Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
ich reibe mit der scheibe eine karotte da kommt ne motte ganz und gar ne flotte und frisst die karotte mit haut und haaren auf da hau ich eine drauf auf die motte die flotte bis sie ist ganz platt wovon werde ich nun satt? ein hund der fällt vom dach das gibt nen fürchterlichen krach und ich kratze den hund vom platze ein junge weint er hat gemeint s wär sein hund Nachwort "Sens und Nonsens sind hier im Konsens", wird wohl jeder Kenner mit mir resümieren, wenn er den Lyrikband von Brigitte Riederer versonnen oder gar versponnen geschlossen haben wird. Es wird mir eine Ehre sein - nein ein Vergnügen - auch weitere Herzergiessungen der Autorin in den nächsten 20 oder 30 oder vielleicht auch 32 Jahren mit Vor- und Nachwort zu umgeben. Kai Gänger
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 171
Veröffentlichungsjahr: 2017
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Dieses Buch ist meinen zwei Stützen gewidmet Frau Devi Rada Rageth, Psychotherapeutin und Dr. Kai Gänger, Psychiater, Oberarzt, die mir immer wieder auf die Beine helfen, wenn ich wieder einmal gestrauchelt bin, mich in Krisen unterstützen und mich motivieren weiterzumachen im Kampf für das Leben.
Widmung
Vorwort
Gedichte
Glossar
Autorenportrait
08. 12. 2008 - 27. 02. 2009
Chronologische Reihenfolge
Wenn Lyrikbesessene den vorliegenden Sammelband „Sens- und Nonsens-Gedichte“ von Brigitte Riederer gelesen haben werden, dann wird im Inneren aufsteigen Christian Morgenstern, der dazu gesagt haben dürfte: Es muss durchaus, was auch von all denen, deren Blick, weil sie unter Sonnen, die, wie es im Poeten dichtet: „versengen statt zu leuchten“, geboren sind, verborgen ist, nicht ohne Grund festgestellt wird, dass hier einem sozusagen und dem Zeitgeist entsprechend (oder doch nicht?) dieselbe im Absturz als Hypnos gesehen, hypnotherapeutischen Moment ersten Ranges – immer angesichts dessen, dass, wie unten, keine mit Samthandschuhen des Pudels Kern (vielleicht Faust I) ihrer schlechthinigen Unvoreingenommenheit und Hoffnung auf eine, sagen wir bahnsinnige oder wesenzielle Erweiterung des erweiterten Stoffgebietes zusamt mit der Gleichheit des Christenmenschen vor dem Gesetz ihrer Volksseele zu verraten sich zu entbrechen den Mut, genauer gesagt, die Frechheit haben wird, einen Moment, wie ihm in Handel, Wandel, Schwandel und Tandel also allüberall dieselbe Erscheinung, dieselbe Frequenz den Arm bieten, und welches bei allem, ja vielleicht gerade trotz alledem, als ein mehr oder minder verbesserungswürdiger Auswuchs einer wohlbekannten und im weitesten Sinne exorbitanten Weltauffasserraumwortkindundkunstanschauung kaum mehr zu unterschlagen versucht werden zu wollen vermag – gegenübergestanden und beigewohnt werden zu dürfen gelten lassen zu müssen sein möchte.
In diesem Sinne wünscht Vergnügen beim Lesen und Immerwiederlesen
Kai Gänger
ich reibe
mit der scheibe
eine karotte
da kommt ne motte
ganz und gar ne flotte
und frisst die karotte
mit haut und haaren auf
da hau ich eine drauf
auf die motte
die flotte
bis sie ist ganz platt
wovon werde ich nun satt?
drei kerzen scheinen
man würde meinen
grad in mein herz hinein
doch so soll es sein
bei kerzenschein
und einem glas wein
und du bist mein
und ich bin dein
wir bilden einen kreis
und haben dabei „mais“
dann fängt es an zu dröhnen
und ich fang an zu stöhnen
weil es ist so schrecklich heiss
und ich habe lust auf eis
welch heitere wonne
vom himmel scheint die sonne
hinein in mein herz
das lindert meinen schmerz
den ich in mir trage
da stellt sich nun die frage
wie lange noch
hock ich im loch?
die sterne leuchten am firmament
niemand der sie alle kennt
mit ihren namen
amen
der ball er rollt
der torwart grollt
ins eigne tor hinein
ach ist das gemein
einen ring mit zwei blutroten steinen
der bringt mich fast zum weinen
du schenkst ihn mir
ich bleibe dir
treu bis an mein lebensende
doch dann kommt die wende
ich bin tot
und du siehst rot
ein leben ist erloschen
war es einen groschen
wert?
