Projekt Unternehmenserfolg - Hubert Romer - E-Book

Projekt Unternehmenserfolg E-Book

Hubert Romer

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Beschreibung

Wussten Sie, dass beinahe jedes dritte Unternehmen innerhalb der ersten zwei Jahre scheitert? Innerhalb der ersten vier Jahre sind es in der Regel schon knapp 40% (Quelle: statista.com). Wussten Sie, dass es oftmals nur kleine Fehler waren, die am Beginn des Scheiterns standen? Anfangs nicht beachtet, wuchsen sie zu echten Problemen aus, die später nicht mehr handelbar waren. Einem Floß gleich, das nur mal kurz an einer kleinen Ecke verhakt und durch die nachdrückende Strömung in gefährliche Schieflage gerät. Für Sie als Unternehmer stellt sich somit die Pflicht, alles im Vorfeld zu tun, damit Ihr Unternehmen nicht verhakt und verkantet.

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Seitenzahl: 271

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Hubert Romer

Projekt Unternehmenserfolg

Erfolgreich gründen und führen - Aktualisierte Ausgabe

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Sie wollen erfolgreicher Kapitän Ihres Unternehmens sein

Das Flößerprinzip

Und los geht das Abenteuer

Kentergefahr „Fehlende Zielsetzung und Vision“

Kentergefahr „Ungleichgewicht im unternehmerischen Wirkgefüge“

Kentergefahr „fehlende langfristige Visionen“

Kentergefahr „Chancen nicht nutzen“

Kentergefahr „Schwächen zu viel Raum geben“

Kentergefahr „die eierlegende Wollmilchsau“

Kleiner Praxistipp: Mindmap

Kentergefahr „unzureichende Basisplanung“

Der Finanzplan

Am Anfang waren – die Formalitäten

Unternehmensform

Gewerbeanmeldung/Notar/Finanzamt/Steuern

Kentergefahr „fehlende Trennung Privat vom Geschäft“

Kentergefahr „fehlende Vorsorge“

Kentergefahr „Führungsriege“

Kentergefahr „den Markt nicht kennen“

Kentergefahr „fehlende Kommunikation Ihres Unternehmensinhaltes“

Kentergefahr „die Zielgruppe nicht im Blick“

Kentergefahr „Teamzusammenstellung“

Kentergefahr „nicht abgeben können“

Kentergefahr „falsche Ordnungsstruktur“

Kentergefahr „Gruppenbildungsphasen“

Kentergefahr „Projektmanagement“

Kentergefahr „das eigene Unternehmen überfrachten“

Kentergefahr „fehlende Leidenschaft“

Kentergefahr „Gier über Qualität und Inhalt“

Kentergefahr „fehlende Unternehmenswerte“

Kentergefahr „fehlende Auftragslage“

Kentergefahren im Reich des Business

Viele kleine Fische – ein großer Fisch?

Kentergefahr: Fehlende Qualität und Zuverlässigkeit

Kentergefahr „Umsatz vor Kundennutzen“

Kentergefahr „Kostenaufwand nicht im Blick“

Welche Werbemaßnahmen sind die sinnvollsten?

Erfolgsfaktor „Werbung, Marketing, PR“

Behalten Sie einen langen Atem und setzen Sie auf einen guten Mix!

Budget killt Kreativität

Schaffe es, dass man von Dir spricht, dass man Dich empfiehlt.

Kentergefahr „Kontaktverlust zum Kunden“

Kentergefahr „Datenschutz“

Kentergefahr „Compliance“

Kentergefahr „Der Chef selbst“

Kentergefahr „fehlende interne Kommunikation“

Einander verstehen.

Die Kommunikation mit mir selbst – mein inneres Team

Konflikte: Kämpfe, aber nur um der Sache willen

Schulungen, Tagungen, Netzwerke?

Den Tätern auf der Spur: Zeiträuber abwehren

Kentergefahr „Unternehmenswachstum“

Wachstum nicht um jeden Preis!

Wie kann Wachstum geschehen?

Kentergefahr “verspäteter Reload“

„Und wenn Du spürst, Du reitest ein totes Pferd.…

Bleibe sportlich und unbeschwert

Glossar

Der Autor Hubert Romer

Die Künstlerin Marie Basten

Literaturempfehlungen und wichtige Adressen

Literaturverzeichnis

Impressum neobooks

Sie wollen erfolgreicher Kapitän Ihres Unternehmens sein

Hubert RomerZu den Schafhofäckern 13473230 Kirchheim/[email protected]

Sie wollen ein Unternehmen gründen.

Sie wollen aus Ihrem Hobby oder aus einer Idee ein Geschäftsmodell entwickeln.

Sie haben die Nase voll, immer in Ihrem Tatendrang von Vorgesetzten ausgebremst zu werden und wollen ohne Reglementierung Ihren Weg gehen.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Idee und zu dieser Entscheidung! Eine spannende und lebendige Zeit wartet auf Sie.

Und doch: Wußten Sie, dass 2012 beinahe jedes dritte Unternehmen innerhalb der ersten zwei Jahre scheiterte? Innerhalb der ersten vier Jahre waren es schon knapp 40% (Quelle: statista.com).

Wußten Sie, dass es oftmals nur kleine Fehler waren, die am Beginn des Scheiterns standen? Anfangs nicht beachtet, wuchsen sie zu echten Problemen aus, die später nicht mehr handelbar waren. Einem Floß gleich, das nur mal kurz an einer kleinen Ecke verhakt und durch die nachdrückende Strömung in gefährliche Schieflage gerät.

