Seryndal - Elira Nywen - E-Book
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Seryndal E-Book

Elira Nywen

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Beschreibung

Seryndal ist mehr als ein Reich es ist ein Lied aus Licht, Erinnerung und alten Schwüren. Als sich das uralte Tor erneut öffnet, beginnt für Aelwyn, eine junge Hüterin mit einem geheimnisvollen Lied in der Seele, eine Reise, die nicht nur die Welt verändert sondern sie selbst. Zusammen mit dem kampferprobten Kael, der weisen Serenya, der rätselhaften Lythiel und dem leuchtenden Schmetterlingswesen Azurion durchquert sie eine Welt voller lebendiger Dunkelheit, uralter Runen, verlorener Prüfungen und magischer Spiegel. Doch was sie erwartet, ist mehr als Magie: Es ist Wahrheit. Und Wahrheit fordert ihren Preis. Inmitten von Ruinen, Erinnerungsräumen und Sternenschmieden entdeckt Aelwyn das Amulett der Hoffnung – ein Relikt, das nur denjenigen wählt, die bereit sind, sich selbst zu erkennen. Jede Rune, jede Prüfung, jeder Schritt führt tiefer in die Vergangenheit Seryndal und in das Herz eines drohenden Verrats, der die Welt zu zerreißen droht. Als Schatten über Seryndal aufziehen und selbst das Licht zu zweifeln beginnt, muss Aelwyn eine letzte Wahl treffen: Wird sie Hüterin bleiben? Oder wird sie zur Stimme des Wandels? Seryndal Der Schwur der goldenen Schwingen* ist ein epischer Fantasy-Roman voller poetischer Bilder, innerer Reisen und magischer Tiefe. Für Leserinnen und Leser, die Geschichten lieben, in denen Lied und Licht, Mut und Erinnerung den Weg weisen.

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Elira Nywen

Seryndal

der Schwur der goldenen Schwingen

Wenn Licht und Lied nicht mehr reichen, erwacht das Erbe unter den Flügeln. Ein uralter Schwur. Und eine Hüterin, die zwischen Hoffnung und Opfer den Pfad finden muss. Seryndal steht am Rand des Vergessens doch aus Sternenlicht, Flammen und Tränen wächst der letzte Gesang.

Seryndal Der Schwur der goldenen Schwingen

Band 3

Elira Nywen

Copyright

© 2025 Elira Nywen Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch oder Teile davon dürfen ohne schriftliche Genehmigung der Autorin weder reproduziert, kopiert noch verbreitet werden.

Widmung

Für alle, die den Mut haben, ihren Schwur einzulösen. Für alle, die in der Dunkelheit das Licht der Schwingen tragen. Und für jene, die dem Ruf ihres Herzens folgen selbst, wenn der Weg steinig ist.

Was bisher geschah

Kaelen Tharion und Elyra Serelwen stehen vor einer neuen, gefährlichen Aufgabe: Die sagenumwobene Dracheninsel ist in Gefahr. Um sie zu retten, müssen sie zuerst zwei mächtige Drachen zähmen den grünen Anuli mit rosa Schuppen und den neu auftauchenden gelb-grünen Tharion mit feurigen roten Augen. Der Weg dorthin verlangt Vertrauen, mentale Verbindung und Mut, denn erst nach der erfolgreichen Seelenbindung können sie reiten und gemeinsam kämpfen. Die Reise führt sie zu alten Freunden aus Band 1, lüftet Geheimnisse vergessener Magie und stellt die Elfen vor Entscheidungen, die nicht nur über das Schicksal der Insel, sondern auch über ihre eigenen Herzen bestimmen.

Prolog

Wenn der Himmel weint und die Wurzeln singen, wenn selbst die Sterne innehalten, dann beginnt die Zeit der Wandlung. Die alten Hüter sind gefallen oder fern, doch ihre Flamme lebt in einer neuen Stimme. Aelwyn, sie trägt das Licht nicht mehr wie

ein Erbe, sondern wie eine Entscheidung. Denn in diesem Band hebt sich der Nebel. Die Schwingen der Riesenschmetterlinge leuchten über stummen Feldern. Und Einhörner treten aus dem Vergessen, um zu erinnern, was nie hätte gebrochen werden dürfen. Die Prüfungen sind nicht vorbei. Sie wandeln nur ihre Form. Und mit jeder Rune, die erwacht, erwacht auch das, was unter den Sternen schlief.

