Sens- und Nonsens-Gedichte 1 - Brigitte Riederer - E-Book

Sens- und Nonsens-Gedichte 1 E-Book

Brigitte Riederer

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Beschreibung

ich reibe mit der scheibe eine karotte da kommt ne motte ganz und gar ne flotte und frisst die karotte mit haut und haaren auf da hau ich eine drauf auf die motte die flotte bis sie ist ganz platt wovon werde ich nun satt? ein hund der fällt vom dach das gibt nen fürchterlichen krach und ich kratze den hund vom platze ein junge weint er hat gemeint s wär sein hund Nachwort "Sens und Nonsens sind hier im Konsens", wird wohl jeder Kenner mit mir resümieren, wenn er den Lyrikband von Brigitte Riederer versonnen oder gar versponnen geschlossen haben wird. Es wird mir eine Ehre sein - nein ein Vergnügen - auch weitere Herzergiessungen der Autorin in den nächsten 20 oder 30 oder vielleicht auch 32 Jahren mit Vor- und Nachwort zu umgeben. Kai Gänger

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Seitenzahl: 171

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Dieses Buch ist meinen zwei Stützen gewidmet Frau Devi Rada Rageth, Psychotherapeutin und Dr. Kai Gänger, Psychiater, Oberarzt, die mir immer wieder auf die Beine helfen, wenn ich wieder einmal gestrauchelt bin, mich in Krisen unterstützen und mich motivieren weiterzumachen im Kampf für das Leben.

Inhaltsverzeichnis

Widmung

Vorwort

Gedichte

Glossar

Autorenportrait

08. 12. 2008 - 27. 02. 2009

Chronologische Reihenfolge

Vorwort

Wenn Lyrikbesessene den vorliegenden Sammelband „Sens- und Nonsens-Gedichte“ von Brigitte Riederer gelesen haben werden, dann wird im Inneren aufsteigen Christian Morgenstern, der dazu gesagt haben dürfte: Es muss durchaus, was auch von all denen, deren Blick, weil sie unter Sonnen, die, wie es im Poeten dichtet: „versengen statt zu leuchten“, geboren sind, verborgen ist, nicht ohne Grund festgestellt wird, dass hier einem sozusagen und dem Zeitgeist entsprechend (oder doch nicht?) dieselbe im Absturz als Hypnos gesehen, hypnotherapeutischen Moment ersten Ranges – immer angesichts dessen, dass, wie unten, keine mit Samthandschuhen des Pudels Kern (vielleicht Faust I) ihrer schlechthinigen Unvoreingenommenheit und Hoffnung auf eine, sagen wir bahnsinnige oder wesenzielle Erweiterung des erweiterten Stoffgebietes zusamt mit der Gleichheit des Christenmenschen vor dem Gesetz ihrer Volksseele zu verraten sich zu entbrechen den Mut, genauer gesagt, die Frechheit haben wird, einen Moment, wie ihm in Handel, Wandel, Schwandel und Tandel also allüberall dieselbe Erscheinung, dieselbe Frequenz den Arm bieten, und welches bei allem, ja vielleicht gerade trotz alledem, als ein mehr oder minder verbesserungswürdiger Auswuchs einer wohlbekannten und im weitesten Sinne exorbitanten Weltauffasserraumwortkindundkunstanschauung kaum mehr zu unterschlagen versucht werden zu wollen vermag – gegenübergestanden und beigewohnt werden zu dürfen gelten lassen zu müssen sein möchte.

In diesem Sinne wünscht Vergnügen beim Lesen und Immerwiederlesen

Kai Gänger

ich reibe

mit der scheibe

eine karotte

da kommt ne motte

ganz und gar ne flotte

und frisst die karotte

mit haut und haaren auf

da hau ich eine drauf

auf die motte

die flotte

bis sie ist ganz platt

wovon werde ich nun satt?

drei kerzen scheinen

man würde meinen

grad in mein herz hinein

doch so soll es sein

bei kerzenschein

und einem glas wein

und du bist mein

und ich bin dein

wir bilden einen kreis

und haben dabei „mais“

dann fängt es an zu dröhnen

und ich fang an zu stöhnen

weil es ist so schrecklich heiss

und ich habe lust auf eis

welch heitere wonne

vom himmel scheint die sonne

hinein in mein herz

das lindert meinen schmerz

den ich in mir trage

da stellt sich nun die frage

wie lange noch

hock ich im loch?

