Psychose Deutschland - Alois Zeindl - E-Book

Psychose Deutschland E-Book

Alois Zeindl

0,0

Beschreibung

Anhand von unterschiedlichen, jedoch nach und nach aneinander als Ganzes zusammengehörenden Kurzgeschichten, Kommentaren und Abhandlungen kann der Leser dieses Buches sowohl die Diagnosen als auch die Psychoanalyse nicht nur der Deutschen im allgemeinen, insbesondere deren weltweiten Machhabern betreffend und kritisierend, in hoffentlich unterhaltsamen und amüsanten Bildern dieser vielfältigen, aber leider gehemmten und verhinderten deutschen Gesellschaft als Exemplar sowohl im Schlechten wie auch im Guten erleben. Das ist übertragbar auf alle anderen Gesellschaften des Planeten Erde. Mein Hauptanliegen als Autor ist es, dem werten Leser ein richtiges, ehrliches und aufrichtiges Aufklärungswerk darzubieten, in welchem die Chance hin zu einer positiven Veränderung für alle Erdenbürger im Erreichen des beständigen Guten als erstrebenswertestes Ziel gegeben sein soll. Der Klarheit wegen empfehle ich dem Leser dieses Buches es exakt genau vom Anfang bis zum Ende so wie einen Roman zu lesen und keinesfalls darin in der Mitte anzufangen. Das will ich nur gesagt haben, um einer erneuten Verwirrtheit vorzubeugen. Wer durch die Finsternis der Abgründe sich dennoch suchend vorwärts bewegt, wird sich umso mehr erfreuen können, wenn er dann schließlich doch noch zum ersehnten Licht gelangen kann, wo er dann gleichzeitig sein Ziel in der erleuchteten Wahrheit gefunden hat und dort den Sinn für uns alle erkennt.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 692

Veröffentlichungsjahr: 2017

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Alois Zeindl

Psychose Deutschland

Wer die Wahrheit nicht kennt, der kann nur im Irrsinn leben.

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Motto

Impressum

Über den Autor

Vorwort

1. Vaginismus

2. Sektempfang

3. Arbeit macht frei

4. Das Konzentrationslager

5. Die Schlachtung

6. Audienz bei Gott

7. Die Weltkritik

8. Worte der Liebe

9. Der Tod

10. Die Auferstehung

11. Der Staat

12. Das Rätesystem

13. Die Nachtschule

14. Das Dorf

Nachwort

Anmerkungen

Impressum neobooks

Motto

Wer die Wahrheit nicht kennt, der kann nur im Irrsinn leben.

Impressum

© Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig.

Etwaige Ähnlichkeiten mit Namen von noch lebenden Personen, sowie mit

Orten der Geschehnisse, sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Jede noch so kleine Änderung ist ohne die Zustimmung des Autors unzulässig. Alois Zeindl, Berlin, 2014

Über den Autor

Alois Zeindl wurde am 12. Februar 1963 als Sohn der Lebensmitteleinzelhandelskauffrau Theresia Zeindl und dem Schmied Alois Zeindl geboren und ist im Landkreis Passau aufgewachsen.

Nach Abschluss der Fachoberschule für Sozialwesen in Pfarrkirchen mit der Fach- hochschulreife im Jahr 1983 und nach Been- digung des Zivildienst im Jahr 1984 folgte die Ausbildung zum Tischlergesellen in der

Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei in Berchtesgaden, welche im Jahr 1989 mit dem Gesellenbrief endete.

Hernach hat er über fünf Jahr lang in mehreren Schreinereien gearbeitet.

Doch, zwischendurch und weiterhin war er auch viele Jahre in der

Gastronomie tätig, wozu besonders mehrjährige Erfahrungen in sehr renommierten Fünf-Sterne-Hotels gehören.

Insgesamt hat er das Leben studiert und dies mit unzähligen fortwäh- renden Kursen und Schulbesuchen untermauert. So gehören auch die Meisterprüfungen der Teile III und IV zu seinen mitgenommenen Erfol- gen. Als nahes Ziel wird das Erreichen der Allgemeinen Hochschulreife angesehen, welcher das Studium von Schauspiel und Dramaturgie folgen soll.

Seit dem 1. Oktober 2009 arbeitet er als freischaffender Schauspieler. Seit dem 7. April 2011 lebt er in Berlin und er fühlt sich vor allem dem Gesang, der Musik und dem Schauspiel zugehörig.

Ein paar Bühnenauftritte sowie kleine Rollen bei Film und Fernsehen konnte er in seinem bisherigen Dasein verzeichnen.

Oberstes Ziel ist es für ihn, dass er als Sänger weltweit bekannt wird.

Vorwort

Die Räder drehen sich. Das Rad der Psychosen und das Rad der Wirt- schaft in Deutschland. Wir leben in einer Oligarchie, also in einer Vor- herrschaft der Wirtschaft. Für einen Teil der Gesellschaft, vorwiegend für die Unteren, gelten hinzukommend auch die Bestimmungen der Tyran- nei, wenn man etwa an die Restriktionen und Schikanen denkt, welche Bedürftige durch die Jobcenter ertragen müssen. Jedoch von Demokratie kann in Deutschland keine Rede sein.

Will man untersuchen, warum das so ist, so muss man zweifellos feststel- len, dass man es bedauerlicher Weise in Deutschland, gesellschaftlich

und geistig betrachtet, mit einem Sammelsurium aus sämtlichen Psycho-

sen zu tun hat, also mit einer psychisch schwerkranken Gesellschaft. Deutschland leidet beträchtlich unter Schizophrenie. Der Spalt zieht sich

zwischen die getrennten Gesellschaftsschichten hindurch und dies erscheint nahezu unheilbar und unüberwindbar. Die ganze Gesellschaft

ist gespalten. Es gibt nur noch Arme und Reiche. Wir haben es also mittlerweile eindeutig mit einer regelrechten Klassengesellschaft hierzu-

lande zu tun. Dabei ist es wesentlich,

dass der Spalt nicht nur die materiellen Gegebenheiten der beiden Klas- sen Arm und Reich von einander fern hält, sondern dass sich vor allem

die Welten dieser beiden Gesellschaftsebenen vollkommen unterschei-

den.

Die Highsociety lebt in einer gänzlich anderen Welt als es die Armen tun. Für die Bedürftigen und Notleidenden hat man den gleichmacherischen,

faschistischen Sozialismus wieder eingeführt, so wie man ihn vom

Dritten Reich Adolf Hitlers und von der DDR Erich Honeckers gewöhnt ist. Gleichzeitig werden aber für die Reichen die Tore des neoliberalen

Wirtschaftssystems weit geöffnet, indem ihnen Steuerschlupflöcher und

Abschreibungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, welche es ihnen ermöglichen, die Verpflichtungen, die sie gegenüber der gesamten

Gesellschaft als Gemeinschaft haben, zu umgehen. Das ist gesellschaftlich

gesehen ein ganz klarer Fall von Schizophrenie.

Der Staat versteht sich insgesamt nicht mehr als Gemeinschaft. Das ist aber eigentlich der Sinn eines Staates, dass für alle seine Menschen in

gerechter Weise gesorgt wird. Der Sinn der Gemeinschaft eines Staates

ist, dass die Starken die Schwachen mitziehen, sie gleichberechtigt erhal- ten und nicht nur überleben lassen. So wie es auch in den Familien ist,

wo die Eltern für die Kinder sorgen und wo gegebenenfalls auch für die

Alten und für die Arbeitslosen in der Familie in Gemeinschaft aufge-

kommen wird. Davon sind wir in Deutschland als Staat weit entfernt. Daher ist der deutsche Staat in sich krank und nicht gesund, was einen gänzlichen Zerfall zur Folge haben wird.

Der Sozialstaat wurde von der SPD und den Grünen mit der Agenda

2010, unter Zustimmung der CSU/CDU wieder abgeschafft. Der Sozial- staat und auch die soziale Marktwirtschaft sind in Deutschland nur noch

Bestandteil der Geschichte, also Historie. Im Gegenteil hat man heute zwei von einander getrennte Staaten geschaffen in Deutschland, weil von

einem Staat als Gemeinschaft aller Menschen dieses Landes nicht mehr gesprochen werden kann. Deutschland ist also wieder geteilt, nur in

anderer Form.

Auf einer Landesfläche gelten für den Großteil der Menschen gleichma- cherisch sozialistische, totalitäre, faschistische Regeln, während für den

geringen Anteil der Bürger, welche steinreich sind, neoliberale, kapitalis-

tische Freiheit bis ins Uferlose gewährt ist. Die notleidenden Bürger will man eigentlich ausrotten, damit ihnen der Obrigkeit-Staat, der sie in

diese Situation gebracht hat, nicht mehr helfen muss. Dieser Herr- schafts-Staat will immer nur noch die einzelnen Menschen zu etwas

verpflichten, gleichzeitig sieht aber der Staat seine Pflichten nicht mehr, welche er als Gemeinschaft gegenüber dem Volke hat.

Heute haben wir es mit einer modernen Vernichtungsmaschinerie gegenüber den Bedürftigen zu tun, wo man um einen Vergleich mit den

Konzentrationslagern im Dritten Reich nicht mehr umhin kommt. Reihenweise werden Menschen durch die Jobcenter aus der Gesellschaft

hinaus gemobbt, oftmals so weit, bis sie dann auf der Straße leben und nur noch betteln können, bis sie im Elend sterben. Menschen werden

hinaus gemobbt aus der sozialen Absicherung, aus der gesellschaftlichen

Teilhabe und aus einem sinnerfüllten Leben.

