlagen der Begutachtung

29.3 Begriffsbestimmung

29.3.1 Arbeits-, Dienst-, Berufs-, Erwerbsunfähigkeit

29.3.2 Kausalität

29.3.3 Minderung der Erwerbsfähigkeit, Behinderung, Invalidität

29.3.4 Verschlimmerung

29.3.5 Vorschaden, Nachschaden, Schadensanlage

29.3.6 Gesamtvergütung

29.4 Aufbau und Inhalt des Gutachtens

29.5 Gesetzliche Unfallversicherung (GUV)

29.5.1 Rentengutachten

29.5.2 Gutachten zur Rentennachprüfung

29.5.3 Gutachten zur Rente auf unbestimmte Zeit (RUZ)

29.5.4 Zusammenhangsbegutachtung in der GUV

29.6 Private Unfallversicherung (PUV)

29.7 Begutachtung in der Haftpflichtversicherung

29.8 Begutachtung in der gesetzlichen Rentenversicherung

29.9 Gutachten nach dem sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertengesetz

29.10 Das berufsgenossenschaftliche Heilverfahren

29.11 Literatur

Teil XI Kopf und Hals

30 Schädel-Hirn-Trauma

30.1 Einleitung

30.1.1 Primäre Hirnschädigung

30.1.2 Sekundäre Hirnschädigung

30.2 Einteilung und Klassifikation

30.3 Erstuntersuchung, Befunddokumentation und Diagnostik

30.3.1 Körperliche Untersuchung

30.3.2 Diagnostik mit bildgebenden Verfahren

30.4 Präklinische Versorgung am Unfallort und Transport

30.4.1 Diagnostik und Triage

30.4.2 Sicherung der Vitalfunktionen

30.5 Klinische Versorgung

30.5.1 Leichtes Schädel-Hirn-Trauma (GCS 13–15)

30.5.2 Mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma (GCS 9–12)

30.5.3 Schweres Schädel-Hirn-Trauma (GCS 8–3)

30.5.4 Posttraumatische Epilepsie

30.6 Verletzungsfolgen und deren operative Behandlung

30.6.1 Schädelprellung und Kopfschwartenverletzungen

30.6.2 Schädelfrakturen und offene Schädel-Hirn-Verletzungen

30.6.3 Perforierende Verletzungen

30.6.4 Intrakranielle Blutungen

30.7 Schädel-Hirn-Trauma bei Kindern

30.8 Prognose von Schädel-Hirn-Traumata

30.8.1 Beurteilung der Verletzungsfolgen

30.8.2 Letalität in Abhängigkeit des Zeitpunktes nach dem Unfall

30.8.3 Letalität in Abhängigkeit von Alter und individuellen Befunden

30.9 Literatur

31 Augenverletzungen

31.1 Allgemeines

31.2 Stumpfes Bulbustrauma

31.2.1 Hyphäma

31.2.2 Einrisse des M. sphincter pupillae

31.2.3 Iridodialyse

31.2.4 Subluxatio lentis

31.2.5 Glaskörperblutung

31.2.6 Contusio nervi optici

31.2.7 Orariss der Netzhaut

31.2.8 Aderhautruptur

31.3 Penetrationsverletzungen des Auges

31.3.1 Hornhautpenetration

31.3.2 Sklerapenetration

31.4 Verätzungen des Auges

31.4.1 Säureverätzungen

31.4.2 Alkalische Verätzungen

31.5 Literatur

32 Verletzungen von Mund, Kiefer und Gesicht

32.1 Einleitung

32.2 Funktionelle Anatomie

32.3 Verletzungsmechanik

32.4 Akutdiagnostik und Akutbehandlung

32.5 Isolierte Weichteilverletzungen

32.6 Zahnverletzungen

32.7 Unterkieferfrakturen

32.8 Mittelgesichtsfrakturen

32.8.1 Zentrale Mittelgesichtsfrakturen

32.8.2 Laterale Mittelgesichtsverletzung

32.9 Sekundäre Maßnahmen

32.10 Literatur

33 Hals-Nasen-Ohren-Verletzungen

33.1 Einleitung

33.2 Ohr und Otobasis

33.2.1 Äußeres Ohr

33.2.2 Mittelohr, Innenohr und Otobasis

33.3 Verletzungen von Nase, Nasennebenhöhlen und Rhinobasis

33.3.1 Äußere Nase

33.3.2 Innere Nase und Nebenhöhlen

33.4 Mundhöhle und Oropharynx

33.4.1 Mundhöhle und Gaumen

33.5 Halsweichteile, Larynx und Trachea

33.5.1 Ätiologie und Diagnostik

33.5.2 Therapie

33.6 Literatur

Teil XII Rumpf

34 Thoraxverletzungen

34.1 Einleitung

34.1.1 Epidemiologie des Thoraxtraumas

34.1.2 Verletzungsmechanik

34.1.3 Pathophysiologie der respiratorischen Insuffizienz

34.2 Akutdiagnostik und -behandlung

34.2.1 Akutdiagnostik

34.2.2 Akutbehandlung des Thoraxtraumas im Schockraum

34.3 Thoraxwandverletzungen

34.3.1 Weichteilverletzungen der Thoraxwand

34.3.2 Rippenfraktur

34.3.3 Rippenserienfraktur, instabiler Thorax

34.3.4 Sternumfraktur

34.3.5 Hämatothorax

34.4 Verletzungen der Lungen und der Atemwege

34.4.1 Lungenkontusion

34.4.2 Lungenriss (Lungenlazeration)

34.4.3 Verletzungen des Tracheobronchialbaums

34.5 Herz- und Perikardverletzungen

34.5.1 Herzkontusion

34.5.2 Herzwand- und Perikardruptur

34.5.3 Komplexe Herzwandverletzungen

34.5.4 Perforierende Herzverletzung

34.6 Verletzungen der großen Gefäße

34.6.1 Verletzungen der Aorta

34.6.2 Verletzungen der supraaortalen Arterien

34.6.3 Verletzungen der Vena cava und Vena azygos

34.7 Verletzungen des thorakalen Ösophagus

34.7.1 Diagnostik

34.7.2 Therapie

34.8 Verletzungen des Ductus thoracicus

34.8.1 Diagnostik

34.8.2 Therapie

34.9 Zwerchfellruptur

34.9.1 Diagnostik

34.9.2 Therapie

34.9.3 Veraltete Zwerchfellruptur

34.10 Literatur

34.10.1 Einleitung

34.10.2 Akutdiagnostik und -behandlung

34.10.3 Thoraxwandverletzungen

34.10.4 Verletzungen der Lungen und der Atemwege

34.10.5 Herz- und Perikardverletzungen

34.10.6 Verletzungen der großen Gefäße

34.10.7 Verletzungen des thorakalen Ösophagus

34.10.8 Verletzungen des Ductus thoracicus

34.10.9 Zwerchfellruptur

35 Verletzungen des Abdomens

35.1 Einleitung

35.2 Verletzungsformen

35.2.1 Stumpfes Abdominaltrauma mit stabiler Kreislaufsituation

35.2.2 Stumpfes Abdominaltrauma mit dekompensiertem Kreislauf

35.2.3 Penetrierendes Abdominaltrauma mit stabiler Kreislaufsituation

35.2.4 Penetrierendes Abdominaltrauma mit dekompensiertem Kreislauf

35.3 Diagnostik

35.3.1 Anamnese und klinische Erstuntersuchung

35.3.2 Labor

35.3.3 Bildgebende Diagnostik

35.3.4 Invasive Diagnostik

35.4 Therapie

35.4.1 Allgemeine Therapieprinzipien

35.4.2 Prinzipien der Behandlung der Einzelorgane

35.5 Postprimäre Phase

35.6 Literatur

36 Verletzungen des Urogenitalsystems

36.1 Funktionelle Anatomie und Verletzungsmechanik

36.2 Akutdiagnostik und Akutbehandlung

36.3 Nieren- und Harnleiterverletzungen

36.3.1 Klassifikation von Nierenverletzungen

36.3.2 Diagnostik von Nierenverletzungen

36.3.3 Therapie von Nierenverletzungen

36.3.4 Harnleiterverletzungen

36.4 Harnblasenverletzungen

36.4.1 Diagnostik

36.4.2 Therapie

36.5 Verletzungen der Harnröhre, des Penis und der Hoden

36.5.1 Harnröhrenverletzungen

36.6 Verletzungen der Genitalorgane

36.7 Verletzungen der weiblichen Genitalien

36.8 Literatur

37 Polytrauma

37.1 Einleitung

37.2 Pathophysiologie

37.3 Generelles Therapiekonzept

37.4 Präklinische Versorgung

37.5 Innerklinische Versorgung

37.6 Intensivbehandlung

37.7 Rehabilitation

37.8 Ergebnisse

37.9 Anhang

37.10 Literatur

38 Wirbelsäule

38.1 Entwicklung der Wirbelsäule

38.2 Funktionelle Anatomie

38.2.1 Literatur

38.3 Fehlbildungen

38.3.1 Definition

38.3.2 Okzipitozervikalregion

38.3.3 Übergang zwischen HWS und BWS

38.3.4 Übergang zwischen BWS und LWS