die sterne leuchten am firmament

niemand der sie alle kennt

mit ihren namen

amen

der ball er rollt

der torwart grollt

ins eigne tor hinein

ach ist das gemein

einen ring mit zwei blutroten steinen

der bringt mich fast zum weinen

du schenkst ihn mir

ich bleibe dir

treu bis an mein lebensende

doch dann kommt die wende

ich bin tot

und du siehst rot

ein leben ist erloschen

war es einen groschen

wert?

meiner

ist so schön wie keiner

wenigstens für mich

wie es ist für dich

das weiss ich nicht

ich muss dich fragen

um dir zu sagen

ob er dir

gefällt wie mir

sternenschnuppen himmelszelt

und ne menge gutes geld

was soll ich machen

mit all den sachen

die ich habe mir gekauft?

die kugel rollt

der donner grollt

der hagel zieht hinüber

über alle pflanzen drüber

ich steh unterm grossen dach

und bin plötzlich wieder wach

unter einer fichte

schreibe ich gedichte

da kommt mir eine lichte

gestalt entgegen

ich frag sie eben

woher sie kommt

sie sagt zu mir

ich zeig es dir

lass alles liegen

und wir fliegen

zu mir nach haus

unterm himmelszelt

da liegt meine welt

und ich versuche

mit einem buche

unterm arm

zu lesen

was ist gewesen

in letzter zeit

und ich mache mich bereit

da gibt es streit

zwischen zwei kindern

und ich versuche ihn zu lindern

da kommt ne biene

ne ganz kühne

fliegt auf mein brot

schon ist sie tot

geht die sonne unter

dann werde ich erst munter

und versuche

unter einer buche

zu schreiben gedichte

da kommt ne nichte

und wir gehn spazieren

wir verlieren

einen schal

ach denk ich mal

das ist nicht so schlimm

und ich nimm

eine nelke

eine welke

vom boden auf

die sonne scheint

ich hab gemeint

nur für mich allein

ich kann sein

in ihrem schein

und ich denke sie ist mein

der vollmond lacht vom himmel

und ich stehe im getümmel

von dieser menschenmenge

ach ich hasse diese enge

und such mir einen weg

da find ich einen steg

ich nehme diesen

da liegt mir zu füssen

ein grosser fisch

ich leg ihn auf den tisch

und hole ein messer

das eignet sich besser

als eine gabel

ich stehe auf nem kabel

vor dem Turm zu Babel

da kommt ne mücke

die ich zerdrücke

drücke sie ganz fest

so geb ich ihr den rest

da kommt ne dohle

auf leiser sohle

und fliegt durch den ring

das ist n ding

sie fliegt ganz leise

in einer weise

so zart und schön

doch ich muss leider gehn

und kann nicht sehn

ob sie fliegt weiter

ohne müh und heiter

nochmals durch den ring

sternenschnuppen himmelszelt

ach ich lieb die ganze welt

lieb die welt so wie sie ist

und auch dich so wie du bist

möchte bleiben immer hier

weils auch gibt so gutes bier

einmal eine fahne tragen

um sich selber dann zu sagen

ich bleibe gerne wie ich bin

und hat das leben einen sinn

dem ich renne „hintendrein“

ach das kann es doch nicht sein

nicht zu kennen seinen sinn

dabei bin ich mittendrin

im leben

eben

das ist

n mist

zu sein alleine

du weisst was ich meine

niemand zum streiten

und die nachbarn reiten

auf ihren pferden

durch die herden

der kühe

mit viel mühe

der wind der wind

er bläst geschwind

um die ecken

und tut mich wecken

zähle jetzt schafe

bis ich wieder schlafe

und kuschle mich in decken

niemand tut mich mehr wecken

ich hab zu viel gekauft

die haare hab ich mir gerauft

weil niemand will die sachen

welche sollen glücklich machen

doch was heisst denn glück?

das ist doch nur n stück

von einem moment

der noch niemand kennt

und dann kommt der morgen

ich versuche ohne sorgen

das leben zu geniessen

dann fängt wer an zu schiessen

aus einem gebüsch

nun gibt es leichen frisch

vor dem gebüsch

montags um halb vier

gibts für mich ein bier

was soll ich hier

so mit nem bier

montags um halb vier?