Dabei hat aber der Staat selber die Bedürftigkeit der Bedürftigen verur- sacht. Genannt sei die Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen und die

falsche wirtschaftliche Organisation durch die Machthaber. Der Mittel- stand, wie beispielsweise Lebensmittelläden und kleine Handwerksbe-

triebe, wurde durch die großkapitalistischen Unternehmen ruiniert. Hier seien als Beispiele genannt die Discounter und Möbelfabrikanten, die

ihre Waren billig abgeben können, weil sie unter ausbeuterischen Vorge- hensweisen beschafft und produziert werden. Die Großen haben die

kleinen Existenzen kaputt gemacht. So wie die großen Tiere die kleinen

Tiere fressen. Trotzdem wird der Kapitalismus nicht in Frage gestellt. In diesem Land kann kein einfacher, normaler Mensch mehr von seiner

Arbeit leben. Das Opfer von all dem sind die sozial Schwachen die dafür

in der Armut leben. Vor allem das versucht man aus dem Bewusstsein vollkommen zu verdrängen.

Das ist die Krankheit der Schizophrenie, die selbstverständlich die

Gesundheit eines Staates zerstört. Und bei den Reichen sorgt es eben auch nicht für Gesundheit. Man muss sich voneinander ausgrenzen, sich

voreinander schützen und verstecken. Man kann nicht mehr frei und

wohlgesonnen in einer staatlichen Gemeinschaft zusammen leben. Es ist genau so wie im geteilten Deutschland vor dem Jahr 1989 als es noch die

DDR und die BRD gab.

Nicht nur die Schizophrenie plagt die Deutschen. Auch zieht es sich durch das ganze Land, dass man allgegenwärtig mit der manisch-

depressiven Psychose konfrontiert ist. Die Deutschen haben das Dritte

Reich noch nicht psychisch verarbeitet. Man ist nicht fähig zu trauern. Stattdessen tut man so als wäre nichts gewesen. Von Schuldgefühlen will

man nichts wissen. Man hat es vorgezogen, alles einfach zu verdrängen und zu verleugnen. Der geschichtliche Zeitraum ist aber noch viel zu

kurz, als dass alles schon vergessen sein könnte. Und es wird niemals vergessen sein können. Gerade die Geisteskrankheiten gehen über

Generationen hinweg immer weiter, wenn sie nicht behandelt werden. Man weiß, dass man gegenüber der Menschheit ein ungeheuer großes

Unrecht und Verbrechen verschuldet hat. Doch jeder tut so als ob es ihn nicht betrifft. Innerlich schlummert noch in der gesamten Gesellschaft

eine schwere Depression, die aus der unverarbeiteten Vergangenheit herrührt. Hinzu kommt, dass man im Grunde auch weiß, wie sehr man

heute wieder auf dem Wege ist, in diese verheerenden Machenschaften zu verfallen. Da kann man nur noch Angst und Depressionen bekom-

men.

Das Schlimme an den Psychosen ist, dass man es nicht sehen will und verleugnet, dass es krank ist. Man tut so als wäre es gar nicht so. Die

wahre Realität wird einfach ausgeschaltet. Man hängt sich in etwas rein,

von dem man glaubt, dass es die richtige Wirklichkeit für alle wäre, und vergisst dabei absichtlich, dass es eben gar nicht so ist. Von dieser fal-

schen Wahrheit will man aber unter keinen Umständen noch loslassen, weil man eben keine andere, also keine gesunde Wahrheit, kennt.

Kurz gesagt, alle Deutschen, vor allem die Politiker und die instrumenta- lisierten Beamten und Angestellten der Institutionen müssten sich erst

mal in die Therapie der Psychoanalyse begeben, wenn das überhaupt noch jemals etwas mit der Wahrheit für eine echte Gemeinschaft in Liebe

und Zusammenhalt werden sollte. Die Regulatoren der Gesellschaft können niemandem helfen, weil erst ihnen selber geholfen werden muss.

Denn vor allem muss man erst einmal wissen was ein Mensch ist und

wie der Mensch überhaupt tickt, wo er ursprünglich herkommt, was er wirklich braucht und worauf es ankommt, wo die Gründe für die schwe- ren gesellschaftlichen Missstände insgesamt liegen.

Wir leben nicht mehr in dem Deutschland von Johann Wolfgang von

Goethe. Wir leben auch nicht in dem Deutschland das diesem großen

Dichter seine Vision gewesen ist. Sondern für ihn unvorstellbare und unvorhersehbare geschichtliche Erschütterungen haben dieses Land in

grauenhaftester Weise verändert, so dass man tatsächlich nur noch von

Krankheit reden kann.

Das Schlimmste ist, dass man es noch nicht mal merkt. So wie eine

Fresssüchtige oder ein Alkoholiker auch seine Krankheit verleugnet.

Die Deutschen müssen sich persönlich ändern und wieder menschlicher werden. Daran führt kein Weg vorbei. So wie es ist, kann es nicht blei-

ben. Die Geisteswissenschaften müssen dafür wieder mehr Vorrang

bekommen. Es kann nur im Sinne aller sein, dass wir an einer Gesell- schaft arbeiten, die wirklich einem Allgemeinwohl zugute kommt. Einer

Gesellschaft, die nicht mehr schizophren im Bewusstsein gespalten ist und welche nicht mehr in einem depressiven Zustand vor sich hin

kümmert. Das ist wünschenswert. Doch leider ist die deutsche Gesell- schaft in ihrem Wesen und Dasein nicht dazu fähig, wirkliche soziale

Veränderungen herbeizuführen.

Die Manie, also der andere Teil der manisch-depressiven Psychose, wird während dem versucht, um jeden Preis und mit Gewalt aufrecht zu

erhalten. Man arbeitet im Großen und Ganzen wie wild.

In der vollsten Verbissenheit will sich die Allgemeinheit als Zahnrad der großen Maschine fühlen und sehen. Also arbeitet man so, als ob man

von Arbeit besessen ist. Zum Erhalt dieser großen Maschine hat der Staat ein perfides, die Menschen um ihr Leben betrügendes, System eingerich-

tet, von dem nur die Großen der Wirtschaft etwas haben. Alle anderen werden ausgebeutete.

Die Wirtschaft strebt zunehmend nach Wachstum und Macht auf die ganze Welt bezogen. Europaweit und weltweit sucht man nach einer

wirtschaftlichen Vorherrschaft. Man ist schon besessen von einem

Macht-Wahn.

Dabei sagt man immer insgeheim, dass wir Deutschen es durch unseren

Fleiß schon so weit gebracht hätten und es immer noch weiter bringen würden. Schließlich schreckt man aus tiefer Manie und einem Gefühl

der Allmacht auch nicht mehr davor zurück, andere Länder bevormun-

den zu wollen. So wird es entsprechend dem kranken Bewusstsein der

Psychose eben nicht gesehen. Sondern man gibt in dieser Verleugnung der Wahrheit sogar noch vor, den anderen nur helfen zu wollen, dass sie

auch da hinkommen. Niemals wird gefragt, ob sie das auch wollen, ob die anderen damit wirklich glücklich werden können. Denn unweiger- lich meint man, selbst doch am meisten damit glücklich zu sein.

Zu alledem gibt es noch eine gesellschaftliche Psychose die mindestens ebenso beängstigend ist, nämlich die der Kriminellen Persönlichkeit, hier

gesellschaftlich betrachtet also der Kriminellen Gesellschaft. Tatsächlich

kann man den herrschenden Politikern und den instrumentalisierten

Ausführungsorganen, also der Regierung, Verwaltung und Justiz nicht einmal einen vernünftigen Glauben schenken. Ständig wird man nur

belogen und betrogen, und zwar nach Strich und Faden, wo es nur geht.

Nein, hier ist keine Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit zu finden. Der

Staat fühlt sich selber geschichtlich betrogen. Man fühlt sich betrogen und man betrügt. Jeder, auch die Reichen, kämpft im Grunde seiner

Psyche anscheinend nur noch ums Überleben. Daher hat man es auch

aufgegeben, noch nett zu sein. Man ist lieber böse. Man ist lieber unge- recht. Die tiefen Wunden lassen keine Gerechtigkeit mehr zu. Eine

Verinnerlichung der wahren Werte, wie etwa Liebe, Vertrauen, Sicherheit, Geborgenheit, Leben, Freiheit, soziale Gemeinschaft, Gerechtigkeit,

Bildung, geistige Weiterentwicklung, Kunst, Wahrheit, Frieden und ehrliche Zuversicht konnte nicht mehr stattfinden. Alle fühlen sich

verraten durch den Staat und haben kein Vertrauen zu ihm.

Auf der psychischen Ebene ist die Gesellschaft in einem verwahrlosten

Zustand. Man kompensiert dies damit, dass sich jeder immerhin ja noch als Teil und Zahnrad einer Maschine für die Wirtschaft fühlt. Und man

arbeitet nur dafür, um sein Brot zu verdienen oder seinen Reichtum zu vermehren und dass man sich was kaufen kann. Dieser Wohlstand ist

aber nur für einen geringen Teil der Gesellschaft faktisch vorhanden. Und von einem wirklichen Wohlstand kann dennoch seelisch im Befin-

den aller keine Rede sein.

In diesem deutschen Staat gibt es daher viele Kinder die hungern. Da kann sich auch die reiche Stadt München nichts vormachen. Der Groß-

teil der Jugendlichen hat überhaupt keine Aussicht auf einen Ausbil-

dungsplatz mehr und ist daraus resultierend zur Armut bereits schon vorverurteilt. Einer kriminellen Gesellschaft macht das alles nichts aus.

