Santa Tell Me - Marleen Kansy - E-Book

Santa Tell Me E-Book

Marleen Kansy

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Beschreibung

Anouk jobbt als Weihnachtself in einer Mall, um sich neben dem Studium über Wasser zu halten - charmant chaotisch, chronisch pleite und hoffnungslos verliebt in Belle: ausgerechnet die wunderschöne Mrs Santa Claus, die aus einer reichen Familie stammt und Weihnachten liebt wie kein anderer. Als Belle überraschend offen Interesse zeigt, kann Anouk ihr Glück kaum fassen - und trotzdem hält sie Abstand. Zu groß ist ihre Angst, nicht mithalten zu können. Doch in einer verhängnisvollen Nacht, zeigt sich, dass auch Frohnatur Belle ihre Schattenseiten hat - und dass Nähe viel mehr bedeutet als Geld oder Status. Zwischen Lichterketten, zerzausten Kostümen und einer Portion Mut entsteht eine Weihnachtsliebe, die garantiert nicht im Drehbuch stand.

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Seitenzahl: 126

Veröffentlichungsjahr: 2025

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PLAYLIST

Santa Tell Me – Ariana Grande

10,000 Hours (with Justin Bieber) –

Dan + Shay, Justin Bieber

Welcome To New York (Taylor’s Version) –

Taylor Swift

Shout Out to My Ex – Little Mix

Paper Rings – Taylor Swift

Snowman – Sia

us (feat. Taylor Swift) – Gracie Abrams, Taylor Swift

Kiss Me – Sixpence None The Richer

It’s Beginning to Look a Lot Like Christmas –

Michael Bublé

Santa Baby – Ariana Grande, Liz Gillies

Christmas Tree Farm – Taylor Swift

Christmas (Baby Please Come Home) – Mariah Carey

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Weihnachtswichtel, Glanz und leere Kühlschränke

Kapitel 2: Zwischen Rampenlicht und Realität

Kapitel 3: Ein voller Bauch und ein noch volleres Herz

Kapitel 4: Schlittschuhe, Kakao und ein süßer Hintern

Kapitel 5: Prüfung Schwiegereltern

Kapitel 6: Eingeschneit

Kapitel 7: Hudson Yards nach Mitternacht

Kapitel 8: Ein Bliggard der Gefühle

Kapitel 9: Der Geist der eigenen Weihnacht

Kapitel 10: Ein letzter Akt, ein erstes Wir

KAPITEL 1

Weihnachtswichtel, Glanz und leere Kühlschränke

»Ugh! Nicht schon wieder!«, mault Jeff. Angewidert verzieht er das Gesicht, während er sich aufrichtet und dabei das Kind von seinem Schoß in meine Richtung schiebt. Auf dem roten Samtstoff an Jeffs Oberschenkel zeichnet sich ein dunkler Fleck ab. Schnell wende ich den Blick ab und nehme den kleinen Jungen, der ganz zerknirscht guckt, an die Hand, um ihn zu seinen Eltern zu begleiten. Ich beuge mich zu ihm hinab und will ihm gerade ein paar aufmunternde Worte murmeln, als ich Jeff hinter mir blaffen höre: »Belle! Du übernimmst für heute, ich habe die Schnauze voll!«

Ruckartig richte ich mich auf und fahre herum. Meine Augen weiten sich, als ich die Schlange kleiner Kinder sehe, die gemeinsam mit ihren Eltern auf ein Foto mit dem Weihnachtsmann warten. Ich schlucke. Während die Kinder sich nun halb verunsichert hinter den Beinen ihrer Eltern verstecken, schenken diese mir grollende Blicke. Augenblicklich habe ich ein schlechtes Gewissen. Doch im selben Moment raufe ich mir innerlich die Haare. Wieso um alles in der Welt fühle ich mich schuldig? Ich kann nichts dafür, dass heute bereits drei Kinder auf Jeffs Schoß gemacht haben. Und ich trage sicherlich keine Schuld an seinem Ausbruch und seinem damit einhergehenden Charakterbruch. Trotzdem fühle ich mich verantwortlich. Als wäre es mein Job, dafür zu sorgen, dass alles glattläuft. Weil ich glücklich sein kann, dass ich diesen Job überhaupt habe. Und weil ich ihn auf keinen Fall verlieren darf.

Als Studentin in New York City überhaupt einen Job zu finden, der neben dem Studium zu managen ist, ist schon eine Herausforderung an sich. Ihn dann auch um die Weihnachtszeit zu finden, gleicht nahezu einem Wunder.

Also trage ich während der Arbeit immer das breiteste Lächeln und die gepflegteste Uniform aller Kollegen. Trotzdem fühle ich mich, als sei es nicht genug.

