Praxisbuch Franchising - Veronika Bellone - E-Book

Praxisbuch Franchising E-Book

Veronika Bellone

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Beschreibung

Franchising steht für die Win-win-Partnerschaft starker Marken und begeisterter Existenzgründer. Wie ein Franchise-System funktioniert und welche Chancen es Unternehmen und Marken bietet, zeigen Veronika Bellone und Thomas Matla. - Franchising als Wachstumsstrategie - Marken stärken und führen - Partnermarketing – fair und zuverlässig - Zukunft: Sozial-, Kultur- und Greenfranchising - Workbook zum Aufbau eines Franchise-Konzepts Das Workbook unterstützt bei der Entwicklung des Franchise-Konzepts, die Toolbox mit Checklisten und Leitfäden bei der Umsetzung in die Praxis.

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Veronika Bellone | Thomas Matla

Praxisbuch Franchising

Konzeptaufbau und Markenführung

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

[email protected]

3. Auflage 2013

© 2010 by mi-Wirtschaftsbuch, ein Imprint der Münchener Verlagsgruppe GmbH,

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089_651285_0

Fax: 089_652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Redaktion: Anke Wülpern, Berlin

Lektorat: Stephanie Walter, München

Grafiken: Matthias Hinkelmann, Bremen

Deckelgestaltung: Jarzina Kommunikations-Design, Holzkirchen

Deckelabbildung: www.istockphoto.com

Satz: JournalMedia GmbH, München

Druck: CPI – Ebner & Spiegel, Ulm

eBook by ePubMATIC.com

ISBN: 978-3-86880-119-4

ISBN E-Book (PDF) 978-3-86416-101-8

ISBN E-Book (E-PUB, Mobi) 978-3-86416-122-3

Weitere Infos zum Thema:

www.mi-wirtschaftsbuch.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.muenchner-verlagsgruppe.de

Inhalt

Geleitwort von Torben L. Brodersen:Franchising – der moderne Mittelstand

Geleitwort von Christoph Wildhaber:Franchising – eine Erfolgsgeschichte auch in der Schweiz

Einleitung

1    Franchising – was ist das?

1.1     Business-Format-Franchising

1.2     Marke – was ist das?

1.3     Brand-Franchising

1.4     Neue Herausforderungen im Franchising

1.5     Wohin entwickelt sich Franchising?

2    Die acht Wahrheiten im Franchising

2.1     Franchising eignet sich für gesunde Unternehmen

2.2     Franchising ist eine strategische Entscheidung

2.3     Franchising braucht Vorsprungsmerkmale

2.4     Franchising braucht Persönlichkeit

2.5     Franchising heißt Interaktion, Innovation und Reflexion

2.6     Franchising erfordert Denken in Konsequenzen

2.7     Franchising ist eine Kulturleistung

2.8     Franchising bedeutet stetige Effizienzverbesserung

3   Franchise-Denkwerkzeuge

Anmerkungen

Literatur

Websites

Register

Autoreninformation

Geleitwort von Torben L. Brodersen: Franchising – der moderne Mittelstand

Die deutsche Franchise-Wirtschaft zeigt sich auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten als stabiler Wirtschaftsfaktor. Die Idee: Mittelständische Unternehmer öffnen als sogenannte Franchise-Geber die eigene erprobte Geschäftsidee für Partner, die als Franchise-Nehmer selbstständige Unternehmer werden und unter einem gemeinsamen Markendach auftreten. Ziel dieser Unternehmen ist, neue Wege des Wachstums, neue Märkte und neue Kundengruppen zu erreichen. Franchising ist für viele der optimale Weg. Besonders in schwierigen Zeiten erweisen sich Unternehmer-Kooperationen als nahezu krisenfest. Das belegen die Statistiken des Verbandes.

Der Deutsche Franchise-Verband führt seit vielen Jahren eine statistische Erhebung durch und die Ergebnisse verdeutlichen die rasante Entwicklung dieses noch jungen Wirtschaftszweiges. Die Zahl der Franchise-Geber stieg in Deutschland in den letzten zehn Jahren von 720 auf 980 im Jahr 2009, im gleichen Zeitraum verdoppelte sich die Zahl der Franchise-Nehmer nahezu von 34.000 auf 61.000 und die Umsätze stiegen von 20 auf 44 Milliarden Euro. Diese Erfolgsgeschichte basiert auch auf immer neuen, innovativen Geschäftsideen, die gezielt mit hoch motivierten Franchise-Nehmern erfolgreich multipliziert werden. Wir rechnen auch in der Zukunft mit einer weiteren Zunahme neuer Franchise-Ideen. Besonders viel Potenzial sehen wir in den Sektoren Gesundheit, Pflege und haushaltsnahe Dienstleistungen, aber auch umweltbewusste, nachhaltige Geschäftsideen dürften immer mehr Interessenten für sich gewinnen. Wir als Franchise-Verband stehen gerne mit Rat und Informationen zur Seite. Interessierte finden auf unserer Internetseite www.franchiseverband.com kostenlose Broschüren, Checklisten und Tipps zur Vorbereitung. Gründungsinteressierte finden dort ebenfalls Informationen zu unseren Mitgliedern und die entsprechenden Kontaktdaten.

