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Die attraktive Sabrina Delius steht vor ihrem 40. Geburtstag, Anlass für sie, über ihr bisheriges Leben nachzudenken. Sie hat nicht nur eine fantastische Figur, sie ist auch eine toughe Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Beruflich sowie in ihrem Privatleben läuft alles bestens. Trotzdem bleibt es ihr nicht erspart, auch einige aufregende Abenteuer zu überstehen. Sexuell steht sie auf wesentlich ältere, noch gutaussehende Männer, die es verstehen, ihre erotischen Sehnsüchte zu stillen und für die ihre hervorstechenden weiblichen Formen unwiderstehlich sind. Erotik ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen zwischen den Partnern. Nach diesem Motto lebt sie und ist bisher noch nicht enttäuscht worden. Besonders der Freiherr von Dombrowski hat es ihr angetan, der mit seinen schneeweißen welligen Haaren und seinem fein gekräuselten grau-weißen Backenbart, seinen buschigen noch dunklen Augenbrauen über wasserblauen, stechenden, alles durchdringend scheinenden Augen eine imposante und eindrucksvolle Erscheinung ist. Trotzdem sie sich anderen erotischen Beziehungen nicht verschließt, wird ihr besonders während eines Erlebnisses in ihrem neuen Lebensabschnitt klar, wie sehr sie sich bereits mit ihm verbunden fühlt.
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Seitenzahl: 482
Veröffentlichungsjahr: 2022
Der Tag brach an, ein grauer und trüber Tag, der nur von den weißen Schneeflächen ein wenig erhellt wurde, die hinter den dicht beschlagenen Scheiben des Zuges vorbeihuschten. Es war schon spät am Morgen und es zeichnete sich ab, der Tag würde auch weiterhin so trüb bleiben, wie er gerade begonnen hatte. Der Zug eilte durch die tief verschneiten Landschaften. Es war der ICE von München nach Berlin, der an diesem kalten Januarmorgen eine äußerst attraktiv aussehende Frau in den mittleren Jahren zurück in ihre Heimat bringen sollte. Es war Sabrina Delius, die verträumt aus dem Zugfenster blickte, aber nicht wirklich etwas von der trostlos anzuschauenden Winterlandschaft gewahrte. Sie nahm keinen Anteil an der tristen, verschneiten und kalten Landschaft dieses Wintertages. Sie fühlte sich im Inneren des warmen Zuges wohl, der an diesem Morgen nur mit wenigen Reisenden besetzt war, und schaute gedankenverloren in die Ferne. Dabei konnte sie in sich gehen und träumen und dabei die Erlebnisse der vergangenen Zeit Revue passieren lassen.
In den letzten zwei Monaten war sehr viel passiert, das das Leben der jungen Frau wohl ziemlich verändern sollte. Seit dem denkwürdigen Tag im November, als sie von ihren beiden Bekannten, Dr. Wendt und Dr. Schaffrath, in diesen außergewöhnlichen Klub aufgenommen wurde, hatte sie die beiden Männer nur noch gelegentlich zu Gesicht bekommen. Sie hatte viel zu arbeiten und sich dabei auch einigen Ärger mit ihrem Arbeitgeber eingefangen. Wahrscheinlich hatte sie sich zu viel zugemutet und dazu kam dann noch, dass sie dem Herrn Blomberg, einem guten Bekannten des Dr. Wendt und zwischenzeitlich auch Mitglied in diesem Klub, dem auch sie seit kurzem angehörte, versprochen hatte, bei der Planung und Projektierung eines bedeutend angelegten Tourismusprojektes mitzuhelfen. Aber manchmal kommt es eben im Leben so, dass sich letztendlich gute Dinge aus vorerst negativen Situationen heraus entwickeln. In diesem Fall schien es genau so gewesen zu sein. Nachdem Sabrina dem Herrn Blomberg, der in der Tourismusbranche eine gewichtige Rolle spielte, von ihrem Ärger berichtet hatte, ließ dieser seine weiträumigen Beziehungen spielen und schon eine Woche später bot er der jungen Frau an, sich selbstständig zu machen und bei ihm mitzuarbeiten.
Anfängliche Skepsis war bei der jungen Frau sofort verflogen, als sie sich sein Angebot genauer betrachtete, da sie in Zukunft als geschäftsführende Assistentin in seinem Unternehmen eingesetzt wurde und langfristig darauf hinarbeiten sollte, nach dem Ablauf von etwa zwei Jahren seine Position völlig zu übernehmen, da er vorhatte sich allmählich aus dem Arbeitsleben zurückzuziehen. Das war natürlich ein verlockendes Angebot, das sie nicht abschlagen konnte. Sie war selbstständig, konnte sich ihre Arbeit noch besser einteilen als bisher, war nur für eine eng begrenzte Region verantwortlich und keinem Menschen weiter als diesem Herrn Blomberg, der sie über alles schätzte, untergeben.
Der Zug eilte dahin durch die kalte Winterlandschaft und brachte Sabrina ihrer Heimat immer näher. Sie musste bis Erfurt fahren. Dort war sie mit Herrn Blomberg verabredet, der ihr versprochen hatte, sie vom Bahnhof abzuholen. Er war es auch, der letztendlich alles in die Wege geleitet hatte, dass ihre Herauslösung aus ihrem bisherigen Unternehmen komplikationslos geschehen konnte. Mit diesem Herrn Blomberg verband sie eine tiefgehende Freundschaft mit verschiedenen reizvollen und angenehm im Gedächtnis haftenden Erinnerungen. Vor allem waren es aufregend erotische Rückblicke, die ihr in den Sinn kamen, wenn sie an diesen Herrn dachte. Jetzt hatte sie ihm vielleicht noch eine unbeschwerte Zukunft zu verdanken, vorausgesetzt es entwickelte sich auch weiterhin alles so gut, wie es sich bisher anschaute.
Die junge Frau, die während der Fahrt teilnahmslos aus dem Zugfenster blickte, erinnerte sich daran, dass sie kurz nach dem Vertragsabschluss im Dezember nach München aufbrach, um bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber noch alles Wichtige abzuklären. Sie hatte sich dabei entschlossen das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, indem sie die letzte Hälfte der Adventszeit sowie über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel in München blieb, wo sie von früher her noch einige Freunde kannte. Hier hatte sie dann während der gesamten Zeit bei Verena Stegenbaum gewohnt, einer ehemaligen Kollegin, die damals als Volontärin beschäftigt war, als sie noch in der Redaktion arbeitete. Mit ihr und den anderen Freunden ihres späteren Münchner Tätigkeitskreises in der Tourismusbranche hatte sie seit langem wieder eine unbeschwerte Zeit, mit harmonischen Weihnachtstagen und einem faszinierenden und amüsanten Jahreswechsel erleben können.
Diese Verena war etwa vier Jahre jünger als sie und hatte ihr erzählt, dass sie, nachdem Sabrina damals weggegangen war, aus der Redaktion herausgeschmissen wurde, wegen unzüchtigen Privatlebens, wie ihr der Chef vorwarf. Der eigentliche Grund war aber ein ganz anderer. Nachdem Sabrina die Redaktion verlassen hatte, kam kurze Zeit später ein neuer Chef, ein arroganter, selbstsüchtiger Typ, der meinte, nur mit dem Finger schnipsen zu müssen, und alle Frauen würden bei ihm Schlange stehen. Ziemlich schnell hatte er bei der sehr attraktiv aussehenden Verena versucht anzukommen, aber diese wollte von ihm nichts wissen und gab ihm das auch behutsam, aber deutlich kund. Von einer Frau eine Abfuhr zu erhalten, das war ihm nicht in die Wiege gelegt worden, damit konnte er nicht umgehen. So versuchte er sie zunächst ein wenig zu schikanieren, aber sie machte ihre Arbeit tadellos, sodass sie ihm kaum eine Angriffsfläche bot. Da ließ er sich eine Hinterhältigkeit einfallen.
Durch einen Zufall erfuhr er von einem Kollegen, der mit Verena befreundet war und auch darüber, dass sie mit ihm mal eine kurze Affäre hatte. Diesen bestach er mit einem leitenden Posten in der Redaktion und dafür sollte er sich wieder an Verena heranmachen. Diesem Freund fiel es nicht schwer, Verena wieder für sich zu interessieren, da sie noch immer etwas für ihn empfand und es war daher nur eine Frage der Zeit, bis Verena mit ihm eine stürmische, ungehemmte Nacht verbrachte. Doch kaum eine Woche später wurde sie zu ihrem Chef ins Büro bestellt und dieser unterbreitete ihr, dass er so eine Person wie sie in seinem Team nicht weiter beschäftigen könne. Auch wenn er gerne ein Auge zudrücken würde, aber das gesamte Kollegium wäre über ihr unzüchtiges Privatleben erzürnt und hätte ihn aus diesem Grund gebeten, sie anderswohin zu versetzen.
Verena war wie vor den Kopf gestoßen und wusste zunächst nicht, was er eigentlich von ihr wolle. Ihr fehlten die Worte über eine derartige Unterstellung. Doch bevor sie eine Frage stellen konnte, drehte er lässig mit zwei Fingern seinen Bildschirm um und blickte ihr mit boshaft höhnischer Genugtuung fest in die Augen. Darauf war ein Bild von ihr, auf dem sie splitternackt posierend zu erkennen war. Wie ein Blitz durchzuckte es sie in diesem Augenblick. Was war das? Sie konnte für den Moment nicht glauben, was hier geschah. Zunächst dachte sie, es handele sich um eine Fotomontage, doch bald darauf konnte sie an einem eindeutigen Detail erkennen, dass dieses Bild aufgenommen wurde, als sie vor ein paar Tagen mit ihrem Kollegen intim zusammen war. Sie konnte nicht begreifen, was sie da sah. Sie starrte auf den Bildschirm und war keines Wortes mächtig.
Ihr Chef, der sie die ganze Zeit mit hämischem Triumph in den Augen beobachtet hatte, ergriff schließlich das Wort und meinte, dass es noch mehr solcher Bilder gäbe und sogar ein Video. Aufgrund dieser anstößigen Tatsache müsste sie doch wohl das nötige Einsehen haben, dass sie dem ganzen Team nur Schaden zufügen würde, wenn er sie weiter dort beschäftigte.
