Rainer Brüderle - Jetzt rede ich! - Hugo Müller-Vogg - E-Book

Rainer Brüderle - Jetzt rede ich! E-Book

Hugo Müller-Vogg

0,0
9,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Rainer Brüderle war bei der Bundestagswahl 2013 "Gesicht und Kopf der FDP" (Philipp Rösler). Doch kaum war er zum Spitzenkandidaten nominiert, wurde er das Opfer rein politisch motivierter "Sexismus"-Vorwürfe. Brüderle und die FDP gerieten nicht nur deshalb in die Defensive. Die Partei litt zudem an ihren schlechten Umfragewerten, am Streit innerhalb ihrer Führung sowie an den ständigen Querelen mit dem Koalitionspartner CDU/CSU. Zu allem Unglück zog sich der Spitzenkandidat drei Monate vor der Wahl bei einem Sturz schwere Brüche zu, konnte so den Wahlkampf nur unter Schmerzen durchstehen. Das Ende ist bekannt: Am 22. September verfehlte die FDP den Einzug in den Bundestag. Rainer Brüderle hat zu alldem bisher eisern geschwiegen, zu den Medien-Kampagnen gegen die FDP wie zu dem stellenweise gegen die Liberalen gerichteten Wahlkampf der Union. In diesem Buch nimmt er zum ersten Mal Stellung: offen, selbstbewusst, kritisch - auch selbstkritisch. Hier spricht ein Mann, der eine Schlacht verloren hat, aber nicht den Glauben an die liberale Idee.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 166

Veröffentlichungsjahr: 2014

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Rainer BrüderleJetzt rede ich!

Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg

Rainer BrüderleJetzt rede ich!

Ein Gespräch mitHugo Müller-Vogg

Bibliografische Informationder Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diesePublikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sindim Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

eISBN: 978-3-95768-122-5© 2014 Lau-Verlag & Handel KG, Reinbek/MünchenInternet: www.lau-verlag.de

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigungund Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten.Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form(durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren)ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziertoder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet,vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlagentwurf: Atelier Versen, Bad Aibling

Inhalt

Zu diesem Buch

1. "Wir haben fertig":Der 22. September und die Folgen

2. Fehlstart ins Wahljahr:Spitzenkandidat wider Willen

3. Von hinten erschossen:Sexismus-Skandal ohne Sexismus?

4. Wahlkampf:Kampf ums Überleben

5. Stolperer im Wahlkampf:Die FDP geht am Stock

6. Wahlkampf-Endspurt:Du hast keine Chance, nutze sie

7. Blick zurück mit Stolz:"Wir haben’s gemacht"

8. Blick zurück ohne Stolz:Albträume in der Traumkoalition

9. Blick zurück im Zorn:Liberale unter sich

10. Blick nach vorn:Die FDP wird noch gebraucht

Personenregister

Zu diesem Buch

Selbst in einem gewissen Abstand zur Bundestagswahl 2013 fallen einem zwei Vorstellungen immer noch schwer: Ein Deutscher Bundestag ohne Freie Demokraten und eine FDP ohne Rainer Brüderle, jedenfalls ohne Brüderle in einem herausragenden Amt. Denn fast zwei Jahrzehnte lang, seit seiner ersten Wahl zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden im Jahr 1995, gehörte Rainer Brüderle zu den führenden Politikern der Freien Demokraten. Der joviale Mann aus Mainz war in dieser Zeit der wirtschaftspolitische Kopf seiner Partei, einer ihrer einflussreichsten und bekanntesten Politiker.

Die Kabarettisten liebten ihn, weil er noch schneller spricht, als er denkt, dabei ganze Silben und halbe Worte verschluckt. Die politischen Gegner in Parteien und Medien taten ihn seines pfälzischen Dialekts wegen als Provinzler ab. Tatsächlich hat Rainer Brüderle in seinem politischen Leben viel mehr erreicht, als seine Kritiker für möglich gehalten hätten: hauptamtlicher Beigeordneter in Mainz, zwölf Jahre lang Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz, stellvertretender Partei- und Fraktionsvorsitzender, Bundeswirtschaftsminister, Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag.