Eine kriminelle Gesellschaft ist gerne sadistisch und faschistisch und sieht gerne dabei zu, wie andere leiden. Wo doch der Schmerz unbewusst

in ihr selber nicht überwindbar zu sein scheint. Krankheit ist Leiden. Das betrifft nicht nur einzelne Menschen, sondern auch eine ganze Gesell-

schaft, wie man es hierzulande in zunehmenden Maße feststellen kann. Weil es im Grunde noch nie damit aufgehört hat.

Aber die destruktiven Regeln, welche diese Gesellschaft aufstellt, tun auch gar nichts dafür, an diesem Zustand etwas zu verändern. Man ist auf dem Holzweg. Das System ist insgesamt falsch. Der Kapitalismus führt die Menschheit an den Abgrund wo sie dann irgendwann hinun- terfällt. Dieses ungerechte System führt alle wieder ins Desaster. Weil Gerechtigkeit tagtäglich unmöglich gemacht wird. Weil Gerechtigkeit täglich zerstört wird. Unweigerlich wird es wieder Krieg geben, wenn diese Gesellschaft nicht damit anfängt, an sich selber und an ihrem Sammelsurium der Psychosen, die Allgemeinheit betreffend, zu arbeiten. Eigentlich kann man schon sagen, dass der Krieg bereits begonnen hat. Das Deutsche Grundgesetz, welches nach dem Zweiten Weltkrieg so bedächtig, wohlwollend für Alle und sinnerfüllt erarbeitet und errichtet wurde, es wird heute nicht einmal mehr beachtet.

So als würde es gar nicht gelten. Selbst die deutsche Justiz ignoriert das

Grundgesetz, wenn es um die Ausübung von Macht gegenüber den

Bedürftigen der Gesellschaft geht.

Heute können die Willkürakte so faschistisch, so überheblich, so men- schenverachtend und ignorant sein wie es die Machthaber nur wollen. Es

wird niemals dabei die Frage gestellt, wie so was noch einem Allgemein- wohl zugute kommen soll, wenn der einzelne Mensch in seinen Grund-

rechten bereits vollkommen missachtet wird. Man will sich gegenseitig

Böses, nichts Gutes, und im Wahn meint man, dass damit der Allge- meinheit am meisten geholfen ist.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Deutschland zerstört war, da hat man

gesagt, dass wir nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus wollen. Man konnte es noch fühlen, was ein Menschenleben wert ist, weil man viele

Familienmitglieder und Mitmenschen durch den Krieg und das Verbre- chen verloren hatte. Man musste noch zusammenhalten als Gemein-

schaft aller Menschen, weil man von vorne anfing und Deutschland miteinander wieder aufbauen wollte. Insgesamt war man in seiner

Haltung demütig, bescheiden und man fühlte sich sogar Gott wieder nah. Gottes Hilfe hat man in diesem Moment, wo alles zerstört war,

wieder gebraucht um überhaupt noch einen Neuanfang wagen zu können.

Die Machtverhältnisse waren nach dem Krieg noch anders gestrickt als sie es heute sind.

Doch entsetzlicher Weise hatte man dann in Westdeutschland in der

Wirtschaft schon wieder damit begonnen, alles so einzurichten, dass man an Macht gewinnt und die Gesellschaft wirtschaftlich beherrscht. So

wurde schon die Basis geschaffen, die es ermöglichte, den Mittelstand

aus der Gesellschaft zu verdrängen. Die Großen haben so wie eine

schwere Krankheit begonnen, sich nun so richtig auf dem Markt breit zu machen und alles zu bestimmen, aber auch wirklich alles. Das ist ja mittlerweile auf ganz Deutschland übergegangen.

Abgesehen von den medizinisch diagnostizierbaren Psychosen könnte man den ringsum üblichen Neid, den Hass, die Missgunst, den Geiz und

die Gier als psychotisch betrachten, weil man tagtäglich erkennen muss,

in welch morbidem Zustand die deutsche Gesellschaft sich hier befindet. Diese Analyse wächst aber dann leider in das Uferlose und ist mit einem

Buch nicht mehr zu bewältigen. Daher habe ich versucht, mich hier auf die wesentlichen Psychosen zu beschränken.

Ebenso verhält es sich mit den Neurosen. Hier wäre zu nennen das

Festhalten an Dingen und Gewohnheiten, sowie an Gepflogenheiten, von denen man selber eigentlich nicht weiß, ob sie überhaupt einen Sinn

haben. Welchen Zwängen und welchen Zwangsneurosen die Gesellschaft

unterliegt, wäre zu hinterfragen. Wo entstehen Gruppendruck, Sünden- bockmechanismen, neurotisch klein kariertes Wesen, Profilneurosen,

Suchtverhalten, Kaufzwang, um nur einige zu nennen, sollte durch- leuchtet werden. Denn der Staat versucht gerade mit diesen kranken

menschlichen Eigenschaften die Leute bei der Stange zu halten. Ebenso drastisch sind die Phobien, wie etwa die Homophobie oder die Kommu-

nismus-Phobie.

Auch die Hysterie, bis hin zur Massenhysterie, wie etwa beim Fußball, gilt es selbstverständlich zu erkennen und zu betrachten. Früher hatte

man sie hauptsächlich den Frauen zugeschrieben, aber heute stellt man

fest, dass die Männer teilweise auch ganz schön hysterisch sind. Interes- sant ist es, zuzusehen, wie die ganze Gesellschaft in eine Massenhysterie

verfällt, wenn etwa mal Fußballweltmeisterschaft ist. Weil man sich dann selber den gesellschaftlichen Zusammenhalt, welcher gar nicht vorhan-

den ist, durch ein Nationalbewusstsein, teils sehr übersteigert, bis hin zum absoluten Chauvinismus und Nationalpatriotismus, vorzugaukeln

versucht.

Wie es sich mit der Selbstbestimmung jedes einzelnen verhält, oder ob man sich schon einer falschen allgemeinen Auffassung zum Opfer gestellt

hat, das zu erkennen ist eine der wichtigsten Aufgaben aller Menschen

des Staates, wenn sie nicht Opfer der allgemeinen Wahnvorstellungen und Ideologien werden wollen. Ohne Individualität gibt es kein Leben

und keine Demokratie. Wir brauchen auch noch schwule Ballett-Tänzer und weitere geistige Vielfalt des Lebens.

Wir können nicht nur auf homophoben Fußballern und Wirtschafts- fachleuten basieren, wenn wir nicht arm und irr und krank in der

Gesellschaft sein wollen.

Sicher hat sich die deutsche Gesellschaft schon von sich selbst ab gespal- tet und funktioniert nur noch dafür, dass sich das Rad der Wirtschaft immer noch schneller und gewinnbringender drehen soll, um das höchste Maß an Effizienz für die Wirtschaft zu erreichen und deren Wachstum zu gewährleisten. Wenn aber das die Selbstaufgabe eines jeden seines Selbst beinhaltet, so kann von einer sinnerfüllten Gesellschaft letztendlich keine Rede mehr sein. Dann macht es jeden und alle nur noch krank.

Erst die Abspaltung von sich selbst ermöglicht es, dass sich Menschen instrumentalisieren lassen. Genau daher kommen die grauenhaften Zustände in sämtlichen Institutionen, wo Menschlichkeit abhanden ge- kommen ist und nur noch Ungerechtigkeit, Überheblichkeit und Fa- schismus den Ton angeben. Alles in der Einbildung, auf diese Weise wäre es zum Wohle aller.

Einen demokratischen Staat kann man sich in Deutschland nicht einmal vorstellen. Das wäre ein Staat, in dem sich jeder Mensch auf seine individuelle Weise entfalten kann. Wo sich jeder Mensch dann mit seiner eigenen Persönlichkeit in die Rechte einbringen kann, durch seine jeweilige Mitbestimmung. Damit haben wir es aber in der Gegenwart nicht zu tun. Sondern die Menschen werden als unmündige Wesen behandelt, welche sich von Oben regieren und bestimmen lassen sollen. Eine einzelne Meinung ist nicht gefragt. Alle haben sich einem Etwas unterzuordnen, dass ihnen aufgesetzt wird. Insgeheim meint dabei jeder, je mehr er sich von sich abspalten lässt und je mehr er zum Instrumenta- rium dieser herrschenden Übermacht wird, umso besser kann er existie- ren und damit erfolgreich werden.

Dass man dabei das Sein, das wahre Wesen als Mensch verliert, das wird als unbedeutende Nebenerscheinung hingenommen. Dabei erkennt man nicht, dass gerade diese gravierenden Mechanismen das gesunde Leben eines Staates zerstören. Man hat das in der Geschichte schon mehrmals erfahren. Doch offensichtlich hat man nichts daraus gelernt. Auch darüber kann man sicher eine ganze Schrankwand voll Bücher schrei- ben. Deshalb versuchte ich, den neurotischen Teil jeweils nur beispielhaft anzuschneiden.

Nur will ich sagen, dass all das, was uns in dieser Gesellschaft vom Staat vorgegeben wird, auf keinen Fall etwas mit ´christlich`, ´sozial` oder

´demokratisch` auch nur im geringsten zu tun hat. Schon in den Be- zeichnungen der regierenden Parteien CSU/CDU und SPD, in deren

Namensgebungen, liegen die wesentlichen Täuschungen. Man gibt vor, etwas zu sein, was man aber in Wirklichkeit überhaupt nicht ist.

Psychose ist, wenn man die Unwahrheit nicht nur glaubt, sondern vollkommen von ihr überzeugt ist und die Wahrheit verleugnet. Also, wenn man in einer falschen Welt lebt, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Psychose bedeutet Geisteskrankheit.