Verena verstand allmählich die Zusammenhänge und die perfiden Machenschaften ihres Chefs und natürlich auch ihres angeblichen Freundes. Als sie sich schließlich ein wenig gefangen hatte, erklärte sie mit sofortiger Wirkung ihre Kündigung.
Verena war eine bildhübsche Frau, schlank mit dunklen, lockigen Haaren, einer ebenso atemberaubenden Figur wie Sabrina und immer lustig und gut gelaunt. Diese schlimme Erfahrung hatte ihrem Leben eine gewisse Wende gegeben, wie sie Sabrina erzählte. Mit Erotik und Sex hatte sie bisher noch nie ein Problem gehabt. Dieses Erlebnis hatte sie jedoch für die Zukunft gebrandmarkt. Zunächst wollte sie mit Männern nichts mehr zu tun haben, und das wäre vielleicht für immer so geblieben, wenn da nicht eine Freundin in München gewesen wäre, der sie sich anvertraut hatte. Diese riet ihr damals gerade heraus sich diesem Problem zu stellen. Die Freundin arbeitete in einer noblen Escort-Agentur. Sie überredete Verena dazu, dort mit einzusteigen und da könnte sie sich die Männer nach ihren Wünschen aussuchen. Viel Geld war ebenfalls damit zu verdienen. Ohne lange nachzudenken, folgte sie dieser Empfehlung, an die sie auch später immer wieder mit Vergnügen zurückdachte. So begleitete sie ein paar Jahre lang oftmals sehr reiche Männer und erfüllte all ihre Wünsche. Sie hat diese Entscheidung niemals bereut und die Erfahrungen, die sie während dieser Zeit gemacht hatte, halfen ihr, ihr Leben nach diesem demütigenden Erlebnis in der Redaktion wieder voll in den Griff zu bekommen. Vor allem ihr sexuelles Leben konnte sie danach mit befriedigender Erfüllung praktizieren.
Als Sabrina ihr einmal beiläufig von sich und der Bewältigung ihrer Probleme erzählte, und dabei erwähnte, dass sie sich sexuell nur noch zu älteren Männern hingezogen fühlte, lächelte Verena nur verständnisvoll und meinte, dass sie das gut nachvollziehen könne. Auch sie hat sich nach diesem Missgeschick in der Redaktion nur noch für ältere Männer interessiert und sie habe dabei niemals das Gefühl erleben müssen, dass sie sexuell ausgenutzt würde. Diese Männer haben sie all ihre Fantasien ausleben lassen und waren dabei äußerst gefühlvoll und behutsam. Sie haben ihr jedes Mal all das an Befriedigung wiedergegeben, was sie vorher von ihr eingefordert hatten. Sie beschrieb das mit den Worten, dass sie dabei immer die pure Erotik erleben konnte.
Der Zug brauste noch immer durch die tief verschneite Landschaft. Einmal hatte er kurz gehalten. Sabrina wusste nicht mehr, wo das war. Sie hatte es auch nur wie im Unterbewusstsein wahrgenommen. Zu stark war sie damit beschäftigt ihren Gedanken nachzugehen. Jetzt wo sie an die Worte ihrer Freundin dachte, flog ein leicht beruhigendes Lächeln über ihre Mundwinkel. Sie fühlte ebenso wie diese Verena.
In diesen Augenblicken fiel Sabrina wieder der Herr Blomberg ein. Insbesondere musste sie an all die Begebenheiten denken, wie sie ihn damals bei Dr. Wendt kennengelernt hatte und wie sie später dann drei Tage bei ihm gewohnt hatte, als sie zu einer Konferenz in seinem Wohnort weilte. Er war ein sehr charmanter Mensch, nur manchmal ein wenig besitzergreifend. Aber das sollte auf keinen Fall als Makel zu verstehen sein. Er war von der ersten Minute an, als er sie zum ersten Mal gesehen hatte, völlig auf sie abgefahren und wusste genau, was er wolle. Eigentlich war sie es ja, die es ihm am Anfang leicht gemacht hatte, ihn zu verführen, und nachdem er das einmal ausgekostet hatte, war er kaum noch zu bremsen. Sie stellte sich seine dicken Finger vor und lächelte genüsslich bei diesem Gedanken. In Zukunft wird sie öfters mit ihm zu tun haben. Er ist ja jetzt ihr Chef. Auch wenn sie in Zukunft die meiste Zeit weiterhin von zu Hause aus arbeiten kann, beziehungsweise unterwegs sein wird, wird sicherlich die eine oder andere Gelegenheit zu reizvollen erotischen Zusammentreffen nicht ausbleiben. Sie freute sich bei diesem Gedanken. Auch hier ist wieder das Nützliche mit dem Angenehmen eng verbunden.
Beinahe wären Sabrina die Augen zugefallen, so tief war sie mit ihren Gedanken beschäftigt. Aber eine Ansage im Zugfunk ließ sie wieder zu sich kommen und aufhorchen. Es wurde durchgegeben, dass bis zum nächsten Halt, und das wäre dann in Erfurt, es noch gut eine Stunde ist. Da die Müdigkeit die junge Frau in zunehmendem Maße in Besitz nahm, entschloss sie sich, vor der Ankunft schnell noch in das Bordrestaurant zu gehen, um einen Kaffee zu trinken. Sie griff nach ihrer Umhängetasche und begab sich in das Abteil mit dem Restaurant, das gleich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Sitzplatz lag. Sie nahm Platz, bestellte einen Kaffee und schaute sich gelangweilt nach den wenigen anderen Fahrgästen um, die meist in einer Zeitung blätterten oder mit ihrem Smartphone oder Tablet-PC beschäftigt waren, während sie ihr Frühstück zu sich nahmen.
Nach wenigen Minuten jedoch bemerkte Sabrina, dass sie bei einem Fahrgast das Interesse geweckt haben musste. Er war der Einzige, der sich mit nichts anderem beschäftigte, als mit belanglosem Schauen während er ab und zu an einem Getränk nippte. Seine Aufmerksamkeit war gestiegen, als die junge Frau das Abteil betrat. Mit verständlichem Wohlwollen richtete er seine Blicke des Öfteren in ihre Richtung. Sabrina spürte ohne ihren Kopf zu wenden, dass sie beobachtet wurde. Als sie ganz plötzlich zu ihm hinsah, nickte er ihr freundlich lächelnd zu und machte eine Gestik der Bewunderung. Wahrscheinlich war ihm sofort die anmutige Figur der jungen Frau aufgefallen und er war davon beeindruckt. Sabrina nickte kurz zurück, lächelte auch ein wenig und betrachtete sich den Mann genauer, ohne ihn direkt anzublicken. Er war dunkelhäutig und seine sehr kurz geschorenen Haare waren schon grau, was einmal auf eine afrikanische Abstammung schließen ließ und zum anderen, dass er sich bereits in einem reiferen Alter befinden musste.
Noch bevor die junge Frau ihren Kaffee ausgetrunken hatte, erhob sich der Fahrgast unverhofft, trat ein paar Schritte vor sie hin und sprach sie mit wohlklingender sonorer Stimme und einem ausgezeichneten Deutsch, in dem ein leichter französischer Dialekt mitschwang, an: „Verzeihen Sie Madame, ich möchte nicht aufdringlich erscheinen, aber Sie sind mir schon in München auf dem Bahnhof aufgefallen, als Sie den Zug bestiegen. Fahren Sie zufällig auch bis nach Berlin?“ Er machte eine Pause und wirkte plötzlich ein wenig unbeholfen. Schnell fügte er noch hinzu: „Ich würde mich nur gern ein bisschen unterhalten wollen. Wenn Sie es aber als störend empfinden und lieber für sich sein wollen, sagen sie es. Ich wäre Ihnen nicht böse.“
Sabrina musste darüber schmunzeln, wie er sich förmlich verbog, um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Ihr war noch unklar, ob er nur auf Flirten aus war, oder tatsächlich jemanden zum Unterhalten suchte. Aber ihr war auch genau bewusst, welche Ausstrahlung sie auf Männer besaß, und nahm daher zunächst Ersteres an. Eine ganze Weile sagte sie nichts, schaute den Fahrgast nur in seine aus dem dunklen Gesicht hell strahlenden, freundlich blickenden Augen, in denen sie jedoch nichts Anstößiges erkennen konnte. Dann endlich antwortete sie lächelnd, indem sie ihren Kopf ein wenig zur Seite neigte: „Nein, ich habe absolut gar nichts gegen eine Unterhaltung. Im Gegenteil, da werde ich wieder munter. Ich bin in meinem Abteil vorhin fast eingeschlafen und daher hierhergekommen, um einen Kaffee zu trinken.“ Nach einer kurzen Pause sagte sie etwas unentschlossen: „Nehmen Sie doch Platz, da können wir uns ein wenig unterhalten“, und wies mit der Hand auf den gegenüberliegenden Sitz.
Freundlich lächelnd bedankte sich der nette Fahrgast und wollte sich gerade setzen, als er jedoch noch einmal zurückzuckte und sich vorstellte: „Entschuldigen Sie, mein Name ist Ndeboah, Jean-Paul Ndeboah.“ Dann nickte er, machte eine etwas scheu wirkende Verbeugung und setzte sich auf den Platz der jungen Frau gegenüber.
Sabrina konnte jetzt genau spüren, dass ihm die Situation plötzlich ein wenig peinlich war. Wahrscheinlich hatte er sich ein wenig zu viel zugemutet, die hübsche Frau so spontan anzusprechen. Um die Sachlage ein bisschen zu entspannen, lachte sie ihn entgegenkommend an und sagte freundlich: „Sehr angenehm, mein Name ist Sabrina Delius. Aber ich habe Ihnen Ihre Frage von eben noch nicht beantwortet. Nein, ich fahre nicht nach Berlin, ich steige in Erfurt aus.“ Dazu machte sie ein Gesicht, als würde es ihr leidtun.