Für Sie als Unternehmer stellt sich somit die Pflicht, alles im Vorfeld zu tun, damit Ihr Unternehmen nicht verhakt und verkantet.

Bevor wir loslegen, habe ich deshalb eine Bitte: nehmen Sie sich etwas Zeit und beantworten sich selbst schriftlich diese Fragen:

Warum wollen Sie ein Unternehmen gründen, bzw. sich selbständig machen – oder warum haben Sie es seinerzeit gemacht?

Was treibt Sie an?

Was ist Sinn und Zweck Ihres Unternehmens? Was sind Ihre Ziele und was ist die Philosophie?

Wofür stehen Sie mit Ihrem Unternehmen und was macht Sie gegebenenfalls im Vergleich zu anderen so besonders?

Welche Titel würden Sie wählen, wenn Sie über Ihr Unternehmensprojekt oder Ihr Unternehmen ein Buch schreiben würden?

Es ist gut, wenn Sie beim weiteren Lesen des Buches Ihre Notizen immer daneben liegen haben, um besser reflektieren zu können. Machen Sie sich auch während der Lektüre Ihre eigenen Notizen. Beobachten Sie, welche Einstellungen sich verändern und was sich verfestigt.

Wie war das bei mir?

Nun, es sorgte erst einmal für einen enormen Aufruhr, als ich noch vor Abschluss meines Studiums aus meiner trauten Universitätsstadt Trier wegzog, alle Karriereangebote meines Professors ablehnte, genauso wie ein Volontariat bei einem der großen TV-Sender und somit der Sicherheit einer festen Stelle abschwor. Niemand wollte meine Entscheidung so richtig verstehen. Das muss doch der Wunsch eines jeden vernünftigen Menschen sein, den sicheren Hafen einer Universität oder gut bezahlten Anstellung mit Karriereaussichten anzulaufen.

Stattdessen begab ich mich in eine unternehmerische Selbständigkeit, machte den Uniabschluss parallel zu meiner beruflichen Karriere fertig – und genoss es, mein eigener Herr zu sein. Zugegeben, es war nicht immer leicht. Gerade in den Anfangsjahren. Aber dafür umso aufregender, lebendiger und abwechslungsreicher.

Ich hatte immer diese Vision der Selbständigkeit vor Augen und es war für mich selbstverständlich, diesen Weg zu gehen. Sicher, in schwierigen Phasen wird man als Selbständiger gelegentlich etwas schwach und schaut neidisch auf die angestellten Freunde und Bekannten. Sie sind abgesichert und haben geregelte Arbeitszeiten. Der Jungunternehmer fragt sich dann gerne, ob die Entscheidung damals richtig war oder nicht. Doch das dauert oft nicht sehr lange. Denn die Vorteile und Freiheiten dieses selbstbestimmten Lebens dominieren und es kommt wieder „Sonnenschein“ ins berufliche Alltagsleben.

In keiner Anstellung der Welt hätte ich durch meinen Beruf so viel Einblick in die Belange anderer Unternehmen und Unternehmensgründer erhalten können, wie durch meine Dienstleistungen – in der Beratung, im Marketing, in der Kommunikation.

Im Laufe der vergangenen 20 Jahre konnte ich dann auch dutzende Existenzgründer begleiten, Jungunternehmer betreuen und zahlreiche von Ihnen über viele Jahre hinweg begleiten, teilweise bis heute.

Dabei entdeckte ich, dass uns Selbständige und Unternehmer etwas Gemeinsames auszeichnet: eigene Ideen realisieren wollen, sein eigener Chef sein, die Freiheit der Selbständigkeit genießen.

Nur sich selbst verantwortlich.

Jeder Existenzgründer nimmt dabei zahlreiche Hürden auf sich, durchlebt nicht immer einfache Zeiten, schlittert mit seinem Unternehmensfloß an Steinbänken vorbei, gleitet über Untiefen und weiß oftmals nicht, ob man die nächste Stromschnelle überwinden kann und somit überlebt. Aber die Freiheit zählt.

Und wer vorneweg einige Dinge beachtet, wird viel Freude an seinem eigenen unternehmerischen Projekt genießen dürfen und jegliches Hindernis als spannende Herausforderung betrachten. Schließlich macht man mit seinem eigenen Unternehmen die Leidenschaft zum Beruf und möchte auch davon leben. Und wenn Leidenschaft im Projekt steckt, dann geht es prinzipiell auch nicht mehr um Arbeit!

Ich selbst durfte zahlreiche gut funktionierende Unternehmen und Agenturen gründen. Weiterhin war, beziehungsweise bin ich Geschäftsführer von Projektorganisationen und Institutionen, wie auch Vorstand und Aufsichtsrat.

Und immer hat mir die Arbeit sehr viel Freude bereitet. Immer habe ich das Kribbeln eines Neubeginns und Projektstarts genossen.

Dieses Werk ist vom Praktiker für Praktiker. Es basiert auf vielfältigen Erfahrungswerten.

Mir lag sehr daran, es frei von nüchternen Formeln, komplizierten Modellen, Systematiken oder schwierigen Definitionen zu erarbeiten. Es soll mit seinen vielfältigen Beispielen und Erfahrungsberichten die Möglichkeit zur Reflexion geben und Sie dazu verleiten, eigene Wege und Lösungen zu finden.

Zum Schutz aller Partner und Beteiligten habe ich selbstverständlich Namen und Branchen verändert, unter Beibehaltung der Inhalte und Aussagen.

Lassen Sie uns nun Etappe für Etappe die Kentergefahren im Unternehmensalltag betrachten und analysieren.