meiner
ist so schön wie keiner
wenigstens für mich
wie es ist für dich
das weiss ich nicht
ich muss dich fragen
um dir zu sagen
ob er dir
gefällt wie mir
sternenschnuppen himmelszelt
und ne menge gutes geld
was soll ich machen
mit all den sachen
die ich habe mir gekauft?
die kugel rollt
der donner grollt
der hagel zieht hinüber
über alle pflanzen drüber
ich steh unterm grossen dach
und bin plötzlich wieder wach
unter einer fichte
schreibe ich gedichte
da kommt mir eine lichte
gestalt entgegen
ich frag sie eben
woher sie kommt
sie sagt zu mir
ich zeig es dir
lass alles liegen
und wir fliegen
zu mir nach haus
unterm himmelszelt
da liegt meine welt
und ich versuche
mit einem buche
unterm arm
zu lesen
was ist gewesen
in letzter zeit
und ich mache mich bereit
da gibt es streit
zwischen zwei kindern
und ich versuche ihn zu lindern
da kommt ne biene
ne ganz kühne
fliegt auf mein brot
schon ist sie tot
geht die sonne unter
dann werde ich erst munter
und versuche
unter einer buche
zu schreiben gedichte
da kommt ne nichte
und wir gehn spazieren
wir verlieren
einen schal
ach denk ich mal
das ist nicht so schlimm
und ich nimm
eine nelke
eine welke
vom boden auf
die sonne scheint
ich hab gemeint
nur für mich allein
ich kann sein
in ihrem schein
und ich denke sie ist mein
der vollmond lacht vom himmel
und ich stehe im getümmel
von dieser menschenmenge
ach ich hasse diese enge
und such mir einen weg
da find ich einen steg
ich nehme diesen
da liegt mir zu füssen
ein grosser fisch
ich leg ihn auf den tisch
und hole ein messer
das eignet sich besser
als eine gabel
ich stehe auf nem kabel
vor dem Turm zu Babel
da kommt ne mücke
die ich zerdrücke
drücke sie ganz fest
so geb ich ihr den rest
da kommt ne dohle
auf leiser sohle
und fliegt durch den ring
das ist n ding
sie fliegt ganz leise
in einer weise
so zart und schön
doch ich muss leider gehn
und kann nicht sehn
ob sie fliegt weiter
ohne müh und heiter
nochmals durch den ring
sternenschnuppen himmelszelt
ach ich lieb die ganze welt
lieb die welt so wie sie ist
und auch dich so wie du bist
möchte bleiben immer hier
weils auch gibt so gutes bier
einmal eine fahne tragen
um sich selber dann zu sagen
ich bleibe gerne wie ich bin
und hat das leben einen sinn
dem ich renne „hintendrein“
ach das kann es doch nicht sein
nicht zu kennen seinen sinn
dabei bin ich mittendrin
im leben
eben
das ist
n mist
zu sein alleine
du weisst was ich meine
niemand zum streiten
und die nachbarn reiten
auf ihren pferden
durch die herden
der kühe
mit viel mühe
der wind der wind
er bläst geschwind
um die ecken
und tut mich wecken
zähle jetzt schafe
bis ich wieder schlafe
und kuschle mich in decken
niemand tut mich mehr wecken
ich hab zu viel gekauft
die haare hab ich mir gerauft
weil niemand will die sachen
welche sollen glücklich machen
doch was heisst denn glück?
das ist doch nur n stück
von einem moment
der noch niemand kennt
und dann kommt der morgen
ich versuche ohne sorgen
das leben zu geniessen
dann fängt wer an zu schiessen
aus einem gebüsch
nun gibt es leichen frisch
vor dem gebüsch
montags um halb vier
gibts für mich ein bier
was soll ich hier
so mit nem bier
montags um halb vier?