Ihr Gegenüber zeigte daraufhin ebenfalls einen bedrückten Gesichtsausdruck und sprach: „Oh, dann wird es nur eine kurze Unterhaltung – schade. Haben Sie beruflich in Erfurt zu tun?“
„Das kann man so sagen. Genau gesagt, nicht direkt in Erfurt, ich fahre dann noch weiter in eine kleinere Stadt. Und Sie wollen sicherlich nach Berlin, auch beruflich?“
Er lehnte sich in den Sessel, zeigte mit breitem Lachen seine weißen Zähne und antwortete: „Nein, der Besuch in Berlin ist privat. Ich besuche dort meinen Sohn, der in der französischen Botschaft arbeitet. Ich habe ihn lange nicht mehr gesehen, denn ich arbeite mal hier, mal dort. Ich bin Teamleiter in einem Unternehmen, das überall in Europa Messen aufbaut. Dadurch bin ich ständig unterwegs. Jetzt habe ich aber ein paar Tage frei. Da besuche ich meinen Sohn in Berlin, dann fahre ich kurz nach Paris zum Rest meiner Familie und Ende des Monats bin ich schon wieder in Wien, um erneut eine Messe aufzubauen.“
Die junge Frau hörte aufmerksam zu, und nachdem er zu Ende gesprochen hatte, fragte sie interessiert: „Sie leben in Paris?“
„Ja, zusammen mit meiner Familie, zwei Töchter und meiner Frau. Schon seit zwölf Jahren.“
„Und woher können Sie so gut Deutsch, wenn ich das fragen darf?“
Er lachte wieder, seine Zähne zeigend, indem er erklärte: „Ich habe vorher fünf Jahre in Berlin gelebt. Ich arbeitete dort in einer Baufirma, die aber dann insolvent wurde und ich bekam in Frankreich meinen jetzigen Job. Da ich französischer Staatsbürger bin, war das für mich die beste Lösung. Ich ging nach Frankreich und mein Sohn nach Deutschland, allerdings in die Botschaft. Eigentlich stamme ich aus Westafrika, Côte d’Ivoire, also der Elfenbeinküste. Als kleiner Junge mit zehn Jahren bin ich 1965 mit meiner Mutter nach Frankreich gekommen.“
Ein leichtes Lächeln huschte über Sabrinas Gesicht, denn schnell hatte sie überschlagen, dass er sodann 57 Jahre alt sein müsste. Gerade als sie etwas sagen wollte, fragte ihr Gegenüber: „Verraten Sie mir auch, was Sie geschäftlich in Erfurt machen und wo Ihre Familie lebt?“
Sie schaute ihn zunächst etwas nachdenklich an, bevor sie sagte: „Ich habe keine Familie.“ Danach machte sie eine kleine Pause und antwortete weiter: „Ich bin in der Tourismusbranche tätig. Bisher war ich für die Logistik in dem Bereich ökologischer Tourismus verantwortlich. Seit kurzem bin ich aber ins Management aufgestiegen und bin jetzt mit verantwortlich für ein großes Projekt, das hier in der Region entstehen soll.“
Ein erstaunter Blick war die Reaktion ihres Gesprächspartners, als er das von Sabrina hörte. Nachdenklich lächelte er nach diesen eindrucksvollen Erkenntnissen. Hatte er die junge Frau etwa anders eingeschätzt? Vielleicht war er erstaunt darüber, einer Frau gegenüberzusitzen, die so einen bedeutenden Posten ausübte. War er so etwas womöglich nicht gewöhnt? Nach einer erneuten kurzen Pause des Überlegens fragte er sie etwas unsicher: „Gewiss kommen Sie da auch allerhand herum?“
Sabrina spürte eine gewisse Befangenheit bei ihrem Gegenüber und versuchte das Ganze etwas zu entschärfen, indem sie sagte. „Aber nicht so viel wie Sie. Das ist ein Beruf wie viele andere auch. Ich sehe da nichts Besonderes dran. Jeder ist für irgendetwas bestimmt, das er ausführt. Die meiste Arbeit bei mir vollzieht sich am Schreibtisch, besser gesagt am PC, ein großer Teil sind zahllose Telefonate führen und der Rest setzt sich zusammen aus Sitzungen, Gesprächen und ab und zu muss ich vor Ort sein bei der Entstehung des Projektes. Aber es ist ein interessanter Job.“
Für einen Moment lang schien es, als fehlten ihm die Worte, doch dann meinte er lächelnd: „Da kann ich Ihnen etwas berichten, das für Sie vielleicht von Interesse sein könnte. Anfang Februar wird in Wien so eine Art Tourismusmesse eröffnet. Die baue ich nämlich mit meinen Leuten auf. Deswegen bin ich auch bald wieder in Wien, wie ich Ihnen vorhin schon sagte.“
Bei dieser Information schaute die junge Frau ihren Gegenüber aufmerksam und fragend an und fragte: „Eine Tourismusmesse in Wien? Davon weiß ich allerdings nichts.“
Ihr Gesprächspartner wiegte etwas den Kopf hin und her und zwinkerte, als er sagte: „Na ja, offiziell ist es eine Messe für spezielle touristische Einrichtungen. Aber eine ähnliche Messe kenne ich von Barcelona. Die durfte dann dort nicht mehr abgehalten werden und es wurde überlegt, sie in eines der osteuropäischen Länder zu verlegen. Jetzt bot sich Wien an. Der Hintergrund ist ... ich weiß jetzt nicht, wie ich Ihnen das sagen soll …, dass der größte Teil dieser angeblichen Tourismusmesse sich auf erotische Aménagements und Etablissements bezieht. Also im Prinzip ist es eine Messe für erotischen Tourismus.“ Er schaute dabei Sabrina direkt in die Augen, um ihre Reaktion zu spüren und fügte dann noch mit entgegenkommendem Verständnis hinzu: „Aus diesem Grund haben Sie sicherlich auch noch nichts darüber gehört.“
Jetzt begann in der jungen Frau ihre Schalkhaftigkeit allmählich die Oberhand zu gewinnen, mit der sie so manches Mal mit den Männern ihres Bekanntenkreises gespielt hatte, und mit schelmischem Lächeln, das ihr hübsches Gesicht in diesem Moment noch bezaubernder erscheinen ließ, sagte sie ziemlich spitzbübisch: „Ach Sie glauben, solche Dinge sind mir fremd! Mein Interessensspektrum ist ziemlich groß und auch so ein Ereignis würde ich nicht ignorieren.“
Wenn ihr Gegenüber eine weiße Hautfarbe gehabt hätte, wäre Sabrina in diesem Moment sicherlich die aufsteigende Röte darin nicht entgangen, sollte er nicht völlig abgebrüht gewesen sein. Solch einen Eindruck machte er zumindest auf die junge Frau, als er verlegen mit den Händen gestikulierte und abschlägig seinen Kopf schüttelte, ehe er sich förmlich entschuldigte: „Verzeihen Sie bitte Madame, so habe ich das nicht gemeint. Aber ich wollte Ihnen mit so einem Thema nicht zu nahe treten. Denken Sie bitte nichts Falsches ….“
Hier unterbrach ihn Sabrina, indem sie freundlich abwinkte und sagte: „Sie haben gar keinen Grund sich zu entschuldigen. Sie waren ein sehr angenehmer Gesprächspartner. Schade, dass wir uns nicht schon eher begegnet sind. Aber die Zeit ist jetzt so schnell vergangen und ich sehe, dass wir in wenigen Minuten in Erfurt sind, wo ich aussteigen werde. Ich muss noch meine Sachen in meinem Abteil holen.“ Damit erhob sie sich und reichte ihrem Gesprächspartner die Hand, die dieser beherzt entgegennahm, aufsprang und ihr lange die Hand drückte mit den Worten: „Auch ich möchte Ihnen für das äußerst nette Gespräch danken und auch dafür, dass Sie mich nicht für aufdringlich gehalten haben.“
Als Sabrina sich umwandte, um das Bordrestaurant zu verlassen, hielt sie für einen Moment inne, drehte sich noch einmal ihrem Gesprächspartner zu und fragte ihn: „Wann sagten Sie ist diese Messe in Wien?“
Erstaunt blickte er die junge Frau an und antwortete: „Vom 5. Bis 11. Februar. Wollen Sie tatsächlich dahinfahren?“
„Ich versuche es jedenfalls einzurichten. Versprechen kann ich es nicht. Aber es würde mich sehr interessieren.“ Dabei lächelte sie ihm vielsagend zu. Danach drehte sie sich um und ging in ihr Abteil.
Der Zug fuhr schon bedeutend langsamer und durch das Fenster konnte Sabrina an den Gleisanlagen erkennen, dass er den Bahnhof in den nächsten Minuten erreicht haben wird. Die junge Frau zog sich ihren Pelzmantel über, band sich einen dicken, langen türkisfarbenen Schal um den Hals, griff nach ihrem schwarzen Trolley und begab sich in dem Moment an die Tür, als der Zug im Bahnhof mit quietschenden Geräuschen hielt. Sie stieg aus, und als sie sich nach ihrem Trolley umdrehte, hatte ihr freundlicher Gesprächspartner von vorhin diesen schon ergriffen und reichte ihn der jungen Frau auf den Bahnsteig heraus mit den Worten: „Falls Sie nach Wien kommen sollten, würde ich mich sehr freuen Sie wiederzusehen. Fragen Sie am Messegelände bei der Kundenrezeption nach mir. Au revoir!“ Damit drückte er ihr noch eilends eine Visitenkarte in die Hand.
Gerührt blieb Sabrina kurz stehen, nahm die Visitenkarte und winkte ihrem netten Gesprächspartner freundlich zu. „Ich werde mich bemühen, es möglich zu machen, vielen Dank.“ Dann warf sie einen kurzen Blick darauf und las:Jean-Paul Ndeboah, Entreprise de construction expositions européennes. Damit drehte sie sich um und verschwand in einer Ansammlung von Menschen, die hier in den Zug steigen wollten, den Trolley hinter sich herziehend, über den Bahnsteig davon.
