Simple Endzeit - Mark Manley - E-Book

Simple Endzeit E-Book

Mark Manley

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Beschreibung

Die Bibel ist das Buch des Sieges unseres Herrn Jesus Christus. Trotzdem gibt es ein Thema das seit 2000 Jahren Schrecken in die Herzen der Menschen bringt: Die Endzeit. Über dieses Thema gibt es unzählige verschiedene Ansichten und wahrscheinlich so viele umstrittene Fragen wie bei keinem Weiteren unter Christen: Wann fängt die Endzeit an? Wer ist der Antichrist? Müssen wir die Trübsal erleben oder nimmt Jesus uns bald von dieser Welt? Durch weitergereichte Traditionen und Fehlübersetzungen entstanden in den letzten 200 Jahren viele unbiblische Ansichten, die uns ein völlig verdrehtes Bild unserer Zukunft vermitteln. Nicht jeder hat Zeit und Lust sich 300 Seiten komplexer Theorien zum Thema Endzeit durchzulesen. Aus diesem Grund ist das Buch "Simple Endzeit - Matthäus 24" kurz gehalten und einfach für jeden zu verstehen. Unter dem Vorsatz "Die Bibel sich selbst interpretieren lassen, Jesu Worte im Kontext der damaligen Kultur betrachten und Traditionen nicht über das Wort Gottes stellen" beleuchtet der Autor die wichtigsten Verse aus Matthäus 24, zeigt Fehlübersetzungen auf , erklärt anhand der Bibel und jüdischer Traditionen welche Symbolik Jesus verwendet und was diese bedeuten. Außerdem wird behandelt wie die ersten Jünger Jesu Worte verstanden und was das alles mit uns heutzutage zutun hat. Hat die Endzeit bereits begonnen? Wird sie in naher Zukunft beginnen? Oder ist es doch ganz anders, als uns oft vermittelt wird? Auf einfache Weise und anhand der Bibel soll mit diesem Werk Klarheit über das umstrittene Thema Endzeit gebracht werden.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2020

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INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort

Einleitung

Futurismus

Präterismus

Der Kontext von Jesu Endzeitrede

Das Ende von was?

Der Zeitkontext von Jesu Endzeitrede

Matthäus 24:2

Matthäus 24:4-5

Matthäus 24:6

Matthäus 24:7 Kämpfende Nationen

Matthäus 24:7 Hungersnöte und Seuchen

Matthäus 24:7 Erdbeben

Matthäus 24:9

Matthäus 24:11

Matthäus 24:14

Matthäus 24:15-16

Matthäus 24:16-18

Matthäus 24:20

Matthäus 24:21-22

Matthäus 24:29

Matthäus 24:30

Matthäus 24:35

Matthäus 24:37-39

Lukas 21:11

Matthäus 24:34

Die Verse nach Matthäus 24:34

Abschließende Bemerkungen

Vorwort

Wie sehr viele Christen in der heutigen Zeit bin ich mit dem Bild einer schrecklichen Zukunft groß geworden. Man hatte mir gesagt, dass wir Christen weltweit verfolgt werden würden, dass der Antichrist, ein Weltherrscher der „Krieg gegen Gott führen wird“, auf die Erde käme und alles ins Chaos stürzen würde. Überall schrie man „Wir sind in der Endzeit!“ und „Jesus kommt jeden Moment wieder!“

Als Teenager habe ich eifrig auf die Rückkehr Jesu, des Retters, gewartet. Er würde alle Christen von der Erde nehmen und uns aus der dystopischen, dunklen Zeit unter dem Antichristen erretten. Ich wollte unter keinen Umständen dieser schrecklichen Zeit ausgesetzt sein, und die Perspektive einer nicht zu ändernden Zukunft hat mein Leben stark beeinflusst. Ich fragte mich, aus welchem Grund ich noch eine Ausbildung anfangen solle, Jesus käme doch eh bald wieder. Damit wären alle Mühen umsonst und jegliche Arbeit zunichtegemacht. Kinder würde ich gar nicht mehr bekommen können, da die Zeit bis Jesu Rückkehr zu knapp wäre. Und selbst wenn die Zeit ausreichen würde, könnte ich verantworten, meine Kinder einer solchen Zeit auszusetzen?

