Reiki im Alltag - Gabriela Hilf - E-Book

Reiki im Alltag E-Book

Gabriela Hilf

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Beschreibung

Wer bisher tatsächlich noch glaubte, Reiki und Heilsteine seien nur etwas für Leichtgläubige und Geschäftemacher, wird nun endgültig eines Besseren belehrt. Die Autorin, Kosmetikerin und ursprünglich selber skeptisch gegenüber "solchen" Dingen, schildert, wie sie die Kräfte von Heilsteinen und Reiki für sich entdeckte und diese ihr im Familienleben halfen – während der Schwangerschaft, bei der Geburt, gegen Neurodermitis und auch bei den alltäglichen kleineren und größeren Problemen einer berufstätigen Mutter. Es gelingt ihr dabei, ihr Wissen auf eine so unterhaltsame Art zu vermitteln, dass die Lektüre dieses Sachbuchs ein wirkliches Lesevergnügen wird. Mit seinen vielen praktischen Tipps und erprobten Ratschlägen ist "Reiki im Alltag" ein ideales Buch für den Reiki-Interessierten und besonders für den Einstieg in den ersten Reiki-Grad. Es bietet aber auch genügend Informationen für bereits praktizierende Reiki- und Heilstein-Liebhaber, dass es auch für diese ein interessantes Werk ist.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 272

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Gabriela Hilf

REIKI

IM ALLTAG

Neue Türen öffnen sich

Die Ratschläge in diesem Buch sind von der Autorin sorgfältig geprüft worden. Dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung der Autorin bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Alle Rechte – auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe, der Übersetzung und der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen – vorbehalten.

ISBN 978-3-89845-045-4

eISBN 978-3-89845-769-9

© Verlag „Die Silberschnur“ GmbH

1. Auflage 2019

Bilder: Rudi Parthe, Wien | Eduard Schwöbel, Dannstad | Bea

Niemann, Dannstadt | Robert Hery, Dannstadt

Verlag »Die Silberschnur« GmbH · Steinstraße 1 · D-56593

Güllesheim

www.silberschnur.de · [email protected]

Die ganze Weltist meine Heimat.Alle Menschensind meine Brüder.Und der Willezum Gutenist mein Glaube.

(Thomas Paine)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Wir möchten zu denen gehören …

Danke

Ich wünsche dir Zeit

1. KapitelReiki – wie alles begann

2. KapitelReiki-Einführung

Pflicht ohne Liebe … (Laotse)

3. KapitelDie vermasselte Talkshow

4. KapitelReiki für Auto und Wäschetrockner

5. KapitelSchwangerschaft und Geburt mit Reiki und Heilsteinen

6. KapitelMit Reiki zum Nichtraucher

7. KapitelHeilsteine – die große Hilfe aus der Natur

Das ABC der Heilsteine

Neurodermitis – das hat uns geholfen

8. KapitelKleine Seele in Not

9. KapitelPendel – Segen oder Fluch

Pendel-Regeln

Übung: Der Pendel-Chakra-Ausgleich

Pendeltafeln I-VII

Xantus – ein Geistwesen

10. KapitelEin guter Tag mit Gottes Segen

Segnen als Kanal für Gottesliebe

Erbitten der Heilkräfte

Zu Sokrates kam …

11. KapitelReiki-Schüler erzählen

12. KapitelReiki-Kurs für den Ersten-Reiki-Grad

Reiki im Alltag

Empfehlungen vor einer Reiki-Behandlung

Reiki-Ganzkörper-Eigenbehandlung

Reiki-Ganzkörperbehandlung bei anderen

Heilreaktionen

Visuelle Schutztechniken:

Reiki-Lichtwolke

Reiki-Schutzstrahl

Das goldene Ei

Das goldene Vlies

Reiki-Kurzbehandlung bei sich selbst

Reiki-Kurzbehandlung bei anderen

Reiki-Chakra-Ausgleich I

Reiki-Chakra-Ausgleich II „Der Kerzenleuchter“

„Gute Laune“ durch Reiki

Reiki-Chakra-Ausgleich „Mit Liebe“

Reiki-Übung „Heilen eines Mitmenschen“

Reiki-Raumreinigung

Reiki-Dusche

Reiki-Deprogrammierung

Gesang des Lebens (Dank-Mantra)

Anhang

Wünsche in Erfüllung bringen (Meditation)

Heile deine Wurzeln (Meditation)

Sternzeichen-Allegorie

Nachwort

Desiderata (Weisheit)

Quellenverzeichnis

Autorin

Widmung

Dieses Buch ist meinen Reiki-Schülerinnen und -Schülern gewidmet als Dank für das entgegengebrachte Vertrauen, dass ich sie ein Stück ihres Weges begleiten durfte.

A friend is someone

who knows all

about you.

But

likes you …

anyway.

Ein jeder Weg der aufwärts geht

liegt oft auch voller Steine.

Um manchen kannst herum du geh'n,

doch der Größte ist oft der deine.

Vorwort

Kristall- und Reiki-Anwendungen ersetzen keine fachärztlichen Behandlungen. Besonders bei Erkrankungen mit unbekannter Ursache konsultieren Sie bitte zuerst einen Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens!

Doch ein(e) gute(r) Schulmediziner(in) lässt alternative Behandlungen begleitend dazu verwenden, ein(e) gute(r) Heilpraktiker(in) kennt seine bzw. ihre Grenzen und ein(e) gute(r) Reiki-Lehrer(in) macht auch auf die seelische Ursache der Erkrankung aufmerksam.

