Sinn und Leichtsinn - Bernhard Zimmer - E-Book

Sinn und Leichtsinn E-Book

Bernhard Zimmer

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Beschreibung

Die Gedichte und Kurzprosatexte in diesem Bändchen sind zeitgenössisch, aber vielleicht nicht zeitgemäß. Die Gedichte sind vorwiegend gereimt und häufig lustig. Die Prosatexte sind ironisch oder betulich-biedermaierlich. Vielleicht. Vielleicht ist auch alles ganz anders! Man kann keine Leisten über alle Texte ziehen und manchmal könnte man verführt sein, anzunehmen, sie seien von verschiedenen Autoren verfasst worden. Lassen Sie sich überraschen, wenn Sie mal die Texte eines Unzeitgemäßen lesen wollen. (Der Autor)

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Seitenzahl: 124

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Gereimtes - Sinn- und Unsinngedichte

Der heitere Pessimist

Song of Würstlein

Merkwürdiger Merkspruch

Auf einer Wiese lag ich, ach

Letzter Trost

Panda und Panther

Ungereimt… (1)

Ungereimt… (2)

Ungereimt… (3)

Yin und Yang

Ein weiser Mann

Ein weiser Mann (Variante)

Unter der Sonne

Das Leben dauert lebenslang

Katze und Kater

Dickes Fell (Hermann Hesse)

Freier Fall durchs All

Was soll ich?

An der Elfenbeinküste

Vom Nasebohren

13 Zeh’n

Dackelphilosophie

Die Trottellumme

Die redselige Brezel

Mit kranken Gelenken

Der Zweite

Die immergleiche Frage

Out of Order

Reimen aus Eingeweiden

Dunkel und verschneit

Versprochen

Rätsel

Unterlassen

Nah und fern

Früher auch nicht

Traumbetrunken

Kein Missionieren mehr

Was ist unser Leben schon?

Ein Weg zu gehen

Als die Ratte Hochzeit hatte

Was die Bären dächten

In meiner Besenkammer

Niemals hat, soweit bekannt

Niemals hat, so lang’ ich denk’

Bürger von Rom

Der Mann mit der Krawatte

Der Hagestolz im Unterholz

Wenn Dir die Puste ausgeht

Wer Bescheid weiß

Wer in grauer Zeit geboren

Was täte wohl der Sanitäter?

Wenn der Wind von Westen weht

Ich bin wie ein Fähnchen im Wind

Was immer aus mir mag mal werden

Wennschon

Wenn am kühlen Montagmorgen

Schuld dran war...

Konsequenzen

Das Wetter

Der König war einst schlecht gelaunt

Die deutschen Wespen

Wände mit Ohren

Hab’ eine Frau, 2 Kinder

Nun doch Corona!

Ohne Maske

Der Frustbär

Eigenschaft

Der Vadder vom Vedder

Zu bedenken

Wenn ich ein Gedicht jetzt schriebe

Ich könnte jetzt Gedichte schreiben...

Parken im Stadtpark

Ausgeruht in Einzelhaft

Als ich mich legte spät zur Ruh’

Die Nacht liegt auf den Feldern

Wenn ich mich zusammen nehme

Irgendwas scheint mich zu treiben

Das Pianoforte

Ein Roman (Merksatz)

Pizza in der Mittagshitze II

Ich höre Yvonne Catterfeld

Vor lauter Gedankentiefe

Des Zebras Zehweh

Geheimreim

Fast ein Limerick

Endzeitstimmung

Mittagsweisheit

Karotten

Abendstimmung allenthalben

Nachtwache

Nicht ganz normal?

Mau und mäßig

Bei mir bedacht

Manche Sache in der Welt

Im Monat Jänner

Wenn ich ein Vöglein…

Rüdiger Kalupner

Flugkartoffeln

Wenn ich zerschmetter eine Vase

Am Anfang war das Wort, dann war es fort

Mit der Barkasse zur Sparkasse

Mäße man meine Schuld

Ich steh’ als Angeklagter vor Gericht

In einem Dorfe

Wenn ich nur wüsste, was ich weiß

Tief im Keller meines Herzens

Jeden Tag ein Gedicht? (1)

Jeden Tag ein Gedicht? (2)

Blumen im Regen

Was auch immer

Einem Menschen, wie ich bin

Wenn man bedenkt, wie blöd man ist

Hummer und Hammer

Die Leopardin

Zwei Problembären

Stachelschwein und Stewardess

Du schon wieder…!