Jede Katastrophe, von der in den Medien berichtet wurde, gab den Christen neuen Anlass, Jesu Endzeitrede zu zitieren. Immer wieder entbrannte in mir die Angst vor der Zukunft und die Sehnsucht nach Jesu Rückkehr. Evangelisation? Missionieren, um den Menschen die Liebe Gottes näherzubringen? Auf diesen Themen lag kein Fokus. Der kommende Abgrund, eine neue Weltordnung, ein Weltherrscher, der das Ende der Welt, wie ich sie kannte, herbeirufen würde: Auf diesen Themen lag der Fokus. Immer wieder nahm die Angst mein Herz völlig ein. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, wie die Perspektive eines so schrecklichen Untergangs irgendjemanden ermutigen sollte, den christlichen Glauben anzunehmen, was mich wiederum entmutigte zu evangelisieren.

Ihr seht, wie stark ich durch diese Sichtweise beeinträchtigt war, und ich bin bei Weitem nicht der Einzige. Allein in meinem Umfeld gibt es einige Menschen, die ganz Ähnliches durchgemacht haben und noch immer durchmachen. Freunde erzählten mir, wie oft sie als Kinder Angst hatten, Jesus könne sie zurücklassen. Jedes Mal, wenn ihre Eltern vom Abendgottesdienst etwas verspätet nach Hause kamen, entbrannte die Angst in ihnen, Jesus wäre gekommen und habe ihre Eltern weggenommen. Dann wären sie ohne Schutz Folter und Qualen ausgesetzt in der grausamen Zeit, die laut den Christen ihres Umfeldes kurz bevorstand. Frauen erzählen, wie sie sich jahrelang fragten, ob sie überhaupt Kinder bekommen sollten. Schließlich sagt Jesus, dass es für Schwangere und stillende Mütter besonders schwer wird während der Endzeit. Seit Jahrzehnten steht die Endzeit nun laut einer Vielzahl von bekannten Predigern „kurz bevor“, und damit auch weltweite Christenverfolgung, Qualen, Schrecken und Naturkatastrophen. Auch heutzutage ist diese Angst noch sehr präsent in vielen Christen, und einige Prediger, die sich auf das Thema Endzeit spezialisiert haben, wie Gary Demar, bekommen fast täglich Fragen wie: „Warum soll ich eine Familie oder ein Unternehmen gründen, mich weiterbilden oder die Welt verändern, wenn der Antichrist all dies doch eh zunichtemacht?“

Als man mir eine andere Perspektive als die mir bekannte aufzeigte, schüttelte ich zuerst den Kopf. Diese Art, die Bibel zu lesen, schien sinnvoller und sie hielt sich direkt an den Text, ohne etwas hineinzuinterpretieren, was dazu führte, dass viele Bibelverse erklärt wurden, die für mich nie einen Sinn ergaben.

Trotzdem blieb ich vorerst bei meiner Meinung. Ich hielt fest an dem, was ich definitiv wusste: Der Antichrist würde kommen, er würde die Menschheit in die Sünde verführen und die Christen verfolgen, foltern und töten. Schließlich würde Jesus uns mit der Entrückung aus der Welt nehmen müssen. Nach einiger Zeit übermannte mich die Neugierde und ich öffnete mich doch etwas für diese neue Perspektive. Schließlich wollte ich wissen, wie diese neue Perspektive all die anderen Bibelstellen erklärt. Was ich fand und später selbst nachforschte, veränderte meine Sichtweise – und zwar nicht nur auf das Thema Endzeit, sondern auf eine Vielzahl weiterer Themen. Inzwischen verstehe ich Gott viel besser und ich fühle mich, als sei Licht ins Dunkel gebracht worden.

Einleitung

Heutzutage gibt es eine Vielzahl an grundlegend verschiedenen Interpretationen der Endzeit. Nicht jeder hat Zeit und Lust, 300 Seiten komplexer Theorien zu diesem Thema zu lesen, geschweige denn, sich mit jeder Theorie der Endzeit zu befassen. Dieses Buch wurde geschrieben, um Klarheit darüber zu schaffen, was Jesus in seiner Endzeitrede in Matthäus 24 wirklich sagte und was er nicht sagte. Aus diesem Grund beinhaltet dieses Buch nur die wichtigsten Kernaussagen Jesu und die Erläuterungen sind kurz, knackig und transparent gestaltet.

Mit ein und demselben Fundament – der Bibel – sollte es unmöglich erscheinen, grundlegend verschiedene Ansichten zu einem Kernthema des Wortes Gottes zu haben. Doch durch die unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Interpretation der Bibel und durch überlieferte Theorien, die in den Text hineingelesen werden, kann aus den Zeilen der Bibel alles gemacht werden.

