Short-Selling - simplified - Weygand Harald - E-Book

Short-Selling - simplified E-Book

Weygand Harald

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Beschreibung

Short-Selling ist die ideale Trading-Methode, um von fallenden Märkten zu profitieren. Dabei wettet der Anleger auf sinkende Kurse eines Unternehmens. Vereinfacht gesagt geht es darum, dass ein Investor Aktien verkauft, die er sich von einer Bank geliehen hat. Fällt die Aktie wie erwartet, kann er sie zu einem späteren Zeitpunkt zurückkaufen. Der Spread zwischen Verkaufs- und Kaufpreis ist der Gewinn, den der Anleger verbuchen kann.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 131

Veröffentlichungsjahr: 2011

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Titel der Simplified-Buch-Reihe

Herbert Autengruber 

Aktienfonds für jedes Anlageziel 

Holger Bengs | Mike Bayer 

Investieren in Biotechnologie 

Norbert Betz | Ulrich Kirstein 

Börsenpsychologie

Pierre M. Daeubner 

Alles, was Sie über Technische Analyse wissen müssen 

Ed Downs 

Die besten Chartmuster 

Georg Eckert 

Die Privatanlegerbibel 

Judith Engst 

Erben und vererben

Horst Fugger 

Börsen-Lexikon 

Lars Gottwik 

Rainbow-Trading 

Markus Jordan 

Zertifikate

Jay Kaeppel 

Die 4 größten Fehler beim Handel mit Optionen 

Dennis Metz 

Devisenhandel

Markus Miller 

Abgeltungssteuer – nein danke! 

David Morgan 

Insiderwissen: Silber

John J. Murphy 

Charttechnik leicht gemacht

Oliver Paesler 

Technische Indikatoren 

Melvin Pasternak 

Die 21 wichtigsten Candlestick-Formationen

Richard Pfadenhauer 

Alles, was Sie über Derivate wissen müssen

Michael J. Plos 

Daytrading

Georg Pröbstl 

Die besten Dividendenstrategien

Michael Proffe 

Die besten Trendfolgestrategien 

Stefan Riße 

CFDs

Karin Roller 

Kursziele bestimmen mit Fibonacci 

Raimund Schriek 

Besser mit Behavioral Finance

Norman Schwarze 

Investieren in Gold

André Tiedje 

Elliott-Wellen leicht verständlich

Martin Voigtmann 

Geschlossene Fonds

Mikael Henrik von Nauckhoff 

Sicher mit Anlagemetallen 

Michael Vaupel 

Mehr Geld verdienen mit Rohstoffen

Harald Weygand 

Short Selling 

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.

Den Autor erreichen Sie unter:

[email protected]

2. Auflage 2011

© 2010 FinanzBuch Verlag, ein Imprint

der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

80636 München

Tel. 089 651285-0

Fax 089 652096

Alle Rechte vorbehalten, einschließlich derjenigen des auszugsweisen Abdrucks sowie der photomechanischen und elektronischen Wiedergabe. Dieses Buch will keine spezifischen Anlage-Empfehlungen geben und enthält lediglich allgemeine Hinweise. Autor, Herausgeber und die zitierten Quellen haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung ihrer Gedanken und Ideen entstehen.

Gesamtbearbeitung: Druckerei Joh. Walch

Lektorat: Hagen Thorn

Korrektorat: Sigrid Graf

E-Book: Grafikstudio Foerster, Belgern

ISBN: 978-3-89879-486-2

ISBN: E-Book (PDF): 978-3-86248-075-3

ISBN E-Book (EPUB, Mobi): 978-3-86248-465-2

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.finanzbuchverlag.de

Inhalt

Titel

Titel der Simplified-Buch-Reihe

Impressum

Inhalt

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Vorwort

1. Einführung: die Grundlagen des Short-Selling

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2. Tutorial: Short-Selling-Handelsstrategien     mit Hebelzertifikaten