Das „Schöne“ in der Kunst

Der Computer

Hätte damals Johann Goethe

Wenn Dir auch der Mut entweicht

Seit langem wieder am Tennenloher Weiher

Die kleinen Nasenbären

Wenn Dir die Geduld gebricht

Katzen-Bilderwitz

Ungereimtes – Vorwiegend unsinnige Texte und ein philosophischer

Kleiner Spähtrupp

Die Schwalbe

Auf dem Drahtsseil

Never be a Trendsetter

Herbstlaubfegen

Geduld

Die Elefantenhochzeit

Gradanphilosophie

Vertrag für alle Fälle

Das langsame Verschwinden unseres Hauses

Besuch beim Komponisten

Björn und die Wichte

Meines Vaters Duft

Im Jahre Tobak

Eins zu Null gegen den Sensenmann

Schadenfreude ist schon falsch

Beim Blick in den Spiegel

Ende eines längeren Traumes

Der Märchenneffe

Prinzessin Wenigschön und die sieben Greislein

Wozu leben? Vom Sinn des Daseins

Nachwort

Buch

Hiermit wird also nun ein drittes Buch mit sinnhaften und sinnfreien lyrischen und prosaischen Texten aus der Dichterschmiede in Erlangen-Tennenlohe vorgelegt.

Wie in den beiden vorangegangenen Bändchen besteht keine inhaltliche oder zeitliche Anordnung der Texte. Es ist mehr oder weniger zufällig was und wie es dem Leser präsentiert wird. Warum? Das hängt damit zusammen, dass die Texte aus verstreuten Büchlein, Kalendern und Kladden zusammengetragen wurden. Dazwischen auch ein paar neue Texte, die da und dort eingestreut sind.

Autor

Bernhard Joachim Peter Zimmer, geboren im Mai 1968 in Erlangen, wohnhaft seit seiner Geburt im Erlanger Vorort Tennenlohe, schreibt seit der 11. Klasse Prosatexte und schon ein wenig länger Lyrik, ermutigt durch Kafkas Kurzprosa und Heinz Erhardts Wortwitz, sowie Ringelnatz, Wilhelm Busch, Eugen Roth, Pumuckl und Reinhard Mey und was der Scherzbolde mehr sind. Das Dichten hat aber auch seine Mutter und seine Großmutter, väterlicherseits, vielleicht in seine Wiege gelegt. So ist zumindest anzunehmen. Unter Freunden nennt er sich übrigens nicht Bernhard und schon gar nicht Joachim Peter, sondern schlicht Bernd, was kein anderer Name, sondern lediglich die offizielle Kurzform seines Taufnamens ist.

Bratwürstchen wartet schon

Pumuckl startet schon,

füllt sich in Bauch was rein:

Ordnung muss sein!

Pumuckl

(zitiert nach „Pumuckl soll Ordnung

lernen“ von Ellis Kaut †)

Du sollst den Sechsten

vor dem Siebten achten!

Mönch Meyer

22.02.2020

Gereimtes

.

Sinn- und Unsinngedichte

Der heitere Pessimist

Wer nicht weiß, was morgen droht,

freut sich noch beim Morgenrot.

Wer dagegen Arges wähnt,

sich nicht weit aus dem Fenster lehnt.

Alfons P., das war so einer,

seine Zuversicht war kleiner

als bei einem Schulversager,

doch er war kein Kummernager.

Nein, er ging gelassen heiter

seinen eignen Holzweg weiter.

Denn er hielt es für bewiesen,

dass aus Glück nur Sorgen sprießen.

Hast Du Glück, kann’s Dich verlassen!

Also blieb er ganz gelassen

und war froh in seinem Leiden,

das man nie kann ganz vermeiden

und bereute nicht die Chancen,

die er hat verstreichen lassen.