Das Flößerprinzip

Wenn Sie Ihr Unternehmen gegründet haben, bzw. Ihre Projekte starten, dann gibt es eine ganz klare Regel: Verlieren Sie niemals den Überblick! So einfach gesagt, so oft nicht beachtet und so oft der Grund für folgenreiche Schäden

Nehmen Sie immer eine Position ein, die es Ihnen erlaubt, alles im Blick zu behalten.

Denn oft sind es die kleinen Dinge die im Projekt übersehen werden und schnell zu großen Problemen auswachsen. Sie können bedrohlich und unüberwindbar wirken. Sind es ab einem bestimmten Punt auch. Der Ursprung selbst aber ist oft kleinerer Natur.

Wenn Sie schon einemal auf einem Floß einen Fluß hinunter gegleitet sind, dann können Sie sicherlich auch davon berichten, wie gefährlich es für ein Floß wird, wenn nur eine kleine Kante hängen bleibt.

Ihr Job als Unternehmer ist es, genau diese Stellen im Blick zu behalten und schnell zu reagieren, wenn es schwierig wird.

Berühmt sind die Geschichten jener Holzflößer aus den Bergen, die ganze Holzstamm-Konvois steuerten. Ein Kunstwerk, das einem Tanz auf der Messerspitze glich. Verkantete sich einmal eines der Hölzer, stockte der ganze Floßverbund. Die von hinten nachschiebenden Floßelemente drückten, blockierten und verkeilten sich unweigerlich. Plötzlich konnte aus einem kleinen Anstoßen im vorderen Bereich ein Desaster entstehen. Eine gefährliche Situation, die schon vielen Flößern zum Verhängnis wurde.

Die Metapher des Flößerprinzips hilft sehr gut, eine standfeste Position einzunehmen, die den Unternehmer zwingt, immerzu alles im Blick zu behalten. Auch die kleinen Dinge im Unternehmen. Die Flößerperspektive wird Ihnen in jeder Lebenslage, in jedem Arbeitsbereich immer wieder begegnen. Auf den Punkt gebracht bedeutet sie: kleine Ursache – aber große Auswirkung und gegebenenfalls großer Schaden, wenn nicht rechtzeitig erkannt und behoben!

Wenn Sie vor scheinbar unüberwindbaren Problemen stehen, dann nehmen Sie die Flößerperspektive ein und suchen die hakende Stelle! Lassen Sie sich niemals von den – so dringlich scheinenden – Symptomen blenden und gehen Sie auf Ursachenforschung. Und die beginnt an den äußeren Eckpunkten und Kanten des Projektes. Die Flößerperspektive repräsentiert den Zwang, sich immer einen Überblick zu verschaffen, klar und bodenständig die Grundlagen zu erkennen und schnell an die Ursache sowie deren Lösung heran zu kommen.

Dazu gehören klare Strukturen, klare Ansagen und eine sehr konkrete Richtungsangabe.

Ich erinnere mich noch gute an eine solche Situation: Es war an einem Septembermorgen, als der Anruf kam. Für mich war es zwar nicht überraschend, doch im Moment der Berufung war ich dann etwas überrumpelt. Ich sollte ein großes Projektmanagement übernehmen. Mitten in der kritischen Projektphase. Der Chef – einfach entlassen. Die Situation im Projekt stellte sich als dramatisch dar. Die meisten Prozesse stockten bereits seit Monaten. Alle Freunde und Berater rieten mir „Mach es nicht!“ Es wäre Selbstmord. Der Karren stecke zu tief im Dreck.

Doch ich konnte nicht nein sagen. Zu wichtig war mir das Projekt für Deutschland und für dessen Image. Ich konnte nicht einfach zulassen, dass wir kurz vor der Zielkurve scheiterten. Und ich hatte eine Ahnung- eine Vermutung, dass es wieder solch ein Fall ist, wie ich ihn schon so oft in meinem beruflichen Dasein erleben durfte: aktuell scheinbar unüberwindbare Schwierigkeiten, vordergründig ein Knäuel voller Probleme. Am Ende aber wird es, so war meine Vermutung, wieder ein typischer Fall des Flößerprinzips sein. Ich musste nur herausfinden, wo der Haken war, an dem sich das Projektfloß verkeilt hatte und weshalb alles zu kentern drohte.

Doch erkennt man das in dieser akuten Situation? Oder war es nur eine Vermutung meinerseits? Ich zog somit los, um der Frage nachzugehen. Zurück blieben meine beiden Agenturen und ihre Mitarbeiter. Aber, meine Entscheidung war gefallen.

Die Begrüßung durch da Projektteam vor Ort war anfangs selbstverständlich verhalten. Der alte Chef entlassen, den neuen kennt man nicht und dann die Frage, was falsch gelaufen ist und wie es weiter gehen sollte. Auch die Frage, was man als Team selbst schlecht gemacht hat.

Somit waren meine ersten Wochen damit erfüllt, mir in zahlreichen Gesprächen und Analysen ein Bild vom Ganzen zu machen – und um die ersten Ecken und Kanten ausfindig zu machen, die das Projekt zum Stocken brachten. Denn diese hakenden Stellen wollte ich schnellstmöglich auflösen, damit das Team sah, es tut sich was und geht voran.

Wenn ein Flößer geschickt ist, hält er sein Floß immer gut im Strom und gleitet geschmeidig hinunter. Hat er einen guten Blick, dann kann er das Wasser und die Strömung lesen, wie man ein Buch liest. Er sieht die Strudel, erkennt daran die Untiefen und Engpässe. So werden große Konvois den Fluss hinunter geleitet zu ihrem Ziel. Verhakt das Floß, gilt es, schnell den entsprechenden Punkt zu erkennen und das Verkanten zu lösen.