3. Direktes Short-Selling

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4. Der erfolgreiche Trader

5. Tradingtaktiken für Bärenmärkte

6. Tradingtaktiken

7. Professionelles Short-Selling mit Options­scheinen

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Vorwort

Was Ihnen dieses Buch aufzeigen will und was nicht

> Sie können auf Bärenmärkten von großen, fallenden Trends profitieren, aber auch während starker Aufwärtstrends, also auf Bullenmärkten, wenn die Märkte zwischenzeitlich einmal überhitzen und, wie es ihnen eigen ist, nach oben übertreiben.> Verwechseln Sie dieses Buch über Short-Selling und Leerverkäufe bitte nicht mit einer konkreten Einschätzung der Finanzmärkte. Ob diese einen großen Boden ausbilden oder nicht, ist nicht das Thema.> Fakt ist, dass es immer wieder zu fallenden Kursen kommen wird. Und darauf sollten Sie als Anleger jeglicher Couleur vorbereitet sein, damit Sie von den fallenden Kursen profitieren, anstatt zu verlieren.> Das Buch zeigt Ihnen zunächst den Mechanismus bzw. die Vorgehensweise, wie Leerverkäufe zu tätigen sind.> Ein ganz wesentlicher Teil des Buchs ist das Vorstellen konkreter Strategien des Short-Selling. Wie finde ich einen sinnvollen Short-Einstieg? Wie gehe ich als Anleger ganz konkret vor, wenn ich beabsichtige, leer zu verkaufen/zu shorten, und damit von fallenden Kursen profitieren möchte?

1. Einführung: die Grundlagen des Short-Selling

Fangen wir ganz vorn an: Was ist Short-Selling? Wie funktioniert es?

Wir wollen zunächst die Materie ganz einfach darstellen, um in den späteren Kapiteln näher auf die Komplexität einzugehen.

Ein Charakteristikum der Epoche, in der wir leben, ist die enorme mittel- und mittlerweile auch langfristige Schwankungsbreite der Finanzmärkte. Betrachten Sie die Kursverläufe großer, bekannter Basiswerte seit den 1990er-Jahren: Indizes wie DAX oder Dow Jones, Aktien wie Allianz, Siemens, Deutsche Bank oder Rohstoffe wie beispielsweise Öl, Kupfer, Silber oder aber Währungen wie der US-Dollar stolpern zwischen enormen Kursrallyes und phasenweise crashartigen Kursbewegungen hin und her.

Konsequent langfristig ausgerichtete Anleger, die dem Lager der Investoren zuzurechnen sind, geraten mit ihrem Stil zusehends in die Bredouille. Immer mehr von ihnen machen die unangenehme Erfahrung, mit ihren Investments, die zeitweise gute Buchgewinne aufgewiesen haben, plötzlich sogar ins Minus zu rutschen. Teilweise werden diese Verluste widerstrebend realisiert. Sogar der legendäre Value-Investor Warren Buffett hat diese Misslichkeit erleiden müssen. »Kaufen und liegen lassen« ist zwar nicht Geschichte, aber auch nicht der Anlagestil unserer Epoche. Das Alter eines Anlegers ist limitiert. Innerhalb dieses Zeitfensters muss er Profit erzielen. Eine Banalität. Stellen Sie sich einmal vor, was passiert wäre, wenn Sie in den zurückliegenden Jahrzehnten auf dem japanischen Aktienmarkt investiert hätten. Langfristig betrachtet, fällt der Nikkei seit zwei Dekaden.

Fakt ist, dass der moderne Anleger unseres Zeitalters durch die ausufernde Volatilität dazu gezwungen wird, aktiver die Märkte zu verfolgen und zu handeln. Auf die veränderten Verhältnisse gilt es zu reagieren.

