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Der Dorfjunge IVAN soll den goldenen zweiköpfigen ADLER (Beschützer des Landes), den der böse Schlüsselträger STOBED entführt hat, befreien. Zu diesen Zweck erhält IVAN von der schönen SNEGURKA (Enkelin von Opa FROST) einen silbernen RUBEL (Zaubermünze)!
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Zweiter Teil
…Und der jungen Witwe wäre
es besser nochmal unter
den Bräuten zu sein,
als dem alten streitsüchtigen Mann
sein Dreck vom Thron wegzufegen.
Der Zar war zwar gemein,
doch sobald Mascha am Hof
auftauchte, schmolz er
wie Blei vor ihr…
Da brodelt Stobeds Blut,
zieht seine gefärbten Augenbrauen hoch
und trotz Gesichtspuder wird er
rot wie eine Karotte,
und flüstert: „Oh, Liebe…“
Und der Wunsch
die zierliche Mascha zu heiraten
und sich mit ihr
in Leidenschaft zu stürzen,
hat den Zaren so mitgenommen,
dass er entschied:
„Es ist Zeit…“
…und Karat legt immer wieder nach:
„Jeder, mein Herrscher, freut sich
mit dir Verheiratet zu sein.
Sie sind doch der Zar!
Und glaub mir, meine Tochter Mascha
liebt dich so sehr, wie ein Tier.
Denn sie schläft Tag und Nacht nicht,
da sie daran denkt dich
glücklich zu machen.“
Wie eine „Schachkönigin“
benutzt der Bojar sie,
seine junge, langbeinige,
reife Tochter,
damit er den Zaren Schach
setzen kann
und dann auch Matt.
So ist es zwar im Traum sieht
aber in der Realität anders aus –
mit seiner Frau, der Bojarin,
war Karat nicht einer Meinung.
Sobald er sie daran erinnerte,
musste er deswegen ihre Schreie
den ganzen Tag anhören und
dazu auch noch Schläge
von ihr einstecken.
Sofort wird Karat für seine Frau
der schlimmste Feind wie ein Guhl,
da nur sie weiß was das Beste
für die Tochter ist:
„Nicht den Kahlköpfigen Betrüger heiraten,
sondern einen echten Prinzen.
Da ist das Leben glücklich!
Das ist ihr Schicksal!“
Wer von denen schlauer ist,
erfahren wir später,
es wird nicht alles gleich
am Anfang eingeschenkt,
also trink auch nicht alles sofort weg.
Also:
lasst die Suppe mit Torte,
den Knoblauch mit Wein,
die Gurke mit süßer Marmelade
und
die Halva mit den Gewürzliebhaber…
…für später.
In die neue Östliche weite,
die Sonne verehrend,
weist der Halbmond mit
dem flammenden Stern das Märchen,
am blauen Himmel entlang,
die Richtung.
Ein lautes Glockenspiel läutet
über der Hauptstadt,
im Palast ist es voll mit Leuten –
eine Hochzeit findet statt…
- Aber wo ist die Zarenbraut?
Mascha hatte sich weinend
in ihrem Zimmer eingesperrt,
Papa klopft ständig an ihrer Tür,
doch die Mama schlägt Papa
mit einem Besen auf die Stirn:
- Ich werde unsere Tochter nicht weggeben!
Mascha wird diesen Tyrannen nicht heiraten!
Mascha, öffne nicht die Tür…
- Mama, gibt es ein Paradies im Leben?
- Ja! – schreit Karat, -
Auf den Zarenmatrazen!
- Nein…
- Ja!
- Nein!
- Nein – JA!
- Nein – NEIN!
Währenddessen im Himmel
durch Schneeweißen Wolken,
eilte Prinz VISCHVAN
auf seinem fliegenden Teppich
dem Schicksal entgegen.
Zar Stobed bestellte ihn,
damit Vischvan beim Feuerwerk,
beim Pier, auf der Hochzeit und
für einen Lohn drei Tage lang
für ihn singt wie in alten Zeiten!
Um der ganzen Welt zu zeigen
und um sich zu unterhalten,
wie reich, schlau, großzugig
und was für ein Partylöwe der Zar ist,
da er so eine Berühmtheit einlud –
und nur über ihn, den Zaren Stobed,
geredet werden soll…
– geredet werden soll…
Der Prinz flog den ganzen Tag lang
auf seinen fliegenden Teppich
für ein bestimmtes edles Ziel –
die Liebe des Zaren zu verherrlichen.
Der Zar aber, der auf Mascha wartend
und Geschenke entgegennehmend,
ließ den Prinzen neben sich sitzen,
da er die Presse rein ließ.
Diese verblenden den Bräutigam fast
mit Blitzen und überfallen regelrecht
den Prinzen mit Mikrofonen,
damit Vischvan ein paar nette Worte
über den Tyrannen findet.
Der Prinz Vischvan stand auf,
zeigte seine Bewunderung
und fragte den Zaren Stobed daraufhin:
„Oh, antworte mir,
mein mächtiger Freund,
wie man ohne Tränen, ohne Strapazen,
ohne Gewalt und Hinterlist
aus dem Zarentum ein Paradies
erschaffen kann?