Du kannst nicht deine Umgebung ändern,

sondern du musst dich ändern

und wenn du dich änderst,

ändert sich auch deine Umgebung!

(Gerhard Riemann)

Wir möchten zu denen gehören, welche die Welt lichtglänzend machen.

(Zarathustra – Helfer des Lebens)

Danke

Ich danke allen, die mich auf meinem Weg unterstützt und begleitet haben für das entgegengebrachte Vertrauen und die Toleranz.

Mein besonderer Dank gilt meiner Familie, meinen Reiki-Schülern und den Kundinnen meines Kosmetik-Studios, da sie mir die Möglichkeit gaben, Erfahrungen zu sammeln und diese auszuwerten.

Am meisten danke ich meinem Himmlischen Vater, zu dem ich auf meinem Reiki-Weg zurückfand und mich nun so daran erfreue, seine Tochter sein zu dürfen und mich nie mehr getrennt von ihm fühlen zu müssen.

Mein himmlischer Vater

Ich danke dir, dass ich deine Tochter sein darf,

dass ich den Weg zu dir in meinem Herzen wieder gefunden habe,

dass du mich liebst wie ich bin.

Ich danke dir für meine Erden-Eltern,

dass ich den Weg zu ihren Herzen gefunden habe,

dass ich ihnen dadurch verzeihen konnte und sie achten lernte,

dass ich sie nun zu lieben vermag.

Ich danke dir für meine Kinder,

dass ich den Weg zu ihren Herzen gefunden habe und

durch sie so viel erleben und lernen durfte,

dass ich wahre Mutterliebe erfahren konnte.

Ich danke dir, dass ich so viele Schwestern und Brüder habe,

dass ich den Weg zu ihren Herzen gefunden habe,

dass ich sie so lieben darf wie sie sind.

Ich danke dir,dass ich nun im Einklang bin mit dem göttlichen Licht,

das mich erfüllt, leitet und liebt.

Ich danke dir

für unsere Verbundenheitund bitte um deinen Segen.

Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.

Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:

Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,

und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,

nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.

Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,

sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.

Ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben

als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,

anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,

und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.

Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.

Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,

jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.

Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.

Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

(Elli Michler)

(Aus: Elli Michler, Dir zugedacht. Wunschgedichte,

© Don Bosco Verlag, München, 18. Auflage 2002)

1. Kapitel

Reiki - wie alles begann

Ich war Kosmetikerin aus Leidenschaft. Die Behandlungen in der Kabine, das Berühren von Menschen, das vertraute Beisammensein auf kleinstem Raum – ich liebte es, wenn die Kundinnen nach ein paar Massagegriffen in einen sanften Schlummer verfielen und ich die entspannende und regenerierende Wirkung von Seele und Haut erreichen konnte.

Doch der Geschäftsalltag eines Kosmetikstudios besteht leider nicht nur aus Erfolgserlebnissen, sondern bringt auch enormen Stress mit sich. Besonders anstrengend ist das ständige Ändern ausgemachter Termine. Kundinnen vereinbaren diese, verschieben sie dann, sagen kurzfristig ab und manche Verabredungen werden überhaupt nicht eingehalten.

Nach sechzehnjähriger Selbstständigkeit schien ich kurz davor zu sein, ein Magengeschwür zu bekommen. Mein Immunsystem war inzwischen auch stark geschwächt, jede kleinste Erkältung unserer Kinder übertrug sich sofort auf mich und artete meist in schwere fiebernde Erkrankungen aus. Nur mit Hilfe von Antibiotika-Einnahmen kam ich wieder auf die Beine. Je mehr ich jedoch einnahm, umso schneller erwischte mich auch der nächste Infekt. Meine Erkrankungen schienen ein regelrechter Teufelskreis zu sein. Eine wenig gesunde Lebensweise (Kaffee, Nikotin und unregelmäßiges, hastiges Essen) verstärkte zu der Zeit meine gesundheitlichen Probleme.

Eines Tages erhielt ich ein Werbeschreiben meiner Kosmetikfirma mit dem Angebot, Massage-Griffel aus Aventurin-Steinen zu erwerben. So ein Quatsch, dachte ich damals. Ich werde doch nicht meine Kundinnen mit Steinen massieren, zeriss den Brief und vergaß das Ganze.

Wenn sich eine Türe schließt,

öffnet sich eine andere.

Etwa ein Jahr später besuchte mich ein Repräsentant dieser Kosmetik-Firma. Er zeigte mir die neuesten Produkte und schließlich auch ein paar Aventurin-Massage-Stäbe. Dabei erklärte er mir:

Aventurin ist besonders für die Haut ein sehr guter Heilstein. Durch eine Massage mit dem Aventurin können Rötungen und Allergien gemildert werden. Selbst Schuppenflechte und Ekzeme schwächt er ab und wenn man den Stab während der Kosmetikbehandlung der Kundin auf schmerzende Bereiche im Rücken legt, lösen sich diese oft auf.

Neugierig nahm ich die Kristalle in die Hand, schon deren Farbe faszinierte mich. Ein tiefes dunkelgrün, durchwirkt von goldenem Glimmer. Bildete ich mir es nur ein, oder begannen die Steine in meinen Händen regelrecht zu kribbeln? Nun, sie kosteten auch kein Vermögen und so entschloss ich mich spontan, gleich ein paar Aventurin-Stäbe mitzubestellen.

Sie sollten mein Leben verändern. Inzwischen war ich fast vierzig Jahre alt, doch erst durch die Kristalle, über die ich dann auch Reiki kennen lernen durfte, gelangte ich auf wunderbare Weise zu Harmonie und Gesundheit.