38.3.5 Übergang zwischen LWS und Kreuzbein

38.3.6 Wirbelsäulenfehlbildungen ohne Bezug zu Übergangszonen

38.3.7 Fehlbildungen im Bereich des Wirbelbogens

38.3.8 Therapie

38.3.9 Literatur

38.4 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

38.4.1 Muskulärer Schiefhals

38.4.2 Haltungsfehler, Haltungsschaden

38.4.3 Spondylolyse

38.4.4 Spondylolisthesis

38.4.5 Degenerative Spondylolisthesen (Typ III)

38.4.6 Skoliose

38.4.7 Kyphose

38.4.8 Trichterbrust

38.4.9  Kielbrust

38.4.10 Literatur

38.5 Entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen

38.5.1 Veränderungen der Wirbelsäule bei rheumatischen Erkrankungen

38.5.2 Spezifische Entzündungen der Wirbelsäule

38.5.3 Unspezifische Entzündungen der Wirbelsäule

38.5.4 Literatur

38.6 Verletzungen

38.6.1 Verletzungsmechanik und Klassifikation

38.6.2 Akutdiagnostik und Akutbehandlung

38.6.3 Therapeutische Strategie

38.6.4 Spezielle Verletzungsformen

38.6.5 Paraplegie und Tetraplegie

38.6.6 Literatur

38.7 Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen

38.7.1 Zervikalsyndrome

38.7.2 Thorakalsyndrome

38.7.3 Lumbalsyndrome

38.7.4 Morbus Baastrup (kissing spine)

38.7.5 Lumbale Wirbelkanalstenosen

38.7.6 Literatur

39 Becken

39.1 Funktionelle Anatomie

39.1.1 Literatur

39.2 Fehlbildungen

39.2.1 Literatur

39.3 Formabweichungen und Fehlentwicklungen

39.3.1 Kokzygodynie

39.3.2 Osteochondrosis ischiopubica

39.3.3 Literatur

39.4 Entzündliche Erkrankungen

39.4.1 Hyperostosis triangularis ilii

39.4.2 Bakterielle Sakroiliitis

39.4.3 Literatur

39.5 Verletzungen

39.5.1 Biomechanik des Beckens

39.5.2 Epidemiologie der Beckenverletzungen

39.5.3 Einteilung der Verletzungen

39.5.4 Beckenringverletzungen

39.5.5 Verletzungen des Azetabulums

39.5.6 Literatur

39.6 Degenerative Erkrankungen

39.6.1 Insertionstendinosen und -ligamentosen

39.6.2 Iliosakralsyndrom

39.6.3 Ostitis pubis

39.6.4 Sportlerleiste

39.6.5 Literatur

Teil XIII Untere Extremität

40 Hüftgelenk und Oberschenkel

40.1 Funktionelle Anatomie

40.1.1 Literatur

40.2 Fehlbildungen

40.2.1 Hüftdysplasie und Hüftgelenkluxation

40.2.2 Solitäre Schenkelhalsfehlbildungen

40.2.3 Proximaler fokaler Femurdefekt

40.2.4 Literatur

40.3 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

40.3.1 Protrusio acetabuli

40.3.2 Perthes-Erkrankung

40.3.3 Epiphyseolysis capitis femoris (ECF)

40.3.4 Osteochondrosis dissecans coxae

40.3.5 Transitorische Osteoporose

40.3.6 Hüftkopfnekrose des Erwachsenen

40.3.7 Coxa saltans

40.3.8 Literatur

40.4 Entzündliche Erkrankungen

40.4.1 Unspezifische Koxitis

40.4.2 Spezifische Koxitiden

40.4.3 Säuglingskoxitis

40.4.4 Coxitis fugax

40.4.5 Rheumatische Koxitis

40.4.6 Stoffwechselbedingte Koxitis

40.4.7 Hämophile Koxitis

40.4.8 Literatur

40.5 Verletzungen

40.5.1 Verletzungsmechanik

40.5.2 Akutdiagnostik und Akutbehandlung

40.5.3 Hüftgelenkluxationen

40.5.4 Schenkelhalsfrakturen

40.5.5 Pipkin-Frakturen

40.5.6 Frakturen des Trochanterbereichs

40.5.7 Proximale Femurfrakturen im Kindesalter

40.5.8 Femurschaftfrakturen

40.5.9 Periprothetische Frakturen des Femurs

40.5.10 Pathologische Frakturen des Femurs

40.5.11 Literatur

40.6 Degenerative Erkrankungen

40.6.1 Residuelle Dysplasie der Hüfte

40.6.2 Femoroazetabuläres Impingement (FAI)

40.6.3 Koxarthrose

40.6.4 Literatur

41 Kniegelenk

41.1 Funktionelle Anatomie

41.1.1 Einleitung

41.1.2 Spezielle Anatomie

41.1.3 Literatur

41.2 Fehlbildungen

41.2.1 Angeborene Kniegelenkluxation

41.2.2 Angeborene Patellaluxation

41.2.3 Literatur

41.3 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

41.3.1 Kontrakturen

41.3.2 Genu recurvatum

41.3.3 Genu varum und Genu valgum

41.3.4 Fehlbildungen der Patella

41.3.5 Fehlpositionen der Patella

41.3.6 Scheibenmeniskus

41.3.7 Meniskusganglion

41.3.8 Kniekehlenzyste

41.3.9 Plikasyndrom

41.3.10 Morbus Osgood-Schlatter

41.3.11 Morbus Sinding-Larsen-Johansson

41.3.12 Osteochondrosis dissecans

41.3.13 Morbus Ahlbäck

41.3.14 Literatur

41.4 Entzündliche Erkrankungen

41.4.1 Unspezifische Gonitis

41.4.2 Spezifische Gonitis

41.4.3 Rheumatoide Gonitis

41.4.4 Psoriasisgonitis

41.4.5 Stoffwechselbedingte Gonitis

41.4.6 Hämophile Gonitis

41.4.7 Bursitiden

41.4.8 Literatur

41.5 Verletzungen (mit distalem Femur)

41.5.1 Frakturen des distalen Femurs

41.5.2 Tibiakopffrakturen

41.5.3 Verletzungen der Bänder und Menisken

41.5.4 Verletzungen des Streckapparats und der Patella

41.5.5 Literatur

41.6 Degenerative Erkrankungen

41.6.1 Retropatellararthrose

41.6.2 Gonarthrose

41.6.3 Literatur

42 Unterschenkel und Sprunggelenk

42.1 Funktionelle Anatomie

42.1.1 Unterschenkel

42.1.2 Sprunggelenk

42.1.3 Literatur

42.2 Fehlbildungen

42.2.1 Fibulahypoplasie, Fibulaaplasie

42.2.2 Tibiahypoplasie, Tibiaaplasie

42.2.3 Crus varum congenitum

42.2.4 Crus valgum congenitum

42.2.5 Kugeltalus

42.2.6 Literatur

42.3 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

42.3.1 Beinlängendifferenz

42.3.2 Beinachsenfehler

42.3.3 Morbus Blount

42.3.4 Osteochondrosis dissecans (OD)

42.3.5 Literatur

42.4 Entzündliche Erkrankungen

42.4.1 Brodie-Abszess

42.4.2 Arthritiden des oberen Sprunggelenks

42.4.3 Literatur

42.5 Verletzungen

42.5.1 Unterschenkelschaftfrakturen

42.5.2 Pilon-tibiale-Frakturen

42.5.3 Malleolarfrakturen

42.5.4 Bandverletzungen am Oberen Sprunggelenk

42.5.5 Literatur

42.6 Degenerative Erkrankungen

42.6.1 Degenerative Erkrankung des oberen Sprunggelenks

42.6.2 Anteriores/posteriores knöchernes Impingement des oberen Sprunggelenks

42.6.3 Achillodynie und Ansatztendinose der Achillessehne

42.6.4 Literatur

43 Fuß

43.1 Funktionelle Anatomie

43.1.1 Allgemeines

43.1.2 Fußwölbung

43.1.3 Gelenke und Bandapparat

43.1.4 Kompartimente und Dorsum pedis

43.1.5 Literatur

43.2 Fehlbildungen

43.2.1 Numerische Fehlbildungen

43.2.2 Metrische Variationen

43.2.3 Klumpfuß

43.2.4 Sichelfuß

43.2.5 Hackenfuß

43.2.6 Plattfuß

43.2.7 Hallux varus congenitus

43.2.8 Verknöcherungsstörungen

43.2.9 Haglund-Pseudoexostose

43.2.10 Literatur

43.3 Formabweichungen und Fehlentwicklungen

43.3.1 Erworbener Klumpfuß

43.3.2 Erworbener Plattfuß

43.3.3 Hohlfuß

43.3.4 Spitz- und Hängefuß

43.3.5 Osteochondrale Läsionen

43.3.6 Plantarfibromatose

43.3.7 Literatur

43.4 Entzündliche Erkrankungen

43.4.1 Arthritis urica

43.4.2 Rheumatische Fußdeformitäten

43.4.3 Der diabetische Fuß

43.4.4 Literatur

43.5 Verletzungen

43.5.1 Talusfrakturen

43.5.2 Kalkaneusfrakturen

43.5.3 Chopart-Luxationsfrakturen

43.5.4 Lisfranc-Luxationen und -Luxationsfrakturen