ich könnt es trinken
und versinken
in meinen gedanken
ach hätt ich ein paar „franken“
um zu tanken
meinen wagen voll
das wäre toll
dann könnt ich fahren
mit den jahren
durch die jahreszeiten
die mich begleiten
auf meinem weg
bis da kommt ein steg
und ich mir überlege
welchen der wege
soll ich nun gehen
und lass den wagen einfach stehen
freude spüre ich
weil ich halte dich
in meinen armen
den warmen
und wir spüren beide
unter der trauerweide
was uns verbindet
und wer das findet
der kann sich freun
bis morgens um neun
und noch weitere stunden
denn wir sind verbunden
bis dass der tod uns scheidet
die see ist rau
der himmel grau
wir schaukeln auf dem boot
hin zum abendrot
die see ist wild
was für ein bild
wir haben keine segel mehr
was mir macht sorgen sehr
wir lassen uns treiben
können hier nicht bleiben
in richtung der sonne
ach welche wonne
dort wird es wärmer
und ich bin ein bisschen ärmer
an zuversicht
da kommt ein wicht
und zieht uns ans ufer
ganz langsam und sacht
und über uns wacht
ein vogel gross
es ist famos
die ganze zeit
er war bereit
denn unser boot
das war in not
ich esse lieber was ich will
zum beispiel ein stück fleisch vom grill
ein stück zartes
daneben gart es
in einer pfanne
ich sitze in der wanne
und fange an zu singen
könnt ihr mir bringen
mein stück fleisch vom grill
das ich jetzt essen will?
das leben
eben
es ist hart
nicht nur der start
möcht vor ihm fliehen
ums nicht zu spüren
das leben
eben
ich schreibe
mit ner kreide
auf ein leeres blatt
ich habe alles satt
das ganze leben
eben
überm see das alpenglühen
ja ich werde mich bemühen
zu sein ganz leise
nein ich „habe keine meise“
doch spielt einer eine weise
die für mich ganz herrlich klingt
scheiben hier und scheiben dort
überall an jedem ort
passen muss man auf
dass sie gehn nicht drauf
wenn man fussball spielt
und sich nicht an regeln hielt
könnt es krachen
s gibt solche sachen
dann gibt es scherben
dann kommen die erben
die wollen geld sehn
und keiner kanns verstehn
ich verweile
ohne eile
an einem weiher
und esse eier
hab viele gedanken
die lassen mich „wanken“
fall fast in den weiher
doch ohne eier
zwei streunende hunde
sind im bunde
mit der macht
die über uns wacht
im himmel oben
wir können sie nur loben
denn sie hält ihre hand
über jeden mensch im land
an einem schönen strand am meer
möchte ich verweilen
dort wo es mir gefällt so sehr
und mich nicht mehr muss beeilen
aufs boot zu gehen
und ich kann sehen
ganz viele muscheln
und wir tuscheln
ganz leise
damit wir hören
mit unseren ohren
den wind und die wellen
die möwen mit grellen
schrein in die stille
es ist mein wille
noch weiter zu gehen
kann niemand mehr sehen
im weissen sand
am klaren strand
einen kreis in den sand
und einen kreis dort an der wand
habe ich gemalt
und jeder strahlt
dieser kreise
da kommt ne meise
und fliegt ganz leise
durch die kreise
fünf ringe halt ich in der hand
die spiegeln sich dort an der wand
wolln sein getragen
drum lass dich fragen
willst du einen
am finger deinem
einer hand?
eine kugel die ist rund
und ein apfel ist gesund
lass die kugel rollen
und die äpfel sollen
gut für die verdauung sein
also äpfel kommt seid mein
der Herr der Ringe
der macht dinge
die ich nicht mehr kann verstehn
doch ich versuch zu sehn
wie das geht
was da steht
das huhn kriegt einen ring
das ist n ding
der vogel hat auch einen
man könnte meinen
jedes ding
hat seinen ring
mein geliebter ruft nach mir
also muss ich gehn von dir
muss gehn von zu hause
stand unter der brause
nur für dich
es weidet
ein weisses pferd
und ich steh am herd
bin am kochen
für die nächsten wochen
hab viel zu tun
und keine zeit zum ruhn
da kommt ne meise
und spielt ne weise
so lieblich und schön
ich könnte weinen
es berührt mich im herzen
es treten auf schmerzen
drum muss ich gehn
auf wiedersehn
zwei kinder treffen sich am strand
werfen kugeln in den sand
wer trifft weiter?