Auch Führungskräfte müssen in der Lage sein, solche Problemstellen zu erkennen und Abhilfe zu schaffen. Wer nur an den Symptomen doktert, wird wie erwähnt, entern.

Ich fand tatsächlich die ersten hakenden Stellen und konnte somit schnell Abhilfe schaffen. Das wirkte sich positiv auf die Stimmung aus. Danach gingen wir gemeinsam daran, die Hauptursachen zu identifizieren und an die Spitze unserer Pyramide der wichtigsten Aufgaben zu stellen. Das half uns, konsequent die Blockaden zu lösen und das Floß wieder auf Kurs zu bringen. Kleiner Aufwand, große Wirkung.

Welche Haken das nun waren fragen Sie jetzt sicherlich? Zum Beispiel Klarheit in den Aussagen, hängende Entscheidungen, vor allem aber fehlende Abstimmungen zwischen Abteilungen und eindeutige Zuordnung von Kompetenzen.

Das Team selbst war hervorragend. Die Grundlagen waren perfekt. Die Lösungsansätze simpel und einfach. Es brauchte aber eine klare Richtung und vor allem jemanden, der immer wieder die Visionen vor Augen hielt und die Ziele vorgab.

Unser Projekt entwickelte sich sehr schnell in positiver Weise. Es wurde ein voller Erfolg. In nur wenigen Monaten schafften es das Team und ich, unser Projekt in die Strömung zu führen und größtmögliche Fahrt aufzunehmen. Das Lob aus dem In- und Ausland war enorm.

Verinnerlichen Sie sich dieses Prinzip. Es wird Ihnen gute Dienste erweisen.

Und los geht das Abenteuer

Nichts ist schöner und befreiender, als seinen eigenen Ideen zu folgen und das Gefühl von Unabhängigkeit zu erleben.

Jedoch: Für diejenigen, die vorbereitet sind! Und für diejenigen, die dafür geeignet sind!

Dieses Kapitel soll Sie nicht abschrecken. Aber prüfen und überlegen Sie im Vorfeld sehr genau, ob Ihr Plan auch wirklich Ihr „Ding“ ist.

Ich vergleiche Projektvorhaben und Existenzvorhaben in den Beratungen gerne mit einem Segeltörn. Eine starke und einprägsame Metapher anhand derer Sie schnell Ihre Intention und die Basis Ihres Projektes analysieren und vergleichen können.

Die Freiheit da draußen auf der hohen See scheint unermesslich. Und ist es nicht unser aller sehnlichster Wunsch, in diese weite Welt hinaus zu segeln? Der Freiheit entgegen? So stellen sich viele die unternehmerische Freiheit vor.

Gehen wir mal davon aus, Sie haben Ihr „Unternehmens-Boot“ gut geplant, die wichtigen Menschen um Sie herum –Bänker beispielsweise – von Ihren Plänen und Vorhaben überzeugt und Ihr Unternehmen inzwischen auch gegründet. Die Schiffstaufe ist erfolgt und die Feierlichkeiten sind zu Ende.

Jetzt stehen Sie also als Chef mit Ihrer Kapitänsmütze am Ruder. Segel sind gesetzt und es geht langsam aus dem schützenden Hafen heraus.

Was geht Ihnen dabei gerade durch den Sinn? Hoffen Sie auf schönstes Sonnen- und Segelwetter? Was ist für Sie „gutes“ Segelwetter? Ein Wetter mit lauem Wind und tollem Sonnenschein? Was ist Ihr unternehmerisches Ziel? Wollen Sie lediglich in der Gegend rumdümpeln oder raus in die weite Welt segeln?

Im übertragenen Sinn bedeutet das ein sicheres Geschäftsmodell mit wenig Risiken und Überraschungen, sowie einem regelmäßigen Umsatz. Hohe Renditesprünge nach oben sind nicht zu erwarten. Das könnte beispielsweise eine Dienstleistung im Pflegedienst oder ein nettes Geschäft sein, das die Bedürfnisse der unmittelbaren Umgebung abdeckt.

Oder aber gehört für Sie zu gutem Segelwetter starker Wind, der die Segel füllt und von Ihnen all Ihre Fähigkeiten abverlangt? Mit gutem Wellengang, so dass Sie den Kampf mit den Naturgewalten aufnehmen können. Ein Kurs hart am Wind, der Sie mit all Ihrem Können fordert, aber der auch große Distanzen überwindet und die Entdeckung neuer Welten ermöglicht.

Im Geschäftsalltag sind dies die risikoreichen Unternehmer, die nochmals ein deutliches Quäntchen mehr Risikofreude in sich tragen. Sie wollen das Wagnis, das große Projekt und die Chance auf große Erfolge. Angst vor neuen und unbekannten Dingen in ihrem Alltag haben sie nicht.

Diese Wagemütigen sind für mich diejenigen, die ihren Weg gehen werden, beziehungsweise in der Lage sind, erfolgreich zu werden.

Denn nur sehr Wenige, der Spitze eines Eisberges vergleichbar, werden das Glück haben, ein Unternehmenskonzept zu finden, das solch ein lockeres Leben in Luxus ermöglicht, ohne dass man sich dafür groß anstrengt. Denn die Regatta auf den Segelrevieren des Unternehmertums ist rau und sie verlangt viel vom Menschen am Ruder ab! Zahlreiche Entbehrungen sind vorprogrammiert. Durststrecken werden kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Ein Kapitän muss sich um seine Crew kümmern und vor allem aufpassen, nicht zu kentern, nicht mit anderen Seglern zusammenzustoßen, nicht auf ein Riff zu laufen und nicht unterzugehen. Viele unterschätzen das beim Start ihres Unternehmens-Projektes und wer sich von Beginn an dessen bewusst ist und sich entsprechend vorbereitet, der hat einen großen Schritt getan in Richtung Erfolg. Denn die Herausforderung schärft. Der Kampf da draußen gibt Konturen und Strukturen.