43.5.5 Metatarsalefrakturen

43.5.6 Frakturen und Luxationen der Phalangen und Sesambeine

43.5.7 Komplextrauma des Fußes

43.5.8 Literatur

43.6 Degenerative Erkrankungen

43.6.1 Arthrosen der Fußgelenke

43.6.2 Hallux rigidus

43.6.3 Hallux-valgus-Komplex

43.6.4 Hallux varus

43.6.5 Hallux malleus

43.6.6 Instabilität des Zehengrundgelenks II

43.6.7 Kleinzehendeformtäten

43.6.8 Spreizfuß

43.6.9 Klavus

43.6.10 Plantare Warze

43.6.11 Unguis incarnatus

43.6.12 Tendinopathie des M. tibialis posterior

43.6.13 Tendinopathie des M. tibialis anterior

43.6.14 Plantare Fasziitis

43.6.15 Literatur

Teil XIV Obere Extremität

44 Schultergürtel

44.1 Funktionelle Anatomie

44.1.1 Literatur

44.2 Fehlbildungen

44.2.1 Korakoklavikuläre Synostose

44.2.2 Korakoklavikuläre Gelenkbildung

44.2.3 Fehlbildungen der Klavikula

44.2.4 Dysplasie, atraumatische Subluxation und Luxation des Akromioklavikulargelenks

44.2.5 Literatur

44.3 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

44.3.1 Kongenitaler Schulterblatthochstand

44.3.2 Laterale Klavikulaosteolyse

44.3.3 Mediale Klavikulanekrose

44.3.4 Literatur

44.4 Entzündliche Erkrankungen

44.4.1 Rheumatische Affektion der Schlüsselbeingelenke

44.4.2 Chronisch-rezidivierende, multifokale Osteomyelitis, sternokostoklavikuläre Hyperostose und SAPHO-Syndrom

44.4.3 Entzündliche Arthropathien unbekannter Genese

44.4.4 Literatur

44.5 Verletzungen

44.5.1 Frakturen der Klavikula

44.5.2 Verletzungen des Sternoklavikulargelenks

44.5.3 Verletzungen des Akromioklavikulargelenks

44.5.4 Frakturen der Skapula

44.5.5 Literatur

44.6 Degenerative Erkrankungen

44.6.1 Arthrose des Akromioklavikulargelenks

44.6.2 Arthrose des Sternoklavikulargelenks

44.6.3 Skapulothorakales Syndrom

44.6.4 Literatur

45 Schultergelenk und Oberarm

45.1 Funktionelle Anatomie

45.1.1 Schultergelenk und Fornix humeri

45.1.2 Oberarm

45.1.3 Literatur

45.2 Fehlbildungen

45.2.1 Dysplasie des proximalen Humerus

45.2.2 Glenoiddysplasie

45.2.3 Angeborener Humerus varus

45.2.4 Os acromiale

45.2.5 Poland-Syndrom

45.2.6 Literatur

45.3 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

45.3.1 Osteochondrosis dissecans

45.3.2 Humeruskopfnekrose

45.3.3 Literatur

45.4 Entzündliche Erkrankungen

45.4.1 Septische Omarthritis

45.4.2 Rheumatische Omarthritis

45.4.3 Literatur

45.5 Verletzungen

45.5.1 Humeruskopffrakturen

45.5.2 Schulterluxationen

45.5.3 Verletzungen der Rotatorenmanschette und der langen Bizepssehne

45.5.4 Humerusschaftfrakturen

45.5.5 Literatur

45.6 Degenerative Erkrankungen

45.6.1 Impingementsyndrom

45.6.2 Tendinosis calcarea

45.6.3 Rotatorenmanschettendefekt

45.6.4 Schultersteife

45.6.5 Läsion der langen Bizepssehne

45.6.6 Omarthrose

45.6.7 Literatur

45.7 Neurogene Erkrankungen

45.7.1 N.-suprascapularis-Syndrom

45.7.2 Literatur

46 Ellenbogengelenk

46.1 Funktionelle Anatomie

46.1.1 Topografie

46.1.2 Literatur

46.2 Fehlbildungen

46.2.1 Humeroradialsynostose, Humeroulnarsynostose

46.2.2 Radioulnare Synostose

46.2.3 Ellenbogendysplasie und angeborene Radiusköpfchenluxation

46.2.4 Ellenbogenluxation

46.2.5 Humerussporn

46.2.6 Pterygium cubitale

46.2.7 Literatur

46.3 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

46.3.1 Cubitus valgus und varus

46.3.2 Osteochondrale Läsionen

46.3.3 Literatur

46.4 Entzündliche Erkrankungen

46.4.1 Arthritis des Ellenbogens

46.4.2 Bursitis olecrani

46.4.3 Literatur

46.5 Verletzungen

46.5.1 Knöcherne Verletzungen des distalen Oberarms bei Erwachsenen

46.5.2 Band- und Kapselverletzungen, Weichteilläsionen

46.5.3 Knöcherne Verletzungen des proximalen Unterarms

46.5.4 Literatur

46.6 Degenerative Erkrankungen

46.6.1 Epikondylitis

46.6.2 Arthrose des Ellenbogengelenks

46.6.3 Kontrakturen

46.6.4 Literatur

47 Unterarm und Handgelenk

47.1 Funktionelle Anatomie

47.1.1 Unterarm

47.1.2 Handwurzelgelenke („Handgelenk“)

47.1.3 Auszug aus der Topografie

47.1.4 Literatur

47.2 Fehlbildungen

47.2.1 Radiale Klumphand

47.2.2 Ulnare Klumphand

47.2.3 Synostosen der Handwurzelknochen

47.2.4 Literatur

47.3 Formabweichungen, Fehlentwicklungen

47.3.1 Madelung-Deformität

47.3.2 Handgelenkganglien

47.3.3 Lunatumnekrose

47.3.4 Literatur

47.4 Entzündliche Erkrankungen

47.4.1 Septische Arthritis des Handgelenks

47.4.2 Rheumatische Arthritis des Handgelenks

47.4.3 Literatur

47.5 Verletzungen

47.5.1 Knöcherne Verletzungen am Unterarm

47.5.2 Knöcherne Verletzungen am Handgelenk

47.5.3 Isolierte Weichteilverletzungen am Unterarm und Handgelenk

47.5.4 Literatur

47.6 Degenerative Erkrankungen

47.6.1 Radiokarpalarthrose

47.6.2 Arthrose des distalen Radioulnargelenks

47.6.3 Literatur

48 Hand

48.1 Funktionelle Anatomie

48.1.1 Bedeutung der Hand

48.1.2 Stabilität und Mobilität der Handwurzel

48.1.3 Gelenke und ihre Bänder

48.1.4 Beugesehnen und Sehnenscheiden der Finger

48.1.5 Dorsale Sehnenscheidenfächer, Strecksehnen und Dorsalaponeurose

48.1.6 Topografische Gesichtspunkte

48.1.7 Literatur

48.2 Fehlbildungen

48.2.1 Differenzierungsstörungen

48.2.2 Numerische Fehlbildungen

48.2.3 Metrische Variationen

48.2.4 Angeborene Kontrakturen

48.2.5 Literatur

48.3 Formabweichungen

48.3.1 Fehlentwicklungen

48.3.2 Morbus Dupuytren

48.3.3 Literatur

48.4 Entzündliche Erkrankungen

48.4.1 Infektion

48.4.2 Rheumatische Arthritis und Tendovaginitis

48.4.3 Literatur

48.5 Verletzungen

48.5.1 Einführung

48.5.2 Weichteilverletzungen

48.5.3 Ligamentäre Verletzungen

48.5.4 Knöcherne Verletzungen

48.5.5 Literatur

48.6 Degenerative Erkrankungen

48.6.1 Erkrankungen der Sehnen und Sehnenscheiden

48.6.2 Arthrose

48.6.3 Literatur

48.7 Neurogene Erkrankungen

48.7.1 Spastische Hand

48.7.2 Literatur

Autorenvorstellung

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum

Teil I Grundlagen

1  Die Bedeutung des Faches

2  Statik und Dynamik der Haltungs- und Bewegungsorgane

3  Grundsätze der Diagnostik

4  Grundsätze der Behandlung

1 Die Bedeutung des Faches

W. Mutschler, C. J. Wirth

1.1 Übersicht

Im Jahre 2003 verabschiedete der 106. Deutsche Ärztetag eine neue Musterweiterbildungsordnung (WBO), die eine völlige Neugliederung der Weiterbildung in den chirurgischen Fächern enthält. Für alle Chirurgen ist eine 2-jährige Basisweiterbildung vorgesehen, die 6 Monate Notfallaufnahme, 6 Monate Intensivmedizin und 12 Monate Chirurgie u.a. im ambulanten Bereich umfasst. Es schließt sich eine 4-jährige Weiterbildung zum Facharzt für acht verschiedene chirurgische Fächer an. Nach dieser Facharztweiterbildung können diverse Zusatzweiterbildungen erworben werden.