Torben L. BrodersenGeschäftsführer Deutscher Franchise-Verband, Berlin

Geleitwort von Christoph Wildhaber: Franchising – eine Erfolgsgeschichte auch in der Schweiz

Nicht nur in turbulenten Zeiten stehen Unternehmen vor der Frage, welcher Vertriebsweg der richtige für ihre Produkte und Dienstleistungen ist. Tausende von Unternehmen haben weltweit bewiesen: Franchising stellt eine attraktive Lösung dar. Auch in der Schweiz. Mehr und mehr Unternehmen in der Schweiz nutzen die Chance, mit Franchising zu wachsen. Der Schweizer Franchise-Verband geht davon aus, dass heute etwa 300 Franchise-Systeme direkt oder indirekt in der Schweiz vertreten sind; darunter so bekannte Namen wie McDonald’s, Migros, Esprit oder RE/MAX. Franchise-Systeme sind wettbewerbsfähig und stellen ihre Profilierung am Markt kundenorientiert in den Vordergrund. Das für Franchising typische einheitliche Vorgehen führt dazu, dass sich professionelle Franchise-Systeme wirtschaftlich überdurchschnittlich entwickeln können. Auch in der Schweiz heben sich Franchise-Systeme oft aufgrund ihrer attraktiven Alleinstellungsmerkmale von nicht franchisierten Unternehmen ab. Die Standortvorteile der Schweiz (beispielsweise ein steuerfreundliches Umfeld, finanzielle Stärke, stabile Verhältnisse) im Herzen von Europa, kombiniert mit einem anspruchsvollen, qualitätsbewussten Verbraucherumfeld, machen die Schweiz zu einem idealen Testmarkt gerade auch für die internationale Entwicklung von Franchise-Systemen. So haben einige internationale Franchise-Ketten ihren Standort für ihre europäische Zentrale in der Schweiz gewählt. Der Schweizer Franchise-Verband fördert die Entwicklung von Franchising und unterstützt seine Mitglieder in deren Aktivitäten. Mit der Vermittlung der »Best Practices« in einem Franchise-System wird eine einheitlich hohe Qualität in der Franchisierung angestrebt. Der Verband bietet zu diesem Zweck unter anderem Mitgliedern und allgemein an einer Franchisierung interessierten Unternehmen einen entsprechenden Intensivkurs an (siehe www.franchiseverband.ch). Die Nachfrage und positive Resonanz der Teilnehmer zeigt, dass Franchising ungebrochen eine Erfolgsstrategie ist.

Dr. Christoph WildhaberGeschäftsführer Schweizer Franchise Verband, Zürich

Einleitung

Bücher zum Franchising gibt es viele. Bücher zum Thema Marken auch. Was motiviert uns also, Ihnen dieses – noch ein weiteres Buch zum Thema – anzubieten? Ganz einfach – wir fanden kein solches auf dem deutschsprachigen Markt. Und wir wollten es haben. Für Sie. Ein Buch, das beide Welten, »Franchising« und »Marke«, so verzahnt, dass das Marken-Denken das Franchise-Denken vollkommen durchdringt. Ein Buch für echte Franchise-Praktiker, ein Praxishandbuch eben. Aber auch für Marken-Praktiker zum Einstieg ins Franchising. Deshalb haben wir darauf geachtet, für Sie eine Auswahl zu treffen. Nur was wirklich relevant ist, fließt in die Texte ein. Wir haben beide in unserer jeweils über 20-jährigen Berufspraxis erlebt, welche Fragen immer wieder gestellt werden, welche Probleme zu welcher Zeit und an welcher Stelle auftauchen. Und welche Werkzeuge helfen können, diese zu lösen. Deshalb haben wir für Sie wirkungsvolle Denkwerkzeuge entwickelt, die ganz speziell für Franchise-Unternehmen konzipiert sind. Sie sind einfach zu verstehen und leicht anzuwenden. Wir haben sie in Deutschland und der Schweiz an Hochschulen, in Kursen und Workshops praxiserprobt. Jetzt stellen wir sie Ihnen erstmals vor. Sie finden sie gesammelt in unserer Franchise-Denkwerkzeug-Kiste im dritten Kapitel. Wir möchten Ihnen damit unbegründete Ängste vor der oft kompliziert erscheinenden Franchise- und Marken-Welt nehmen, Ihnen Wirkmechanismen offenlegen, die sonst hinter verklausulierten amerikanischen Begriffen versteckt werden, und Ihnen eine effektive und effiziente Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Wir hoffen, damit unseren kleinen Beitrag zur Qualitätssteigerung im Franchising leisten zu können, und wünschen Ihnen eine anregende und Nutzen stiftende Lektüre.