Aventurin ist ein Stein, der uns zielstrebig an unsere Berufung heranführt, obwohl uns das nicht immer bewusst wird, wenn wir mit diesem Stein arbeiten. Er verhilft uns zu Glück und Erfolg, da er uns mit dem Wissen um unsere Lebensaufgabe verbindet und der Gewissheit, dass wir sie erfüllen können – wenn wir nur wollen. Wir sind erst glücklich, wenn wir im Einklang mit unserer wahren Lebensaufgabe sind.

Ein paar Tage nach der Bestellung hielt ich mein erstes Paar Aventurin-Massage-Stäbe in den Händen. Es war Herbst und die Steine eigentlich zu kalt für eine Gesichtsmassage. Daher legte ich sie vor den Behandlungsterminen auf die Heizung, so erhielten die Steine eine angenehme Temperatur für die Haut. Mit dem Einverständnis der Kundinnen begann ich dann entlang der Lymph- oder der Meridianbahnen zu massieren, mit leichtem Hautkontakt des stumpfen Endes des Stabes und in kreisenden Bewegungen.

Ich massierte ohne jegliche Erwartungshaltung und erbat später von meinen Kundinnen eine Einschätzung der Wirkung. Die Antworten waren verblüffend und faszinierend: „Ich dachte, ich schwebe auf einer Wolke“, sagten viele. Aber auch: „Durch die Steinmassage erlangte ich einen ganz tiefen Entspannungszustand“ und „Nervosität und Stress lösten sich sofort auf.“

Noch mehr sollten mich aber folgende Aussagen erstaunen: „Vor der Massage hatte ich so Rückenschmerzen, die sind nun verschwunden“ oder „Meine Kopfschmerzen haben sich aufgelöst“ und „Meine Zahnschmerzen sind weg“ oder „Die schmerzhafte Nackenverspannung ist gar nicht mehr zu spüren“. Bildeten sich meine Kundinnen diese körperlichen Verbesserungen nur ein?

Das Sonderbare war, dass ich niemandem erzählt hatte, dass Aventurin-Stäbe Heilsteine sein sollten und von schamanischen Heilern zu diesem Zwecke benutzt wurden. Schließlich war ich keine Schamanin, sondern eine deutsche Kosmetikerin und erhoffte bestenfalls eine leichte Verbesserung des Hautbildes.

So rechneten weder die Kundin noch ich mit einer Schmerzlinderung mittels der Kristalle und auch der Glaube, der sonst schon mal Berge versetzen konnte, war es diesmal mit Sicherheit nicht. (Inzwischen sind auch zur Genüge die positiven Wirkungen der Baby-Bernstein-Ketten für das Zahnen bekannt und die Kleinen glauben ja auch nicht an die Heilkraft der goldbraunen Ketten.)

Kristalle können vollkommen unabhängig davon wirken, ob man an ihre Heilkraft glaubt oder nicht. Ausschlaggebend ist der wahre Wunsch zur Gesundung, tief im Inneren verwurzelt, und die Bereitschaft zu einer positiven Veränderung. Diese Faktoren sind häufig bei Kleinkindern und Tieren gegeben. Wenn aber mit der Erkrankung ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll, wie z. B. mehr Aufmerksamkeit zu erhalten, oder man zu keiner Änderung bereit ist („Da kann man sowieso nichts mehr machen“), dann hilft auch der beste Heilstein in höchster Qualität nichts.

Und so geschah damals eben nicht bei jeder Kosmetik-Behandlung eine wundersame Heilung, aber doch so häufig, dass ich mich entschied, mehr über die Wirkungen von Kristallen zu lernen (Aventurin-Massage: Neue Massagen mit Edelsteinen von Michael Gienger).

Ausbildungen als Kristall-Beraterinnen sollten erst viele Jahre später angeboten werden und so war ich damals gezwungen, meine eigenen Erfahrungen zu machen, um Erkenntnisse zu gewinnen. Ich besorgte mir verschiedene Fachliteratur (siehe Quellenverzeichnis) und setzte in die Praxis um, was die Experten vorschlugen. Die Erfolge verblüfften nicht nur mich. Meine gesamte Familie (d. h. alle Kinder) begann, Kristalle zu lieben, nur mein Göttergatte stand der ganzen Angelegenheit äußerst kritisch gegenüber.

Da er aber wusste, dass ich weder Kinder noch Kundinnen irgendeiner Gefahr aussetzten würde und dramatischere Erkrankungen grundsätzlich in fachärztliche Behandlung (oder Beobachtung) schickte, ließ er mich gewähren. Doch auch er musste erkennen, wie gut der Moosachat bei Fieber währen. Doch auch er musste erkennen, wie gut der Moosachat bei Fieber oder der blaue Chalcedon bei Ohrenschmerzen halfen, der Rutilquarz bei Husten und der Aventurin bei Bauchschmerzen.

Ich selbst hatte stets einen Aventurin-Stab auf dem Nachttischchen neben dem Bett. So war er sofort bei der Hand, wenn ich mal nicht einschlafen konnte oder mir abends noch irgendetwas Schmerzen verursachte. Meist genügte es, den Stab einfach nur in die Hand zu nehmen (mit der Spitze nach unten) und sofort schlief ich ein.

Manchmal klemmte ich den kleinen Aventurin auch in das Gummiband meines Slips oder legte ihn auf mein Herz-Chakra auf der Brustmitte, achtete aber immer darauf, dass die Spitze des Stabes in Richtung Füße deutete. Über sie können die krankmachenden negativen Energien hinausfließen, werden in den Erdboden abgeleitet und dort in positive Energien umgewandelt. Danke, Mutter Erde!