Im Zuge der Neugestaltung der WBO wurde auch der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie geschaffen. Vorausgegangen waren über 10-jährige Bemühungen einer Gruppe von Hochschullehrern aus Orthopädie und Unfallchirurgie und den wissenschaftlichen Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (gegründet 1901), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (gegründet 1922), Deutsche Gesellschaft für Chirurgie sowie der Berufsverbände der Chirurgen und Orthopäden. Ziel war es, die mehr als 100-jährige Trennung von Orthopädie und Unfallchirurgie aufzuheben und den gemeinsamen Schnittmengen, den erheblichen Entwicklungen in beiden Fächern, der zunehmenden Spezialisierung, dem gewandelten Anforderungsprofil und der Angleichung an europäisches Recht Rechnung zu tragen.

Mittlerweile haben sich Orthopäden und Unfallchirurgen in der wissenschaftlichen Fachgesellschaft Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie zusammengeschlossen, der Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie ist seit 2006 bundesweit etabliert, in vielen Krankenhäusern wurden die Fachabteilungen entsprechend umgegliedert und das neue Fach wird öffentlich wahrgenommen. So wurden erstmals die muskuloskelettalen Erkrankungen 2007 als eine der sechs großen Volkskrankheiten in die Roadmap für das Gesundheitsforschungsprogramm der Bundesregierung aufgenommen.

Merke

Die Weiterbildungsinhalte für den neuen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie setzen sich wie folgt zusammen: Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Vorbeugung, Erkennung, operativen und konservativen Behandlung sowie in der Nachsorge und Rehabilitation von Verletzungen und deren Folgezuständen und von angeborenen und erworbenen Formveränderungen, Fehlbildungen, Funktionsstörungen und Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane unter Berücksichtigung der Unterschiede in den verschiedenen Altersstufen.

Aufbauend auf dieser Facharztkompetenz können über Zusatzweiterbildungen ergänzende und vertiefende Kompetenzen erlangt werden. Die Zusatzweiterbildung „Spezielle orthopädische Chirurgie“ (3 Jahre) umfasst die operative und nichtoperative Behandlung höherer Schwierigkeitsgrade bei angeborenen und erworbenen Erkrankungen und Deformitäten der Stütz- und Bewegungsorgane. Die Zusatzweiterbildung „Spezielle Unfallchirurgie“ (3 Jahre) befähigt zur Behandlung von Verletzungen höherer Schwierigkeitsgrade und deren Folgezustände sowie zur Organisation, Überwachung und Durchführung der Behandlung von Schwerverletzten. Die Zusatzweiterbildung „Orthopädische Rheumatologie“ (3 Jahre) hat die Erkennung und operative Behandlung rheumatischer Erkrankungen zum Inhalt. Die Zusatzweiterbildung „Kinderorthopädie“ (18 Monate) umfasst die Vorbeugung, Erkennung sowie konservative und operative Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen höherer Schwierigkeitsgrade, Verletzungsfolgen sowie angeborenen und erworbenen Formveränderungen und Fehlbildungen der Stütz- und Bewegungsorgane im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter.

Weitere für die Orthopädie und Unfallchirurgie wichtige Zusatzweiterbildungen stellendie Handchirurgie, die Physikalische Therapie und Balneologie, die Manuelle Medizin/Chirotherapie, die Notfallmedizin und die Sportmedizin dar.

Die Bedeutung von Orthopädie und Unfallchirurgie soll an einigen Zahlen dargestellt werden. Nach der Ärztestatistik der Bundesärztekammer vom 31.12.2011 waren zu diesem Zeitpunkt rund 6500 Fachärzte für Orthopädie und 5800 Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie in Deutschland berufstätig, davon 6200 Kollegen im ambulanten und knapp 5000 im stationären Bereich (Zahlen ohne Ärzte in Weiterbildung).

Um wie viele und welche Patienten kümmern wir uns? Dazu liefern die folgenden Daten gute Anhaltspunkte. Im Jahr 2006 beliefen sich die Krankheitskosten in Deutschland auf 236 Mrd. Euro, die sich jeweils zur Hälfte auf den ambulanten/teilstationären Sektor und auf den stationären Bereich verteilen. Nach Krankheiten des Kreislaufsystems, des Verdauungssystems und den psychischen und Verhaltensstörungen folgten auf Platz 4 die Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes mit Kosten von 26,6 Mrd. Euro (11,3%). Verletzungen und Vergiftungen nahmen mit 11,6 Mrd. Euro (4,9%) Platz 8 ein. Darin sind nicht enthalten die indirekten Krankheitskosten, die durch Arbeitsunfähigkeiten oder Frühverrentungen entstehen. Hierfür werden als Maß gerne die verlorenen Erwerbstätigkeitsjahre herangezogen. Diese machten im Jahr 2006 ca. 4 Mio. Jahre aus. Der größte Anteil mit 21,9% wurde durch Verletzungen bedingt. An 4. Stelle folgten die muskuloskelettalen Erkrankungen mit 11%; allein die Hälfte davon war wegen Rückenleiden entstanden. Die Erhebungen zum Jahre 2008 haben bei allgemeiner Kostensteigerung die genannten Prozentzahlen bestätigt.

2010 wurden in Deutschland 17,9 Mio. Patienten wegen Erkrankungen und Verletzungen stationär behandelt. Darunter waren 1,7 Mio. Patienten mit muskuloskelettalen Erkrankungen (Frauen 56,6%; Männer 43,4%) und 1,9 Mio. Patienten mit Verletzungen (Frauen 51,7%; Männer 48,3%). Als Richtwert kann man sich also merken, dass ungefähr jeder 5. Patient im Krankenhaus unserem Fachgebiet zuzuordnen ist und die Zahl der Frauen prozentual steigt. Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen werden zu 40% durch Orthopädie und Unfallchirurgie in Anspruch genommen.

Leider wird in den detaillierten Statistiken zur Krankenhausbehandlung keine gute Trennung zwischen Allgemeiner Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie vorgenommen. Viele der von uns behandelten Patienten werden so nicht eindeutig zugeordnet. Trotzdem spiegelt sich die zahlenmäßige Bedeutung unseres Faches z.B. in der Hauptdiagnosenstatistik klar wider (► Tab. 1.1). Dies gilt auch für die Operationsstatistik: Unter den insgesamt 14,4 Mio. durchgeführten Operationen in 2009 betrafen 3,9 Mio. das Stütz- und Bewegungsorgan. Viele Eingriffe z.B. im Rahmen der Wundbehandlung sind dabei nicht genannt. Summa summarum wird jede 3. Operation unter stationären Bedingungen durch Orthopäden und Unfallchirurgen durchgeführt (► Tab. 1.2).

Tab. 1.1

 Hauptdiagnosen in der Fachabteilung Allgemeine Chirurgie 2009 (Quelle: Daten des Gesundheitswesens 2011).

Rang

ICD-Pos.

Diagnose/Behandlungsanlass

Anzahl Patienten

Insgesamt*

davon im Alter von … bis unter … Jahren

0–15

15–45

45–65

65 und älter

Fachabteilung Allgemeine Chirurgie insgesamt

2.848.628

79.855

684.126

854.143

1.230.502

1

K40

Hernia inguinalis

152.890

1341

28.961

53.517

69.071

4

S06

intrakranielle Verletzung

88.542

10.749

34.037

15.195

28.561

5

M17

Gonarthrose

74.129

3

2342

22.934

48.850

6

S72

Fraktur des Femurs

73.378

577

2891

7529

62.381

7

S82

Fraktur des Unterschenkels, einschl. des OSG

72.980

2462

22.003

25.120

23.395

9

S52

Fraktur des Unterarms

67.493

6376

10.612

17.626

32.879

13

S42

Fraktur im Bereich der Schulter und des Oberarms

50.374

2518

8390

11.758

27.708

14

M16

Koxarthrose

48.947

1

951

12.917

35.078

* einschließlich Fälle mit unbekanntem Alter

Tab. 1.2

 Die häufigsten Operationen 2009 nach Dreistellern (Quelle: Statistisches Bundesamt 2011).

Rang

OPS-Schlüssel

Operation

Anzahl

Prozent

5

Operationen insgesamt

14.360.493

100

1

5–81

arthroskopische Gelenkoperationen

782.713

5,5

2

5–78

Operationen an anderen Knochen

708.565

4,9

3

5–89

Operationen an Haut und Unterhaut

638.237

4,4

4

5–83

Operationen an der Wirbelsäule

615.990

4,3

5

5–79

Reposition von Fraktur und Luxation

561.304

3,9

6

5–82

endoprothetischer Gelenk- und Knochenersatz

509.859

3,6

10

5–03

Operationen an Rückenmark, Rückenmarkhäuten und Spinalkanal

375.432

2,6

11

5–80

offen-chirurgische Gelenkoperationen

318.347

2,2

20

5–85

Operationen an Muskeln, Sehnen, Faszien und Schleimbeuteln

235.646

1,6

Wohin wird sich unser Fach entwickeln?