Veronika Bellone und Thomas Matla

Um Papier und damit Bäume einzusparen, verwenden wir nachfolgend überwiegend die männliche Anrede.

Zug und Berlin, im Oktober 2010

1    Franchising – was ist das?

Für die einen bedeutet Franchising die Schaffung neuer kleiner und mittlerer Geschäftseinheiten und die Integration bestehender Mittelständler. Für andere ist Franchising in erster Linie mit Uniformität von Stadtzentren verbunden, weil sich die immer gleichen Markenunternehmen ansiedeln – weltweit. Die einen sehen darin eine Sicherung von Qualität und Verfügbarkeit, die anderen vermissen Individualität.

Franchising ist weder gut noch schlecht! Franchising ist eine Wachstumsund Profilierungsstrategie. Eine spezielle Vorgehensweise, um erfolgreiche Geschäftskonzepte zu multiplizieren. Was so simpel klingt, braucht eine solide und vor allem umfassende Vorbereitung. Und den Rundumblick, um die fortwährenden Marktveränderungen im Hinblick auf Chancen und Risiken für das entstehende Franchise-System zu analysieren. Bevor wir uns dem praktischen Aufbau von Franchise-Systemen widmen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Entstehungsgeschichte.

Der Ursprung

Der Begriff »Franchise« stammt aus dem mittelalterlichen Frankreich. Dort wurde mit dem Begriff »Franchise« die Vergabe von Privilegien an Dritte bezeichnet, die gegen ein Entgelt im staatlichen Interesse produzieren oder Handel betreiben durften. Ins amerikanische Wirtschaftsvokabular übernommen, wurde Franchising in seinen Ausprägungen den Bedingungen der Märkte entsprechend weiterentwickelt.

Franchising hat sich zu einer enormen Erfolgsstory rund um den Globus entwickelt. Allein in den USA wird jeder dritte Dollar im Einzelhandel über Franchise-Systeme umgesetzt. Laut Statistik des Europäischen Franchise Verbandes zum internationalen Franchise-Aufkommen gibt es zum Beispiel in China um die 2.600, in den USA/Kanada zusammen über 4.200 und in Japan 1.250 Franchise-Systeme – insgesamt spricht man von gut 10.000 Franchise-Brands, die weltweit vertreten sind (Stand 2009)1.

Franchise-Systeme sind in unserem wirtschaftlichen Umfeld fest verankert und prägen national wie international Innenstädte mit bekannten Marken wie zum Beispiel McDonald’s, Marc O'Polo, Yves Rocher, Swarovski, Fressnapf und vielen anderen. Allen gemeinsam ist die Multiplikation eines erfolgreichen Geschäftskonzeptes. Und genau hier hat sich seit den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts sehr viel verändert. Galt zuvor vor allem der reine Produktvertrieb nach einem einheitlichen Muster als »modernes« Franchising (Product-Distribution-Franchising), so entwickelte sich mit zunehmend serviceorientierten und komplexeren Geschäftsmodellen das umfassende Geschäftsführungs-Franchising (Business-Format-Franchising). Hier werden den Franchise-Partnern nicht nur Vertriebs- und Markenrechte gegen Entgelt übertragen, sondern auch das relevante Know-how um die Betriebsführung für die erfolgreiche Vermarktung des Leistungsangebotes. Als Wegbereiter für diese Form des Franchisings gelten vor allem amerikanische Fast-Food-Ketten, die es verstanden haben, produktivitätssteigernde Methoden im gleichen Maße anzuwenden wie in der Industrie. Mit der Systematisierung von Arbeitsprozessen zur Herstellung von Burgern und Milchshakes bis zur Beschreibung von Erfolgsfaktoren im Auftritt wurden nicht nur Produkte, sondern auch Services standardisiert, um sie zu multiplizieren. Damit wurde Franchising als Wachstumsstrategie mit neuen Werten aufgeladen, nämlich dem Serviceversprechen einer gleichbleibenden Qualität – egal an welchem Standort man die Leistung bezieht –, der schnellen Reproduzierbarkeit und der Wiedererkennung durch einen einheitlichen Auftritt der Geschäftsstellen. Werte, die den Erfordernissen der entstandenen Massenmärkte nach dem Zweiten Weltkrieg entsprachen.

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