Noch bevor Sabrina die Bahnhofshalle erreicht hatte, kam ihr bereits Herr Blomberg eilends auf dem Bahnsteig entgegen. Von weitem musste er sie schon entdeckt haben und drängte sich durch die Menschenansammlung, die hier auf ihre Züge wartete. Freudig streckte er ihr beide Hände entgegen und umarmte sie dann, wobei er ihr schmeichelnd ins Ohr säuselte: „Wie ich mich freue, Sie wiederzusehen. Hatten Sie eine angenehme Fahrt?“ Dabei streichelte er ihr mehrmals zärtlich über die Schultern und den Rücken.
„Danke der Nachfrage. Die Fahrt war zunächst etwas trostlos. Doch dann habe ich einen netten Gesprächspartner gefunden und die Zeit verging wie im Flug.“ Dabei zog Sabrina die Visitenkarte aus ihrer Manteltasche, öffnete ihre Umhängetasche, um sie danach sicher darin zu verstauen.
Herr Blomberg zog verwirrt die Stirn etwas kraus und antwortete: „So, so, ein netter Gesprächspartner.“ Dabei betonte er das letzte Wort ganz besonders und lächelte Sabrina fragwürdig an.
Sabrina stutzte etwas über diese merkwürdige Reaktion und sofort schoss es ihr durch den Kopf: Na, er wird doch nicht wieder seine besitzergreifende Ader heraushängen lassen. Dann lächelte sie nur beschwingt und mit einem überzeugenden Ausdruck sagte sie darauf: „Damit werden Sie ja wohl bestimmt kein Problem haben, Herr Blomberg. Sie haben mich doch jetzt auf der sicheren Seite.“
Er strahlte sie belustigt an und antwortete nur kurz: „Meine schöne Sabrina, ich liebe Ihre Spitzfindigkeiten.“
Die junge Frau konnte es sich nicht verkneifen hier etwas sarkastisch nachzufragen: „So, wirklich nur die?“ Dabei warf sie ihm einen vielsagenden Blick zu.
Er nahm ihren Trolley in die eine Hand, legte die andere um sie und antwortete hierauf ein wenig verlegen: „Jetzt kommen Sie aber, Sie machen mich schon nach den ersten Minuten unseres Wiedersehens ganz konfus.“ So gingen beide lachend durch die Bahnhofshalle.
Kurz vor der Ausgangstür bat Blomberg die junge Frau: „Ich habe mein Auto direkt vor der Tür stehen. Wir müssen uns beeilen, einmal, weil ich nur in der Jacke hier bin und mir langsam kalt wird, zum anderen könnte es sein, dass eine Politesse auf meinen Wagen aufmerksam geworden ist. Ich stehe nämlich im Halteverbot.“
Die beiden Personen eilten zu dem vor der Bahnhofshalle abgestellten Auto, und Blomberg packte den Trolley in den Kofferraum. Sabrina zog ihren Mantel aus, warf ihn auf den Rücksitz und stieg danach ein. Anschließend fuhren die beiden davon in Richtung Heimatort des Herrn Blomberg.
Eine gute Stunde brauchten sie durch die Stadt und die dahinter liegende winterliche Landschaft, um zu dem schicken Anwesen Blombergs zu gelangen. Die Spitzen der hohen Fichten, hinter denen sich das prächtige Gebäude versteckte und auch die der edlen Koniferen vor dem Haus waren in Schnee eingehüllt. Bis in die letzte Nacht hinein musste es hier geschneit haben. Hin und wieder rieselte es von den Bäumen Schneefahnen herab, wenn der Wind zwischen die Zweige fuhr, die dann wie dünne weiße Schleier vorbeizogen. Während der gesamten Fahrt unterrichtete Blomberg die junge Frau über die verschiedensten Dinge, die zukünftig auf sie zukommen würden. Sie beobachtete dabei von der Seite ihren neuen Chef, der für sein Alter noch ziemlich unverbraucht aussah und auch sonst noch sehr rüstig war. Seine rahmenlose Brille gab ihm nach außen ein strenges Aussehen. Seine weißen Haare waren kurz geschnitten und glatt zurückgekämmt und er spiegelte in seinem dunkelgrauen Anzug mit zweifarbigem Schlips einen typischen Geschäftsmann wider. Sein Gesicht war noch straff und fast faltenlos. Seine dicken Finger, die das Lenkrad umfasst hielten, waren sauber gepflegt und machten einen weichen, geschmeidigen Eindruck. Er sprach die ganze Zeit auf sie ein, und wenn er sie anschaute, spürte sie in seinem Blick eine gewisse durchdringende Begehrlichkeit. Das unterstrich er auch noch kräftig, indem er ab und zu sagte: „Das wird schon alles werden“, und dabei tätschelte er ihr die Knie oder fuhr mit seinen Händen über ihre straffen Oberschenkel.
Die junge Frau störte das alles wenig. Sie kannte ihn und wusste auch nur zu gut, wie sie mit ihm umzugehen hatte. Nur als ihr zukünftiger Chef sollte er sich vor Anderen, besonders vor Mitarbeitern, die Sabrina heute noch kennenlernen sollte, in Acht nehmen. Keiner sollte etwas von der wahren Beziehung zwischen beiden erfahren. Außerdem war es ihr grundlegendstes Anliegen, ganz allein die Kontrolle darüber zu behalten, um eventuelle intime Begegnungen zu arrangieren. Das war eine Sache, die sie sich von keinem Mann aus der Hand nehmen lassen wollte.
Als beide vor Blombergs Haus ausgestiegen waren und er versuchte ihren Trolley die Treppe hinauf in sein Haus zu schaffen, unterbrach die junge Frau umgehend sein Handeln mit den Worten: „Wenn ich Sie bitten dürfte meinen Koffer hier zu lassen, ich würde gern in Ihrem Gästehaus übernachten. Es wäre auch nett von Ihnen, wenn Sie mir mitteilen würden, wie viel Tage die Einführung dauern wird, denn ich würde auch ganz gern wieder zu mir nach Hause fahren, schließlich bin ich seit zwei Wochen vor Weihnachten nicht mehr da gewesen.“ Sie überlegte kurz, ob das eben Gesagte etwas zu vorlaut erschien, aber schließlich wusste Blomberg auch, dass sie eine Frau mit klaren Vorstellungen war. Bisher hatte ihn das nicht gestört und jetzt als ihr Chef sollte sich das eigentlich nicht ändern.
Blomberg war schon ein wenig überrascht über die unvorhergesehene Bitte der jungen Frau, im Gästehaus zu übernachten. Er hatte sich wohl vorgestellt, dass sie bei ihm schlafen würde. Aber ohne ein Wort zu verlieren, brachte er ihren Trolley ins Gästehaus und sie folgte ihm dahin. Er schloss die Tür auf, stellte das Gepäck ab und sagte etwas kurz angebunden: „Sie kennen sich ja hier aus. Sicher wollen Sie sich noch ein wenig frisch machen.“ Er wandte sich zum Gehen, doch dann fügte er leise und ein wenig besänftigender hinzu: „Wenn Sie mit allem fertig sind, kommen Sie bitte anschließend zu mir herüber. Ich habe eine Kleinigkeit zu essen vorbereitet.“ Damit ließ er sie alleine und verschwand in seinem Haus.
Nach etwa einer halben Stunde war Sabrina fertig und sie begab sich in das Haupthaus. Die Tür über der breiten Eingangstreppe war nur leicht angelehnt und drinnen empfing sie eine wohltuende Wärme. Als sie das Zimmer betrat, ergriff der Hausherr zwei bereits vorher gefüllte Gläser Champagner und eilte ihr damit entgegen, wobei er ihr eins in die Hand drückte, mit ihr anstieß und dann mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck sagte: „Trinken wir auf einen guten Neustart für Sie, dass Ihnen die neue Herausforderung Spaß macht und Sie niemals diesen Schritt bereuen mögen.“ Er stieß mit ihrem Glas an und sagte darauf noch in einem leisen, vertrauensvollen Ton: „Vielleicht trinken wir auch darauf, dass unser beider Verhältnis niemals getrübt wird.“
Sie lächelte ihn liebevoll an und antwortete: „Das alles wünsche auch ich mir. Zum Wohl und auf gute Zusammenarbeit!“
Nachdem sie getrunken hatten, gaben sie sich einen Kuss auf die Wange und Blomberg fügte noch hinzu: „Also was die Art und Weise der Zusammenarbeit angeht, wird sich für Sie zunächst nur wenig ändern. Sie arbeiten die meiste Zeit weiter von zu Hause aus. Sie bekommen zwei enge Mitarbeiter, die auch wie bisher in unserem Büro weiterarbeiten, aber Ihnen voll unterstehen und von hier aus alles bewerkstelligen. Wir beide treffen uns vielleicht aller vierzehn Tage zu Berichterstattungen oder ab und zu bei Kundengesprächen, beziehungsweise wenn irgendwelche außergewöhnliche Umstände es erforderlich machen. Vielleicht auch mal ganz privat?“ Dabei lächelte er verschmitzt und blickte Sabrina fragend an.
Diese gab das Lächeln zurück und sagte: „Das klingt doch alles sehr gut, und was den letzten Satz betrifft, bin ich ganz zuversichtlich, dass sich da bestimmt etwas machen lassen wird.“ Wieder hob sie ihr Glas und trank. Anschließend setzten sich beide zu Tisch, um ein kleines Zweites Frühstück zu genießen, dass der Hausherr extra vorbereitet hatte.
Sie ließen sich Zeit und hatten dabei noch viele geschäftliche Angelegenheiten zu besprechen. Erst nach der Mittagszeit erklärte Blomberg der jungen Frau, dass sie beide jetzt in sein Büro fahren würden, um sie dort der ganzen Belegschaft, aber besonders den beiden Mitarbeitern vorzustellen, die in Zukunft Sabrinas Untergebene sein würden, und um alles Weitere vor Ort zu besprechen.