ich könnt es trinken

und versinken

in meinen gedanken

ach hätt ich ein paar „franken“

um zu tanken

meinen wagen voll

das wäre toll

dann könnt ich fahren

mit den jahren

durch die jahreszeiten

die mich begleiten

auf meinem weg

bis da kommt ein steg

und ich mir überlege

welchen der wege

soll ich nun gehen

und lass den wagen einfach stehen

freude spüre ich

weil ich halte dich

in meinen armen

den warmen

und wir spüren beide

unter der trauerweide

was uns verbindet

und wer das findet

der kann sich freun

bis morgens um neun

und noch weitere stunden

denn wir sind verbunden

bis dass der tod uns scheidet

die see ist rau

der himmel grau

wir schaukeln auf dem boot

hin zum abendrot

die see ist wild

was für ein bild

wir haben keine segel mehr

was mir macht sorgen sehr

wir lassen uns treiben

können hier nicht bleiben

in richtung der sonne

ach welche wonne

dort wird es wärmer

und ich bin ein bisschen ärmer

an zuversicht

da kommt ein wicht

und zieht uns ans ufer

ganz langsam und sacht

und über uns wacht

ein vogel gross

es ist famos

die ganze zeit

er war bereit

denn unser boot

das war in not

ich esse lieber was ich will

zum beispiel ein stück fleisch vom grill

ein stück zartes

daneben gart es

in einer pfanne

ich sitze in der wanne

und fange an zu singen

könnt ihr mir bringen

mein stück fleisch vom grill

das ich jetzt essen will?

das leben

eben

es ist hart

nicht nur der start

möcht vor ihm fliehen

ums nicht zu spüren

das leben

eben

ich schreibe

mit ner kreide

auf ein leeres blatt

ich habe alles satt

das ganze leben

eben

überm see das alpenglühen

ja ich werde mich bemühen

zu sein ganz leise

nein ich „habe keine meise“

doch spielt einer eine weise

die für mich ganz herrlich klingt

scheiben hier und scheiben dort

überall an jedem ort

passen muss man auf

dass sie gehn nicht drauf

wenn man fussball spielt

und sich nicht an regeln hielt

könnt es krachen

s gibt solche sachen

dann gibt es scherben

dann kommen die erben

die wollen geld sehn

und keiner kanns verstehn

ich verweile

ohne eile

an einem weiher

und esse eier

hab viele gedanken

die lassen mich „wanken“

fall fast in den weiher

doch ohne eier

zwei streunende hunde

sind im bunde

mit der macht

die über uns wacht

im himmel oben

wir können sie nur loben

denn sie hält ihre hand

über jeden mensch im land

an einem schönen strand am meer

möchte ich verweilen

dort wo es mir gefällt so sehr

und mich nicht mehr muss beeilen

aufs boot zu gehen

und ich kann sehen

ganz viele muscheln

und wir tuscheln

ganz leise

damit wir hören

mit unseren ohren

den wind und die wellen

die möwen mit grellen

schrein in die stille

es ist mein wille

noch weiter zu gehen

kann niemand mehr sehen

im weissen sand

am klaren strand

einen kreis in den sand

und einen kreis dort an der wand

habe ich gemalt

und jeder strahlt

dieser kreise

da kommt ne meise

und fliegt ganz leise

durch die kreise

fünf ringe halt ich in der hand

die spiegeln sich dort an der wand

wolln sein getragen

drum lass dich fragen

willst du einen

am finger deinem

einer hand?

eine kugel die ist rund

und ein apfel ist gesund

lass die kugel rollen

und die äpfel sollen

gut für die verdauung sein

also äpfel kommt seid mein

der Herr der Ringe

der macht dinge

die ich nicht mehr kann verstehn

doch ich versuch zu sehn

wie das geht

was da steht

das huhn kriegt einen ring

das ist n ding

der vogel hat auch einen

man könnte meinen

jedes ding

hat seinen ring

mein geliebter ruft nach mir

also muss ich gehn von dir

muss gehn von zu hause

stand unter der brause

nur für dich

es weidet

ein weisses pferd

und ich steh am herd

bin am kochen

für die nächsten wochen

hab viel zu tun

und keine zeit zum ruhn

da kommt ne meise

und spielt ne weise

so lieblich und schön

ich könnte weinen

es berührt mich im herzen

es treten auf schmerzen

drum muss ich gehn

auf wiedersehn

zwei kinder treffen sich am strand

werfen kugeln in den sand

wer trifft weiter?