Alle Bedarfsanalysen für das Gesundheitswesen stützen sich auf die prognostizierte demografische Entwicklung und ihre Folgen. Die Zahl der alten und sehr alten Menschen wird steigen und einhergehen mit einer erhöhten Fallzahl für Arthrosen, chronische Rückenschmerzen, Osteoporose und Osteoporose-assoziierte Frakturen und die rheumatoide Arthritis. Die Zahl der Verletzungen wird dagegen in etwa gleich bleiben. Hier wird eine Verschiebung der Ursachen vom Arbeits- und Wegeunfall hin zu Freizeit- und Unfällen im häuslichen Bereich mit veränderten Verletzungsmustern und mehr Verletzungen bei Älteren erwartet. Orthopädie/Unfallchirurgie ist daher ein Zweig der Medizin, der wachsen wird.

Mit dem neuen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, der inhaltlich das Spektrum vergleichbarer Fachärzte in anderen europäischen Ländern übertrifft, ist die Basis dafür geschaffen. Ausgehend davon wird die – individuelle – Spezialisierung und – strukturelle – Zentrenbildung für konservative Therapien und Rehabilitation und für operative Therapien weiter fortschreiten. Damit einhergehen wird die gezielte intersektionelle Verzahnung und interdisziplinäre Vernetzung z.B. mit Geriatrie und internistischer Osteologie. Die operativen Schwerpunkte werden sich einerseits an der Topografie, etwa der Wirbelsäulenchirurgie und Fußchirurgie, orientieren und anderseits an den Operationstechniken, z.B. arthroskopische Operationen oder Endoprothetik, ausrichten. Auch in der Notfallversorgung ist der Trend zur Aufgabenteilung mit der Etablierung von Traumazentren mit unterschiedlichem Versorgungsauftrag und ihrem Zusammenschluss in Traumanetzwerke zu beobachten.

Schließlich werden von der Forschung in und für Orthopädie und Unfallchirurgie deutliche Impulse ausgehen. Die „Feierabendforschung“ ist im letzten Jahrzehnt von einer Forschung in professionell geführten Labors und Abteilungen abgelöst worden, die Grundlagen-, translationale, klinische und Versorgungsforschung auf hohem Niveau betreibt und sich in nationalen Netzwerken zusammengeschlossen hat.

1.2 Literatur

[1] Brandl H, Wildner M, Sangha O. DRG’s der muskuloskelettalen Erkrankungen: Konsequenzen für die Orthopädie und Unfallchirurgie. Gesundheitswesen 2002; 64: 242–252

[2] Daten des Gesundheitswesens 2012. www.bundesgesundheitsministerium.de

[3] Dreinhöfer K. Die Bone and Joint Decade – Chancen für Orthopädie und Unfallchirurgie. Z Orthop Unfall 2007; 145: 399–402

[4] Ewerbeck V, Dreinhöfer K. Entwicklung der Orthopädie in den nächsten 20 Jahren. Chirurg 2009; 80: 1111–1114

[5] Gesundheitsberichtserstattung des Bundes. Themenheft 48: Krankheitskosten; 2009

[6] Gesundheitsforschungsrat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2007

[7] Klauber J, Geraedts M, Friedrich J et al. Krankenhaus-Report. Stuttgart: Schattauer; 2012

[8] Roadmap für das Gesundheitsforschungsprogramm der Bundesregierung

[9] Scheuringer M, Wildner M, Götte S et al. Stationäre Inanspruchnahme bei muskuloskelettalen Erkrankungen und Verletzungen: Vorausberechnung für Deutschland bis zum Jahr 2010. Z Orthop 2005; 143: 509–519

[10] Statistisches Bundesamt. Datenreport 2011: Der Sozialbericht für Deutschland

[11] Weißbuch Schwerverletzten-Versorgung. Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. 2. Aufl. Berlin; 2006

[12] WHO Technical Report Series 919. The burden of musculoskeletal conditions at the start of the new millenium. WHO Geneva; 2003

2 Statik und Dynamik der Haltungs- und Bewegungsorgane

R. Putz

2.1 Einleitung

Abb. 2.1a–c Gewebe der passiven Haltungs- und Bewegungsorgane (unter Verwendung von Abb. aus Bucher/Wartenberg 1997).

Abb. 2.1a Straffes Bindegewebe: Sehne.

Abb. 2.1b Hyaliner Knorpel: Gelenkknorpel.

Abb. 2.1c Knochengewebe: Röhrenknochen.

Abb. 2.2 Aufbau der Binde- und Stützgewebe.

Das aktive Bewegungsorgan wird von den Skelettmuskeln gebildet, die aus quergestreiftem Muskelgewebe aufgebaut sind.

2.2 Aufbau und Leistung der Gewebe der passiven und aktiven Bewegungsorgane

2.2.1 Bindegewebe

Im Namen Bindegewebe wird die umfassende Bedeutung der darunter zusammengefassten, sehr komplex aufgebauten Gewebe unangemessen untertrieben. In ihren verschiedenen Erscheinungsformen machen diese Gewebe etwa 15% des Körpergewichts aus, dazu kommen 20% an Fettgewebe. Alle Binde- und Stützgewebe gehen aus undifferenzierten mesenchymalen Zellen hervor. Sie differenzieren sich zu mesothelialen Zellen, endothelialen Zellen, Fibroblasten, Adipozyten, Chondroblasten und Osteoblasten. Zum eigentlichen (lockeren) Bindegewebe gehören auch noch freie Zellen, wie Plasmazellen, Makrophagen, Mastzellen und Leukozyten.

Retikuläres Bindegewebe bildet Grundlage verschiedener, vor allem lymphatischer Organe. Lockeres Bindegewebe füllt zusammen mit Fettgewebe als „verformbares Füllgewebe“ alle funktionell freien Räume aus und bildet Grenzschichten zu Muskeln und Organen, die als Faszien bezeichnet werden. Straffes Bindegewebe tritt in zwei Formen als unelastisches (kollagenes) und elastisches Bindegewebe auf. Die Leistung des unelastischen straffen Bindegewebes beruht auf den dicht gepackten kollagenen Fasern (► Abb. 2.3). Ihre Grundlage bilden die spiralig ineinander verdrehten Tropokollagenmoleküle (Kollagen Typ I), die sich durch einen sehr hohen Elastizitätsmodul (E-Modul) auszeichnen (► Tab. 2.1). Ihre Eigenelastizität beträgt auch unter hohen physiologischen Zugkräften nicht mehr als 3–5% Längenänderung (Δ l). Dazu kommt eine gewisse Pseudoelastizität von ebenfalls 3–5%, die auf der wellenförmigen Anordnung der Faserbündel im Ruhezustand beruht. Unter Zugbeanspruchung werden die Faserbündel gestreckt, was zu einer Längenänderung von einigen Prozenten führen kann.

Abb. 2.3 Strukturprinzip des straffen (kollagenen) Bindegewebes.

Tab. 2.1

 Biomechanische Kennwerte der Binde- und Stützgewebe (nach Cochran 1988).

Gewebe

Druckfestigkeit in N/mm2

Zugfestigkeit in N/mm2

E-Modul

straffes kollagenes Bindegewebe

-

40–100

400

hyalines Knorpelgewebe

10

4

20

Knochengewebe

170

120

179

Aus kollagenem Bindegewebe (Kollagen Typ I) sind die Sehnen der Muskeln und ihre Aponeurosen aufgebaut sowie – mit Ausnahme der Ligg. flava der Wirbelsäule, die aus massivem elastischem Gewebe bestehen – alle Bänder der Gelenke und die Gelenkkapseln. Schließlich gehören dazu auch die oft unterschiedlich individuell ausgebildeten festen Hüllen einzelner Muskelgruppen und die Faszienblätter des Unterhautbindegewebes.

Merke

Die Zugfestigkeit von Sehnen und Bändern beruht auf der Molekülstruktur des Kollagens Typ I.

2.2.2 Knorpelgewebe

Knorpelgewebe baut als hyaliner Knorpel in wenigen millimeterdicken Schichten die knorpeligen Gelenkkörper nahezu aller Gelenke sowie die Epiphysenfugen auf. 5–15% seines Volumens besteht aus den Chondrozyten. Die für die Funktion der Gelenke unerlässliche Fähigkeit des Gelenkknorpels zur Druckverteilung beruht auf dem Zusammenspiel aller Komponenten seiner extrazellulären Matrix. Ungeformte Grundlage bilden auch hier Proteoglykane und Glykosaminoglykane sowie Hyaluronsäure. Letztere bildet zusammen mit einem Core-Protein ein dreidimensionales Gerüst, an dem bürstenartig Chondroitin-Sulfate, Aggrecan und Keratan angeordnet sind (► Abb. 2.4). In dieses vielgliedrige enge Gerüst sind Wassermoleküle so eingebaut, dass sie sich mit ihren negativ geladenen Polen gegenüberstehen. Aus deren Abstoßung bei Belastung erklärt sich die Druckfestigkeit des Systems, insbesondere bei dynamischer Beanspruchung. Zu einer sich unabdingbar ergänzenden funktionellen Einheit wird dieses System wasserbindender Makromoleküle und Mikromoleküle allerdings erst durch die Integration in ein enges dreidimensionales Geflecht kollagener Fasern (► Abb. 2.5). Etwa 80% des Kollagens im Knorpel besteht aus Kollagen Typ II. Es wird durch Kollagen Typ VI, IX und XI ergänzt, welche für die Neubildung von Kollagenfibrillen notwendig sind. Dem Quellungsdruck der ungeformten Matrix steht die Zugfestigkeit der kollagenen Fasern gegenüber (► Tab. 2.1). Dadurch entsteht ein pralles, festes Gewebe, das einen hydrostatischen Kraftfluss erlaubt (Glaser et al. 2002). Von einer Stoßdämpfung kann dabei also kaum die Rede sein. Es geht im Gelenk vielmehr darum, lokalen Druck breitflächig auf den subchondralen und subartikulären Knochen zu verteilen.

