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Wenn es eine Möglichkeit gäbe, für immer glücklich zu sein, würdest du sie ergreifen? Wie weit würdest du für ewiges Glück gehen? Und ist es das überhaupt wert? Geh ein Stück mit Dante und Amanda, hör ihnen zu und entscheide am Ende selbst.
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Seitenzahl: 27
Veröffentlichungsjahr: 2025
Content Notes
Tod
Trauerbewältigung
Depression
Suizidgedanken
Blut
Auf meiner Homepage findest du eine stets aktuelle Liste.
Für alle, die wissen, wie viel Mut es braucht, weiter zu atmen. Für die, die wissen, wie still ein Schrei sein kann. Und für die, die sich im künstlichen Licht wärmen, weil ihre Sonne hinter dunklen Wolken verloren scheint. Ihr seid nicht allein.
Kapitel 1: Grau in Grau
Kapitel 2: Ewiges Glück
»Wie geht es dir?«
Eine Brise trug die stehende, von der Sonne aufgeheizte Luft an Dante vorbei. Er kniff die Augen zusammen, und feiner Staub kitzelte ihm auf der Haut.
Er sah auf, schaute in Amandas funkelnde, dunkelgrüne Augen. Sein Herzschlag beschleunigte für wenige Schläge, trieb ihm ein lauwarmes Gefühl durch den Körper. Dann hielt er ihrem Blick nicht mehr stand – so voll Güte und Liebe. Er fixierte seine Füße, kickte einen kleinen Stein vor sich her.
Bei jedem Schritt knirschte der Kies unter seinen Gummisohlen. Ein winziges Steinchen war ihm hinten in den Schuh gefallen, irgendwie bei ihrem Spaziergang, pikste ihn immer wieder durch die Socke in die Ferse. Jedoch machte er keinerlei Anstalten, es zu entfernen. Oft, verdammt oft, war er mit Amanda hier spazieren gegangen und ein jedes Mal hatte er sich ein solchen Steinchen eingefangen.
»Dante? Ignorierst du mich?«
Im Augenwinkel sah er, wie sie den Kopf schief legte. Zur Antwort schüttelte er den Kopf.
»Dann sag, wie geht es dir?«
»Joah…«, kam es ihm über die Lippen und er zuckte mit den Schultern.
»Das ist doch keine Antwort!« Amanda lachte laut los, ein etwas überdrehtes Lachen, doch ehrlich.
Dante sah auf. Der Horizont brannte, ein Farbspiel aus Rottönen. Die Sonne verabschiedete sich pompös und machte Platz für die Nacht. Es sah aus, als schaute er durch ein trübes Kaminfenster auf ein prasselndes Feuer. Einzig schleierhafte Wolkenfetzen durchschnitten mit einem dunklen Lila den Anblick. Eine kühlere Brise strich ihm durchs Haar.
Er biss sich leicht in die Unterlippe und zog mit den Zähnen spröde Haut ab. Wieder und wieder und wieder. Bis sich ein kupferner Geschmack auf seine Zungenspitze legte. Hastig presste er sich den Handrücken auf den Mund.
»Warum machst du das immer?« Es klang viel mehr nach einem Vorwurf als nach einer Frage.
Ein Flimmern baute sich in seiner Magengegend auf, jagte ihm ein nervöses Zittern durch den Körper.
Schwer atmete Dante durch. »Weiß nicht …«
Er sah zu Amanda. Sie schlenderte neben ihm her, den Kopf in den Nacken gelegt, den Blick in den Himmel gerichtet.
»Würdest du auch gerne fliegen können? Frei sein, wie es die Vögel sind, überall hinreisen, wohin es die Lust verschlägt. Sag, würdest du?« Aus dem Augenwinkel schaute sie zu ihm.
»Ich träume manchmal, ich könnte sehr hoch springen«, antwortete Dante und kratzte sich am Hinterkopf. »Das macht am Anfang Spaß, der Wind in den Haaren, die Aussicht und alles. Bis ich zu hoch springe. Dann ergreift mich die Panik.«
»Es ist nicht wie fliegen können, aber es ist ein Anfang.« Sie grinste ihn an und richtet ihren Blick wieder gen Himmel.
