Schnitzelmonologe oder DaDa klebt und lebt - Rainer Kristuf - E-Book

Schnitzelmonologe oder DaDa klebt und lebt E-Book

Rainer Kristuf

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Beschreibung

Die "Schnitzelmonologe" stellen die Grundlage der Fürther DaDaistischen Bewegung dar. Ohne diese Monologe wäre ein möglicher Aufbruch in die neue Zeit unmöglich. Rainer Kristufs Texte, Gedichte, Aufrufe, Lautmalereien und Bilder helfen der Bewegung sich Laut zu verschaffen. Einen Sinn kann man suchen, finden wird man ihn nicht und wenn doch, dann hat man Glück gehabt. Das Leben hat also die Schnitzelmonologe geboren, damit es weiterfließen kann. Es muss fließen, denn ohne Fluss kein Muss. Monologe sind grässlich anzuhören, nicht aber zu lesen. Monologe sind eine Gefahr für jede gepflegte Unterhaltung. Aus diesem Grunde sind sie kurz gehalten und jeder Leser, jede Leserin darf sie beenden wann immer er oder sie es für nötig hält. Der Wille DaDa geschehe.

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Seitenzahl: 66

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Ich soll, nein ich darf, nein ich muss, dieses Buch widmen:

Edda, Wiphaphorn, Niccel, Emil, Ingo, Lobo, Thomas & Conny

allen DaDaisten

(fast) allen Fürthern

allen Donaldisten

allen Soulisten und Funkisten

allen Zappaisten

allen Menschen auf der Flucht

allen Künstlern

allen Musikern

allen Dichtern

allen Denkenden

allen Neugierigen

allen die mich unterstützt, befeuert,

und ermutigt haben also

allen Ungenannten

und natürlich meinen Inspiratoren

Kurt Schwitters& Max Ernst

(Hashtag Herzchen)

ein

sammel

surium

nicht

irritieren

lassen

es

beißt

nicht

will

nur

spielen

Wer ist eigentlich …

… dieser Rainer Kristuf? Dieser Dadaist des 21. Jahrhunderts. Dieser Meister Jeder oder Donaldoni. Auch unter dem Namen "Der Co." sprudelt er regelmäßig seine Gedanken bei „Radio Fürth“ heraus. Ist das einer, der zu spät gekommen ist? Einer, der sich vor 100 Jahren einfrieren liess und jetzt wieder zum Leben erweckt wurde? Ein Enkel des berühmten Kurt Schwitters oder ein Großneffe von Donald Duck? Oder gar ein Schüler des genialen Joseph Beuys, der ja den wunderbaren Satz prägte "Jeder Mensch ist ein Künstler".

Ein Künstler ist er. Von Kindesbeinen an. Das kann ich bezeugen, denn er ist mir in seinen Kindheitstagen fast täglich begegnet. Ein Dadaist ist er auch. Vielleicht auch, ohne es zu wissen, ein Surrealist. Eigentlich auch egal. Klar ist, dass er ein dickes Fell haben muss, so wie es auch die Dadaisten und Surrealisten vor 100 Jahren schon brauchten, ähnlich der berühmten Kaffeetasse der Meret Oppenheim.

Aber zurück zum kristuf'schen Fell. Das benötigt er, denn mit diesem Buch präsentiert er sich und seine Kunst denen da Draußen und da tummeln sich verdammt viele Nicht-Dadaisten, die seine Kunst nicht verstehen werden oder einfach nicht wollen, die sie zerfleischen, verreißen oder sogar seine Buchseiten zerreißen werden (was er vermutlich noch lustig fände!).

Er wird aber auch viele neue Fans seiner Kunst und seines Denkens finden.

Ein nicht zu bremsender Künstler ist er, ein geistreicher Provokateur, ein Spieler, ein Nonsens-Veranstalter, ein Quergeist, ein Verdreher, einer, der uns gern verwirrt und in die Irre führt und uns grinsend dort stehen lässt. Aber er ist auch einer, der einfach Spaß daran hat, mit Bild und Sprache zu spielen, der es auch beherrscht, sich selbst auf die Schippe zu nehmen.

