Produktionswirtschaft - Paul H. Bäuerle - E-Book

Produktionswirtschaft E-Book

Paul H. Bäuerle

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Beschreibung

Antworten auf die W-Fragen liefert der Autor anhand verständlicher Erklärungen und einfacher Beispiele. Umfassend stellt er die Grundlagen und die industriellen Problembereiche der Fertigungswirtschaft nach dem Ishikawa-Prinzip vor. Dabei geht es u.a. um: - Produktionsziele und -kennzahlen - Produktionsprogramme, -mengen und -verfahren - Standort-, Layout- und Organisationsentscheidungen - Termin- und Ablaufplanung sowie deren Überwachung - Kapazitäts- und Reihenfolge-Planung - Maschinenbelegungs- und Auftragsplanung Jedes Thema ist verständlich aufbereitet: Zunächst werden die Grundprobleme erarbeitet und Teilprobleme erklärt, anschließend werden Tools und Techniken zur Lösung vorgestellt. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen jeweils die dargestellte Vorgehensweise. Umfangreiche Beispielaufgaben und Fallstudien aus der industriellen Praxis inkl. Lösungen zum Download auf myBook+ runden die einzelnen Kapitel ab.

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Seitenzahl: 830

Veröffentlichungsjahr: 2021

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[7]Inhaltsverzeichnis

Hinweis zum UrheberrechtImpressumVorwortHinweise zur Benutzung des Buches1 Was beinhaltet und wozu dient dieses Buch? – Einleitung1.1 Zweck und Inhalt des Buches1.1.1 Nutzen und Zweck des Buches1.1.1.1 Der deskriptiv-definitorische Zweck1.1.1.2 Der explanative Zweck1.1.1.3 Der anwendungsbezogene Zweck1.1.2 Inhalt und Aufbau des Buches1.1.2.1 Produktionstechnik, Produktionswirtschaft und Wirtschaftszweige1.1.2.2 Problembereiche der Produktionswirtschaft1.2 Historische Entwicklung der Produktion1.2.1 Vorindustrielle Produktion in Steinzeit, Mittelalter und Neuzeit1.2.2 Industrie 1.0 bis Industrie 4.01.2.3 Erkenntnisse aus der Produktionshistorie und Industrie 5.02 Warum produzieren? Produktionsziele und Produktionskennzahlen2.1 Ziele industrieller Produktion2.1.1 Bedarfsdeckung und Gewinnerzielung2.1.2 Operative Teilziele der Produktionswirtschaft2.2 Kennzahlen industrieller Produktion (KPI)2.2.1 Absolute und relative Kennzahlen2.2.1.2 Relative Kennzahlen2.2.2 Kennzahlensysteme (KPI-Baum)3 Was produzieren? Produktionsprogrammplanung3.1 Überblick: Entscheidungstatbestände der Produktionsprogrammplanung3.2 Strategische Programmentscheidungen3.2.1 Horizontale Produktionsprogrammplanung (Entscheidungen zur Fertigungsbreite) 3.2.1.1 Programmentscheidungen mit Renditevergleich 3.2.1.2 Programmentscheidungen mit Portfolioplanung 3.2.2 Vertikale Produktionsprogrammplanung (Entscheidungen zur Fertigungstiefe) 3.3 Operative Programmentscheidungen3.3.1 Entscheidungen über Auftragsannahme und Auftragsablehnung3.3.1.1 Auftragskalkulation mit Divisionsverfahren3.3.1.2 Auftragskalkulation mit Zuschlagsverfahren3.3.2 Entscheidungen zur Auftragsreihenfolge4 Wer produziert? Make-or-Buy-Entscheidungen und Fertigungstiefe4.1 Grundlegende Sachverhalte des Make or Buy4.1.1 Formen, Bestimmungsfaktoren sowie Vor- und Nachteile des Make or Buy4.1.2 Maßgrößen des Make or Buy4.1.2.1 Die Eigenfertigung4.1.2.2 Die Fremdfertigung4.1.2.3 Die Fertigungstiefe 4.1.2.4 Der Eigenanteil4.1.2.5 Der Fremdanteil4.1.2.6 Die Wertschöpfung4.2 Vorteilhaftigkeitskalküle für Make-or-Buy-Entscheidungen4.2.1 Simultane Entscheidungsfindung bei MoB-Problemen4.2.2 Sukzessive Entscheidungsfindung bei MoB-Problemen5 Wie viel produzieren? Produktionsmengenplanung5.1 Mengenplanungsprobleme in der Produktionswirtschaft5.2 Entscheidungen über Gesamtmengen5.2.1 Mengenentscheidungen im Einprodukt-Fall5.2.2 Mengenentscheidungen im Mehrprodukt-Fall5.3 Entscheidungen über Teilmengen: Losgrößenplanung5.3.1 Ermittlung der optimalen Losgröße: das Grundmodell5.3.1.1 Rechnerische Ermittlung der optimalen Losgröße5.3.1.2 Grafische Ermittlung der optimalen Losgröße5.3.1.3 Tabellarische Ermittlung der optimalen Losgröße5.3.2 Losgrößenprobleme aus praktischer Sicht5.3.2.1 One Piece Flow (OPF) und Just-in-Time (JIT)5.3.2.2 Single Minute Exchange of Die (SMED)5.4 Produktionsmengen und Fertigungstypen: Einzel-, Serien- und Massenfertigung6 Wie produzieren? Produktionsverfahrenswahl6.1 Überblick über Verfahrenswahl und Fertigungsverfahren6.2 Methoden der Verfahrensentscheidungen6.2.1 Tabellarischer Verfahrensvergleich6.2.2 Grafischer Verfahrensvergleich6.2.3 Verfahrenswahl durch paarweisen Vergleich6.2.4 Verfahrenswahl mithilfe der Nutzwertanalyse6.2.5 Verfahrensauswahl durch Kostenvergleich6.3 Beispiel zur Verfahrenswahl: Additive versus subtraktive Fertigungsverfahren7 Worin produzieren? Industrielle Organisation7.1 Unternehmensorganisation und Produktionsorganisation7.2 Industrielle Organisationsformen7.2.1 Verrichtungsorientierte Organisationsformen7.2.1.1 Werkstattfertigung7.2.1.2 Baustellenfertigung7.2.1.3 Werkbankfertigung und Einzelplatzfertigung7.2.2 Linienorientierte Organisationsformen7.2.2.1 Fließfertigung7.2.2.2 Reihenfertigung7.2.3 Mischformen der Organisationstypen 7.2.3.1 Werkstattfließfertigung7.2.3.2 Gruppen- und Inselfertigung7.2.4 Industrie-4.0-Organisation7.2.4.1 Smart Factory 7.2.4.2 Virtuelle Fabrik und Produktionsnetzwerk7.3 Wahl der Organisationsform (Organisationsplanung)8 Wo produzieren? Standort- und Layoutplanung 8.1 Überblick: Standort- und Layoutplanung 8.2 Örtlich-externe Planung: Standortentscheidungen 8.2.1 Entscheidungskriterien für die Wahl des Fertigungsstandortes (Standortfaktoren)8.2.2 Standortanalyse und Standortwahl 8.2.2.1 Standortwahl mit Due-Diligence-Analyse8.2.2.2 Standortwahl mit Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT)8.2.2.3 Standortwahl mit Nutzwert-Analyse8.2.2.4 Standortwahl mit Business- und Finanzplänen8.2.2.5 Standortwahl als Transportkosten-Minimierungsproblem8.3 Räumlich-interne Planung: Layoutentscheidungen 8.3.1 Grundsachverhalte der Layoutplanung 8.3.1.1 Ebenen der Layoutplanung 8.3.1.1.1 Standortplanung8.3.1.1.2 Fabrikplanung8.3.1.1.3 Produktionsstättenplanung8.3.1.1.4 Arbeitsplatzplanung8.3.1.2 Arten der Layoutplanung8.3.1.2.1 Korrektive und präventive Layoutplanung 8.3.1.2.2 Greenfield-Planung und Brownfield-Planung8.3.1.2.3 Neuplanung und Umorganisation8.3.1.2.4 Grobplanung und Feinplanung8.3.2 Werkzeuge für Layoutentscheidungen 8.3.2.1 Materialflussorientierte Layoutplanung8.3.2.2 Werkstattorientierte Layoutplanung8.3.2.2.1 Rechnerische Lösung des Layoutproblems8.3.2.2.2 Grafische Lösung des Layoutproblems8.3.2.3 Fallbeispiel: Layoutplanung bei Werkstattfertigung8.3.3 Arbeitsplatzgestaltung8.3.3.1 Ergonomische Kriterien zur Arbeitsplatzgestaltung8.3.3.2 Gesetzliche und normative Vorschriften zur Arbeitsplatzgestaltung8.3.3.3 Die 5-S- und die 6-S-Methode der Arbeitsplatzgestaltung8.3.4 Klassische Layout-Grundformen: Industrielle Organisation9 Wann produzieren? Zeit-, Ablauf- und Prozessplanung9.1 Produktionswirtschaftliche Ablaufanalyse9.1.1 Langfristige Betrachtung: der Produktlebenszyklus9.1.2 Mittelfristige Betrachtung: die Produktlebensdauer9.1.3 Kurzfristige Betrachtung: der Wertschöpfungsprozess9.1.3.1 Wertschöpfung (Value Added) 9.1.3.2 Verschwendung (Muda)9.1.3.3 Lean Production und TIMWOOD 9.2 Wertstromanalyse und Wertstromdesign (Value Stream Mapping)9.2.1 Wertschöpfungsprozess und Wertstrom9.2.2 Wertstromanalyse (Value Stream Analysis)9.2.3 Wertstromdesign (Value Stream Design)9.2.4 Praktische Durchführung und Nutzen von Wertstromanalyse und Wertstromdesign 9.3 Das Spaghetti-Diagramm9.3.1 Ablaufanalyse mit Spaghetti-Diagramm9.3.2 Ablaufoptimierung mit Spaghetti-Diagramm9.3.3 Praktische Durchführung und Nutzen eines Spaghetti-Diagramms9.4 Zeit- und Terminplanung9.4.1 Grundsätzliches zur Zeit- und Terminplanung9.4.1.1 Zeitabschnitte und Zeitbegriffe in der Produktionswirtschaft9.4.1.2 Zeitermittlung in der Produktionswirtschaft9.4.2 Terminierung mit Balkendiagramm (Gantt-Diagramm)9.4.2.1 Techniken der Vorwärts- und Rückwärtsterminierung9.4.2.1.1 Vorwärtsterminierung (= progressive