Die Prophezeiung von Seryndal

Ein leiser Wind Strich durch die uralten Bäume des Flüsterwaldes. Nebel hing in silbrigen Schwaden über dem Boden, und die Luft war erfüllt vom süßen Duft der Blüten, die nur bei Mondschein ihre Kelche öffneten. In der Ferne glühte ein Schwarm der legendären Riesenschmetterlinge, ihre blauen Schwingen leuchteten wie winzige Sterne in der Dunkelheit.

Die Bäume selbst schienen lebendig zu sein. Ihre knorrigen Äste bogen sich im Rhythmus des Windes, und aus ihren Stämmen erklang ein kaum wahrnehmbares Wispern, als würde der Wald uralte Geheimnisse erzählen, die nur jene vernehmen konnten, deren Herzen rein genug waren. Jeder Schritt der Schwestern schien ein Echo in dieser uralten Stille zu hinterlassen. Im Herzen des Waldes, dort, wo die Runensteine standen, warteten sie: Lythiel und Serenya Schwestern, die das Schicksal von Aeloria schon einmal gelenkt hatten. Sie hielten inne, als eine kühle Brise durch die Lichtung wehte und die Runen zu flüstern begannen. Wenn der Schwur gebrochen, wenn das Gold verglüht und die Schwingen verstummen, wird Seryndal fallen…“

Die Stimme der Prophezeiung kam direkt aus dem größten Stein, auf dessen glatter Fläche goldene Runen aufblitzten. Die Luft um ihn herum flimmerte, als sei sie elektrisch geladen. Beide Schwestern schlossen instinktiv die Augen, als das Raunen der Magie in ihnen widerhallte. Serenya spürte ein Ziehen tief in ihrem Herzen, als hätte die Prophezeiung nicht nur den Wald, sondern auch sie selbst berührt.

Lythiel, die ältere der beiden, öffnete die Augen und sah Serenya eindringlich an. „Es ist so weit“, murmelte sie. „Der Schwur der goldenen Schwingen verlangt nach uns.“

Serenya trat unruhig von einem Fuß auf den anderen, den Blick misstrauisch auf die Schatten am Rand der Lichtung gerichtet. „Bist du sicher?“, fragte sie. Ihre Stimme war kaum lauter als ein Wispern. „Es heißt, dass, wer den Schwur ruft, auch seinen Preis zahlen muss.“

„Wir haben keine Wahl“, entgegnete Lythiel fest, ihre smaragdgrünen Augen kalt vor Entschlossenheit. „Du weißt, was auf dem Spiel steht. Die Grenze zwischen den Reichen bricht. Wenn wir nicht handeln, wird Aeloria in den Abgrund gerissen.“

Serenya schwieg, ihre Finger umklammerten den Griff ihres Dolches. Die Erinnerung an die brennenden Städte und den Schmerz vergangener Kämpfe flammte vor ihrem inneren Auge auf. Sie wollte nicht noch einmal erleben, wie ihre Heimat unterging.

Ein Flügelschlag ließ die Luft erbeben. Aus den Schatten hinter den Runensteinen trat ein weißes Einhorn hervor, seine goldene Mähne im Mondlicht schimmernd, seine Augen unergründlich wie der Nachthimmel. Auf seiner Brust lag eine goldene Kette mit einem Amethyst, der in einem tiefen Violett glomm und pulsierte, als atmete er.

Ein Schwur im Mondlicht

Der Wind war schärfer geworden, als die vier Gestalten die steilen Stufen zur Anhöhe erklommen. Über ihnen spannte sich ein tiefer, klarer Nachthimmel, in dem der Mond wie eine silberne Wache thronte. Die Bäume des Flüsterwaldes lagen längst hinter ihnen, und hier oben wirkte die Welt stiller, beinahe ehrfürchtig. Nur das leise Rauschen des Windes und das gelegentliche Flattern der Schmetterlingsflügel begleiteten sie.