Ich unterdrücke ein Seufzen, schenke den Eltern ein entschuldigendes Lächeln und begebe mich zurück an meinen Platz neben dem großen, mit rotem Samt überzogenen Sessel, auf dem Santa Claus immer sitzt. Sofort überkommt mich eine Gänsehaut und ein aufgeregtes Kribbeln macht sich in meinem Inneren breit, als ich sehe, wer nun an Jeffs Stelle in dem Sessel sitzt: Es ist Mrs Santa Claus. Aber nicht irgendeine. Nein. Meine absolute Lieblings-Mrs-Claus. Belle.

Als sie mich auch erkennt, breitet sich ein strahlendes Lächeln auf ihrem entzückenden Gesicht aus. »Anouk«, begrüßt sie mich.

»Hi, Belle.«

Gott, klingt meine Stimme etwa immer so seltsam schrill?

Schnell räuspere ich mich. »Ich wusste gar nicht, dass du heute hier bist.«

»Das war auch eine recht spontane Entscheidung. Aber als ich auf dem Plan gesehen habe, dass du heute hier bist, konnte ich mir die Chance doch nicht entgehen lassen, oder?« Sie zwinkert mir zu und ich bin mir sicher, dass mein Kopf gleich explodiert, so heiß wie er sich anfühlt. Himmel, bringt diese Frau mich aus dem Konzept!

Leicht hebe ich das Kinn an, um wenigstens meinem Äußeren ein wenig Selbstbewusstsein zu verleihen, wenn mein Inneres schon mit schlotternden Knien vor Belle steht. Bevor der Moment verstreicht, antworte ich schnell: »Na, dann hast du dich wohl heute auch mit den Kindern verschworen, Jeff als menschliche Toilette zu benutzen.«

Ein helles Lachen entweicht ihrer Kehle und in ihrem rot-samtenen Kostüm gleicht es dem Klang von Glöckchen. »Touché!« Wieder dieses wunderschöne Lachen, während ihre hellen, erdbeerroten Locken auf und ab wippen. Ein letztes Mal schaut sie mir mit diesen unglaublichen grasgrünen Augen tief in die meinen und wendet sich schließlich den Kindern zu, die alle sehnsüchtig darauf warten, ein Bild mit ihr zu machen.

Seit ich Belle das erste Mal hier in der Mall, verkleidet als Mrs Claus, gesehen habe, ist es um mich geschehen. Mit ihrer blassen Porzellanhaut, der kleinen Spitznase mit den winzigen Sommersprossen, die selbst zu dieser Jahreszeit ihr Gesicht zieren, und diesem strahlenden Lächeln, das einen jeden Raum erhellt und jeden in seiner umliegenden Umgebung ansteckt, ist sie so ziemlich die schönste Frau, die ich je gesehen habe. Ihre Ausstrahlung ist so eindrucksvoll, wie sie auf dem Sessel von Santa Claus sitzt, mit zwei Zwillingsmädchen auf dem Schoß, und in die Kamera der begeisterten Eltern lacht, dass ich nicht anders kann, als sie anzustarren. Ich hätte meine rechte Hand darauf verwettet, dass sie nach der Schicht von einem breiten Kerl mit dicker Uhr am Handgelenk abgeholt werden würde. Mädchen wie sie sind immer an aufgepumpte Männer mit protzigen Gegenständen vergeben. Trotzdem fehlt von besagtem Proleten jedwede Spur und sie … flirtet mit mir in einer Tour – wobei das vermutlich eher Wunschdenken meinerseits ist.

Sie ist supernett zu mir, doch selbstverständlich darf ich mir darauf nichts einbilden, denn sie geht so mit nahezu jedem von uns Kaufhausangestellten um. Außerdem … nett ist bekanntlich die kleine Schwester von … weniger nett. Und trotzdem verwandeln sich jedes Mal meine Beine in Wackelpudding, sobald sie meinen Namen ausspricht.

»Anouk.« Bei der Art und Weise, wie die Buchstaben über ihre Lippen rollen, stellen sich mir die Armhärchen auf.

»Anouk.« O ja, genau so. Ein wohliger Schauer durchfährt meinen Körper und ich schließe genussvoll die Augen.

»Anouk!«

Sofort reiße ich sie wieder auf und zucke zusammen.

Belle steht vor mit, hat bereits die Weihnachtsmütze vom Kopf gezogen und schaut mich an. Ein Lächeln umspielt ihren Mund. »Na, woran hast du denn gedacht, dass es dich so eingenommen hat?«

Beschämt lache ich und nehme mir die Wichtelmütze auch vom Kopf. Um uns herum sind bereits alle anderen Weihnachtsschausteller:innen in Richtung der Umkleiden verschwunden. Die Massen an Kindern sind fort und die Mall hat geschlossen. Ich habe die restliche Schicht in meiner Tagträumerei an Belle verpasst.

