Snegurka. Neues Märchen 2 - Pavel Grünmeier - E-Book

Snegurka. Neues Märchen 2 E-Book

Pavel Grünmeier

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Beschreibung

Der Dorfjunge IVAN soll den goldenen zweiköpfigen ADLER (Beschützer des Landes), den der böse Schlüsselträger STOBED entführt hat, befreien. Zu diesen Zweck erhält IVAN von der schönen SNEGURKA (Enkelin von Opa FROST) einen silbernen RUBEL (Zaubermünze)!

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Veröffentlichungsjahr: 2022

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Zweiter Teil

 

 

…Und der jungen Witwe wäre

es besser nochmal unter

 

den Bräuten zu sein,

als dem alten streitsüchtigen Mann

sein Dreck vom Thron wegzufegen.

 

 

Der Zar war zwar gemein,

doch sobald Mascha am Hof

auftauchte, schmolz er

wie Blei vor ihr…

 

Da brodelt Stobeds Blut,

zieht seine gefärbten Augenbrauen hoch

und trotz Gesichtspuder wird er

rot wie eine Karotte,

und flüstert: „Oh, Liebe…“

 

 

Und der Wunsch

die zierliche Mascha zu heiraten

und sich mit ihr

in Leidenschaft zu stürzen,

hat den Zaren so mitgenommen,

dass er entschied:

 

„Es ist Zeit…“

 

 

…und Karat legt immer wieder nach:

 

„Jeder, mein Herrscher, freut sich

mit dir Verheiratet zu sein.

Sie sind doch der Zar!

 

Und glaub mir, meine Tochter Mascha

liebt dich so sehr, wie ein Tier.

 

Denn sie schläft Tag und Nacht nicht,

da sie daran denkt dich

glücklich zu machen.“

 

 

Wie eine „Schachkönigin“

benutzt der Bojar sie,

seine junge, langbeinige,

reife Tochter,

 

 

damit er den Zaren Schach

setzen kann

 

 

und dann auch Matt.

So ist es zwar im Traum sieht

aber in der Realität anders aus –

mit seiner Frau, der Bojarin,

war Karat nicht einer Meinung.

 

Sobald er sie daran erinnerte,

musste er deswegen ihre Schreie

den ganzen Tag anhören und

dazu auch noch Schläge

von ihr einstecken.

 

 

Sofort wird Karat für seine Frau

der schlimmste Feind wie ein Guhl,

da nur sie weiß was das Beste

für die Tochter ist:

 

„Nicht den Kahlköpfigen Betrüger heiraten,

sondern einen echten Prinzen.

Da ist das Leben glücklich!

Das ist ihr Schicksal!“

 

 

Wer von denen schlauer ist,

erfahren wir später,

es wird nicht alles gleich

am Anfang eingeschenkt,

also trink auch nicht alles sofort weg.

 

Also:

lasst die Suppe mit Torte,

den Knoblauch mit Wein,

die Gurke mit süßer Marmelade

und

die Halva mit den Gewürzliebhaber…

 

…für später.

 

 

In die neue Östliche weite,

die Sonne verehrend,

weist der Halbmond mit

dem flammenden Stern das Märchen,

am blauen Himmel entlang,

die Richtung.

 

 

 

Ein lautes Glockenspiel läutet

über der Hauptstadt,

im Palast ist es voll mit Leuten –

eine Hochzeit findet statt…

 

- Aber wo ist die Zarenbraut?

 

 

 

Mascha hatte sich weinend

in ihrem Zimmer eingesperrt,

Papa klopft ständig an ihrer Tür,

doch die Mama schlägt Papa

mit einem Besen auf die Stirn:

 

- Ich werde unsere Tochter nicht weggeben!

Mascha wird diesen Tyrannen nicht heiraten!

Mascha, öffne nicht die Tür…

 

- Mama, gibt es ein Paradies im Leben?

 

- Ja! – schreit Karat, -

Auf den Zarenmatrazen!

 

- Nein…

 

 

- Ja!

 

- Nein!

 

- Nein – JA!

 

- Nein – NEIN!

 

 

Währenddessen im Himmel

durch Schneeweißen Wolken,

 

 

eilte Prinz VISCHVAN

 

auf seinem fliegenden Teppich

dem Schicksal entgegen.

 

 

Zar Stobed bestellte ihn,

damit Vischvan beim Feuerwerk,

beim Pier, auf der Hochzeit und

für einen Lohn drei Tage lang

für ihn singt wie in alten Zeiten!

 

Um der ganzen Welt zu zeigen

und um sich zu unterhalten,

wie reich, schlau, großzugig

und was für ein Partylöwe der Zar ist,

da er so eine Berühmtheit einlud –

 

und nur über ihn, den Zaren Stobed,

geredet werden soll…

 

 

 

– geredet werden soll…

 

Der Prinz flog den ganzen Tag lang

auf seinen fliegenden Teppich

für ein bestimmtes edles Ziel –

 

 

die Liebe des Zaren zu verherrlichen.

 

 

Der Zar aber, der auf Mascha wartend

und Geschenke entgegennehmend,

ließ den Prinzen neben sich sitzen,

da er die Presse rein ließ.

 

Diese verblenden den Bräutigam fast

mit Blitzen und überfallen regelrecht

den Prinzen mit Mikrofonen,

damit Vischvan ein paar nette Worte

über den Tyrannen findet.

 

 

 

Der Prinz Vischvan stand auf,

zeigte seine Bewunderung

und fragte den Zaren Stobed daraufhin:

 

„Oh, antworte mir,

mein mächtiger Freund,

 

wie man ohne Tränen, ohne Strapazen,

ohne Gewalt und Hinterlist

aus dem Zarentum ein Paradies

erschaffen kann?

---ENDE DER LESEPROBE---