Terminierung)9.4.2.1.2 Rückwärtsterminierung (= retrograde Terminierung)9.4.2.1.3 Kombinierte Terminierung9.4.2.1.4 Zeitpuffer9.4.2.1.5 Gantt-Zeitplanung in der Produktion9.4.2.2 Beispiel: Durchlaufterminierung mit Gantt-Diagramm9.4.3 Terminierung mit Netzplantechnik (Network Analysis)9.4.3.1 Strukturplanung mit Netzplänen9.4.3.1.1 Vorgangspfeil- und Vorgangsknoten-Netzpläne9.4.3.1.2 Deterministische und stochastische Netzpläne9.4.3.1.3 Netzpläne in der Produktionswirtschaft9.4.3.2 Zeitplanung mit Netzplänen9.4.3.2.1 Zeitinformation und Vorgangsknoten9.4.3.2.2 Vorwärtsterminierung im Netzplan9.4.3.2.3 Rückwärtsterminierung im Netzplan9.4.3.2.4 Kombinierte Terminierung und Zeitpuffer9.4.3.2.5 Kritische Vorgänge und kritische Wege9.4.3.3 Beispiel: Durchlaufterminierung mit Netzplantechnik 9.4.4 Gantt-Diagramm und Netzplantechnik im Vergleich9.5 Kapazitätsplanung und Kapazitätsterminierung9.5.1 Grundsätzliches zur Kapazitätsplanung und Kapazitätsterminierung9.5.2 Kapazitätsabgleich (Belastungsanalyse)9.5.2.1 Kapazitätsangebot und Kapazitätsprofil9.5.2.2 Kapazitätsnachfrage und Belastungsprofil9.5.2.3 Kapazitätsüber- und -unterauslastung9.5.3 Kapazitätsausgleich (Belastungsanpassung)9.5.3.1 Kapazitätsanpassung9.5.3.2 Beschäftigungsanpassung9.5.4 Produktionsglättung und -nivellierung (Smoothing, Heijunka) 9.5.5 Beispiel zur Kapazitätsterminierung9.6 Reihenfolgeplanung 9.6.1 Grundsätzliches zur Reihenfolgeplanung 9.6.2 Auftragsreihenfolgeplanung 9.6.3 Maschinenbelegungsplanung9.6.4 Lösungsverfahren für Reihenfolgeprobleme9.6.4.1 Intuitive Lösungsverfahren (Trial-and-Error-Verfahren)9.6.4.2 Exkurs: Das Komplexitätsproblem in der Reihenfolgeplanung 9.6.4.3 Mathematisch-exakte Lösungsmethoden (Algorithmen)9.6.4.4 Pragmatische Lösungsverfahren (Heuristiken)9.6.4.4.1 Grafische Heuristiken (Akers-Verfahren)9.6.4.4.2 Prioritätsregel-Heuristiken (Rangfolgeverfahren)9.6.5 Beispiel zur Reihenfolgeplanung mit Prioritätsregelverfahren9.7 Fließbandabgleich (Line Balancing) 9.7.1 Grundlegende Sachverhalte des Fließbandabgleichs9.7.2 Rechnerische und begriffliche Grundlagen des Fließbandabgleichs9.7.2.1 Taktzeit, Bandarbeitszeit und Bandwirkungsgrad9.7.2.2 Beispiel zum rechnerischen Fließbandabgleich9.7.3 Austaktung mit Vorranggrafen und Prioritätswertverfahren9.7.3.1 Abhängigkeitsbeziehungen und Vorranggrafen 9.7.3.2 Austaktung mit Prioritätswertverfahren9.7.3.3 Beispiel zum Fließbandabgleich mit Prioritätswertverfahren9.7.4 Praktische Modifikationen zum Fließbandabgleich9.8 Simultane Ablaufplanung9.8.1 Das Interdependenzproblem9.8.2 Beispiel zur simultanen Zeit- und KapazitätsplanungLiteraturverzeichnisStichwortverzeichnisAutorArbeitshilfen Online
[1]