sie sind heiter
die kinder im sand
dort unten am strand
ich schreibe wieder
mal nieder
was mich bedrückt
ich bin gar nicht so entzückt
es sind probleme viele
drum hab ich mühe
mit dem leben
eben
das wetter spielt heut so verrückt
davon bin ich nicht entzückt
ich hock mich in mein zimmer
und das für immer
bleib darin hocken
mit warmen socken
möchte nur noch bleiben
und darin schreiben
der kreis meines lebens
hat sich heut geschlossen
seid nicht verdrossen
ich hab es so gewollt
denn ich kann entscheiden
ob ich will bleiben
oder gehn
es reift schon das korn
und ich habe nen dorn
in meiner linken hand
der kommt von jenem busch
an dem ich bin husch
vorübergerannt
verdammt
ich treffe wieder
zwei liebe brüder
die wollen tanzen
mit ihrem ranzen
das mag ich nicht
die sind ja nicht ganz dicht
ne motte ist gefrässig
das weiss ich zuverlässig
von einem herrn
aus Bern
zwei brüder klauen
den alten frauen
die taschen weg
das ist nicht nett
sie kommen ins gefängnis
jetzt sind sie in bedrängnis
hab ihn gefragt
drum hat er gesagt
s wird heute nass
ich öffne das fass
damit der regen
der segen
das fass kann füllen
es drückt der föhn
oh wie schön
durch das tal
fast überall
das boot in wilden wogen
wird gezogen
durch das meer
von einem heer
einhörner
die fressen dann die körner
welche liegen am strand
im sand
man könnte meinen
der mond tut scheinen
doch tut ers nicht
der blöde wicht
hält sich verborgen
ich mache mir sorgen
ob er noch oben hängt
wasser wind und leben
das sind eben
drei wichtige dinge
doch ich bringe
sie nicht auf die reihe
das war nicht immer so
früher sagte ich hallo
zu wasser wind und leben
doch ich hoffte vergeben
dass sich das ändern wird
drum steh ich weiterhin am herd
dort warte ich darauf
bis bei mir der knopf geht auf
und es sich wendet
das blatt für mich
auf dem herd da steht ein topf
und ich habe was im kopf
dann wolln wir essen
doch ich habs vergessen
denn es ist so
ich hab schon was in meinem kopf
doch das ist stroh
einsam geh ich weiter
meinen lebensweg
bin gar nicht heiter
zu danken hab ich dir so viel
drum höre gut es ist mein ziel
zu leben auf eigenen füssen
drum lass dich nochmals grüssen
die mücken tanzen
und es „schwanzen“
die hunde vorbei
mir ist das einerlei
der kreis meines lebens
schliesst sich heute
drum liebe leute
lasst korken knallen
und sagt allen
was ist passiert
ich hab es so gewollt
hab mich entschieden
vor vielen jahren
mit grauen haaren
zu diesem schritt
meinem letzten
auf dieser welt
doch ich komm wieder
drum seid nicht traurig
denn das wär schaurig
es war mein wille
ich kann entscheiden
ob ich will bleiben
oder gehn
um alle ecken schleicht der tod
wer ihm begegnet der sieht rot
einsam ist er darum
ich sag dir auch warum
weil alle ihn fürchten
ein leben lang
an der decke hängen ringe
und viele viele andre dinge
sie hängen dort
und du gehst fort
wohin gehst du?
frag ich im nu
geh einfach weg
mag nicht mehr sein
mit dir allein
es stürmt und macht
der donner kracht
ich verkriech mich lieber
bis alles ist vorüber
in meinem bett
dort ist es nett
und zieh die decke mir
über den kopf
so halt ichs aus
kommst du draus?
eine ganze weile
denn ich bin nicht in eile
bis alles ist vorbei
wir werfen scheiben
wir tanzen reigen
wir sind am festen
um dich zu testen
was du magst trinken
in deinen „finken“
und wir staunen
und es geht ein raunen
durch die menschenmenge
weil du magst saufen
wie ein haufen
kamele
ich kenne eine dumme kuh
die macht muh
immerzu
anstatt zu fressen
das gras der wiese
auf der sie weidet
frisst sie lieber gemüse
und scheidet
das dann auch aus
oh welch ein graus
ein geschenk für meinen engel
denn Déby ist nun gar kein bengel
sie kann beglücken
und entzücken
der menschen viele
sie hat gefühle
ein geschenk ist sie
für alle die
welche dran glauben
dass es engel gibt
sie ist eben gar nicht faul
drum hau ich ihr aufs maul
dieser kleinen mücke
dann reiss ich sie in stücke
dass sie endlich hält ihr maul
und sich verzieht auf einen gaul
es ist mal ganz still
drum sag ich was ich will
red über meine gedanken
die mich bringen oft ins wanken
ich möchte auch sagen
dass ihr mich dürft fragen
jederzeit
ich bin bereit
wir stehn im kreise
und sind ganz leise
weil wir was spielen