„Wohlstand für alle“ und „Gemeinsam erfolgreich“, so wie man es einstweilen auf Plakaten während den Wahlkämpfen zu lesen bekommt, das sind ganz sicher nur Floskeln, die mit der Realität gar nichts zu tun haben. Sie wollen den Menschen nur etwas vortäuschen und sie dadurch in die Irre führen. Denn es handelt sich hier nur um Werbung für die Parteien, welche gerade das Gegenteil dafür tun, als dass man diese doch sehr wunderbaren Ziele jemals erreichen könnte. Man muss sich schon fragen, wie gerade diese Parteien sich noch das Wort ´gemeinsam` in den Mund zu nehmen trauen, wo sie doch jeden Tag nur alles Erdenkliche dafür tun, damit man dieses schöne Wort bald ganz aus dem Deutschen Wörterbuch streichen kann.

Der Kriminelle Staat belügt und betrügt seine Menschen auf allen

Ebenen der Gewaltenteilung. Die Legislative missachtet die meisten

Menschen des Staates bereits indem sie eine für die Allgemeinheit ungerechte Gesetzesgrundlage schafft. Die Exekutive nimmt das dann

sehr gerne als Basis für ihre ohnehin schon betriebene gänzliche Will-

kürherrschaft, wo die einfachen Menschen tagtäglich nur verschaukelt werden. Bedauerlicherweise kann man dann auf die Judikative auch

nicht mehr hoffen, wenn man sich einem Unrecht ausgeliefert sieht. Sie hat sich im Einklang und im Übereinkommen mit den beiden oben

genannten diesen auch schon gänzlich unterworfen.

Und sie verfasst massenweise falsche und ungerechte Urteile, weil sie sich einbilden, sie müssten dem Staat sparen helfen, in dem sie selber so

gut verdienen.

Es geht niemals mehr um das Recht an sich, sondern es geht immer dabei ausschließlich um die Wirtschaft. Die Wirtschaft steht über allem

anderen. Insgesamt ist das alles nur ein Abhängigkeitssystem das von der

Ausbeutung lebt. Man lügt sich vor, dies wäre zum Wohle aller, obgleich man ganz genau weiß, dass es eben nicht so ist. Das ist teuflisch, ver-

blendend, trügerisch, aber nicht christlich, auch nicht sozial, und schon

gar nicht demokratisch.

Wer dann letztlich aus diesen, das eigene Volk verratenden, kriminellen

Machenschaften profitiert, bleibt im Dunkeln verdeckt und wird den einfachen Menschen vorenthalten. Jedenfalls ist ein einzelner Mensch in

Deutschland nichts mehr wert. Vielleicht war er das in Deutschland sogar noch nie. Die Machthaber sollen aber bedenken, dass, wenn ein

Mensch für sie nichts mehr wert ist, sie selbst dann auch nichts mehr wert sind.

Zu erkennen, dass sie damit dem Staat letztendlich gar nicht helfen, dafür sind sie offensichtlich nicht fähig genug, oder sie haben sich schon

zu sehr von den Professoren einschüchtern lassen. Faschismus und das

Ausschalten des Staates als Gemeinschaft aller der in ihm lebenden

Menschen kann der Gesellschaft insgesamt niemals eine Hilfe sein, weil sie sich dann selber zum Opfer des Staates macht. Unangemessen ist

sicher, dass diese Herrschaften für ihre kriminelle Verfahrensweise so viel

Geld bekommen, während ein großer Teil der Menschen von ihnen verurteilt ist, auf der Straße und im Elend zu sterben. Diejenigen, welche

sich wehren wollten, hat man in die Gefängnisse, in die Psychiatrie und

in symbolisierte Arbeitslager abgeschoben, wo sie dann noch für ein paar

Cent arbeiten können.

Der deutsche Staat ist in kranker Absicht wieder zu einem asozialen Staat geworden. Seit den Gesetzesänderungen durch die Agenda 2010 und

dem ganzen Drum herum, wie etwa Hartz IV, sagt man sich im Allge- meinen, endlich haben wir ALLE wieder eine Handhabe, wie wir die

notleidenden Menschen, welche nicht arbeiten wie WIR, fertig machen kann anstatt ihnen zu helfen. Die Deutschen sind nun wieder in ihrem

Element.

Obwohl diese Menschen keine Arbeit haben, weil für sie keine da ist, oder weil sie aus anderen Gründen nicht mehr arbeiten können, tut man

voller Missachtung gegenüber ihnen so, als wollten sie nicht arbeiten.

Weil man das eben einfach so sehen will. Wo WIR doch ALLE so fleißig sind, da kann es doch so etwas nicht geben, dass jemand nicht arbeitet,

aber vom Staat auch noch Geld will. Entweder jeder arbeitet und ist nicht bedürftig, oder er gehört nicht zur Gemeinschaft des Staates.

Diese, ich möchte schon sagen ´idiotische` Auffassung rührt noch aus der

Nazi-Zeit. Da waren es die Juden und die weiteren Verfolgten die so waren wie man selbst nicht sein durfte. Weil man sich abspalten musste,

so hatte es die schwarze Pädagogik von einem verlangt. Die Juden, Sinti

und Roma, die Homosexuellen, die Kommunisten und Widerstands- kämpfer sind deshalb dem deutschen Hass zum Opfer geworden.

Heute sind die Arbeitslosen und die Schwachen in der Gesellschaft das

Opfer dieser kranken Projektion und Selbstverleugnung. Hervorgerufen wird es durch die bedrängende Pädagogik und Beeinflussung aus der

Wirtschaftsmacht, wo es nur noch um Effizienz eines jeden und um

Konsum geht. Im Zustand des Hasses, der nicht zuletzt durch die Politi- ker und den ihnen unterworfenen Medien geschürt wird, hat man

plötzlich den ´Sozialschmarotzer` wieder neu erfunden, obwohl es diesen eigentlich gar nicht gab.

Man gibt an, dass die Hilfebedürftigen nur faul sind, so wie man selber eben auf gar keinen Fall sein darf. Weil man selbst nicht so sein darf,

muss man sich von sich abspalten und arbeiten, auch wenn man schon längst nicht mehr kann. Und diejenigen, die nicht arbeiten, sollen so wie

das eigene abgespaltene Selbst vernichtet werden.

Daher sind die Konfrontationen in den Jobcenter immer so gewaltsam. Die billigen Angestellten dort sind selbst Opfer des Ausbeutungssystems.

Es ist eine beabsichtigte und bewusste Taktik des Staates, dass man die

Opfer über die Opfer maßregeln lässt. Denn da findet aus tiefstem Hass und aus Neid dann die größte gegenseitige Kontrolle statt. Da wird am

meisten daran gearbeitet, sich gegenseitig in eine Ordnung einzupressen, in die man sich selber so sehr darunter leidend eingezwängt sieht. Da

steuert und regelt sich dann durch primitive Mechanismen, ähnlich wie in der Tierwelt, alles von selbst.

Daraus erhofft man sich, die größtmögliche Effizienz zu erwirtschaften, wenn die Bedürftigen endlich durch die Bedürftigen fertig gemacht

werden. Und gleichzeitig will sich der Obrigkeitsstaat von all diesen

Widrigkeiten, wo es um die nackte Existenz von Menschen geht, fernhal- ten.

Daher hat der Staat ja auch eine privatisierte Agentur für Arbeit dafür

entstehen lassen. Der Staat drückt sich um die eigene Verantwortung, wenn es um die Arbeitslosigkeit geht. Wohl wissend, dass diese durch

den Staat verursacht worden ist.

Wenn man wahrhaft an einer besseren Zukunft arbeiten will, dann soll man erst mal damit anfangen, zu erkennen, wie krank die deutsche

Gesellschaft insgesamt ist. Dann kann man daran was verändern und

dadurch einen Prozess für die Gesundung aller ihr zugehörigen Men- schen jeder Altersklasse, jeden Geschlechts, jeder Gesellschaftsschicht,

jeder Nationalität und jeden Ortes einläuten. Sonst geht der Wirtschafts- faschismus bald noch mehr in seine Blütezeit über.

Mit Medikamenten ist es hier, so wie etwa in der Psychiatrie, nicht getan. Sondern hier braucht die Gesellschaft eine wahre Therapie, also eine

Analyse ihres Selbst. Man muss erst einmal wissen, was ein Mensch ist und wo er ursprünglich herkommt. Man soll sich doch mal fragen, was

das Leben für einen Sinn hat. Dafür kann es nur lohnenswert sein, zu erkennen, wie der Mensch, sowie die Gesellschaft, im Wesen tickt und

fühlt und dabei krank sein kann. Und wie aber auch die Gesellschaft insgesamt als gesunde Gemeinschaft funktionieren könnte, damit es

auch für alle einen Sinn hätte.

Ich hoffe, dass ich mit meiner Wenigkeit zumindest einen kleinen Beitrag dafür leisten kann, einen solchen Prozess in die Wege zu leiten. Es soll für alle eine Sinn bringende Erfüllung auf dieser Welt geben. ALLE Menschen dieser Welt sollen miteinander zufrieden sein und glücklicher werden.

Alois Zeindl

1. Vaginismus

Das Rad dreht sich. Der Hamster läuft und läuft und läuft und läuft und läuft und läuft... Sein Frauchen hat ihm den Namen Hugo gegeben.

„Hugo gib Gas!“ sagt sie. „Ich brauch die Sahne jetzt. Mach hinne!“ Und sie pfeift ihn mürrisch an, mit einem heftigen, lauten Pfiff. Der Hamster

Hugo rennt wie um sein Leben. Plötzlich bleibt das Rad stehen. Der

Hamster ist tot. Er liegt nun schwer und matt in dem Rad, ganz ent- spannt. „Soll ich nun halb steife Sahne essen?“ sagt die Gutsherrin.