Hinweis zum Urheberrecht:

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Bitte respektieren Sie die Rechte der Autorinnen und Autoren, indem sie keine ungenehmigten Kopien in Umlauf bringen.

Dafür vielen Dank!

Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft - Steuern - Recht GmbH

[6]Meiner Frau Sigi gewidmet, die während der Entstehungszeit dieses Buches mit mir auf manchen Ski- und Urlaubstag verzichtet hat.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de/ abrufbar.

Print:

ISBN 978-3-7910-3195-8

Bestell-Nr. 20100-0001

ePub:

ISBN 978-3-7910-4143-8

Bestell-Nr. 20100-0100

ePDF:

ISBN 978-3-7992-6781-7

Bestell-Nr. 20100-0150

Paul H. Bäuerle

Produktionswirtschaft

1. Auflage, Juli 2021

© 2021 Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH

www.schaeffer-poeschel.de

[email protected]

Bildnachweis (Cover): Covermotiv: © wavebreakmedia, shutterstock

Produktmanagement: Alexander Kühn

Lektorat: Adelheid Fleischer

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, des auszugsweisen Nachdrucks, der Übersetzung und der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, vorbehalten. Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart

Ein Unternehmen der Haufe Group

[13]Vorwort

Das Lehrbuch, welches Sie gerade – als »E-Book« oder als »reales Buch« – lesen, behandelt die Probleme der industriellen Güter-Herstellung aus ökonomischer Sicht, was üblicherweise als »Produktionswirtschaft« bezeichnet wird. Es verortet sich daher im Schnittbereich zwischen ingenieurmäßiger Fertigungstechnik und kaufmännischer Betriebswirtschaft.

Die Inhalte dieses Buches wenden sich sowohl an Studierende technischer Fachrichtungen (z. B. Maschinenbau), die den wichtigen Blick über den Tellerrand hinaus in betriebswirtschaftliche Problemstellungen wagen (müssen), als auch an Studierende ökonomischer Fachrichtungen (z. B. Betriebswirtschaftslehre), die neben den typisch kaufmännischen Aufgaben auch Problemstellungen der industriellen Produktion bearbeiten (müssen). Auch können einige Kapitel des Lehrbuches dem einen oder anderen erfahrenen Praktiker, der Managementaufgaben in der industriellen Fertigung zu bewältigen hat, interessante und nützliche Hinweise geben.

Das vorliegende Buch ist einerseits aus der praktischen Berufserfahrung des Autors in mehreren Industrieunternehmen verschiedener Branchen entstanden. Es ist darüber hinaus von seiner mehrjährigen didaktischen Lehrerfahrung an unterschiedlichen Hochschulen (siehe Autorenseite am Schluss des Buches) geprägt. Dementsprechend orientiert sich die Auswahl der im Buch darzustellenden Inhalte einerseits an der praktischen Relevanz in der Industrie: Was ist aus dem riesigen Themenbereich der Produktionswirtschaft für die Lösung praktischer Probleme in der industriellen Produktion wichtig? Sie orientiert sich andererseits auch an der didaktischen Vermittelbarkeit in der Lehre: Was ist für das grundlegende Verständnis eines Lehrkapitels aus der Produktionswirtschaft wichtig? Manche Buchabschnitte könnten daher für einen erfahrenen Praktiker eventuell »zu theoretisch« erscheinen. Andere Abschnitte wird ein Studienanfänger eventuell als »zu komplex« einstufen. Das Ziel des Autors ist, die praktische Relevanz mit der didaktischen Vermittlung zu verbinden.

Was für die Auswahl und Darstellung der produktionswirtschaftlichen Themen und Inhalte gilt, trifft ebenso auf die im Buch aufgenommenen Beispiele und Aufgaben zu. Am Ende jeden Kapitels verdeutlichen ein oder mehrere Fallbeispiele exemplarisch den allgemein formulierten Lehrtext. Die dargestellten Beispiele und Aufgaben sind nahezu ausnahmslos aus konkreten Problemstellungen der industriellen Unternehmenspraxis sowie in Anlehnung an »echte« praktische Fälle entstanden. Die Herausforderung bestand dabei darin, die realen und komplexen Problemfälle aus der unternehmerischen Praxis (deren Lösung sich oft über Wochen und Monate hinzog) so zu isolieren und zu vereinfachen, dass sie für Studierende in kurzer Zeit lösbar sind. Klausuraufgaben sind in der Regel auf 60 oder 120 Minuten Bearbeitungszeit beschränkt. Zudem mussten die speziellen Informationen der konkret-praktischen Problemstellungen aus Datenschutzgründen so verändert und anonymisiert werden, dass allenfalls den involvierten Insidern ein Rückschluss auf die realen Unternehmen und deren betriebsinterne Daten möglich ist.