Es ist durchaus damit zu rechnen, dass die beschriebene Schwankungsanfälligkeit der Märkte anhalten könnte. Mehrmonatige oder mehrjährige Aufwärts- und Abwärtsbewegungen dürften einander zyklisch abwechseln. Insofern lohnt es, sich Gedanken darüber zu machen, wie sich auch von fallenden Kursnotierungen profitieren lässt.

Harald Weygand

Head of Trading bei GodmodeTrader.de

GodmodeTrader ist ein Service der BörseGo AG

http://www.boerse-go.ag

Leerverkauf am Beispiel der Allianz-Aktie

Betrachten Sie den Kursverlauf der Allianz-Aktie von Mai 2006 bis Mai 2008. Das Papier stieg erst innerhalb von zwölf Monaten von 110 Euro um 64 Prozent auf 180 Euro, um anschließend innerhalb von neun Monaten um 60 Prozent auf 108 Euro zu fallen. Mit einer klassischen »Buy and hold«-Strategie hätte der Anleger bestenfalls nicht gewonnen, sondern geringfügig verloren. Solche mittelfristigen Trends lassen sich jedoch aktiv handeln, in dem versucht wird, Teile der Auf- und anschließenden Abwärtstrends auszunutzen (Grafik 1).  

Grafik 1

Die Vorgehensweise, von fallenden Kursen eines Basiswerts zu profitieren, wird mit Short-Selling, Leerverkauf oder kurz Shorting bezeichnet. Die meisten aller Basiswerte lassen sich shorten: Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen. Im Fall von größeren Korrekturphasen vermag der Anleger also aus den fallenden Kursen dieser Assetklassen Nutzen zu ziehen.

Das Prozedere ist eigentlich simpel.

Beim direkten Leerverkauf von Aktien, Devisen oder Futures wird einfach die Reihenfolge der Transaktion umgedreht. Normalerweise ist der Anleger gewohnt, erst zu kaufen und danach zu verkaufen. Short-Selling funktioniert genau andersherum. Sie tätigen zuerst den Verkauf und danach, wenn die Notierungen gefallen sind, den Kauf. Letzteren nennt man Rückkauf oder Coverbuy.

Nachfolgend nochmals der Allianz-Chart (Grafik 2) mit den beiden Transaktionen. Idealerweise wird eine Aktie möglichst günstig gekauft, im vorliegenden Fall die Allianz bei 110 Euro, und anschließend nach einem Anstieg mit Gewinn verkauft. Hier erfolgt der Verkauf bei 170 Euro. In diesem idealen Beispiel hat der Anleger ca. 55 Prozent Profit erzielt.

Wenn der Anleger nun erkennt, dass sich eine Korrektur andeutet, kann er von dieser ebenfalls profitieren. Wie er eine bevorstehende Korrektur erkennt und wie er dann in einen Short einsteigt, wird in den folgenden Kapiteln erklärt.

Im vorliegenden Beispiel tätigt der Anleger bei 170 Euro einen Leerverkauf, er shortet die Aktie in Erwartung fallender Kursnotierungen. Die Aktie fällt nun tatsächlich. Bei 110 Euro kauft der Anleger die Aktie nun zurück, er tätigt das so genannte Coverbuy. Die Strecke, welche die Allianz-Aktie in einem Zeitraum mehrerer Monate gefallen ist, ist nun der Profit. Auf diese Weise wurde zunächst auf klassischem Wege von den zunächst steigenden Kursen und durch anschließendes Shortselling von den fallenden Kursen profitiert.

Keine Frage: Hier wurde ein nahezu Idealszenario skizziert. Im Regelfall gelingt es schon allein nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung, weder exakt den Boden noch den absoluten Hochpunkt zu treffen.  

Grafik 2

Der Chart sollte lediglich veranschaulichen, was sich mit Short-Selling erreichen lässt.  

