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Der Dorfjunge IVAN soll den goldenen zweiköpfigen ADLER (Beschützer des Landes), den der böse Schlüsselträger STOBED entführt hat, befreien. Zu diesen Zweck erhält IVAN von der schönen SNEGURKA (Enkelin von Opa FROST) einen silbernen RUBEL (Zaubermünze)!
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Vierter Teil
Die zerbrechlichen Buchstaben
aus Schneeflocken,
diese mir der Märchengott schickt,
damit ich aus sie Wörter machen kann,
um sie letztendlich in Rhythmus
zusammen zu fügen,
ein Rhythmus, der den Ivan zeigen würde,
wo der Feuer-Adler ist,
weil der Stobed
bei der Befragung sagte,
dass er zu alt sei und vergaß,
wo sich der Adler befindet.
Er hat Ivan seine Tausende
von Schlüssel überreicht,
zwinkerte ihm zu,
damit Ivan selber suchen geht,
dieser fiel jedoch vor Ivan
täuschte einen Anfall vor
kratzte und schlug um sich…
Den Hauptschlüssel des Schlosses,
wo der Feuer-Adler schmorte,
ließ jedoch Stobed bei sich
unter seinem Hemd.
Doch Währenddessen herrscht
im Zarentum und in der Hauptstadt
Euphorie! Kein Stobed!
Lieder werden gesungen!
Über Ivan – den Helden!
Die Dunkelheit zog sich vom Palast zurück.
Raus auf die Straßen, Leute!
Der Mund wird vom singen
aus dem freien Willen nie müde!
Im Himmel auf seine lauten Schlitten
gleitet Ivan über dem Palast herum
und über der Hauptstadt fliegend,
schrie er zur Sonne:
„Sonne, du leuchtendes Karussell,
schmücke unsere Tanne heute!
Weihnachten und Neujahr
wird das Volk heute feiern.
Dich werde ich zum Halbmond reiten!
Und euch beide werde ich zur Hochzeit
von Mascha und Vischvan einladen!“
Lachend antwortet die Sonne,
die sich zum Halbmond neigt:
„Wir wissen schon alles über euch, Ivan,
jeden Tag und jede Stunde
schreiben wir, Geschwister, das Märchen
in diesem Magischen Buch selbst.“
Der Halbmond nickte mit seiner Mütze,
zwinkerte dem Jungen zu
und auf die Hochzeitseinladung
strahlt dieser ihn in die Augen:
„Ey, Ivan, antworte uns mal,
was sagst du den Feinden,
die in einer eingefrorenen Banja
davon träumen sich an dich zu rächen?
Die werden dich hintergehen.
Sei vorsichtig und wachsam.
Und entspanne dich nicht
bei der bevorstehenden Hochzeit…“
Doch Ivan grinst
und fliegt weiter hoch:
„Ich bin der stärkste!
da ich mit dem Volk, Land
und
mit meiner Snegurka eins bin!“
Irgendwo ist eine Hochzeit
und auch keine,
irgendwo ist es dunkel,
anderswo ist es hell,
irgendwo
wird hinter den Mauern gefeiert,
doch in der alten Banja wird gejammert.
Der ehemalige Zar stößt
mit seiner Stirn
gegen die Fensterrahmen und
faucht das Glas an,
als er draußen das Feuerwerk hört:
„Egal ob Freude oder Trauer,
ihr sollt alle da sterben,
ihr sollt alle für die Feier
nicht in das Himmlische Reich kommen.
Dir, abgenutzter Banja-Besen,
und dir, rostige Kelle,
schwöre ich euch würdevoll,
dass ich denen die Traurigkeit bringe…“
Hier kam der Bojar in die Banja
reingequetscht,
starte die Zarenstirn an,
schüttelte mit dem Bart und
flüsterte dem Betrüger zu:
„Was schlägst du die Stirn gegen die Wand?
Edler wäre es die Venen in der Wanne
aufzuschneiden oder sich zu vergiften…
Ihnen ist es egal.“
Stobed schnaufte in der Dunkelheit:
„Werde auch so sterben –
jung bin ich nicht.
Antworte mir lieber, wer dumm ist…
Ivan?... Oh, nein!
Ich bin dumm.
Da ich auf dich hörte und nun hat er
das ganze Zarenreich unter sich.
Hörst du, wie er die Hochzeit dirigiert?
Der hätte getötet werden sollen.
Ich bin zwar ein Meister der Vergeltung,
doch wir haben nichts gegen sie einzusetzen.
Und meine Mascha kann ich nicht mehr
zum Bett führen…“
„Pfui… Liebe – ein Gefühl für Schwache.
Doch die Snegurka – das ist traurig, -
und Karat schlug Rache vor, -
du hast doch den Adler“.
Daraufhin weinte der Zar:
„Ivan nahm mir alle Schlüssel weg.
Dieser Bösewicht hat mich geschlagen
so sehr, dass ich mich an
gar nichts mehr erinnere.
Und nun kann ich meinen
zweiköpfigen Feuer-Adler
nicht mehr finden.
Hab alles vergessen... Ich weiß nur…
…dass es einen Keller gab…“
„Pfui…“ - Karat machte die Tür zu,
damit Stobeds Geheule von draußen
nicht zu hören wahr und öffnete
daraufhin seine Tasche:
- Worin ist Ivans Stärke?