Die Suche und das Sammeln realer Problemfälle aus der industriellen Praxis und deren Übertragung in für dieses Lehrbuch didaktisch geeignete Aufgaben und Lösungen hat weit mehr Zeit beansprucht [14]als ursprünglich geplant war. Für die dabei erwiesene Geduld (und nicht nur dafür) dankt der Autor den Produktmanagern Frank Katzenmayer und Alexander Kühn sowie der Lektorin Adelheid Fleischer vom Schäffer-Poeschel-Verlag. Der Dank gilt auch meiner gesamten Familie, insbesondere meiner Frau Sigi.

Das Anliegen dieses Lehrbuches ist nicht nur, einen Beitrag zur heimischen Hochschullehre zu leisten, sondern ebenso zur grundlegenden Schulbildung in einer Schule in Namibia (ehemalige deutsche Kolonie Südwest-Afrika) beizutragen. Deshalb wird das Honorar des Autors in vollständiger Höhe für den Bau und Erhalt dieser Schule verwendet (siehe Spendenhinweis unten).

Das vorliegende Buch ist nach bestem Wissen und Gewissen von einem Menschen verfasst und kann daher nicht fehlerfrei sein. Daher gehen alle Fehler ausschließlich und allein zulasten des Autors (es handelt sich bekanntermaßen um eine Monografie). Jedes Feedback, jede Kritik und Anregung sind willkommen und können gerne unter folgender E-Mail-Adresse mitgeteilt werden: [email protected]

Der Autor wünscht allen Leserinnen und Lesern eine interessante und lehrreiche Lektüre.

Paul Bäuerle

Ravensburg-Weingarten, im Juni 2021

Die Erlöse aus dem Verkauf des vorliegenden Lehrbuches fließen vollumfänglich zurück in die Förderung von Bildung; namentlich dorthin, wo Bildung noch sehr im Argen liegt. Der Autor spendet den Reinerlös aus der Vermarktung dieses Buches zu 100 % an die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP (www.fly-andhelp.de). Die Spenden werden vollumfänglich zum Bau und Erhalt einer Schule in Namibia verwendet. Wer hierbei unterstützen möchte, um weiteren Kindern in Namibia eine Zukunft durch Bildung zu schenken, kann dies gerne unter folgendem Spendenkonto tun: FLY & HELP, IBAN: DE94 5739 1800 0000 0055 50, Kennwort: »Produkt Bildung«. Die Spenden kommen 1:1 ohne Abzug irgendwelcher Verwaltungs- und Werbekosten direkt der Schule in Namibia zu.

[15]Hinweise zur Benutzung des Buches

Üblicherweise benötigt ein Buch keine Gebrauchsanweisung; diese könnte allenfalls kurz und bündig lauten: »Bitte aufmerksam lesen!«. Obwohl diese Lese-Empfehlung grundsätzlich auch für das vorliegende Lehrbuch gilt, können aufgrund seiner didaktisch bedingten Besonderheiten ein paar ergänzende Hinweise zu dessen Benutzung hilfreich sein:

Das vorliegende Lehrbuch ist in insgesamt neun Kapitel gegliedert, die je nach Inhalt und Umfang wiederum in unterschiedlich viele Abschnitte und Unterabschnitte unterteilt sind. Alle neun Kapitel und alle zugehörigen (Unter-)Abschnitte dieses Buches behandeln ausschließlich das zentrale Thema »Produktionswirtschaft« aus unterschiedlichen Perspektiven. Die unterschiedlichen Betrachtungs-Perspektiven sind dabei aus den bekannten W-Fragen (wer, wie, was, wann, wo, warum …) abgeleitet.