sie sind heiter

die kinder im sand

dort unten am strand

ich schreibe wieder

mal nieder

was mich bedrückt

ich bin gar nicht so entzückt

es sind probleme viele

drum hab ich mühe

mit dem leben

eben

das wetter spielt heut so verrückt

davon bin ich nicht entzückt

ich hock mich in mein zimmer

und das für immer

bleib darin hocken

mit warmen socken

möchte nur noch bleiben

und darin schreiben

der kreis meines lebens

hat sich heut geschlossen

seid nicht verdrossen

ich hab es so gewollt

denn ich kann entscheiden

ob ich will bleiben

oder gehn

es reift schon das korn

und ich habe nen dorn

in meiner linken hand

der kommt von jenem busch

an dem ich bin husch

vorübergerannt

verdammt

ich treffe wieder

zwei liebe brüder

die wollen tanzen

mit ihrem ranzen

das mag ich nicht

die sind ja nicht ganz dicht

ne motte ist gefrässig

das weiss ich zuverlässig

von einem herrn

aus Bern

zwei brüder klauen

den alten frauen

die taschen weg

das ist nicht nett

sie kommen ins gefängnis

jetzt sind sie in bedrängnis

hab ihn gefragt

drum hat er gesagt

s wird heute nass

ich öffne das fass

damit der regen

der segen

das fass kann füllen

es drückt der föhn

oh wie schön

durch das tal

fast überall

das boot in wilden wogen

wird gezogen

durch das meer

von einem heer

einhörner

die fressen dann die körner

welche liegen am strand

im sand

man könnte meinen

der mond tut scheinen

doch tut ers nicht

der blöde wicht

hält sich verborgen

ich mache mir sorgen

ob er noch oben hängt

wasser wind und leben

das sind eben

drei wichtige dinge

doch ich bringe

sie nicht auf die reihe

das war nicht immer so

früher sagte ich hallo

zu wasser wind und leben

doch ich hoffte vergeben

dass sich das ändern wird

drum steh ich weiterhin am herd

dort warte ich darauf

bis bei mir der knopf geht auf

und es sich wendet

das blatt für mich

auf dem herd da steht ein topf

und ich habe was im kopf

dann wolln wir essen

doch ich habs vergessen

denn es ist so

ich hab schon was in meinem kopf

doch das ist stroh

einsam geh ich weiter

meinen lebensweg

bin gar nicht heiter

zu danken hab ich dir so viel

drum höre gut es ist mein ziel

zu leben auf eigenen füssen

drum lass dich nochmals grüssen

die mücken tanzen

und es „schwanzen“

die hunde vorbei

mir ist das einerlei

der kreis meines lebens

schliesst sich heute

drum liebe leute

lasst korken knallen

und sagt allen

was ist passiert

ich hab es so gewollt

hab mich entschieden

vor vielen jahren

mit grauen haaren

zu diesem schritt

meinem letzten

auf dieser welt

doch ich komm wieder

drum seid nicht traurig

denn das wär schaurig

es war mein wille

ich kann entscheiden

ob ich will bleiben

oder gehn

um alle ecken schleicht der tod

wer ihm begegnet der sieht rot

einsam ist er darum

ich sag dir auch warum

weil alle ihn fürchten

ein leben lang

an der decke hängen ringe

und viele viele andre dinge

sie hängen dort

und du gehst fort

wohin gehst du?

frag ich im nu

geh einfach weg

mag nicht mehr sein

mit dir allein

es stürmt und macht

der donner kracht

ich verkriech mich lieber

bis alles ist vorüber

in meinem bett

dort ist es nett

und zieh die decke mir

über den kopf

so halt ichs aus

kommst du draus?