„Was ist denn mit dir los?“

Frauchen kann man eigentlich nicht sagen. Denn die Gutsherrin Brun- hilde Breitbein ist eine richtige, riesige Matrone. Sie ist 192 cm groß und

sie wiegt sage und schreibe 217 kg. Sie wollte gerade ein paar Stücke

Käsesahnetorte mit großen Sahne-Hauben essen, wenn die Sahne noch ganz steif geworden wäre. „Du warst schon immer ein Versager.“ sagt sie

nun zu dem toten Hamster Hugo, der jetzt selber schön langsam steif

wird.

Die Gutsherrin Brunhilde Breitbein ist als Gründerin eines Transport- und Autovermietungsunternehmens zur Milliardärin geworden, da das Unternehmen in unvorhergesehenen Ausmaßen expandiert war. Sie hatte die geniale Idee, hinter dem Hamster-Käfig einen Sahne- Schläger zu montieren, der an das rotierende Hamsterrad angeschlossen ist. Weil so ein Hamster auch für etwas gut sein soll, so wie sie meint.

„Da kann man wenigstens noch etwas Strom sparen.“ hatte sie gesagt.

„Ich will ihn doch nicht umsonst die ganze Zeit nur durchfüttern. Wenn er das Rad schon so schön in Bewegung bringt, dann soll es doch einen

Sinn haben.“

Sie bemerkt jetzt, dass er tot ist. „Ach du meine Güte. Hugo, bist du tot? Tatsächlich. Er atmet nicht mehr. Ach Hugo. Hattest du einen Herzin-

farkt? Ich glaub´s ja nicht. Jetzt ist Hugo hinüber. Da muss ich mir nun

auch noch einen neuen Hamster kaufen. Also Hugo, ein bisschen ver- misse ich dich schon. Wo du doch immer so schön zärtlich mit mir

warst. Jetzt esse ich aber erst mal meinen Kuchen. Dann nehme ich eben die halb steife Sahne. Wie sollen wir dich denn beerdigen?“

Es stinkt ganz fürchterlich nach Hamster-Urin und Hamster-Kot. Hugos

Käfig wurde schon lange nicht mehr sauber gemacht. Hugo war für die

Gutsherrin so eine Art Ersatz für einen Mann, also Teil ihrer Intimsphä- re. Deshalb hat sie das Hauspersonal nicht an ihn ran gelassen. Und

selber ist sie zu faul. Ach, und sie hat sich schon an diesen Gestank gewöhnt. Vor allem sollte Hugo ihr keine Arbeit machen, sondern selber arbeiten. Die Gutsherrin findet es blöd, dass er sich den Stall nicht selbst ausmisten konnte. „Hast du dich überhaupt bezahlt gemacht? Wie lange hatte ich dich denn? Muss mal überlegen. Na ja, ein Blümchen werde ich dir schon aufs Grab stellen. Wo du doch immer so zärtlich zu mir warst.“ Der Mops liegt in seinem Körbchen und schläft. Er hat noch nichts bemerkt. Er ist noch müde von gestern.

„Gestern war noch alles so schön.“ sagt Brunhilde zu ihrem Hund. „Und jetzt ist Hugo tot. Ich brauch unbedingt wieder einen neuen Hamster.“ Die Gutsherrin Brunhilde Breitbein hat nämlich ein sehr großes sexuel- les Problem. Leider geht es mit den Männern nicht mehr. Es geht einfach nicht mehr. Weil sie zu dick ist. Diese Herren und Burschen können noch so scharf sein und Brunhilde kann sie auch noch so gerne mögen und wollen, aber es kann kein Mann mehr in sie eindringen. Die Anato- mie erlaubt es nicht mehr.

Sie hat mit den unterschiedlichsten nackten Herren schon alle Stellun- gen durchprobiert.

Wenn sie auf ihr droben liegen, dann werden sie von ihrem dicken

Bauch und ihren Oberschenkeln in die Höhe gehoben. Die nackten

Männer liegen zwar gut gepolstert auf ihren Fleischmassen, aber keiner hat so einen Langen, dass er da noch mit ihm in sie hinein käme. Und

wenn sie ihre Beine hoch hebt und es die Kerle also von ganz vorne versuchen, dann lassen sie ihre Oberschenkel auch wieder nicht an sie

ran.

Von hinten hatte sie es früher immer so gerne gehabt, als sie noch schlanker war und es noch ging. Aber jetzt gibt es auch da überhaupt

keine Chance mehr, dass noch einer in der Weise sexuell mit ihr Liebe

machen könnte. Weil ihr Hintern so ungeheuerlich groß ist, dass nicht mehr die geringste Möglichkeit besteht, wie von hinten noch ein Mann

an ihr Geschlecht ran kommen sollte können. Die Kerle werden durch ihre großen Fleischberge immer regelrecht weggedrückt.

Sie weiß wirklich nicht mehr, wie sie es mit den Männern noch machen soll. Abgesehen davon, dass sowohl sie selbst als auch die Männer mit

Fellatio alleine nicht ganz zufrieden sind, weil sie doch so gerne immer noch mehr möchten, gab es auch hier die schlimmsten Probleme, ers-

tens, weil sie im Gesicht auch sehr dicke Backen hat und zweitens, weil sie dabei immer so sehr außer Atem gekommen ist.

Deshalb hat sie es mit den Männern schon ganz aufgegeben. Sie weiß es selbst. Sie bräuchte einen Mann, der so einen Langen hat wie ein Garten-

schlauch. Den könnte er dann noch zwischen ihren großen runden

Fleischmassen hindurch und daran vorbeischieben, suchend nach ihrem doch so willigen und bereiten Eingang, um schließlich endlich in sie hinein zu kommen. Aber unter 80 cm geht da nichts mehr. Und so einen Langen hat kein Mann.

„Magst du heute keinen Käsekuchen mit Sahne? Schläfst du heute nur noch?“ sagt sie zum Hund, der neben ihrem Bett in seinem Körbchen liegt. Brunhilde hat eine energische Stimme und der Mops blinzelt ein wenig aus seinem Bettchen heraus. Als er den Käsekuchen und die Sahne bemerkt, hüpft er schwups di wups aus seinem Körbchen hervor und kommt schwänzelnd angerollt. Ja ´angerollt`, denn der Mops ist rund wie eine Kugel, proportional betrachtet ebenso dick wie die große Herrin.

„Haa! Hab ich´s mir doch gedacht, dass du auch was von dem Käseku- chen mit Sahne abbekommen willst. Du verfressener Hund. Na, komm schon, mein Schätzchen! Ich stell dir das Teller auf den Boden. Ist das okay?“ Und der Mops haut rein, dass alles nur so schmatzt.

Der Kuchen ist gleich weg. „Na, was denn? Willst de noch´n Stück? Wie schmeckt dir denn die halb steife Sahne? Hugo ist tot. Hast du das noch gar nicht gemerkt? Jetzt müssen wir zwei uns heute alleine vergnügen. Aber dir ist das ja sowieso egal. Hauptsache, du hast deinen Spaß, wa?“

„Ach, mein Hündchen, wenn wir doch nur einen Mann hätten, wir zwei, wa? Und jetzt hat uns Hugo auch noch für immer verlassen. Na ja, aber mit uns beiden ist es doch auch so schön. Findest du nicht? Besser kann´s doch gar nicht mehr sein. Wir zwei haben immer den höchsten Spaß. Bekommst du auch schon wieder Lust? Hast ja lange geschlafen heute.“ Der Mops hat den Kuchen schon wieder weggeputzt, innerhalb von Sekunden. „Sag mal! Wie viel willst du noch verschlingen? Kleiner Mops du. Du verschlingst ja bald mehr als ich. Wo tust du das denn alles hin? Das passt doch gar nicht in dich rein.“ Der Hund streift mit seinem Gesicht, das aussieht wie eine Muschi, an die Beine der Gutsherrin und bittet sie um noch ein weiteres Stück Kuchen, das er selbstverständlich auch bekommt. „Ach, dann esse ich auch nochmal ein Stück und tu mir Sahne drauf.“ sagt die Gutsherrin und sie und ihr Hund verschlingen gemeinsam den Kuchen und verschlingen ihn und verschlingen und verschlingen und verschlingen und verschlingen...

„Du willst wohl auch nur noch zunehmen? Ist es noch nicht genug, dass ich in ständigem Wachstum bin? Zur Zeit werde ich jeden Tag um ein

Pfund schwerer. Ach, mein kleines Hündchen, ich wachse und wachse

bis ins Uferlose wie die deutsche Wirtschaft. Weil ich es selber so will. Obwohl ich nicht weiß, wohin das noch führen soll und was am Ende

dann passiert. Meinst du, ich platze irgendwann? Oh, mein Schätzchen, aber wem schadet es, wenn du mit mir mitwächst?

Dann wachsen wir doch gemeinsam. Dann sind wir beide so schön rund. Wir wollen ja nie aufhören zu wachsen, wir zwei. Wa?“

Der Hund schaut sie an. So als wolle er sagen: „Soll ich dann noch ein

Stück Käsetorte essen?

Was essen wir später, heute Abend?“ „Kürbis-Suppe mit Sahne-Haube, Schnucki, Kürbis-Suppe mit Sahne-Haube und dann gefüllte Pute mit

Kastanien gibt es heute Abend.“ bekommt er zur Antwort.

„Ach, ich liebe Kürbis. Die Kürbisse sind auch so schön rund wie wir zwei. Und man wünscht sich immer, dass sie nicht aufhören zu wachsen

und immer noch größer werden. Findest du das nicht auch so schön?