Bereiten Sie sich also darauf vor, bevor Sie loslegen! Sie brauchen körperliche und geistige Fittness und einen starken Willen, das zu bewältigen.

Bewusstmachen müssen Sie sich auf jeden Fall auch, für welche Geschäftsbereiche Ihr Unternehmensboot geeignet ist: für Küstentörns oder große Routen über die weiten Meere. Bereiten Sie sich entsprechend gut vor. Bleiben Sie fortan sich und der Eigenschaft Ihres Unternehmenskonzeptes treu. Dann sind viele Gefahrstellen bereits umgangen.

„Warum mache ich eigentlich das alles?“ Diese Frage werden Sie sich noch oft stellen. Es wird genügend dieser Situationen geben, in denen Sie sich einfach nur ärgern.

Doch diese Durststrecken kennen viele.

Kentergefahr „Fehlende Zielsetzung und Vision“

Was treibt Sie an? Was ist Ihr Ziel? Worin sehen Sie Ihren Erfolg?

Sicher ist diese Zeit für Sie gerade äußerst aufregend. Sie haben sich entschlossen, den Schritt zu wagen. Es locken die Weiten des Meeres im Sinne der großen Chancen, die sich jetzt für Sie auftun. Alle Möglichkeiten stehen Ihnen offen und Sie können tun und lassen, was immer Sie wollen. Endlich der eigene Kapitän sein. Niemand, der reinredet. Den Kurs bestimmen ab sofort einzig Sie allein.

Genießen Sie diese prickelnde Anfangsstimmung. Es sei Ihnen vergönnt. Denn an diesem Punkt standen schon so viele andere erfolgreiche Unternehmer.

Doch: Was treibt Sie an? Was ist Ihr Ziel? Wo wollen Sie im Unternehmen stehen? Wo wollen Sie im Markt stehen?

Unsere Träume und Visionen treiben uns an. Bringen uns zu Höchstleistungen und lassen uns schon kleine Wahrscheinlichkeiten auf Erfolg als Motivationsfaktor erwachsen.

Dieses Phänomen hat mich schon immer beschäftigt! Was treibt all diese Menschen, mich eingeschlossen, an, diese Mühsal und diesen Stress auf sich zu nehmen.

Warum arbeiten wir Tag und Nacht? Dabei könnte es jeder von uns so einfach haben, als Angestellte, als Beamte. Immer zur gleichen Zeit Feierabend und die Verantwortung über alles haben die Oberen. Diese müssen ihrer Fürsorgepflicht nachkommen!

Dazu gibt es ein besonderes Erlebnis:

Eines wunderbaren Freitags im Mai rief mich um Punkt 12 Uhr ein guter Freund an.

Es war einer jener ersten Sonnentage, der den Sommer ankündigt. Die Luft war würzig und frisch und lockte ins Freie. Er würde jetzt Feierabend machen und ins Wochenende gehen, erklärte mir Tom.

Mit Blick auf den Berg von Arbeit vor mir, den ich noch zu bewältigen hatte, fragte ich ihn direkt, wie das denn gehe? Es wäre doch noch mitten im Arbeitstag. Sein einziger Kommentar: „Hubert, auch die Berufswahl ist eine Form der Intelligenz.“ Sagte es und verschwand in die Sonne. Er war städtischer Beamter!

Meine einzige Freude an diesem Tag war, dass ich wusste, es stören mich an diesem Freitag nicht mehr viele Leute und ich kann in Ruhe endlich all die Dinge abarbeiten, die schon lange auf dem Tisch lagen. Doch ich war nicht unglücklich über meine Situation. Ich nahm die Unterlagen und mein Laptop, goss mir einen guten Kaffee ein und machte es mir im kleinen Garten unserer Agentur gemütlich. „Urlaub à la Selbständiger…“

Schon häufig hat es mich in einer Form von Masochismus gereizt, den wirklichen Stundenlohn all jener Heerscharen von Selbständigen zu berechnen, die Tag und Nacht und am Wochenende hart am Arbeiten sind. Ich nenne sie deshalb immer gerne die 24/7.

Da sind sicher einige dabei, die unter dem derzeit diskutierten Mindestlohn liegen würden.

Und dennoch machen sie sich immer wieder von neuem und mit vollem Elan an die Arbeit.

Eben wie jene Goldgräber früherer Zeiten.

Spricht man sie darauf an, dann sagen viele, dass sie sich kein anderes Leben vorstellen können als diese Art von Selbständigkeit.

Für sie eine Chance, Ihren Traum zu realisieren und auf den großen Erfolg zu hoffen.

Das verdient unseren allergrößten Respekt.

Fragen wir uns deshalb nochmals: Was treibt uns dazu an? Was ist unsere Motivation und was unser Ziel?

Erinnern wir uns an die Geschichte vom Segeln, wie ich sie beschrieben habe. Man muss schon ganz genau wissen, wohin die Tour führen soll und worin die eigene Motivation liegt.

Denn, dass wir sehr viel Kraft, Arbeit und Lebenszeit investieren, wird schnell klar werden.

Je stärker ich meine Ziele und Motivationen kenne und diese authentisch im Alltag umsetze, sowie so offen wie möglich kommuniziere, desto positiver und nachhaltiger ist das Feedback der Kunden.