Risikohinweis: Short-Selling ist mit Risiken verbunden

Beginnen wir mit der Risikobeschreibung eines klassischen Aktienkaufs. Als Käufer der Aktie tragen Sie das Risiko, dass der Kurs der Aktie, die Sie gekauft haben, wider Erwarten fallen kann. Allerdings ist dieses Risiko begrenzt. Wenn der Kurs auf null gefallen ist, liegt ein Totalverlust der Position vor. Mehr können Sie nicht verlieren. Anders bei leer verkauften Positionen, bei denen auf fallende Kurse spekuliert wird. Hier kann der Aktienkurs wider Erwarten immer weiter steigen. Nach oben gibt es keine Limitierung. Da dieses Risiko unbegrenzt ist, denn schließlich kann in der Theorie der Kurs eines Papiers bis ins Unendliche steigen, sind die Risiken im Rahmen von Leerverkäufen nicht zu unterschätzen. Sicherungsmaßnahmen wie ein in den Tradingplan eingebauter Stop-Loss sind zwingend notwendig. Sie sollten sich als Anleger dieses Risikos bewusst sein. Letzten Endes ist es aber ein theoretisches Risiko, wenn Sie konsequent jeden Short-Trade mit einem Stop-Loss absichern.

Wie kann ich über meinen Broker Short-Selling durchführen? Wie ist die konkrete Vorgehensweise?

In der Regel reicht für den durchschnittlich aktiven Privatanleger ein ganz normales Konto mit Depot bei einem der großen deutschen Online-Broker, weil sich Leerverkäufe über derivative Handelsinstrumente wie Hebelzertifikate, Optionsscheine, ETFs tätigen lassen. Mit diesen Handelsinstrumenten können Sie Aktien, Indizes, Rohstoffe und Devisen leer verkaufen. Genau wie eine Aktie haben diese Instrumente eine WKN und ISIN, so dass Sie direkt aus Ihrer klassischen Konto-/Depotkonstellation starten können.

Professionelle Händler bewegen sich in der Regel direkter auf dem Markt und handeln Instrumente wie CFDs, Futures (Financials, Rohstoffe, Bonds, Devisen) oder Devisen. Mit diesen Instrumenten können Sie insbesondere intraday präziser handeln und haben eine oft deutlich geringere Slippage. Allerdings erfordern diese Instrumente eine umfassende Kenntnis ihrer Einsatzmöglichkeiten und gerade bei Futures eine angemessen hohe Kapitalisierung. Um CFDs, Futures und Devisen direkt zu handeln, benötigen Sie gesonderte Konten bei speziellen Brokern. Allerdings gibt es bereits einige größere klassische deutsche Online-Broker, die zusätzlich den Futures- und Devisenhandel anbieten.

Wenn Sie Aktien direkt leer verkaufen wollen, benötigen Sie einen Online-Broker, der dies anbietet. Am Ende dieses Buchs finden Sie eine Liste solcher Broker. Oder aber Sie tätigen – wie eingangs beschrieben – Ak­tienleerverkäufe über den Umweg von Hebelzertifikaten und Optionsscheinen.

Im folgenden Kapitel stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten vor, Short-Selling (Leerverkäufe) zu tätigen.

Damit Sie aber überhaupt in den Genuss kommen, Leerverkäufe durchzuführen, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen. Diese bestehen in der Regel darin, einige Formulare bei Ihrem Broker auszufüllen, mit denen Sie über die Risiken im Finanztermingeschäft informiert werden und dass sie diese Risiken akzeptiert haben. Exemplarisch sollen an dieser Stelle die Voraussetzungen eines großen deutschen Online-Brokers genannt werden. Um bei diesem Leerverkäufe durchführen zu können, müssen Sie

>eine gültige Zulassung zum Handel in Finanztermingeschäften besitzen> eine gültige Vereinbarung zu Leerverkäufen besitzen> und natürlich einen der Zugänge des Brokers nutzen.

Sofern Sie diese Bedingungen erfüllen, dürfen Sie Ihre erste Spekulation auf fallende Kurse starten.