Das ist schön, wa? Wenn etwas immer wächst. Ja, so wie die deutsche

Wirtschaft. So wie die deutsche Wirtschaft. Schatzi, wir zwei gehören auch zum deutschen Wirtschaftswachstum. Wir sind ein Teil davon. Das

ist doch ganz klar. Alles hängt zusammen.

Und wir geben unser bestes.“

Der Mops wedelt mit seinem Schwänzchen. Er ist nun ganz vergnügt. Er stupst seine Riesenfrau, welche ganz schwer auf einem Stuhl sitzt, so als

würde sie wie die Kaiserin der Welt über allem thronen, neckisch und

einladend an die Beine. Dann rennt der Hund der Gutsherrin zu ihrem

Bett und hüpft hinein.

„Warte doch! Ich muss mich ja noch ganz ausziehen. Du weißt doch wie schwer ich mich bewegen kann. Ich komme gleich zu dir.“ Antwortend

bellt ihr der Hund ganz zart und liebevoll entgegen, so als sagt er:

„Komm schon, du dicke Süße! Ich bin schon in Stimmung. Du bist mein

Dessert.

Los geht´s! Los geht´s!“

Ein kleines neckisches Bellen unterstreicht das Ganze noch.

„Warte! Ich komm ja schon.“ Die große, riesige, ungeheure, massige

Gutsherrin ist nun splitternackt. Und der runde Hund mit der Muschi im Gesicht sieht sie erwartungsvoll an. „Ich komm ja schon zu dir, mein

schnuckeliges Hündchen. Ich hab ja auch schon so viel Lust auf dich.“

„Ach, wir zwei. Wa? Wir können es doch miteinander viel besser als mit den Männern. Wenigstens du weißt wie du noch an meine Scheide ran

kommst. Meine kleine Helene, meine scharfe, lesbische Helene, mit

deiner geilen Muschi im Gesicht. Die haben es in England schon ge- wusst, warum sie dich so gezüchtet haben. Damit du die Damen von Hof

so schön mit Cunnilingus beglücken kannst. So wie du mich gleich mit größter Wonne erfüllen wirst. Genau dafür haben sie dich doch gezüch-

tet. Und dir gefällt es auch immer so. Nichts machst du lieber als das. Und ich liebe es.“

Der Hund rollt sich ein bisschen auf die Seite, damit sich die Gutsherrin nun schön nackt auf das stabile Bett legen kann und so dann sagt:

„Helene komm! Helene komm! Auf dass wir bald gemeinsam kommen. Hier hast du Platz. Komm gib Gas! Drück dich ran an mich da unten!“

Das ist gar nicht so einfach. Aber mit dem Hund geht es. Weil der Mops von der gesamten Körperlänge her nicht so lang ist wie die Männer. Die

Gutsherrin und Helene haben einfach eine viel bessere anatomische und proportionale Übereinstimmung. Helene ist ja nur ein kleiner runder

Hund, der sich eifrig zwischen die Beine der Gutsherrin presst und mit seinen Beinen dabei Laufbewegungen macht und wie wild scharrt, damit

er nicht von ihrem Geschlecht weg gepresst wird.

Helene läuft jetzt, damit sie dort bleibt wo sie ist. So wie es der Hamster

Hugo in seinem Rad getan hatte. Ach, Hugo. Er kann heute nicht mehr dabei sein. Die Gutsherrin mochte es immer so gerne, wenn er beim Sex

auf ihr hin und her gelaufen ist, auf ihren großen Brüsten und auf ihrem ungeheuer prallen Bauch. Und ganz besonders mochte sie es, wenn er

mit seinen zarten Füßchen über ihre erogenste Zone gelaufen ist. Auch wenn er dort von Helene immer wieder weg gescheucht wurde.

„Helene komm leck mir die Mmmm!“ sagt die Gutsherrin Brunhilde nun und stöhnt schon ganz gemächlich dabei. „Uuuhh. Ohhhhh. Ahah-

hahh.“ „Mach weiter, Helene, mach weiter!“

„Ohooohhhoooiiiiiiiiiii.“ „Oh. Hoioii. Hiiiuuuu.“ „Helene, ich bin geil. Ach, ich bin so geil.“

„Meine Kleine, bist du auch so geieil?“ „Oh, wie du wimmerst. Komm

leck mich! Leck mich, Helene! Komm leck mir die Mmmm so richtig, Helene! Leck! Ach, Helene, wenn ich dich nicht hätte. Ich würde sterben

ohne dich. Ach, ist das schön. Helene, meine Gute, komm leck! Ahhhhhhhhhhooooooooiiiiiiiiiiiiiiiiiiihohohohoho. Ohhhh, ist das gut.

Ist das gut. Ohhhhhh.“

Der Hund Helene leckt wie wild und wimmert ganz getrieben dabei. Auch er, beziehungsweise ´sie` bekommt nicht mehr genug. Muschi-

Gesicht an Muschi. Und die Gutsherrin ist vor Wildheit schon ganz

außer Rand und Band. Sie weiß sich nicht mehr zu helfen. Sie ist nur noch geil.

Beide sind sie wie sexbesessen. Nur noch randscharf. Die Titten der

Gutsherrin rollen hin und her. Ach, Titten, das ist hier gar kein Ausdruck mehr. Bei diesem überdimensionalen Busen der Gutsherrin und Milliar-

därin Brunhilde muss man schon von Duddeln reden. Die Duddeln

schwabbeln nur so nach hinten, nach vorne, nach links und nach rechts,

weil sich Brunhilde vor Geilheit auf dem Bett schon vor Wonne nur noch rollen kann. So schön besorgt es ihr die kleine geile Helene. Brunhilde nimmt ihre riesigen wabbelnden Duddeln in ihre Hände und hält sie fest, damit sie nicht hinunter fallen. Sie muss sie festhalten. Es geht jetzt so stürmisch ab bei diesem wilden Sex der ganz besonderen Art, dass sie selber schon fürchtet, die Haut reißt ab und der Busen platz weg und die Duddeln fallen neben dem Bett runter. Also hält sie sie fest. Sie sind so schwer. Und es ist auch kein gutes Gefühl, wenn so ein schwerer Riesenbusen an der Haut so zieht.

Aber wenn sie ihre Titten, die man schon als Duddeln bezeichnen muss, festhält, so dass nichts passieren kann, dann ist es heiß, ach so heiß. Der

wallende Busen macht sie noch mehr scharf. Und wenn sie ihre Brust-

warzen berührt, dann ist es bald soweit.

Und der Mops Helene leckt und leckt und leckt und leckt und leckt und leckt... Und das kribbelnde Gefühl wächst. Ja, es wächst. Dieses geile

Gefühl. Ach, wie schön es wächst. „Helene leck!“ sagt die Gutsherrin.

Plötzlich ist der Hund verschwunden. Er ist jetzt ganz in ihr drin.

Das war so ein ganz merkwürdiger Ton. Es war so ein ´Flllooouup`. Und flutsch hat es gemacht, da war Helene auf einen Rutsch in der Gutsherrin

drinnen. Das ging ganz schnell. So als hätten es beide nicht bemerkt.

Nun können sie ihr wohliges Gefühl nicht mehr bremsen. Auch die

Gutsherrin wimmert jetzt, ja sie wimmert und wimmert. Sie beginnt zu vibrieren. Und wie!

Die riesige, ungeheure Gutsherrin Brunhilde schüttelt es wie eine

Waschmaschine beim Schleudergang. Und Helene überkommt es dadurch auch. So dass der Hund in der Gutsherrin nun mit ihr vibriert.

Beide schüttelt es und schüttelt es vor Getriebenheit nur noch.

Brunhilde denkt an die geilen knackigen Burschen in den Lederhosen beim Münchener Oktoberfest und hat deren Hintern-Backen vor ihren

Augen. Es macht sie so hitzig, wenn sie sich jetzt erinnert, wie ihr diese

Burschen immer auf die Duddeln geschaut haben und sie um Anfassen derselben gebeten hatten. Diese Duddeln die sie jetzt festhalten muss,

weil sie so hin und her wabbeln, dass sie beinahe abreißen und runter fallen.

Ohhhhhhhhhhhhh, es tut schon fast weh. Dieser Sex mit Helene, die jetzt da drinnen ist und alles so schön ausfüllt. Brunhilde kommt sich

vor und sie fühlt sich jetzt so als würde sie gerade wachsen

bis sie platzt. Diese Vibrationen sind nun schon wie ein Erdbeben. Es rüttelt und schüttelt das ganze Haus. Alles wackelt. Das Bett knackst. Die

Gläser klirren auf dem Tisch. Alles wackelt und wackelt und wackelt und

wackelt und wackelt und wackelt... Es ist wie bei einem Vulkanausbruch.

Da ruft sie nun ganz laut, die Gutsherrin, so wie man es bei einem vor wilder Geilheit überhitzten Wasserkessel der explodiert, hören kann:

„AAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH-

HOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO OOOOOOOOO

OOOOOOOOOOOOOOOOOIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIE EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE-

EEEEEEEEEIEIEIEIEIEIEIEIEIEIEIEIEIEIEIEIeeeeeeeeeeeeeei- iiiiiiiiiiiiooooooouuu!“

Gleichzeitig fängt der Hund in ihr zu bellen an und es schüttelt ihn wie wahnsinnig mit. Dann wird danach alles ganz still.

Sie sacken nun zusammen und sie sind vollkommen entspannt, voll- kommen entspannt, entspannt, entspannt, entspannt, vollkommen

entspannt......