Zum Reinigen bzw. Entladen der aufgenommenen negativen Schwingungen legte ich die Stäbe nach der Behandlung auf ein Amethyst-Segment-Stück und regelmäßig lud ich die Kristall-Stäbe auch auf einer Gruppe aus Bergkristall-Spitzen wieder auf.

Ich gewöhnte mir eine sorgfältige Pflege der Steine an, denn wenn ich es vergaß oder nachlässig war, fielen sie herunter und brachen entzwei. Die meisten meiner Steine zerbrachen allerdings beim Bettenmachen. Ich schüttelte sie oft heraus, sie flogen in hohem Bogen auf die Schlafzimmer-Fliesen und zersprangen in viele Teile.

Solche Bruchstücke sollten keinesfalls geklebt werden, am besten man gibt sie Mutter Erde zurück und vergräbt sie dankbar im Garten. Seit ich in der Nähe des Schlafzimmers einen kleinen Amethyst zum Reinigen habe und intensiver darauf achte, die privat genutzten Stäbe hin und wieder ebenfalls zu entladen, zerbrechen sie nicht mehr und fliegen beim Bettenmachen höchstens auf den Teppich. (Mein Mann sagt, ich würde die Betten nicht mehr so heftig schütteln, daher würden die Steine nicht mehr so weit fliegen um die Fliesen zu erreichen, aber ich weiß es besser.)

Auch im Kosmetik-Studio sollten immer mehr Kristalle ihren Einzug halten und so dampft seitdem der Vapozon mit Amethyst-Schwingungen, und ein Bronzit auf dem Stirn-Chakra während Einwirkzeiten von Peeling, Masken und Ampullen beruhigt die Gemüter der Kundinnen und verhilft ihnen schneller dazu, einen entspannten Zustand zu erreichen. Ich verwende immer mehr Kristalle, lege Energie-Kreise aus Sandrosen und Bergkristallen oder bewirke mittels verschiedenfarbiger Steine eine Chakra-Harmonisierung.

Immer mehr Frauen begeisterten sich für diese Art der Kombinations-Behandlung, um im Einklang zu sein mit Haut und Seele. Doch ich stellte langsam auch Nachteile für mich persönlich fest. Je besser es meinen Kundinnen ging, um so schlechter fühlte ich mich. Ganz gravierend war dies nach den Griffel-Massagen mit Heilstäben der Fall. Den Kundinnen ging es blendend, doch ich fiel nicht nur in ein Loch, sondern stellte bei mir manchmal sogar starke Verhaltensveränderungen fest.

Nach ein paar Massagen war ich manchmal so mit negativen Schwingungen gefüllt, dass diese geballte Ladung ein regelrechtes Lustgefühl, böse Dinge zu tun, in mir entwickelte. Noch nie konnte ich mich an etwas Schlechtem erfreuen, doch zu der Zeit entdeckte ich Tiefen und Abgründe in meiner Seele, von denen ich nie gedacht hätte, dass es sie gibt.

Diese Phase erreichte für mich persönlich ihren Höhepunkt, als ich eines Tages aus dem Behandlungsraum kam und auf unseren dreijährigen Sohn traf. Dieser trippelte langsam den Gang vor mir her und zu meinem größten Entsetzen verspürte ich Lust, ihn einfach zu treten. Nein! Gott sei Dank habe ich das nicht gemacht, aber allein dass sich ein solcher Gedanke in mir überhaupt entwickeln konnte, entsetzte mich so sehr, dass ich mich entschloss, so lange keine Kristall-Massagen mehr auszuführen, bis ich von solchen Empfindungen wieder frei war. Denn wenn durch die Massagen die negativen Energien in meinen Körper hineinströmten und mich dermaßen beeinflussten, ja scheinbar in der Lage waren, meinen Charakter zu ändern, oder die dunklen Seite meiner Seele hervorzubringen, dann war mir das alles für mich und meine Familie zu gefährlich.

Rein zufällig erhielt ich den Ratschlag, mich in Reiki einweihen zu lassen. Hier erlernte ich weitere Naturgesetze und Schutztechniken. So brauchte ich mich bei den Behandlungen in Zukunft nur mit dem Schörl (schwarzer Turmalin) zu schützen, und eine negative Energieaufnahme in meinen Körper war dadurch unterbunden. Seitdem konnte ich wieder mit den Kristallen massieren, ohne mir selbst zu schaden. (Siehe auch 12. Kapitel: Reiki-Lichtwolke, S. 204)

Sehr wirksam ist auch das Reikigeben während der Masken-Einwirkzeit. Ich erhalte die wunderbare universelle Lebensenergie, darf sie weiterreichen und bekomme dabei selbst automatisch genügend Kraft zur persönlichen Stärkung. Sich selbst harmonisieren, heilen und stärken im Geben - was für einen herrlichen Beruf ich doch ausübte und wie dankbar ich war, dass ich die Energie der Kristalle und Reiki für mein Leben entdeckte!

Ja, so fing alles an. Mit ein paar Aventurin-Heilstäben, die eines Tages zufällig bei mir zu Hause landeten. Und da diese Kosmetikfirma nur für ganz kurze Zeit einen Repräsentanten beschäftigte, weiß ich inzwischen, dass alles so vorbestimmt war.

Die Steine fanden zu mir, weil ich nicht zu ihnen fand. Erst als sie mir ins Haus getragen wurden, konnten ihre Schwingungen mich wirklich erreichen und sich diese wunderbare liebevolle Verbindung entwickeln.