Bei mir war es anfangs eine klare Zielsetzung: Als ich mich damals gegen die guten Angebote beim TV-Sender, wie auch bei der Hochschule entschied, dominierte der Wunsch, unabhängig zu sein und nicht in irgendwelchen Strukturen hängen zu bleiben.

Die Gründung meiner ersten Agentur hingegen basierte eindeutig auf der Motivation, selbständig meine eigenen Ideen realisieren zu können und es „richtig“ zu machen.

Ich wollte noch stärker mein eigener Herr sein.

Dass ich damit nicht immer ein einfaches Leben hatte und mich mehr als einmal fragte, warum ich mir das antat, ist die eine Tatsache. Dass ich aber im Laufe der vielen Jahre ein wunderbares Projekt nach dem anderen realisieren konnte, ist die andere Realität. Ich hatte meine klaren Ziele und Motivationen und konnte damit einige Durststrecken leichter durchwandern. Die Umsätze fanden sich im Zuge dessen selbstverständlich ebenfalls ein. Nicht in schnellen und großen Sprüngen, sondern kontinuierlich und sukzessive.

Ich definierte für mich im Laufe der Jahre den Begriff „erfolgreich“ entsprechend neu.

Das schaffte in mir eine Grundzufriedenheit, die half, über schwere Zeiten hinweg zu kommen.

Schreiben Sie für sich genau auf, was Ihre Ziele, Motivationspunkte und Wünsche sind, die sie mit Ihrem neuen Unternehmen realisieren wollen. Dies soll fortan für Sie Ihre Leitlinie werden.

Legen Sie diese Notiz so ab, dass Sie in den Folgejahren immerzu schnell darauf zugreifen können.

Kentergefahr „Ungleichgewicht im unternehmerischen Wirkgefüge“

Wie sieht nun der Erfolg von Unternehmen aus?

Mich faszinierten schon immer die Erfolgsgeschichten herausragender Unternehmen und ihrer Persönlichkeiten. Schon beeindruckend zu sehen, wer mit welchen Unternehmensmodellen, Dienstleistungen und Produkten erfolgreich und groß wurde.

Es ging mir dabei nicht darum, dass diese nun Milliarden von Dollar oder Euro auf ihren Konten hatten, sondern, dass sie mit dem was sie taten erfolgreich waren.

Wie aber haben sie das geschafft?

Unzählige Forschungsarbeiten wurden bereits zum Thema Unternehmenserfolg geschrieben. Zahlreiche Analysen werden mit Sicherheit folgen. Für viele Forscher ist die Entdeckung des Schlüssels zum Unternehmenserfolg vergleichbar mit der Entdeckung des Steins der Weisen. So, wie viele Alchimisten in den vergangenen Jahrhunderten verzweifelt das Rezept zur Herstellung von Gold suchten, so will man das Rezept für unternehmerischen Erfolg finden. Und, wie kann es auch anders sein, jeder Forscher glaubt, dass seine Formel zum Erfolg führt. Es ist schlichtweg ein Glaubenskrieg. Doch wer einzelne grundsätzliche Dinge beachtet und von Beginn an wichtige Eckpfeiler für sein Unternehmen setzt, der hat eine belastbare Basis für sein Unternehmen und Projekt gelegt.

Nehmen wir das Beispiel der Firma Red Bull! Ein Brausegetränk, von einem findigen österreichischen Unternehmer in Asien entdeckt, mit einer Idee verknüpft und es entwickelte sich ein Weltunternehmen mit vielfachen Geschäftsfeldern. Das Kernprodukt selbst gibt es in seiner Ursprungsform noch heute. Sowohl die Partner in Asien als auch der österreichische Unternehmer sind dabei sehr reich geworden. Und werden es immer noch mehr.

Oder wollen wir über die unglaubliche Facebook-Geschichte sprechen? Gerne auch über die von Apple, von Microsoft, vom Hotelreservierungsportal HRS und einigen Dutzend mehr? Müssen wir nicht. Sie kennen deren Geschichten sicherlich schon zu Genüge. Es sind die plakativsten aus einer beeindruckenden Anzahl von Beispielen, die solche Erfolgsgeschichten dokumentieren. Beispiele, denen wir unbedingt nacheifern wollen, deren Erfolg auch wir erleben wollen.

Doch:

Wer ist erfolgreich?

Warum ist er erfolgreich?

Was ist das Geheimrezept von Erfolg? Gibt es ein solches?

Letztendlich sind es die Menschen die hinter einem Erfolg stecken und es ist die Gunst der Stunde! Es sind die Ideen und Produkte wie auch die perfekte Vermarktung.

Also: Menschen – Ideen – Produkte – perfekte Vermarktung!

Es ist auch die Verfügbarkeit der liquiden Mittel, die die Einstiegshürden mit Siebenmeilenstiefeln zu überspringen hilft. Denn Wachstumsschwellen werden uns immer wieder behindern wollen. Und da ist es sicherlich ein gutes Hilfsmittel über Geldreserven verfügen zu können.

Erfolg ist auch das Entdecken von bisher nicht gekannten Marktnischen und die Konzentration auf einzelne Aktionsfelder, um mit voller Kraft in diese investieren zu können.

Ergo: Marktnischen – Konzentration – volle Kraft – Liquidität!

Es gibt Nischen, die große Konzernlenker übersehen oder die nicht zu ihrer aktuellen Strategie passen. Darin entdecken findige Menschen ihren Raum, um sich auszubreiten. Erfinder wie der ehemalige Surfer Nick Woodman konnten damit zu Multimillionären werden. Seine GoPro-Kameras eroberten die gesamte Welt.