Aelwyn und Kael, die beiden jungen Elfen, hielten sich zurück, als Serenya und Lythiel mit dem Einhorn und dem riesigen blauen Schmetterling den heiligen Runenkreis auf der Anhöhe betraten. Die uralten Steine ragten aus dem Felsen wie Zeugen einer Zeit, die längst vergangen war, ihre Oberflächen übersät mit schimmernden Runen. Das Mondlicht ließ die Gravuren leuchten, als hätten die Steine selbst begonnen zu atmen.

Serenya trat als Erste in den Kreis, ihre Augen glänzten, als sie die magische Präsenz spürte, die von den Steinen ausging. Lythiel folgte ihr, einen Schritt hinter ihr, während das Einhorn würdevoll neben ihnen einherschritt. Der Schmetterling schwebte darüber, seine gewaltigen Flügel warfen sanfte Schatten auf den Boden.

Kael hielt den Atem an. „Ist das … der Ursprung des Schwurs?“

Aelwyn nickte, ihre Stimme ehrfürchtig. „Hier wurde vor Äonen der Bund geschlossen, der Seryndal vor dem Sturz bewahrte.“

Im Zentrum des Kreises hielten die Schwestern an. Der Einhorn Hengst senkte seinen Kopf, und der Amethyst an seiner Kette begann violett zu glimmen, als spüre er die uralte Magie. Die Runen auf den Steinen reagierten, flackerten auf, und ein leuchtendes Band aus Licht spannte sich von einem Stein zum anderen, umschloss den Kreis in einem sanften Schimmer.

„Hier und heute“, begann Lythiel mit fester Stimme, „erneuern wir den Schwur der goldenen Schwingen.“

Serenya trat vor, kniete nieder und legte eine Hand auf den Boden. „Im Namen Seryndal, der Erde und der Sterne“, flüsterte sie. „Wir binden uns an diese Aufgabe, solange wir atmen, solange unser Blut durch unsere Adern fließt.“

Das Einhorn hob sein Horn, und ein violettes Leuchten schoss empor, verband sich mit dem Lichtband der Runen. Der Schmetterling ließ sich auf Serenyas Schulter nieder, seine Flügel glühten in tiefem Azur, als Zeichen des Bundes.

Das Band aus Licht zog sich fester, wurde heller, als die Magie ihre Zustimmung erteilte. Ein warmer Wind strich durch den Kreis, und für einen Moment war die ganze Welt nur noch Licht und Magie.

Eine Vision überkam sie: Bilder von brennenden Städten, schwarzen Wolken, die den Himmel verdunkelten, und Scharen von Schattenwesen, die aus dem Nebel krochen. Serenya keuchte, ihre Hände krallten sich in den Boden. Aber dann kamen Bilder von Hoffnung: ein einzelnes Licht in der Dunkelheit, Schwingen aus Gold, die den Himmel durchbrachen, und ein Chor von Stimmen, die den Namen Seryndal riefen.

Als das Leuchten aufhörte, lag Stille über der Anhöhe. Der Bund war erneuert und mit ihm eine Verpflichtung, deren Konsequenzen noch niemand ermessen konnte.

Serenya richtete sich auf, ihr Blick fest auf die fernen Lichter des Waldes gerichtet. „Es gibt kein Zurück mehr“, sagte sie leise. „Der Schwur bindet uns alle.“

Das Einhorn neigte zustimmend den Kopf, während der Schmetterling noch immer reglos auf ihrer Schulter verweilte.

Aelwyn und Kael traten nun näher, ihre Gesichter bleich vor Ehrfurcht. „Mögen die Sterne mit uns sein“, murmelte Kael.

Der Wind trug seine Worte fort, hinaus in die Dunkelheit, in der das Schicksal von Eryndor bereits wartete.