2. Kapitel

Reiki-Einführung

R E I K I

kommt aus dem Japanischen und heißt:

fließende Energie

(unerschöpfliche Lebensenergie)

In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es schon immer Lehrer, Meister und Eingeweihte, die diese unerschöpfliche Lebensenergie zu Heilzwecken einsetzten.

Jesus benutzte diese Energie, ebenso Buddha und andere Heilige. Das Wissen wurde immer nur verschlüsselt an wenige auserwählte Schüler weitergegeben und geriet irgendwann ganz in Vergessenheit.

Wiederentdeckt wurde Reiki von dem japanischen Gelehrten Dr. Mikao Usui (1865-1926). Er war ein christlicher Mönch, der in Kyoto eine christliche Universität leitete.

Eines Tages fragten ihn seine Studenten: „Wie war es möglich, dass Jesus durch Handauflegen heilen konnte?“

Diese Frage konnte der Mönch nicht beantworten. Nach seinem Ehrenkodex war er aber verpflichtet, die Antwort zu finden. Sieben Jahre widmete er dem Studium in amerikanischen Bibliotheken, er studierte Sanskrit und ging auf die Suche in alten Klöstern in Indien und in alten bud-dhistischen Klöstern in Tibet. Aber die Ergebnisse waren stets nur Teilerfolge. Der letzte Schlüssel fehlte.

Zurückgekehrt nach Japan zog er sich auf einen heiligen Berg zu einer einundzwanzigtägigen Fastenmeditation zurück. Er legte einundzwanzig kleine Steinchen vor sich hin, und immer wenn ein Tag sich dem Ende neigte, warf er eines der Steinchen fort. So war der letzte Tag angebrochen ohne irgendein Ereignis.

Doch in der letzten Nacht geschah das Wunder: Ein Licht kam vom Himmel direkt auf ihn zugeflogen, explodierte vor seiner Stirn, und er erkannte die fehlenden Schlüssel zur Aktivierung der Reiki-Energie.

Für den Rest seines Lebens praktizierte und lehrte Dr. Usui Reiki, und kurz vor seinem Tode am 9. März 1926 weihte er seinen besten Schüler, Dr. Hayashi, zu seinem Nachfolger. Dieser gründete dann die erste Reiki-Klinik in Tokio.

1935 erschien zum ersten Mal Frau Hawayo Takata, eine auf Hawaii lebende Amerikanerin japanischer Abstammung, in dieser Klinik und wurde dort auch von ihrer schweren Krankheit geheilt.

Beeindruckt von dieser sanften Therapie insistierte sie nun so lange, bis Dr. Hayashi ihr nicht nur die Einweihungen in den Ersten-Reiki-Grad und in den Zweiten-Reiki-Grad gab, sondern auch die Meister-Lehrer-Einweihungen.

Nach Dr. Hayashis Tod wurde sie seine Nachfolgerin. Bis 1980 bildete sie rund zwanzig Reiki-Meister-Lehrer selbst aus.

Nun gelangte Reiki auch zum ersten Mal nach Deutschland. Nach Frau Takatas Tod geschah allerdings sofort die Spaltung von Reiki in zwei verschiedene Organisationen: Die American Reiki Association, geleitet von Dr. Barbara Ray, und die Reiki Alliance, geleitet von der Enkeltochter Frau Takatas, nämlich Phyllis Lei Furumoto.

Folge dem Geschehen des Lebens,

es wird dich an Orte und zu Menschen führen,

die inneres Wachstum fördern.

(Phyllis Lei Furumoto)

Inzwischen gibt es auch sehr viele gute, unabhängige Reiki-Meister(innen), die ohne Anschluss an eine der Organisationen tätig sind.

Doch es gilt unbedingt zu erkennen:

Fülle dich mit Gesundheit,

und die Krankheit wird dich von selbst verlassen!

Im ständigen Kampf gegen die Krankheiten werden zu viele Energien verbraucht.

Erfülle die Bedingung der Gesundheit,

und die Krankheit hat keinen Raum mehr!

„Denn bis jetzt hast du am falschen Ende angefangen, und du versuchtest, das Kranke in dir zu vernichten, anstatt die Gesundheit aufzubauen.“

Spiritualität nämlich beginnt von oben

und nicht wie alles andere am Boden.

Und was für den Körper gilt, gilt ebenso für den Geist, der voller Gebrechen ist, in Form von Hass, Eifersucht, Zorn und anderen Auswüchsen, voller Schmerz und bitterer Gefühle, die unaufhörlich quälen und keine Atempause gönnen.

Doch der einzige Weg, frei zu werden von Kummer, ist:

ihn durch unaufhörliche Besinnung auf die Liebe zu vertreiben.

Hass vertreibt man nur durch ständiges Besinnen auf Liebe, Böses vertreibt man durch das Gute und Laster durch Tugend. Mir half dabei sehr das Buch Meditationen für Körper und Seele von Louise L. Hay. Dieses nimmt man am besten am Morgen in die Hand und fragt: Welcher Tagesspruch ist heute der Richtige für mich? Anschließend eine Seite aufschlagen und die Affirmation bewusst lesen und sich verinnerlichen. (Zum Beispiel abschreiben und an die Kühlschranktür kleben.)

Es ist besser, das Gute zu lieben als das Böse zu hassen. Denn:

Das Gesetz von Ursache und Wirkung bestraft die Menschen selbst.