Und es war ihm klar wie Brühe,

vor dem Lohn kommt erst die Mühe.

Vieles, was man gerne wäre,

bringt mehr Arbeit oft als Ehre.

Und er sprach, ich kann das nicht,

weil ich ein zu kleines Licht;

würd’ zwar gerne, aber Mist,

leider bin ich Pessimist.

Und so streiften ihn die Jahre,

gewöhnliche und sonderbare;

Auch er selber wurde eigen,

konnte sich oft schwer versteigen,

wie ein Steinbock in den Tauern,

doch man muss ihn nicht bedauern:

Denn bei aller Seltsamkeit,

nutzte er doch seine Zeit.

Mit eichhörnchenhaftem Eifer

wurde er zum Kieselschleifer

im Flussbett seines eignen Lebens

und als Ernte dieses Strebens

ward er rund und glatt gewetzt,

hat sich zwar kaum je abgehetzt,

aber sich doch angepasst.

Wenn man nun zusammenfasst,

was Alfons mit ins Grab genommen,

bleibt die Quintessenz verschwommen.

Vielleicht: er ging, wie er gekommen.

Nur ein Stück weit abgeklärter.

Und wenn nun zum Himmel fährt er,

dann wohl mit einem schiefen Schmunzeln,

vergessen sind die Sorgenrunzeln,

und ledig, frei von Hoffen, Bangen,

wird er im Paradies empfangen.

17.10.2007

Song of Würstlein

Wer nur wollte’s Würstlein wenden?

Würstlein auf der Weide!

Würstlein war so rot wie Wein,

war ein rechter Sonnenschein,

Würstlein auf der Weide…

Wer nur wollte’s Würstlein essen?

Würstlein auf’m Roste!

Würstlein war so knusprig braun,

war nichts schöner anzuschaun,

Würstlein auf dem Roste!

Wie nur wollte’s Würstlein flieh’n?

Würstlein auf der Reise;

hatte doch nichts anzuzieh’n

und kein Handgepäck.

Würstlein lass’ es bleiben!

Wie nur willst Du’s Würstlein finden?

Würstlein auf Mallorca.

Hat sich glücklich abgesetzt;

trinkt Batida und denkt, jetzt

wirst Du Müsli essen!

Samstag, 13.02.1993 (13:30)

Merkwürdiger Merkspruch

Beim Fußball und auf hoher See

da tun Dir alle Beine weh!

15.01.2008 (16:35)

Auf einer Wiese lag ich, ach...

Ich lag auf einer Wiese, flach,

- es war bereits nach Mitternacht -

vom Sternenschein und Mond bewacht,

und dacht’ über mein Leben nach:

„Was hab’, bisher, ich groß erreicht?

Ist meine Ausbeute zu leicht?

Ist mein Vermögen gar nichts wert?“

So hab’ ich mich bei mir beschwert.

Doch ist der Ansatz falsch, vielleicht,

weil kein Mensch je dem andern gleicht.

So ist womöglich – unterdessen –

was ich erreicht, mir angemessen.

27.10.2021 (1:12)

Letzter Trost

Der einzige Trost ist hier auf Erden,

dass wir einst alle sterben werden.

6.10.2021 (7:52)

Panda und Panther

Es sprach der Panda einst zum Panther:

„Nimm das Leben doch entspannter!“

Der Panther drauf entgegnete:

„Das tät’ ich, wenn’s nicht regnete!“

20.02.2020 (7:26)

Ungereimt… (1)

Wenn ich mir sicher wäre,

was zu tun ansteht,

stünde ich nicht an,

da zu stehen,

wo man mich hinstellt.

06.12.2019 (7:32)

Ungereimt... (2)

Waren das nicht ein wenig

zu viele Zufälle

für eine zufällige

Zufallsbekanntschaft?

02.10.2019 (17:55)

Ungereimt… (3)

Seidenraupen mir den Schlaf;

es sei den Raupen gegönnt!

31.08.2013 (3:41)

Yin und Yang

Mir ist so komisch,

Yin und Yang,

das ist wohl chronisch, doch was fang

ich denn mit der Erkenntnis an?