Abb. 2.4 Aufbau der Matrix des hyalinen Knorpelgewebes.

Abb. 2.5a u. b Kollagenes Fasergerüst des Gelenkknorpels.

Statische oder wiederholte dynamische Belastung führt verständlicherweise zum langsamen Wasserverlust und damit zu einer Verringerung der Knorpeldicke um bis zu 6% (Herberhold et al. 1999). Nur die Disci intervertebrales verlieren im Laufe des Tages durch die axiale Belastung offenbar etwas mehr Wasser. Umgekehrt führt Wasseraufnahme zu einem gewissen Quellungsdruck, der allerdings durch ein engmaschiges Netzwerk aus kollagenen Fasern (Kollagen Typ II) im Gleichgewicht gehalten wird (Glaser et al. 2002). Die Integrität dieses funktionell angeordneten Fasergerüsts ist Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit des Gelenkknorpels.

Bekanntermaßen weist der hyaline Knorpel keine Blutgefäße auf. Dessen ungeachtet besitzt er einen hohen Stoffwechsel, wie er für den nicht unbeträchtlichen „turn-over“ seiner Matrixkomponenten notwendig ist. Die Knorpelzellen selbst werden allerdings nicht ersetzt und bleiben ähnlich wie die Ganglienzellen lebenslang erhalten. Der Stoffwechsel des Knorpels wird durch regelmäßige Durchwalkung erhalten, wird also maßgeblich durch Bewegung gewährleistet.

Faserknorpel findet sich im Körper überall dort, wo regelhaft abwechselnd Druck- und Zugspannungen auftreten. Das vertrauteste Beispiel dafür sind die Bandscheiben. Sie sind einerseits axialem Druck ausgesetzt und haben andererseits in den Endphasen der Bewegungen der Wirbelsäule gleichzeitig über ihre Anuli fibrosi beträchtliche Zugkräfte aufzunehmen. Vergleichbare biomechanische Verhältnisse mit abwechselndem lokalem Auftreten von Druck- und Zugkräften finden sich in der Symphyse und in den Disci mancher Gelenke, wie z.B. im proximalen Handgelenk oder im Sternoklavikular- und im Akromioklavikulargelenk. Erst in letzter Zeit wurde durch Milz u. Benjamin (Milz et al. 2005) systematisch darauf aufmerksam gemacht, dass sich faserknorpelige Einlagerungen auch an sehr vielen Sehnenansätzen und -umlenkstellen finden. Die damit verbundene Einlagerung von Aggrecan und Link-Protein ist immer Ausdruck dafür, dass im Zuge üblicher Beanspruchung neben den aufzunehmenden Zug- auch lokale Druckspannungen auftreten. Da die genannten Makromoleküle häufig bevorzugte Targetmoleküle von Antikörpern bestimmter Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind, erklärt diese Beobachtung das Auftreten von ansonsten oft kaum verständlichen lokalen Symptomen, wie Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen.

Merke

Die charakteristische Fähigkeit des hyalinen Knorpels zur Druckverteilung beruht auf dem Quellungsdruck der extrazellulären Matrix und der Zugfestigkeit des Gerüstes aus Kollagen Typ II-Fasern.

2.2.3 Knochengewebe

Die Masse des Knochengewebes beträgt beim erwachsenen Menschen etwa 10% seines Körpergewichts. Abgesehen von seiner Aufgabe als Skelett spielt es eine überaus wichtige Rolle im Körperstoffwechsel als Kalzium- und Phosphorspeicher. Der höchste Gewichtsanteil der Knochenmasse (bone mass: BM) wird im 3. Lebensjahrzehnt erreicht, in den anschließenden Lebensjahrzehnten sinkt der Anteil der Knochenmasse bei Mann und Frau in etwas unterschiedlichem Verlauf ab. Im Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung in der Menopause erfolgt die Abnahme der Knochenmasse bei Frauen im 5. und 6. Lebensjahrzehnt etwas rascher als beim Mann. Nimmt die Knochenmasse deutlich ab, so spricht man von Osteoporose. Eine Abnahme der Knochendichte und eine Rarefizierung der Knochenstruktur kann allerdings auch altersunabhängig in der Folge verschiedener hormoneller Erkrankungen und Durchblutungsstörungen wie auch infolge länger dauernder Inaktivität, zum Beispiel als Begleiterscheinung von Lähmungen auftreten. Die Problematik der Osteoporose liegt in erster Linie im damit verbundenen Frakturrisiko.

Auch das Knochengewebe besteht aus Zellen, die eine extrazelluläre Matrix (ECM) aufbauen. Die Osteozyten gehen aus Osteoblasten hervor, die ihrerseits aus dem mesenchymalen Reservoir des Körpers über die Blutbahn eingeschwemmt werden. Sie lagern sich als Osteoblastentapete an und beginnen sich durch die Produktion von zuerst mineralfreier Grundsubstanz (Osteoid), die wie bei den übrigen Binde- und Stützgeweben ebenfalls aus Proteoglykanen und Glykosaminoglykanen und aus kollagenen Fasern (Kollagen Typ I) besteht, bis auf verbleibende zarte Zellfortsätze voneinander zu trennen. In die Grundsubstanz werden schließlich Mineralkristalle in Form von Hydroxylapatit eingelagert. Die Zellen lagern sich jeweils um ein zentrales – Blutgefäße und Nerven führendes – Kanälchen an, wodurch im kortikalen Knochen das charakteristische Bild der Osteone (sog. Havers-Systeme) mit ihren konzentrischen Ringen entsteht. Der Durchmesser der Osteone spiegelt die Abhängigkeit des Stoffwechsels der Osteozyten von der Distanz zu den Blutgefäßen wider, der Radius der Osteone stellt damit die förderliche Diffusionsstrecke dar.

Der trabekuläre Knochen wird nach demselben Prinzip aufgebaut. Die maximale Dicke der Trabekel beträgt ca. 250 μm, was wiederum der förderlichen Diffusionsstrecke entspricht. Die Knochenbälkchen treffen sich im Prinzip rechtwinklig, wodurch eine Minimierung der Biegebeanspruchung der einzelnen Bälkchen erreicht wird.

Die biomechanische Leistungsfähigkeit des Knochengewebes beruht auf der engen lokalen Interaktion von Mineralsubstanzen und kollagenen Fasern. So wird neben hoher Druckfestigkeit gleichzeitig hohe Zugfestigkeit gewährleistet (► Tab. 2.1).

Merke

Die charakteristische Festigkeit des Knochengewebes beruht auf dem Zusammenspiel von druckfesten Elementen (Hydroxylapatit) und zugfesten Fasern (Kollagen Typ I). Das Knochengewebe hat eine wichtige metabolische Funktion als Kalzium- und Phosphorspeicher.

2.2.4 Quergestreiftes Muskelgewebe

Die Masse an Skelettmuskulatur des erwachsenen Menschen beträgt im Durchschnitt 30–40(50)% des Körpergewichts. Die kleinste funktionelle Einheit ist die bis zu einigen Zentimetern lange, vielkernige Muskelzelle (Muskelfaser), die aus einer Serie von vielen hundert Sarkomeren aufgebaut ist (► Abb. 2.6). Die kontraktilen Elemente der Muskelfasern sind in erster Linie Aktin und Myosin. Je nach ihrem Gehalt an Glykogen werden weiße und rote Muskelfasern unterschieden. Die meist weißen Mukelfasern vom Typ II sind schnell, anaerob aktivierbar und finden sich anteilsmäßig besonders zahlreich in den Muskeln, die für rasche Bewegungen benötigt werden (Sprint-Muskeln). Rote aerobe Muskelfasern vom Typ I dagegen überwiegen in den Muskeln, die vorwiegend statischen Aufgaben dienen (posturale Muskeln).

Abb. 2.6 Strukturprinzip des quergestreiften Muskelgewebes.

Die Muskelzellen formieren sich zu Fasern und Muskelbündeln, die durch lockeres Bindegewebe gegliedert und abgeschlossen werden. Die Aktivierung der Muskelzellen erfolgt über α-Motoneurone aus dem Vorderhorn des Rückenmarks, die zu den motorischen Endplatten ziehen. Über ein System die Muskelzellen umspinnender Mikrotubuli werden schließlich größere Gruppen von Muskelzellen sehr rasch erregt. In den kleineren Muskeln, wie z.B. den Handmuskeln, bilden 100–300 Muskelfasern eine derartige motorische Einheit, in den größeren Muskeln werden 600–1000 Muskelfasern über eine motorische Endplatte angesteuert. Viel schneller als das Knochengewebe reagiert das Muskelgewebe auf längere Phasen von Inaktivität oder ein besonderes Muskeltraining. Das Verhältnis von Typ I- zu Typ II-Fasern bleibt dabei erhalten.