eine ganze weile

denn ich bin nicht in eile

bis alles ist vorbei

wir werfen scheiben

wir tanzen reigen

wir sind am festen

um dich zu testen

was du magst trinken

in deinen „finken“

und wir staunen

und es geht ein raunen

durch die menschenmenge

weil du magst saufen

wie ein haufen

kamele

ich kenne eine dumme kuh

die macht muh

immerzu

anstatt zu fressen

das gras der wiese

auf der sie weidet

frisst sie lieber gemüse

und scheidet

das dann auch aus

oh welch ein graus

ein geschenk für meinen engel

denn Déby ist nun gar kein bengel

sie kann beglücken

und entzücken

der menschen viele

sie hat gefühle

ein geschenk ist sie

für alle die

welche dran glauben

dass es engel gibt

sie ist eben gar nicht faul

drum hau ich ihr aufs maul

dieser kleinen mücke

dann reiss ich sie in stücke

dass sie endlich hält ihr maul

und sich verzieht auf einen gaul

es ist mal ganz still

drum sag ich was ich will

red über meine gedanken

die mich bringen oft ins wanken

ich möchte auch sagen

dass ihr mich dürft fragen

jederzeit

ich bin bereit

wir stehn im kreise

und sind ganz leise

weil wir was spielen

wir müssen fühlen

des nachbars hand

da kommt ein hund

seine schnauze hält er

und dabei bellt er

vorbei ist das spiel

das war zu viel

ich stelle eine leiter

an des hauses wand

und steige heiter

auf die leiter

die am hause stand

doch mir vergeht

das lachen

das sind ganz dumme sachen

die leiter fällt um

und ich mit ihr

aber glaube mir

rein ins frisch geschnittne gras

ach das war was

habe mir nicht weh getan

doch ich bin voller gram

weil die leiter

jetzt ist kaputt

frau Meier

holt eier

beim bäcker um die ecke

da steht sie auf ne schnecke

frau Meier rutscht aus

und die eier fallen raus

die eier sind platt

doch frau Meier noch nicht satt

drum geht sie nochmals zum bäcker

und holt sich „Kräcker“

die gehen nicht so schnell kaputt

es tragen mich meine füsse

von dort send ich dir grüsse

von einem ort

ich bin dort

für eine weile

ohne eile

ich fahre gerne ski

doch du „muäsch sii däbii“

dann fahrn wir hoch und runter

solange wir sind munter

wenn wir dann müde werden

gehn wir mit den menschenherden

mit der bahn zurück

das ist ein ganzes stück

dann ziehn wir aus die schuhe

und gehen ganz in ruhe

und trinken einen tee

juhe

der „samichlaus“ bringt nüsse

und manchmal auch noch grüsse

aus dem fernen wald

doch bald

die kinder glauben

mit grossen augen

nicht mehr an ihn

dann ist er traurig

und das tönt schaurig

im bauch hatt ich ne kugel

die hat sich nur gedreht

viele monate war sie dort

und drehte sich am selben ort

meine kugel im bauch

sie sagte mir auch

gar nicht bös

du bist ganz nervös

versuchte zu kotzen

die kugel aus

doch sie kam nicht raus

dann hab ich sie gemacht aus ton

jetzt ist sie weg

ich glaube schon

mit vollen händen

an dicken wänden

geh ich vorbei

und es ist einerlei

in welche richtung

ich weiter geh

ich geh geradeaus

da treffe ich ne laus

die klagt mir ihr leid

sie ist gerade heut

zwanzig jahre alt

doch es kommen keine leut

und das lässt sie nicht kalt

die kugeln rollen

und wir wollen

ein gutes essen

und kein fressen

in diesem lokal

wir sitzen im saal

und sind am warten

da kommen die karten

zum bestellen

was wir wollen

ich esse eine banane

da kommt ne dame

und will ein stück

von meiner banane

die dame

ich gebe ihr natürlich nichts

und sage zu der dame

sie könne sich kaufen

im laden draussen

eine banane

für ein paar cent

eine gute fee

bestellt sich einen tee

damit sie kriegt kraft

und auch saft

für den weiten weg

der noch vor ihr liegt

es kriecht ne schlange

ne ganz lange

auf mich zu

ich renne weg im nu

doch sie kommt näher

ich schau wie n späher

ob sie kriecht weiter

nein sie bleibt stehn

und ich kann heiter

des weges gehn

die motten

an den klamotten

hab ich gar nicht gern

doch wie halte ich sie fern?

mit nem spray in der dose

verneble ich meine hose

die motten keuchen

und fleuchen

aus den hosen raus

das ist ihr ende

und ich klatsch mir in die hände

eine banane die ist krumm

das weiss schon jedes kind

wär ich gerade

wärs jammerschade

denkt die banane

und biegt sich noch mehr

auf der mauer sitzt ne katze

sie hält fest mit ihrer tatze

eine maus

die sprang aus ihrem haus

grad in die tatze

der katze

im auto übers land

möcht ich heut fahren

doch mein verstand

sagt

mit deinen jahren

ist es gefährlich

noch auto zu fahren

so lass ichs eben sein

und hocke daheim

was soll ich hier noch lange warten?

s ist zwar schön in diesem garten

doch das hocken tut schon weh

drum sage ich ade

ade ihr schönen bäume

wo ich hatte viele träume

ade du bächlein klein

wo ich die füss hielt rein

ade ihr vöglein alle

sie sangen nur für mich

ich hock hinterm fenster

und seh nen gangster

der steigt bei nachbars ein

und holt sich dort wein

ich schau dem gangster zu

wie er in aller ruh

den keller leert

mit feinem wein

den er säuft allein

ich weiss es nicht

bin ich ein wicht

ein ganz kleiner?

und alle sagen

der ist meiner

doch fragt keiner

wies ist für mich

zu sein so klein

doch ich bin mein

das weiss ich sicher

drum les ich bücher

damit mein wissen

nicht beschissen

werden kann

bei diesen tiefen preisen

geh ich gern auf reisen

leute schaut her

ich bin am blauen meer!

ich leg mich an die sonne

und fühle eine wonne

durch meinen körper strömen

da kommt ein krebs daher

aus dem blauen meer

und piekst mich in den zeh

au weh au weh au weh