23.12.2019 (7:30)

Ein weiser Mann

Ein weiser Mann hat mal gesagt:

„Es wird erst dunkel, wenn es tagt!“

Doch wissen wir Genaueres:

Er sagte schon mal Schlaueres.

23.02.2020

Ein weiser Mann (Variante)

Ein weiser Mann hat mal gesagt:

„Es wird erst dunkel, wenn es tagt!“

Doch dann gestand er leiser es,

er sagte schon mal Weiseres!

Unter der Sonne

Die Sonne scheint uns auf den Pelz,

den Bären stört’s, der Maus gefällt’s.

Marienbad, am Goetheplatz, 31.07.2004

Das Leben dauert lebenslang…

Mir wird vor meinem Leben bang:

das Leben dauert eben lang!

Ich habe Angst vor dem was kommt,

ob es mir schadet oder frommt.

Ob ich Erfolg hab’ oder scheiter’;

wie geht das Ganze für mich weiter?

Wie kann man wissen, was passiert,

wenn man auf’s Ende zu marschiert?

Wie kann man lösen diesen Knoten,

ist diese Frage denn verboten?

Was soll ich mich noch weiter quälen,

wo eigentlich nur Taten zählen?!

So lasse ich das Fragen sein

und stelle alles Klagen ein

und bleibe ferner mir bewusst,

dass Zukunft auf dem Heute fußt.

Wenn also heut’ mir noch etwas gelingt,

wird dann mein „morgen“ auch wohl

sein „beschwingt“?

11.11.2013 (01:18)

Katze und Kater

Die Katze sprach die Wahrheit, doch: der Katalog!

28.06.2023 (23:18)

[Dickes Fell]März 1957

(Gedichtfragment von Hermann Hesse… zitiert nach „Ausgewählte

Gedichte“ im Bertelsmann Buchclub, Copyright 1953, 1961, 1967 by

Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. Main, frei ergänzt von Bernd Zimmer)

Wenn einer sich dem Schnee, dem Regen,

dem Sturm, der selbst die Eichen neigt,

samt allen andern Schicksalsschlägen

charakterlich gewachsen zeigt, ...

(Hermann Hesse)

… kann man von ihm wohl sagen, dann,

er sei ein leidgeprüfter Mann,

der all’ das tat, was nötig ihm erschien

und manches unterließ, vor dem es besser war, zu fliehn.

Ein Mann, der trotzend Last und Not

dem Schicksal seine Stirne bot,

in manchem Kampf so manches schuf,

weil es sein Wille, sein Beruf.

Der kann am Ende von sich sagen:

„Ich werd’ mein Ende gut ertragen.“

(Bernhard Zimmer)

Freier Fall durchs All

Wir fallen schlingernd, unbewusst, doch munter,

kopfauf, kopfunter, rauf und runter

durch’s Weltenall mit größtem Schwung!

Dabei bleibt nur Erinnerung

an ein Zuvor an anderm Ort,

so geht es fort und immer fort.

Die Erde dreht sich; Tag und Nacht

wird uns durch Sonnenkraft gebracht.

Sodann umrunden wir auch diese Sonne unverwandt,

ein Vollkreis wird ein Jahr genannt.

Die Sonne, selbst, bleibt auch nicht faul,

sie kreist um der Galaxis hungrig Maul.

Das megaschwere Schwarze Loch

im Innern unsrer Galaxie

schluckt Sterne und bewegt sich doch

auch selber schnell, wie nie

bemerklich - gradewegs

vom Urknallpunkt hinaus ins Nichts

und wir bemerken was? Ja, nichts!

Wir leben läng’re Zeit, vielleicht,

am gleichen Ort, im gleichen Haus;

in Wirklichkeit treibt’s uns in einem fort

von einem an den nächsten Ort.

Wir sind nie je einmal in unserm Leben

zweimal am gleichen Punkt des Weltraums anzutreffen,

wobei sich alle leeren Orte unsres Weltalls gleichen.

Wem diese Worte zum Verständnis reichen,

der mag wohl auch betroffen

auf zukünftiges Wiedersehen hoffen,

mit allen Freunden und Verwandten,

die vor ihm diesem Dauerkreis entschwanden

und sich, so hoffen wir’s, woanders wiederfanden.