wir müssen fühlen
des nachbars hand
da kommt ein hund
seine schnauze hält er
und dabei bellt er
vorbei ist das spiel
das war zu viel
ich stelle eine leiter
an des hauses wand
und steige heiter
auf die leiter
die am hause stand
doch mir vergeht
das lachen
das sind ganz dumme sachen
die leiter fällt um
und ich mit ihr
aber glaube mir
rein ins frisch geschnittne gras
ach das war was
habe mir nicht weh getan
doch ich bin voller gram
weil die leiter
jetzt ist kaputt
frau Meier
holt eier
beim bäcker um die ecke
da steht sie auf ne schnecke
frau Meier rutscht aus
und die eier fallen raus
die eier sind platt
doch frau Meier noch nicht satt
drum geht sie nochmals zum bäcker
und holt sich „Kräcker“
die gehen nicht so schnell kaputt
es tragen mich meine füsse
von dort send ich dir grüsse
von einem ort
ich bin dort
für eine weile
ohne eile
ich fahre gerne ski
doch du „muäsch sii däbii“
dann fahrn wir hoch und runter
solange wir sind munter
wenn wir dann müde werden
gehn wir mit den menschenherden
mit der bahn zurück
das ist ein ganzes stück
dann ziehn wir aus die schuhe
und gehen ganz in ruhe
und trinken einen tee
juhe
der „samichlaus“ bringt nüsse
und manchmal auch noch grüsse
aus dem fernen wald
doch bald
die kinder glauben
mit grossen augen
nicht mehr an ihn
dann ist er traurig
und das tönt schaurig
im bauch hatt ich ne kugel
die hat sich nur gedreht
viele monate war sie dort
und drehte sich am selben ort
meine kugel im bauch
sie sagte mir auch
gar nicht bös
du bist ganz nervös
versuchte zu kotzen
die kugel aus
doch sie kam nicht raus
dann hab ich sie gemacht aus ton
jetzt ist sie weg
ich glaube schon
mit vollen händen
an dicken wänden
geh ich vorbei
und es ist einerlei
in welche richtung
ich weiter geh
ich geh geradeaus
da treffe ich ne laus
die klagt mir ihr leid
sie ist gerade heut
zwanzig jahre alt
doch es kommen keine leut
und das lässt sie nicht kalt
die kugeln rollen
und wir wollen
ein gutes essen
und kein fressen
in diesem lokal
wir sitzen im saal
und sind am warten
da kommen die karten
zum bestellen
was wir wollen
ich esse eine banane
da kommt ne dame
und will ein stück
von meiner banane
die dame
ich gebe ihr natürlich nichts
und sage zu der dame
sie könne sich kaufen
im laden draussen
eine banane
für ein paar cent
eine gute fee
bestellt sich einen tee
damit sie kriegt kraft
und auch saft
für den weiten weg
der noch vor ihr liegt
es kriecht ne schlange
ne ganz lange
auf mich zu
ich renne weg im nu
doch sie kommt näher
ich schau wie n späher
ob sie kriecht weiter
nein sie bleibt stehn
und ich kann heiter
des weges gehn
die motten
an den klamotten
hab ich gar nicht gern
doch wie halte ich sie fern?
mit nem spray in der dose
verneble ich meine hose
die motten keuchen
und fleuchen
aus den hosen raus
das ist ihr ende
und ich klatsch mir in die hände
eine banane die ist krumm
das weiss schon jedes kind
wär ich gerade
wärs jammerschade
denkt die banane
und biegt sich noch mehr
auf der mauer sitzt ne katze
sie hält fest mit ihrer tatze
eine maus
die sprang aus ihrem haus
grad in die tatze
der katze
im auto übers land
möcht ich heut fahren
doch mein verstand
sagt
mit deinen jahren
ist es gefährlich
noch auto zu fahren
so lass ichs eben sein
und hocke daheim
was soll ich hier noch lange warten?
s ist zwar schön in diesem garten
doch das hocken tut schon weh
drum sage ich ade
ade ihr schönen bäume
wo ich hatte viele träume
ade du bächlein klein
wo ich die füss hielt rein
ade ihr vöglein alle
sie sangen nur für mich
ich hock hinterm fenster
und seh nen gangster
der steigt bei nachbars ein
und holt sich dort wein
ich schau dem gangster zu
wie er in aller ruh
den keller leert
mit feinem wein
den er säuft allein
ich weiss es nicht
bin ich ein wicht
ein ganz kleiner?
und alle sagen
der ist meiner
doch fragt keiner
wies ist für mich
zu sein so klein
doch ich bin mein
das weiss ich sicher
drum les ich bücher
damit mein wissen
nicht beschissen
werden kann
bei diesen tiefen preisen
geh ich gern auf reisen
leute schaut her
ich bin am blauen meer!
ich leg mich an die sonne
und fühle eine wonne
durch meinen körper strömen
da kommt ein krebs daher
aus dem blauen meer
und piekst mich in den zeh
au weh au weh au weh