Deshalb braucht sich niemand darum zu kümmern, einen anderen zu verurteilen oder zu bestrafen, indem er auf ihn wütend wird oder andere negative Gefühle gegen ihn hegt.

Mangelnde Bereitschaft zu vergeben ist die schlechteste Taktik.

- Um ein Übel zu heilen, muss man es verzeihen.

Mein Körper und mein Geist sind friedvoll, gesund und glücklich.

Bei guter Gesundheit zu sein ist mein göttliches Recht.

Um all dies von der Theorie in die Praxis umzusetzen, wirklich zu vertiefen, war Reiki nicht nur mir, sondern auch stets den Reiki-Schülern eine wertvolle Hilfe. Zwar hatte auch ich vor meiner Einweihung in den Ersten-Reiki-Grad schon viel über Positives Denken gelesen, aber erst mit meiner Reiki-Aktivierung gelang es mir persönlich viel einfacher, das Gelernte auch in die Praxis umzusetzen.

Reiki stärkt auf wunderbare Weise Körper und Geist. Grundsätzlich ist sicherlich jeder Mensch bei seiner Geburt mit der universellen Lebensenergie erst einmal verbunden, speziell bis zur sechsten Lebenswoche. Das sind diese sechs Wochen, in denen die meisten Babys sehr unempfindlich sind und von Natur aus ein starkes Immunsystem haben. Durch die dann folgende, starke Beeinflussung der Eltern, verlieren die Kleinen oft schnell den Kontakt zu ihrer eigenen inneren Stimme und die Verbundenheit mit der universellen Energie.

Reiki zu geben bedeutet, sich oder anderen Energie durch Handauflegen zu geben. Wie lebensrettend dies sein kann, berichtet die folgende, wahre Begebenheit:

Es war eine dramatische Geburt: Kyrie und Brielle sind eineiige Zwillinge und kommen drei Monate zu früh auf die Welt. Kyrie, die größere von beiden, entwickelt sich prächtig, doch Brielle kränkelt und muss ständig künstlich beatmet werden. Das Baby ist inzwischen so geschwächt, dass es blau anläuft und das Herz stottert. Der Puls sinkt ins Bodenlose.

Da hat die Nachtschwester plötzlich eine Eingebung und legt die vom Tod bedrohte Brielle zu ihrer Schwester in deren Brutkasten.

Kaum liegt sie drin, traut die Pflegerin ihren Augen nicht, denn Kyrie legt den Arm um ihre sterbende Zwillingsschwester, und von diesem Moment an geht es aufwärts mit Brielle.

Kyrie gibt ihr Energie, und Brielle überlebt nicht nur, sondern muss von da an auch an keine Apparate mehr angeschlossen werden.

Energie übertragen kann jeder Mensch.

Wenn eine Mutter ihrem kranken Kind die Hand auflegt, so hat das sicherlich eine hilfreiche Wirkung. Sie gibt aber dann von ihrer eigenen Energie ab, und wenn die Mutter dies öfter macht, wird sie sich bald selbst ganz müde und kraftlos fühlen.

So geht es vielen Müttern, die sich über einen längeren Zeitraum um kranke Kinder kümmern müssen. Nach einer gewissen Zeit fühlen sie sich matt und energielos.

Mit Reiki ist das ganz anders.

Oft werde ich gefragt: „Wie bewältigen Sie bloß Ihren Tagesablauf? Vier zum Teil noch kleine Kinder, ganztags berufstätig und noch Zeit, an einem Buch zu schreiben und Vorträge zu halten.“

Doch dann entgegne ich: „Wie schaffen Sie bloß Ihren Alltag, ohne in Reiki eingeweiht zu sein?“ Denn die meisten Mütter haben heutzutage ebenfalls viel zu tun, egal ob mit einer zusätzlichen Berufstätigkeit oder nur zu Hause, und viele sind zusätzlich in diverse ehrenamtliche Tätigkeiten eingebunden.

Heutzutage werden zwar Reiki-Kurse, Heilsteine und belebtes Wasser von manchen Menschen aus Unkenntnis noch belächelt, aber das war vor zwanzig Jahren mit den Aroma-Ölen auch, und inzwischen gibt es kaum noch Haushalte, in denen nicht mindestens eine Duftlampe steht. Sehr viele Menschen setzen die Aroma-Öle auch gezielt therapeutisch ein, z. B. Kümmelöl gegen Blähungen, Lemongras oder Teebaumöl vorbeugend gegen Insektenstiche und Mandarine zum Entspannen oder Meditieren.

Auch die vor zehn Jahren noch von so vielen Leuten als esoterischer Unfug abgelehnten Salzlampen haben inzwischen in unzähligen Wohnungen Einzug gehalten und tragen so durch die Luftionisierung nicht nur zum Wohlbefinden, sondern vor allem auch zur Gesundheit bei.

Es wird mit Sicherheit auch bald der Zeitpunkt kommen, an dem sich viel mehr Menschen den Kristallen, Reiki und anderen östlichen Lehren zuwenden, denn mittels Einweihung an die universelle Lebensenergie angeschlossen zu sein bedeutet, den Körper zur Gesundheit zu führen. Man erhält ein zusätzliches Kraftpotenzial für sich selbst oder kann auf Wunsch auch anderen Menschen eine Hilfe sein.

Wenn ich unseren Kindern bei Bauchschmerzen die Hände auf den Leib lege, dann übermittle ich ihnen nicht meine Energie, meine eigene Kraft, sondern lasse Reiki fließen. Schon nach wenigen Minuten fühlen sich dann nicht nur die Kleinen besser, sondern ich ebenso.