Für mittelständische Unternehmer, für Freiberufler und Manager war Brüderle der Garant für eine Politik im Sinne Ludwig Erhards, die Wachstum den Vorrang gibt vor Umverteilung und Chancengerechtigkeit vor Gleichmacherei. Unnötige staatliche Reglementierungen und jede gutmenschliche Bevormundung gehen ihm gegen den Strich. Als Bundeswirtschaftsminister hat er mit der Ablehnung staatlicher Hilfen für Opel Rückgrat bewiesen. Er wäre zurückgetreten, wenn ein unfähiges Management mit Steuergeldern subventioniert worden wäre.

Auch wenn „Mister Marktwirtschaft“ stets Klartext redet, ist er kein Ideologe. Er ist eher ein Meister des politischen Pragmatismus. Das bewies er zum Beispiel im Jahr 2000. Als wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion war Brüderle ein scharfer Kritiker der Regierung Schröder-Fischer. Gleichwohl verhalf er der rot-grünen Steuerreform im Bundesrat zur Mehrheit, indem er seine in Rheinland-Pfalz mitregierenden Parteifreunde überzeugte, ein Ja der Landesregierung im Bundesrat mitzutragen. Als Gegenleistung handelte er Rot-Grün unter anderem eine Senkung des Spitzensteuersatzes auf 42 Prozent ab.

Im Januar 2013 erreichte die politische Laufbahn des „Mister Marktwirtschaft“ ihren Höhepunkt: Die FDP rief ihn zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl aus. Es war freilich eher ein Himmelfahrtskommando als eine Spazierfahrt. Die FDP war zerstritten, hatte die meisten ihrer Wähler von 2009 enttäuscht und rangierte Ende Januar in den Umfragen bei 4 Prozent. Zudem war schon Brüderles Kür zum „Gesicht und Kopf“ der Liberalen mit dem Makel behaftet, dass Philipp Rösler ihm damals plötzlich – entgegen allen Absprachen – den Parteivorsitz angeboten hatte. Brüderle griff bei diesem, von Parteifreunden wie Beobachtern als vergiftet bezeichneten Angebot jedoch nicht zu. Der Liberale ist ein gewitzter und gewiefter Mann der Absprachen und „Deals“, aber kein Hasardeur.

Die Folgen der vom Parteivorsitzenden verpatzten Kür des Spitzenkandidaten hätten sich im Laufe des Wahljahres noch ausbügeln lassen. Doch drei weitere Ereignisse sorgten dafür, dass das Jahr 2013 für Rainer Brüderle zum „bittersten“ seines politischen Lebens wurde, wie er selber konstatiert. Zunächst veröffentlichte der „Stern“ einen offenbar von langer Hand vorbereiteten Artikel, in dem eine „Stern“-Redakteurin den Eindruck erweckte, sie wäre von dem FDP-Politiker belästigt worden.

1. "Wir haben fertig":Der 22. September und die Folgen

„Ich bin in diesem Jahr 40 Jahre in der FDP. Das vierzigste Jahr war das bitterste Jahr für mich persönlich. Es war auch das bitterste Jahr für den politisch organisierten Liberalismus in Deutschland. Es war das bitterste Jahr für unsere FDP.

Leider konnte ich meinen Auftrag als Spitzenkandidat nicht erfüllen: Den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag, das Wiedererlangen des Regierungsauftrags.

Es gab in Teilen der Öffentlichkeit geradezu eine Vernichtungssehnsucht gegen uns, auch gegen mich persönlich.

Deshalb möchte ich zunächst einmal „Danke“ sagen. Danke dafür, dass Ihr in großer Zahl zu mir gehalten habt, als ich persönlich angegriffen wurde.

Ich sage auch danke dafür, dass Ihr in großer Zahl zu mir gehalten habt, als ich schwer gestürzt bin und oft unter großen Schmerzen mein Programm absolviert habe.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!