Als sie in seinen Wagen eingestiegen waren, sagte Blomberg zu Sabrina: „Das ist jetzt nur ein Katzensprung bis zu unserem Bürohaus. Ich stelle Sie zunächst der Belegschaft vor, danach den beiden engen Mitarbeitern. Wir klären noch einige Details und anschließend lade ich Sie zum Abendbrot in unsere altbekannte Gaststätte ein. Sind Sie damit einverstanden? Spätestens morgen Nachmittag könnten Sie wieder zu Hause sein. Ist das so in Ordnung für Sie?“
Sabrina spürte, dass sie immer aufgeregter wurde, in Anbetracht dessen, was jetzt alles Neues auf sie einströmen würde. Blomberg merkte ihr das an, lächelte ein wenig, und als er wahrnahm, dass sie rot wurde vor innerer Aufregung, erinnerte er sich an ihre erste Begegnung mit ihr, wo sie ähnlich errötete. Allerdings war damals der Grund ein anderer. Er umfasste ihre Schulter, zog sie liebevoll an sich heran und küsste sie zärtlich auf die Wange. „Kopf hoch, das schaffen wir.“
Außer einem kräftigen Kopfnicken war Sabrina vorläufig zu keiner Aussage fähig. Blomberg startete den Motor und sie rollten langsam von seinem Grundstück davon. Der Wagen fuhr durch eine parkähnliche Landschaft mit vielen Nadelbäumen, die ebenso mit dicken Schneehäufchen bedeckt waren, wie Sabrina es schon in der Einfahrt zu Blombergs Grundstück gesehen hatte. Es ging danach etwas bergab und in eine Straße mit Kopfsteinpflaster hinein. Ein kurzes Stück noch und schon hielten sie vor einem zweistöckigen grauen, modernen Gebäude mit großen Fenstern. Auch hier standen mit Schnee überzogene Koniferen davor. Keine Reklametafel oder Ähnliches war zu sehen. Neben dem Eingang war nur ein großes weißes Schild mit drei großen Buchstaben angebracht:a b c - touristic commercial houseund darunter stand in kleiner Schriftaccomplishment - business - consultingundTourismusunternehmen für die Region Thüringen. Hier hinein ging Sabrina mit klopfendem Herzen und gefolgt von ihrem zukünftigen Chef.
Es war inzwischen Abend geworden, beziehungsweise später Nachmittag, aber zu dieser Jahreszeit war es um diese Stunde draußen schon stockdunkel. Sabrina war nach der Begrüßung und Einweisung durch Herrn Blomberg zum Abendessen in das Restaurant gefahren, dass sie noch gut vom letzten Frühjahr her kannte, als sie zur Konferenz drei Tage hier weilte. Sie saßen wieder an ihrem gewohnten Tisch bei Kerzenlicht und einem Gläschen Wein. Blomberg hatte eine ganze Weile auf sie eingeredet, aber Sabrina driftete mit ihren Gedanken immer wieder ab und ließ in ihrem Kopf noch einmal alles erlebte Geschehen der letzten Stunden Revue passieren.
Den ganzen Nachmittag lang hatten sie sich in dem Bürogebäude aufgehalten. Zunächst wurde die junge Frau der gesamten Belegschaft als neue geschäftsführende Assistentin vorgestellt, danach führte Blomberg sie im Haus herum. Überall wurde eine Weile geplaudert und zum Schluss gelangten sie zusammen mit den beiden Mitarbeitern, die der jungen Frau zukünftig zur Seite stehen würden, in das Büro des Chefs. Sabrina verlor ziemlich schnell die Scheu vor dem ungewohnt Neuen, und als sie empfand, wie freundlich sie überall aufgenommen wurde und merkte, wie effektiv die Gespräche verliefen, fühlte sie sich bald schon heimisch.
Ihre beiden engen Mitarbeiter waren zum einen Aleyna Candesi, eine junge hübsche Frau türkischer Abstammung, aber in Deutschland aufgewachsen. Sie war höchstens 30 Jahre alt und eine sehr zugängliche Person mit langen dunklen Haaren und einer schlanken, aber entzückenden Figur, die durch ein rotes, hinreißend anzuschauendes Kleid mit sehr kurzem, engen Rock eindrucksvoll betont wurde. Zwischen ihr und Sabrina war auf den ersten Blick eine gegenseitige intuitive Zuneigung zu spüren. Der zweite Mitarbeiter war ein etwas bleichgesichtiger junger Mann, Thomas Rauhfeld, etwa Ende zwanzig, mit dunkelblonder Olaseku-Frisur. Er trug eine offene blaugraue Notch Revers Jacke auf schwarzem Hemd und Hose und kam auf den ersten Blick etwas blasiert herüber. Doch nach wenigen Gesprächen mit Sabrina taute er auf und sie konnte sich auch mit ihm eine effektive Zusammenarbeit gut vorstellen. Sie hatte bald den Eindruck gewonnen, dass er für seine neue, hübsche Chefin eine ganz besondere Sympathie entwickelte. Er bemühte sich sehr um ihre Aufmerksamkeit, was Sabrina innerlich ein wenig amüsierte.
Je später es an diesem Abend wurde, umso mehr drängte Herr Blomberg die junge Frau zum Gehen, da er wohl endlich mit ihr allein sein wollte. Sabrina versuchte sich beharrlich an alle Einzelheiten zu erinnern und ein leichtes Schmunzeln zog dabei über ihre Lippen, als sie plötzlich aus ihren Gedanken gerissen wurde.
„Sabrina ist etwas mit Ihnen? Sie sagen ja gar nichts mehr.“ Blomberg hatte ihren Arm ergriffen, da er bemerkte, dass sie mit den Gedanken völlig abwesend war, während er plaudernd auf sie einging und sie auf seine Worte nicht mehr reagierte.
Sabrina erschrak ein wenig über die plötzliche Unterbrechung und sagte dann: „Nein, nein, ich habe nur noch einmal in Gedanken alles an mir vorüberziehen lassen.“
Blomberg hatte pausenlos auf sie eingeredet und bemerkte nun ein wenig mürrisch, dass Sabrina ihm gar nicht zugehört hatte. „Sie sollten jetzt aber abschalten. Es gibt Zeiten, an denen man arbeitet und Zeiten, an denen man sich ausruht. Jetzt ist die Zeit zum Ausruhen gekommen. Das wird schon alles werden. Konzentrieren Sie sich jetzt auf einen gemütlichen Abend und streichen Sie für heute die Arbeit aus Ihrem Kopf.“ Dabei drückte und tätschelte er mit den dicken Fingern seiner beiden Hände die dagegen zarte Hand der jungen Frau.
Der Kellner brachte das Essen und Sabrina war für eine kurze Zeit wieder voll bei der Sache, bis ihre Gedanken erneut abdrifteten. Abermals huschte ein Lächeln über ihre Lippen, als sie an das Gebaren ihres Chefs dachte. Sabrina und ihre beiden Mitarbeiter waren in ein interessantes Gespräch vertieft und bereits seit fast einer Stunde hatte er im Büro darauf gedrängt, endlich zum Ende zu kommen. Vor seinen Mitarbeitern ließ er sich nichts anmerken, aber kaum saß er mit der jungen Frau im Auto, bezirzte er sie mit schmeichelhaften Worten und suchte dabei ständig ihre Nähe, indem er sie am Arm, an der Schulter oder am Knie anfasste. Auch sein Redeschwall im Restaurant hatte kaum etwas mit der Arbeit zu tun. Wie würde der Abend da wohl weiter verlaufen? Sabrina konnte es vorsichtig erahnen. Doch ganz so leicht wollte sie es ihm nicht machen, obwohl es ihr durch und durch ging, wenn sie nur daran dachte, was sie mit ihrem jetzigen Chef schon alles erlebt hatte.
Beide aßen nun zu Abend und das hatte schließlich den Redefluss Blombergs schlagartig gestoppt. Ab und zu zwinkerte er der jungen Frau zu, die aber auch während des Essens weiterhin mit ihren Gedanken beschäftigt war. Eine gute Stunde verging in angenehmer Atmosphäre. Sabrina trank noch ein weiteres Glas Wein, Blomberg war auf etwas Nichtalkoholisches umgestiegen. Irgendwann blickte sie auf die Uhr und deutete an, dass es für sie ein langer Tag gewesen sei und sie nach Hause möchte. Blomberg stimmte gleichbleibend höflich zu, half ihr charmant beim Anziehen in den Mantel und ließ sich nicht anmerken, dass seine Pläne, mit der jungen Frau noch einen anregenden Abend zu verbringen, wahrscheinlich dadurch durchkreuzt wurden, dass sie müde war und in seinem Gästehaus gleich zu Bett gehen würde.
Die Heimfahrt verlief zwischen beiden Personen ziemlich wortkarg. Als das Auto in die Einfahrt des Grundstücks einbog, streiften die Scheinwerfer die verschneiten Bäume und Sträucher und richteten sich danach auf die prächtige Villa Blombergs, die durch das Licht wie ein Märchenschloss erstrahlte. Der Anblick tat Sabrinas Augen wohl. Der Hausherr fuhr seinen Wagen bis fast vor die Tür des kleinen Gästehauses, damit Sabrina in der abendlichen Kälte nicht so weit laufen musste. Sie war viel zu leicht angezogen, trug einen kurzen schwarzen Rock mit weißer Bluse, dazu leichte, hochhackige Schuhe. Lediglich der hellbraune Pelzmantel mit ihrem dicken türkisfarbenen Schal war den Temperaturen entsprechend.
Ihr künftiger Chef sprang elegant aus seinem Wagen, lief flink um das Auto, öffnete Sabrina die Tür und half ihr galant auszusteigen. Sie nahm ihre Unterlagen und wollte sich schon zum Gehen wenden, als sie sich noch einmal umdrehte, Blomberg umarmte und auf die Wange küsste. Er nahm sie fest in den Arm, als sie zu ihm sagte: „Vielen Dank für alles.“ Und nach einer kurzen Pause säuselte sie verheißungsvoll: „Erinnern Sie sich noch daran, worauf wir heute angestoßen hatten, bevor wir in Ihr Bürohaus fuhren? Das geht auf alle Fälle in Erfüllung, wenn vielleicht auch nicht heute.“
Dann suchten ihre Lippen seinen Mund, was er sofort mit einem leidenschaftlichen Kuss beantwortete. Mit zarter Gewalt befreite sie sich daraufhin aus seinen Armen, da sie fürchtete, allmählich schwach zu werden. Auch er war bereits in ungezügelter Stimmung. Das spürte sie ganz deutlich an seinen unruhig suchenden Händen, und deshalb eilte sie rasch zur Tür des Gästehauses und verschwand eilends darin.