Von grundsätzlicher Bedeutung für die Arbeitsweise der einzelnen Muskeln ist ihre Faserarchitektur. Parallelfaserige Muskeln (z.B. M. biceps brachii, M. sartorius u.a.) können sich stark verkürzen, da viele Sarkomere hintereinander geschaltet sind. Sie liegen meist oberflächlich und wirken über größere Hebelarme. Demgegenüber besitzen die den Gelenken in der Tiefe aufliegenden Muskeln häufig längsgerichtete Zwischensehnen, an denen kurze Muskelfaserbündel in einem spitzen Winkel ansetzen. Wegen der größeren Anzahl gleichzeitig aktivierbarer Fasern können die gefiederten Muskeln (z.B. M. deltoideus, M. subscapularis u.a.) höhere Kräfte entwickeln, ihre Verkürzungsmöglichkeit bleibt allerdings deutlich geringer (► Abb. 2.7).

Abb. 2.7 Beziehung von Kraftentfaltung und Verkürzungsmöglichkeit von parallelfaserigen und gefiederten Muskeln.

Jeder Muskel – ausgenommen die mimische Muskulatur – ist in eine Faszie (Epimysium) eingehüllt, die jedoch im Prinzip lediglich die Grenzschicht zum umliegenden Bindegewebe darstellt. Von ihr aus ziehen Bindegewebesepten (Perimysium) in die Tiefe des Muskels. Das einzelne Muskelfasern umgebende retikuläre Bindegewebe wird als Endomysium bezeichnet.

Die Lage der Eintritts- bzw. Austrittsstellen von Gefäßen und Nerven (Muskelhilum) aus bzw. in den Muskel ist ziemlich konstant.

Merke

Die Fähigkeit zur Kontraktion der Muskelzellen beruht auf dem Zusammenspiel von Aktin- und Myosinmolekülen. Parallelfaserige Muskeln und gefiederte Muskeln unterscheiden sich in Bezug auf Kraftentwicklung und Verkürzungsstrecke.

2.3 Wachstum

2.3.1 Bindegewebe

Die straffen Bindegewebe werden von aus mesenchymalen Vorläuferzellen entstehenden spindelförmigen Fibroblasten gebildet, die rundum Matrix (ECM) produzieren. Das intrazellulär im endoplasmatischen Retikulum aufgebaute Prokollagen wird aus der Zelle durch Exozytose in den Extrazellulärraum ausgeschleust, wo es zu Tropokollagen umgebaut wird. Die 300 nm langen Tropokollagenmoleküle aggregieren zu Faserbündeln und schließlich zu makroskopischen Einheiten, wie Sehnen und Bändern (► Abb. 2.3). Die Orientierung der Fasern steht in enger Beziehung zur tatsächlichen funktionellen Beanspruchung. In Sehnen sind die Fasern streng parallel ausgerichtet, während sie sich in Aponeurosen häufig geflechtartig überkreuzen.

2.3.2 Knorpelgewebe

Knorpelgewebe geht ebenfalls aus Mesenchym hervor, in dem zuerst lockerer Vorknorpel gebildet wird. Die Chondroblasten runden sich ab und isolieren sich in Gruppen durch die Bildung ihrer ECM. Knorpelzellen vermehren sich nur bis zum Abschluss des Wachstums und bleiben dann im Prinzip lebenslang erhalten. Wachstumsorte sind insbesondere die Epiphysenfugen und die Randzonen bestehender Knorpel.

2.3.3 Knochengewebe

Knochengewebe kann sich auf zwei Wegen bilden. Die platten Schädelknochen und die Claviculae gehen aus fibrösen Membranen direkt hervor, in denen sich bereits im 3. Fetalmonat später zusammenfließende Inseln von primärem Knochengewebe ausbilden (desmale/direkte Verknöcherung). Von innen her bauen die vielkernigen Osteoklasten die Knochenlamellen kontinuierlich ab, während von außen her Osteoblastentapeten Knochen anbauen. Auf diese Weise kommen Größenzuwachs und Formänderung der Knochen des Neurokraniums zustande. Streng genommen erfolgt auch der Dickenzuwachs der Diaphysen der langen Röhrenknochen auf diesem Weg. Von allen übrigen Knochen werden zuerst Knorpelmodelle vorgebildet. Erst nach Einsprossung eines Blutgefäßes und nach schrittweiser Verkalkung und nachfolgendem Abbau durch Chondroklasten entstehen durch die Aktivität von Osteoblasten Knochenkerne (chondrale/indirekte Verknöcherung, Ersatzknochenbildung). Kurze Knochen sowie die Epiphysen der Röhrenknochen lassen sich auf einen einzigen Knochenkern oder eine kleine Kernwolke zurückführen (enchondrale Verknöcherung), die größeren Knochen werden aus mehreren Knochenkernen aufgebaut. Die Diaphysen der Röhrenknochen werden einerseits von außen her verknöchert (perichondrale Verknöcherung), andererseits von einem zentralen enchondralen Knochenkern aus, der unter Bildung einer Markhöhle nach distal und nach proximal auseinanderwandert. Initiiert wird auch der Verknöcherungsprozess des zentralen Knochenkerns durch lokale Verkalkung, wie sie in der Folge des Einsprossens einer A. nutritia auftritt. Die Einsprossungsstelle der Vasa nutritia am jeweiligen Knochenschaft bleibt an der ursprünglichen Stelle zeitlebens erhalten (Foramen nutriens).

Das Längenwachstum der Röhrenknochen erfolgt ausschließlich im Bereich der Epiphysenfugen. Hier baut sich eine regelmäßige zonale Gliederung des wachsenden Knorpelgewebes auf, aus der gegen den epiphysären Kern hin Knochengewebe hervorgeht. Diese primären Epiphysen bilden die Grundlage der Gelenkkörper. In Richtung des Gelenkspalts bleibt vom ursprünglichen Knorpelmodell der Gelenkknorpel erhalten. Gegen Ende der Pubertät treten an verschiedenen Vorsprüngen und Kanten der größeren Knochen sog. sekundäre Epiphysen auf, die die Gesamtform des Knochens modellieren. Ausdrücklich soll hier jedoch darauf hingewiesen werden, dass während des gesamten Lebens ein fortwährender Umbau des Knochengewebes und damit jedes einzelnen Knochens stattfindet. Über die Balance der Aktivität von Osteoklasten und Osteoblasten wird sowohl die Form jedes einzelnen Knochens als auch die gesamte Knochenmasse bestimmt.

2.3.4 Muskelgewebe

Die Muskelfasern gehen wie auch die Zellen der Binde- und Stützgewebe aus mesenchymalen Vorläuferzellen hervor. Die Myoblasten sind anfangs einkernig und besitzen noch keine Myofibrillen. Bis zum Ende der Fetalzeit vermehren sie sich rasch und werden zu vielkernigen langen Zellen. Nach der Geburt vergrößert sich die Zahl der Muskelzellen kaum mehr, durch Vermehrung der Myofibrillen nehmen sie aber an Dicke zu. Ein Längenwachstum durch Entwicklung weiterer Sarkomere findet aber statt.

2.4 Anpassung

2.4.1 Evolutionäre Anpassung

Das Produkt „Skelett“ erscheint nur aus der Sicht überorganisierter und weit entwickelter Gesellschaften störungsanfällig. Für den beruflich mit den Bewegungsorganen Befassten muss es daher zuerst darum gehen, den phylogenetischen Prozess besser zu verstehen, der zum rezenten Endzustand geführt hat. Abgesehen vom interaktiven Prozess der Evolution und von individuellen Faktoren, wie Einfluss des Gewichts und ggf. einseitiger Beanspruchungen im Arbeitsleben, stellt sich bei näherer Betrachtung des Skeletts und insbesondere der Gelenke heraus, dass das Problem des Anpassungs- und auch des evolutionären Entwicklungsprozesses letztlich in einem kompetitiven Konflikt zwischen den Anforderungen an die Aufnahme statischer und dynamischer Kräfte einerseits (Stabilität) und den umweltbezogen notwendigen oder sich als Vorteil erweisenden Bewegungsraum andererseits (Mobilität) besteht. In allen Bereichen der Bewegungsorgane geht es immer darum, den Kraftfluss unter dynamischen Bedingungen – vor allem in der Nähe der Grenzen des Bewegungsraumes – so zu lenken, dass die gesamte regional zur Verfügung stehende Bewegungseinheit mit einbezogen wird. Damit verbunden ist die Kontrolle des Bewegungsablaufs sowohl durch aktive als auch durch passive Elemente mit dem Ziel einer Reduktion lokaler Druck- und Zugspannungen.

