Rom - Matthias Groschopf - E-Book

Rom E-Book

Matthias Groschopf

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Beschreibung

Das Buch enthält die Stationen, die man anlässlich einer Rom-Reise besuchen sollte. Beschrieben sind die Hauptattraktionen. Der Bericht ist auf eine einwöchige Rom-Reise angelegt und zeigt, was man besuchen kann in dieser Zeit. Wer den Besuch der ewigen Stadt genießen und Details wissen will, der sollte den Bericht vorher oder während des Besuches lesen.

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Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Rom

Ein Reisebericht

Matthias Groschopf

Urheberrechte an Text und Bildern:

Matthias Groschopf

Am Gaisberg 17

14548 Geltow

[email protected]

Inhalt

Rom an sich

Kolosseum

Tempel der Roma und der Venus

Maxentius-Basilika

Forum Romanum

Palatin

Circus Maximus

Caracalla-Thermen

Via Appia antica

Kaiserforen

Trajansmärkte

Pantheon

Piazza Navona

Augustus-Mausoleum und Ara pacis Augustae

Spanische Treppe

Piazza del Popolo

Petersdom und Petersplatz

Engelsburg

Vatikanische Museen

San Giovanni in Laterano

Santa Maria in Aracoeli

San Pietro in vincoli

Trastevere

Trevibrunnen

Villa und Parco Borghese

Ostia – der Hafen Roms

Rom an sich

An Rom scheiden sich die Geister. Entweder man findet die Stadt schön oder man hält Paris, Istanbul oder New York für faszinierender.

Paris wird die Stadt der Liebe genannt. Aus welchem Grund dies eigentlich so ist, ist unerfindlich. Viele Liebesgeschichten spielten und spielen in Paris, sicherlich. Paris ist eleganter, von Hausmann, dem Architekten Napoleons III. im 19. Jahrhundert noch mal gründlich durchgeplant, jedenfalls in der Gegend um den Triumphbogen und den Place de l`Étoile. So wirkt es moderner als Rom, aber man kann nicht sagen, dass Paris schöner ist als die Ewige Stadt. Paris ist vor allem französisch und wenn man sich in den großen Städten Frankreichs umsieht, so findet man dort ganz ähnliche Bauweisen, wie in Paris. Rom ist italienisch und basiert auf der römisch-etruskischen Kultur. Wiederum erkennbar an den italienischen Stadtzentren, die ganz ähnlich sind, wie das von Rom. Als Stadt der Liebe kann man Rom ebenfalls bezeichnen. Nichts ist romantischer, als ein Sommerabend an der Piazza Navona, dem Trevibrunnen oder auf der Spanischen Treppe. Was New York angeht, so ist zuzugeben, dass diese Stadt in der Neuen Welt ob der Straßenschluchten und der in Europa nicht vorhandenen Architektur interessant ist und wer von sich sagen kann, dass er schon in New York war, erntet die bewundernden Blicke des Zuhörers. Auch New York übt seine Faszination auf den Besucher aus. Das ist ganz unbestritten.

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche der Städte er bzw. sie schön findet, und welche langweilig. Man muss New York nicht schön finden, Paris nicht vor Rom stellen und Rom muss man nicht für den Nabel der Welt halten. Konservierte Geschichte und die Spuren der christlichen Okkupation der römischen Kultur sind nicht jedermanns Sache. Auch wird Rom an manchen Stellen zunehmend verwahrloster.

Rom aber erzählt eine Geschichte, die keine der anderen Städte erzählen kann. Das verschafft Rom seinen Platz unter den Städten dieser Welt.

Eine Woche werden wir in der urbs aeterna, der ewigen Stadt, verbringen. Wir haben eine Wohnung gemietet, die nicht allzu teuer ist, dafür aber renoviert und im Stadtzentrum gelegen. Wobei im Stadtzentrum gelegen relativ zum Preis der Wohnung gesehen werden muss. Eine U-Bahn-Station ist fußläufig in etwa 5 Minuten erreichbar, sie führt direkt zum Kolosseum und auch der Fernbahnhof bietet die Möglichkeit, schnell hierhin oder dorthin zu kommen, beispielsweise nach Ostia, dem Hafen Roms.

Natürlich haben wir uns die üblichen Sehenswürdigkeiten angeschaut; das unter dem ersten Flavierkaiser entstandene Kolosseum, errichtet auf dem goldenen Haus Neros, untersuchten den Roma- und Venustempel, das schon immer vorhandene ForumRomanum mit angrenzendem Palatin und Maxentius-Basilika, beschauten den Fortgang der Grabungen nach dem Friedenstempel, wir waren bei dem Cäsar- und dem Augustusforum, besuchten das Trajan-, Nerva- und Ulpiansforum, von denen nicht mehr allzu viel übrig ist, aber doch soviel wieder aufgebaut wurde, dass man sich eine Vorstellung davon machen kann, was Trajan sich zu seinen Ehren erbauen ließ, studierten die Trajansmärkte und die Caracalla-Thermen. Das Errichten großer Bauwerke war schon immer der Versuch der Mächtigen, in die Geschichte einzugehen und zu Lebzeiten ihre Person zu verherrlichen. Das ist Trajan mit den Märkten gelungen. Wir haben uns den Circus Maximus in seiner heutigen Form angeschaut, und sind dann vom römischen Rom ins christliche Rom gewechselt. Wir haben uns, selbstverständlich ausgehend vom Petersdom im Vatikan, die Engelsburg angeschaut, wollten die vatikanischen Museen besuchen, kauften Kleider in der Via – nein, nicht Condotti an der Spanischen Treppe. So reich gesegnet sind wir dann doch nicht, dass wir bei Gucci, Vuitton oder Prada einkaufen könnten. Vom Vatikan aus führt in Richtung Norden die Straße zu den Vatikanischen Museen entlang der hohen Bastionsmauer, mündet in die Via Leone VI, parallel dazu verläuft die Via Ottaviano. Dort gibt es auch Kleiderläden.