Lythiel legte eine Hand auf Serenyas Schulter. „Du hast die Vision auch gesehen, nicht wahr?“

Serenya nickte stumm. „Sie kommen. Und wir sind alles, was zwischen ihnen und dem Untergang steht.“

Der Einhorn Hengst schnaubte leise, trat an den Rand des Kreises und blickte in die Ferne. „Die Zeit der Entscheidung naht schneller, als ihr glaubt“, sagte er mit gedanklicher Stimme. „Doch solange euer Schwur in euren Herzen lebt, wird die Hoffnung nicht sterben.“

Aelwyn zog ihren Umhang enger um sich, als eine Böe über die Anhöhe fegte. „Was wird jetzt von uns verlangt?“

Lythiel ließ ihren Blick über den Runenkreis gleiten, dann zu dem Einhorn. „Wir warten auf das Zeichen“, antwortete sie. „Und wir bereiten uns vor.“

„Auf was?“, fragte Kael zögerlich.

„Auf den Krieg“, entgegnete Serenya, ihre Stimme fester als zuvor. „Und auf unsere Prüfung.“

Die Runen begannen erneut zu flackern, als wollten sie die Worte bestätigen. Über ihnen zog ein einsamer Stern einen glühenden Schweif durch den Himmel. Die Magie des Ortes lag schwer auf ihren Schultern, aber auch ein unerklärlicher Funken Zuversicht. Noch würde das Licht nicht erlöschen.

Die vier verließen den Kreis erst, als der Mond seinen höchsten Stand erreicht hatte. In ihren Herzen trugen sie die Gewissheit, dass nichts mehr so sein würde wie zuvor und dass das Schicksal von Seryndal nun untrennbar mit ihnen verbunden war.

Die goldene Mähne

Das Licht der Morgendämmerung küsste die Wipfel des Flüsterwaldes, als das Einhorn erwachte. Es hatte die Nacht in der Nähe der Runensteine verbracht, wachend, lauschend, träumend. Der Morgentau perlte auf seinem weißen Fell, und seine Mähne, nun von der Magie des Schwurs berührt, floss wie flüssiges Gold über seinen Hals länger, glänzender, lebendiger als je zuvor.

Serenya trat vorsichtig näher. Noch nie hatte sie ein Wesen wie dieses aus solcher Nähe betrachtet. Das Einhorn wirkte stark und erhaben und gleichzeitig verletzlich. In seinen Augen spiegelte sich nicht nur Weisheit, sondern auch Unruhe. Etwas in ihr regte sich, eine Mischung aus Staunen und Ehrfurcht, die sie kaum in Worte fassen konnte.

„Es verändert sich“, flüsterte Lythiel, die nun neben ihrer Schwester stand. „Die Magie hat es berührt“, sagte eine neue Stimme ruhig.

Sie drehte sich um Aelwyn trat aus den Schatten, begleitet von Kael, der seine Hand instinktiv an das Heft seines Schwertes legte, als er den riesigen blauen Schmetterling über Serenyas Schulter flattern sah. Die Flügel des Wesens funkelten im ersten Licht des Tages, als trügen sie das Licht selbst in sich.

„Wir kennen uns nicht“, begann Aelwyn, ihre Augen wachsam, aber offen. „Doch ich habe gespürt, dass sich etwas verändert hat.“

Lythiel neigte ehrfürchtig den Kopf. „Die Prophezeiung hat gesprochen. Der Schwur wurde erneuert.“

Aelwyns Blick fiel auf die Mähne des Einhorns. Goldene Strahlen lösten sich wie Fäden vom Fell und verschwanden flimmernd in der Luft. Als das Einhorn sich bewegte, wirbelten Lichtfunken durch den Morgennebel. Es war, als würde der Tag selbst durch seine Anwesenheit heller werden.

„Und doch… es fürchtet etwas“, murmelte Kael. „Siehst du, wie es die Ohren anlegt? Wie es unruhig auf dem Boden scharrt?“

Tatsächlich war das Einhorn in Aufruhr. Seine Nüstern bebten, die Augen zuckten nervös zu den Baumwipfeln. Und dann ein Schatten am Himmel.