In so genannten Angebotsmärkten, in denen wir besonders in Europa leben, liegt das Angebot über der Nachfragemenge. Es gilt also, entweder um den einzelnen Kunden zu buhlen oder neue Nachfragemärkte zu schaffen. Das gelingt im Wesentlichen mit solchen Innovationen und Marktnischen.

Äußerst wichtig ist die charismatische Führungsperson, die weiß, was sie will und was ihre Ziele sind. Solch ein herausragendes Vorbild hinterließ uns ein besonderer Mensch: Steve Jobs! Er lebte im Detail vor, was es bewirken kann, wenn man authentisch bleibt und hinter allem steht, was nach seinen Visionen entwickelt wird! Der Erfolg von Apple ist bis heute sehr stark mit ihm als Person verbunden. Es gibt weitere wirklich spannende Biographien, die Sie kennen sollten. So Sir Richard Branson, jener unglaubliche Unternehmer, dessen ungezügelte Power ihn bis ins Weltall trägt. Oder Elon Musk: bekannt geworden durch die Gründung von Paypal und durch die Unterstützung des berühmt gewordenen Tesla-Autos. Auch er steht mit seinen Unternehmungen gerade vor dem Sprung ins Weltall.

Diese Persönlichkeiten zeigen zeigen, was eine Einzelperson in ihren Unternehmungen bewirken kann und den Erfolg bestimmt.

Erfolg ist die Kombination von all den angesprochenen Faktoren.

Sie bilden ein Wirkungsgefüge, in dem wir uns mit unserem Projekt befinden.

Abb.: Wirkungsgefüge Unternehmenserfolg

Optimal ist, wenn sich Ihr Projekt gemeinsam mit Ihnen im Zentrum des Modells befindet. Alle Faktoren sind ausgewogen und keiner beeinträchtigt die Wirkungsweise der anderen.

Einen Faktor möchte ich mit folgendem Beispiel noch hinzufügen: den Zeitgeist!

Kentergefahr „fehlende langfristige Visionen“

„Ziele sind wie Anker in der Zukunft, die Dich magisch anziehen.“

Eine Unternehmensführung fordert von Ihnen kurz-, mittel- und langfristige Planungen. Lassen Sie uns an dieser Stelle über die großen Pläne und Strategien sprechen.

Mit einem Unternehmen durch die Jahre zu gehen, ist wie eine Reise. Je besser Sie diese planen, desto besser können Sie auch die Richtung steuern. Sicher, es gibt Dinge die kann man nicht immer planen. Doch die generelle Richtung müssen Sie kennen! Sie sind Ihr eigener Stratege!

Noch heute besitze ich zahlreiche Aufschriebe und Notizen, welche von Beginn meines Unternehmertums bis heute meine Visionen beschreiben. Anhand dieser kann ich nachvollziehen, wie sehr ich mich auf dieser Linie bewege und ob ich noch immer meiner Vision anhänge oder nicht? Dramatisch wäre es, wenn ich spüren müsste, vollkommen von meinen Idealen und Visionen abgewichen zu sein, ohne dass ich das bewusst durch eine neue ersetzt hätte.

Die Roadmap, so nenne ich meine langfristigen Planungen, sollte eine Fortschreibung des Businessplans zur Unternehmensgründung sein. Prüfen Sie diese regelmäßig und gehen Sie auf die entsprechenden Veränderungen ein. Wenn Sie beispielsweise bei einer halbjährigen Überprüfung feststellen, dass Sie sich stark vom Unternehmensziel und auch vom Unternehmensinhalt wegbewegt haben, dann sollten Sie das analysieren. Liegt hier ein Irrtum in der Richtung vor? Oder hat sich ein Weg aufgetan, den Sie anfangs so noch nicht kannten und der Ihnen bessere und erfolgreichere Ergebnisse verspricht? Sie sollten in der Lage sein, mit der vorliegenden Roadmap und den gesteckten Zielen eine gute Analyse der Situation vornehmen zu können, um entweder wieder auf den alten Weg zurück zu gehen oder aber um den neuen Weg zu wagen.

Das war bei mir glücklicherweise bisher alles nicht der Fall! Bis heute gelten meine Visionen und Ziele vom ersten Tag an. Das gab mir in schwierigen Zeiten eine gute Führung. Ich konnte mich in diesen Zeiten daran festhalten.

Die Roadmap und die turnusmäßigen Überprüfungen dieser Planungen sind somit ein wesentlicher Bestandteil Ihres Controllings und geben Ihnen immer wieder die notwendige Orientierung auch in Zeiten, in denen Sie glauben, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen.

Frage: Wo wollen Sie eines Tages stehen? Was ist Ihr heimlichster Wunsch?

Dabei müssen Sie in keinster Weise zurückhaltend und schüchtern sein! Im Gegenteil. Sehnen Sie sich nach dem scheinbar Unmöglichen! Denn man muss das Unmögliche wollen, um das Größtmögliche zu erreichen!

Visionäre haben schon immer unsere Welt verändert und nur durch ihre Visionen und den dadurch entstandenen Energieschüben gab es die epochalen Veränderungen in unserer Welt. Ist es beispielsweise nicht erstaunlich, wie sehr Science-Fiction-Filme nachweislich als visionäre Vorbilder für zahlreiche Forschungen und technische Entwicklungen dienten und dienen? Scheinbar unmögliche Dinge sind heute in abgewandelter Form Realität. Navigationssysteme, Smartphones, die schon heute enorm viel können, technische Materialien, Antriebssysteme etc.