Mit leidenschaftlichen Blicken schaute der Hausherr ihr nach. Aber er verstand auch, dass wohl an diesem Abend nichts mehr zu machen sei. Etwas bedrückt stieg er in seinen Wagen und fuhr ihn in die Garage. Danach begab er sich in sein Haus. Etwas nachdenklich versuchte er dort zur Ruhe zu kommen und zu akzeptieren, was sich nun nicht mehr ändern ließ. Für die junge Frau war es ein anstrengender Tag, das verstand er wohl und sicher werden noch bessere Zeiten kommen. Schließlich wird er in Zukunft mit ihr öfters zusammen sein.
Blomberg zog sich aus und begab sich unter die Dusche. Als er nach kurzer Zeit in seinen Bademantel gehüllt wieder herauskam, überlegte er kurz, ob er sofort zu Bett gehen sollte. Aber vorher wollte er sich noch einen kleinen Cognac genehmigen. Also schlurfte er in seinen Pantoffeln in sein Arbeitszimmer, griff nach einem Glas und einer halb vollen Cognacflasche und streckte sich auf einer mit schwarzem Leder bezogenen Couch nieder. Er dachte dabei an die junge Frau, wie er sie im vergangenen Jahr dabei ertappte, als sie in seinem Gästehaus splitternackt im Bett lag und sich befriedigte. Diesen Anblick hatte er nie mehr vergessen können. Auch was er hinterher alles mit ihr erleben durfte, war ihm wie ein wundervoller Traum vorgekommen. Er schloss die Augen und versuchte dabei sich ihre reizvolle Figur vorzustellen. Sie war ein Bild von einer Frau, mit einer kaum zu überbietenden erotischen Ausstrahlung, die jeden Mann aus der Fassung bringen würde. Mein Gott, wenn er sich vorstellte, dass diese Frau mit diesem traumhaften Körper nur wenige Meter von ihm entfernt sich befand und in diesem Moment ebenso allein war wie er ... Den Gedanken konnte er gar nicht zu Ende denken. Das war einfach nur aufregend. Er musste jetzt versuchen abzuschalten und durfte nicht mehr solche Gedanken zulassen. Vielleicht hilft da, wenn er eine Zigarre rauchen würde.
Also stand er wieder auf und ging zu seinem Schreibtisch, wo er die Zigarrenkiste wusste. Er griff nach ihr und in Gedanken abwesend blickte er aus dem Fenster. Der Schnee auf den Bäumen glitzerte silbern im Licht, das aus dem Fenster auf ihn geworfen wurde. Er schaute in die verschneite Landschaft, die sich vor seinem Grundstück ausbreitete und sein Blick fiel dabei wie ungewollt auf das Gästehaus, in dem sich Sabrina jetzt befand, und das er von diesem Fenster aus gut einsehen konnte. Eine kleine Belanglosigkeit nur riss ihn für den Bruchteil einer Sekunde aus seinen Gedanken und plötzlich beschäftigte ihn eine Überlegung. Das Gästehaus war vollkommen dunkel. Nirgends brannte mehr ein Licht. Da muss sie wirklich sehr müde gewesen sein, ging es ihm durch den Kopf. Es war vielleicht gerade einmal eine Viertelstunde vergangen, seit sich beide getrennt hatten. Eine Frau braucht doch viel länger, um sich fertigzumachen. Sollte sie sofort zu Bett gegangen sein? Langsamen Schrittes kehrte er wieder zurück zu seiner Couch und hatte dabei seine Zigarre vergessen. Gerade als er sich setzen wollte, vernahm er ein leichtes Klopfen an seiner Haustür. Er stand auf, ging ein paar Schritte auf sie zu und lauschte. Wieder klopfte es; er hatte sich also nicht geirrt. Als er die Tür öffnete, stand Sabrina in ihrem Pelzmantel da und huschte an ihm vorbei zur Tür herein.
„Nanu, Sabrina! Was ist denn geschehen?“, fragte er mit Besorgnis in der Stimme.
Leicht mit den Zähnen klappernd erwiderte sie: „Stellen Sie sich vor, ich habe doch vergessen den Warmwasserboiler anzuschalten, bevor wir weggefahren sind. Jetzt habe ich kein warmes Wasser und wollte Sie fragen, ob ich bei Ihnen duschen darf. Mir ist jetzt nämlich ein bisschen kalt.“ Dabei warf sie ihm einen schwer durchschaubaren Blick zu.
In diesem Moment schlug sich Blomberg mit der Hand vor die Stirn und antwortete darauf: „Natürlich, ich habe da gar nicht dran gedacht, weil ich ja zunächst glaubte, Sie bleiben hier im Haus. Oh, das tut mir leid, da habe aber ich Schuld dran.“
Er hatte die Tür hinter ihr schnell wieder geschlossen und sie sagte einlenkend: „Na wir wollen uns jetzt nicht darüber streiten, wer von uns beiden die Schuld daran trägt. Ich hätte natürlich aufpassen müssen. Schließlich wusste ich ja Bescheid noch vom letzten Jahr. Aber sicherlich macht es Ihnen nichts aus, wenn ich bei Ihnen dusche?“, dabei schaute sie ihn mit vielsagenden Blicken an, in denen Blomberg ein kleines bisschen Leidenschaft herauszulesen glaubte, aber nicht zu erhoffen wagte.
„Natürlich können Sie bei mir duschen“, damit begleitete er sie in sein Bad, knipste das Licht an und erklärte entschuldigend: „Es ist alles noch nass von mir vorhin.“ Anschließend hängte er ihren Pelzmantel an die Garderobe. „Sie wissen ja Bescheid, waren ja schon mal hier. Ich bin im Wohnzimmer. Möchten Sie noch etwas trinken?“, rief er ihr durch die geschlossene Badezimmertür hinterher.
Die junge Frau steckte noch einmal kurz ihren Kopf heraus und erwiderte: „Es ist schon alles in Ordnung. Und um Ihre Frage zu beantworten, ein kleiner Schlummertrunk wäre nicht schlecht, aber bitte nichts Kaltes.“ Dann verschwand sie endgültig im Bad.
Er lächelte verschmitzt und rief der jungen Frau laut hinterher: „Was halten Sie von einem heißen Grog?“ Er lausche eine Weile, aber nichts war zu hören. Er versuchte es noch einmal etwas lauter: „Oder täte es auch ein guter Cognac?“ Leise fügte er hinzu: „Der wärmt auch gut durch.“
Jetzt vernahm er gedämpft ihre Stimme: „Genau das wäre das Richtige.“
Blomberg begab sich wieder auf die lederne Couch seines Arbeitszimmers. Er wartete nun geduldig, dass die junge Frau fertig wird mit Duschen. Auf seine Zigarre verzichtete er nun durch das unerwartete Auftauchen Sabrinas. Er hatte eine Zeitung auf dem Tisch liegen, in der er gelangweilt blätterte und er nahm das Wasserrauschen war, das aus der Dusche zu ihm herein drang. Wieder kamen ihm die Bilder in den Sinn, die er seit dem ersten Zusammentreffen mit dieser faszinierenden Frau im Kopfe hatte und die er nicht mehr vergessen konnte. Er stellte sich vor, dass sie nur ein paar Meter von ihm entfernt in voller Nacktheit ihren atemberaubenden Körper unter den Strahlen der Duschen dreht und wendet und er stellte sich vor, wie das Wasser auf ihrer weißen, samtenen Haut abperlte. Er durfte diesen Gedanken nicht weiter verfolgen. Es erregte ihn zu stark.
Längere Zeit war schon verstrichen, seit das Wasserrauschen nicht mehr zu hören war. Er lauschte immer wieder, ob die junge Frau bald käme, aber nichts war mehr zu hören. Nach einer weiteren Zeitspanne stand er auf, ging ein paar Schritte in Richtung Bad und rief vorsichtig: „Sabrina, sind Sie soweit? Ist alles in Ordnung?“ Aber keine Antwort war zu vernehmen. Also setzte er sich wieder, um weiter zu warten. Dabei überlegte er, hatte er eben richtig gesehen? Es hatte den Anschein, als würde die Badezimmertür ein Stück offen stehen. Wieder erhob er sich und schaute nach – tatsächlich, die Tür stand offen und er wunderte sich darüber. Langsam bewegte er sich darauf zu und rief noch einmal: „Sabrina, ist alles o.k. bei Ihnen?“
Als sie darauf noch immer nicht antwortete, bog er um die offene Tür und blickte in das Bad. Der Anblick, der sich ihm dabei bot, übertraf alles, was er sich erhofft hatte. Fasziniert von dem Bild, das sich vor seinen Augen abzeichnete, stand er wie angewurzelt. Sabrina saß nackt auf einem Hocker, hatte ihre Beine überschlagen und cremte sich die Arme ein. Mit einem beherzten Lächeln und einem forschen Blick schaute sie den Hausherrn an und sagte: „Ich habe mir hier eine Creme von Ihnen ausgeborgt. Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen?“
Blomberg fehlten die Worte. Er stotterte nur etwas wie: „Nein, ganz und gar nicht.“ Er blieb einen Moment stehen und drehte sich danach etwas betroffen zum Gehen um. In diesem Augenblick rief ihm Sabrina in kessem Ton zu: „Aber Herr Blomberg, so kenne ich Sie aber gar nicht. Sind Sie von dem Anblick derart schockiert oder wie soll ich verstehen, dass Sie gleich wieder gehen wollen?“
Irgendwie fühlte er sich unwohl in diesem Moment, befangen als wäre er bei etwas Unrechtem ertappt worden. Er schaute wieder auf die junge Frau, die inzwischen ihre Beine leicht auseinandergebreitet hatte, sodass man deutlich das schwarze Dreieck ihrer Schambehaarung sehen konnte, das wie eine Insel der Lust inmitten der Wogen eines glatten, weißen alabasterartigen Körpers seine inzwischen vor Wollust glühenden Blicke anzog. Der Anblick reizte all seine Gefühle auf das Äußerste aus. Noch immer war er unschlüssig und konnte nicht verstehen, was hier eigentlich vorging. Der überaus atemberaubende Körper dieser Frau erregte ihn und er spürte, wie sein Blut zu kochen begann. „Soll ich Ihnen einen Cognac bringen?“, fragte er angespannt mit einem leidenschaftlichen Zittern in seiner Stimme. Seinen Blick konnte er nicht mehr abwenden.