Zur richtigen Interpretation der Bibel gehören einige wichtige Regeln: Um die Bibel wirklich zu verstehen, müssen wir uns zum Beispiel in die Köpfe der damaligen Menschen versetzen. Die Lebensumstände und die Kultur waren komplett verschieden von den heutigen. Jesus und die Apostel haben zu den Menschen ihrer eigenen Zeit gesprochen und ebenso ihre eigene Sprache samt deren eigentümlichen Redewendungen verwendet. Es ist nur natürlich, dass wir fast 2000 Jahre später vieles der damaligen Kultur nicht mehr verstehen oder nachvollziehen können. Interpretieren wir die Schriften damaliger Menschen durch ein heutiges Verständnis und Weltbild, ist es offensichtlich, dass Missverständnisse unumgänglich sind. Eines der Ziele dieses Buches ist es, die Aussagen der Bibel durch die Augen der ersten Hörer und Leser zu sehen, weswegen wir uns einige Zitate damaliger Historiker ansehen.

Die meistzitierte Person in diesem Werk möchte ich euch nun kurz vorstellen:

Flavius Josephus

Josephus war ein römisch-jüdischer Historiker, der vom Jahr 37 bis etwa zum Jahr 100 lebte. Eine Zeit lang diente er als Militärkommandeur in Galiläa und bekämpfte das Römische Reich, wurde jedoch im Jahr 67 von römischen Truppen gefangen genommen. Josephus fand Gunst in den Augen des herrschenden Caesars und diente als Mittler zwischen den Römern und den rebellierenden Juden. In den folgenden Jahrzehnten schrieb Josephus seine bekanntesten Werke. Sein Buch „Die Geschichte des jüdischen Krieges“ beschreibt im Detail den Aufstand der Juden gegen die Römer vom Jahr 66 bis 73 sowie vorangegangene Ereignisse. Dieses und weitere Werke von Josephus gelten als die wichtigsten Quellen zum Verlauf des damaligen jüdischen Krieges. Weiterhin berichtet Josephus von neutestamentlichen Geschehnissen, und seine Werke zeigen viele Parallelen zu biblischen Ereignissen auf. Seine Bücher liefern einen Augenzeugenbericht der damaligen Ereignisse, der Kultur und der Lebensweise der Menschen. Dies sind wichtige Faktoren, wenn wir die Bibel in ihrer Tiefe verstehen wollen.

Verstehen wir die Worte der Bibel im Kontext ihrer damaligen Kultur, sind wir schon ein ganzes Stück weiter in Bezug auf korrekte Interpretation. Natürlich gibt es weitere Punkte, die zu beachten sind. Ein wichtiger Punkt ist Übersetzung. Die Bibeltexte wurden im Original nicht auf Deutsch verfasst, sondern wurden aus den original verwendeten Sprachen übersetzt. Einerseits ist es verständlich, dass es keine perfekte Übersetzung geben kann, andererseits sind viele unserer Übersetzungen stark fehlerhaft und führen zu Verwirrungen. Aus diesem Grund stammen die genannten Bibelzitate in diesem Buch nicht aus ein und derselben Übersetzung. Je nach Genauigkeit wurde für jeden Vers eine andere Übersetzung benutzt, oder die Verse wurden bestmöglich wörtlich aus dem Urtext übersetzt.

Ein weiterer offensichtlicher Punkt, der bei der Interpretation der Bibel zu beachten ist, ist dieser: Was sagt der Text? Als Christen halten wir uns an die Bibel und nicht an etwas anderes. Die Worte der Bibel sind unser Fundament, wir halten uns an diese, ohne etwas wegzunehmen oder hinzuzufügen. Um es mit Paulus‘ Worten zu sagen „Geht nicht über das hinaus, was in der Heiligen Schrift steht“ (1. Korinther 4:6).

So offensichtlich dies sein mag, so wenig wird dies beachtet. In den folgenden Kapiteln wird deutlich, wie viel wir in den Text hineinlesen, wie viele überlieferte Ansichten wir für wahr halten, obwohl der Text völlig anderes sagt, und es wird deutlich, wie viel vom Text wir nicht beachten, da es nicht in unseren bisherigen Glauben passt.

Natürlich sind weitere Punkte für eine korrekte Interpretation wichtig, jedoch gehen wir nicht weiter auf diese Punkte ein. Alles, worum ich bitte, ist ein offenes Herz für den Heiligen Geist, er wird euch zeigen, was gut und richtig ist.

Futurismus