In jener geistig hellen Welt,

ist dann kein Kreiseln mehr durch’s Himmelszelt

und auch kein Zeitvergehen wäre dann mehr von Not

und es erwartet uns die Ewigkeit nach unserm Tod.

22.04.2022 (0:28)

Was soll ich…?

Was soll ich mir nur machen

aus all’ den alten Sachen?

Was soll ich nur draus lesen

aus all’ dem, was gewesen?

Was soll ich, aber, Ach?

Träum’ oder bin ich wach?

Bin ich noch ganz bei Sinnen,

ist gar mein Glück von hinnen?

Ich bin mir nicht im Klaren,

ob von dem Guten, Wahren

noch etwas übrig bliebe,

wenn ich darüber schriebe.

Doch kann das wirklich schaden,

wie unserm Brot die Maden?

Ist es nicht vielmehr so:

das Schreiben macht uns froh!

Auch Lesen macht uns heiter;

so schreib’ ich einfach weiter!

22.05.2022 (16:29)

An der Elfenbeinküste

Nachdem, an der Elfenbeinküste,

er ihr Elfenbein küsste,

wüsste ich gern,

müsste sie den Herrn

doch kennen und benennen:

Küsst er wie ein Küster

oder ist er ein Priester?

Ist er so’n Doofer

oder ein Casanova?

Hat er mehr vom fetten Gaffer

oder doch vom Latin Lover?

Ist er wie Nachbars Lumpi spitz

oder hängt nur müd’ im Sitz?

Küsst er besser als Brad Pitt,

ist sportlicher als Kati Witt?

Schmeckt er cool, wie Whisky Soda

oder wie Matthäus, Lodhar?

Hat er Augen voller Glut

oder sieht er nicht mehr gut?

Meine letzte Frage sei,

ist das Fräulein nun so frei,

diesen Herren abzuschleppen

oder lässt sie stehn den Deppen?!

16.06.2005 (13:26)

Vom Nasebohren

Ein Schwein – jedoch sehr reinlich ist,

wer seine Popel selber frißt,

weil solcherart er Müll vermeidet,

nachdem die Nase ausgewaidet.

Und obendrein wird das Erbohrte recycelt – am fast gleichen Orte.

Und schließlich ist nun jedem klar, das dies ein Selbstversorger war.

27.04.2023 (6:59)

13 Zeh’n (der Witz wirkt beim Zuhören, nicht beim Lesen)

Wenn einer dreizehn Zeh’n hat,

dann hat er drei Zeh’n zuviel. 10.8.23 (15:40)

Dackelphilosophie

Ein Dackel dachte still bei sich:

„Warum bin ich gerade ich?

Wie, wenn ich jetzt wer andres wär’;

wär’ dann mein Leben nicht so schwer?“

Doch, aber dann besann er sich:

„Wär’ ich ein andrer und nicht ich,

dann wüsste ich ja nicht mal mehr,

dass ich ja sonst ein andrer wär’!“

Soweit der Dackel, doch ich finde,

er hatte, so zu denken, Gründe.

Und daher sollten wir doch alle -

zumindest gilt’s in meinem Falle -

uns ähnliche Gedanken machen,

denn es ist wirklich nicht zum Lachen,

sondern philosophisch, eher,

kommt uns doch stets das Ende näher.

So haben wir noch viel zu tun,

eh’ wir dereinst vom Leben ruhn.

26./28.07.23 (17:53) / (9:24)

Die Trottellumme

Die Trottellumme kräht herum,

die Trottellummen seien dumm!

Dabei hat sie wohl unterdessen,

dass sie sich selbst schlecht macht, vergessen.

17.05.2023 (17:16)

Die redselige Brezel

Resel, die redselige Brezel rätselt:

„Wie zähl’ ich Gazellen;

mit Fingern oder Ellen?

Und wie mach’ ich Salat

mit Obst und Glutamat?“

Die Brezel rätselt weiter:

„Wie bleib’ ich bei der Arbeit heiter?“