So bleiben sie liegen, die Gutsherrin im Bett und der Mops Helene in ihr drin. Sie sind jetzt ganz entspannt und wachsen weiter.

Dann erhebt sich die Gutsherrin, so als wäre sie die Kaiserin der Welt,

aus dem Bett, weil sie Helene nun doch ein bisschen drückt. Sie breitet die Arme auseinander, atmet durch und macht vor Wonne und Glück in

der Brust einen Luftsprung, nach dem sie hart und fest wieder auf der

Erde landet. Da macht es nochmal dieses sonderbare flutschende Ge- räusch ´Flluuuooop`. Und Helene fällt aus ihr raus auf den Boden. So als

ob die Gutsherrin ein Ei gelegt hat. Wie wenn eine Gluck- Henne ein Ei

legt. Brunhilde fühlt sich nach dem Sex mit dem Hund immer irgendwie sehr befreit.

Die kleine runde Helene fängt sich, steht auf, schüttelt sich wie ein nass gewordener Hund und hüpft zurück in das Bett. Die Gutsherrin legt sich

zu ihr und kuschelt sich an sie zärtlich ran. Beide schlafen nun zusam- men eine schöne Runde.

Der Hund Helene macht das alles einfach so mit. Nur die Gutsherrin weiß, wohin es führt, wenn das Wachstum nicht mehr aufhört. Hätte sie

doch so gerne mal wieder einen richtigen Mann. Wenn das nur noch gehen würde.

Da hilft nur noch Beckenbodentraining und Wirtschaftsabbau, also ein

´Abnehmen`.

2. Sektempfang

Auch ich habe schon bei der Automobilindustrie gearbeitet. Ich war zwar nur Angestellter in der Kantine und für den Konferenz-Service zustän- dig, aber das war bei der Automobilindustrie.

Es war östlich von München. Das Betriebsgelände umfasste 32 Häuser und drei weitere große Gebäude waren zusätzlich am anderen Ende des

Ortes.

Manchmal hatte ich für das Servieren 17 Termine am Tag. Also es muss- ten 17 Konferenzräume mit Kaffee, Tee und Kuchen, mit belegten

Brötchen, mit Säften und weiteren Kaltgetränken eingedeckt werden. Mit einem weißen Transitwagen war ich dafür auf dem Gelände und im

Ort unterwegs.

Das hieß, die Tabletts mit den Speisen, sowie Kaffee und die Getränke- kästen ins Auto packen. Das Besteck, den Zucker, die Kaffeesahne und

die Servietten mitnehmen. Den Service-Wagen hinzuladen und seine

Bremse zu befestigen, damit er nicht über die Wurstsemmeln rollt.

Den Motor anwerfen und Gas geben, damit man die Termine an einem

Tag auch alle schafft.

Dann den Service-Wagen aus dem Lieferwagen raus. Die Tabletts mit den Delikatessen darauf tun. Die Kaffeekannen und alles rauf auf den

Wagen, auch die Getränkekästen. Alles schnell, schnell, schnell. Auch bei

Matsch und Schnee und bei Glatteis. Manchmal war ich gleich mit zwei

Service-Wägen unterwegs, wenn es so viel zu liefern gab, dass es auf einen nicht mehr drauf gepasst hat.

Dann die Haustüre aufschließen und den Wagen rein schieben. Die

Gänge entlang eilen, durch die Türen hindurch, um die Ecken bis zum

Fahrstuhl, den Schlüssel reinstecken, auf den Knopf drücken, auf ihn warten, auf die Uhr schauen, alles in den Fahrstuhl rein schieben, hinauf

fahren, alles wieder raus schieben, um die Ecken fahren, die Gänge

entlang, durch die Türen hindurch, manchmal sie nochmal aufschließen, um endlich irgendwann nach dem fünften Flur und der siebten Ecke

zum Konferenzraum zu gelangen.

Da stand dann noch das benutzte Zeug von der gestrigen Konferenz, das ich erst wegräumen musste und auf den Wagen zu schichten hatte. Also

die benutzten Kaffeetassen und die Gläser und alles übrige, wie der Müll,

die vollgeschmierten Servietten und was es noch alles gab. Den Tisch abwischen und dann ganz schön für die Herren, ab und an auch mit ein

paar Damen, eindecken.

Den gleichen Weg zurück nehmen. Das schmutzige Geschirr ins Auto räumen, den Servicewagen natürlich auch. Bei der Kantine alles wieder ausladen und die Sachen für den nächsten Termin einladen. Jeden Tag das gleiche Programm.

Mittags haben sie mich dann noch in der Kantine an die Kasse gesetzt, für zwei Stunden, wo die Herren und Damen dann zum Mittagessen kamen. Und wenn ich mal weniger als 17 Termine für die Konferenzen an einem Tag hatte, dann musste ich in allen Häusern auch noch die Kaffeeautomaten nachfüllen und reinigen.

Abgesehen davon, dass ich einen Job für zwei Personen zu bewältigen hatte, also wirklich einen totalen Stress-Job, wo man manchmal kurz vor

dem Herzinfarkt stand und ich heute nicht mehr weiß wie ich das

überhaupt damals schaffen konnte, hatte dieser Job aber auch etwas sehr

Gutes, das mir gefiel. Ja, kaum zu glauben, aber die Herren und auch die

Damen waren im allgemeinen sehr nett. Ein paar versnobte Ausnahmen waren dabei, aber im Großen und Ganzen waren die Angestellten der

Automobilindustrie, sowie auch die Chefs, sehr freundlich zu mir.

Die Herren hatten studiert, sie waren also Doktoren, Diplom-Inge- nieure, Informatiker, Designer und Techniker in ihren jeweiligen Sach-

gebieten. Man hat es ihnen angemerkt, dass sie ein gewisses Niveau

besaßen. Ich kann mich über sie nicht beklagen.

Im Gegenteil, wenn sie mich sahen, haben sie mich freundlich gegrüßt und mir zugelächelt. Sie haben mir auch meist sehr bereitwillig die

Türen aufgehalten. Wenn ich die Tische eingedeckt hatte, haben sie sich

herzlich bei mir für alles bedankt. Ich war ihr Liebling, weil ich ihnen immer so viel Gutes zum Essen und zum Trinken gebracht habe. Im

allgemeinen haben die Männer auch noch gut ausgeschaut. Ich bin schwul. Und so hatte ich auch manche Freude daran, diesen netten

Herren zu begegnen und mit ihnen so liebenswürdige, wenn auch nur oberflächliche, Kontakte zu pflegen. Auch die beruflich bodenständigen

und zuvorkommenden Damen, also meist Sekretärinnen, waren sehr höflich und gutsituiert mir gegenüber. Kurz gesagt, ich habe mich in

diesen Häusern wohl gefüllt und war sehr gerne darin unterwegs.

Mittags an die Kasse kamen sie alle, auch die Automechaniker, die

Hausmeister, Elektriker, Chauffeure und was es eben sonst noch alles für

Angestellte in so einem Unternehmen gibt. Da kam ein freundliches und nettes Gesicht nach dem anderen auf mich zu. Es waren Bayern, Deut-

sche allgemein und Migranten sämtlicher Nationalitäten, die mir ihr

nettes Wesen entgegen gebracht haben und womit ich auch in irgend einer Weise glücklich und zufrieden war. Also so gesehen war ich in

diesem großen Unternehmen voll und ganz etabliert, was die Automo- bilindustrie betraf.

Wir hatten es ja hier mit den Abteilungen Forschung und Entwicklung zu tun, also nicht mit der Produktion. Die Herren und Damen hatten

ein besseres Leben und waren in allem gut versorgt. Wahrscheinlich haben sie auch sehr gut verdient. Man kann nichts dagegen sagen, weil

sie so freundlich waren.

Ganz anders war es aber leider mit den Angestellten der Kantine selbst. Die waren so muffig, so trocken und so lustlos. Sowie sie eine ganz

angespannte und äußerst hochnäsige, unfreundliche Art hatten. Da war

immer ein furchtbarer geistiger Mief in der Luft, in dieser Kantinenkü- che, dass man es kaum noch beschreiben kann. Der Chef, Herr Schlech-

ter, hat zwar immer so auf eine merkwürdige Art kollegial getan. Aber in

Wirklichkeit war er ein ganz falscher Hund, der immer mit seiner Stell- vertreterin, Frau Bereit, unter einer Decke stand und bei jeder Gelegen-

heit herabwürdigend über die anderen Mitarbeiter redete. Ständig haben

sie hinter unserem Rücken getuschelt. Beide kamen sie aus Ostdeutsch- land.

Wenn wir Mittagspause hatten und dann alle zusammen in der Kantine saßen, dann haben sie sich ganz furchtbar schrecklich benommen. Sie

haben nicht mit allen geredet. Und wenn, dann wurde jedes Wort vorher dreimal überlegt. Sie hatten eine für sie ganz passable Arbeitsstelle im

neuen Gesamtdeutschland gefunden und sie kamen sich damit nun ganz besonders wichtig vor. Jedoch die beiden hatten ein recht perfides

gemeinsames Hobby. Das lies sie an den Tag kommen, so wie sie tatsäch- lich waren. Zu ihrem ganz persönlichen Unterhaltungsprogramm

gehörte es jeden Tag in der Mittagspause, dass sie miteinander ganz schlecht über Ausländer geredet haben.

Und dies in Gegenwart eines Türken.