Am besten halte ich Sie gar nicht länger auf. Lassen Sie sich jetzt einfach ein auf dadaistische und nichtdadaistische Gedichte, auf Texte und Bilder von Rainer Kristuf, dem "Hüter des Kunstfriedens von 1961", und lachen Sie dabei, nicken Sie, schütteln Sie den Kopf, ganz wie Sie wollen und wonach Ihnen gerade zumute ist.

Niccel Steinberger, Basel im Mai 2020

Inhaltsverzeichnis (zum Finden, Herausreißen und Markieren von Texten)

Der Autor erlaubt ausdrücklich!

Bild „Kau+ keine Zensur! Kau+ DaDa!“

An einen Zitronenbaum

Schnitzelmonologe (Urtext)

Fürth

Der Flieder

Bild „So ein Blödsinn!“

Einwortgedicht: Spinnen

Ich schwöre ]eine wahre Geschichte[

Biel

Kruzinulli

Einwortgedicht: Pfeifen

Der liebe Vogel

Bild „DaDa klebt und lebt“

Oh, Du mein Spargel

Bild „Seite 2 der Rosa Pferdekopfgeige“

Einwortgedicht: Erben

Schnitzelmonologe - Zu kurzes Gedicht für einen Podcast

Autobahn

Bild „Farbe färbt ab“

Missverständnis

Einwortgedicht: Feiern

Es geht auch ohne

Kannst Du?

Liebe Leserinnen und Leser

Bild „Selfie“

Einwortgedicht: Geißeln

Schaust

Kunst

Bild „Echtes Selfie ohne Grün“

Spar Gel!

Einwortgedicht: Reden

Schnitzelmonologe oder wie der Wirsing Fremdgänger wurde

Bild „Totem grüßt“

Was ist Wert?

Öpfung

Einwortgedicht: Reihen

Das Brezelbad

Bild „Face No. 7 sagt Hallo“

Wenn Ihr doch mal spönnet!

Einwortgedicht: Geigen

Bild „Zentralrat der Moinks“

Schnitzelmonologe oder die Klebekra+ der Gedanken

Rasta fahri

Einwortgedicht: Speisen

Bild „Würde ist antastbar“

Der Karl und die Ilse

Paddelbootverleih

Bild „Donald Drump“

Mein bester Freund

Einwortgedicht: Schleifen

Bild „Jeder ist DaDa – bewiesen!“

Neunundsechzig

Petersilie (eine Verschwörungstatsache)

Bild „DaDa Aufruf“

Einwortgedicht: Angeln

Klarsich&olie

Küssen

Bild „Rosa Pferdekopfgeige Titelbla,“

Einwortgedicht: Reifen

Duell-Denken

Ös

Lest! Lest um Euer Leben! (eine Wutrede)

Einwortgedicht: Schlangen

Bild „Face 29 meldet sich“

Einwortgedicht: Gurken

Seien Sie kein brauner Affe!

Bild „Sie dürfen auch mal klatschen“

HH oder die verfickte Seite 88

Einwortgedicht: Macht

Streitgespräch mit einem Galeristengänger

Bild „Armer Arm“

Schnitzelmonologe oder die Resilienz der Idioten

Einwortgedicht: Schaden

Bild „Face No. 12 blaues Ich“

Alan Kurdi oder die Sache mit dem Leben

Was tut man, wenn man nichts tut

Kleines Resümee

Eine sähr persönliche Linkliste

Inhaltsverzeichnis

Allerletzte Seite (Überraschung)

Hier sehen Sie ein klassisches Inhaltsverzeichnis. Das gehört sich so, sagen die einen, ich sage aber NEIN, ein Inhaltsverzeichnis darf aussehen wie es will, wie Sie wollen, wie irgendjemand es will. Es steht nicht unter Strafe, ist nicht verboten, in keinem Land dieser Welt, ein Inhaltsverzeichnis neu, also anders, anzuordnen. Alphabe’sch, nach Länge der Überschri+en, nach der Häufigkeit der Vokalansammlungen, nach Ihren Lieblingsseiten oder Lieblingsseitenzahlen, es ist egal, wurscht, gestalten Sie es neu. Einfach die beiden Seiten kopieren, zerschneiden (wie Sie wollen und meinen) und neu zusammenkleben. Sie wissen ja, DaDa klebt und lebt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und nun kommt noch eine letzte, allerletzte Seite.