Nochmals der Hinweis: Es gibt das direkte Short-Selling und das nicht weniger effiziente indirekte Short-Selling. Für den normalen Privatanleger ist von Bedeutung, dass er das indirekte Short-Selling über die genannten und noch genauer vorzustellenden Derivate aus seinem bereits bestehenden klassischen Depot bei seiner Hausbank oder einem Online-Broker tätigen kann.

Wenn Sie sich eingehender über die Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten der für das Short-Selling geeigneten Handelsinstrumente informieren wollen, schauen Sie sich

a) den kostenlosen Wissensbereich von GodmodeTrader.de an

http://www.godmode-trader.de/wissen/index.php/Hauptseite

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2. Tutorial: Short-Selling-Handelsstrategien mit Hebelzertifikaten

Im Folgenden stelle ich eine Reihe meiner Short-Selling-Strategien vor. Wie erkenne ich eine Short-Möglichkeit? Wie steige ich in einen Short-Trade ein? Wie platziere ich dabei mein StopLoss? Mit welchem Tradinginstrument shorte ich? Und wie groß bemesse ich die Short-Position?

Die Vorgehensweise soll bewusst einfach und gerade für Anleger mit geringen Marktkenntnissen leicht verständlich dargestellt werden. Ziel ist es, Ihnen die grundsätzliche Vorgehensweise näherzubringen und sich nicht in unnötigen Details zu verirren.

Vorweg zusammenfassend die einfache Vorgehensweise bei jeder Short-Selling-Strategie.

a) Das Short-Selling erfolgt durch den Einsatz von gehebelten Short-Zertifikaten.

b) Es werden Short-Zertifikate mit einem Knock-out-Niveau identisch dem charttechnischen Stop-Loss gehandelt.

c) Das Short-Zertifikat wird für 1 Prozent des Tradingkapitals gekauft.

Da über Short-Zertifikate leerverkauft wird, handelt es sich also um indirektes Short-Selling.

Im Folgenden gehe ich auf die drei Punkte der Vorgehensweise detailliert ein.

a) Das Short-Selling erfolgt durch den Einsatz von gehebelten Short-Zertifikaten.

Es werden Hebelzertifikate (sogenannte Knock-out-Produkte) eingesetzt, weil es sich um Tradinginstrumente handelt, deren Funktionsprinzip leicht verständlich ist und deren Handel einfach und unkompliziert mit jeder klassischen Konto-/Depot-Konstellation möglich ist. Um die Einfachheit überzeichnet darzustellen: Bei Hebelzertifikaten handelt es sich um derivative Handelsinstrumente, die mit einem Hebel ausgestattet sind, so dass sie die Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts (beispielsweise einer Aktie) überproportional nachbilden. Klassische Hebelzertifikate besitzen ein Knock-out-Niveau (identisch mit dem Basispreis). Das heißt, dass das Zertifikat dann wertlos verfällt, wenn der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts das Knock-out-Niveau erreicht. Das liest sich für Einsteiger rabiat, ist es aber nicht. Das Vorhandensein dieses Knock-out-Niveaus ist nämlich maßgeblich für das Money Management der Short-Selling-Strategien. (Dazu einige Absätze weiter unten mehr). Hebelzertifikate haben wie eine Aktie eine WKN und ISIN und können demzufolge wie eine Aktie an den Börsen ge- und verkauft werden. Es gibt Bull-Zertifikate, mit denen auf steigende und Short-Zertifikate, mit denen auf fallende Kurse spekuliert werden kann. Für die Short-Selling-Strategien wird also mit gehebelten Short-Zertifikaten gearbeitet. Es werden klassische Short-Zertifikate eingesetzt, bei denen Basispreis (Strike) und Knock-out-Niveau identisch sind.

b) Es werden Short-Zertifikate mit einem Knock-out-Niveau identisch dem charttechnischen Stop-Loss gehandelt.