»Also, ich …«, stammele ich. »Ich bin mir noch unsicher, was ich gleich essen soll.«

Okay, wow. Lahmer geht’s wohl nicht.

»Hast du vielleicht Lust, zusammen etwas essen zu gehen?«

Mein Herz macht einen freudigen Satz, während mein Magen sich in Stein verwandelt. Wie gerne würde ich mit ihr ausgehen, noch mehr Zeit mit ihr verbringen, aber … »Ich kann leider nicht, tut mir leid.« Und ich meine jedes einzelne Wort.

Doch Belle wirkt nicht weiter enttäuscht, sondern sagt nur: »Okay, dann vielleicht beim nächsten Mal«, zuckt die Schultern und verschwindet mit diesem zauberhaften

Lächeln in Richtung Umkleiden.

Ich öffne die Kühlschranktür und stoße einen Fluch aus. Wäre ich nur doch noch schnell in den 7-Eleven auf meinem Weg von der U-Bahn-Station bis zu meiner Wohnung gehuscht. Bis auf zwei Scheiben Toastbrot, einen halben Kopfsalat, der bereits bessere Tage gesehen hat, und eine Flasche Ketchup ist mein Kühlschrank leer.

Na super, denke ich resigniert und schnappe mir mit einem Seufzen die Lebensmittel. Mein Abendessen wird heute wohl sehr spärlich ausfallen. Ich bin es gewohnt, dass zum Monatsende hin das Geld knapp wird, doch diesen November ist es besonders schlimm. Gott sei Dank ist in drei Tagen bereits der erste Dezember und so wird mein Konto wieder mit meinem Gehalt und der wenigen Unterstützung, die sich meine Eltern leisten können, mir zu geben, aufgefüllt werden. Das reicht zwar gerade so, um die Miete und ein paar Lebensmittel zu bezahlen, aber ich bin dankbar, dass ich das Geld überhaupt für diese Dinge ausgeben kann. Ich will mir nicht ausmalen, wie ich leben müsste, wenn ich nicht mein Stipendium an der Juilliard hätte. Dieses deckt zwar nur die Studienkosten, aber gerade die sind immens hoch und so ermöglicht es mir, mit der Hilfe meiner Eltern und ein wenig Arbeit neben dem Studium, zu leben, ohne mich für den Rest meines Lebens durch Studienkredite zu verschulden. Leider bedeutet das allerdings auch, dass ich seit über einem Jahr an der Existenzgrenze auf Super-Sparflamme lebe und auf so ziemlich alles, was einem Freude bereitet, verzichte.

Ich seufze auf, doch mich selbst zu bemitleiden, bringt nichts. Hungrig schnappe ich mir mein Ketchup-Salat-Sandwich und begebe mich damit ins Bett. Der Weg von meiner sogenannten »Küche« bis dahin beträgt genau drei Schritte.

Meine Wohnung besteht aus lediglich einem Raum, in dem mein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch und eine Kochnische Platz gefunden haben. An sich reicht der Platz für eine Person vollkommen aus. Nur ist es leider so eng, dass die Kochnische so klein ist, dass sie nicht einmal Schubladen für Besteck besitzt und ich dieses in einem Glas auf der Fensterbank platzieren muss. Das erschwert das Kochen des Öfteren um einiges, was allerdings nicht weiter auffällt, wenn ich keine Lebensmittel im Kühlschrank habe, um sie zuzubereiten. So wie heute.

Langsam kaue ich auf meinem Sandwich herum, um möglichst lange etwas davon zu haben. Schließlich ist es das letzte Essbare, das ich hier besitze, und noch einmal meine Wohnung verlassen und hinausgehen möchte ich nicht. Immerhin sind in dem Ketchup so viele Geschmacksverstärker, dass es gar nicht so scheußlich schmeckt, wie ich befürchtet habe, sondern tatsächlich ganz gut. Wenn man den Geschmack von Ketchup mag, eben. Das Toastbrot und der Salat tragen nicht sonderlich viel zu der Geschmackskulisse bei. Nachdem ich aufgegessen habe, trage ich meinen Teller zur Spüle und gehe ins Bad, um mich zu duschen und bettfertig zu machen.

Währenddessen fühle ich mich wie immer ein wenig so, als würde ich hier leben, aber nicht richtig wohnen. Seit ich hierhergezogen bin, erlebe ich diese Wohnung eher als eine Übergangslösung, aber nicht wie ein Zuhause. Doch es ist nicht nur meine Wohnung. Die gesamte Stadt erscheint mir als fremd und anonym. Klar, es ist New York City, die Großstadt schlechthin, aber nach fast eineinhalb Jahren habe ich gedacht, dass ich zumindest ein wenig das Gefühl von Zuhause entwickeln würde.