Die junge Frau war inzwischen aufgestanden, anmutig ein paar Schritte auf Blomberg zugegangen und drückte ihm mit lang ausgestrecktem Arm die Cremeflasche in die Hand. „In der Annahme, dass es Ihnen nichts ausmacht, dass ich Ihre Creme verwende, würden Sie mir vielleicht ein wenig behilflich sein.“ Sie sprach leise und ihre Worte klangen begehrlich. Mit beiden Händen sich links und rechts am oberen Türrahmen abstützend stellte sich Sabrina in Positur. Dabei reckte sie ihm aufreizend ihre fantastisch anzuschauenden, großen Brüste entgegen, dass ihm bei diesem Anblick fast schwindlig wurde. Seine Augen waren nur noch auf diesen Traum von einem Körper gerichtet, was Blomberg schließlich vollkommen aus der Fassung geraten ließ. Er griff eilends nach der Flasche und drückte sich einen großen Spritzer Creme in seine Hand. Dann trat er direkt vor die nackte junge Frau, die tief aus- und einatmete, sodass sich ihre Brüste wie in einer leichten Sommerbrise bewegten. Voller Inbrunst streckte er seine Hand in Richtung der vor ihm prangenden Brüste, um nach ihnen zu greifen und sie einzucremen. Doch genau in diesem Augenblick ließ Sabrina ein verstecktes Lachen hören und drehte sich geschwind ganz geschickt um, sodass Blomberg mit der mit Creme benetzten Hand ihren Rücken berührte. Sie spielt ganz schön mit mir, schoss es ihm durch den Kopf.
Ihren Kopf etwas nach hinten drehend sagte sie erheitert: „Das ist aber sehr nett von Ihnen, mir zu helfen. Da hinten kommt man so schlecht ran.“ Ein vollmundiges Lachen war dabei zu vernehmen.
Blomberg ging es durch und durch. Er konnte kaum noch an sich halten. Als er der jungen Frau den Rücken einschmierte, fuhren seine cremigen Finger immer weiter hinab bis zu ihrem ausdrucksvoll weit ausladenden Po. Ihre leichten lasziven Bewegungen machten ihn dabei immer weiter an. Schließlich nahm er wahr, wie sie offensichtlich ihren Körper so lenkte, dass seine Hand allmählich zwischen ihre Pobacken geriet. In diesem Augenblick konnte er spüren, dass die junge Frau auch nicht mehr Herr ihrer Sinne war. Sie öffnete leicht ihre geschmeidigen Schenkel und mit leichten Bewegungen auf und ab rieb sie zunächst nur mit ihrem Po, bald aber schon mit ihren vor Lust angeschwollenen, warmen Schamlippen an seinen Händen, denn seine Finger waren inzwischen bis dahin vorgedrungen.
Er vernahm ihr immer heftiger werdendes Stöhnen und er legte genießerisch seine linke Hand um ihren Körper, um nach ihren üppigen Brüsten zu greifen. Wie ein großer, praller Ballon, den seine große Hand nicht einmal umfassen konnte, aber sich weich und samtig anfühlend, lag die Brust der jungen Frau in seiner Hand. In seinem Handteller spürte er die hart erigierte Brustwarze und mit seinen Fingern betastete er den vor inniger Erregung angeschwollenen, sich zart anfühlenden Warzenhof. Sie spürte die wohlige Wärme, die von dieser geschmeidigen, aber trotzdem fest zupackenden Hand ausging und wie die kräftigen, dicken Finger schließlich ihre Brustwarze umfassten und zunächst zärtlich und dann immer beständiger werdend rieben. Sie schmiegte sich genussfreudig an ihn, als wollte sie ihre Brust noch fester in seine Hand legen und ließ ihre lüsternen, aufreizenden Bewegungen immer heftiger werden. Sie spürte die kräftigen, großen Finger seiner anderen Hand zärtlich an ihren Schamlippen kraulen, wonach sie ihren Oberkörper leicht nach vorn beugte und ihren Unterleib weit nach hinten ausstreckte, damit endlich diese ihr die Erfüllung bringenden Finger in ihre Scham rutschen konnten, die schon sehnsüchtig danach lechzte, von ihnen auseinandergetrieben zu werden. Ein Schwall Flüssigkeit ergoss sich als Folge ihrer auf das Unermessliche ansteigenden Leidenschaft aus ihrem Inneren über Blombergs Hand und zeigte ihm an, dass sie gerade einen Orgasmus erlebte.
Auch er konnte sich nicht mehr beherrschen. Von unsagbarer Lust getrieben wurden seine Griffe immer derber und seine Finger rubbelten immer schneller, mal an ihrem Kitzler dann wieder an ihren inneren Schamlippen. Der Rhythmus seiner Bewegungen glich sich dem Takt der erregten Stöße an, die sie mit ihrem Unterleib vollführte. Sie stöhnte dabei vernehmbar und rang nach Luft und ein weiterer Orgasmus löste den Ersten ab.
Die junge Frau konnte danach kaum noch auf ihren Beinen stehen. Sie erhob sich abgehetzt und außer Atem vor sinnlicher Erfüllung. Nachdem sie sich umgedreht hatte, ließ sie ihren mit leichtem Schweiß bedeckten Körper an seine breite Brust fallen. Er umarmte sie zärtlich und drückte sie fest an sich. Seine Hand ließ er dabei gefühlsbetont von ihrer Schulter hinabgleiten, zunächst über ihre Lenden, dann zu ihren Hüften, um gleich darauf wieder genüsslich nach einer ihrer wahnsinnig flauschigen, drallen Brüste zu greifen, sie in der Hand zu wiegen und gefühlvoll, aber inbrünstig zu kneten.
Rosarot reckten sich ihre steifen Brustwarzen aus den geschwollen aufreizenden Warzenhöfen hervor, die vor Spannung fast zu platzen schienen. Ihre großen, molligen Brüste schwangen im Takt letzter Zuckungen ihres reizvollen Körpers, die die Nachwirkungen verrieten, die ihr gerade abgeflauter Orgasmus hinterließ.
Noch immer ein wenig nach Luft ringend, keuchte sie leise lachend: „Und jetzt einen Grog, oder was meinen Sie?“
Nur ungern nahm Blomberg seine Hände von diesem hinreißenden Körper, dessen vom Schweiß des gerade abgeklungenen leidenschaftlichen Geschehens in feuchter Sanftheit überzogene weiße Haut seine großen Hände eben noch liebkosen durften. Er drehte sich um und verließ das Bad, um in sein Arbeitszimmer nach der Flasche mit dem Cognac zu gehen. Als er zwei Gläser vollgegossen hatte und wieder zurückgehen wollte, nahm er wahr, dass ihm die junge Frau gefolgt war. So splitternackt, wie sie eben im Bad noch war, stand sie jetzt hinter ihm. Er reichte ihr ein Glas und sie schritt graziös um ihn herum an den Tisch und lehnte sich an diesen.
„Zum Wohl Herr Blomberg! Auf gute weitere Zusammenarbeit.“ Schmachtend klangen diese Worte, die sie leise flüsternd über ihre Lippen brachte und ihn dabei hingebungsvoll in die Augen blickte. Danach tranken beide ihr Glas aus.
Besessen von purer Begierde auf diese Frau stellte Blomberg eilig das ausgetrunkene Glas beiseite. Schwer atmend, mit gierigen, leicht zusammengekniffenen Augen betrachtete er den ihm dargebotenen reizvollen nackten Körper langsam von oben bis unten und seine Lider zitterten dabei vor Gier.
Die junge Frau nahm offensichtlich das gnadenlose Begehren ihres Gegenübers wahr und kostete es ihrerseits in vollen Zügen aus. Es bereitete ihr Spaß ihn so zu sehen, denn es machte sie unvorstellbar an zu erleben, wie ihr nackter Körper den gierig wilden Begeisterungstaumel dieses Mannes zum Ausdruck brachte. Sie würde ihn jetzt soweit bringen, dass ihn nur noch die pure Leidenschaft regiert. Sie spürte in diesen Momenten ganz deutlich, was ihre entblößten Reize bei einem Mann bewirken können und sie wollte alle Grenzen ausreizen. Sie selbst war begierig darauf von diesem Mann beherrscht zu werden. Ihre Gedanken an alles andere waren zu dieser Zeit vollkommen ausgeschaltet. Ihren nackten Körper verstand sie momentan nur noch als ein Instrument, das diesem Mann seine lustvollen Triebe so weit hervorzulocken vermochte, dass er seinerseits zu einem Instrument wurde, das ihre unendliche sexuelle Leidenschaft in diesem Augenblick stillen kann.
Sie sah ihn an, beobachtete, wie seine Blicke über ihre verführerischen Reize wanderten und wie sein Blut immer mehr in Wallungen geriet. Sie stellte langsam ihr Glas beiseite, wendete sich Blomberg zu, ergriff mit beiden Händen die Tischkante und bog sich lasziv weit nach hinten, sodass ihre vollen, prallen Brüste noch größer erschienen, als sie es schon waren.