Das Risk und Money Management im Rahmen der vorgestellten Short-Tradingstrategien erfolgt nach den immer gleichen, einfachen Regeln, die wie folgt aussehen.Es werden für den Short-Trade gehebelte Short-Zertifikate eingesetzt, deren Knock-out-Niveaus identisch sind mit dem charttechnisch ermittelten Stop-Loss des Short-Trades. In der Tat ist das alleinige und ausschließliche Auswahlkriterium für die Scheinauswahl einfach nur der Stop-Loss des Trades.Wenn eine Aktie bei 73 Euro geshortet werden und ein Stop-Loss bei 77 Euro platziert werden soll, wird also ganz einfach ein Short-Zertifikat mit Knock-out-Niveau 77 Euro ausgewählt.

Da der Stop-Loss oft eng platziert wird, bedeutet dies für die eingesetzten Short-Zertifikate, dass sie aufgrund ihrer Knock-out-Niveaus nahe am aktuellen Kursgeschehen sehr hohe Hebel haben. Es handelt sich also um (wir nennen es in der Traderszene) sehr scharfe Scheine. Der Wert dieser Scheine bewegt sich also oft um das 10- bis 30-Fache der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts. Das hat folgende Konsequenz für das Money Management, also die Positionsgrößenbestimmung: Je höher der eingesetzte Hebel, desto kleiner die aufzubauende Short-Position mit dem Short-Zertifikat.

Dadurch, dass Sie zwar hochgehebelte Zertifikate handeln, die Positionsgröße aber vergleichsweise gering bemessen, handeln Sie risikobewusst und in diesem Sinne nicht überdurchschnittlich spekulativ.

c) Das Shortzertifikat wird für 1 Prozent des Trading­kapitals gekauft.

Die klassische Money-Management-Regel sieht vor, dass 1 Prozent des insgesamt zur Verfügung stehenden Tradingkapitals pro Trade eingesetzt wird. Aufgrund der Konstellation, dass immer nur Short-Zertifikate identisch mit dem Stop-Loss des Trades ausgewählt werden und bei denen ganz klassisch Basispreis (Strike) und Knock-out-Niveau identisch sind, wird bei jedem Short-Trade ganz einfach immer für 1 Prozent des Tradingkapitals das Short-Zertifikat gekauft. Pro Short-Trade wird also 1 Prozent des Tradingkapitals riskiert.

a) Geht der Short-Trade auf und fällt der Kurs des geshorteten Basiswerts tatsächlich, bekommt Ihre verhältnismäßig kleine Position mit dem hochgehebelten Short-Zertifikat ordentlich Zug, und Sie erwirtschaften mit dem Trade einen angemessenen Profit.

b) Steigt der Aktienkurs hingegen über den Stop-Loss an, wird das eingesetzte Short-Zertifikat ausgeknockt und verfällt wertlos. Steigt der Aktienkurs über den Stop-Loss an, verfällt also die für 1 Prozent des Tradingkapitals gekaufte Short-Position. Sie haben dann 1 Prozent Ihres Tradingkapitals verloren.

Die Vorteile dieser Vorgehensweise liegen auf der Hand:

> Einfachheit bei der Auswahl der passenden Hebelzertifikate> Aufgrund der meist kleinen, aber hoch gehebelten Positionen besteht die Möglichkeit, mit eben diesem geringen Kapitaleinsatz größere Volumina auf dem Markt zu bewegen. Da pro Trade wenig Kapital gebunden ist, können viele Positionen gleichzeitig eröffnet werden.> Sie eröffnet ein ausgewogenes, leicht und schnell nachvollziehbares Risiko- und Money-Management-Regelwerk. Durch das Merkmal des Knock-out-Niveaus setzen Sie direkt mit dem Start des Short-Trades ihren Stop-Loss und halten ihn auch ein. Sie können ihn gar nicht nicht einhalten. Und das ist auch gut so.