Salzstangen und Cola - Thomas Kowa - E-Book

Salzstangen und Cola E-Book

Thomas Kowa

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1,49 €

Beschreibung

Ein humorvoller Kurzkrimi Leserstimmen „Witzige Unterhaltung zum Niederknien.“ „Ich hatte bei diesem Booksnack Tränen in den Augen vor Lachen. Das ist echt bitter und rabenschwarz geschrieben, besser geht es kaum!“ Ein Geldfälscher versucht seine Druckerpresse samt veralteten Platten zu verkaufen, zwangsläufig an andere Betrüger. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem – so spielt das Leben eben manchmal – unerwartet Verdauungsprobleme dazwischenkommen. Über booksnacks Kennst du das auch? Die Straßenbahn kommt mal wieder nicht, du stehst gerade an oder sitzt im Wartezimmer und langweilst dich? Wie toll wäre es, da etwas Kurzweiliges lesen zu können. booksnacks liefert dir die Lösung: Knackige Kurzgeschichten für unterwegs und zuhause! booksnacks – Jede Woche eine neue Story!

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Seitenzahl: 24

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Über die Kurzgeschichte

Ein Geldfälscher versucht seine Druckerpresse samt veralteten Platten zu verkaufen, zwangsläufig an andere Betrüger. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem – so spielt das Leben eben manchmal – unerwartet Verdauungsprobleme dazwischenkommen.

Impressum

Originalausgabe August 2016

Copyright © 2016

Ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH

Made in Stuttgart with love

Alle Rechte vorbehalten

Salzstangen und Cola

ISBN 978-3-96087-007-4

Titel- und Covergestaltung: Özer Grafik Design

Bildnachweis: DenisNata/fotolia.com

Korrektorat: Daniela Höhne

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen und Ereignisse aller Werke dieser Ausgabe sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.

Salzstangen und Cola

Thomas Kowa

Frank Wessing blickte an die fensterlose Wand, fluchte und schob seine Schirmmütze höher. Seine Haut hatte den Teint der Beduinen angenommen, zumindest, wenn man den Staub berücksichtigte, den hier jeder Schritt mit sich brachte.

Seine blonden Locken hatte er vor drei Tagen abrasiert; den Sonnyboy Wessing würde es erst wieder geben, wenn er seinen ausgezehrten Körper in einen Liegestuhl an der Copacabana geschmissen hatte. Caipirinha servierende Strandschönheiten würden ihn wieder zum Leben erwecken. Schön war er trotz seiner Locken nie gewesen, doch über das wichtigste Utensil eines Sonnyboys hatte er immer schon verfügt: eine gut gefüllte Brieftasche.

Wessing war eher klein gebaut und auch sein wertvollster Körperteil befand sich trotz großzügiger Messtoleranzen deutlich unter dem Schnitt. Zumindest, wenn er einem dieser Männermagazine trauen konnte, deren Geschäftsmodell darin bestand, dem starken Geschlecht zu suggerieren, es könne nur mithilfe dieses einen Magazins wieder zur Krönung der Schöpfung aufsteigen: Zu einem Adonis, so vollkommen, wie die Männer, die auf den Titelseiten dieser Magazine abgebildet waren. Dass diese Hochglanzmagazine eine ganze Horde dickleibiger und dickbebrillter Nerds damit beschäftigte, die Models per Photoshop zu einem Ideal zu formen, war ein typischer Auswuchs dieser Zeit, in der manche Fälschung mehr wert war als das Original.

Doch warum sollte es den Männern besser ergehen, als den Frauen, die das schon jahrzehntelang in Form diverser Modezeitschriften erduldeten?

Im Grunde müssten die Frauen Männerzeitschriften lesen und die Männer Frauenzeitschriften, dann würden sich alle besser fühlen.

Und vielleicht einander sogar verstehen.

Doch genug mit all diesen Utopien. Er musste sich von seinen Träumen lösen und an das Hier und Jetzt denken. Er würde nur noch die Übergabe abwarten und dann verschwinden. Doch allein der Gedanke an die Transaktion ließ seine Magensäfte die Rallye Dakar nachfahren. Khaled schwor zwar Stein und Bein, dass der Franzose zuverlässig sei, aber was hieß das schon unter hiesigen Verhältnissen?

Natürlich fuhr jeden Tag ein Bus von Fès nach Casablanca, aber war die Verwendung des Begriffs zuverlässig wirklich angebracht, wenn man dessen Abfahrtszeit eher mit der nächsten Zahl beim Bingo-Spiel voraussagen konnte, als mit einem Blick auf den Fahrplan?