Wie sich an einer Reihe von Beispielen zeigen lässt, stellen viele Bewegungseinheiten des Skelettsystems, wie z.B. Kniegelenk oder Bewegungssegmente der Wirbelsäule, derartige optimierte Kompromisse an sich gegenseitig begrenzende Anpassungsrichtungen dar. Besonders eindrucksvoll geht dies aus der Untersuchung der Wirbelgelenke verschiedener Säugetiere hervor (Bosczcyk et al. 2001). Dabei zeigt sich, dass Form und Ausrichtung dieser Gelenke bei den verschiedenen Spezies exakt mit den bevorzugten Bewegungsmustern korrelieren. Daraus ist beweisend abzuleiten, dass dies auch für den Menschen zutrifft. Angesichts dessen sehr vielfältigen und eben nicht auf Vorzugsrichtungen beschränkten Bewegungsverhaltens sind auch seine Wirbelgelenke Ausdruck der Anpassung an die Erfordernisse der Stabilität einerseits bei gleichzeitiger Optimierung von Mobilität andererseits.

Vergleicht man die beiden Herausforderungen an den Bewegungsapparat, so stellt sich rasch heraus, dass beide Anforderungen nicht in derselben Weise maximiert werden können. Eine Weiterentwicklung der Anpassung an statische Erfordernisse muss angesichts der primären Leistungsfähigkeit der biologischen Materialien zu einer Zunahme der Masse der beteiligten Elemente, z.B. der Wirbelkörper und des Bandapparats führen. Dass dies aber zwangsläufig zu einer Einschränkung der Beweglichkeit führen würde, ist ebenso klar und wird durch viele Vergleiche aus der Technik bewiesen.

Merke

Das kompetitive Konstruktionsprinzip der passiven Bewegungsorgane liegt im Konflikt zwischen Anpassung an unerlässliche Erfordernisse der Stabilität einerseits und die Optimierung von Mobilität andererseits.

Vor dem Hintergrund akzeptabler ergonomischer Verhältnisse bzw. unter Berücksichtigung eines möglichst geringen Energieverbrauchs kann Mobilität (Kinematik) nur auf Kosten der Stabilität (Statik) ausgebaut werden. Dabei versteht sich, dass dieses hoch differenzierte System bei extremer Bevorzugung einer der beiden Zielsetzungen in Beruf und Freizeit leicht überfordert werden kann (► Abb. 2.8).

Abb. 2.8 Verdeutlichung des Zielkonflikts der Evolution in Bezug auf die Anpassung der passiven Bewegungsorgane am Beispiel der Handwurzel. Die beiden Parameter Stabilität und Mobilität können sich nur entlang der unterbrochenen Linie zueinander verhalten.

2.4.2 Funktionelle Anpassung

Die Stabilität des Skeletts wird vom exakten Zusammenspiel seiner knöchernen und ligamentären Elemente bestimmt. Die Bauteile sind im Allgemeinen so verteilt, dass druck- und zugfeste Anteile tatsächlich entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit angeordnet sind. Mit dieser an sich banalen, im Detail aber höchst anspruchsvollen Frage haben sich insbesondere F. Pauwels und B. Kummer in vielen Publikationen auseinandergesetzt (Pauwels 1965, Kummer 2004).

Genauere Untersuchungen der Sehnen und ihrer Anheftungszonen haben eindrucksvoll und klar gezeigt, dass die Verteilung vieler Makromoleküle der ECM exakt die lokale mechanische Situation widerspiegelt. In den Ansatzbereichen findet sich überall dort Faserknorpel, wo die kollagenen Faserbündel im Bewegungsablauf der benachbarten Gelenke einer wiederholten Knickung unterliegen. Während die auf Zug beanspruchten Teile der Sehnen ausschließlich aus Kollagen Typ I aufgebaut sind, treten als Ausdruck einer lokalen Druckbeanspruchung in der ECM an Umlenkstellen Aggrecan und Kollagen Typ II auf (Milz et al. 2005). Dies ist ein reversibler Prozess und ist ohne Zweifel als Ausdruck einer funktionellen Anpassung aufzufassen. Dies gilt auch für die Orientierung der kollagenen Faserbündel im Bindegewebe und scheint vom Grad der wiederholten dynamischen Beanspruchung abzuhängen. Adäquate dynamische Beanspruchung ist jedenfalls die Voraussetzung für die Aufrechterhaltung einer der geforderten Funktion entsprechenden Ausbildung der Struktur des straffen Bindegewebes. Es sollte hier am Beispiel der fibrösen Membranen von Gelenkkapseln in Erinnerung gerufen werden, dass umgekehrt straffes Bindegewebe degradiert wird und schrumpft, wenn es nicht einer konsequenten Dehnung unterliegt.

In ähnlicher Weise wie das Bindegewebe reagiert auch der Knochen empfindlich auf Änderungen der hauptsächlichen Beanspruchung. Unterforderung, wie sie z.B. durch krankheitsbedingte längere Liegezeiten oder durch Lähmungen entstehen können, führen erstaunlich rasch in wenigen Wochen zu einer deutlichen Abnahme der Mineralisierung und damit zu einer Herabsetzung der Festigkeit. Umgekehrt braucht es wesentlich länger, bis die ursprüngliche Mineralisierung und damit die Ausgangsfestigkeit wieder erreicht wird (Müller-Gerbl et al. 1990). Hochleistungssportler erreichen schon in jungen Jahren eine große Knochenmasse. Die Gelenke von Kunstturnern weisen eine wesentlich dichtere subchondrale Platte auf als gleichaltrige Vergleichspersonen. Auch die Gelenkform ist nicht als selbstständige, absolute Konstante aufzufassen. Geometrie und subchondrale Mineralisierung stehen im Normalfall in einer Beziehung, die für eine Optimierung der Spannungsverteilung im Gelenk sorgt. Dass Gelenke von der Geometrie der Knorpeloberfläche her im Allgemeinen inkongruent sind, ist daher überhaupt nicht ungewöhnlich.

Generell scheint die Knochendichte in etwa mit der Muskelmasse zu korrelieren, was ebenfalls auf einen direkten Zusammenhang von Mineralisierung und dynamischer Beanspruchung hinweist. In letzter Zeit häufen sich die Hinweise darauf, dass der Mechanismus der funktionellen Anpassung im Knochengewebe über die Reparatur von Mikrofrakturen läuft (Ruimerman et al. 2005).

Beim Knorpelgewebe scheinen die Verhältnisse dagegen anders zu liegen. Entgegen der ursprünglichen, auf der Hand liegenden Unterstellung einer funktionellen Anpassung auch des hyalinen Knorpels in Bezug auf Dicke und Matrixzusammensetzung zeigt sich aus einer Reihe neuerer Untersuchungen, dass Knorpelvolumen und Knorpeldicke der Gelenke in hohem Maße genetisch gesteuert sind (Eckstein et al. 2005). Von einer funktionellen Anpassung, einer Trainierbarkeit des Knorpelgewebes mit dem Ziel einer Dickenzunahme kann somit keine Rede sein.

Das Muskelgewebe weist gegenüber dem passiven Bewegungsapparat eine eindrucksvolle und in selbstverständlicher Weise genutzte Trainierbarkeit auf. Ohne die näheren Mechanismen hier ausbreiten zu müssen, ist klar, dass die Muskelmasse im Allgemeinen, aber auch bei einzelnen Muskeln in gezielter Weise vermehrbar ist. Die Zahl der Muskelzellen wird zwar nicht verändert, wohl aber nimmt die Dicke der Muskelfasern zu, was auf einer Vermehrung der kontraktilen Proteine beruht.

2.5 Altern – Degeneration

2.5.1 Zellalterung

Altern gehört zum Wesen biologischer Systeme. Streng genommen beginnt dieser mit einem negativen Image besetzte Prozess bereits kurz nach Abschluss der Bildung der einzelnen Strukturen und damit in Bezug auf den Gesamtorganismus in sehr unterschiedlicher zeitlicher Abfolge. Die Erhaltung der mechanischen Leistungsfähigkeit der Anteile der passiven Bewegungsorgane wird an sich durch einen regelhaften Strukturersatz (turn-over) gewährleistet. Lokale Schädigung kann dabei in Grenzen ausgeglichen werden und ist sogar Voraussetzung für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit. Dies unterscheidet technische von biologischen Materialien, die über die Möglichkeit einer kontinuierlichen Regeneration (remodeling) verfügen.

Auf zellulärer Ebene wird der Alterungsprozess besonders im Rahmen der Regeneration der Zellen sichtbar (Macieira-Coelho 2003). Nur in vitro gelingt es, Zellen, insbesondere Fibroblasten, in Kultur gewissermaßen unsterblich zu erhalten. Ansonsten ist davon auszugehen, dass für jede Zellart eine genetisch programmierte Generationszahl vorgegeben ist. Diese Theorie beruht auf der Vorstellung, dass Überleben einfacher wie auch komplexer Formen tierischen Lebens in sich ändernder Umwelt (Evolution) nur möglich ist, wenn die Lebenszeit des einzelnen Individuums begrenzt ist und durch Reproduktion und Mutation neue und besser angepasste Organismen entstehen können.