Zuerst wirkte es wie eine Wolke, dann wie Rauch. Doch es war weder noch. Es war Bewegung ohne Geräusch. Die Luft selbst flackerte, als ob etwas Unsichtbares hindurchglitt.

Der Schmetterling hob sich ruckartig in die Luft, die Flügel weit aufgespannt. Seine Antennen zitterten.

„Etwas Altes erwacht…“, sagte Aelwyn leise. „Etwas, das vergessen werden sollte.“

Das Einhorn bäumte sich erschrocken auf. Seine goldene Mähne wirbelte um seinen Hals wie lebendiges Feuer, während das Amulett an seinem Hals einen hellen Lichtblitz aussandte wie ein stummer Hilferuf.

Kael trat vor, schützend zwischen die Schwestern und das Einhorn. „Wir müssen herausfinden, was das ist“, sagte er. „Und warum es ausgerechnet jetzt zurückkehrt.“

Serenya sah zu dem Schmetterling, der nun in einem leuchtenden Bogen über ihnen kreiste. „Vielleicht war der Schwur nur der Anfang.“

Aelwyn trat neben sie und sprach mit leiser, fast beschwörender Stimme: „Es gibt eine alte Geschichte. Von einer Macht, gebunden an den goldenen Schwur. Sie wurde einst verbannt nicht vernichtet. Ein Teil dieser Magie könnte durch das Ritual freigesetzt worden sein.“

Lythiel runzelte die Stirn. „Warum steht das in keinem der Runenbücher?“

„Weil es nie, niedergeschrieben wurde. Die Alten glaubten, wenn man es vergisst, kann es nie zurückkehren. Aber wir wissen jetzt, dass Erinnern auch schützt.“

Das Einhorn hatte sich wieder beruhigt, doch seine Mähne leuchtete stärker denn je. Serenya spürte, wie eine sanfte Wärme von dem Wesen ausging. Als sie ihre Hand näher an das Tier brachte, flackerte eine Vision auf: ein Turm aus schwarzem Glas, tief im Nebel verborgen, eine Stimme, die flüsterte: „Ich sehe euch…“

Sie zuckte zurück. „Da ist etwas. Es beobachtet uns.“

„Dann haben wir keine Zeit zu verlieren“, sagte Kael. „Wir müssen zum Herz Baum. Wenn jemand Antworten hat, dann er.“

Aelwyn nickte. „Und ich fürchte, der Weg dorthin wird alles andere als ruhig.“

So brachen sie auf, geführt vom Schmetterling, dessen Leuchten heller wurde, je weiter sie sich vom Runenkreis entfernten. Die goldene Mähne des Einhorns wurde zu einem Banner, das durch den Nebel schwebte, ein Lichtzeichen für jene, die noch hofften. Und ein Ziel für jene, die im Schatten lauerten.

Flügel aus blauer Magie

Ein geheimnisvolles Leuchten lag über dem Tal, als sich Aelwyn und Kael, begleitet von den Schwestern Lythiel und Serenya, in Bewegung setzten. Das Einhorn trottete an ihrer Seite, noch immer nervös, aber geleitet von einer unsichtbaren Kraft. Der riesige Schmetterling, dessen Flügel in sattem Blau schimmerten, kreiste über ihnen nicht mehr wie ein Wesen, sondern wie ein Bote.

„Sie nennen ihn Azurion“, erklärte Serenya mit leiser Stimme. „Er ist der Älteste unter ihnen. Manche sagen, er sei älter als der erste Baum von Eryndor.“

Kael hob den Blick und betrachtete die weiten, langsamen Flügelschläge des Wesens. Bei jedem Schlag wirbelten kleine Lichtpartikel durch die Luft sie sahen aus wie funkelnder Staub, der in der Morgensonne glitzerte.

„Er will, dass wir ihm folgen“, sagte Aelwyn, und ihre Stimme war nicht zögerlich sie war sicher.

---ENDE DER LESEPROBE---