Beinahe tranceartig näherte sich Blomberg der jungen Frau, seinen Blick starr auf sie gerichtet. Sie beugte sich weiter nach hinten und es hatte den Anschein, als würde ihr aufreizender Leib ihn ansaugen. Auch er hatte keine anderen Gedanken mehr, als diese Frau voll zu nehmen und ihren anmutigen Körper, den sie ihm verführerisch entgegenstreckte zu bezwingen. Bald lag sie ausgestreckt auf dem Tisch, auf dem sich nur noch die Zeitung befand, in der Blomberg vorher geblättert hatte, spreizte ihre straffen Schenkel weit auseinander und rekelte ihren Oberkörper ihm demonstrativ einladend entgegen, indem sie ein Hohlkreuz machte. Aus nächster Nähe sah er die gewaltigen, fleischigen Brüste vor seinen Augen, deren harten Brustwarzen ihn förmlich animierten, sie mit seinen Lippen zu erfassen. Mal die eine, dann wieder die andere kostend, spürte er die angenehm steifen Knospen in seinem Mund, die zärtlich seinen Gaumen kitzelten und er konnte sich nicht mehr zurückhalten, und als wäre es ein süßes Konfekt, saugte und schleckte er daran. Zunächst noch bedacht und voller Zärtlichkeit, doch je höher seine Erregung anstieg wurde er heftiger, bis Sabrina vor Wollust stöhnte und schließlich empfindsame Schmerzgeräusche von sich gab. Mit beiden Händen griff er in ihre drallen Brüste, die sich weich und samtig anfühlten. Er hätte beide seiner großen Hände gebraucht, um nur eine ihrer Brüste vollends zu umfassen.
Während er wieder mit seinen Lippen und seiner Zunge die geschwollenen Warzenhöfe liebkoste, die bald feucht glänzten, fasste Sabrina nach einer seiner Hände und wies ihr unmissverständlich den Weg zwischen ihre weit geöffneten Schenkel. Mit Nachdruck führte sie seinen Mittelfinger in ihre Scham und gab ihm durch kräftige Bewegungen ihres Unterleibes ausdrucksvoll kund, was er da tun solle und worauf sie jetzt Lust hatte. Bald schon tauchten zwei seiner großen Finger in die feuchte Grotte zwischen ihren Schamlippen ein und alsbald sprudelte, begleitet von ungestümen leidenschaftlichen Zuckungen, ihre Körperflüssigkeit, die durch die erregenden Bewegungen tief im Inneren ihrer Scham ausgelöst wurde, ungezügelt nach draußen und ergoss sich in einem warmen Schwall über Blombergs Hände, um anschließend in einem schmalen Rinnsal an Sabrinas Schenkeln und bis über ihre Waden hinab zu sickern.
Lautes Stöhnen begleitete die rhythmischen Stöße und sie warf ihren elfenbeinfarbenen Körper, den sie, wild vor Erregung, kaum noch unter Kontrolle halten konnte, ausgelassen hin und her. Ihre wogenden Brüste prallten wie von einer Sturmflut ergriffen aneinander und ein Orgasmus ließ die junge Frau alles Denken ausschalten. Mit triebhafter Bewunderung betrachtete Blomberg, wie durch seine Berührungen dieser begehrenswerte Körper der jungen Frau auf dem Tisch, jeder Kontrolle entzogen, vor erregter Ekstase durchgerüttelt wurde. Er konnte sich nicht entsinnen jemals so eine Leidenschaft zu Gesicht bekommen zu haben.
Gefangen von diesem Anblick stand er in leicht gebückter Haltung vor den Tisch und nahm gebannt jede Bewegung begierig in sich auf. Auch nachdem ihr Orgasmus bereits abgeklungen war, wurde ihre ebenmäßig abgerundete Bauchdecke, die in dem schwarzen, lockigen Dreieck ihrer Schambehaarung endete, von einem schwachen Vibrieren durchdrungen, das sich bis in die gewaltigen Brüste fortsetzte, die Blomberg so entzückten.
Längst hatte sich zwischen seinen Beinen ein leidenschaftlicher Druck aufgebaut, dem er bald nicht mehr widerstehen können wird. Auch Sabrina bemerkte das, als sie sich vom Tisch erhob. Sie atmete noch einmal tief durch, dann griff sie Blomberg beherzt in den Schritt. Noch von den Anstrengungen gezeichnet, die ihr ihre Orgasmen abforderten, atmete sie schwer mit offenen Lippen. Sie fühlte das stark erigierte Glied in ihrer zarten Hand, massierte es einen Moment lang, um sich gleich darauf umzudrehen und weit über den Tisch zu beugen, wobei sie ihren Po lasziv in die Höhe streckte. Mit anregendem Wohlwollen erblickte er ihre vor Erregung leicht angeschwollenen, feucht glänzenden rosaroten Schamlippen, die sich beim Spreizen ihrer Schenkel einen Spalt öffneten. Und als wenn das für ihn nicht schon Einladung genug gewesen wäre, spreizte sie die junge Frau mit zwei Fingern ihrer Hand, die sie nach hinter bis zu ihrer Scham führte, noch demonstrativ auseinander. Während er eine Hand sanft auf einer Pobacke ruhen ließ, streckte er die andere nach einer ihrer Brüste aus. Dabei knetete und bewegte er sie derart, dass ihre Brustwarze sanft über die glatte Tischplatte rieb und der jungen Frau damit den Zustand ihrer Erregung zusätzlich steigerte.
Mit einem kräftigen Ruck drang er danach in ihre noch tropfnasse Scham und im Gleichklang ihrer rhythmischen Bewegungen erwartete er seinen Erguss, der seinen bis ins Unermessliche ansteigenden Erregungszustand nach und nach abschwächte. Ein sanftes Stöhnen der jungen Frau begleitete seine Erleichterung, die dabei ebenfalls noch einmal einen Orgasmus erlebte. Vollkommen erschöpft von diesen lustvollen Anstrengungen und sinnlich befriedigt endete hier für beide Personen dieser Abend. Nachdem sie zur Ruhe gekommen waren, brachte der Hausherr seine Partnerin, so nackt wie sie war, in sein Schlafzimmer, legte sich neben sie, wo sie sofort vor Ermattung, aber entspannt vor sexueller Erfüllung unbeschwert einschliefen.
Am nächsten Morgen wurden die beiden Personen durch einen heftigen Sturm geweckt, der eine Veränderung der Wetterlage herbeiführte. Mit ein paar Liebkosungen und Streicheleinheiten entließ der Hausherr seine aufreizende nackte Partnerin in sein Bad, wo sie sehr lange und ausgiebig duschte. Nachdem sie wieder aus dem Bad zurückgekommen war, erklärte sie Blomberg kurz, dass sie in das Gästehaus hinübergehen würde, um sich frisch umzuziehen und sich ihre Sachen zu holen. Blomberg nutzte die Zeit inzwischen für seine Morgentoilette, und als Sabrina danach noch immer nicht zurück war, richtete er ein kleines Frühstück her, kochte Kaffee und räumte ein wenig auf.
Der Frühstückstisch war gerade gedeckt, als die junge Frau mit all ihrem Gepäck wieder zurück war. Sie stellte ihren Trolley ab, zog ihren Pelzmantel aus und betrat die Küche mit den Worten: „Das ist ja ein Wetter da draußen. Der Sturm hat den ganzen Schnee von den Bäumen geweht. Wir haben von diesem Wetterumschlag gar nichts mitgekommen.“
Mit einem leicht durchtrieben erscheinenden Blick lächelte er die junge Frau an und antwortete gewitzt: „Wie denn auch, bei uns ging es doch auch recht stürmisch zu, oder?“
Die Augenbrauen hebend lächelte Sabrina etwas verschüchtert anmutend und zuckte mit den Achseln. Aber sie sagte kein Wort dazu. Als sie sich an den Tisch gesetzt hatte, meinte sie nur beiläufig: „So, nun beginnt mein Alltag wieder“, worauf er einwarf: „Aber ein anderer als bisher, Sie werden sehen.“
Wieder zuckte sie nur gedankenverloren mit den Achseln und kramte ihr Smartphone aus der Tasche. Nachdenklich drückte sie darauf herum und erkannte, dass mehrere Anrufe von dem Freiherrn von Dombrowski darauf abgespeichert waren. Sie hatte es während der ganzen Zeit ausgeschaltet, weil sie während der Feiertage und der gesamten Zeit, die sie bei ihren Freunden in München weilte, von niemandem gestört werden wollte.
„Ach ich hatte ganz vergessen, dass ich mich mit ihm in Verbindung setzen sollte“, sagte sie wie zu sich selber, und darauf etwas lauter und an den Hausherrn gewandt: „Entschuldigen Sie Herr Blomberg, aber da muss ich gleich einmal anrufen.“
Während er nur eine zustimmende Handbewegung machte, wählte sie schon die Nummer. Sie wartete eine Weile und nach dem Verstreichen einer kurzen Zeit vernahm sie die angenehme Stimme des Freiherrn: „Ja bitte“, und nach kurzer Pause rief er ganz erfreut und in seiner gewohnt schmeichlerischen Art: „Ach Frau Delius … nein, meine liebe Sabrina. Jetzt sehe ich, dass Sie es sind. Ich hatte mir schon Sorgen um Sie gemacht, dass Sie vielleicht nichts mehr von mir wissen wollen. In der letzten Woche hatte ich schon mehrmals versucht Sie zu erreichen. Aber Sie hatten wohl abgeschaltet.“
„Ja, entschuldigen Sie, Herr von Dombrowski, aber ich war über die Feiertage, den Jahreswechsel und die ganze letzte Zeit in München und hatte während der gesamten Zeitspanne das Handy aus. Aber wie können Sie nur von mir denken, dass ich nichts mehr von Ihnen wissen möchte. Sie sind mir doch sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben.“ Das sollte eigentlich etwas sarkastisch wirken, aber gleich nach dem Aussprechen bereute Sabrina das Gesagte und fügte ganz eilig hinzu: „Ich wünsche Ihnen noch ein gesundes neues Jahr, Herr von Dombrowski. Wie geht es Ihnen?“
Mit freundlich warmer Stimme antwortete er: „Danke meine Liebe, Gleiches wünsche ich natürlich auch Ihnen, und vor allem, dass das neue Jahr für Sie besser beginnt, als es bei mir der Fall ist.“ Er machte eine kleine Pause, bevor er weitersprach: „Meine liebe Sabrina, … ich darf Sie doch noch so nennen?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, redete er weiter: „Ich habe hier mit meinem Wohnsitz ein riesiges Problem. Genaueres darüber möchte ich Ihnen aber jetzt am Telefon nicht erklären, das würde zu lange dauern. Darum hören Sie meine Bitte. Ist es Ihnen möglich, in den nächsten Tagen zu mir zu kommen? Sie hatten doch versprochen mir bei meinem Projekt behilflich zu sein.“