Anderen Tages besichtigten wir die Kirche St. Andrea della fratte, die Spanische Treppe, die Marc-Aurel-Säule dort in der Nähe, das Augustus-Mausoleum (von außen), die ara pacis Augustae, den Trevi-Brunnen, die Piazza Navona, den Parco Borghese, Santa Maria Maggiore, Pantheon und einiges mehr. Natürlich nicht direkt alles an einem Tag. Die Sonne schien heiß auf uns herunter und die Kinder waren durch das viele Laufen recht häufig müde. Aber sie hielten durch.

Nach Ostia antica, in die Capitolinischen Museen und in die berühmten und schönsten Kirchen Roms kamen wir leider aus Zeit- und Lustmangel nicht mehr. Ich kenne Rom allerdings von früheren Besuchen her und werde daher noch über die via appia antica, Ostia antica, die Kirche Santa Maria in aracoeli, San Giovanni in Laterano und die Villa Borghese berichten.

In diesem Bericht spreche ich weniger darüber, welche Läden die schicksten sind, oder wo man am besten essen kann, sondern darüber, welche Geschichte die Steine erzählten, wenn sie sprechen könnten.

Kolosseum

Die Stadt Rom ist im Jahre 753 v. Chr., der Sage nach, von den Brüdern Romulus und Remus gegründet worden. Den Zwillingen, die, am Ufer des Tiber beim Forum Boiarum ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt worden sein sollen - das Stadtwappen Roms ist von dieser Begebenheit abgeleitet. Zuerst wurde Rom von Königen regiert, ab etwa 500 v. Chr. war Rom Republik. Nachdem die Republik um die Geburt Jesu Christu zugrunde gerichtet worden war, folgten die Kaiser und danach im vierten Jahrhundert nach Christuns der Untergang des zu der Zeit schon in Ost- und Westrom geteilten römischen Reiches.

Das Kolosseum scheint zum antiken Rom zu gehören, wie das Forum und der Palatin auch.

Tatsächlich ist die Arena aber, wie die Peterskirche etwa, von der man das weiß, erst später hinzu gebaut worden. Der riesige Schauplatz für Gladiatorenkämpfe, Seeschlachten und Tierhetzen wurde auf Betreiben des Kaisers Vespasian errichtet und hatte einen Vorgänger:

Das Goldene Haus Neros. Dieses entstand nach dem großen Brand von 64 v. Chr., von dem einige nicht mehr ganz sicher sind, ob Nero ihn nur hat legen lassen, um seine künstlerische Ader auszuleben oder vor allem, um Rom neu aufbauen zu lassen. Brände gab es in Rom ja zu allen Zeiten, in schöner Regelmäßigkeit und sie schafften überall Platz für neue Bauten.

Nero nahm den Brand Roms jedenfalls zum Anlass, um 64 nach Christus den Domus Aurea, seinen Palast auf den Fundamenten des Domus Transitoria, einem Übergangspalast, errichten zu lassen. Der Domus Transitoria seinerseits ist ein Palast gewesen, der zu Anfang der Regierungszeit Neros von ihm in Auftrag gegeben worden ist und der die Bauten auf dem Palatin mit den Gärten des Maecenas auf dem Esquilin, neben dem Palatin einem weiteren der sieben Hügel Roms, verband. Nachdem auch der Domus Transitoria durch den Brand zerstört worden war, nutzte Nero die Gelegenheit, den Domus Aurea errichten zu lassen. Um die Geschichte des Kolosseums besser darstellen zu können, werde ich kurz über den Domus Aurea erzählen.

Die Eingangshalle des Domus Aurea war etwa dort, wo heute die Reste des Doppeltempels der Venus und der Roma stehen (zu dem wir später noch kommen). Das Gelände dahinter war weitläufig, hatte einen künstlichen See an der Stelle, an der heute das Kolosseum steht. Nach Sueton, einem zu Zeiten Neros lebenden römischen Geschichtsschreiber, war dieser See fast so groß wie ein Meer, darum herum Felder und Wälder, Wiesen und auf Terrassen angelegte Weinberge, die teils auch der Öffentlichkeit zugänglich waren. Gespeist wurde er vom Bach Labicanus, der das Tal durchfloss.

In der Eingangshalle des Domus Aurea stand die Kolossalstatue Neros, seinen Namen hat der Domus Aurea daher, dass Teile des Palastes vollständig vergoldet und mit Juwelen und Muscheln geschmückt war. Ähnliches kann man im Muschelsaal des Neuen Palais in Potsdam bewundern. Es fehlt dort nur das Gold.

Von der Kolossalstatue ist nur noch das Fundament vorhanden, zwischen Kolosseum und Tempel der Venus. Nero ließ, vor allem an den Decken, Feinheiten anbringen, deren Bau man den Römern zwar zutrauen muss, angesichts der riesigen Aquädukte, die sie errichtet haben, der enormen Bauten auf dem Palatin und auch später der trickreichen Konstruktion des Kolosseums, die aber angesichts der Maschinen, über die die Römer verfügten, im Sinne des Wortes wunderbar waren. Die Decke in einem der drei Speisesäle bewegte sich Tag und Nacht ständig. Im Domus Aurea gab es auch Bäder, die mit Meer- und Schwefelwasser befüllt wurden, sodass verschiedene gesundheitliche Bedürfnisse darin befriedigt werden konnten.