Der Autor erlaubt ausdrücklich!

Man, also Jeder,

darf dieses Buch in das Bücherregal

stellen oder legen oder auch

quer auf anderen Büchern ablegen,

so diese keinen Einspruch erheben.

Ausdrücklich weist der Autor

darauf hin, es nicht in die

Mikrowelle zu legen, falls

es einmal aus Versehen in der

Badewanne genässt worden wäre.

Das Durchstreichen von

Textstellen ist ausdrücklich

erwünscht, ja sogar gefordert.

Auch das Hinzumalen von

Strichmännchen und Strichfrauchen

bedarf nicht der Zustimmung des

Autors. Der Autor liebt so etwas.

Recht- und Linksschreibfehler

dürfen Sie markieren,

durchstreichen, korrigieren auch

ausschneiden und einrahmen.

Rainer Kristuf, Hüter des Kunstfriedens von 1961, im Maien 2020

Meister Jeder „Kauft keine Zensur! Kauft DaDa!“ im Maien 2020

Zitat Meister Jeder (undatiert)

„Man kann über Zensur denken wie man will. Denn würde man sich einschränken im Denken, zensierte man sich ja schon bevor Zensur wirken kann. Das würde der Zensur aber nicht gerecht. Nur wo Zensur einen Platz hat, kann man sie boykottieren und sich stattdessen ein schönes Stück DaDa kaufen.“

An einen Zitronenbaum

(Anna Blume weiß wovon ich schreibe)

Oh, Du mein Zitronenbaum, du wahnsinniges Geschöpf aus dunkler Erde!

Baum, aum, Frucht, Blatt, Gelb, Weiß, Grün –

Sauer lieb ich Dir.

Sie kennen Dich nicht. Sie kennen nur Deine hübsche

Frucht. Sie schätzen Dich nicht. Der Saft Deiner Frucht, mir die Sinne raubt. Raubt mir die Sinne, des Tags und auch in der Nacht. Ich träume von Dir in süßesten Farben. Ich suche Dir auf jedem Feld und träne, wenn Dein treffliches Gelb, Weiß, Grün mir die Netze, die ich nach Dir werfe, nicht füllt mit Deinen gelben Früchten.

Liebster Zitronenbaum, Du liebst mich doch auch?

Wir beide, beide wir.

Baum, aum, Frucht, Blatt, Gelb, Weiß, Grün –

Sauer lieb ich Dir.

Wo bist Du?

Lass die Leute reden, kaufen, schenken, andere Pflanzen, andere Blumen. Sie sind blind.

Sie erkennen Deine Schönheit nicht.

Ich schon. Schon ich.

Die Tupfer,

ja, die Tupfer Deiner schönsten Bluse

machen mich ganz blusig.

Sie malen mir, sie malen mir ein Traum von Dir.

Wir beide, beide wir.

Gelb, Weiß, Grün - Sauer lieb ich Dir.

Zitronenbaum! Man kann Dich lesen:

z-i-t-r-o-n-e-n-b-a-u-m.

Du bist von allen Seiten gleich zu lesen.

Wir beide, beide wir.

Du kleidest mir mit Schönheit und Gelb, Weiß, Grün. Ich schmecke die Tupfer, ich schmecke Dir!

Ich bin verrückt nach Dir.

Und werde ich eintags die Erd besuchen, ich werde

wiederkommen, wiederkommen als Zitronenbaum und

neben Dir - Gelb, Weiß, Grün die Liebe leben. Eben!

Zitronenbaum, Du tupfest mir, ich liebe Dir!

Meister Jeder im späten Maien 2020

Schnitzelmonologe (Urtext)