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Hektik und Stress durch Arbeitsverdichtung, Fremderwartungen im beruflichen und privaten Umfeld sowie hohe Eigenansprüche hemmen ein gesundes, ausgewogenes Leben. Zu den Folgen gehören Krankheiten, Depression, Energieverlust und Sehnsucht nach mehr Sinn in unserem Dasein. Alles beginnt - neu - mit unseren Gedanken und Entscheidungen. Diese Sammlung eigener Gedichte ist wie eine wechselhafte Flussreise durch das Leben: bewegend, melancholisch, ironisch, belustigend oder anregend. Impulse und Reflexionen ermutigen zum Innehalten und zur Besinnung auf uns selbst. Damit wir unsere Energie achtsam einsetzen. Und klug entscheiden, was bleiben darf und was kommen soll.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 31
Veröffentlichungsjahr: 2019
Gewidmet allen helfenden Wegbegleitern.
Vorwort
Abendröte – Tagesnöte
Berührungen
Haiku
Beziehungsdilemma
Carpe diem
Ehrgeiz
Ein Buch
Elterngrab
Elternhaus
Erfahrung
Flüchtlinge unter uns
Freie Lyrik for beginners
Füße
Ganz still
Gebraucht
Gedicht hne „ „
Gefühlswelt
Gespaltene Gesellschaft
Glückssuche
Im Rhythmus
Inneres Kind
Elfchen 1
Kind im Kokon
Langeweile
Lass laufen
Lebensweg im Wandel
Mensch und Tier
Monopoly des Lebens
Neuer Tag
Oma
Rechte für Jeden
Reflexion
Rucksack des Schicksals
Seelen im Wind
Seelenwurzel
Steine im Weg
Elfchen 2
Tageswechsel
Traumzeit
Verlorene Achtsamkeit
Wegbegleiter
Wege
Weihnachten
Zahlensalat
Tanka
Autorenvita
„Aller Anfang ist schwer“, besagt ein altes Sprichwort. Doch viele Menschen haben den Eindruck, ihr Leben bleibe in diesem Anfang stecken. Von allen Seiten prasseln Anforderungen auf uns ein, nicht nur die Arbeit fordert Tribut.
Bevor die Energiereserven leerfahren, uns damit auch Lebensfreude und Mut nehmen, sollten wir kurz innehalten und reflektieren. Gibt es andere Wege, bessere Ziele, genug Wohltuendes zum Auffüllen?
In diesem Buch habe ich Lebenseindrücke mit Phantasie vermischt und sie in Gedichtform eingefangen. Mal ironisch, melancholisch oder humorvoll möchte ich Sie damit ein Stück begleiten.
In der kleinen Pause zwischendurch, um für einen Moment den Kopf vom Alltag abzulenken. Bei der Beruhigung in Geist und Körper, wenn Sie dem fließenden Rhythmus einiger Gedichte folgen. Und gerne in Gedankenexperimente mit Impulsen für ein achtsameres Leben. Was wäre wenn?
Meine eigene Motivation zu neuen Gedanken und passenderen Entscheidungen resultierte u. a. aus einem Buch. Darin beschrieb eine Hospizangestellte, die viel liebevolle Zeit mit ihren Patienten verbrachte, was diese an der Schwelle zum Tode in ihrem Leben am meisten bedauerten. Es ging im Fazit um Unterlassenes mehr als um Geschehenes.
So stellte ich mir in einer Art vorweggenommener Lebensrückschau selbst die Frage, wie könnte meine Antwort auf: „Was bedauern Sie am meisten?“ lauten.
Ein Ergebnis dieser Gedankenkette halten Sie gerade in Ihrer Hand.
Elisabeth Denninghaus
Der Abend nach beharrlich’ Müh’,
verheißt schon zart das Neue.
Zum Ruhen ist es noch zu früh.
Grübeln bei Nacht ich scheue.
Mich freut der Blick zum Firmament,
sanftrot mit gold ins Blaue.
Voll Sehnsucht, die der Tag nicht kennt,
verdrängt durch Arbeitsklaue.
Nun schau’ ich auch in mich hinein,
schwimm’ mit der Sonnenröte.
Könnt’ es doch häufiger so sein!
Ganz frei, ganz ohne Nöte.
Einmal erlaubt, ruft es nach mehr,
für Draußen wie für Drinnen.
Wo nehme ich den Mut nur her?
Möcht’ Zeit für mich gewinnen.
Was kann ich gut, was macht mir Spaß?
Dürft’ ich doch selbst bestimmen.
Ich will nicht ohne Unterlass,
mich stets aufs Neue krümmen.
Eine Katze, tot, am Straßenrand,
überrollt und unbeweint, verloren.
Zwei Greise, gemeinsam gebeugt am Gehstock,
Hand in Hand gewachsen.
Deine Hand an meinem Herz, kurz nur,
behütend.
Ein altes Grab, verwest,
blumenleer und ausgeweint, erfroren.
Zwei Kinder im Spiel versunken, verschmolzen
eins mit dem anderen.
Du bei mir, auf meinem Fluss,
ein wärmend’ Wegstück lang.
Ein Baby, unerfahren, unerschrocken,
mit staunend off’nen Augen geboren.
Unser Blick in Wald und Wolken, wachsende Gebilde,
stetige Wiedergeburt.
Deine Aura, die warm und sanft meine Seele auftaut,
wie die greise Leuchte das Grab erhellt.
Sonne lacht mich an
Die ersten Blumen sprießen
Arbeit ruht für heut’
Lernen ist ein Ziel
Über Steinchen springen stärkt
Geist- und Körperkraft
Trüb das Herz, die Luft
zum Atmen schwer, will fort hier
Such den neuen Weg
Wirbeln Staub und Luft
Sternschnuppen in der Nacht
Kindheit kehrt zurück