Visionen und Ziele sind wie Anker in der Zukunft, die uns magisch anziehen!

In der Roadmap dürfen wir unseren Gedanken, Wünschen und Phantasien freien Lauf lassen.

Es wird niemand darüber richten oder Sie zur Verantwortung ziehen.

Ich selbst prüfe bei jeder Übernahme eines neuen Projektes, ob mich dessen Inhalt inspiriert. Für mich ist wichtig, ob ich in der Lage bin, eine eigene Vision für das Projekt zu entwickeln. Wo möchte ich damit hin, wo sehe ich dessen Entwicklung kurz-, mittel- und langfristig? Erst wenn ich das Gefühl habe, in mir entstehen Visionen und Bilder, gehe ich an das Projekt ran.

Ihre Checkliste:

Machen Sie eine Reiseplanung für die nächsten Jahre

Zeichnen Sie genau auf, was Sie wann und wie erreichen wollen

Vermerken Sie, welches Ihre Instrumente und Mittel auf dem Weg dorthin sind

Eine Roadmap darf Visionen, Gedanken, Ideen in sich tragen. Wünsche sind willkommen

Wiederholen Sie dies in den Folgejahren regelmäßig. Orientieren Sie sich damit immer wie­der, ob sich Ihr Reiseplan verändert hat oder ob die alte Unternehmensvision noch gültig ist

Deshalb, immer die Roadmaps und Visionen in einem extra Ordner aufbewahren. Es macht Spaß, diese gelegentlich hervor zu holen. Sie geben Orientierung

Kentergefahr „Chancen nicht nutzen“

Erfolgreich ist, wer das Glück zu nutzen weiß – auch in der Findungsphase

Wie viele Menschen im Allgemeinen und Unternehmer im Speziellen verspielen große Chancen, weil sie dem Glück nicht trauen und weil sie glauben, dass sie dieses Geschenk nicht nutzen dürfen. Sie haben ja nichts dafür geleistet. Es käme nicht aus ihrem Talent und Können heraus. Somit gelte das nicht. Oft geschehen und erlebt, aber eben auch ziemlich dumm. Man sollte sich keine Chance entgehen lassen. „Das Glück ist mit dem Tüchtigen“ heißt es im Volksmund auch so schön.

Für Sie bedeutet das: nehmen Sie den Zufall und das Glück in Ihren Arbeitsalltag auf. Oftmals geschieht vieles gar nicht so zufällig, wie man zunächst zu meinen glaubt, sondern ist die Konsequenz einer Handlungskette, die Sie rückblickend so gar nicht mehr im Blick haben.

Ein schöner Zufall ist beispielsweise das Kennenlernen von Personen auf Empfängen oder Kongressen. Das zufällige Gespräch beginnt zunächst vollkommen neutral und unbedarft. Plötzlich führt es in eine Richtung, die beiden Partnern offenbart, dass sie etwas gemeinsam haben und sich gegenseitig eine echte Win-Win-Situation bieten können. Diese Gelegenheiten besitzen oftmals das Potenzial zu guten Projekten und Entwicklungsschüben mit langer Nachhaltigkeit. Also – diese Chancen gilt es zu nutzen!

Ich betrachte Glück deshalb als „die Augen offen halten und die Gelegenheiten und Chancen entdecken.“

Sie sollten immer wachsam und offen durch die Welt gehen. Der Unternehmer kennt keinen Feierabend und keine Freizeit. In jeder Lebenssituation ergeben sich Möglichkeiten, die Sie entdecken und bewerten sollten.

Ich habe im Rahmen der Arbeiten für dieses Buch einige Interviews und Gespräche mit erfolgreichen Unternehmern geführt. Viele von ihnen nannten bei der Frage nach dem Grund ihres Erfolges „wir haben einfach immer wieder verdammtes Glück gehabt.“

Nennen Sie es also Glück, Offenheit, Wachsamkeit oder Auf-der-Lauer-Liegen: das Ziel ist am Ende dasselbe. Die Dinge entdecken, die andere noch nicht wahrgenommen und für sich genutzt haben.

Nutze die Chance, die sich aus dem Widerstand heraus ergibt

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, lässt sich mit etwas Geschick eine Brücke bauen.“ (frei nach J.W.v. Goethe)

Wenn Sie von einem Vorhaben und einem Konzept wirklich vollkommen überzeugt sind. Wenn Sie der Ansicht sind, auf dem richtigen Weg zu sein – dann sollten Sie sich von keinem Widerstand und von keiner Behinderung ablenken lassen.

Bedenkenträger gibt es immer und viele.

Gegner eines solchen Vorhabens haben immerzu eigene Motive.

Nehmen Sie diese Wiederstände und nutzen Sie diese Dynamik.

Machen Sie es wie im Kampfsport Aikido: Lenken Sie die Energie Ihrer Gegner so um, dass diese positiv für Sie wirkt.

Das ist einfach zu managen. Nehmen Sie die Argumente und Widerstände, analysieren Sie deren Inhalte und Bezüge zu Ihrem Vorhaben. Ermitteln Sie deren Hintergründe und Motivationen – und schon haben Sie eine Fülle von Verbesserungsmöglichkeiten und finden neue Akzente für sich.

Somit können wir nur dankbar sein, wenn es diese Steine gibt, die einem in den Weg gelegt werden. Vorausgesetzt, man ist ein guter Architekt und kann kreativ gestalten.

Kentergefahr „Schwächen zu viel Raum geben“

Nutzen Sie vermeintliche Schwächen als Stärke!

Vermeintliche inhaltliche Schwächen sind beste Unternehmenskonzepte und ein Alleinstellungsmerkmal!