Da sämtliche Kapitel und (Unter-)Abschnitte ausschließlich einem einzigen Thema (nämlich: wirtschaftliche Produktion) gewidmet sind, sind sie zwangsläufig interdependent und wechselseitig voneinander abhängig. Trotz dieser gegenseitigen inhaltlichen Abhängigkeit können die einzelnen Kapitel des Buches isoliert und unabhängig voneinander gelesen und erarbeitet werden. Der / die Leser*in muss das Buch also nicht notwendigerweise Kapitel für Kapitel von vorne nach hinten durcharbeiten; vielmehr sind die einzelnen Abschnitte so aufbereitet, dass ein selektives Lesen und ein beliebiges (Über-)Springen von und in Kapiteln ohne Verständnis-Einbußen möglich ist. Um Wiederholungen zu vermeiden, ist den inhaltlichen Überschneidungen verschiedener Kapitel durch Querverweise Rechnung getragen; es bleibt dem Interesse und der Motivation des Lesers bzw. der Leserin vorbehalten, ob er/sie den Querverweisen im Lesefluss folgt oder nicht.

Alle neun Kapitel dieses Buches behandeln einen abgeschlossenen Teilbereich aus der industriellen Produktion und sind jeweils identisch aufgebaut: Nach einem einführenden Überblick über das jeweilige produktionswirtschaftliche Thema werden alle zugehörigen Teil-Probleme sukzessive und ausführlich mit einfachen Beispielen erläutert. Zu jedem Kapitel (mit Ausnahme der einführenden Kapitel 1 und 2) gehören zusätzlich abschließende Aufgaben, die sowohl als praxisnahe und daher nicht-triviale Beispiele zum jeweiligen Lehrtext als auch der Lern-Selbstkontrolle (und damit evtl. der Klausur-Vorbereitung) des Lesers dienen. Da die Aufgaben mehrheitlich aus realen Problemstellungen der industriellen Praxis abgeleitet sind, weisen sie ein gewisses, fortgeschrittenes Anspruchs- und Komplexitätsniveau auf.

Aus Platzgründen finden sich die Musterlösungen zu den Aufgaben nicht im vorliegenden Lehrbuch (dies hätte den Umfang und den Preis des Buches unzumutbar erhöht), sondern stehen in digitaler Form auf sp-mybook.de zur Einsicht und zum Download bereit. Sie können dort von jedem/jeder berechtigten Leser:in kostenlos eingesehen und/oder heruntergeladen werden (siehe Hinweise zu sp-mybook am Anfang dieses Buches).

Dem Leser bzw. der Leserin wird empfohlen, für jede Aufgabe eines abgeschlossenen Kapitels zunächst einen eigenen Lösungsvorschlag selbständig zu erarbeiten (bzw. versuchen zu erarbeiten), bevor die zugehörige Musterlösung auf sp-mybook eingesehen oder heruntergeladen wird. Erfahrungsgemäß kann [16]nur so eine eigenständige Selbstkontrolle, ein nachhaltiger Lerneffekt, eine effektive Klausurvorbereitung und ein praktischer Nutzen für den Leser bzw. die Leserin sichergestellt werden.

Zu guter Letzt noch ein Genderhinweis: Natürlich wendet sich das vorliegende Lehrbuch gleichermaßen sowohl an interessierte Leser als auch an interessierte Leserinnen. Obwohl ausdrücklich alle Interessierten unabhängig vom ihrem Geschlecht, Alter, Herkunft etc. angesprochen sind, wird dies nicht in jedem Satz erneut zum Ausdruck gebracht. So schließt zum Beispiel die männliche Begriffsverwendung (z. B.: der Leser / der Lernende) selbstverständlich die weibliche Form (z. B.: die Leserin / die Lernende) mit ein. Um die eh schon schwer verständlichen Inhalte und Sätze aus dem vorliegenden, neuen Lehrgebiet »Produktionswirtschaft« nicht noch komplexer und damit noch schwerer verständlich zu machen, wird im Folgenden auf Doppel- und Mehrfachnennungen (z. B. er/sie, der/die Lernende, der/die StudentIn/n/en, der/die LeserX, ….) aus Gründen des Lesekomforts und aus Vereinfachungsgründen verzichtet.