Falsch gedacht.

Wahrscheinlich würde es helfen, wenn ich hier bereits eine Gruppe an Freunden gefunden hätte, doch es ist schwierig, dies zu tun, wenn man nicht einmal genug Geld hat, um einen Kaffee trinken zu gehen. Von einem Besuch im Kino oder einem Abend in einer Bar ganz abgesehen.

Anschließend lege ich mich mit meinem Skript ins Bett und gehe noch einmal meinen Text durch. Morgen früh muss ich für die Ensemblearbeit in die Uni. Mein Kurs steckt in den letzten Zügen der Proben für die diesjährige Weihnachtsaufführung von »Eine Weihnachtsgeschichte«.

Ich weiß noch ganz genau, wie aufgeregt ich gewesen bin, als unsere Dozentin, Mrs Lancton, uns zu Beginn des Semesters erzählt hat, dass wir dieses Jahr den Klassiker von Charles Dickens auf die Bühne bringen würden. Als ich dann kurze Zeit später nach den Castings die Rolle des Geists der vergangenen Weihnacht zugesprochen bekommen habe, ist einer meiner größten Träume in Erfüllung gegangen. Natürlich ist es mein Wunsch, später einmal in den großen Stücken wie Romeo und Julia oder Othello mitzuspielen, aber in dem Weihnachtsstück der Juilliard mitzuwirken und dabei auch noch eine derart wichtige Rolle zu spielen, ist mehr als nur ein Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg, um diesem Wunsch näherzukommen.

Also sitze ich seitdem jeden Abend vor dem Schlafengehen in meinem Bett, lerne meinen Text und studiere meine Rolle, bis sie mich bis in meine Träume verfolgt und ich sie perfektioniere. Ich würde von mir behaupten, dass ich diesem Ziel bereits sehr nahe bin, doch da die Premiere bereits in drei Wochen ist, kann ich es mir nicht erlauben, jetzt aufzuhören. Dafür habe ich zu viel geopfert, um genau hier zu sein, wo ich jetzt bin. Dafür haben meine Eltern bereits zu viel gegeben, um es mir zu ermöglichen. Ich bin es ihnen und mir schuldig, dass ich mein Dramastudium an der Juilliard so ernst und geflissentlich angehe, wie nur möglich. Dieser selbstauferlegte Druck ist hart, aber nichts im Vergleich zu dem Druck, der zwischen meinen Kommiliton:innen und mir herrscht, wenn jeder von uns den Traum verfolgt, später am Broadway arbeiten zu dürfen. Das Leben ist hart, aber das Showgeschäft ist härter. Ich bin nicht die Einzige, die sich über Jahre hinweg von Kühlschrankresten ernährt, um sich diesen Traum zu erfüllen. Aus diesem Grund mag ich den Druck. Ich begrüße ihn, denn er ist es, der mich dazu antreibt weiterzumachen.

Besser zu werden.

Perfekt zu sein.

Er bringt mich dazu, über mich hinauszuwachsen und zu erkennen, dass ich zu so viel mehr fähig bin, als ich mir vor Beginn des Studiums zugetraut habe. Und dieses Gefühl ist mir alles wert.

Es ist unbezahlbar.

KAPITEL 2

Zwischen Rampenlicht und Realität

»So, Leute, das war’s für heute. Gute Arbeit, alle zusammen!« Mrs Lancton klatscht in die Hände und erklärt damit die heutige Ensemblearbeit für beendet.

Ich erhebe mich, wie meine Kommiliton:innen, vom Bühnenboden, auf dem wir zum Schluss jeder Probe sitzen und noch einmal alles durchgehen. Was gut und was nicht gut funktioniert hat, ob wir zufrieden mit unserer heutigen Leistung sind oder ob wir noch mehr von uns erwarten. Es ist ein sehr persönlicher Teil des Kurses, wobei natürlich so ziemlich alles an Schauspielerei persönlich ist. Man muss alles, was einen bis auf die Bühne begleitet hat, fallen lassen, nur noch mit seinem innersten Selbst auftreten und in eine andere Rolle schlüpfen, sie interpretieren. Dieser Prozess macht einen verwundbar und kann selbst die erfahrensten Schauspieler:innen aus der Reserve locken, wenn man unserer Dozentin Glauben schenkt.

Doch es ergibt Sinn. Ich selbst kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich mich jemals nicht ein wenig schutzlos fühlen werde, wenn ich das erste Mal eine neue Rolle verkörpere. Schließlich braucht es Zeit, die Figur, die man von jetzt auf gleich darstellen soll, kennenzulernen. Aber wenn man einmal über diesen Punkt hinausgekommen ist, wenn die Figur Teil von einem und man selbst ein Teil ihrer wird, ist das, was auf der Bühne geschieht, pure Magie.