Jeden Tag wurde aufs Neue über Ausländer hergezogen. Dabei haben sie sogar so getan, als ob ich, also ein in diesem Leben ursprünglicher

Niederbayer, für sie ein Ausländer im Münchner Osten bin. Denn ganz

Deutschland gehörte nun den Ostdeutschen. Der nette Türke Alkan, sowie die scharmante Österreicherin Frau Schöner und ich, wir waren

die Fremden. Wir waren auch die Schuldigen, dass Herr Schlechter und

Frau Bereit wegen uns in ihrer Heimat in der Fremde waren. Wir sollten eigentlich froh sein, dass sie nun Gesamtdeutschland übernommen

hatten.

So hatte es wirklich den Anschein.

Manchmal hätte ich beinahe platzen können, wenn sie wieder in Hin- wendung auf Alkan über Ausländer schlecht geredet haben. Dabei waren

Herr Schlechter und Frau Bereit in vollster Übereinstimmung im Zy- nismus vereint. Das war immer so ein böse durchdachtes und ausgetüf- teltes, sadistisches Spielchen der beiden. Ich wusste mir fast nicht mehr zu helfen. Sollte ich ihnen so richtig meine Meinung über sie sagen und gleichzeitig meine Arbeitsstelle schon wieder verlieren, so hatte ich mich gefragt.

Jedoch nach ein paar Überlegungen übte ich mich in Geduld, weil ich mir dachte, dass die beiden mit ihrer Borniertheit ja schon selber am meisten gestraft seien. Sie merkten es nicht, wie geistig beschränkt und behindert sie in Wirklichkeit sind. Lass sie doch in ihrem Sumpf verwei- len, so dachte ich mir, und blieb ruhig, wenn ich mir diese Hetze gegen Ausländer mittags tagtäglich mitanhören musste.

Dass Alkan dabei immer so gelacht hat und dass er seine Witze hinzu gegeben hat, das konnte ich erst auch gar nicht verstehen. Deshalb habe ich ihn dann bei der nächsten Gelegenheit, als wir für einen Moment, irgendwo beim Räumen von was, alleine hinter irgendwelchen Türen waren, gefragt, wie es möglich ist, dass er sich so was gefallen lässt, wenn sie in seiner Gegenwart immer über Ausländer herziehen und er auch noch dabei lacht. Da hat er dann aus Verzweiflung wieder

gelacht. Und er meinte, dass er es schon richtig mache. Er habe da seine eigene Methode, gab er mir an. Er wisse schon wie er das mache. Er

wolle sie auflaufen lassen. Er will sie eigentlich veralbern, ohne dass sie es

merken. Eines Tages würden sie es schon begreifen, was sie für einen

Unsinn reden, meinte er. Und wenn nicht, so sei es doch ihre Sache. Kann uns eigentlich egal sein, so hatte er mir gesagt. Ich fand diese

Situation jedoch unerträglich. Es war unmenschlich und so furchtbar

Gott erbärmlich.

Deshalb kam es mir den ganzen Tag über immer so vor als würde ich zwischen Himmel und Hölle hin und her fahren, also zwischen Automo-

bilindustrie und Kantine.

Frau Schöner und Alkan waren ja die Ausnahmen.

Die ältere, sehr gutaussehende Dame aus Österreich war meine nette

Kollegin an den Kassen.

Sie hat auch in der Kantine aufgeräumt und die Regale mit den Waren, also Süßwaren, wie Bonbons und Kaugummi, aufgefüllt. Sie war schon

über fünfzehn Jahre in diesem Job. Nicht mal der Chef hatte ihr im

Grunde was zu sagen. Sie hat mir anfangs so hilfsbereit und liebevoll alles gezeigt und erklärt. Diese Umgangsform hatte sie auch beibehalten

und ich bin immer sehr gut mit ihr ausgekommen. Ja, ich mochte sie ehrlich. Und sie mich auch. Wenn es ging, so haben wir uns schnell mal

raus gestellt in die Kälte und eine Zigarette geraucht bei einem netten

Schwätzchen.

Wenn es mal ganz heiß herging und meine Termine zeitlich sehr knapp hintereinander waren, dann musste mir Alkan helfen. Er musste mich

also auf meinen Fahrten begleiten.

Er war sehr liebenswürdig. Er war ein fester und stämmiger Typ und er sah ganz gut aus. Er hatte eine gemütliche und herzliche Art. Ihn mochte

ich sehr gerne. Normalerweise war er für das Belegen der Brötchen in

der Küche zuständig.

Waren wir dann zusammen unterwegs, da haben wir zwar echten Spaß gehabt, doch dabei eine etwas umständliche Hektik veranstaltet. Wir

haben nebenbei einfach zu viel gequatscht. So dass wir dann letzten

Endes fast länger gebraucht haben. Aber er kannte alle Tricks und Kniffe, wie wir es dann doch wieder so organisieren konnten, um es rationell gut

zu schaffen. Jedenfalls hat es mit ihm viel mehr Spaß gemacht. Es war dann echt lustig. Wir kamen immer noch rechtzeitig bei der Küche an.

Unser Zeitgefühl war ohnehin ein anderes als das Zeitgefühl von Frau

Bereit und Herrn Schlechter.

Den Kaffee musste ich ja während meiner kurzen Aufenthalte in der

Kantine, also zwischen den Lieferungen des Services für die Konferenzen auch immer wieder selber zubereiten, sprich die Kaffeemaschinen

befüllen und einschalten. Denn Herr Schlechter und Frau Bereit hatten

sich den ganzen Tag nur ein schönes Leben machen wollen. Sie hielten sich für was Besseres und waren sich zum Kaffee machen zu schade.

Doch hat mir gerade das, was den Stress betrifft, oft noch den letzten

Rest gegeben. Der Kaffee lief zwar durch während ich unterwegs war. Doch wenn ich schon zurück kam und der Kaffee noch nicht ganz fertig

war, so musste ich auf den Kaffee warten und kam dadurch in Zeitnot.

Ich musste den ganzen Tag schuften wie ein Tier, während sich Herr

Schlechter und Frau Bereit einen vergnügten Tag gemacht haben und ihre Intrigen über die Mitarbeiter gesponnen haben. Dabei wurden die

beiden aber weitaus besser bezahlt als ich. Es ist nicht auszuschließen,

dass sie den doppelten Verdienst hatten.

Was jedoch meine Qualifikationen anbelangt hatte, so bin ich ihnen in keinster Weise hinten nachgestanden. Ich hatte schon ein Jahr lang in

einem weltweit bekannten Fünf-Sterne-Hotel gearbeitet. Nicht nur das.

Auch auf den Schiffen war ich schon. Sowie in weiteren angesehenen

Vier-Sterne-Hotels. Meine Zeugnisse haben es bewiesen. Tatsächlich war es so, dass sie mir das Wasser nicht reichen konnten. Und ich habe mir

auch wirklich alle Mühe gegeben, mit diesen beiden Banausen klar zu

kommen. Als Trost hatte ich ja ständig immer wieder die netten Herren

der Automobilindustrie, die mir gegenüber so freundlich und zuvor- kommend waren. Da habe ich es letztendlich sogar gerne in Kauf ge- nommen, dass ich jeden Tag früh morgens von der Münchener Innen- stadt mit der S-Bahn bis zu diesem Betriebsgelände gefahren bin.

Doch eines Tages kam die Wende auch für mich. Deutschland wäre nichts, aber auch wirklich gar nichts, ohne die Automobilindustrie. Heutzutage kommt wieder die Rüstungsindustrie dazu, so wie es früher schon mal war. Zur Freude der Verteidigungsministerin und der deut- schen Wirtschaft.

Nun werden mit deutschen Waffen wieder Menschen im Ausland getö- tet. Jedenfalls braucht man für die Rüstungsindustrie und für die Waffe-

nexporte auch Produktionsgüter aus der Automobilindustrie. Es hängt

alles zusammen.

Tatsächlich wurden an besagtem Tag, als für mich dem Arbeitsplatz gemäß die Wende eingeläutet wurde, sehr, sehr hohe Herren im Gebäude

der Abteilung Wirtschaft erwartet, zu einem Sektempfang mit Lachsbröt-

chen und Russischen Eiern mit Kaviar. Alle in der Kantinen-Küche waren ganz nervös. Denn Frau Mondena aus dem Wirtschaftsgebäude,

die zwar nur eine billige Sekretärin der dortigen Verwaltungsangestellten und Wirtschaftsfachleute war, zu denen jedoch auch Diplom-Betriebs-

wirte gehörten, sie hatte diesen Sektempfang zu organisieren und mit den erwarteten höheren Herren abzuhalten.

Also, es ist auch zu sagen, dass nicht in allen Häusern die Damen und

Herren so nett waren, wie ich es oben geschildert hatte. Ausgerechnet im

Gebäude der Abteilung Wirtschaft da waren sie sehr snobistisch, sehr arrogant, sehr unfreundlich, muffig und mies. Die haben immer danach

gesucht, irgend etwas zu beanstanden und sich auf irgend eine noch so dämliche Art und Weise wichtig zu machen. Diese Typen von dort

konnte ich nicht ausstehen. Und Frau Mondena habe ich an diesem Tag auch noch so richtig kennen gelernt.

Nun, Frau Bereit sagte ständig zu mir: „Beeilen Sie sich! Beeilen Sie sich! Frau Mondena hat mindestens schon fünfmal angerufen wegen dem

Sektempfang, dass ja alles gut klappt. Bereiten Sie schon mal alles vor was Sie brauchen! Wir sind auch schon voll im Stress mit den Wurst-

und Käseplatten. Der Lachs und der frische Kaviar muss gleich kommen. Der Lieferant ist schon unterwegs. Holen Sie schon mal sechs Flaschen

von dem teuren Sekt aus dem Wein- und Sektkühllager! Der Termin ist um 14:00 Uhr. Spätestens um 13:45 Uhr muss alles dort sein, so hat es