Eine Reiki-Einweihung in den Ersten-Reiki-Grad bedeutet, dass man selbst jederzeit in der Lage ist, sich zusätzliche Kraft aus dem Universum zu holen. Für sich selbst oder für andere. Wenn eine Mutter z. B. ihrem kranken Kind die Reiki-Energie überträgt, dann regt sie damit die Selbstheilungskräfte des kindlichen Körpers an.

Wunderbar ist dabei zusätzlich, dass es der Reiki-spendenden Person dadurch selbst auch besser geht, denn die Reiki-Spenderin ist ein Kanal. Sie stellt ja die Reiki-Energie nicht selbst her, gibt nicht ihre persönliche Kraft, sondern holt sich die Universelle Lebensenergie (mittels einer Bitte nach der Einweihung in den Ersten-Reiki-Grad möglich). Diese fließt dann durch sie hindurch und kann an andere Personen über die Hände (sogar über die Füße) weitergegeben werden. Etwas von der heilenden Energie verbleibt aber im Reiki-Kanal (Reiki-Kanal ist der Reiki-Spender, z. B. die Mutter) und dadurch fühlt er sich anschließend ebenfalls gekräftigt.

Die Reiki-Einweihungen, zusammen mit dem Erlernen der Naturgesetze und richtigem Denken, stärken das Immunsystem derart, dass Reiki-Mütter weniger erkranken. Und wenn es einen doch mal erwischt, etwa ein kräftiger Schnupfen, da man zur Zeit fürchterlich die Nase voll hat, ist der Krankheitsverlauf nach Reiki-Einweihungen nicht mehr so langwierig. Ich selbst bin da ein gutes Beispiel.

Vor meiner Einweihung in den Ersten-Reiki-Grad hatte ich manchmal bis zu acht schwere Erkältungen im Jahr einschließlich Fieber, Husten und Kopfschmerzen. Nur durch die Einnahme von mehreren Packungen Antibiotika pro Erkrankung kam ich wieder auf die Beine.

Doch mit Reiki war ich kaum noch krank, hatte höchstens einmal einen halben Tag Halsschmerzen, und die überstehe ich mittels eines reinen Seidentuchs auch sehr gut. (Bei Halsschmerzen ist ein Tuch aus reiner Seide ein wunderbares Natur-Heilmittel, gerade auch für Babys und Kinder geeignet.)

Durch die Reiki-Einweihungen wird nicht nur das Immunsystem gestärkt, sondern diese schützen auch vor geistigen Manipulationen.

Wer an Gott glaubt, kann auch den Teufel nicht verleugnen.

Es gibt positive Energieformen ebenso wie negative Energieformen. Beide sind sehr kräftig. Letztere werden z. B. von Satanssekten eingesetzt, oft auch von schwarzen Magiern und Hexen.

Positive Energien empfangen Kirchen, diverse Glaubensgemeinschaften, Eingeweihte, Reikis und viele mehr. Kardinal Ratzinger sagt: „Zu Gott führen so viele Wege wie es Menschen gibt.“ Ich selbst respektiere und achte jede religiöse Gemeinschaft, die nicht manipuliert oder gar Abhängigkeiten schafft und den Mitgliedern stets ihre Entscheidungsfreiheit lässt.

Auch die irrtümlicherweise oft so bewunderten weißen Hexen arbeiten nicht im göttlichen Sinn, denn auch sie manipulieren, mischen sich ein unter dem Deckmantel, doch nur Gutes zu tun (natürlich gegen anständige Bezahlung). Sie versuchen Veränderungen herbeizuführen, die von den beteiligten Personen meistens gar nicht erwünscht werden.

So geht Frau X zu einer weißen Hexe, weil ihr Ehemann sie wegen einer Geliebten verlassen hat. Sie bittet die Hexe, durch magische Rituale zu bewirken, dass der Treulose zurückkehrt, da sie ihn immer noch so sehr liebt und nicht alleine leben möchte.

Hexenrituale können das Unterbewusstsein manipulieren und möglicherweise kehrt der treulose Gatte tatsächlich zu seiner Ehefrau zurück. Doch solche Einmischungen sind nicht in göttlichem Sinne und ziehen dann andere negative Auswirkungen automatisch wieder nach sich, nicht aus Bestrafung, sondern das ist das Gesetz der Natur. Was du säst, wirst du ernten. Wenn du den freien Willen, die Entscheidungsfreiheit deiner Mitmenschen nicht akzeptierst und sogar mittels Energieformen änderst, wirst du selbst zum Opfer dieser negativen Energieformen werden. Du erhältst zurück, was du gegeben hast – immer. Eines Tages, mit absoluter Sicherheit.

Wahre Reiki-Eingeweihte akzeptieren den Wunsch und Willen ihrer Mitmenschen und lernen auf den Seminaren: Nicht die anderen verändern zu wollen, sondern sich selbst zu verändern ist der einzig wahre Weg.

Wie sieht eine Reiki-Einweihung nun aus? Die Aktivierung kann nur über eine(n) qualifizierte Lehrer(in) erfolgen. Doch auch hier gilt es, wachsam zu sein. Nicht jeder, der (die) sich als Reiki-Lehrer(in) ausgibt, ist automatisch ein guter Mensch.

Auch fromme und freundliche Gesichter können täuschen; verlass dich nicht auf sie.

(Hermann Hesse)

Es scheint aber von Vorteil zu sein, wenn die Chemie zwischen Reiki-Lehrer und Reiki-Schüler stimmt. Doch selbst wenn das nicht der Fall ist, kann ein(e) Lehrer(in) der (die) Geeignetste sein, eben auf dieser Lebensstrecke. In Reiki-Zentren werden oft Infoabende gehalten und man kann sich einen ersten Eindruck verschaffen. Schön sind dort auch die angebotenen Reiki-Treffen, auf denen man zum Erfahrungsaustausch Gelegenheit hat oder sich weiterbilden kann.

Doch es gibt auch viele hervorragende freie Reiki-Lehrer(innen), die alleine arbeiten und keiner Organisation angehören wollen. Ob als Reiki-Ausbildung ein Einzelseminar, eine Kleingruppe oder die Großveranstaltung bevorzugt wird, bleibt jedem selbst überlassen und ist zum Teil auch abhängig von Terminmöglichkeiten oder finanziellen Erwägungen. Zum Glück ist ein Reiki-Seminar heute bezahlbar geworden, auch für geringer verdienende Menschen. (Und ein bisschen darauf zu sparen schadet nichts, sondern lässt besser erkennen, dass man ja auch etwas Wertvolles für sein Geld zurückerhält. Verschenkte Reiki-Kurse sind meistens wirklich umsonst gewesen, lehrte uns die Vergangenheit.)

Früher jedoch kosteten einzelne Grade fünf- bis zehntausend Euro und aus diesem Grund blieb sich in Reiki einweihen zu lassen lange Zeit nur der gesellschaftlichen Oberschicht vorbehalten. Doch ich meine: Reiki ist für alle da!

Gerade den heutigen Frauen und Müttern kann Reiki so enorm bei der Bewältigung ihrer vielen alltäglichen Aufgaben helfen. Die Reiki-Aktivierungen bedeuten nämlich nicht zusätzliche Verpflichtungen, sondern Zeit-ersparnis durch mehr Kraft und die Heilungsmöglichkeiten der Unerschöpflichen Lebensenergie.

Trotzdem ist es besser, nicht gleich zu hohe Erwartungen an die Veränderung nach einem Reiki-Kurs zu stellen. Wenn es auch bei vielen Menschen zu überraschenden Heilungen und Verbesserungen der Lebensqualität kam, so muss das nicht grundsätzlich so sein. Ausschlaggebend scheinen die gedanklichen Veränderungen zu sein, das wirkliche Erlernen der Reiki-Lebensregeln und ihr tägliches Einhalten im Alltag.

Menschen, die über Jahrzehnte gezwungen wurden, ihre wahren Empfindungen und Gefühle zu unterdrücken (häufig Männer), spüren anfangs nach der Einweihung manchmal noch nicht gleich den Reiki-Fluss in ihren Handchakras. Je mehr Reiki-Ganzkörperbehandlungen sie jedoch im Laufe der Zeit an sich selbst praktizieren, desto stärker entwickelt sich auch das Empfinden für den Reiki-Energiefluss.

Nach der Einweihung in den Ersten-Reiki-Grad ist es ratsam, sich selbst vier Tage in Folge die komplette Reiki-Ganzkörperbehandlung zu geben, das heißt jede gelernte Handposition für ca. drei bis fünf Minuten einzuhalten und dabei auch speziell den Rücken intensiv mitzubehandeln (siehe 12. Kapitel: Reiki-Ganzkörper-Eigenbehandlung, Seite 199). Die ersten drei Tage sind notwendig zum Reinigen, Entgiften und Lösen der alten Verhaltensmuster, der vierte Tag steht für den Neubeginn, die Neustrukturierung, das wahre Sein. Falls man aus Müdigkeit einschläft, die Ganzkörperbehandlung nicht bis zu den Schlusspositionen ausgeführt hat, muss erneut mit dem ersten Behandlungstag begonnen werden.

Da aber auch Heilreaktionen (siehe Seite 203) möglich sind, ist es ratsam, die 4er-Serie der Ganzkörper-Behandlungen erst dann zu machen, wenn man zu dieser Zeit nicht gerade vor einer Prüfung oder schweren beruflichen Verpflichtung steht, oder sich in sonst einer anstrengenden Lebenssituation befindet, die durch aufkommende Heilungsschmerzen dann vielleicht noch schwerer zu überstehen wäre.

„Gestern war ich so müde und obwohl ich die vierte Reiki-Ganzkörperbehandlung auf dem eher ungemütlichen Teppich ausgeführt habe, bin ich wahrscheinlich bereits bei der Solar-Plexus-Position tief und fest eingeschlafen. Muss ich jetzt wirklich von vorne anfangen?“, fragte mich Brigitta am Telefon.

„Ja, meine Liebe, es müssen vier zusammenhängende Tage sein. Du kannst nicht heute einfach den Tag als vierten Tag bestimmen und dabei wäre er gestern gewesen. Wenn du heute erneut beginnen möchtest, ist das dein erster Reiki-Ganzkörperbehandlungstag.“

„Ach, es ist eine Katastrophe“, stöhnte Brigitta weiter. „Ich mache schon zum x-ten Mal den Anfang. Jedes Mal schlafe ich mitten in der Behandlung wieder ein. Reiki ist ja so entspannend. Bis ich abends aus dem Geschäft zu Hause bin, scheine ich zu müde zu sein.

Den ersten Abend probierte ich die Reiki-Ganzkörperbehandlung abends im Bett aus und bin innerhalb von fünf Minuten eingeschlafen. Den nächsten Abend legte ich mich im Wohnzimmer auf die Couch. Aber auch hier schaffte ich nicht viel mehr Handpositionen, wechselte nur zum Schlafen irgendwann in der Nacht von der Couch ins Bett.